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Jahrbuch 



der bildenen Kunst 



Deutsche Jahrbuch-Gesellschaft 






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JAHRBUCH DER 
BILDENDEN KUNST 1904 

BEGRÜNDET DURCH MAX MARTERSTEIG 
UNTER MITWIRKUNG VON DR. WOLDEMAR VON SEIDLITZ 

HERAUSGEGEBEN VON 
WILHELM SCHÄFER 



DRITTER JAHRGANG 




VERLAG: FISCHER & FRANKE, DÜSSELDORF 1904 



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(KECAP) 



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DRUCK VON A. BAGEL 



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ACHDEM das Jahrbuch der bildenden Kunst vom Verlag Fischer 6k Franke 
übernommen war, ergab sich für den Unterzeichneten die ehrenvolle Aufgabe, 
die Herausgabe des vorliegenden dritten Jahrgangs zu besorgen; nicht ohne Ein- 
verständnis mit dem bisherigen verdienstvollen Herausgeber Max Martersteig. 
Niemand kann bescheidener über seine Befähigung zu einer solchen Arbeit denken, als 
der Unterzeichnete; und kein anderer Grund bewog ihn zur Übernahme der schwierigen 
Arbeit als der, daß nur so das schön begonnene Werk weiter fortgeführt werden konnte. 
Daß er trotzdem einige Änderungen versuchte, wird man ihm nicht falsch deuten; sie 
ergaben sich aus der bisherigen Entwicklung ziemlich von selbst. 

Zunächst mußte grundsätzlich das Kiinstlerverzeichnis ausgeschieden werden. Früher 
im „Almanach für bildende Kunst und Kunstgewerbe" die Hauptsache, war es im .Jahr- 
buch der bildenden Kunst" eine Nebensache geworden, die nicht nur dem Herausgeber 
überflüssig schien. Wer ein solches Verzeichnis braucht, will es handlich und un- 
beschwert von Abbildungen haben. Es war also zu wählen zwischen einem „Künstler- 
verzeichnis" und einem Jahrbuche. Der Herausgeber hält den eigentlichen Jahrbuchteil 
durchaus für das Wichtigste und er will dessen Ausbau für die Zukunft versuchen. Dafl 
man so den vorliegenden dritten Band als einen Versuch betrachte, ist eine herzliche 
Bitte an alle Freunde des Werkes. 

Statt der Ausstellungsberichte ist eine Übersicht der Kunstverhältnisse in den ein- 
zelnen Städten versucht worden, in der Erwägung, dafl den Ausstellungen keine hervor- 
ragende Bedeutung zukommt, daß vielmehr die stille Arbeit der lokalen Kunstpolitik 
ihnen vorgezogen werden mufl. Diese Übersichten in den folgenden Jahren lückenloser 
zu gestalten, wird die wichtigste Aufgabe des Jahrbuchs sein. Sie werden dann als 
Jahresabrechnungen nicht unwichtige Dokumente für die wechselnden Kunstzustände 
sein können. Eine Beschränkung auf die deutsche Kunst schien dem Herausgeber 
unbedingt geboten. 

Der Wechsel im Verlag und der dadurch bedingten Herausgabe ergab eine Ver- 
zögerung, auch ist ihm eine gewisse Un Vollständigkeit in den Berichten zuzuschreiben, 
da es schwierig war und nicht überall gelang, in der kurzen Zeit geeignete Persönlichkeiten 
zu rinden. Wenn dem Werk trotzdem eine gewisse Haltung zugesprochen würde, käme 
das Verdienst dem Vorgänger in der Herausgabe zu, der eine so wohldurchdachte 
Ordnung geschaffen hat. Durchaus Dank gebührt sämtlichen Mitarbeitern, die sich zu- 
meist in sehr kurzer Zeit entschließen mußten. Ohne so viel Eifer für das Jahrbuch 
wäre dieser dritte Band nicht möglich gewesen. So haben sie geholfen, seinen dauernden 
Bestand zu sichern. 



Düsseldorf, Juni «904. 



W. Schäfer. 



620915 



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Verzeichnis des Inhalts 



A. Redaktioneller Teil 



Unter Verantwortung de« Herausgebers 

Seite 

i. Vorwort des Herausgebers III 

a. Verzeichnis der Kunstbeilagen und Abbildungen V 

3. Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 

in Berlin von Rudolf Klein : : ; , . . : . . , . . : . , ; , , 1 

Wien von Ludwig Hevesi 5 

Dresden von Hans W. Singer 10 

München von Georg Hartmann 12 

Stuttgart von Max Diez . 15 

Karlsruhe von K. Widmer . . ig 

Frankfurt a. M. von S. v on Hall e 

Düsseldorf von W. Schäfer 24 

Hamburg von H. E, Wallsee 26 

Bremen von Gustav Pauli 23 

4. Die kunstgeschichtliche Ausstellung zu Erfurt von O. Doering . . . 

5. Wilhelm Trübner von Benno Rüttenaucr 4a 

6. Museumswesen von Karl Koetschau . . . . 51 

7. Ludwig Richter von Rudolf Klein 50, 

8. Die Baukunst des Jahres von F. Rud. Vogel-Hannover 64 

9. Die Denkmale des Jahres von Karl Schelfler jl 

10. Die Kunst im Handwerk des Jahres von Erich Haenel , , . 79 

11. Niederländische Kunstausstellung zu Krefeld von W. Schäfer , . . . 88 



12. Die reproduzierenden Künste: 

I- Publikationen von Hans W. Singer 01 

II, Die Techniken graphischer Vervielfältigung , 94 

13. Die Kunst im Buchgewerbe von W. Schafer 96 

14. Der deutsche Künstlerbund von W. Schäfer 98 

15. Die Toten des Jahres 1903 , . iqq 

16. Verzeichnis der Bücher und Zei t geh riften a 11 faät r » iih»r mnA*rn* 

Kunst aus dem Jahre 1003; Tabelle der in diesem Verzeichnis 
angewandten Abkürzungen. Von Dr. Walter Gensei, Berlin . . , , 103 
A. Kunstgeschichte und Ästhetik: 

a) Kunstgeschichte, ästhetische Fragen, Erziehung zur Kunst . . , , 103 



b) Architekten und Denkmalpflege 104 

ci Bildhauerei 105 

d) Malerei 106 

e) Graphik 106 

f) Kunstgewerbe 106 

B. Ausstellungen vind Sammlungen .... 107 

C. Einzelne Künstler und Kunstgelehrte 108 



Verzeichnis der Kunstbeilagen und Abbildungen 



V 



B. Statistischer Teil 



Unter Verantwortung de« Verlngs 

17. Neuerscheinungen des Kunstverlages. Spalt« 

18. Verzeichnisse mit Angabe der Einrichtungen, Personalien, 

biographischen Daten usw.; Tabelle der in diesen Verzeich- 
nissen angewandten Abkürzungen: 

I. Museen, Galerien und Privatsammlungen 1— 39 

II. Akademien, Kunst- und Kunstgewerbeschulen 40— 51 

III. Künstlergenossenschaften, Kunst- und Kunstgewerbe -Vereine 53— 84 

IV. Kunstsalons und ständige Ausstellungen 85— 93 

V. Kunstzeitschriften und Publikationen 94— 10a 

VI. Kunstverlage 103— in 

VII. Graphische Anstalten 11 2— 117 

VIII. Kunst Werkstätten 118—134 

in Deutschland, Österreich und der Schweiz. 

iq. Anzeigen Seite I— XXIV 



Verzeichnis der Kunstbeilagen und Abbildungen 



A Kunstbeilagen 

1. G. v. Bochmann: Bleistiftzeichnung VIII 

2. M. Ciarenbach: Winterlandschaft 4 

3. A. DeuBer: Im Felde. Dreifarbendruck 12 

4. Carlos Grethe: Im Hafen . . 16 

g. Gustav Kampmann: Abend im Walde , . 18 

6. Emil Lugo: Vergänglichkeit. Zweifarbendruck nach der Steinzeichnung . . 33 

7. Emil Lupo; Am Chiemsee. Zweifarbendruck nach der Steinzeichnung ... 27 

8. Erich Nikutowski: Schloß Rheinfelden. Dreifarbige Steinzeichnung ... 28 

9. Adolf Nieder: Die Taufe Jesu 33 

10. W. Steinhausen. Und er lehrete sie. Aus den Fresken im Kaiser Friedrich- 

Gymnasium zu Frankfurt a. M 36 

11. Wilhelm Altheim: Bauernstube SO 

x*. Robert Haug: Feldweg 56 

13. W. Steinhausen. Landschaft 58 

14. Ernst Liebermann : O Tannenbaum. Vierfarbendruck nach der Steinzeichnung Q2 

15. Emil Lugo: Sommerabend. Zweifarbendruck nach der Steinzeichnung ... 98 

16. W. Steinhausen: An ihren Fruchten tollt ihr «ig rrkrnnrn Am rirn 

Fresken im Kaiser Friedrich-Gymnasium zu Frankfurt a. M 10a 



VI 



Verzeichnis der Kunstbeilagen und Abbildungen 



B. Abbildungen im Text 

Salt* 



1. Cuno Amiet: Triptychon „Hoffnung" i 

2. Albert Haueisen: Bei der Lampe 2 

3. Friedrich Kallmorgen: Ernte 3 

4. Wilhelm Schreuer: Die Russen auf der Katingerstraße in Düsseldorf ... 7 

5. Johann Bossard: Die Lebensalter g 

6. Gustav Schönleher: Im Schutze der Düne ia 

7. Peter Philippi: Der Student 11 

8. Ernst Württenbcrgcr: Porträt von Arnold Böcklin ia 

9. Julius Bergmann: Am Teich . 14 

10. Otto Sohn-Kcthcl: Knabenporträt LS 

it. C. M. Würtenberger: Innocentia ao 

12. Andreas Dirks: Dämmerung ai 

13. Gustav Wendling: Friesische Kirche 23 

14. Gerhard Janssen: Studie . 24 

1 5. A. Deufler: Vor der Stadt . 25 

16. Gerhard Janssen: Studie n 

17. H. Gattiker: Wolkenschatten 31 

18. W. Steinhausen: Der Morgen 32 

19. Madonnenstatue, Franziskanerkirche, Halberstadt 33 

ao. Blick in die Clemenskapelle 34 

11. Flügel des Schnitzaltars in Neusilz bei Rudolstadt, Herzogtum Sachsen- Altenburg 36 
aa. Aus Augustinus de civitate dei, Pforta 37 

23. Zwei Erzengel. Ober-Frenkleben bei Merseburg, Sammlung von Bose . . . , 38 

24. Lucas Cranach d, J.: Bildnis des Kurfürsten Joachim II. von Brandenburg . 39 

25. W. Trubner: Die graue Dame 41 

26. W. Trübner: Liebespaar mit Hund 43 

27. W, Trübner: Postillion 45 

a8. W. Trübner: Kampf der Lapithen und Centauren 46 

aq. W. Trübner: Ein Schotte 47 

30. W. Trübner: Kürassiere vor einem Schlosse 47 

31. W. Trübner: Alte Frau 49 

32. Gregor von Bochmann: Esthnischcr Krug 51 

33. W. Schreuer: Wartende Husarenkapelle 53 

34. A. Schönnenbeck: Schlafender Bauer 55 

35. Otto Heichert: Radierung ■ 58 

36. Hans Thoma: Hexenritt 61 

37- W. Steinhausen: Landschaft 61 

38. Karl Moser: Altar aus der Pauluskirchc in Basel 64 

39. Bruno Schmitz: Beethovenportal am Rosengarten zu Mannheim 67 

40. Hermann Billing: Fassade am Kaiserplatz 68 

41. Karl Moser: Turmdetail der Pauluskirche zu Basel 6p 

4a. H. Obrist: Quellbrunnen für Schloßhol oder Park 71 

43. H. Obrist: Brunnen für einen Park 74 

44. H. Obrist: Tierschutzbrunnen 75 

45. Professor Peter Breuer: Adam und Eva 77 

46. Hubert Netzer: Die Nornen. Entwurf für einen Brunnen 78 



Verzeichnis der Kunstbeilagen und Abbildungen VII 



Seite 

47. R. Riemerschmid: Eingangstor von der Ausstellung der Dresdener Werkstätten 79 

48. Anna Werner-Saaleck: Küche 80 

4g. Gräfin Geldern-Egmont: Speisezimmer 81 

50. R. Riemerschmid: Diele 82 

51. Professor J. Olbrich: Schrank aus einem Musikzimmer 83 

52. Hans Tboma: Jüngling am Meer, Majolikaplatte 84 

53. Hans Thoma: Uhrschild, Majolika 85 

54. Rudolf Bosselt: Schreibzeug 86 

55. Georg Barlösius: Vignette 87 

56. Jaques van den Bosch: Ofen 88 

57. Jan Eisenlöffel: Teekocher 89 

58. Jan Eisenlöffel: Kaffeekanne 89 

59. H. P. Berlage: Lehnstuhl 89 

60. H. P. Berlage: Standuhr nebst zwei Leuchtern 90 

61. Franz Hein: Zeichnung für den .Jungbrunnen" 91 

62. Professor Hans von Volkmann: Zeichnung für den .Jungbrunnen" .... 92 

63. Bernhard Wenig: Zeichnung für den .Jungbrunnen" 95 

64. Georg Barlösius: Jllustration aus „Eulenspiegel" 96 

65. Georg Barlösius: Jllustration aus „Eulenspiegel" 98 




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CUNO AM1ET. Tryptichon „Hoffnung" 

Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 

Berlin 

Das Kunstjahr begann mit vielerörterten Maßnahmen der Regierung und endete mit 
solchen. Die oft gerügte Rückständigkeit der „Großen Berliner Kunstausstellung" ver- 
anlage die Reichsvertreter zu strengeren Aufnahmeregeln, das Material wurde dreifach 
gesiebt, wobei ein besseres Resultat der Mittelmäßigen zutage kam, während neben dem 
Gros der Allzuvielen manche jüngere Begabung in die Versenkung verschwunden schien. 
Dieses Verfahren, das der Ausstellung ein nicht übles Gepräge verlieh, machte böses 
Blut und fand selbst bei manchem der einsichtsvolleren Fürsprecher des Fortschritts 
keinen Beifall, indem man, nicht mit Unrecht, betonte, so lange der Staat auf seinen 
Akademien die Mittelmäßigkeit großziehe, sei er verpflichtet, ihr in seinen Ausstellungs- 
lokalen Unterkunft zu gewähren. 

Und nun, am Schluß des Jahres, das entgegengesetzte Bild. Der Kampf um die Aus- 
stellungsräume in St. Louis zeigt geradezu beschämende Züge. Ließ die Behörde im 
Frühjahr die junge Kunst scheinbar gelten, jetzt spricht sie ihr die volle Gleichberechtigung 
ab. Behandelt sie wie ein ,,enfant terrible", dessen Streiche man nur in bestimmten 
Grenzen duldet. Dabei weiß man gar nicht recht, wo der eigentliche Feind der jungen 
Kunst steckt und viele raten auf einen einzigen Namen. Daß der Geschmack des Kaisers 
andere Ziele verfolgt, weiß man, doch man weiß auch, daß er sehr tolerant sein soll. 
Und schließlich zählt die Regierung unter ihren Beamten eine ganze Reihe, deren 

1 



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a 



Deutsches Kunslleben im Jahre 1903 




Glaubensbekenntnis durchaus mit dem 
der „Sezession" identisch ist. Da ist 
z. B. der ständige Sekretär der Aka- 
demie der Künste, Wolfgang von 
Oeningen; in seinen Aufsätzen führt 
er oft einen wahren Eiertanz auf, um 
die tauben Schalen nicht direkt zu 
kippen. Aber warum wagt dieser 
geschmeidige Diplomat, dessen Sym- 
pathien der jungen Kunst gehören und 
der zugleich formgewandt genug ist, 
sich nicht lauter mit seiner Stimme 
hervor, um eine Versöhnung zwischen 
den Kreisen der Tradition und dem 
jungen Wollen anzubahnen? In diesen 
Tagen publizierte er im „Tag" einen 
Aufsatz „D. M. Ervini a Steinbach", 
aus dem Feinhörige ein solches 
Wollen vernahmen, aber es war zu 



albert haueisen. B«i der L«oip« leise. Zu leise für das Trommelfell 

von Ministern heutigen Kalibers, ge- 
schweige denn, daß er je einen Pfeil für das Fell der Dickhäuter von seiner Sehne ließe. 

Daß die Regierung der neuen Kunst kein Verständnis entgegenbringt, wäre verzeihlich, 
daß die Vertreter der älteren Richtung es nicht tun, ist es nicht. Diese beweisen damit, 
daß sie keine Künstler sind: wer sich eigener Stärke bewußt ist, achtet den Gegner und 
mißt sich in offenem Kampfe, statt zum Mittel versteckter Angriffe überzugehen. Und 
jeder Künstler, der einer ist, weiß, daß eine jüngere Epoche die seine ablösen muß. So 
verquicken diese älteren eine Frage, die eigentlich nichts ist wie eine Magenfrage so 
lange, bis sie sie selbst für eine rein ästhetische halten und kennen sich selbst nicht 
mehr aus. Es lassen sich Gründe gegen diese junge Kunst vorbringen, doch die Maler 
der älteren Richtung sind sich über diese Gründe recht unklar und haben wenig Recht 
zu ihnen, vor allem, da ihre eigenen Absichten in künstlerischer Beziehung sich nicht 
mit denen der Jungen messen können. 

Die Regierung ist ein Mechanismus, ein Apparat, sie kann für organische Gebilde, 
für lebendiges Wachsen kein Verständnis haben, vor allem, wenn es sich um Kunst 
handelt. Das verlangt man von denen, die sie beeinflussen, ihr hin und wieder den Zeiger 
stellen. Sind sie Individualitäten, so nimmt sie einen guten Kurs. Anders unter dem 
Geheimrat. Der Geheimrat sieht in der neueren Kunst nichts anderes wie in der Sozial- 
demokratie, d. h. einen Feind, der auf alle Fälle bekämpft werden muß. Daß einem 
solchen Feind nicht durch Ausnahmegesetze beizukommen ist, mußte selbst ein Bismarck 
erfahren. Wie nun aber selbst konservative Politiker erkannt haben, daß zwar nicht die 
Sozialdemokratie, wohl aber ein Teil der sozialen Bewegung ein Naturbedingtes ist, ein 
Notwendiges und Gesundes, das historisch garnicht ausgeschaltet werden kann, ein Faktor, 
mit dem wir alle rechnen müssen, so trifft dies noch weit mehr auf die moderne Kunst 
zu, die auf diesem Gebiete des Jahrhunderts eigensten Geist verkörpert, wie die längst 
von einer fortgeschrittenen Theologie willig aufgenommene Evolutionstheorie, wie die 
großen Erfindungen aller Gebiete. Und jene, die in der modernen Kunst noch immer 
den zu tötenden Drachen wittern, gleichen jenen Dorfkaplänen, die mit Weihwasser und 
Wedel die Manen Darwins bekreuzen. Hemmen läßt sich das Wachsende nicht, im 
Kampf der Unterdrückung erstarkt nur die Meinung. Und bedauerlich ist allein die 
Kurzsichtigkeit, mit der die konservativen Kreise, vor allem vom politischen Standpunkt, 
verkennen, daß ihnen die neuen Errungenschaften bald eigene, neue Kraft zuführen müßten, 
so sie die Jugend gerecht behandelten und zu sich hin erzögen. Hierzu aber muß man die 
Forderungen der Zeit anerkennen. Die Kirche ist darin schon am weitesten. Längst hat 
sie erkannt, daß die neue Generation unbefriedigt in dem Forschungsballast der letzten 
Jahrzehnte steht und wartet auf den neuen Zusammenschluß einer mächtig sich an- 
kündigenden religiösen Bewegung. Diese Anzeichen könnten Einsichtige auch deutlich an 
der Kunstjugend spüren, ihr deshalb vertrauen und freien Lauf lassen, statt ihr täglich 
Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Unsere Geheimrätc sprechen zwar den Namen 



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Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 



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Goethe ungemein feierlich aus, bedenken aber kaum, daß er in seiner Zeit die gleiche 
Rolle spielte wie heute die Jugend, und daß er, wieder erstanden, mit dieser zweifels- 
ohne sympathisieren würde. 

Da ist die Berliner „Sezession" mit ihrer Frühjahrsausstellung. Sie zeigt noch deut- 
lich, scharf und klar das Bild des Impressionismus. Manets berühmter „Spargelbund" war 
das Glanzstück. Der Geist von 1870 lebte auf, d. h. der Pariser Geist von 1870. Was 
tuts, daß heute eine junge Schar von Künstlern diese Licht- und Farbenorgien etwas ver- 
spätet nachfeiert? Deutschland schlug diese Schlachten nicht, Münchens Kunst war nur 
das Reis eines verwehten Kornes des holländischen Realismus, der kühle, kritische Geist, 
der in der Berliner Luft sich entfaltet, holt es nach. Was tuts ? Kann eine solche 
Reinigungskur schaden? Muß nicht ein jeder, der Augen hat zu sehen, eingestehen, daß 
diese Bilder wirken wie ein frischer Frühlingswind? Sind Licht und Luft schädlich? 
Ist eine so reine Atmosphäre ungesund? Was Ihr an dieser Kunst etwa vermisset, holt 
es nach in vollendeteren Werken, aber verleugnet nicht den Besitz der neuen Errungen- 
schaften des Jahrhunderts, die kein Arzt, kein Theologe in seinem Beruf mehr leugnen 
darf. Dan Deutschland die Lichtschlachten nicht schlug, sagte ich schon. E9 hatte auch 
keinen Darwin, keinen Gay-Lussac und Claude Bernard, auch auf diesen Gebieten war 
Deutschland der Ausbauer und Ergänzer, nicht Erfinder der Theorie. Wie der Deutsche 
zur Theologie und Philosophie neigt, und in diesen Tagen auch auf diesen Gebieten für 
die Zukunft arbeitet, so steht es um ihn auch in der Kunst. Sein Rückstand war hier 
nicht Schwäche, vielmehr Starke. Der gesunde Erdgeist schlief! Aber man vergesse 
nicht, daß von seines Wesens Eigenheit durchaus nicht jene Epigonen waren, die während 
des gesunden Recken Schlaf einen Höllenspektakel aufführten und nun die Szene nicht 
gern räumen möchten. Aber auch ist es nicht deutsche Zukunftskunst, wenn eine Schar 
junger Schwärmer sich hinsetzt und Ritterfräulein und Minnepagen mit unsicherem Stift 
aufs Papier schreibt. Diese Leute haben das Wichtigste ignoriert und verkennen jede 
Gesetze einer selbständigen Kunst. Ein Künstler kann nur Geltung erringen Uber den 
engen Rahmen seiner Klique hinaus, so er die technischen Errungenschaften seiner Zeit 
meistert. Und auf diesem Felde hat zu allen Zeiten ein Austausch stattgefunden über 
die Landesgrenzen hinaus. 

Ein schöner und starker Beweis für das Bewußtsein eigenen Wesens und neuen 
Wollens war das große Verständnis und die innige Liebe, die ein Teil der deutschen 
Jugend unserem Ludwig Richter bei der Zentenarausstellung entgegenbrachte. Aber 
gerade von ihm lerne man! Hat dieser Mann in das Mittelalter geschaut? Hat er die 
Antike benutzt? Er malte, was er rings sah, gab Menschen, die dachten und fühlten und 
das Haus ward ihm zur Welt. Ähnliches empfinden wir vor Schwinds kleineren Bildern. 
Wenn jene, die gegen die „Sezession" wettern, nur ahnten, wie wenig sie mit Künstlern 
wie Richter und Schwind gemein haben. Der Wille mag gut sein, aber ihr „Sehen" ist 
schwach. An inneren Qualitäten haben ja die deutschen (!) Sezessionisten auch nichts 
mit ihnen gemein, wohl aber was die Ehrlichkeit des Schaffens betrifft. Daß es unter 
den Sezessionisten, zumal den deutschen, viele Marodeure gibt, spricht dagegen nicht 

Der Kunstsalon von „Keller und Reiner" hatte sich mit seiner Richter-Ausstellung 
eine schöne und reich belohnte Aufgabe gestellt. 

Der Kunstsalon von Paul Cassirer, in dem mit Vorliebe, mit Geist und mit Geschmack 
der Impressionismus gepflegt wird, selbst er macht eine leichte Schwenkung. Unter der Reihe 
seiner interessanten Ausstellungen jene, 
die uns die neuen und wertvollen Werke 
von Liebermann und Corinth zeigten, kann 
ich nur mit dieser Erwähnung streifen — 
gab es zwei, die gewissermaßen Anfang 
und Ende der großen Bewegung kenn- 
zeichnen. Ich meine die Kollektion des 
Spaniers Goya und des jungen Russen 
Somoff. Beide in solcher Reichhaltigkeit 
zu sehen, hatte man bisher in Deutschland 
nicht Gelegenheit. Es waren daher ebenso 
genuß- wie lehrreiche Ausstellungen. 

Goya, der lange Unbekannte, ist von 
den Historikern als einer der Ahnherrn der krihuk kallmorgen. Ernte 




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Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 



modernen Bewegung hingestellt worden. Aber der Anarchist des 18. Jahrhunderts, der 
seine rauchende Bombe in den Königspalast des Rokoko warf, mit flinkem Degen die 
Hofschranzen niederstach und der neuen Zeit die Tore sprengte, er war es nicht, den 
wir bei Cassirer zu sehen bekamen. Als diesen empfand man ihn bisher aus seinen 
Radierungen, den „Capriccios" und den „Proverbios" und so soll es weiter bleiben. Aber 
neuerdings möchte man ihn als Maler feiern. Der Versuch ist nicht recht geglückt. An 
Velasquez darf man garnicht denken. Neben vielem Guten war in seinen Bildern doch 
auch viel Rokokohaftes. Und man vergesse nicht, daß auch die Maler des französischen 
Rokoko zum Teil malen konnten und auch Tiepolo konnte es, ohne daß man von ihnen 
den modernen Kolorismus datiere. Nur die Zeit des Entstehens gibt den teilweise aller- 
dings außerordentlichen Bildern Goyas besonderen Wert. Der eigentliche Goya aber, der 
eine Eroberernatur war ■ - wenn auch nicht so modern und positiv — wie der Franzose 
Henry Beyle, von dem Nietzsche sagt, daß er mit einem napoleonischen Tempo durch 
sein unentdecktes Europa schritt, jener Goya steckt doch in den Radierungen. Und so 
soll es bleiben. Und ist er somit mehr in intellektueller Hinsicht der Ahnherr des 
letzten Jahrhunderts, denn direkt ein malerischer Bahnbrecher. Er war ein Geist, der 
zum Experiment neigte, und daher wohl auch hin und wieder zum koloristischen. So 
ist er denn hier manchmal mehr verblüffend wie originell, wo er sich über seine . 
Zeit erhebt. 

Und Somoff, dieser zarte Lyriker, der mit Puschkin liebliche Romanzen dichtet zum 
zierlich verschlungenen Takt der Gavotte, in Gärten, deren Hecken geschoren sind und 
deren Rosenbüsche Liebesgötter bergen, der aus Frauengestalten zu uns spricht — nicht 
ohne einen leisen Zug harmlosen Spottes — die in der Empfindsamkeit der Nachromantik 
hinträumen, oder auf dem geistreich ornamentierten Theaterzettel der kaiserlich-königlichen 
Eremitage eine ganze vergangene Kultur entfaltet, dieser junge, kaum 20jährige Russe 
gehört zu den nicht Seltenen, die der Impressionismus unbefriedigt ließ, die in ihm eine 
Kultur des inneren, feineren Lebens vermissen, und inhaltlich zurückflüchten, und aus 
den Brautkränzen ihrer Mütter vergeblich frische Sträuße winden: Immortellen! Ihr 
Duft, dessen Süße Schwäche ist und dessen Rührung Wehmut, ist allzusehr verträumte 
Reflexion, und nicht wir sind es, die aus diesem Spiegel uns entgegenschauen. Die Stärke 
dieser Kunst ist die Konzentration der Essenz, nicht einfacher, absichtsloser Gestaltung. 
Aber anerkennen sollen wir auch dieses Zeichen der Zeit, richtig es deuten und 
von ihm lernen zum eigenen Nutzen. Abgesehen von der Achtung, die wir diesem 
Können zollen. 

Zwei Pole, sagte ich, seien Goya und Somoff. Und was dazwischen liegt und im 
schwankenden Gezitter bunter Strahlen hundertfach sich bricht, zeigte die Winter- 
ausstellung — „Zeichnende Künste" — der Sezession. Von Turner, dem impressionistisch 
gewordenen Claude, über Münch, den Seelendeliran ten, der kosmisch fühlt, doch nicht 
malerisch zu Ende denkt, zu Beardsley, der beim Fackelschein des Todes durch alle 
Höllen irrend stürmte, das verlorene Paradies zu suchen, ahnt man den starken Atem 
einer Zeit, in deren Flamme raschem Brennen vieles ging und manches wurde. 

Daß wir zum Teil unzufrieden sind, spricht nicht unter allen Umständen gegen diese 
Kunst. Die Generation von 1870 in Paris war die zufriedenste der Welt. Mit Recht. 
Sie hatte positives Neuland erobert. Daß eine folgende neue Sehnsüchte kannte, ist im 
Ring des Werdens nur zu bedingt. Zudem ists die Generation, die ich vorhin mit Somoff 
kennzeichnete. Romantiker, die die Welt in ihrem Ich suchen und an jeder Wirkung 
auf dieses die Dinge werten und messen, waren zu allen Zeiten unzufriedene Geister. 
Und dieser Denkart gehört mehr oder weniger die jüngste Generation an, abgesehen von 
einigen wenigen, die im Vermögen stehn, sich zu jener Objektivität durchzuringen, die 
jenseits der Dinge als Begriff wohnt. 

Auch die vorhin gekennzeichnete Phase hat die Kunst zweifelsohne in gewisser 
Beziehung bereichert. Doch wir streben neuen Zielen zu und in ihren Resultaten darf 
keiner der Faktoren fehlen. Der kommende Mann, dem wir alle im Kleinen durch unser 
Fühlen und Denken den Boden einer Kultur ringsum bereiten sollen, damit er die Schluß- 
summe ziehen kann, er wird mit Manet das Licht und die Kostbarkeit des Strichs gemein 
haben, mit den Romantikern das Reich der Träume, mit Thoma das religiöse Empfinden 
und das Lied der Liebe, und doch wird er keinem von ihnen gleichen: sein Geist, in 
prometheischem Feuer geglüht, wird uns den Kampf und den Frieden geben, das Kreuz 
und das Schwert. Rudolf Klein. 





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Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 



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Wien 



Das Kunstjahr 1903 ist für Wien ungewöhnlich lebhaft verlaufen. Große und kleine 
Kunst war in Bewegung, zwei wichtige Denkmalfragen erregten förmliche Bürgerkriege 
mit Protestversammlungen und Memoranden, zwei neue Museen erschienen auf der Bild- 
fläche, das eine wiederum unter heftigem Parteikampf, und nebenher entwickelte sich 
ein reges Ausstellungsleben. 

Die beiden Denkmäler waren das Deutschmeisterdenkmal für den Deutschmeister- 
platz und das der Kaiserin Elisabeth für den Volksgarten. Beide fielen schließlich dem 
Professor Hans Bitterlich zu, dem Manne des Justemilieu, des Unanstößigen und nach 
dem Durchschnitt des Jurygeschmackes ohne weiteres Ausführbaren. Für das Denkmal 
der Kaiserin waren nicht weniger als 67 Entwürfe eingelaufen, darunter die zahmsten 
und tollsten Einfälle. Ein erster Preis wurde nicht zuerkannt, der an vierter Stelle be- 
lohnte Entwurf, ein Kenotaph von ganz modernen Formen, war der beste. Zur Aus- 
führung gelangte er nicht, dazu schien seine Monumentalität doch zu neuartig, aber sein 
Urheber, der in Berlin lebende Österreicher Franz Metzner, wurde als Professor an die 
Wiener Akademie berufen. Bitterlich selbst mußte sich bequemen, eine neue (sitzende) Figur 
zu schaffen, deren baulich-gärtnerische Umrahmung dem Oberbaurat Friedrich Ohmann, 
Leiter des neuen Burgbaues, übertragen wurde. Er hat seine Aufgabe seither mit Ge- 
schmack gelöst, während die Statue wenig Begeisterung erregt. Auch Bitterlichs Denk- 
mal der 200 jährigen Geschichte des Wiener Hausregiments „Hoch- und Deutschmeister" 
läßt sehr kühl. Es fehlt ihm an Urwüchsigkeit und dekorativem Einfall. Zwischen einer 
Kriegergruppe und einem Löwen erhebt sich ein Obelisk mit Einzelfiguren in Flach- 
relief und einem kreuzblumenartig wirkenden Doppeladler; die Krönung bildet ein Kissen 
mit der Kaiserkrone. Zwei andere Preise fielen Wilhelm Seib und Arthur Strasser 
(mit dem Architekten Rudolf Dick) zu. 

Die beiden großen architektonischen Streitfragen betrafen Otto Wagner, den Bahn- 
brecher der modernen Wiener Baukunst. Sein Name ist seit Jahren ein Schlachtruf in 
Wien. Der Zweikampf der Modelle Wagner und Schachner für das neue Stadtmuseum 
bei der Karlskirche war ein sogenanntes Sensationsereignis. Nachdem Wagner in der Vor- 
bewerbung gesiegt hatte, war er in der Hauptbewerbung unterlegen, wobei die Kulisse keine 
geringe Rolle spielte. Indes schien der Schachnersche Entwurf, im massivsten Barock, 
mit enormen Säulen, für die maßvolle Harmonie der Karlskirche so gefahrdrohend und 
auch die innere Einrichtung so wenig entsprechend, daß man zwei große plastische 
Modelle ausführen ließ und nebeneinander ausstellte. Nun hieß es tagelang und in allen 
Gassen, Kaffeehäusern, Salons und Zeitungen: Hie Wagner! Hie Schachner! Wagner 
siegte in der öffentlichen Meinung, die unöffentliche brachte es jedoch dahin, daß 
schließlich beide Modelle verworfen wurden. Nachträglich ist man sogar von dem Bau- 
platz neben der Karlskirche wieder abgekommen. Kurz darauf wurde indeß Otto Wagner 
die Befriedigung zuteil, daß er im Wettbewerb um den großen Neubau der Postspar- 
kasse siegte. Die unübertrefflichen praktischen Eigenschaften seines Entwurfes waren 
anerkannt worden. Er ist darin immer mustergiltig. Eben erst hat sich dies (ohne daß 
es in der Öffentlichkeit bekannt geworden wäre) auch darin geäußert, daß die Bischofs- 
konferenz sich einstimmig für seinen modernen Kirchenbau erklärte. Vor drei Jahren 
galt sein Entwurf einer modernen Kirche noch für liturgisch unzulässig. Voriges Jahr 
aber, bei einer offiziellen Bewerbung um den Bau einfacher Landkirchen, sah man überall 
seine Grundsätze obwalten. Heute würde man garnichts anderes mehr zulassen. Der 
Klerus hat wieder einmal bewiesen, daß er im rechten Augenblick zeitgemäß zu sein weiß. 
Hat er doch der Reihe nach romanisch, gotisch, Renaissance, Barock, Rokoko und Empire 
gebaut, immer wenn die Zeit reif war. Er wird es mit dem modernen Stil ebenso 
halten. 

Ein wichtiges Ereignis war die Eröffnung der „Modernen Galerie" im April, der 
einstweilen das untere Belvedere (Palais des Prinzen Eugen von Savoyen) eingeräumt 
wurde. In diesen herrlichen Rokokosälen sind die dermaligen Bestände so gut als möglich 
untergebracht. Es ist der „Wiener Luxembourg", von dem die Pflege der modernen 
Kunst in Österreich das Höchste zu erwarten hat. Man merkt es schon jetzt an so 
wertvollen Spenden, wie Max Klingers großes malerisch-plastisches Bildwerk „Urteil 
des Paris" (von Architekt Hummel in Triest geschenkt), dem der „Christus im Olymp" 




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Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 



als Seitenstück dient, oder an Alma Tademas „Frcdegonde" (Geschenk des Fürsten 
Liechtenstein). Die altere und neuere Wiener Malerei ist abschnittweise schon recht be- 
deutend vertreten. Ein Kabinett enthält zwanzig Waldmüller, darunter ein Hauptstück 
wie die „Klostersuppe". Ein Makaruimmer umfaßt lauter tadellos erhaltene Bilder: die 
„fünf Sinne", den Oelzeltschen Plafond, die gemalte Bildwand mit den „modernen 
Amoretten", das Porträt' der Wolter als Messalina usw. Ein Zimmer ist dem 95jährigen 
Rudolf von Alt gewidmet, von dem bereits 25 Bilder vorhanden sind, das älteste (Salz- 
burg) 1829 bezeichnet. Immerhin bleiben noch Lücken genug zu stopfen. Die Plastik 
ist nur mit einzelnen Stücken vertreten. 

Aus dem reichen Gesamtbilde der Kunstausstellungen treten besonders die der 
Sezession hervor. Und unter diesen wieder sind zwei besonders wichtig: die Aus- 
stellung des Impressionismus (Januar) und die Gustav K lim t- Ausstellung (November). 
Das Wort Impressionismus wurde, der Belehrung halber, recht weit gefaßt; man sah die 
Anläufe bei Tintoretto, Rubens, Velazquez, Goya, Vermeer van Delft, Delacroix, den 
Bildhauern Houdon, Caffieri bis zu Carpeaux und Rüde herauf. Dann aber die ganze 
Manet-Gruppe, also Manet, Monet, Degas, Pissarro, Cezanne, Sisley, Berthe Morisot; neben 
ihnen Puvis de Chavannes. Es war besonders zu schätzen, daß man hier meist weniger 
bekannte Bilder zu sehen bekam, aus Privatsammlungen (Durand -Ruel, Professor Viau 
in Paris, Zuloaga in Sevilla u. a.). Immerhin hatten die Wiener schon einen gewissen 
Begriff von diesen Dingen gehabt. Auch die „Ausbauer des Impressionismus" waren, 
dank der Sezession, nicht allen ganz unbekannt geblieben ; die Besnard, Cottet, Latouche, 
Rysselberghe, Seurat usw. Ziemlich neu war Whistler, ganz neu der Stimmungsplastiker 
Medardo Rosso und die Exzentriks der Richtung, die Neuropathischen des Kolorismus, 
Stilismus, Nihilismus, Somethingismus. Die Unglücksgenies Van Gogh und Toulouse- 
Lautrec, Maurice Denis, der die Impression stilisiert und seither ein großer Kapellenmaler 
wurde, Paul Gauguin, der einstige Börsenmakler und ehemalige Bewohner Tahitis, 
der leider kürzlich verstarb, dann der großgeblümte Vuillard, der feine Inswasserschauer 
Bonnard, der lackartig japanisierende Odilon-Redon, die Jünglinge Roussel und Valtat, 
der Norweger Vigeland mit seiner absonderlichen Plastik. Es war wieder einmal ein 
großer Belehrungskursus in der Sezession, wie er noch nirgends unternommen worden. 
Richard Mut her fühlte sich bewogen, angesichts der Bilder einen interessanten Vortrag 
zu halten. Auch die K 1 i m t - Ausstellung war von hohem Interesse. Gustav Klimt ist 
ohne Frage seit Makart die stärkste Malnatur in Wien, dabei dem Publikum gegenüber 
intransigent. Man liebt in Wien die Kompromiiimaler und macht den harten Nacken das 
Leben sauer. Aber Klimt hat sich seinen Boden Schritt für Schritt erkämpft. Nach einem 
halben Jahre hat sich das Publikum noch mit jedem seiner Bilder abgefunden. Diesmal 
war es das phantasievolle Deckenbild (für die Aula der Universität) „Jurisprudenz", das 
Seitenstück zur „Philosophie" und „Medizin", das die Gemüter erregte. Hier der Tat- 
bestand des Bildes: Unten als Hauptfigur ein alter Sünder, nackt und hager, von einem 
mächtigen Polypen umklammert, dem bösen Gewissen. Drei Rachegöttinnen von 
schauerlich schöner Bildung, mit goldenen Schlangen im Haar, umlagern ihn drohend. 
Schwarze Gewänder ziehen gleich unheimlichen Nebelschleiern ihre Arabesken um diese 
Gruppe. In der oberen goldstrotzenden Sphäre die Gerechtigkeit mit ihrem Schwerte, 
zwischen dem Gesetz, auf deren Buch das Wort „Lex" steht, und der Wahrheit in gold- 
gesticktem Purpurmantel. Im Hintergründe das Quaderwerk eines Justizpalastes, davor 
zerstreute Köpfe von gelehrten Richtern, Charakterfiguren von merkwürdigem Ausdruck. 
Nie zuvor ist die Einbildungskraft Klimts so ins Monumentale gegangen. Nun, die 
Klimtgegner tobten und höhnten; seither haben sie sich beruhigt. Unter den übrigen 
Bildern Klimts gab es reizende Damenbildnisse und Landschaften, die ja allgemein ge- 
priesen werden, und ein paar jener „unverständlichen" Bilder, die nichts sein wollen als 
eigentümlich gebaute und gewürzte Farbenflecke, eine ornamentale Phantasiewelt durch- 
aus Klimtscher Art. Auch die Aprilausstellung der Sezession war sehr interessant, schon 
wegen der Anordnung, die jedem Künstler ein ganzes Kabinett zuwies, in dem er sich 
organisch und abgeschlossen entfalten konnte. Das wäre eigentlich das ideale Ausstellen. 
Klimts „Irrlichter" waren auf dieser Ausstellung und Franz Metzner betrat zum ersten 
Male diesen Boden. 

Die Ausstellungen im Künstlerhause waren weniger systematisch gehalten. Alles 
in allem gab es da, wie man sagen könnte, ein Porträtjahr. Ganze Reihen von Bild- 
nissen aus der höchsten Gesellschaft, einmal von Philipp Läßlö, das andere Mal von 





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Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 



Josef Koppay. Beide haben sieb auf Lenbachs Spur entwickelt, aber in den letzten 
Jahren immer mehr elegantes Element aus dem fashionablen englischen Porträt vom An- 
fang des neunzehnten Jahrhunderts aufgenommen. Lafllö ist weitaus der Bedeutendere. 
Er schlagt nach Bedarf auch die kräftigere Note an, so in einem Sitzbild des Kaisers oder 
noch energischer in dem des Freiherrn Mumm von Schwarzenstein, deutschen Gesandten 
in China (dieses Bild war in einer Sonderausstellung ungarischer Künstler bei Pisko zu 
sehen). Die Damen sind doch sein Eigentliches. Erzherzoginnen, Fürstinnen, Millionär- 
innen in eleganter Toilette, die Sängerin Alice Barbi, einmal als pikante Studie aus dem 
Gebiet des Brünetten, ein andermal idealisiert, an Ransels heilige Cacilia erinnernd. 
Koppay steht als Maler dem Kreise des Erzherzogs Franz Ferdinand nahe, den er vor- 
trefflich gemalt hat. Man sah von ihm auch die Kaiserin von Rußland, die Erzherzogin 
Maria Valerie ihr Töchterlein umarmend usw. Aus London schickte der dort in hohen Kreisen 
beliebte Österreicher Emil Fuchs effektvolle Porträts (Kniestück des Königs Eduard VII. in 
preußischer Dragoneruniform, den Botschafter Grafen Deym in Diplomatenuniform u. a. 
mehr). Merkwürdigerweise wird er einen glatten Wachsfiguren typus nicht los. Von Hause 
aus ist er freilich Bildhauer, und jetzt mit Empire-Vorliebe. Ein nacktes Marmorbüblein, 
das sich am Boden wälzt, ist der leibhaftige „Marquis of Bandford", der Erstgeborene des 
Paares Marlborough-Vanderbilt. Alledem sieht man Kunstüberlieferungen der großen 
englischen Familien an. Es ist Peerage-Kunst. Daneben sah man inselgleich eine hoch- 
moderne Abteilung des „Jungbundes" und wieder andere Inseln, mit Nachlässen Ver- 
storbener (des Malers Julius Berger, des bedeutenden Modelleurs Anton Scharff) oder 
eine Sammlung guter neuer Franzosen. Auch im Hagenbund gab es manches Be- 
merkenswerte. Sogar eine Böcklin-Ausstellung (Januar) mit Frühbildern bis 1861 zurück 
(Weimarer Selbstbildnis), dann mit Sachen aus jener Florentinischen Zeit („Dichtung und 
Malerei"), als Böcklin mit Hans von Marees und Adolf Hildebrand das Problem des 
„Menschen im Räume" aufstellte. Die Judith von 1888 mit dem Glase Rotwein war da 
(übrigens nicht die biblische, sondern die aus Gottfried Kellers „Grünem Heinrich"), und 
der unvollendete „rasende Roland" mit dem fliegenden Bauern in der Luft. Und so fort, 
ältestes und neuestes. 

Auf kunstgewerblichem Gebiete ist, wie alljährlich, die Winterausstellung des 
österreichischen Museums zu verzeichnen. Das Hübscheste, was man darin sab, 
war, in einem Interieur von Leopold Bauer für den Baron Spaun, der das „metallisierende 
Glas" fabriziert, eine ganze Kaminwand in solchen irisierenden Glaskacheln. Das 
böhmische Glas hat in der Tat wieder viel und neuen Spielraum gewonnen. Auch das 
Lobmeyrsche lebt auf, es modernisiert sich. Zum Modernisieren gehört aber in Wien 
auch das Empirisieren. So hat Lobmeyr ein reizendes Empire-Glasservice aus 
Napoleons Besitz, von dem nur noch zwei Gläser vorhanden waren, eines in der Wiener 
Schatzkammer und eines im Königlichen Schloß Rosenborg bei Kopenhagen, vollständig 
rekonstruiert. Man kommt jetzt auf all diese verborgenen und verkannten Dinge. So ist 
auch der Altwiener Urväterhausrat des k. k. Hof-Mobiliendepots, das etwa dem 
berühmten Pariser „Gardc-Meuble" entspricht, jetzt zu neuen Ehren gelangt und ein 
ganzes Zimmer im Museum mit Kopien desselben eingerichtet. Die eigentliche Aus- 
stellungstat des Direktors von Scala war freilich die große Ausstellung von Buch- 
einbänden des neunzehnten Jahrhunderts, deren Gelingen hauptsächlich der Fachkenntnis 
und Unermüdlichkeit des Kustos Dr. Franz Ritter zu danken ist. Die Ausstellung be- 
gann mit den klassizistischen Saffian- und Kalblederbänden des Empire, deren die k. k. 
Fideikommlß-Bibliothek eine Menge hat, namentlich auch aus Oberitalien, das dem fran- 
zösischen Originalempire am nächsten stand. Dann kamen die biedermaierischen Bände, 
das Neurokoko und die Neugotik, der sogenannte Kathedralband. Dann die Neu- 
renaissance mit ihren architektonischen Einteilungen, die einen Buchdeckel wie einen 
Balkenplafond gliederten und zu einem Albumstil führten. Und so fort bis herauf zur 
englischen Modernisierung durch Cobden Sanderson und Gleeson White. Man sah durch 
sie und Otto Eckmann den bisherigen „Interimsband" bibliotheksfähig werden und 
Kunstwerth erhalten. Und gleichzeitig erlebte der Prachtband seine moderne Auf- 
erstehung, durch den Lederschnitt Hulbes (Hamburg) und Saint-Andres (Paris), durch 
den Maroquin-Impressionismus Viktor Prouves (Nancy), durch den vernünftigen Buch- 
binderstil Marius Michel's (Paris) und alle die künstlerischen Bravouren, die die aller- 
letzten Jahre gebracht haben. Das alles sah man auf der Ausstellung sehr lehrreich 
vertreten und sie hat auch den Fachkreisen starke Anregungen geboten. Diese Aus- 




Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 



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Stellung fand im März statt und im April folgte eine gleichfalls hochinteressante Aus- 
stellung alter Fächer und Uhren, in den Salons des k. ungarischen Ministeriums. 
Von einem aristokratischen Komite veranstaltet, schöpfte sie mit vollen Händen aus den 
Schätzen des Hofes und Hochadels. Unter den Fachersammlern ragte besonders der 
spanische Botschafter de Villa-Urrutia hervor. Die Erzherzoginnen Marie Valerie, Marie 
Therese, Erzherzog Ludwig Viktor und andere Herrschaften stellten schöne Besonder- 
heiten aus. Unter den Uhrenbesitzern stand namentlich die großherzogliche Familie 
Toscana im Vordergrunde. Doch es ist hier schwierig, Namen zu nennen, wenn man 
nicht auch alle Objekte schildern kann. Unter den Stockuhren erregte eine reizende 
„Bibliothek" (Besitzer Herr Zdenko Maresch) Aufsehen, mit einer jungen Altwienerin als 
Leserin. Und ein altwiener Uhrenkünstler Brandl tauchte auf, mit einer wahren auto- 
matischen Wunderuhr aus dem Kongrefljahr 1814, die aus ihren Trümmern wieder 
aufgebaut war. Es war eine der interessantesten Ausstellungen aus der Sphäre des 
Bibelots. 

Ludwig Hevesi (Wien). 




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Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 



Dresden 

Die große Städteausstel- 
lung, die in vieler Hinsicht 
nicht zuviel gelobt werden 
konnte, bot, was die Kunst 
anbelangt, nicht gerade viel. 
Ein größerer Raum vereinigte 
Bildnisse, — entweder auf 
Kosten von Stadtgemeinden 
gemalt oder Personen, die 
sich in dieser oder jener 
Stadtverwaltung hervorgetan 
hatten, und eine Reihe 
interessanter alter sowie 
neuer Städtebilder. Unter 
den letzteren ragten die treff- 
lichen Ansichten aus Dresden 
von Prof. Kuehl hervor, der 
mit seltenem Geschmack den 
topographischen sowie den 
künstlerischen Ansprüchen 
solcher Werke gerecht wird. 
Schließlich gehörte noch 
vieles aus dem Gebiet der 
städtischen öffentlichen Bau- 
ten in den Kreis unserer Be- 
trachtungen und auf diesem 
Feld speziell wurden ganz 
ausgezeichnete Übersichten 
geboten. 

Die Veranstalter der Großen Sächsischen Kunstausstellung haben sich ihrer Aufgabe 
keineswegs gewachsen gezeigt, fehlten doch die Münchener Sachsen fast ganz, und sogar 
von Dresdenern so hervorragende Namen wie Otto Fischer, Müller-Breslau, Bendrat und 
andere. Am meisten zum Gelingen hatten jedenfalls die Architekten beigetragen, allen 
voran die Herren Schilling und Graebner, die aus den unglücklich angelegten Ausstellungs- 
räumen der Akademie kaum wiederzuerkennende prächtige Säle geschaffen hatten. Der 
Haupttreffer der Ausstellung war die Ludwig Richter- Abteilung, zur hundertsten Wieder- 
kehr des Geburtstages des Meisters von Herrn Geh. Rat Woermann mit liebevoller 
Sorgfalt zusammengebracht. Mit ihren über 600 Nummern bot sie für den heutigen 
Durch sehn iltsbetrachter wohl etwas zu viel: aber für die ältere Generation und die 
Wenigen, die sich auch heute noch in vergangene Ideale versenken können, war sie 
eine ganz besondere Gelegenheit zum andächtigen, beschaulichen Genuß. Eine völlig 
angemessene Mise-en-scene war bei der Fülle des Materials unmöglich, der Architekt 
Max Hans Kühne hatte jedoch mit Geschick die Räume so auszustatten gewußt, daß man 
leicht in Stimmung geraten konnte. 

Das Jahr brachte uns in den Kunsthändlersalons eine Reihe von mehr oder minder 
gelungenen Einerausstellungen, darunter Sammlungen neuerer Werke von Sterl-Müller- 
Kühl, von Trübner, von L. von Hofmann, von Thoma, von Kalckreuth. Alle diese Ver- 
anstaltungen der Firma Ernst Arnold hatten ihr eigenes Gepräge und begnügten sich 
nicht damit, einfach einen Monat lang das vorzuführen, was im nächsten vielleicht in 
Berlin und übernächsten in Hamburg zu sehen gewesen wäre. Ganz hervorragend war 
die kleine Ausstellung Otto Fischer, in der uns die Jahresarbeit des Meisters, über dreißig 
wunderbare, stilvolle Farbenzeichnungen aus dem Riesengebirge, gezeigt wurden. Der 
ernste, große Zug in der Auffassung Fischers, der seine Kunst vereinzelt, trat wieder klar 
und überzeugend zutage. 

Menzel bekamen wir gleich an zwei Stellen vorgeführt. An der einen gab es nur 
ein bemerkenswertes Werk, allerdings ein prachtvolles, das kurz zuvor in Berlin aufge- 




Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 



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tauchte „Theatre du Gymnase, Paris". Dort bereits wurde es von einem hiesigen 
Sammler für seine Bildergalerie erworben. Die andere Menzelausstellung war ungleich 
umfangreicher und hatte als Zugstück den berühmten „Markt von Verona", daneben 
manch anderes, eigentlich noch sympathischeres Werk. 

Interessant traten auch die „Elbier", eine kleinere Gruppe von jüngeren Dresdener 
Künstlern, auf den Plan. Wenn sich auch sicherlich kein epochemachendes Genie unter 
ihnen befindet, so erfreut es doch zu sehen, wie trefflich sie alle das Malen an und für 
sich beherrschen. Die Mehrzahl gab sich als Schüler Kuehls zu erkennen. Ohne 
mit Mätzchen und Tricks verblüffen zu wollen, verfügten sie über eine virtuose Technik. 

Gegen Schluß des Sommers wurde die langerwartete Bismarckstatue von Robert 
Diez enthüllt. Trotz aller Verehrung für den Meister, der die drei schönsten neueren Brunnen 
in Dresden schuf, will mir dieser Versuch mit einem sogenannten „Straßenmonument" 
als mißglückt erscheinen. In heroischer Überlebensgröße steht die Erzfigur fast ohne 
Postament da. In dieser Weise uns nahe gerückt, wirken die Verhältnisse plump anstatt 
monumental. Die Bewegung des kräftigen Ausschreitens ist geradezu beängstigend: man 
meint, im nächsten Augenblick müsse die Statue, da der Sockel so jäh aufhört, herunter- 
fallen. Auch die Brüstungsanlage verlangt nach dem ruhigen Hintergrund eines Gebäudes, 
der hier fehlt Jedenfalls kann man es einigermaßen verstehen, wenn bei den biederen 
Stadtvätern über diesen neuen Straßenschmuck nicht eitel Freude herrscht. 

Die zwei anderen Kunstfragen, die diese Herren bedrängen, — der neue Rathausbau 
und die Umgestaltung des Platzes um die Mündung der neuen Augustusbrücke — sind 
immer noch nicht gelöst. Es ist immer noch zu hoffen, daß bei der Anlage des Platzes 
der Künstler vor dem Ingenieur das Wort haben wird. 

Hans W. Singer. 




PKTER PHILIPPI. Der Student 



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Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 




München 

Das Jahr 1903 stand bei uns wieder im Zeichen einer außerordentlichen, äußeren 
Betriebsamkeit. Ausstellung folgte auf Ausstellung. Der seit Jahren üblichen Frühjahrs- 
ausstellung ließ die Secession wieder eine große Sommerausstellung folgen. Die Ge- 
nossenschaft hatte in ihrem Warenhaus, Glaspalast genannt, ebenfalls eine große Aus- 
stellung arrangiert, die der Gebildete unter die Sehenswürdigkeiten zu rechnen hatte. 
Daneben konnte sich die von den Toten auferstandene Phalanx wieder einige neue Ver- 
dienste erwerben. Auch die Galerie Heinemann und der sonst mit Recht so sehr ver- 
pönte Kunstverein wußten hie und da das ins Stocken geratene Kunstleben durch anregende 
Kollektiv-Ausstellungen in Fluß zu bringen. Jedenfalls ist es nicht zu hoch gegriffen, 
wenn man die Zahl der im vergangenen Jahre in München neu ausgestellten Werke (also 
die tatsächlichen Novitäten) auf über zehntausend schätzt. 

E i n Ereignis ist in unserm farbenklecksenden Säkulum als ein besonders wichtiger 
Fortschritt zu begrüßen: man hat in München die Bildhauerkunst durch verschiedene 
größere ölfentliche Brunnen-Konkurrenzen zu ermuntern gewußt. Obwohl 
dieser Wettkampf verhältnismäßig wenig originelle Kräfte ans Tageslicht lockte, verdient 
das Unternehmen doch schon deshalb die weiteste Beachtung und Dankbarkeit, weil die 
erforderlichen Gelder ausschließlich durch Private — beim größten Wettbewerb, beim 
Isartorplatz Brunnen, war die Prinz-Regent-Luitpold-Stiftung beteiligt aufgebracht worden 
waren. Man mag sich zu den einzelnen Beschlüssen der Jury stellen, wie man will, 
eins ist sicher, man hat sich bei uns aui diese Weise auch einmal die Plastik, die 



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Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 



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ohnehin immer eine Art Aschenbrödelrolle spielt, zu Dank verpflichtet Und dann tauchte 
bei dieser Gelegenheit der früher schon einmal beiseite geschobene Entwurf eines 
Nomenbrunnens von Hubert Netz er — die eigenartigste neueste Brunnenschöpfung - 
wieder auf, allerdings auch hier zuerst ohne den wünschenswerten positiven Erfolg. Es 
ist nur der besonderen Klugheit einiger weitschauenden Männer zu danken, daß diese 
feinsinnige Brunnenidee nun doch in München der Verwirklichung entgegengefübrt wird. 
Aus der Matthias Pschorr-SüTtung wurden 40 000 Mark flüssig gemacht und dem Künstler 
die Ausführung des Brunnens in Muschelkalk nun doch und zwar für den Karlsplatz in 
Auftrag gegeben. So wird München, wie vorauszusehen ist, bald um ein weiteres wert- 
volles Brunnenkunstwerk reicher sein. Angesichts dieser offenkundigen offiziellen An- 
erkennung des modernen Geistes in der Plastik wäre es nun sehr zu wünschen, wenn 
man hier auch die zeitgenössische Architektur und namentlich auch die dekorative 
Monumentalmalerei bald durch öffentliche Wettbewerbe zu fördern suchte. An Talenten 
fehlt es wahrhaftig auch nach dieser Seite hin nicht in der hiesigen Künstlerscbaft. 

Daß die Münchener Secession, die verdienstvolle Bahnbrecherin der modernen 
Kunst in Deutschland, ihr zehnjähriges Bestehen so ganz ohne Sang und Klang gefeiert 
hat, ist ihr vielfach übel genommen worden. Zu einer Art Eliteausstellung hätte dieses 
Jubiläum doch wohl Anlaß gegeben. Man hätte dem Publikum in einer kleinen, aber 
guten Ausstellung an der Hand der wichtigsten Kunstwerke des letzten Jahrzehnts zeigen 
können, wie sich die Grenzen der Künste durch die neue Bewegung verschoben haben, 
was in dem Kampf, der im Jahre 1893 so erbittert entbrannt war, an fruchtbarem Neuland 
alles gewonnen wurde. Aber anstatt dessen hat man eine Ausstellung arrangiert, die sich 
wenig von ihren Vorgängerinnen unterschied, ja die sich nicht einmal durch ein fest- 
licheres Gesicht äußerlich vor den früheren auszeichnete. 

Das Wichtigste war vielleicht, daß man Heinrich Zügel, der hier seit Jahren nicht 
mehr erschienen war, wieder zum Ausstellen bewogen hatte. Er brachte ein kleines 
Ölgemälde „Hunde", ein fein abgewogenes malerisches Meisterstück, das allgemeines Auf- 
sehen erregte. Der Name Fritz von Uhdes fiel wieder in einem erstklassigen Interieur- 
stück „lesendes Mädchen" auf. Der Künstler geht hier mit seinem Pinsel neuerdings dem 
Problem der pleinairistischen Raumdarstellung nach, aber mit einem Erfolg, der ihn aufs 
glücklichste ganz hors concours stellt. Es ist zarteste, differenzierteste Naturpoesie, was 
Uhde hier dem Beschauer darreicht. Ein anderer Maler, der sich ebenfalls immer treu 
bleibt und sich nie durch allerhand Seitensprünge aus dem guten Gleichgewicht bringen 
läßt, ist Christian Landenberge r. Seine weiß in weiß gemalte „Konfirmandin" ist 
eines jener seltenen Farbenwerke, die einem auch bei öfterem Anblick immer noch etwas 
zu geben haben. Einerseits ist es die malerische Keuschheit, mit der das Bild uns über- 
redet, andererseits die feine psychologische Detailbehandlung. Auch Ludwig Herterichs 
„Zimmerleute", Leo Putzens „Modell" und des ebenso feurigen, wie absonderlichen 
Hermen Anglada ..Zigeunertanz" müssen hier noch anerkennend erwähnt werden. 
Franz Stuck hat in seinem von Engeln beweinten Christus sein eigenes Schicksal sinn- 
bildlich dargestellt. Was ist aus diesem früher so hoffnungsreichen Talent im Laufe der 
Zeiten nicht geworden! Seine letzten künstlerischen Expektorationen fallen aus dem 
Rahmen der Ausstellung direkt heraus. Es ist weder Fisch noch Fleisch, weder Zeichnung 
noch Malerei, was er neuerdings ausstellt. Der schwärzlich vergrämte unmalerische Ton 
seiner Palette entbehrt jeder freieren natürlichen Empfindbarkeit. 

Der Glaspalast hielt seine Schätze nach alter Gewohnheit wieder in nicht weniger 
als 75 Sälen parat. Das Bild war also das alte : der grosse Kunstbazar an der Sophien- 
straße erfreute sich wieder des regsten Besuchs, was hier natürlich den Erfolg 
ausmacht. Während ein Teil der Kritik die Ausstellung mit Ausrufen wie: „Ein 
buntes, farbenprächtiges Bild!" etc. feierte, wünschte der andere Teil die ganze Aus- 
stellung mit geringen Ausnahmen dorthin, wo sie eigentlich herkommen sollte, — zu 
den Musen. Ob wir es wohl noch erleben, daß hier endlich Wandel geschaffen wird? 
Ob der erwünschte Sturmwind hier doch noch eines Tags die lang entbehrte Reinigung 
bringen wird? 

Interessant war es, die Griffelkunst in ihrer vorwärtsschreitenden Entwicklung zu 
sehen. Der neue „Bund zeichnender Künstler", dem Männer wie Becker-Gundahl, 
Kreidolf, Ubbelohde und Fritz Hegenbart angehören, erwarb sich das Anrecht 
auf einen schönen und bleibenden Erfolg. Man sab so ziemlich alle Ausdrucksmittel 
beisammen, Zeichnung, Radierung und anderes, was mit gemischter Technik gearbeitet 




«4 



Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 



ist Am frappantesten wirkten die Zeichnungen Becker-Gundahls und Kreidolfs und die 
Radierungen Hegenbarts. Auch die „Scholle" hatte wieder einen eigenen geschmack- 
voll dekorierten Saal für sich in Anspruch genommen. Das Auftreten Walter Püttners 
mit einigen koloristisch außerordentlich reizvollen Interieurs und Fritz Erlers als 
Porträtmaler konnte einen mit dem lauten Geschrei aussöhnen, das diesmal ihre Nach- 
barn Eichler und Georgi angestimmt hatten, ohne damit tieferen Eindruck zu machen. 
Es ist erstaunlich, über was für fein zusammengestimmte malerische Metaphern Püttner 
in Gemälden wie „Morgensonne" und „Maskerade" verfügt. Und es ist schwer zu sagen, 
was man bei ihm höher veranschlagen soll, die empfindsame Kraft, mit der er seine 
Sujets gestaltet oder die weise Zurückhaltung, die ihn immer vor leeren Phrasen be- 
wahrt. Das Porträt „Dame im Pelz" von Erler ist den besten Bildnissen beizuzählen, 
die dieses Jahr in Ausstellungen gezeigt wurden. 

In der „Luitpold-Gruppe" lenkte vornehmlich Philipp Kleins Tänzerin „Alissa" 
die Aufmerksamkeit auf sich. Klein gehört zu jener Kategorie von Malern, die ungeheuer 
vorwärts gekommen sind. Er strebt immer über sich hinaus nach Reiferem und Voll- 
endeterem, ohne dabei die Grenzen seiner Fähigkeiten zu übersehen. Seine „Alissa" ist 
temperamentvoll gemalt und läßt zum Beispiel Fritz August von Kaulbach 's gleich- 
zeitig ausgestelltes Bild einer Tänzerin hinsichtlich der Verve der Auffassung und des 
Ausdrucks weit hinter sich zurück. Über die vierzig Säle der Künstlergenossenschaft 
lädt sich nur sagen, daß in dem Meer der ausgestellten Nieten jede bessere Tat versank. 
Man kann höchstens auf die Sammelausstellung von Hans Sandreuterf und auf 
Theodor Alts im Sinne Leibis gemalte Bilder hinweisen. Das Bildnis des Pfarrers 
Alt ist eine geschickte malerische Leistung, die allseitiges Gefallen fand. 

Die Plastik war im Glaspalast durch den fein empfindenden Matthias Streicher 
und die leidenschaftliche Feodorowna Ries nennenswert vertreten. Ersterer brillierte 
mit einem entzückend innig aufgefaßten weiblichen Akt, in dem jungfräuliche Herbheit 
und weibliche Anmut den glücklichsten Ausdruck fanden. Von Ries war die große 
Gruppe „Die Unbesiegbaren" gesandt. Obgleich die Künstlerin in ihren technischen 
Mitteln in offensichtlicher Weise durch Rodin gestützt wird, muß man doch immer wieder 
die Tüchtigkeit anerkennen, mit der sie den Werkstoff gestaltend zu beleben versteht. 
In der Sezession sah es im Grunde recht wenig verlockend aus. Wohl waren Hilde- 
brand, Hahn und Wrba mit Werken der Rundplastik vertreten, aber ihre Leistungen 
bieten keinen Anlaß zu einem besonderen Meinungsaustausch. Erwähnenswert ist aber, 
daß August H udler wieder einmal eine Plastik, einen sitzenden Mann, hier ausgestellt 
und damit auf seine reizvolle Kunst hingewiesen hat. 

Die Phalanx fand in dem Kunsthändler Helbing den Mann, der der schon halb 
verblichenen Gruppe wieder so viel Leben einblies, daß sie sich wieder zu Nutz und 




Frommen der Kunst regen 
konnte. Die Claude Monet- 
Ausstellung, die sie im Sommer 
veranstaltete, muß in unseren 
Annalen als eine glückliche 
Tat verzeichnet werden. Das 
starke, sonnige Talent Monets 
errang auch hier einen glän- 
zenden Sieg. 



JULIUS BERGMANN. Am Teich 



So bleibt jetzt nur noch 
kurz zu erwähnen, daß die 
Galerie Heinemann von Se- 
gantini, von holländischen 
Malern, ferner von Constable 
und Turner und von Menzel 
Ausstellungen veranstaltete 
und damit mehr als den guten 
Willen zeigte, in das künst- 
lerische Leben unserer Stadt 
während der saison morte 
einige lebendige Blüten zu 
flechten. 



Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 



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OTTO SOHN-RETHEL Kmbenportrlt 



Stuttgart 

Im Anfang des Jahres 1903 war es die „Lusthausfrage", welche die hiesigen Kunst- 
freunde längere Zeit in lebhalter Aufregung erhielt. Der Brand des Hoftheaters und der 
darauf folgende Abbruch der Ruinen hatte ein wohlerhaltenes Stück des in das Theater 
verbauten Lusthauses freigelegt, das mit seinen lustigen Arkaden und seinen zierlichen 
Details jeden Kunstfreund in Entzücken versetzte. Kein Wunder, wenn die Idee, das 
einst so schmählich geopferte Kleinod Stuttgarts wieder erstehen zu lassen, viele mächtig 
erfaßte. Nicht das große Publikum, dem natürlich hier, wie überall, der Sinn für 
charakteristische Schönheit fehlt und dessen ästhetisches Verständnis nicht über die 
Sauberkeit und Modemäßigkeit und über dekorative Reize hinausgeht; auch nicht die aus 
der Fremde berufenen Künstler, denen Stuttgart als Kunststadt schon so manches ver- 
dankt, nicht Kalckreuth, Grethe, nicht Theodor Fischer. Der letztere hat selbst die Feder 



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Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 



gegen den Wiederaufbau ergriffen und in einem Artikel der Allgemeinen Zeitung die 
Gründe dagegen scharfsinnig und umfassend auseinandergelegt. Aber die eingeborenen 
Künstler, insbesondere die Maler, wie Robert Haug, die den Reiz des phantasievollen 
Gebäudes am tiefsten empfinden, unter den Architekten Halmhuber und v. Tritschler 
traten mit den beiden Konservatoren und mit einer Anzahl von Kunstfreunden unter dem 
Protektorat der Großherzogin Wera zu einem Komitee zusammen, das den Aufbau in die 
Wege leiten sollte. Von beiden Seiten wurde nun heftig gefochten-, die Gegner riefen 
Auswärtige, wie Lichtwark und Hofmann, als Zeugen für ihre Auffassung an, und unter 
dem Eindruck der allgemeinen Scheu vor Restaurationen hat auch Gurlitt damals sein 
Votum gegen den Aufbau abgegeben, während er in seinem jüngst erschienenen Büchlein 
„Die Baukunst" genau das, was die Lusthausfreunde tun wollen, als Ideal der Denkmals- 
pflege dargestellt hat: ein Haus von monumentaler Bedeutung, statt es zu flicken, bei- 
zeiten genau aufzunehmen, dann ruhig verfallen zu lassen und endlich wiederaufzubauen. 
Die Freunde des Lusthausbaus ließen sich, unterstützt auch von dem lebhalten Interesse 
des Königs für die Sache, nicht irre machen, sondern suchten die Gegner durch sorg- 
fältig ausgearbeitete Pläne und Prospekte, durch den Nachweis der Verwendbarkeit des 
Gebäudes usw. zu widerlegen. Endlich verstummte der Kampf, als der König erklärt 
hatte, daß die Entscheidung der Frage von der über den Platz des künftigen Hoftheaters 
abhänge und bis dahin verschoben werden müsse. Wie man sich auch in der Sache 
selbst stellen möge, die sicher zwei Seiten hat, jedenfalls kann man es den Stuttgartern 
nicht übel nehmen, wenn sie bei der großen Armut der Stadt an geschichtlichen Bauten 
den kostbaren Schmuck ihres Schloßplatzes wieder haben möchten, und vom Standpunkt 
des Kunstlebens aus kann man es nur freudig begrüßen, wenn auch eine solche Frage 
allmählich fähig wird, die Geister ernsthafter zu bewegen. Wollte ein aufmerksamer 
Beobachter des in Stuttgart geführten Kampfes eine allgemeine Lehre aus demselben 
ziehen, so dürfte er sich etwa der Ansicht zuneigen, daß es keine Universalregel für die 
Zulässigkeit und Verwerflichkeit von Restaurationen gibt, sondern daß diese Frage im 
Grund genommen immer eine Personenfrage ist. Das Stuttgarter Komitee glaubte in 
Professor Halmhuber einen Mann zu besitzen, dessen künstlerischem Geschmack der 
Wiederaufbau unbedenklich anvertraut werden könnte. 

Wenn Streitigkeiten unter Künstlern reges Kunstleben bedeuten würden, dann würde 
es unserem Stuttgart nicht fehlen. Die Nachrichten über unsere Sezessionen und After- 
sczessionen sind ja durch die Presse gegangen. Es war in der Tat ein klägliches Schau- 
spiel, zu sehen, wie selbst so tüchtige Künstler wie Reiniger und Pleuer zum Spielball 
der ehrgeizigen Bestrebungen einiger weniger werden, die, da ihr Können nicht ausreicht, 
die Aufmerksamkeit auf sie zu ziehen, in der lärmenden Arena der Kunstpolitik das 
Interesse zu erwecken suchen, das dort immer denen sicher ist, die am lautesten zu 
schreien wissen. Glücklicherweise scheint nun in letzter Zeit sich manches ausgeglichen 
zu haben. Wenigstens werden Reiniger und Pleuer wieder mit dem Künstlerbund aus- 
stellen, in den sie nach der eigentümlich charaktervollen Art ihrer Malerei sicher 
gehören. Reiniger ist im vergangenen Jahr der Unfall begegnet, daß sein Atelier 
mit einer großen Zahl von Bildern und Skizzen abgebrannt ist; die Teilnahme des 
Königs an dem für den Künstler sehr schmerzlichen Verlust hat ihm ein neues 
Atelier zur Verfügung gestellt, und der Künstler ist nun eifrig beschäftigt, seinen 
Schaden zu ersetzen. Pleuer ist in letzter Zeit in Stuttgart (wohl infolge der erwähnten 
Konflikte) von einer gewissen Seite fast über Gebühr erhoben worden; aber auswärts 
scheint uns doch die Poesie des Dunkels, die er in seinen Bildern bevorzugt, die 
malerische Kraft, mit der er sehr schwierige Probleme bewältigt, noch nicht genügend 
gewürdigt zu sein. 

Von den übrigen Künstlern ist zu melden, daß Graf Kalckreuth sich neben den so 
überaus anziehenden Porträts und Familienszenen, die seine Stärke sind, eifrig damit 
beschäftigt, sich in die landschaftlichen Reize seiner neuen Heimat einzuleben; Pötzel- 
berger hat einen Ausflug in das Gebiet der Plastik gemacht, diesmal weiter als sonst, 
indem er eine lebensgroße Pieta für ein Grabmal modellierte, die von der gewöhnlichen 
symmetrischen Schablone abweicht und den beiden Gestalten ihre natürliche Größe läßt ; 
Grethe betätigt neben rastloser Lehr- und Künstlertätigkeit — er hat im vergangenen 
Jahre drei Bilder an Galerien verkauft — das lebhafteste Interesse für die Hebung des 
Stuttgarter Kunstlebens — ein Interesse, dem leider die beschränkten Mittel unseres 
kleinen und relativ armen Staates nur langsam folgen können; sein Ideal ist eine engere 




Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 



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Verbindung der Kunst und des Kunsthandwerks, für die er schon in Karlsruhe durch 
Einführung der Lithographie an der Kunstschule viel getan hat und die mit Recht vielen 
als die Lösung namentlich auch der sozialen Kunstfrage erscheint. Robert Haug, in 
diesem Jahre Direktor der Akademie, hat den Auftrag erhalten, einige Räume des neuen 
von Jassoy erbauten Rathauses mit Wandbildern zu schmücken. Er wählte dazu einen 
Zug von Handwerkern, wie ihn wohl die alte Zeit hie und da gesehen hat, eine glück- 
liche Aufgabe für einen Künstler, der mit angeborener Vorliebe für die kräftigen Lebens- 
äußerungen des Volks ein so ausgesprochenes Talent für charakteristische Bewegung 
verbindet. 

Die glückliche Zusammensetzung der staatlichen Kommission für den Ankauf von 
Kunstwerken, der wir uns gegenwärtig zu erfreuen haben, ermöglichte es in dem ver- 
gangenen Jahre, einige ausgezeichnete Erwerbungen für die Staatsgalerie zu machen. Die 
große Kreuzigung von Stuck ist eine wahrhaft imposante Zierde unserer Sammlung; daß 
man einen guten und höchst interessanten Menzel gekauft hat, ist vielleicht weniger zu 
verwundern, als daß die Kommission es gewagt hat, den viel gerühmten, aber auch viel 
angefochtenen Andrade von Slevogt zu erwerben (Don Juan, die Champagnerarie singend) ; 
jedenfalls ist das ein Beweis für fortgeschrittene künstlerische Auffassung in der betreffenden 
Kommission und die unbefangene Würdigung malerischer Qualitäten, die dort herrscht 
Überhaupt beweist z. B. auch die Einrichtung der Lehr- und Versuchswerkstätten für 
angewandte Kunst, die jetzt unter der Leitung Pankoks stehen, das Interesse, das unsere 
Regierung für die Entwicklung des Kunstlebens hat. Nach manchen Schwierigkeiten, 
denen die Anstalt anfangs begegnete, stehen ihr nun auch die Kreise der Fabrikanten 
freundlicher gegenüber, und wenn sie auch dringend noch einiger weiterer anregender 
Lehrpersönlichkeiten bedarf, ist sie doch ein äußerst hoffnungsvoller Anlauf dazu, ein für 
industrielle Entwicklung nicht allzu reich ausgestattetes Land auf dem Gebiete der Kunst 
konkurrenzfähig zu erhalten. 

Mit einem, leider erst mit einem Werke hat — abgesehen von seiner erfolgreichen 
Lehrtätigkeit an der Technischen Hochschule — auch Theodor Fischer in die Kunst- 
entwicklung von Stuttgart eingegriffen, indem er für einen Arzt, Professor Zeller, den 
Sohn des Nestors unserer Philosophie, ein Haus in der Reinsburgstraße baute, das unter 
seinen Nachbarn ein höchst eigentümliches Gesicht macht. Mit dem Giebel gegen die 
Straße gekehrt, von einem mächtigen Dach bedeckt, das in einer Mansarde gebrochen 
ist, weiß verputzt, aber die darunter liegende Masse in durchschlagenden Backstein- 
frieschen unter den Fenstern verratend, mit einem Erker, um den das Ganze gruppiert ist, 
einem Erker, der in seinem Bogenfelde ein von Halmhuber komponiertes farbiges Bild 
des barmherzigen Samariters und andere aus dem individuellen Empfinden des Bauherrn 
hervorgegangene plastische Dekorationen enthält: so erscheint es als das, was ein Haus sein 
soll, gleichsam das erweiterte Gewand seines Besitzers, eine Ausstrahlung seines Geistes, 
höchst warm, höchst individuell, unter den gleichgiltigen Bauten der Nachbarschaft wie 
ein schöner Fremdling; ein schöner Fremdling vielleicht überhaupt in einer modernen 
Stadt, wo man keine Häuser für ein Geschlecht, sondern nur noch für eine Generation 
bauen kann. Am Anfang konnte sich das Publikum in den rätselhaften Bau nicht finden, 
der doch nur das Beste verklärt wiederspiegelt, was unsere einheimische Bauweise 
geschaffen hat Allmählich aber verstummen die Zweifel, und es ist Hoffnung vorhanden, 
daß das schöne Beispiel eine epochemachende Bedeutung für unser Stadtbild haben 
wird. Nur zu lang ist dieses Stadtbild schon dem Zufall und den rein technischen 
Interessen überlassen worden. In einem Vortrag, den Theodor Fischer im vergangenen 
Winter hielt, hat er auf die Anregung von einer Reibe hiesiger Vereine hin die gesunden 
Grundsätze einer künstlerischen Gestaltung der Stadterweiterung überzeugend dargelegt; 
und da der Kunstsinn unseres Oberbürgermeisters mit der alten Herrschaft des Lineals 
in den Baustuben des Rathauses schon gründlich gebrochen halte und Fischer seine 
Erfahrung in den Dienst der Stadterweiterung zu stellen veranlaßt worden ist, ist zu 
hoffen, daß von der Schönheit Stuttgarts gerettet werden wird, was noch davon zu 
retten ist. Max Diez. 




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Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 



Karlsruhe 



Die Kunststadt Karlsrahe ist, wie die Existenz der Stadt überhaupt, nicht das 
Ergebnis natürlicher Bedingungen, sondern eine künstliche Schöpfung. Die Zeit hat an 
der Bedeutung dieser Tatsache wenig zu ändern vermocht. Fürstliche Mäcenatengunst 
hat die ersten Keime des hiesigen Kunstlebens gepflanzt: die Aufgabe, dieselben zu 
erhalten und weiter zu fördern, ruht heute im wesentlichen auf den Schultern des 
Staates. Nur die angewandte Kunst, vor allem die Architektur, hat in den letzten Jahren 
einen kräftigeren Nährboden in dem Kunstverständnis privater Auftraggeber gefunden. 
Die freie Kunst, vor allem die Malerei, verdankt ihre Blüte ausschließlich offizieller 
Kunstpflege. Ein Kunstmarkt fehlt hier so gut wie ganz. Auch das Leben in der Stadt, 
die sich eben erst anschickt, die Enge und Farblosigkeit einer mittelstädtischen Beamten- 
residenz zu überwinden, hat für den Künstler nichts Allzuverführerisches. Und schließ- 
lich bietet die nähere und weitere Umgebung, obwohl sie bescheidener Reize nicht 
entbehrt, doch kein malerisches Studienfeld großen Stils, wie etwa Dachau. Was die 
Künstler hierher zieht, das ist vor allem der Glanz der Karlsruher Akademie. 
Wenn von Karlsruher Malerei die Rede ist, konzentriert sich das Interesse auf die an 
ihr wirkenden Meister. Es ist ein Glück, daß die maßgebenden Kreise der Bedeutung 
der Sache ein volles Verständnis entgegenbringen. Gerade die Berufungen der letzten 
Jahre haben das wieder bewiesen. In die Lücke, die Kalckreuths Weggang hinterließ, 
traten Thoma und Dill. Und im vergangenen Jahr folgte Wilhelm Trübner aus 
Frankfurt herüber. Damit wurde zugleich der Kreis der großen, in ihre Heimat zurück- 
gerufenen Landeskinder geschlossen. Wenn also neben dem rein künstlerischen auch 
ein lokalpatriotisches Interesse mitgesprochen hat, so kann man angesichts eines solchen 
Resultats damit wohl einverstanden sein. Die Karlsruher Akademie ist heute eine der 
wenigen, die das sind, was sie sein sollen : ein Sammelpunkt führender Meister der 
Kunst ihrer Zeit Wie viele von ihnen hätten ohne diese Anziehungskralt ihren 
Weg gerade nach Karlsruhe gefunden? In diesem Sinne ist die Akademie die wichtigste 
Stütze des hiesigen Kunstlebens. Den glänzenden Namen, die sie vereinigt, verdankt 
Karlsruhe vor allem seinen Ruhm als Kunststadt. Und darin liegt ihre eigentliche* Be- 
deutung und ihre wichtigste Aufgabe. 

Im übrigen machte sich die äußere Stille des Karlsruher Kunstlebens nach dem 
groficn Ereignis der Jubiläumsausstellung doppelt fühlbar. Von den mancherlei Lücken 
des Karlsruher Kunstlebens ist der Mangel regelmäßiger gewählter Kunstausstellungen 
oder eines feinen Kunstsalons eine ' der schmerzlichsten. Sie kommt allerdings dem 
Karlsruher Kunstverein bis zu einem gewissen Grad zugute. Er hat keine Kon- 
kurrenz. Und in der künstlerischen Leitung der Vereinsausstellungen herrschen wenigstens 
gute Absichten. Wenn es auch der geringe Umsatz und noch mehr die Rücksicht auf 
die Vorrechte der einheimischen Künstlerschaft unmöglich machen, diese Ausstellungen 
auf einer einwandfreien künstlerischen Höhe zu erhalten, so darf man doch die Be- 
deutung des Karlsruher Kunstvereins nicht zu tief einschätzen. Die Bemühungen, das 
Niveau zu heben, blieben in den letzten Jahren nicht ohne Erfolg. Man sucht auch 
von draußen hereinzubringen, was man gutes erlangen kann. So bekommen die Karls- 
ruher wenigstens einen Teil von dem zu sehen, was die Runde durch die Ausstellungen 
der großen Kunstzentren gemacht hat und sich sonst schwerlich nach Karlsruhe verirren 
würde. Eine Ausstellung des belgischen Pleinairisten Franz Courtens, moderner belgischer 
Bildhauer (Marin, Jef Lambeaux, Devreese usw.), eine große Previatiausstellung u. dergl. 
gehörten neben bedeutenderen Kollektionen hiesiger Künstler immerhin zu den kleinen 
Ereignissen des vergangenen Jahres. Freilich können solche sporadischen Gäste den für 
das Publikum und die aufstrebende Künstlerschaft gleich wichtigen dauernden Kontakt 
mit den wichtigen Erscheinungen des großen deutschen und des internationalen Kunst- 
lebens nicht ersetzen. 

Wenn also Karlsruhe als Malerstadt seine Blüte hauptsächlich der Berufung 
bedeutender Künstler durch den Staat zu verdanken hat, so gestaltet sich in der 
Architektur das Verhältnis wesentlich anders. Hier ging ein künstlerischer Auf- 
schwung von der Privatarchitektur aus. Von der Regeneration der heimischen 
Baukunst, die in den letzten Jahren überraschend schnell, fast über Nacht, eingetreten ist, 
legt bis auf den heutigen Tag noch kein einziges staatliches Gebäude Zeugnis ab. Es 




GUSTAV KAMPMANN. Abend im W.ld« 



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Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 



«9 



sind neben einigen neuerstandenen Kirchen der überwiegenden Mehrzahl nach Bauten 
bürgerlichen Charakters, Villen, Wohn- und Geschäftshäuser, an denen sich die 
Befreiung aus den Fesseln des akademischen Stilpurismus verkündet. Neben Friedrich 
Ratzel, der als getreuer Schäfer-Schüler sich strenger an die historischen Formen der 
deutschen Renaissance anlehnt, sind es vor allem die beiden Baufirmen Hermann 
Billing und Curjel und Moser, die als tonangebende Potenzen von annähernd gleicher 
Bedeutung das architektonische Leben von Neu-Karlsruhe beherrschen und durch ihre 
ausgedehnte Tätigkeit auf dem Gebiet der Privatbaukunst den Sieg über die Allein- 
herrschaft der italienischen Palazzorenaissance entschieden haben. Sie haben in ihren 
Wohnhäusern das malerische Bild des nationalen Bürgerhauses bei uns wieder heimisch 
gemacht: der Grundsatz des individualisierenden Schaffens, die Betonung des Unter- 
schieds zwischen monumentaler und privater Baukunst führte in diesem Fall von selbst 
zu einem Bruch mit dem symmetrischen Schema der klassischen Stile. In der frei 
gruppierenden Bauweise der nordischen Profanarchitektur offenbart sich das Prinzip des 
Bauens von innen heraus, der Entwicklung des Äußern aus dem Kern in seiner konse- 
quentesten und charakteristischsten Erscheinung. Doch bat sieb gerade Billing in letzter 
Zeit auch mit dem symmetrischen Prinzip wieder befreundet. Wie denn überhaupt kein 
Baustil an sich alleinseligmachend oder verdamm ens wert ist. Die Frage, wo und 
wie er angewendet ist, entscheidet. Eine der bedeutendsten Schöpfungen Billings ist die 
im vergangenen Jahre vollendete Baisch Straße : eine kleine, in sich abgeschlossene Villen- 
flucht mit lauter freistehenden Einfamilienhäusern mündet auf einen öffentlichen Platz. 
Hier galt es, in den beiden wuchtigen pyplonenartigen Sandsteinbauten, die das Eingangs- 
tor zur Strafte bilden dem Charakter des Platzes entsprechend monumental zu wirken, 
während der Straße selbst in Bauart und Materialbehandlung der einheitliche intime 
Charakter gewahrt blieb. Curjel und Moser haben im vergangenen Jahr außerhalb Karls- 
ruhes einige Aufgaben größeren Stils abgeschlossen. In Karlsruhe selbst ist von der 
nächsten Zeit die Ausführung eines großen Kirchenbauprojekts zu erwarten. — Der Auf- 
schwung unserer heimischen Baukunst, der auch im Ganzen zu spüren ist, ist um so- 
mehr zu begrüßen, als ja die Stadt mit ihrer kurzen Vergangenheit der Romantik 
altdeutscher Städte entbehren muß. Vor diesen Neubauten, die von einem so echten 
künstlerischen Geist getragen sind, wird auch der Fremde am ehesten den Eindruck 
empfangen, daß er sich in einer modernen Kunststadt von lebendiger und aufwärts- 
strebender Entwicklung befindet. 

Eine der wesentlichsten Errungenschaften der modernen Anschauung ist der Grund- 
satz der organischen Einheit vom Innern und Äußern eines Bauwerks. Dies bezieht sich 
nicht allein auf die eigentliche Architektur, sondern auf jedes Detail des Ausbaus und 
der Ausstattung. So nimmt an dem Aufschwung der Baukunst auch das Kunst- 
handwerk unmittelbaren Anteil: gerade die Stärke des Karlsruher Kunstgewerbes liegt 
weniger in der Produktion eigentlicher Luxusarbeiten, als auf dem praktischen Gebiet solcher 
mit der Architektur direkt oder indirekt zusammenhängender Aufgaben: des Mobiliars, 
der Beschläge, der Heiz- und Leuchtkörper etc. Innerbalb des Kunsthandwerks spielt 
in Karlsruhe aber die Keramik eine besonders wichtige Rolle. Ist doch Max Läuger 
von Haus aus Keramiker. Wie erfolgreich er sich inzwischen auch auf allen andern 
Gebieten der Ausstattungskunst betätigt hat, das „Töpfern" sieht noch heute im Mittel- 
punkt seiner Wirksamkeit. Eine leise Wandlung seines künstlerischen Geschmacks, die 
sich schon seit langem vorbereitet hat, ist gerade in den Arbeiten der letztvergangenen 
Jahre zum entschiedenen Durchbruch gelangt: eine Verfeinerung des Farbengefühls. 
Neben dem bekannten farbensatten auch in der Form urwüchsigeren Typus der 
Läugervasen, deren volkstümlicher Charakter noch den Zusammenhang mit der Bauernkunst 
mehr oder minder stark ahnen läßt, entwirft er jetzt auch Arbeiten von einem 
pikanteren, gebrochenen Farbenrelz. Auch die Formen haben sich geändert, sie sind aparter, 
strenger, gewissermaßen architektonischer geworden: brunnenschalenartige, säulengetragene 
Tafelaufsätze und dergl. Die Ornamentik der stilisierten Blumen vereinfacht sich zu 
einem noch abstrakteren, auf rein dekorative Formen- und Farbenwerte reduzierten Dekor. 
Dieses neuere Genre nähert sich in seiner koloristischen Tendenz mehr dem Gres, 
wozu auch eine Verfeinerimg der Technik beiträgt: Mattglasur tritt vielfach anstelle des 
Hochglanzes. Für seine Fliesen und Ofenkacheln bedeutet diese Wandlung des Geschmacks 
zugleich eine stärkere Annäherung an die Bedürfnisse des eleganteren Komforts. Während 
Läugers Kunst darauf beruht, aus den Gesetzen von Material und Technik eines ursprüng- 




ao Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 



liehen Bauernhandwerks eine originelle Formen- und Dekorationssprache zu entwickeln, ver- 
folgt die von Wilh. Süs geleitete Großh. Majolikamanufaktur im Prinzip eine 
mehr retrospektive Absicht: Wiederbelebung alter Techniken und Stilweisen, speziell 
der im 15. und 16. Jahrhundert blühenden, später durch Erfindung des Porzellans zur unter- 
geordnetsten Gebrauchsware herabgedrückten Steingutmajolika mit weißer undurchsichtiger 
Glasur und mit dem Pinsel aufgemaltem Ornament. In dieser Technik liegt allerdings 
eine gewisse Gefahr : die Verführung zum Illustrativen, Staffeleibildmäßigen. Dafür ermöglicht 
sie auch dem keramisch nicht speziell vorgeschulten Maler, seine Entwürfe eigenhändig auf 
das Material zu übertragen. In diesem Sinn nimmt sich z. B. Thoma der Sache mit 
besonderem Eifer an. Übrigens werden sowohl die Laugerschen wie die Süsschen 
Fliesen in letzter Zeit auch vielfach zum Schmuck von Fassaden verwandt. Darin liegt 
ein weiteres Band des innigen Zusammenhangs zwischen Architektur und Kunstgewerbe. 

Karlsruhe. K. Widmer. 




C. M. WORTEN BERGER. 



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Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 



21 




ANDREAS DIRKS. Dimmeninj. 



Frankfurt a. M. 

Soweit es äußerer Prunk tut, wird natürlich eine so ausnehmend reiche Stadt wie 
Frankfurt ihr Kunstleben fortgesetzt zu steigern verstehen und es fehlt auch da gewiß 
nicht an höchst entgegenkommenden Direktoren, Sekretären, Regisseuren, Dekorateuren 
und wie alle solche Gefälligkcitsmenschen gerade betitelt sein mögen. Das ist heute die 
Gesellschafts- und Kunst(!)geschichte fast aller deutschen Großstädte, warum sollte also 
unsere Mainstadt eine höhere Ausnahme bilden. Kein Sterblicher wird doch auf der 
Stelle hundert Jahre alt, daß er sogleich wissen könnte, mit welchem lauten Hohn die 
kommenden Geschlechter so manche als Perlen gepriesenen Gebäude, Schmuckgegen- 
stände, Denkmäler usw. einst Uberschütten werden. Man wird mir hier nun erlauben 
müssen, zwischen dem wirklich Banalen und den Kunstansprüchen ersten Ranges eine 
anständige Mitte zu halten, damit meine Revue über das Kunstleben Frankfurts im 
Jahre 1903 weniger unerbittlich als billigdenkend ausfalle. 

Von neuen Denkmälern auf unserem Friedhofe stellen namentlich zwei sehr gute 
Arbeiten vor. Das eine betrifft Miquel, dessen Medaillon von Varnesi die feinen, inter- 
essanten und sogar leis-strengen Züge des berühmten Verstorbenen erinnerungsvoll wieder- 



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Deutsches Runstieben im Jahre 1903 



geben. Der Künstler, lange Lehrer an unserer Kunstgewerbeschule, ist seit kurzem 
Professor. Ferner hat der Bildhauer Sand eine gute Büste des Tonkünstlers Raff geliefert, 
und es wird behauptet, daß unser Friedhof seit Jahren keine so schönen Zierden 
erhalten habe. 

Das Einheitsdenkmal, dem Jahre 1848 geweiht, das man heute als Völkerfrühling ja 
nur noch flüsternd bezeichnen darf, steht am Paulsplatz, zu Füßen jener Paulskirche, wo 
das erste deutsche Parlament stritt und schließlich — unterlag. Selbst das abgehärtetste 
Auge, selbst der hartgesottenste Geschmack wird diese Aufstellung nach Stil, Material 
und Raum -Enge weiter unbegreiflich finden. Aber weder Herr Kaufmann, der die so 
schönen Figuren schuf, noch Herr Hessemer, dem die Architektur dabei zufiel, sind für 
eine solche Platz-Irrung irgendwie verantwortlich. Mit ihrem Willen ist es nicht einmal 
geschehen, daß ihnen die Stadt bei der Bezahlung Abzüge machte, die ein ganz hübsches 
Vermögen repräsentieren. Das neue Rathaus, natürlich am Römer, ist zum Teil schon 
eröffnet. Der große Festsaal dagegen sowie der Weinkeller harren noch ihrer Vollendung. Über 
den sehr hohen Turm („den langen Franz") wird kunstmäßig noch heftig hin- und hergeredet. 
Ganz Moderne fragen nach dem Zweck eines solchen Goliath, geschichtlicher Empfindende 
laben sich an der Rekonstruktion eines Stück Mittelalters, dem jener Turm sein hoch- 
ragendes Siegel aufdrücke. Ferner ist jetzt am Roßmarkt ein Bau der Diskontogesellschaft 
entstanden, sehr schön im Stile Louis setze. Unternehmer ist die Baufirma Holzmann, 
die auch in Brücken, Häfen und Eisenbahnen die größten Aufträge gegen Geld, sogar in 
Begleitung von Ordensdekorationen, ausführt. Ein ziemlich moderner Bau war die Sänger- 
Festhalle in der Nähe unseres Hippodroms. Einfach und trotzdem wirkungsvoll hat ihr 
Äußeres auch strengere Blicke angemutet. Es war der Stadtbauinspektor Wilde, dem 
dies zu danken war. 

Und da Frankfurt bekanntlich noch immer die meisten Bilder kauft, so seien hier 
auch die verschiedenen Ausstellungen aus dem verflossenen Jahre erwähnt! Die vorzüg- 
lichste, weil uns ungewohnteste, war die der französischen Impressionisten im Salon 
Goldschmidt. Dort sind die Manet, Monet, Sisley, Pissaro, Renoir in ihrer ganzen Pracht 
vertreten gewesen, aber unser Publikum ließ sich kaum sehen, anstatt um die Stunden 
zu geizen, in denen ihm ein so unvergleichlicher Kunstgenuß zu teil werden konnte. 
Diese geistige und künstlerische Unempfindlichkeit hat ein solches Unvorbereitetsein 
wichtiger Bildungskreise enthüllt — , betreffs einer Bewegung, die z. B. feinen Franzosen 
seit Jahren nicht mehr fremd sein konnte, — daß es doch erlaubt sein muß, hier an 
den Einfluß zünftiger deutscher Künstler zu denken. Diese in Ehren Graugewordenen 
lassen wohl schwerlich eine Gelegenheit vorübergehen, um zahllosen Laien „das Halt- 
lose" der neuen Kunst vorzustellen. Als ob man Unsterbliches auf diese Weise sterblich 
machen könnte! Unser Kunstverein brachte zunächst Segantini in nicht weniger als vier- 
unddreißig Bildern, von denen eine ganze Anzahl ihre Liebhaber fand. Hierauf kam im 
Frühjahr dasselbe Institut mit der Berliner Sezession. Zahlreiche Bilder von Lieber- 
mann, Slevoigt, Leistikow, Corinthek und bei aller Respektsbezeugung blieb wohl das 
Allermeiste unverkauft. Dann folgten Marschenbilder von Alberts, sowie die Frankfurt- 
Cronberger Schule, aus der die Röderstein, Gudden, Werner und Nußbaum hervor- 
gehoben werden mögen. Der letztere lenkte u. a. durch eine Porträtfigur im Wagen, der 
einen Park durchfährt, die Aufmerksamkeit auf sich. Im Oktober folgten dann noch 
einige Extra- Ausstellungen. Trübner imponierte u. a. durch seine Herrenporträts zu 
Pferde und seinen bayerischen Postillon, dessen Verständnis zunächst freilich nur 
einzelnen Auserwählten aufging. Bei Andreas, dessen Salon fortgesetzt sehr gute Bilder 
und sehr gute Namen füllen, war hier zum erstenmal Böcklins Heiligtum des Herakles 
ausgestellt. Solches Verdienst mußte belohnt werden, und das Bild wurde denn auch 
um M. 50000 verkauft. Böcklins: Kunst und Poesie an der Quelle des Lebens ist 
dagegen noch zu haben; ebenso wie desselben Künstlers Kreuzabnahme. 

Trübners Fortgang von hier nach Karlsruhe, wohin Thoma schon einige Jahre vorher 
Ubersiedelt war, beraubte uns abermals eines wichtigen Künstlers und Lehrers. Denn 
starke Geister haben uns immer etwas zu lehren, einerlei ob sie zu dieser Tätigkeit von 
reichen und daher einflußvollen Laien gar nicht extra berufen werden. Das Neue muß 
eben erst philiströs geworden sein, d. h. eine ganze Generation hindurch so zur Schau 
stehen, daß sich alle mit ihm gleichsam duzen. Alsdann werden auch die öffentlichen 
Gewalten zu diesem Neuen herniedersteigen! . . . . e. 




Eir.il Lujo. 



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GUSTAV WENDLING. Krie»i»cho Kirche 



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Deutsches Kunstleben im Jahre igc<3 




GERHARD JANSSEN. Studie. 



Düsseldorf 

Man möchte sagen, daß vorläufig 
Eduard von Gebhardt das größte Hinder- 
nis eines frischen Kunstlebens in Düssel- 
dorf verkörpere. Dieser außerordentliche 
Künstler eifert wie ein Pharisäer gegen 
alles, was sich irgendwie als moderne 
Kunst geberdet: Sievogt wie Hofmann, 
Thoma wie Hodler sind ihm gleich 
verabscheuungswürdig. Solche Abnei- 
gung wäre nicht schlimm, wenn sein 
aufgeregtes Temperament ihn nicht bei 
jeder Gelegenheit zu heftigen Aus- 
brüchen hinrisse. So erleben wir das 
traurige Schauspiel, daß ehrliche Be- 
wunderer seiner Bilder ihn persönlich 
ein wenig lächerlich finden, während das 
große Publikum aus der Bedeutung des 
Malers die Unfehlbarkeit seines Urteils 
folgert und sich in der Ablehnung alles 
Künstlerischen noch besonders bestärkt 
findet. Dazu kommt, daß hinter Geb- 
hardt ein Akademiedirektor steht, dessen 
Neigungen auf die Pflege einer land- 
läufigen Historienmalerei gehen. Wer 
ihm darin entgegenkommt, für den 
fließen aus Staats- und anderen Kassen 
Tausende, so daß ein Willy Spatz seine 
Aufträge kaum bewältigen kann, während 
z. B. ein so starkes Talent wie Gerhard 
Janßen sich kümmerlich durch die Por- 
trätmalerei ernährt. Denn daß ein eigen- 
eigenartige Kunstfreunde und Förderer fände, dazu ist das 
zu enger Fühlung zur Akademie. Von dort aus wird 



artiger Künstler hier auch 
gesellschaftliche Leben noch in 
das meiste dirigiert oder doch beeinflußt, was sich irgendwie an größeren Käufen oder 
Aufträgen vollzieht. 

Dies gilt jedoch nur vom Künstlerischen und ist ein Überbleibsel jener Zeit, da 
Düsseldorf nur Kunst- und Gartenstadt war, also das Zentrum der Kunst, damals tat- 
sächlich die Akademie, einen Lebenspunkt der Stadt abgab. Aus jener Zeit ist denn auch 
eine unerhörte Kunstwilligkeit in Düsseldorf Tradition. Selbst in einfachen Bürgerhäusern 
hängen die Wände voller Ölbilder; daß sie meist nicht gut sind, hängt mit der vorhin 
entwickelten Herrschaft ungünstiger Kunslmächte zusammen; Geld genug haben sie meist 
gekostet. Unterdessen aber ist Düsseldorf durch seine große Ausstellung igoa vor der ganzen 
Welt als Mittelpunkt der rheinisch-westfälischen Industrie aufgetreten. Und seine Ver- 
waltung durch den überaus lebendigen und modernen Oberbürgermeister Marx zeigt sich 
dieser neuen Rolle überraschend gewachsen. Da ist es denn selbstverständlich, daß auch 
in die Künstler-Traditionen von dazumal der Wind lebhaft hineinbläst. Zunächst ist es 
merkwürdigerweise ein Professor der Akademie, Fritz Roeber, der sich durch eine kluge 
und rastlose Tätigkeit ein größeres Verdienst um seine Vaterstadt und ihre Kunst erwirbt, 
als es ihm durch seine Bilder möglich gewesen wäre. Auf diesen außerordentlichen 
Menschen geht im letzten Grund die ganze Industrie-Ausstellung von igoa zurück: er wollte 
den Düsseldorfer Künstlern einen Ausstellungspalast und dadurch Gelegenheit zu jährlichen 
Ausstellungen verschaffen, und wie es ihm gelungen ist, die Großindustriellen dafür zu be- 
geistern oder wenigstens zu benutzen, das ist schon eine Tat des Ruhmes wert. Durch diese 
Ausstellungen ist dem modernen Weltgeist auch die Tür der Düsseldorfer Kunst geöffnet. 

Dazu kommt das Streben des Oberbürgermeisters nach ersten Kräften für alle Posten; 
durch ihn haben wir Peter Behrens als Direktor der Kunstgewerbeschule nach Düsseldorf 



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Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 



25 



bekommen, der nicht nur ein Künstler von großer Eigenart, sondern auch eine 
Persönlichkeit von solchem Weitblick ist, daß er die für Deutschland einzigartigen Mög- 
lichkeiten einer künstlerischen Kultur mitten in der reichen Millionenbevölkerung des 
Niederrheins erkennt. Denn daß alles in Düsseldorf noch Möglichkeit ist, daß wir am 
Anfang eines großen Aufschwungs stehen, der Düsseldorf zweifellos zu einem Brennpunkt 
des gesamten deutschen Lebens machen wird: das ist das schönste an den hiesigen Ver- 
hältnissen. Schon jetzt ist Düsseldorf das größte Bevölkerungszentrum in Deutschland, 
dazu einer wohlhabenden Bevölkerung mit einem ausgeprägten Luxus. Wenn auch der 
heutige Aufschwung der Industrie rasch gekommen ist, so sind wir hier schon seit Jahr- 
hunderten wohlhabend, namentlich im Bergischen, dessen alte Hauptstadt Düsseldorf ist 
Und hier wie im rheinischen Strich unseres Bezirks sind wir in de: Erbschaft einer 
tausendjährigen Kultur selbst durch die Schrecknisse des dreißigjährigen Krieges nicht 
ernstlich gefährdet worden. Und speziell für Düsseldorf ernten wir dazu die Arbeit der 
Immermann und Schadow, denen jene erwähnte Kunstwilligkeit der Düsseldorfer Bürger 
wohl zu verdanken ist 

Solches sieht jedoch nur, wer hier lebt; wer unsere Stadt nur besucht, freut 
sich vielleicht an den schönen Anlagen und Gärten, bemerkt auch wohl eine besondere 
Eleganz, namentlich der Damen: aber was er an direkten Äußerungen künstlerischen 
Lebens in der Kunsthalle wie im „Malkasten" wahrnimmt, wird ihn mehr erschrecken 
als abstoßen. Gerade unsere städtische Galerie weist den grotesken Fall auf, gar keinen 
Leiter zu haben. Wenn man bedenkt, was ein kenntnisreicher und gewandter Direktor 
hier schaffen könnte, scheint es unbegreiflich, daß eine sonst moderne Stadtverwaltung 
sich durch eine solche Unterlassung schädigt. Schon weil wir keine alte Galerie mehr 
haben (die ist bekanntlich vor den Franzosen nach München „gerettet" worden und bildet 
dort nicht den schlechtesten Teil der alten Pinakothek), müßte alles daran gesetzt werden, 
uns eine neue zu schaffen. Nun bedenke man, daß für die Galerie nach den Statuten 
weder graphische Werke noch Zeichnungen erworben werden können, daß bis vor einigen 
Jahren sogar Plastiken und Aquarelle nicht erwerbungsfähig waren! 

Dahingegen geschah die Begründung 
der Kunstzeitschrift „Die Rheinlande" 
durch Künstler und Kunstfreunde der 
Stadt durchaus planvoll, und der Erfolg 
hat den Gründern recht gegeben. Neuer- 
dings hat die Zeitschrilt wiederum den 
bekannten Kunstverlag Fischer & Franke 
angezogen, dessen Anwesenheit für die 
Künstler der Stadt seine angenehmen 
Folgen immer mehr erweisen wird. Im 
Anschluß daran geschah die Gründung 
des bekannten „Verbandes der Kunst- 
freunde in den Ländern am Rhein". 
Unter Mitarbeit der besten rheinischen 
Künstler: v. Bochmann, Steinhausen, 
Olbrich, Thoma, Kalkreuth, um aus jeder 
der beteiligten Kunststädte Düsseldorf, 
Darmstadt. Frankfurt. Karlsruhe und Stutt- 
gart nur je einen zu nennen, soll hier 
eine völlig neue Kunstpflege versucht 
werden, indem gerade jenen starken Be- 
gabungen, die sich gegen den landläufigen 
Geschmack nicht durchsetzen können, 
durch Jahresgehälter, Aufträge und An- 
erkennung beigestanden werden soll. Da- 
durch, daß der Großherzog von Hessen 
an die Spitze dieses Verbandes getreten 
ist, hat sich für Düsseldorf eine lebhaftere 
Verbindung mit dem auswärtigen Kunst- 
leben ergeben, dessen gute Ergebnisse wohl 
nicht ausbleiben werden. W. Schäfer. a. deusser. Vor der Stadt. 

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26 



Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 



Hamburg 



Hamburg, die Empore des deutschen Seehandels, kann naturgemäß in Ausstellungen 
mit den großen führenden Kunststädten nicht in dem Sinne wetteifern, daß es den Bedarf 
dieser Ausstellungen zu guten Teilen aus eigener Kraft, aus der Fülle des hier am Orte 
selbst Geschaffenen heraus deckte. Dazu ist die Produktion am Orte zu gering und sind 
die Ansprüche unseres Publikums, das viel reist und viel sieht, zu erheblich. Das bringt 
uns indes weder um das Vergnügen einer Folge von Ausstellungen, die einander ablösen, 
noch bereitet es den Unternehmern die geringste Verlegenheit. Für das Minus an Selbst- 
produziertem tritt ersatzleistend eine so reiche Zufuhr von außen ein, daß, selbst wer 
keinen Schritt über die Stadtgrenze hinaus täte, lediglich auf Grund des hier Aus- 
gestellten allein schon Uber den Stand der Kunst unserer Zeit alle wünschenswerten Aus- 
künfte erhielte. Die Bemerkung von dem „Minus an Selbstproduziertem" ist denn auch 
nicht in dem Sinne aufzufassen, als ob hier künstlerisch überhaupt zu wenig geschaffen 
würde. Das könnte leicht zu Mißdeutungen führen und hilfsbereite Seelen unter den 
Künstlern im Reiche verleiten, hierher zu ziehen, was ihnen aber kaum zum Segen aus- 
fallen dürfte. Hamburg hat an schaffenden Kunstkräften mehr als es gebraucht, jedenfalls 
mehr als es beschäftigt. Der Vermerk einer zu geringen Produktion ist denn auch nur in 
dem Sinne gemeint, daß die Beschaffenheit des hier Erzeugten den Neigungen des für Käufe 
in Betracht kommenden Publikums nicht genügt Die Festigkeit seines Eigenurteils und 
Erkenntnisvermögens ist bei unserem Publikum noch nicht genügend ausgebildet und so 
gibt es „Autoritäten" den Vorzug, bei deren Bewunderung man nichts riskiert und, selbst 
wenn man sie kauft, gewiß ist, wenn auch nicht immer die richtige Sache, so doch den 
richtigen Namen zu haben. 

Die umfangreichste Erscheinung auf dem Gebiete des lokalen Ausstellungswesens im 
vergangenen Jahre war die große Kunstausstellung des Kunstvereins in der 
Kunsthalle. Der hauptsächliche Wert solcher „großen Ausstellungen", die bei uns 
immer nur nach drei oder vierjährigen Zwischenpausen stattfinden, besteht eigentlich nur 
darin, daß sie Gelegenheit zum Ziehen von Vergleichen zwischen hamburgischer und 
fremder Kunst bieten. Sonst bringen sie überwiegend von anderen Ausstellungen her 
bereits bekanntes. Bei der gebotenen Möglichkeit zum Vergleichen zwischen einheimisch 
und fremd gab es nun dieses Mal keine Überraschungen, auch konnte aus der Gruppe 
der jungen Hamburger den in der deutschen Kunst führenden Männern keiner als eben- 
bürtig gesellt werden. Aber im Ganzen hatte man doch den Eindruck, daß hier tüchtig 
gearbeitet wird, und der Zustand der Verworrenheit, der daraus hervorgegangen war, daß 
die jungen hamburgischen Künstler durch geraume Zeit prinzipiell alles negierten, was 
die ,, Alten" hochgestellt hatten, ein Ende genommen hat. In Friedrich Schaper, Ernst 
Eitner, Julius v. Ehren, Arthur Illies sind einige ganz tüchtige Vertreter des ham- 
burgischen Landschafts- und Figurenbildes zu schätzen, neben denen auch der durch 
seine ausgedehnte Lehrtätigkeit einen größeren erziehlichen Einfluß ausübende Figuren-, 
Landschafts- und Portraitmaler Arthur Siebelist (unsere .Jungen", zu denen alle bis- 
her aufgezählten Künstler gehören, wechseln häufig in den Genres ab, was durchaus zu 
billigen ist, weil Auge und Palette dabei nur gewinnen;) mit einem tüchtigen Gruppen- 
bilde seiner Schüler, und aus dem benachbarten Altona der energische Buchenwaldmaler 
Karl Rahtjen besondere Hervorhebung heischt. Großen Anklang fand der in Karlsruhe 
als Professor an der Kunstschule tätige Hamburger Carlos Grethe, dessen vornehmlich 
auf Ton gearbeiteten Schiffs- und Marinebildern und mit allerlei charakteristischen Staffagen 
kräftig belebten Strandarchitekturen ein eigener Saal eingeräumt war. Der Hamburger 
Hafen, der dem empfänglichen Auge eine unerschöpfliche Fülle an Motiven erschließt, 
innerhalb deren in allen Abschattungen, vom friedlichen Idyll bis zu dem zur Monu- 
mentalität gesteigerten Sturmbilde, kostbarste Wirkungen verborgen liegen, die nur erkannt 
sein wollen, um richtig gehoben zu werden, hat von den jüngeren Malern kaum auf 
einen zweiten in gleicher Weise bestimmenden Einfluß ausgeübt, wie auf Carlos Grethe. 
Besonders die reflexiven Wirkungen, die von den bunten Schiffsleibern in dem trüben 
Elbwasser sich spiegelnden Flächen, die rauchige Luft, die in dem ersterbenden Tageslicht 
erglühenden hohen Maatspitzen etc. kann ihm keiner so leicht nachmalen. Sucht Carlos 
Grethe so im Ausschnitt das Ganze zu fassen, so strebt der Marinemaler Schnars- 
A 1 q u i s t, von dem uns das letzte Jahr gleichfalls (im Kunstsalon Louis Bock & Sohn) 





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GERHARD JANSSEN. Studie 



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Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 



eine große Sammelausstellung gebracht, bewußt nach dem Ganzen. Seine Absicht geht 
dahin, (und der Erfolg bleibt hinter dem Wollen nur selten zurück) in der einsamen 
Welle den Ernst und die Unendlichkeit des Meeres, in den gischtüberronnenen Wogen 
die Wucht des gegen Strand und Schiffswand donnernden Brechers dem Beschauer sinn- 
lich nahe zu bringen. Einen Versuch, das Bild des Innenhafens mit allen seinen reichen 
Gabelungen und Quaiabzweigungen Ubersichtlich in seiner ganzen Strombreite zu fassen, 
hat dieser Künstler von schwimmendem Standpunkt, von der Mitte des mächtigen Elb- 
stromes aus, unternommen und er ist ihm ganz prächtig gelungen. In der Mache zwar 
stark dekorativ, doch mit sicherem Erkennen dessen, worauf es bei derlei Übersichten in 
der Hauptsache ankommt, hat der Künstler im Auftrag der Hamburg-Amerika-Linie diese, 
zusammen mit einer zweiten, den Separathafen dieser Linie (Kuhwärder) darstellenden 
Tafel in der jeweiligen Größe von 7 a ,' 4 qm zur Ausschmückung der Ausstellungsräume 
der Hamburg-Amerika-Linie in St. Louis angefertigt. Zu einem hübschen Ergebnis hat 
eine von dem „Verein Hamburgischer Kunstfreunde" veranstaltete große graphische 
Ausstellung in der Kunsthalle geführt, die am t. Dezember für die Dauer von 
zwei Monaten eröffnet wurde. Die Absicht der Veranstalter, mit dieser Ausstellung an 
ein wertvollstes Stück alt-hamburgischer Tradition anzuknüpfen, und das einst in unserer 
Stadt in ganz außerordentlichem Maße entwickelt gewesene Interesse für die graphischen 
Künste zu neuem Leben wieder zu erwecken, wurde auf das beste erreicht. 

Bis in die neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts hinein lag der Bi Iderverkauf etc. in 
den Händen des Kunstvereins, der in einem Anbau zur Börse zwei kleine Säle inne hatte 
und der Kunsthandlung Louis Bock & Sohn, die im Parterre des eigenen Hauses drei 
Säle zur Veranstaltung von Ausstellungen benutzte. Seither hat der Kunstverein ein 
aus vier Sälen bestehendes vornehmes Parterre in Besitz genommen; die Firma Louis 
Bock & Sohn hat ihr ganzes, zweistöckiges Haus, mit Einschluß des Hofes, der in 
einen großen Oberlichtsaal verwandelt worden ist, zu geschäftlichen Zwecken adaptiert. 
Die älteste hamburgische Kunsthandlung, Commeter, die bis dahin ausschließlich dem 
Verlag und Vertrieb von Schwarz -Weiß - Kunst-Blättern nachging, führte einen aus zwei 
eleganten Räumen bestehenden Ausstellungs-Annexbau auf, in dem seither das junge 
malende Hamburg seine Ausstellungen veranstaltet Vor zweieinhalb Jahren errichtete 
Paul Cassirer eine Art Dependance seines Berliner Kunstsalons und im Spätherbst des 
v. J. gesellte der durch seine gepunzten Lederarbeiten weit über Deutschlands Grenzen 
hinaus bekannte Georg Hulbe unter dem Namen „Hamburger Kunstgewerbehaus" einen 
aus zwei größeren Häusern bestehenden Block den, dem Verkauf von Kunstwerten aller 
Art dienenden Geschäften eine neue erstklassige Lokalität hinzu. Aus dieser Reihe von 
Kunstverkaufsgeschäften scheidet mit Ende Oktober d. J. freilich Paul Cassirer wieder 
aus und zwar, wie er in einem an die Blätter versandten Schreiben motivierte, weil er aus 
dem schwachen Besuch einer (allerdings nur für Gourmees in Betracht kommenden) Ausstellung 
von Werken Francescos v. Goya ersehen zu müssen glaubte, daß seine (vornehmlich 
auf Förderung der Interessen der „Moderne" abzielenden) Bestrebungen bei dem kon- 
servativen Sinn des hamburgischen Publikums keine Aussicht haben auf Förderung. Und 
damit hatte er allerdings den Nagel auf den Kopf getroffen. Obwohl der kleinen Schaar 
von alten und akkreditierten, noch immer am Werke befindlichen hamburgischen Künstlern, 
den Landschaftern Valentin Ruths, Prof. C. Oesterley jun., Prof. Ascan Lutteroth, 
Carl Rodeck, mit dem die Mitte zwischen Bastian Lepage und Monet haltenden Thomas 
Herbst an der Spitze, eine zehnmal so große Gruppe „modern" sehender und schaffender 
„Jungen" gegenübersteht, so ist von einer Bekehrung des für Erwerbungen in Betracht 
kommenden Publikums zu modernen Tendenzen in Hamburg doch nur wenig zu ver- 
spüren. Es ist, als ob die maßgebenden Kreise, die im politischen Wahlkampf seit Jahren 
von dem Radikalismus bedrängt werden, in der Kunst hiefür Revanche nehmen wollen 
und mehr um des Prinzipes willen als aus wirklicher Oberzeugung, am Konservativen 
festhalten. Denn gegen ihren Kunstdirektor Lichtwarck und dessen vornehmlich nach 
modernen Prinzipien geleitete Kunsthalle haben sie durchaus nichts einzuwenden. 




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Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 



Bremen 

Seit einigen Jahren bemüht sieb Bremen mit wachsendem Erfolge, an der großen 
Bewegung der bildenden Künste teilzunehmen, die in Deutschland die Hochflut der Musik 
ablöst. Auch das letzte Jahr hat der alten Hansestadt einige künstlerische Ereignisse 
von mehr als lokalem Interesse gebracht, die einen kurzen Bericht an dieser Stelle 
rechtfertigen mögen. Beginnen wir mit dem scheinbar geringsten: 

Der bremische Senat hat für die Preisverleihungen, die ihm wie allen Regierungen 
als nobile officium bei vielerlei Anlässen obliegen, eine Medaille eingeführt an Stelle der 
bisher üblichen Geldpreise. Das an sich löbliche aber nicht ungewöhnliche Beginnen 
wurde zu einer künstlerischen Tat durch die Art der Ausführung. Einer unserer besten 
deutschen Bildhauer der jüngeren Generation, Hermann Hahn in München, hat eine 
Gußmedaille geschaffen, die als ein Meisterstück in ihrer Art gelten kann. Auf der 
Vorderseite die sitzende Figur eines jungen Siegers, der eine kleine Nikefigur in seiner 
ausgestreckten Linken betrachtet, auf der Rückseite das bremische Schlüsselwappen, 
beides in einfachen, groß empfundenen Formen sehr geschickt ins Rund komponiert, was 
namentlich bei dem heraldisch festgelegten Wappenbilde durchaus nicht leicht war. 
Angesichts dieser und einiger anderen deutschen Medaillen von Hildebrand und Georg 
Roerner sollte man wirklich einmal aufhören, von der großen Überlegenheit der französischen 
Plakettenkunst zu sprechen. In der Quantität sind unsere Nachbarn uns freilich überlegen, 
im Adel des Medaillenstils können sie indessen den genannten besten deutschen Erzeug- 
nissen kaum etwas Gleichwertiges an die Seite stellen. Der Erfolg seiner Medaille hat 
in dem bremischen Senate den Wunsch erweckt, auch die Münze, die er nun endlich 
mit seinem Hoheitszeichen prägen lassen will, künstlerisch zu gestalten, soweit es die 
Bestimmungen des Reichsgesetzes ermöglichen. Hoffen wir, daß die Verhandlungen, die 
mit einigen tüchtigen Künstlern eingeleitet werden sollen, zu einem guten Resultate führen. 

Ebenso wie man bei der Medaille unter Vermeidung des allgemeinen Wettbewerbs 
durch einen direkt erteilten Auftrag das beste Ergebnis erzielt hat, so auch in einigen 
anderen Fällen, bei denen es sich um große Denkmäler handelte. Der prächtige Rosse- 
lenker Tuaillons ist Bremen ohne alles offizielle Brimborium zuteil geworden. Und 
derselbe Künstler arbeitet nun im Auftrage desselben Mäcens, des um seine Vaterstadt 
hochverdienten Herrn Franz Schütte, an dem Denkmal des Kaisers Friedrich, das 
Charlottenburg nicht bekommen durfte. Die Bremer haben alle Ursache, den hier maß- 
gebend gewesenen preußischen Regierungsorganen von Herzen dankbar zu sein. Nicht 
weniger bedeutsam verspricht ein drittes Denkmal zu werden, das Adolf Hildebrand zu 
Ehren Bismarcks errichten soll. Hoffentlich gibt die bremische Bürgerschaft, die mit 
allen parlamentarischen Körperschaften die Unberechenbarkeit ihrer Entschließungen teilt, 
dem Vorschlage des Komitees ihre Zustimmung. Das Projekt Hildebrands ist freilich 
so eigenartig, daß es bei einem nicht sehr künstlerisch empfindenden Areopage wohl 
Widersprüchen begegnen kann. Man denke sich einen Bismarck zu Pferde, in jeder 
deutschen Residenz eine Unmöglichkeit, man denke sich den Reiter ferner auf einem 
Postament von der Höhe einer einstöckigen Villa — und man denke sich schließlich 
dieses gewaltige Monumentalbild unmittelbar neben einem der Domtürme aufgestellt. — 
Ebensoviele Gedanken wie Steine des Anstoßes für den normalen Bildungsphilister. 
Nicht wahr, Sie können sich die Einwände vorstellen? — Warum Bismarck auf ein 
Pferd setzen, da er doch seine Taten am Schreibtisch verrichtet hat? Warum ihn so 
hoch postieren, daß man sein Gesicht aus der Nähe nicht betrachten kann? Warum 
ihn mit der Kirche verbinden, mit der er doch nichts zu tun hatte, an einem Platze, 
der einem Heiligen oder Dompastoren gebührte ? — Natürlich, alles dieses haben wir uns 
bereits sagen lassen und werden es vermutlich in mehreren Varianten noch des öfteren 
zu hören bekommen. Ebenso natürlich scheint es mir aber zu sein, daß die gebildeten 
Kunstfreunde in allen Ecken Deutschlands dem Projekt ebenso freudig zustimmen werden, 
wie die sehr glücklich zusammengesetzte Sachverständigenkommission es getan hat, die 
über die Platzfrage ihr Gutachten abgeben sollte. Eine vortreffliche und durchaus über- 
zeugende Zeichnung Hildebrands hat die Mehrheit in dem bremischen Denkmalskomitee 
Gott sei Dank im Sturm erobert. 

Wenn ich in meiner Chronik fortfahre, so trüben sich allerdings die Empfindungen 
des Wohlgefallens. Eine kaum minder bedeutsame künstlerische Aufgabe als die der 



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Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 



genannten Denkmäler hat nach langen Jahren vorbereitender Arbeiten und Kommissions- 
_ beratungen eine nicht ganz befriedigende Lösung gefunden: die Vollendung der Einrich- 
tung der oberen Rathaushalle. Den Raum selbst darf ich wohl als bekannt voraussetzen. 
Er ist schon durch seine architektonischen Verhältnisse einer der namhaftesten seiner 
Art, abgesehen von dem Juwel deutscher Bildschniuerei in der höchsten Entfaltung des 
Renaissancestils, das er in dem Einbau der sogenannten Güldenkammer umschließt. Das 
zu Anfang des 17. Jahrhunderts hier begonnene Werk ist damals nicht weitergeführt 
worden. Abgesehen von dem kleinen Prachtgehäuse inmitten der südlichen Fenster- 
wand blieben die Wände an ihrem unteren Teile ungescbmückt oder vielmehr sie wurden 
verunstaltet durch die abscheuliche gemalte Imitation eines Getäfels. Dieses unerfreuliche 
Trugbild sollte durch eine edle Wirklichkeit ersetzt werden. Dazu kam ein monumentales 
Ratsgestühl an der Ostseite des Riesensaales. Für eine solche Arbeit, die sich neben 
das erlesenste Muster ihrer Art stellen sollte, mußte die doppelte Forderung der An- 
passung an das vorhandene Alte und der Unterordnung maßgebend sein. Damit war 
die Aufgabe freilich erschwert — grade für einen temperamentvollen individuell ver- 
anlagten Künstler. Vielleicht war es sogar das Schwerste, was man von ihm verlangen 
mußte Entsagung. J. G. Poppe, einer der begabtesten bremischen Architekten, hat 
es nicht vermocht, ein solches Opfer seiner Persönlichkeit zu bringen. Er entnahm wohl 
die Motive zu seiner Arbeit den Schnitzereien der Güldenkammer, aber nur um kühn 
den Wettstreit mit ihr zu wagen. Nicht maßvoller, sondern kräftiger bildete er alle 
Ausladungen und faßte sein Ratsgestühl in so bewegte Umrisse, daß die alte Gülden- 
kammer, die ohnehin mangelhaft beleuchtet war, nur im eigentlichsten Sinne in den 
Schatten gestellt wurde. Freilich erodtete er damit den Beifall mancher Bremer. Aber 
was wird die Nachwelt dazu sagen, die erfahrungsgemäß für die Unterschiede zwischen 
alten Originalen und deren neueren Nachahmungen ein viel feineres Auge besitzt als die 
Zeitgenossen der Imitatoren — ein feineres Auge und ein schärferes Urteil! 

Vielleicht haben die Erfahrungen, die man hier gemacht hat, das ihre dazu beige- 
tragen, daß man eine größere architektonische Aufgabe verwandten Charakters mit äußer- 
ster Vorsicht behandelt. Ich meine den Neubau der dem Staate gehörenden Häuser, 
die zunächst dem Rathause an der Ecke des Marktes und des Kaiser- Wilhelm -Platzes 
stehen. Die gegenwärtigen Kasten sollen mit Recht durch Bauten ersetzt werden, die 
sich der alten prächtigen architektonischen Umgebung harmonisch anpassen. Ein all- 
gemeiner Wettbewerb zeitigte ein Resultat mit demselben Fehler, der in der Kathaus- 
halle begangen wurde. Der preisgekrönte Entwurf war ein Monumentalbau im Stile des 
Rathauses, der diesem selbst kühnlich Konkurrenz gemacht hätte. Gott sei Dank hat 
man, namentlich infolge einer freimütigen Kritik des kunstsinnigen Generaldirektors des 
Lloyd Dr. Wiegand, in diesem Falle den Irrtum eingesehen, leider aber sich zu einem 
abermaligen Wettbewerb entschlossen, anstatt ein paar der in diesem Falle geeignetsten 
bremischen und deutschen Architekten direkt mit Entwürfen zu beauftragen. 

Da wir gerade von Konkurrenzen sprechen, so mag der letzten und größten gedacht 
werden, die Bremen ausgeschrieben hat für den Neubau des Stadthauses, das an Stelle 
des ehemaligen erzbischöflichen Palastes neben dem Rathause steht. Es war wieder 
die alte Leier. Eine unsinnige Verschwendung von guten (und auch schlechten) Gedanken, 
von Geld, Kraft und Zeit. Einige der namhaftesten und für die Aufgabe geeignetsten 
Architekten waren schon dadurch von der Beteiligung ausgeschlossen, daß sie im Preis- 
gericht saßen. Unter den eingegangenen Arbeiten befand sich alles Erdenkliche: Rat- 
häuser in allen Stilen, Rathäuser, die wie Opernhäuser oder Tingeltangel aussahen — 
auch sehr prächtige schöne Entwürfe, aber kaum einer, der nicht durch größere Pracht 
oder Massenwirkung dem alten Rathause geschadet hätte. Der gegenwärtige Kastenbau 
des Stadthauses, der bisher wegen seiner gar nicht zu über- oder unterbietenden Sim- 
plizität der Gegenstand einhelliger Verachtung gewesen war, stieg plötzlichaus eben diesem 
Grunde nicht wenig im Ansehen. Eine neue allgemeine Konkurrenz — nicht ohne 
Seufzen schreibe ich das Wort nieder — soll die Aufgabe nochmals behandeln und wird 
sie wohl oder übel lösen müssen. 

Zum Schlüsse hätte ich noch einiges von den bremischen Museen zu sagen. Der 
Kunst dienen zurzeit ihrer drei: das kleine Altertumsmuseum, eine Gründung des höchst 
verdienten Senatssyndikus Dr. Focke, das vom lokalhistorischen Gesichtspunkte aua 
Geräte, Trachten, Waffen und Abbildungen sammelt, das Gewerbemuseum und die Kunst- 
halle. Das Gewerbemuseum, eines der ältesten in Deutschland, wurde in Verbindung 





H. OATTIKER. Wolkenichatten. Radierung 



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Deutsches Kunstleben im Jahre 1903 



mit einem künstlerischen Fachunterricht während seiner bisherigen Dauer von einem 
Architekten geleitet, der mit Recht seinerzeit als ein tüchtiger Vertreter der Renaissance 
des ig. Jahrhunderts galt Das Museum behandelte er, wie es einem bildenden Künstler 
kaum zu verübeln ist, als eine nur für Handwerker bestimmte Mustersammlung und ver- 
zichtete planmäßig darauf, es durch bedeutende und umfangreiche Erwerbungen zu einem 
für die Gesamtheit des Publikums wichtigen Institut zu machen. Gleichwohl hielt die 
bremische Gewerbekammer als die sachverständige Körperschaft von maßgebendem Ein- 
fluß es für angezeigt, abermals einen Architekten an die Spitze des Institutes zu stellen. 
Glücklicherweise hei die Wahl der Behörde auf den jungen und bereits rühmlich bekannten 
Architekten Hoegg. Indessen wird die Folge dieser Wahl eine nicht unwesentliche 
Neuorganisation des Museums sein. Der künstlerische Direktor wird es sich angelegen 
sein lassen, den Fachunterricht unter den bremischen Kunsthandwerkern zu pflegen und 
zu heben, während die Sorge für das Museum voraussichtlich den besonders hierfür ge- 
schulten Kräften überlassen bleiben muß. 

Über die Kunsthalle kann ich mich kurz fassen. Der Bau, der in seinen Einrich- 
tungen, namentlich in der Beleuchtung der Sammlungs- und Ausstellungsräume, geradezu 
musterhaft ist, geht seiner Vollendung entgegen, dank der außerordentlichen Freigebigkeit 
seiner Förderer, an deren Spitze Herr Karl Schütte steht. Die Einrichtung der Kupfer- 
stichsammlung schreitet langsam fort, so daß die kostbarsten Bestände derselben, Dürer, 
Rembrandt, die Kleinmeister und die Handzeichnungen, bereits nach allen Regeln der 
Kunst montiert und katalogisiert sind. Die kleine Gemäldegalerie hat einige gute Er- 
werbungen zu verzeichnen. Im letzten Jahre kamen Bilder von Feuerbach, Hengeler, 
Carlos Grethe und Julius Exter hinzu, denen sich in neuester Zeit Kalckreuth, Trübner, 
Dill und Marr beigesellt haben. Zusehends gewinnt auch die Sammlung von Klein- 
skulpturen Interesse, die bereits die meisten unserer tüchtigen jüngeren deutschen Klein- 
plastiker vertreten zeigt. Mit der allergrößten Anerkennung und Dankbarkeit muß dabei 
der Beihilfe bremischer Kunstfreunde gedacht werden, deren beinahe sprichwörtliche 
Liberalität sich auch hier wieder bewährt. Ihnen allein ist die gedeihliche Entwicklung 
der Kunsthalle zuzuschreiben, die sich bisher lediglich durch die Mittel des Kunstvereins 
und freiwillige Spenden erhalten hat. Freilich erweist sich auf die Dauer eine wirksame 
staatliche Unterstützung als unbedingt erforderlich. Hoffentlich kann ich im nächsten 
Jahre darüber berichten, daß sie inzwischen gewährt sei.' Gustav Pauli. 




W. STKINHAU8KN. Der Morgen. 



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Die kunstgeschichtliche Ausstellung zu Erfurt. 

AM 31. August des vorigen Jahres wurde in den 
Räumen des Domkreuzganges zu Erfurt im 
Beisein einer großen Zahl von Vertretern mittel- 
deutscher Regierungen die kunstgeschichtliche Aus- 
stellung eröffnet, welche bis zum 18. Oktober dauerte. 
Sie bildete während dieser Zeit den Anziehungs- 
punkt für viele Fachmänner der Kunstgeschichte, 
Museumsdirektoren, Architekten, Denkmalpfleger 
und ein Publikum, dessen Teilnahme von Tag zu 
Tag wuchs, und dessen Zahl gegen 15 000 Personen 
betrug. Das Unternehmen hatte zum Zweck, ein- 
mal im Herzen Deutschlands eine Auswahl des 
Ausgezeichnetsten zu bieten, was die sächsische 
und thüringische Kunst von den frühen Zeiten des 
Mittelalters an erschaffen hat Der Plan hierzu 
war schon vor Jahren von mir gefaßt und vor- 
bereitet worden; das tatkräftige Eingreifen der Pro- 
vinzial- Denkmälerkommission von Sachsen verhalf 
dazu, ihn zur Wirklichkeit zu gestalten. Den äußern 
Anlaß boten die im September 1903 in Erfurt 
beabsichtigten und dann bekanntlich dort auch 
abgehaltenen Sitzungen des Gesamtvereins der 
deutschen Geschichtsvereine und der damit ver- 
bundene Denkmalpflegetag. Gleich zu Beginn der 
Vorbereitungen stellte sich die Notwendigkeit heraus, 
die benachbarten Staaten zu gemeinsamem Wirken 
mit uns anzuregen, und diese Bemühungen fanden 
einen zwar nicht unerwarteten, aber überraschend 
schnellen und bedeutenden Erfolg. Hier vorweg 
sei gesagt, daß man es als eine der wichtigsten 
Errungenschaften der Erfurter Ausstellung bezeichnen 
muß, daß die Gemeinsamkeit der Denkmalpflege in 
Sachsen, Thüringen und Anhalt dort als eine unab- 
M»donn*n»t»tu« weisbare Notwendigkeit sich herausgestellt hat, und 

Franziakanerkircb«. Haiber»t*dt daß ein Zusammenarbeiten der Organe der Denk- 

malpflege erreicht worden ist, welches allen Be- 
strebungen dieser Art innerhalb unserer stamm- 
verwandten Gebiete von wesentlichstem Vorteil ist und hoffentlich auch bleiben soll. 
Die Konservatoren von Anhalt, Professor Ostermayer, und der Thüringischen Staaten 
außerhalb Preußens, Professor Georg Voß, haben das ganze Jahr 1903 hindurch den 
wesentlichsten Teil ihrer Arbeitskraft geopfert, um dem preußischen Unternehmen Ab- 
rundung, um der dabei im Vordergrunde stehenden mitteldeutschen Kunstforschung zur 
Vollständigkeit ihrer Ergebnisse zu verhelfen. In Erfurt nahm sich der Stadtarchivar 
Dr. Overmann, Leiter der städtischen Sammlungen, der örtlichen Propaganda und eines 
Teiles der Anordnungsarbeiten als rüstiger Helfer an. In meinen Händen ruhte von 
Anfang an die Leitung der Arbeit (sie ist noch jetzt nicht ganz abgeschlossen) und die 
selbsterwählte Aufgabe, das Unternehmen über den Rahmen einer örtlichen Ausstellung 
hinaus zu einem solchen auszudehnen, dessen Beziehungen über ganz Deutschland, 
Österreich usw. sich erstreckten. Eine Menge weiter Reisen, eine unabsehbare Korre- 
spondenz folgte daraus. 

Die schwierige Frage der Unterbringung der Ausstellung in geeigneten Räumen löste 
sich in erfreulichster Weise dadurch, daß uns der Vorstand der Domgemeinde die an 
das Kirchengebäude angrenzenden Räumlichkeiten zur Verfügung stellte. Das war 
nicht nur der herrliche Kreuzgang mit seinem stimmungsvollen Garten, sondern noch 
zehn andere Räume, Säle von verschiedener Größe, Kapellen, Korridore. 

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Kunstgeschichtliche Ausstellung zu Erlurt 



Dadurch erhielt die Ausstel- 
lung, die ja naturgemäß vorwiegend 
kirchliche Gegenstände umfassen 
mußte, einen schönen, sinngemäßen 
und malerischen Hintergrund, und 
es fand sich ganz von selbst, daß 
die Kunstwerke nicht magazinartig 
aufgestellt zu werden brauchten, 
sondern überwiegend nach male- 
rischen Grundsätzen gruppiert, zu 
wirklicher künstlerischer Wirkung 
gelangten. Das hat einen großen 
Teil des Erfolges herbeigeführt bei 
demjenigen Teil der Besucher, dem 
weniger am Studium als am Genuß 
gelegen war, und hat auch den 
Fachmännern ein häufiges Wieder- 
kommen erfreulich gemacht. 

Wer von dem Friedrich -Wil- 
helmsplatze zu Erfurt, zwischen 
den herrlich emporstrebenden 
beiden Kirchen, dem Dome und 
St. Severi, die mächtige Treppe 
empor gestiegen war und, den 
Chor des Domes umwandelnd, 
sich am Bilde der unten gelagerten 
Stadt und der malerisch dahinter 
aufsteigenden Höhen erfreut hatte, 
betrat die große Remterhalle am 
Kreuzgange und kam, eine Treppe 
ersteigend, in das sogen. Cölikum, 
einen vordem wüsten Raum, der 
in alten Zeiten zu den öffentlichen 
Blick in die Clemenskapelle Akten der Universität Erfurt ge- 

dient hat. Er wurde von uns, 
nachdem er in würdigen Zustand versetzt war, dazu benutzt, eine nach mehreren 
tausend Stück zählende Sammlung von Photographien und anderen auserlesenen Abbil- 
dungen von Bau- und Kunstwerken aus Sachsen, Thüringen und Anhalt und vorbildliche 
Zeichnungen besonders gut gelungener Herstellungen berühmter Denkmäler aufzunehmen, 
deren Natur die Ausstellung im Original verhinderte. Es war ein aus unseren Akten, 
Denkmälerarchiven und Inventarisationswerken herrührendes, außerordentlich umfang- 
reiches Studienmaterial. Dies bildete unsere Architektur-Ausstellung, in welcher alle 
Arten der Baukunst, kirchlicher und profaner, durch alle Epochen der Kunstgeschichte 
in ausgiebigster Art vertreten waren, und dieser papierenen Menge traten, für Zahlloses 
entschädigend, es erläuternd und ergänzend, die gewaltigen lebendigen Originale des 
Domes und unserer Ausstellungsräume zur Seite! Welch prächtiges Bild eines zum 
Feste geschmückten Kreuzganges, welche stille Weihe einer mit erlesenen Kunstschätzen 
liebevoll ausgestatteten mittelalterlichen Kapelle umfing uns, wenn wir vom Cölikum 
zurückkehrten, um uns den Schätzen der Malerei, der Skulptur, der Kleinkunst und 
des Kunstgewerbes zuzuwenden. Ausgezeichnete Werke der Bildhauerkunst begrüßten 
uns beim Eintritte in die zweischiffige Remterhalle, die wir vorher nur flüchtig seit- 
wärts erblickt hatten. Für westdeutsche Leser dieser Zeilen dürfte die Abbildung*) 
einer schönen alabasternen Madonna Interesse haben, welche die Kirche St. Andreas 
zu Halberstadt hergeliehen hatte. Ist sie auch kein Erzeugnis sächsisch-thüringischer 
Kunst, sondern im Westen unter französischem Einflüsse entstanden, so gehört sie doch 
zum Besten, was von mittelalterlicher Bildnerei bei uns aufzufinden ist, und somit glaubte 

•J Die Abbildungen m diesem Aufsätze summen au* dem bei E. Binsen jun. in Magdeburg erschienenen 
Ausstellungskataloge (mit so Abbildungen Preis i M.) und sind vom Verleger mit dankenswerter Bereitwilligkeit 
hergegeben worden. 



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Kunstgeschichtliche Ausstellung zu Erfurt 



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ich sie mit heranziehen zu sollen. In solcher Beziehung war unser Programm über- 
haupt nicht derart streng; auch bei der Malerei gab es einzelnes, was nicht zu den 
thüringisch -sachsischen Schulen gezählt werden konnte. Diese Vergleichsobjekte 
gewannen gerade dadurch besonderen Wert für uns. Die hier abgebildete Madonna 
forderte den Vergleich mit noch einigen anderen hervorragenden Madonnenstatuen heraus, 
von denen nur zwei erwähnt seien. Die eine, aus Holz geschnitzt und bemalt, gehört 
den stadtischen Sammlungen zu Erfurt, ist älter als jene erste, und zeigt den gerade in 
Erfurt im 14. Jahrhundert häufig bemerkbaren Einfluß niederrheinischer Kunst. Sie hat 
noch nicht jene Anmut der Bewegung, jenes in sich Abgeklärte der Haltung und des 
Linienflusses, jenen Reiz feinster Einzelheiten, zeichnet sich aber durch Innigkeit der Er- 
scheinung, durch eine herbe Lieblichkeit aus. Die Bemalung des Gewandes ist noch die 
ursprüngliche ; goldne Hirsche schmücken das weiße Gewand. Die Figur steht vor einer 
Rückwand, welche mit Resten einer gemalten Strahlenglorie bedeckt ist und oben einen 
Baldachin trägt. Rechts und links schlössen sich ehemals bewegliche Klappen an, welche 
sich zum fünfeckigen Kasten schließen ließen. Die andere Madonna, ein prachtvolles 
Werk des 16. Jahrhunderts, stammt von der Veste Coburg. Sie wurde von uns als Er- 
zeugnis der Werkstatt Tilman Riemenschneiders angesehen und wird auch von Tönnies, 
der in seinem bei Heitz in Straßburg erschienenen Buche über den Künstler ihre Ab- 
bildung bringt, in dieser Weise beurteilt. Wenn aber ein Werkstattstück, ein wie aus- 
gezeichnetes! Welche Vorzüglichkeit, welche großartige Reife in der Durchführung der 
Frau und des Kindes, welch vortreffliche Naturbeobachtung in den Körpern, welches 
feine Verständnis in der Gewandung! Hier ist leider keine Möglichkeit, auf die vielen 
anderen vorzüglichen Skulpturen der Ausstellung einzugehen; ebensowenig kann ich 
irgendwie bei Einzelheiten der Malerei und der übrigen Kunstzweige verweilen, von 
denen wir in Erfurt eine so bedeutende Menge zusammen sahen. Diesem Zwecke wird 
erst m der großen Veröffentlichung genügt werden, welche gegenwärtig durch die Ver- 
lagsbuchhandlung E. Bänsch jun. in Magdeburg vorbereitet wird. Unter dem Titel 
„Meisterwerke der Kunst aus Sachsen und Thüringen" wird das Werk von Professor 
G. Vofl und mir herausgegeben; außer einem von uns und sechs andern Fachgenossen 
geschriebenen Texte wird der prachtvoll ausgestattete Groß -Folio -Band auf 130 Licht- 
drucktafeln die bedeutendsten Stücke der Erfurter Ausstellung und noch manche andere 
darstellen, die nicht mit dort sein konnten. 

In der Remterhalle gab es von anderen Kunstwerken noch eine merkwürdige roma- 
nische Sandsteinsäule aus Nienburg a. d. Saale, mit den menschlichen Darstellungen der 
zwölf Monate, eine reizende frühgotische, hölzerne, sitzende Madonna aus der Liebfrauen- 
kirche zu Halberstadt, zwei ausgezeichnet schöne eichene ChorgestUhle aus dem Ostchore 
des Naumburger Domes und manches andere, darunter einen tadellos- erhaltenen, offenbar 
unter Nürnbergischem Einflüsse stehenden, sehr monumentalen Altaraufsatz aus Frieders- 
dorf bei Bitterfeld. Er bildete, außer daß er an seiner Stelle eine brillante Wirkung tat, 
wissenschaftlich ein höchst brauchbares Vergleichsobjekt zu der großen Zahl der aus- 
gestellten Thüringischen Schnitzaltäre, von denen unten noch zu sprechen ist. 

Aus der geräumigen Halle des Remters lockte es, seitwärts die Clemens-Kapelle zu 
betreten, die für uns aus einem unwirtlich leeren Räume sich mit Hilfe der in ihr auf- 
gestellten Kostbarkeiten in einen traulichen, wissenschaftlich höchst ergiebigen verwandelt 
hatte. Der an Ort und Stelle befindliche steinerne Barockaltar verbarg die Mängel seiner 
unteren Partie hinter einem in der Form genau dazu passenden Triptychon aus der 
Schule des Franz Floris; es ist Eigentum des Erfurter Ursulinerklosters. Auf der Altar- 
Mensa stand inmitten das höchst merkwürdige eichene Lesepult (14. Jahrhundert) aus der 
Marienkirche zu Salzwedel; rechts und links davon erglänzten in wuchtiger Pracht zwei 
silberne Leuchter des 18. Jahrhunderts aus der Stadtkirche zu Torgau ; vor dem Altare 
stand als Antependium eine mittelalterliche Applikationsstickerei aus dem Museum zu 
Gotha, während zur Seite des Altars die sehr fein gearbeitete, in der Haltung höchst 
charakteristische Figur eines leuchtertragenden Knaben aus der Dominikanerkirche zu 
Halberstadt die Bücke auf sich zog. Halberstadt war es auch, aus dessen Martinikirche 
der mit frühgotischen Reliefs biblischer Darstellungen bedeckte bronzene Taufkessel her- 
stammte, der in der Mitte des Raumes stand. Über ihm schwebte als Beispiel früh- 
mittelalterlicher Erfurter Gießerkunst jene merkwürdige Hangelampe, über welche Buchner 
im vorigen Jahrgange der „Zeitschrift für christliche Kunst" geschrieben hat. Dort ist 
auch eine, freilich nicht sehr deutliche Abbildung davon zu finden, die vorläufig genügen 




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Kunstgeschichtliche Ausstellung zu Erfurt 




Flügel de« Schnilt-AlUra in Neueitz b«i Rudolstadt. Herzogtum Sacbeen-Altenburg 



muH. Verschiedene Holzschnitzereien thüringischer Herkunft schmückten die Wände. 
Die in der Kapelle immer vorhandenen reizlosen Chorgestühle aber waren mit zwei ge- 
waltigen mittelalterlichen Teppichen überzogen, die beide aus dem bereits erwähnten 
Ursulinerinnenkloster zu Erfurt hergeliehen waren. Die nicht eben stark besetzte Gruppe 
der Webereien war doch durch diese beiden Stücke, deren eins zahlreiche Szenen aus 
der Legende der h. Maria Magdalena, das andere solche aus dem Marienleben zeigt, 
zusammen mit dem, was sonst an Geweben vorhanden war, in einer Weise vertreten, die 
diesen mittelalterlichen Kunstzweig vollkommen genügend illustrierte. Denn das war ja 
nicht die Absicht der Erfurter kunstgeschichtlichen Ausstellung, alles nur Erreichbare 
herbeizuholen; uns kam es darauf an, Musterbeispiele hinzustellen. Eine zusammen- 
hängende geschriebene Geschichte der sächsisch-thüringischen Kunst gab es bis dahin 
nicht; sie sollte aus dieser Ausstellung erst erstehen; die Ausstellung war die Sammlung 
der Illustrationen dazu, sie erzählte unsere heimische Kunstgeschichte ohne Worte! 

In anderen Räumen waren noch mehr Gewebe und Stickereien anzutreffen, welche 
sich mit jenen vorhergenannten zur Gruppe zusammenschlössen. So fanden sich in dem 
sog. Dom-Museum, dessen unten noch weiter zu gedenken ist, mehrere, dem Dome zu 
eigen gehörige ausgezeichnete Stücke, die berühmte Elisabethkasel, der Tristanteppich, 
ferner der Magdalenenteppich aus Wernigerode, ein ausgezeichnetes rotsammetnes Altar- 
gedeck mit Reliefstickereien des 16. Jahrhunderts aus Römhild. 

Die Clemens-Kapelle verlassend und die Räume des Kreuzganges durchwandelnd, 
hatte man reiche Gelegenheit, die dort aufgestellten bronzenen und steinernen Grabdenk- 
mäler zu studieren. Das war auch einer der Vorteile des Ausstellungslokales, daß es 
uns diese Gruppe von Kunstwerken, zu deren Herbeischaffung im Original wir sonst keine 
Möglichkeit gehabt hätten, von selbst darbot, und daß so ein Zweig unserer Skulptur 
musterhaft vertreten war, der gerade zu den allerwichtigsten gehört. Ohne diese Beispiele 
unserer Grabplastik wäre unser kunstgeschichtlicher Überblick ein lückenhafter gewesen. 
Von außerhalb Erfurts wurde diese Gruppe bereichert durch zwei aus dem Nordhäuser 
Stadtmuseum stammende gravierte Messingtafeln, welche als Beispiele der Werke einer 
um die Wende des 14. zum 15. Jahrhunderts dort blühenden Gießerschule dienten. 

An die Korridore des Kreuzganges lehnen sich größere und kleinere Säle. Der 
größte davon heißt die Kilianikapelle; sie war zur Zeit der Ausstellung gottesdienstlichen 



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Kunstgeschichtliche Ausstellung zu Erfurt 



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Aui Augustinus de civitsts dei. Pforts 



Zwecken noch nicht geweiht und diente als sehr willkommener Raum zur Unterbringung 
von Vitrinen, welche Miniaturen enthielten, und vielen Gemälden. Seine Beleuchtung war 
der gemalten Fenster halber nicht gerade ersten Ranges, nachdem aber elektrisches Licht 
eingeführt war, konnte man in jedem der durch aufgestellte Querwände gebildeten fünf 
Kabinette zufrieden damit sein. Den Eintretenden überraschte zur Linken ein gewaltiges 
Schnitzaltarwerk aus Schwarzburg, das einzige von all den vielen ausgestellten, welches 
den Namen des Künstlers trug, Valentin Lendenstreich aus Saalfeld. Der Konservator 
der auflerpreußischen Thüringischen Staaten, Professor G. Voß, hat sich um die Kunst- 
geschichte der Thüringischen Skulptur hervorragendstes Verdienst erworben, indem er 
jene große Zahl herrlich erhaltener Schnitzaltäre aus verborgenen Winkeln seines Amts- 
gebietes hervorsuchte und bei der Ausstellung in Erfurt zum ersten Male ihre so reiche 
Zusammenstellung an einem Orte, ihre kunstgeschichtliche Vergleichung und Würdigung 
ermöglichte. Erst hierdurch ist es gelungen, den ganzen Reichtum verschiedenartiger 
Auffassung, künstlerischer Durchführung und quantitativer Leistung sich zu vergegen- 
wärtigen, welche Thüringen als eine Heimstätte kunstgeschichtlich höchst interessanten 
und fruchtbaren Schaffens schätzen lehrt. Saalfeld insbesondere ist in seiner Bedeutung 
klar erkannt worden; dreifach verschiedenartig sind, wie Voß ermittelt hat, die Meister, 
welche von dort aus Thüringens Kirchen mit schimmernden Altarwerken schmückten. 
Der schon genannte Lendenstreich gehörte einem Künstlergeschlecht an, von dem Ver- 
treter noch bis ums Ende des 16. Jahrhunderts nachweisbar sind. Sie schufen in jener 
Zeit aber keine Schnitzaltäre mehr; die Saalfelder Schulen blühten nur von etwa 1475 
bis in die ersten Jahre des 16. Jahrhunderts. Lieblicher als der immerhin strenge Lenden- 
streich, von dem Voß noch eine ganze Menge von Werken nachweisen kann, ist der, 
welchen er den Meister von Neusitz nennt, nach dem Orte in der Gegend von Rudol- 
stadt, wo das Vorzüglichste derartige Werk sich aufhält. Die Flügel dieses Neusitzer 
Altars führe ich den Lesern im Bilde vor. Sie zeigen, wie dieses Werk von einer 
schönheitsdurstigen Seele erschaffen ist, wie sie sonst in unsern Landen selten vorkommt. 
Ein dritter Meister, kenntlich an den streng architektonisch aufgefaßten Baldachinen, gleich- 
falls um 1500 in Saalfeld tätig, leitete seine Kunst wohl aus Erfurt ab. Auch von, ihm ■ 
zeigte die Ausstellung hervorragend gute Stücke, ganz besonders eins aus Groß-Kochberg 
im Herzogtum Sachsen-Meiningen. Schnitzereien zeigte die Kilianikapelle auch von der 



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Kunstgeschichtliche Ausstellung zu Erfurt 



südlichen Seite des Rennsteiges her aus 
Themar und Umgegend, welche be- 
wiesen, wie dort die Einflüsse der 
fränkischen Schule bereits bestimmend 
waren. Im übrigen war die Kiliani- 
kapelle mit Gemälden und Miniaturen 
erfüllt, die eben besprochenen Schnitz- 
altäre befanden sich in weitaus gröflter 
Zahl im Dom-Museum. 

Die Miniaturensammlung der Erfurter 
Ausstellung gehörte mit zu ihren Glanz- 
punkten, obwohl sie natürlich vom 
Laienpublikum als solcher weniger 
gewürdigt wurde. Die Handschriften 
waren nicht nur der Zahl nach bedeu- 
tend, sondern auch nach der Seltenheit 
und der kunstgeschichtlichen Wichtig- 
keit Der als Forscher auf dem Gebiete 
sächsisch-thüringischer Miniatur bekannte 
Dr. Haseloff hatte manchen wichtigen 
Wink dazu gegeben, beteiligte sich an 
der Ausstellung auch selbst mit einer 
großen Menge vorzüglicher photogra- 
phischer Wiedergaben aus mittelalter- 
lichen Codices. Die Originale, welche 
ich aus allen Gegenden Deutschlands in 
Erfurt zusammenbringen konnte, gaben 
ein vollständiges Bild der Entwicklung 
der mittelalterlichen Buchmalerei von 
den Zeiten der Ottonen bis ins 16. Jahr- 
hundert. Am schwächsten vertreten war 
das 14. Jahrhundert, doch lag dies an 
dem Mangel erhaltener Originale. Von 
höchstem Interesse war von den Er- 
zeugnissen ältester Zeit ein Purpurcodex der fürstlichen Bibliothek zu Wernigerode, der 
so wundervoll erhalten ist, als wäre er erst unlängst fertig geworden. Eine Anzahl 
anderer uralter Purpurcodices traten ihm würdig zur Seite. Ich übergehe all die vielen 
herrlichen Handschriften des 1a. und 13. Jahrhunderts. Eine Abbildung aus dem 
Augustinus der Landesschule Pforta möge hier ihren Platz finden. Ich gedenke nur noch 
der spätesten unserer Perioden, aus der wir das Gebetbuch des Kurfürsten Johann des 
Beständigen von Sachsen (Fürstliche Bibliothek zu Donaueschingen) zeigen konnten, die 
Erfurter Universitäts-Matrikel mit den Brosamerschen Minialuren; mehrere mit Cranachschen 
Malereien geschmückte Wittenbergische Drucke aus der Herzoglichen Bibliothek zu 
Dessau , usw. Diese herausgegriffenen Beispiele vermögen aber in gar keiner Art den 
Wert unserer Miniaturenabteilung klar zu machen ; es kann nur auf den Katalog und das 
künftige Werk verwiesen werden. In letzterem vor allem wird Haseloff die Gelegenheit 
ergreifen, eine wichtige Zusammenstellung der älteren Miniaturen mit allem denjenigen 
zu unternehmen, was wir aus andern Kunstzweigen an Werken älterer Epochen in 
Erfurt beisammen hatten, ein Material, welches reich genug ist, eine Geschichte der 
frühmittelalterlichen Kunst in Sachsen und Thüringen daraus abzuleiten. Tafel- und Wand- 
malerei, Miniatur, Skulptur, Goldschmiedekunst, Weberei treten hier ebenbürtig neben- 
einander, wirken zu einem großen Ganzen zusammen. 

Die größte Aufmerksamkeit unter dem gesamten reichen Inhalte der Kilianikapelle 
nahmen die Gemälde in Anspruch. Ihre Sammlung ging aber weit über den Raum 
dieses Saales hinaus; sie erfüllte am andern Ende des Kreuzganges drei Kabinette; sie 
bot wunderbare Kunstwerke in dem schnell berühmt gewordenen Fürstenzimmer; ein 
Stockwerk unter diesem fanden sich jene Gemälde, die aus den verschiedensten Samm- 
lungen in Bayern gekommen waren; abermals ein Stockwerk tiefer, im untersten Ge- 
schosse, als wären sie wahrhalt die Wurzel aller darüber befindlichen, die ältesten Tafel- 



Zwei Erzengel. 
Ober-Frankleben 
bei Merseburg. 
Sammlung von 
Boa* 




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Kunstgeschichtliche Ausstellung zu Erfurt 39 



gemälde, die wir unser eigen 
nennen, halb miniaturenhart noch 
aus dem Goldgrunde herb und 
ernst, starr und doch mit leben- 
diger Wucht herausblickend. Da- 
mit nicht genug bedeckten unsere 
Gemälde im Dom-Museum jeden 
noch übrigen Platz, hingen sie 
auf allen Treppen und Korridoren. 
Die erste Stelle, was ehrwürdiges 
Alter betraf, nahm ein großes, 
kleeblattförmiges Gemälde des 13. 
Jahrhunderts ein, im Mittelfelde 
die Krönung Maria darstellend; 
es ist Eigentum der Königlichen 
Museen zu Berlin und hat ehemals 
der Aegidienkirche zu Quedlinburg 
gehört. Schon aus dem 14. Jahr- 
hundert waren zwei längliche, 
mit beweglichen Seitenteilen ver- 
sehene merkwürdige Malereien 
aus der Sakristei des Domes zu 
Brandenburg a. d. Havel, mit Dar- 
stellungen der Bekehrung Pauli, 
der Flucht Petri usw. Bei erste- 
rem Bilde überraschte die groß- 
artige zeichnerische Kraft, mit 
welcher der Tumult der durch- 
einander sich bäumenden und 
stürzenden Rosse dargestellt ist. 
Aus demselben Jahrhundert gab 
es eine Anbetung der Könige aus 
dem Waisenhause zu Erfurt. Im 
übrigen aber war auch bei den 
Gemälden das 14. Jahrhundert 
nicht eben reichlich vertreten. 

Das 15. interessierte besonders durch die Zahl und Art der auf den Flügelaltären befind- 
lichen Malereien, und mit dem Beginn des 16. setzte das Wichtigste ein, was wir zu 
bieten hatten, eine neue Darstellung der Entwicklungsgeschichte Lucas Cranachs des 
älteren und der Pseudo - Grünewaldfrage. Als besonderes Glück war es zu begrüßen, 
daß es uns gelungen war, jene Gemälde herbeizubringen, die man als die ältesten 
seiner Hand, als die unverfälschtesten Dokumente seines außerordentlichen Talentes 
ansprechen muH. Aus Rudolstadt vermittelte uns Professor Voß das schon von 
Wilhelm Schmidt als Cranachwerk bezeichnete Frauenbildnis; es bildete die Ergänzung 
zu dem von mir besorgten Bilde des Rektors Reuß aus dem Germanischen Museum, das 
von 1503 datiert ist; aus Schleißheim hatte man mir die dämonisch wirkende Kreuzigung 
desselben Jahres bewilligt. Dr. Max J. Friedlaender hat es übernommen, an der Hand 
dieser Gemälde und der noch früheren nicht mit ausgestellten Holzschnitte der Geschichte 
der Cranachschen Kunst nachzuforschen, und ich kann ihm dabei hier nicht vorgreifen. 
Überaus interessant war es, mit Hilfe des massenhaften Materials — denn naturgemäß 
mußte unsere ganze Gemäldeausstellung in Cranach gipfeln — zu sehen, wie die mannig- 
fachsten Einflüsse, bei denen der junge Raphael nicht fehlt, auf des Meisters Kunst 
wirken, wie das Hofleben ihn hemmt und verflacht, wie er allmählich in lehrhaft 
philiströses Wesen und Fabrikantentum hineingerät. Von den interessantesten Gemälden 
Lucas Cranachs d. ä. bot das Fürstenzimmer einen St. Georg aus dem Gotischen Hause 
zu Wörlitz. Im Fürstenzimmer drängte sich die Schar der Besucher nicht allein um 
dieses Bild, der Raum barg außerdem die bisher noch nie ausgestellt gewesene herr- 
liche Cranach sehe Madonna des Großherzogs von Weimar; das vorher erwähnte 
Frauenbildnis aus Rudolstadt; ein Cranachsches Madonnenbild des Herzogs von 




LUCAS CK A NACH d. J. Bildnis de* Kurfürsten Joachim Ii. von 
Brandenburg Privatbesitz Sr. Majeatil de« Kaisers 



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Kunstgeschichtliche Ausstellung zu Erfurt 



Altenburg, merkwürdig wegen der Raphaelischen Art der Kinder, die sich ganz 
verwandt auf einem Madonnenbilde aus Hermannstadt in Siebenbürgen (auch bei 
uns ausgestellt) wiederfindet. Ungewöhnliches Interesse erregten die fünf Gemälde, 
durch welche Seine Majestät der Kaiser sein Wohlwollen für unser Unternehmen 
bezeugt hatte. Unter ihnen das schönste und neben der Schleißheimer Kreuzigung und 
der Weimarer Madonna wohl das beste, was wir an Gemälden hatten, war ein imposantes 
Porträt des Kurfürsten Joachim II. von Brandenburg vom jüngeren Cranach. Ich stelle 
die Abbildung hierher, obwohl sie, da der Maßstab und die Farbe fehlt, kaum eine ge- 
ringe Vorstellung zu geben vermag. Es vermittelte uns zugleich die Gelegenheit, auch 
von dem Wirken dieses Nachfolgers einen bedeutenden Begriff zu geben; übrigens war 
er auch sonst mit guten Bildern vertreten. Ebenso hatten wir einige andere nicht un- 
wichtige Bilder von Cranach-Schülern. Die nicht in diese Gruppe gehörigen Gemälde 
waren in ihrer Art anziehend. Gut gemalt und kulturgeschichtlich höchst interessaat war 
eine , .Melancholie" aus dem Besitz von F. Trau in Wien. Verschiedene rheinische 
Bilder hatte Prof. Vofi ausgestellt; zwei niederrheinische Frau von Stein in Groß-Koch- 
berg usw. 

Kaum bleibt mir im Rahmen dieses notgedrungen ganz skizzenhaften Oberblickes 
noch Platz, um auf die Schätze des sogen. Dom-Museums hinzuweisen, von denen freilich 
nur die erwähnten Webereien dessen Eigentum waren. Sein infolgedessen zu andern 
Zeiten fast leerer großer Raum war damals mit den Schnitzaltären und einer Menge von 
Schränken gefüllt, welche hunderte der kostbarsten Gold- und Silbergeräte aus ganz 
Sachsen beherbergten. Auch sie lieferten ein vollständiges Bild des Werdeganges unserer 
Edelschmiede- und Gießerkunst, von den frühmittelalterlichen Anfängen bis ins 18. Jahr- 
hundert hinein. Stendal, Werben a. d. Elbe, das Thüringische Museum zu Eiaenach 
hatten die ältesten romanischen und frühgotischen Kelche, Leuchter und dergl. geliefert. 
Die Goldschmiedekunst, wie sie in der Renaissance in Erfurt sich ausgezeichnet hatte, 
war in einer Anzahl vortrefflicher Beispiele zu finden. Prächtige Kelche, Schüsseln 
und dergl. der späten Zeit lieferten u. a. Halle, Mühlhausen, Huyseburg. 

Nicht zu vergessen ist eine kleine Sammlung ausgezeichneter Medaillen aus dem 
Herzogl. Münzkabinet zu Gotha. 

Füge ich zuletzt noch hinzu, daß allenthalben, wo der Raum es zuließ, seltene Möbel 
aufgestellt waren, (darunter ein frühgotisches Unikum, ein Schrank aus der Sylvestrikirche 
zu Wernigerode), so darf ich diesen Überblick mit dem Bewußtsein abschließen, jede 
der wichtigsten Gruppen wenigstens erwähnt zu haben. 



Dr. O. Doering, 





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Wilhelm Trübner. 



In der diesjährigen Münchner Ausstellung bei den Propyläen war nichts so auffallend, 
als die sichtbare Verrohung und Verarmung einiger der ersten und lautesten Propaga- 
toren der sezessionist ischen Bewegung. Mit einem in Deutschland nie dagewesenen 
Virtuosentum zu verblüffen, nichts als zu verblüffen, schien der höchste Ehrgeiz dieser 
Herren. Die ehemals gegenständliche Pose und Theatralik, um deren Bekämpfung die 
moderne Bewegung sich unleugbare Verdienste erworben, war nun hier bereits zur 
subjektiven, zur Pose und Theatralik des Malers selber geworden. Denn während der 
Künstler uns auffordert: „Hört in Andacht und lauscht, was euch die Kunst durch mich 
zu sagen hat," und dann sein möglichstes tut, dafl wir über seiner Kunst ihn selber ver- 
gessen, ruft der Virtuos uns zu: „Nun schaut her und paßt auf, was ich für ein Kerl bin 
und was ich euch vormache." 

Mit Speck fängt man Mäuse, sagt das Sprichwort; im Höheren gibt es mancherlei 
Mäuse und mancherlei Speck. Jene heut altmodische gegenständliche Theatralik war 
Speck für den Philister, für die höhere Tochter, für den deutschen Professor der Ästhetik 
von damals. Einen andern Speck braucht, um anzubeißen, das Kunstgigerl. Oskar Wilde 
meint, (im Bildnis des Dorian Gray), erst wenn Wahrheiten zu Akrobaten würden und 
auf dem Seile tanzten, könnten sie für uns interessant werden. Das sieht Oskar Wilde 
ganz gleich, und auch uns sind gewagte Wahrheiten, meinetwegen mit dem Drahtseil 
unter den nackten Beinen, noch immer Jieber als solche, die in genagelten Pechschuhen 
auf den Gemeinplätzen des Lebens dahertrampeln. Und so mag denn auch der Künstler, 
wenn ihm das Tanzen an sich nicht genügt, weil er damit nicht stark und heftig genug 
zu wirken fürchtet, aufs Seil steigen, wo er den wahren Zauber des Tanzes, die be- 
glückende Schönheit in der Bewegung und die Allgewalt des Rhythmus, durch allerlei 
Tollkühnheiten zu ersetzen hofft: wir fürchten nicht gleich für seine Seele, wir iürchten 
höchstens für seinen Hals. Und vor allem fürchten wir, daß er bald langweilig wird. 

Mir scheint, einige Generäle der Münchner Sezession, vor denen gerade die Lärm- 
trommel am lautesten gerührt wurde, sind bereits an diesem Punkt angelangt. Es ist, 
als ob ihnen die Kunst immer nur ein Mittel gewesen sei, ein Kampfmittel, ein Mittel 
zum Sieg. Mit der Kunst ist es aber ein eigenes Ding; sie muß notwendig innerlich 
verarmen, wo sie nicht rein um ihrer selbst willen geliebt wird. 

Und leicht selber lärmig wird eine Kunst, um die allzuviel Lärm gemacht wird. Es 
ist auch alles gegen eins zu wetten, daß in revolutionär aufgeregten Zeiten die vor- 
nehmeren Naturen die zurückhaltenderen und infolgedessen die zurückgedrängten sein 
werden, was aber nicht zu verhindern braucht, daß sie doch das letzte Wort behalten. 
Das verhält sich manchmal erst recht so in den Revolutionen auf dem Gebiete der Kunst. 
Auch hier behalten oft nicht die Lautesten das letzte Wort, sondern gerade die Stillsten. 

Zu diesen stillen und zurückhaltenden Naturen hat immer Wilhelm Trübner gehört. 
Wo die andern stürmten, oder doch zu stürmen schienen, ging er ruhig und gelassen 
seinen Weg, und schon heut ist es klar, daß er weitergehen wird als andere. Für die 
Münchner Sezession aber ist es wenig schmeichelhaft, daß es Trübner nicht mehr bei 
ihnen aushielt, sondern zu den Berlinern ging. Eine so durch und durch süddeutsche 
Natur, wie Trübner ist, kann diesen Schritt nur notgedrungen getan haben, und Andeu- 
tungen, die darauf zielten, haben wir aus seinem eigenen Munde vernommen. Wenn die 
Münchner fortfahren in einer elenden egoistischen Cliquewirtschaft, und die Besten ihnen 
infolgedessen den Rücken kehren, dann werden leider die Berliner bald recht behalten 
mit ihrem Lärm um den Niedergang Münchens als Kunststadt. Einstweilen hat es damit 
noch keine Gefahr, aber schon kommt weniger die Malerei als die moderne Architektur 
in Frage. Diese ist es und nicht die Malerei, worin München heute Vorbild und Führerin 
sein kann. Immer spricht man nur von der Lethargie des Münchner Bierphilistertums. 
Aber was haben Philistertum und Kunst miteinander zu tun? In einer gewissen Aus- 
bildung des Cliquewesens unter den Künstlern liegt eine viel größere Gefahr für München 
als Kunstmetropole. 



Auch sehr erfreuliche Beobachtungen konnte man auf den diesjährigen Münchner 
Ausstellungen machen. Eine der schönsten ist diese: die Künstler dürfen heut mit 




W. TRÜBNER. Liebwpair mit Hund 



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Wilhelm Trübner 



einem gebildeteren Publikum rechnen als vor fünfzehn und zwanzig Jahren. Wie die 
Augen der Maler, so sind auch die Augen des Publikums heute feiner. Die Zahl derer, 
die in einem Bilde nach bloß malerischen Qualitäten suchen, ist schon sehr groß. Auch 
die groben künstlerischen Effekte tun's nicht mehr allein. Man darf jetzt leise sein, 
und gerade den Schreiern verschließen die Kunstwanderer das Ohr. Das Publikum ist 
bis zu einem ziemlich weiten Grad schon erzogen. 

Früher war's nicht so. Gerade die Gebildeten waren da die Schlimmsten. Das 
Verhältnis besonders unserer Dichter zur bildenden Kunst war ein absolut laienhaftes. 
Selbst die Besten, wie etwa Paul Heyse, machten kaum eine Ausnahme. Die Ästhetiker 
von Fach aber verwirrten und verirrten mehr, als daß sie aufklärten . . . 



„Natürlich liegt der Wert eines Kunstwerks in dem darin sich äußernden Geist Der 
künstlerische Geist ist aber ganz etwas anderes als das, was der Laie sich darunter 
vorstellt. Immer sucht der Laie den Geist da, wo er nie sein kann, und findet ihn des- 
wegen nicht. 

„Wenn aber der Wert eines Kunstwerks nur in der künstlerischen Darstellungsweise 
liegt, so muß notwendigerweise in dieser auch der künstlerische Geist enthalten sein. 
Beim akademisch populären Kunstwerk liegt der Geist immer im Gegenstand, da das 
akademische Können für sich allein keinen Wert, also auch keinen Geist hat, folglich 
darauf angewiesen ist, den geistigen Wert ganz allein vom Gegenstand zu beziehen. Dem 
künstlerischen Geist, den der Laie nicht erkennt und deswegen als gar nicht vorhanden 
betrachtet, steht der vom Laien so hochgeschätzte unkünstlerische Geist gegenüber, 
nämlich der aus andern Gebieten, Poesie, Geschichte, Mimik usw. entlehnte Gedanken- 
inhalt. Reine Kunst ist dem Laien keine Kunst, mithin auch reinkünstlerischer Geist 
kein Geist . . . 

„Wie in jeder Kunst, liegt auch in der Malerei der hohe oder niedere Grad von 
künstlerischem Geist in dem größeren oder kleineren Maß von künstlerischem Können 
und dem darin sich äußernden höheren oder niederen Grad von künstlerischem Ge- 
schmack. Was der Laie guten Geschmack nennt, ist natürlich ganz was anderes, es ist 
der akademische Geschmack, und wo er diesen vermißt, wird er nur Geschmacklosigkeit 
sehen . . . Da wo der Geschmack am höchsten ausgebildet ist und am feinsten und 
individuellsten zum Ausdruck kommt, sieht der Laie nur Geschmacklosigkeit, ebenso wie 
er da nur Geistlosigkeit findet, wo der höchste künstlerische Geist allein vorhanden ist." 

Bei welchem deutschen Ästhetiker oder Schriftsteller, bei welchem Vischer, Pfau 
oder Heyse hätte man vor dreißig Jahren solche Sätze lesen können? In Frankreich ja. 
Dort sprach schon 1858 Theophil Gautier ganz gleiche Gedanken aus. L'on a — schreibt 
er — dans ce dernier temps confondu l'idee litteraire avec l'idee pittoresque: rien n'est 
plus dissemblable. Si l'on disait qu'une nature morte de Chardin, representant une 
raie, un paquet de celeri, un chaudron ou un pot de gres, contient souvent cette idee 
pittoresque qui manque ä de vastes composltions cycliques, palingenesiques, philosophiques, 
historiques, ethnographiques et prophetiques, on etonnerait peut-etre bien des gens du 
monde; mais, ä coup sür, l'on surprendrait fort peu les artistes, tres convaincus d'avance 
de cette verite. Gewiß, sie waren immer überzeugt, die Künstler. Aber ihre Gedanken 
darüber klar auszusprechen, dazu waren sie selten befähigt. Sie betrachteten das auch 
gar nicht als ihre Sache. 

Wilhelm Trübner denkt anders — denn von ihm sind die oben zitierten Sätze. Er 
hat sich, der große Künstler, nicht gescheut, unter die Kunstschriftsteller zu gehen. 
Seine Betrachtungen über „Die Verwirrung der KunstbegrUTe" sind aber auch ein seltenes 
Büchlein, das unter die ersten Faktoren gerechnet werden muß, die an der fortschreiten- 
den ästhetischen Bildung unserer Zeit mitgewirkt haben. Trübner hat sich damit ein 
großes Verdienst erworben. So klar und einfach und schlagend sind die künstlerischen 
Grundbegriffe in Deutschland noch nie ausgesprochen worden. Die Gegensätze von 
philosophischer Idee und künstlerischer Idee, von akademisch -konventioneller und rein- 
künstlerischer, von dekorativer und monumentaler Malerei sind mit einer solchen 
Schärfe und Prägnanz und zugleich mit so einfachen gemeinverständlichen Worten 
definiert, daß es eine wahre Lust ist zu lesen und eine wahre Lust zu lernen. Denn 
das ist vor allem ein Büchlein, aus dem man viel lernen kann. 



« 



♦ 





W. TRÜBNER. Poitillion 



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46 



Wilhelm Trübner 



Wir denken hier an andere 
deutsche Schriften von Künst- 
lern über Kunst. Der alte 
Josef Anton Koch, der Zeit- 
genosse Goethes, hat ein heut 
ganz verschollenes Büchlein 
mit dem kuriosen Titel „Die 
Rumfordsche Suppe" heraus- 
gegeben. 

Auch dessen Thema ist 
die Unbildung des Publikums 
in Kunstsachen. Besonders 
die sogenannten Kenner wer- 
den hart mitgenommen. Selbst 
an Seitenhieben auf den großen 
Goethe fehlt es nicht. Das 
Büchlein ist recht geeignet, uns 
einen bedeutenden Künstler 
auch als geistreiche und inter- 
essante Persönlichkeit näher- 
zurücken. Positives zu lernen 
ist daraus nicht. Dann schrieb 
Anselm Feuerbach seine dithy- 
rambischen Aphorismen, die 
in seinem „Vermächtnis" zu- 
sammengestellt sind. Hier ge- 
winnen wir besonders wert- 
volle Einblicke in das tragische 
Ringen der Künstlerseele mit 
sich und der Kunst, mit ihrer 
Zeit und ihrem Schicksal. Zur 
Psychologie des Künstlers 
enthielt das Buch die über- 
raschendsten Beiträge, es 
gehört zu den bleibenden 
Büchern unserer nationalen Literatur. Aber ein Lehrbuch ist es nicht und will es nicht 
sein, dazu ist es viel zu viel Selbstgespräch einer einsamen Seele. 

Ein solches will das andere Buch sein: „Das Problem der Form in der bildenden 
Kunst" von Adolf Hildebrand. Und das ist es auch in hohem Grade. Die ganze deutsche 
Universitätsästhetik ist davon beeinflußt. Kein heutiger Schulästhetiker, der von diesem 
Büchlein nicht gezwungen worden wäre, umzulernen vom Grund aus. Ruhm genug für 
das Buch und seinen Verfasser. Aber gemeinverständlich ist das Büchlein nicht, für 
weitere Leserkreise ist es spanisch. 

Am meisten mit Trübners „Betrachtungen" berührt sich Klingers Schrift „Malerei 
und Zeichnung". Die beiden mögen sich ergänzen. 

„Bilde Künstler, rede nicht." Gewiß. Aber Trübners literarische Tätigkeit und deren 
weitgreifende ersprießliche Wirkung hat doch wieder einmal gezeigt, wie vorsichtig jede 
allgemeine Vorschrift, auch die noch so sakrosankte, aufzunehmen ist. Man hört auch 
oft in Künstlerkreisen die Meinung äußern, ein guter Lehrer in der Kunst brauche selber 
kein großer Künstler zu sein. Der große Künstler sei, im Gegenteil, meist ein schlechter 
Lehrer. Trübner ist nicht dieser Ansicht. Und niemand war's in früheren Zeiten, da 
schätzte man sich glücklich, der Schüler eines großen Meisters zu sein. 

Jener andern Meinung huldigen, das heißt auch ganz und gar den Einfluß der großen 
künstlerischen Persönlichkeit verkennen. Auf den Kunsterziehungstagen, der neuesten 
pädagogischen Errungenschaft, reden fortwährend so viele gescheite Leute ein Langes und 
Breites über die Erziehung zur Kunst durch die Schule, auch Leute, die eigentlich wissen 
müßten, daß nur Künstler, einmal durch ihre Werke und dann durch ihre Persönlichkeit, 
zur Kunst erziehen, heranziehen, hinanziehen können, daß hingegen der Nichtkünstler 
oder doch der nichtkünstlerische Mensch Verderben anrichtet in dieser zarten Sache, 



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W. TRÜBNER. Känuiere vor einem Schlou 



4 8 



Wilhelm Trübner 



sobald er mit seinen knotigen Fingern auch nur daran rührt. Und immer wieder reden 
und reden sie und tun, als ob sie keine Ahnung davon hätten, daß doch, wie die Dinge 
liegen, mehr als 95 > aller Lehrer in Ewigkeit keine Künstler sein werden. Und 
könnte doch jeder die Erfahrung haben, — aussprechen hört man sie genug von 
Künstlermenschen — , wie einem ein wunderbares Gedicht von Goethe oder sonst das 
ganze Leben lang nicht mehr recht munden wollte, nur weil es einem einmal in der 
Jugend von irgend einem Schulmeister verekelt worden ist ganz abgesehen davon, daß 
die Schule derartig verbureaukratisiert und daß dem einzelnen Lehrer durch eine Kette 
von Vorschriften, die ins Minuziöse gehen, derartig der Hals verschnürt ist, daß er sich 
nicht rühren und regen kann. Z. B. ein Lehrerkollegium oder eine Landesschulbehörde 
setzt einen „Kanon" von Gedichten fest, die zu behandeln sind. Ein Lehrer findet, daß 
darunter ganz alberne Sachen sind. Andere, tausendmal wertvollere Gedichte liegen ihm 
am Herzen. Diese möchte er mit seinen Schülern lesen. Über sie möchte er mit seinen 
Schülern, zu seinen Schülern reden. Er darf es nicht. Er muß sich an den „Kanon" 
halten. Er wird geschuhrigelt, wenn er davon abgeht, wenn er seinen eigenen Ge- 
schmack, sein eigenes Urteil sich Gesetz sein läßt. Wo soll da, ich bitt euch, der innere 
Jubel und das Feuer der Begeisterung bleiben, die zu wecken und zu entzünden und 
auf andere zu übertragen das Ein und Alles ist, wo es sich um Kunst und Kunstwerke 
handelt! Der euch das sagt, spricht aus Erfahrung. 

Nein, ich glaube nicht an die Schule als Erziehungsanstalt zu Kunstempfänglichkeit 
und Kunstgenuß. Sie ist sogar heute weiter davon entfernt als je. Das frühere Gymnasium, 
das unserer Urgroßväter, hat wenigstens auf einem Gebiet, auf dem der antiken Dichtung, 
tiefere Anregungen gegeben. Aber die heutige Schule wird ja immer mehr Abrichtungs- 
anstalt, Drillanstalt. Das Gehetz des Kasernenhofs hält durch immer breitere Tore seinen 
Einzug in die Schule. 

Um so dankbarer müssen wir sein, wenn ein wirklicher Künstler es nicht unter 
seiner Würde hält, Lehrer zu sein, Lehrer nicht nur für Jünger der Kunst, sondern fürs 
Volk. Das aber ist Trübner in seinen Betrachtungen über „Die Verwirrung der Kunst- 
begriffe". In dem Büchlein herrscht nioht nur eine seltene Klarheit der Definitionen, 
sondern auch eine erstaunliche Unparteilichkeit, Sachlichkeit und Gerechtigkeit. Nur ganz 
selten fühlt man sich versucht, dem Autor zu widersprechen. So, wenn er meint, daß 
es gut sei, wenn dem Publikum auch die schlechte Malerei in den Ausstellungen vor- 
gefahrt werde, weil man ja am Schlechten lernen könne, wie man es nicht machen soll. 
Der Künstler allenfalls. Das Publikum, dessen Urteil sich erst bilden soll, gewiß nicht. 
Auch Trübners Auflassung von der Quantität auf den Ausstellungen, von dem Vielen und 
Allzuvielen des Dargebotenen, vermag ich nicht zu teilen: Alles zu Viele wirkt eher 
verwirrend als klärend. Es ist vielleicht ein notwendiges Übel, aber ein Übel sicher. 
Es wirkt ermüdend, abstumpfend, übersättigend, und das einzelne Kunstwerk kann nur 
dabei verlieren. Das gute Einzelwerk wird, ohne daß wir es uns recht bewußt werden, 
entwertet. Das ist aber ein großes Unglück. Denn wie der mysteriöse Schopenhauersche 
Wille in jedem Objekt, auch dem geringsten, ganz und ungeteilt enthalten ist (gerade so 
wie Gott und jede der drei göttlichen Personen): so ist, und in viel einleuchtenderer 
Weise, in jedem guten Kunstwerk die ganze Kunst enthalten. Wer, der zum erstenmal 
zu Florenz in den Ufnzien war, hat nicht das erfahren: er tritt heraus, getragen von 
Flügeln der Andacht und Anbetung, von ganzen Wogen stürmischen Gefühls, und dann 
sieht er in allen Gassen und in allen Schauläden die angebeteten Schöpfungen in tausend- 
facher und abertausendfacher Wiederholung und — wird ernüchtert. 



Als Maler hat Wilhelm Trübner mehr Entwicklungen durchgemacht als die meisten. 
Er war in seinen Anfängen Romantiker. Da bevorzugte er noch den interessanten 
Gegenstand, brauchte er noch die Poesie des Gegenstandes. Dann lernte er eines Tages 
Wilhelm Leibi und damit sich selber kennen. Und Ziel und Weg waren ihm klar mit 
einem Schlag. 

Ebenso hat Leibi, wie mir Trübner selber erzählte, den jungem Genossen schnell in 
seiner Sonderart erkannt und mit warmer Teilnahme ausgezeichnet. Und beide, Leibi 
und Trübner, gehören in der Tat zusammen. Sie sind kunstverwandt, wie Eltern und 
Kinder blutsverwandt sind. Sicher hat der jüngere Wilhelm dem altern nachgestrebt, 



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Wilhelm Trübner 



49 





W. TRÜBNER. Alte Fr.u 

von ihm gelernt. Er konnte sich bald sehr gut neben ihm sehen lassen. Er ist ein 
eigener Meister geworden, und kein kleiner, kein kleinerer. Beide zusammen aber 
repräsentieren vielleicht das höchste malerische Können, das in unserer Zeit in Deutsch- 
land erreicht worden ist. 

Trübner hat auch das mit Leibi gemein, daß gewisse Kunstschreiber ihm gern, fast 
mit Scheu, aus dem Wege gegangen sind. Was sollten sie über ihn sagen? Wie sein 
großer Namensbruder behandelte auch er fast nie literarische Motive, malte er, von seiner 
Frühzeit abgesehen, nie Bilder, über deren gegenständlichen Inhalt sich viel erzählen ließ. 
Solche Künstler sind den Schreibern immer ein wenig unheimlich. — Wenn Böcklin, 
der lange genug schroff abgewiesen wurde, zuletzt zu so hoher und allgemeiner An- 
erkennung gelangte, so verdankte er das nicht ausschließlich dem rein künstlerischen 
Geist seiner Bilder, welcher allein in der Vortragsweise liegt und worauf allein ein 
künstlerischer Ruhm sich gründen kann. Den Ausschlag gab viel eher der außerkünst- 
lerische Geist, der in Böcklins Bildern neben dem rein künstlerischen herläuft. Es war 
sogar gerade das rein künstlerische Verdienst in Böcklin, das seine Anerkennung so lange 
verhinderte trotz des außerkünstlerischen poetischen Gehalts, womit diese Bilder dem 
Publikum eigentlich sehr entgegenkommen. 

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Wilhelm Trübner 



In Trübner aber ist von diesem Entgegenkommen nichts. Er kann schon deshalb 
nicht so populär werden wie Böcklio. Dafür wird aber auch jede Würdigung, die er 
erfährt, um so unverdächtiger sein, weil sie allein auf rein künstlerische Qualitäten 
gegründet sein muß und durch keine aufierkünstlerische Herrlichkeiten bestochen sein 
kann. Hier ist einem Mißverständnis vorzubeugen. Die Enthaltsamkeit Trübners in diesem 
Punkt ist an sich kein Verdienst. Sie ist seine Eigenart, nicht mehr und nicht weniger. 
Und Böcklins rein poetische Reichtümer möchten wir nicht entbehren. Sie sind ebenfalls 
seine Eigenart Aber hervorzuheben ist diese Enthaltsamkeit bei Trübner, um das, worin 
sein künstlerisches Verdienst begründet liegt, um so sichtbarer hervorspringen zu lassen; 
und zu sagen ist, daß dieser Meister aus dem altromantischen Heidelberg die Romantik 
auch bis auf das letzte Restchen Eierschale abgestreift hat, aber auch nicht die Poesie 
gelegentlich durch Witzchen und Mätzchen ersetzt, wie der große Menzel fast auf allen 
seinen Bildern, die populär geworden sind. 

Trübner ist viel strenger. Er scheint zu sagen: So male ich; ich male für Leute, 
die vom Malen etwas verstehen oder es lernen wollen. Die andern sind für mich Pöbel, 
hol sie der Teufet Trübner ging immer einen steten und langsamen Schritt Er war 
nie ein Stürmer und Dränger. Dabei ist er der Modernsten Einer. Er ist kühl bis ans 
Herz hinan, und etwas kühl wirkt auch seine Kunst. Aber der Poesie entbehrt sie des- 
wegen nicht. Für ein kühles deutsches Waldinnere, für einen grauen Regentag im 
kühlgrünen Frühling, für die Abenddämmerung in grüner Landschaft findet er die 
feinsten Töne. In diesem Können liegt seine Poesie. Die des Musikers liegt auch In 
nichts anderem. Es ist immanente künstlerische Poesie, keine die nebenherläuft. 

Trübners Kunst ist kühl ; sie ist dafür sehr vornehm und vor allem durch und durch 
ehrlich. Trübner ist in hohem Grad ein gewissenhafter Künstler. Das fieberhafte Streben 
nach raschem äußeren Erfolg, an dem in unsrer Zeit so viele und oft gute Talente ver- 
derben und zugrunde gehen, ich habe es ein paarmal schon mit angesehen — , ist 
ihm ganz fremd. Um so mehr kennt er das ehrliche Streben in Flein und Arbeit. 

Er liebt die graue Dogge und das braune Pferd. Die beiden Tiere malt er immer 
und immer wieder. So lernt er sie immer besser. Das freut ihn. Das ist ihm schon 
genug Lohn und Erfolg. 

Und wenn er nun nächstens ein Reiterbildnis des Großherzogs von Baden malen 
wird, so wird das keine Repräsentations-Leinwand werden nach berühmten Mustern, aber 
eine Malerei von bleibendem Wert, ein Kunstwerk mit dem Stempel hoher Originalität. 
Er freut sich auch ganz ungeheuer darauf. 

Und freuen darf sich auch Karlsruhe, an dessen Akademie der Künstler diesen 
Herbst seine Tätigkeit begonnen hat, wohin er berufen wurde, als er bereits auf dem 
Sprunge stand nach Berlin zu gehen. 

Und soll ich noch etwas über die Person des Künstlers sagen? Dieser Maler, der 
mehr Maler ist und notwendiger Maler ist als die meisten heute, siebt aus wie ein 
höherer Offizier, Major oder Oberst Dabei sagt man ihm nach, er sei befangen in Ge- 
sellschaft, schüchtern, ja ziemlich trocken in seinem Wesen. Und in der Tat, als ich 
ihn vor Jahren in einer geistreichen Gesellschaft kennen lernte, sprach er fast gar nicht; 
als ich ihn aber neulich in Heidelberg besuchte und wir einen Gang übers Schloß 
machten, kam er in eine so warme Beredsamkeit und sprach so tiefe und bedeutende 
Sachen über Kunst, daß ich aus dem Staunen nicht herauskam und noch heute über- 
zeugt bin, noch selten eine geistreichere und anregendere Unterhaltung genossen zu haben. 



Benno Kuttenauer. 





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GREGOR VON BOCHMANN. EslbnUcher Krug 



Museumswesen 

AM 29. November 1903 feierten die Kunstfreunde Gottfried Sempers Geburtstag. Auch 
die Museen hatten an diesem Tage Grund genug, in dankbarer Erinnerung des seltenen 
Mannes zu gedenken. Ihm stand zu einer Zeit, wo die Kunstsammlungen noch viel zu 
sehr mit sich selbst beschäftigt waren, um mit einiger Aussicht auf Erfolg in den Dienst 
der Allgemeinheit treten zu können, schon klar dasjenige Ziel vor Augen, auf welches 
wir erst in der jüngsten Vergangenheit hinzustreben beginnen durften. Denn bereits im 
Jahre 1851 sagte er in seinem gedankenreichen, nach dem Schluß der Londoner Industrie- 
Ausstellung niedergeschriebenen Buche „Wissenschaft, Industrie und Kunst", auf den 
allgemeinen Volksunterricht des Geschmackes als Mittel zur Hebung der künstlerischen 
Leistungen hinweisend: „Die Sammlungen und die öffentlichen Monumente sind die 
wahren Lehrer eines freien Volkes. Sie sind nicht bloß Lehrer der praktischen Aus- 
übung, sondern, worauf es besonders ankommt, Schuler des allgemeinen Volks- 
geschmackes." Erst jetzt läßt sich die volle Bedeutung dieser Worte recht erkennen, 
jetzt, wo die Museen nicht nur innerhalb des wissenschaftlichen Arbeitsgebietes als 
gleichwertige Bildungsmittel neben unsere Hochschulen getreten sind, sondern wo auch 
das Volk im allgemeinen sie als Quelle der gegenständlichen, sinnfälligen Belehrung über 
unsere Kulturentwicklung und damit als Förderer des Nationalbewußtseins zu begreifen, 
als Vermittler reiner, über den Alltag erhabener Genüsse zu ahnen beginnt. 

Während ich im letzten Bericht auf die Einzelarbeit der Museen, auf die Beziehungen 
wohlwollender Kunstfreunde zu ihnen den Blick zu lenken suchte, erscheint es mir heute 
angebracht, auf Erwägungen allgemeiner Art, wie sie im verflossenen Jahre bei ver- 
schiedenen Gelegenheiten zu lebhaftem Gedankenaustausch führten, aufmerksam zu 
machen. Nicht als ob ein Stillstand im Leben der Museen eingetreten wäre, so daß dem 
Chronisten der Stoff mangelte: manche Sammlung ist wieder der Öffentlichkeit übergeben 
worden, andere werden vorbereitet, da allenthalben das Streben, in größeren, kleinen und 
kleinsten Gebieten derartige Mittelpunkte für das Kulturleben zu schaffen, noch ebenso stark 
ist wie vorher; die öffentliche Teilnahme an der hier zu leistenden Arbeit ist in stetigem 
Wachstum begriffen und hat Unterstützungen der Begüterten veranlaßt, die um so wert- 
voller sind, als fast überall die Kräfte des Staates nur zur Erfüllung eines Teiles der von 
Jahr zu Jahr sich steigernden Anforderungen ausreichen, und wieder anderwärts über- 



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Museumsweaen 



haupt nur die privaten Mittel eine gedeihliche Entwicklung gewährleisten. Aber die 
Summe all dieser Einzelbeobachtungen, die sich in einem Jahre ähnlich wie im anderen 
machen lassen, umkleidet mehr den Kern der Museumsbewegung, wenn ich diesen Aus- 
druck gebrauchen darf, als dal) sie ihn dem Betrachter bloßlegt, und so mag es wohl 
auch einmal erlaubt sein, von ihnen abzusehen, zumal wenn, wie im vorigen Jahre, 
der Gang der öffentlichen Meinung uns gewissermaßen dazu drängt, diesen Weg einzu- 
schlagen. 

Ganz abgesehen von der ethischen Forderung, daß möglichst vielen die Ergebnisse 
unserer Arbeit zugute kommen sollen, bedingen schon die großen Summen, welche der 
Staat wie die Gemeinde und in günstigen Fällen auch der einzelne für die Museen auf- 
wenden, daß diese soweit als möglich ihre Tore öffnen, besonders denen, die sich bisher 
nicht getrauten, einzutreten. Ich weiß wohl, daß bisweilen Stimmen laut werden, welche 
die Kunst als nur für die kleine Zahl derer bestimmt bezeichnen, die, mit künstlerischer 
Beanlagung geboren und in Verhältnissen, die diese förderten, groß geworden, von sich 
aus, ohne weitere Anleitung, zum Genuß eines Kunstwerkes reif genug sind. Aber mir 
scheinen die Träger dieser Anschauung in einem alten, schon von der Sage eroberten 
Herrensitz zu hausen, der seitab von der großen Heerstraße liegt und vor den Forderungen 
des Tages durch hohe Mauern und dichte Hecken sich abschließt. Da mag man vor- 
trefflich, wenn auch ein wenig vereinsamt, seinem Behagen leben: der eigenen Zeit, der 
wir dienen sollen, dienen mit Hingabc unserer Wünsche — und welcher Kunstfreund 
wäre nicht am liebsten mit den Schätzen in seiner Umgebung, still genießend und lernend, 
allein? — der eigenen Zeit können wir so jedenfalls nicht gerecht werden. Törichtem 
Begehren dürfen wir unsere Kräfte weigern. Aber sicher wird man nicht sagen wollen, 
daß es sich um eine unberechtigte Forderung der Gegenwart handelt, wenn sie verlangt, 
an einer so wertvollen Kulturäußerung wie der Kunst teilzunehmen und zu ihrem Ver- 
ständnis oder besser zu ihrem Genuß angeleitet zu werden. Gewiß haben diejenigen, an 
welche diese Aufgabe herantritt, weder eine leichte noch immer eine erfreuliche Arbeit. 
Nur nach und nach können die Bemühungen vom Erfolg begleitet werden, und zweifellos 
werden wir selbst, die wir an den Museen tätig sind, noch manches lernen müssen, bis wir 
sie in dem vollen Umfang der in ihnen liegenden Mittel für andere nutzbar machen können. 
Dann werden wir auch vor dem immer wieder von ängstlichen Gemütern aus der Tiefe 
heraufbeschworenen Einwand nicht mehr zurückzuschrecken brauchen, daß die Erhaltung 
der Kunstwerke unter dem erhöhten Besuch, der gesteigerten Benutzung leide. Die 
Technik der Museumsverwaltung wird in steter, strenger Arbeit so eifrig gefördert, daß 
wir auch diesen durchaus nicht abzuleugnenden Übelstand zu beseitigen wissen werden. 
Und wie die Museumsbeamten selbst, so wird auch das Publikum, wenngleich langsamer, 
in die neuen Verhältnisse hineinwachsen, die weder die einen noch das andere von sich 
aus geschaAen haben, sondern die kamen, weil sie eben in der Entwicklung unseres 
Geisteslebens kommen mußten. Als vor einigen Jahren der Gedanke der Kunsterziehung 
bei uns lebendig wurde, der nach dem Oberschwang der ersten Zeit nunmehr in ein 
ruhigeres Wachstum eingetreten zu sein scheint, erstand den Museen die Aussicht auf 
eine Hilfe, die sie nicht zu gering bewerten sollten. Mindestens ist dadurch das Ver- 
ständnis der Berechtigung ihres Daseins, von der vorher die Allgemeinheit keineswegs 
unbedingt überzeugt war, erweckt worden. Denn man wird, wo es nicht schon geschehen 
ist, nun auch einsehen lernen, daß ihr Inhalt nicht nur für den und jenen, nicht nur zur 
Ausfüllung müßiger Stunden gesammelt wurde, sondern daß er allen dargeboten wird, 
nicht etwa, um davon zu kosten, sondern um sich davon zu ernähren. Wie weit der 
Weg zum Ziele noch ist, das darf uns nicht kümmern. Nur an das eine sollen wir 
denken: daß wir es erreichen müssen. 

Aus diesen Erwägungen heraus verstand ich die Einladung, welche die Zentral- 
stelle für Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen im September vorigen Jahres zu 
einer Konferenz nach Mannheim erließ, in der über ,,die Museen als Volks- 
bildungsstätten" verhandelt werden sollte. Es kann nicht geleugnet werden, daß dem 
Unternehmen kein günstiger Stern schien. Vielleicht lag das an einem taktischen Fehler, 
für den die Zentralstelle übrigens kaum verantwortlich gemacht werden kann. Denn 
offenbar glaubte sie, daß die Verhältnisse in den Museen sich schon genügend abgeklärt 
hätten, um an die Behandlung einer derartig schwierigen Frage mit Erfolg herantreten 
zu können. Aber in Wirklichkeit kamen die Verwalter der Kunst- wie der naturwissen- 
schaftlichen Sammlungen, ein jeder mit seinem Päcklein Museumssorgen nach Mannheim. 




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Museumswesen 



und das, was vorher von ihnen in einer Auasprache untereinander hätte erörtert werden 
müssen, wurde nun vor ein Forum gebracht, das Gaben von ihnen erwartete, die sie z. T. 
nur versprechen, aber doch noch nicht aus der Hand lassen konnten. So kam es, daß 
vieles verhandelt wurde, was, nicht «im eigentlichen Thema gehörend, nur den Museums- 
fachmann näher anging, und ich bezweifle, ob die Vertreter staatlicher und städtischer 
Behörden mehr mit heimgenommen haben als die Erkenntnis, daß der gute Wille, die 
Museen in den Dienst der Volksbildung zu stellen, vorhanden ist, und daß auch eifrig 
daran gearbeitet wird, diesen Willen in die Tat umzusetzen. Sie werden auch gesehen 
haben, daß bestimmte Regeln für die Nutzbarmachung der Museen sich noch nicht oder 
vielleicht überhaupt nicht werden aufstellen lassen, und daß man auch hier dem 
Goetheschen Mahnruf zu folgen gut tut: 



Vielleicht war gerade dies das Beste, was sie in Mannheim lernen konnten, und man 
muß wünschen, daß der von Rudolf Kauusch gegebene Rat, den rechten Mann an den 
rechten Platz zu stellen, ihm das nötige Geld nicht vorzuenthalten und ihm möglichst 
wenig dreinzureden, allenthalben befolgt wird. 

Während in Mannheim mit einem stattlichen Aufgebot von Rednern der Versuch 
gemacht wurde, eine der schwierigsten Aufgaben der Museen zu lösen, war wenige 
Monate vorher bei der Jahresversammlung der Museums-Assoziation in 
Aberdeen von einem einzelnen, dem Assistant-Keeper der geologischen Abteilung des 
britischen Museums, F. A. Bather, in feiner, eindringlicher Rede das Programm der 
Zukunft für unsere Kunstmuseen entwickelt worden. Es ist um so bemerkenswerter, als 
darin bestimmte Vorschläge für den Bau, die Aufstellung, Beleuchtung, Schränke, 
Hintergründe, kurz über alle die Fragen gemacht werden, die jedes Museum immer 
wieder beschäftigen und die im wesentlichen gelöst sein müssen, ehe man an die von 
der Mannheimer Konferenz gestellte Aufgabe herantreten kann. Hier ist nicht der Ort, 
Einzelheiten darüber zu berichten und sie zu prüfen, aber das eine muß hervorgehoben 
werden, was ich auch im vorigen Bericht in anderem Zusammenhange schon betonen 
konnte: unsere Museen werden dann am besten dem großen Publikum dienen, wenn man 
sie in den Stand setzt, ihre Bestände in eine Studien- und eine Schausammlung zu 
trennen, in der zweiten aber Wechselausstellungen zu veranstalten. Hier, wo die Wissen- 
schaft 2 war auch die Grundlage bildet, wo der Laie aber nur ihre Wirkungen unbewußt 
in sich aufnimmt, ohne auf die Spuren der mühsamen Arbeit zu stoßen, hier, wo Ge- 
schmack und praktischer Sinn, keine wissenschaftliche Systematik die Anordnungen zu 
treffen haben, nichts ermüden und alles zum Genuß werden soll, hier wird das große 
Publikum das lernen, was wir zunächst von ihm zu erlangen suchen müssen, Ehrfurcht 
vor dem Kunstwerk. Alles andere wird dann von selbst kommen, fast ohne weitere 
Leitung, und dann werden wir wirklich das haben, worauf unsere Zeit hindrängt, eine 
künstlerische Kultur. Man verstehe mich nicht falsch. Ich meine nicht, daß Bather 
etwas gesagt hat, was vorher noch von niemandem, vor allem nicht in Deutschland, aus- 
gesprochen worden wäre. Er selbst bekennt sich freudig zu den Anregungen, die er ge- 
rade in unserem Lande gewonnen bat, und in Ernst Grosse hatte die Mannheimer 
Konferenz einen Redner, der bei ganz verwandten Anschauungen an Feinheit der Emp- 
findung ihm vielleicht überlegen ist. Der Wert der Ausführungen Bathers beruht viel- 
mehr darauf, daß er mit praktischem Blick aus den meisten großen Sammlungen das 
Beste herausgefunden, es auf die von ihm erkannten Aufgaben der Museen angewandt 
und daraus seine bestimmten Vorschläge gebildet bat. Durch diese sichere Klarheit, die 
aus den vielen Reden des Mannheimer Tages sich jedenfalls nicht gewinnen ließ, wird 
er uns zu einem Führer, dem wir uns in der Gewißheit anvertrauen können, jederzeit 
auf dem von ihm vorgezeichneten Weg mitten in der Entwicklung zu stehen. 

So oft Fragen des Museums wesens erörtert werden, pflegt man meist nur die großen 
Sammlungen ins Auge zu fassen. Auch auf dem Mannheimer Tag und in der Rede 
Bathers wurden die Lokalmuseen nur flüchtig gestreift. Und doch sind sie durchaus 
aufmerksamer Beobachtung wert Zwei Versammlungen haben sich denn auch im vorigen 
Jahre mit ihnen des längeren beschäftigt, die Konferenz des Verbandes öster- 
reichischer Kunstgewerbemuseen in Linz und der vierte Tag für Denk- 



Eines schickt sich nicht für allel 
Sehe jeder, wie er's treibe ! 




Museumswesen 



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malpflege in Erfurt. Dort sprach Julius Leisching „über ■ die Bedeutung der Orts- 
museen", hier Paul Kiemen „über das Verhältnis der Altertumsmuseen zur Denkmals- 
pflege", der Direktor einer größeren Kunstsammlung, des Mährischen Gewerbemuseums 
zu Brünn, und der Konservator einer museumsreichen Provinz, der Rheinlande, kamen 
also zu Wort. Daneben widmen fortgesetzt die „Deutschen Geschichtsblätter", die der 
„Förderung der landesgeschichtlichen Forschung" dienen sollen, diesem Gegenstande ihre 
Aufmerksamkeit, und Robert Mielke, immer bereit, für heimatliche Kultur und Volkskunde 
einzutreten, hat in einer umfangreicheren Schrift „Museen und Sammlungen" die Be- 
rechtigung der Lokalmuseen verteidigt und ihre Entwicklung vorzuzeichnen gesucht. Um 
Gleichgültiges bemühen sich nicht so viele Kräfte, und die rasch anwachsende Zahl 
solcher kleiner Sammlungen gestattet den Freunden des Museumswesens nicht, sie un- 
beachtet ihren eigenen Weg gehen zu lassen. Sind sie wertvoll, so werden wir sie 
unterstützen und auf ihre Entwicklung Einfluß zu gewinnen suchen müssen, sind sie 
schädlich — und auch das ist schon oft behauptet worden — , so werden wir ihrer 
weiteren Ausbreitung entgegenzutreten haben, um die Zersplitterung der Arbeit, die Ver- 
zettelung und Verschleppung wichtigen Materials zu verhindern. Der richtige Standpunkt 
wird wohl auch hier auf der Mittellinie zu suchen sein, d. h. wir werden die Berechti- 
gung der kleinen Museen denn nur sie, nicht die großen städtischen und die Provinz lal- 
sammlungen sollen unter dem Ausdruck Lokalmuseen hier verstanden werden — wir 
werden sie anerkennen müssen, dankbar für die Unterstützung, die sie dem Ganzen des 
Museumswesens, dem Museumsgedanken, wenn ich so sagen darf, leisten, während wir 
andererseits verlangen dürfen, daß sie sich den Grundsäuen eines planmäßig geleiteten 




A. 8CHÖNNENBECK. Schulender Bauer 



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Sammeins und einer sorgsamen Pflege des Erworbenen fügen. Auch hier gilt die alte, 
schSne Fabel von dem Magen und allen übrigen Teilen des menschlichen Organismus. 
Denn das Wichtigste in der Frage der Zentral- und Lokalmuseen scheint mir zu sein, 
daß beide Teile nicht an sich allein denken, nicht eines dem anderen wegzunehmen sucht, 
was es für sich selbst schließlich gar nicht unbedingt braucht, was aber im Zusammen- 
hang mit den Beständen des anderen hohen Wert erlangen kann, sondern darauf kommt 
es an, daß beide Arten von Sammlungen sich als die gleichwertigen Glieder eines großen 
Ganzen fühlen, der Kultur unseres Volkes. 

Die kleinen Museen verlieren in dem Augenblick ihre Berechtigung, wo sie über den 
lokalen Rahmen hinausstreben. Sie sind dazu da, lediglich das zu sammeln, was auf 
dem Boden ihres Gemeinwesens, ihres Bezirkes entstanden oder für dessen Entwicklung, 
wenn es von außen hereingetragen wurde, fruchtbar geworden ist. Damit sind sie vor 
keine leichte Aufgabe, wenn anders sie mit Bedacht gelöst und möglichst fruchtbringend 
ausgestaltet werden soll, gestellt. Denn sie werden danach trachten müssen, die Eigenart 
der Kultur ihres Sammelgebietes herauszuarbeiten, das Wesentliche von dem Zufälligen 
zu scheiden, also nicht auf das den Schwerpunkt zu legen, was man in den benachbarten 
Schwestersammlungen ebensogut sehen kann, sondern auf das, was nur eben sie in das 
rechte Licht stellen können, weil es erst im Zusammenhang mit ihrem Boden die rechte 
Bedeutung erhält. 

Das städtische Museum in Jena, das rasch aus kleinen Anfängen zu einer 
Sammlung von hohem ortsgeschichtlichen Werte angewachsen ist, mag hier als ein 
nachahmenswertes Vorbild genannt werden. Als sein Leiter, Paul Weber, am i. Februar 
1903 die Früchte seines Sammelfleißes der Öffentlichkeit übergeben konnte, durfte er sich 
sagen, daß er sich auch nicht zu einem einzigen Schritt über die selbstgezogenen, engen 
Grenzen hinaus hatte verleiten lassen. Denn die wenigen kunstgewerblichen Gegenstände, 
die zwar aus Jenaer Privatbesitz stammen, doch nicht in Jena entstanden sind oder sonst 
irgend eine Beziehung zur Stadt haben, sind dem Museum als Geschenke zugeflossen und 
waren, sollte nicht die Teilnahme der Bevölkerung an der neuen Sammlung abgeschwächt 
werden, nicht zurückzuweisen. Gewiß liegen in einer Stadt wie Jena die Verhältnisse 
selten günstig. Es hat eine besonders ausgeprägte Physiognomie, hat immer starken, 
bisweilen sogar entscheidenden Einfluß auf das deutsche Geistesleben gehabt und ist also 
in der Lage, auch denen mit den Zeugnissen seiner Kultur reichen Stoff zum Schauen 
und Lernen zu bieten, die keine persönlichen Beziehungen an die Stadt fesseln. Aber es 
bedurfte doch einer liebevollen Vertiefung in die Aufgabe und eines klaren Verständnisses 
in das Wesen der Lokalmuseen, um zu einem Erfolg zu gelangen, wie er sich uns hier 
bietet. Eine Reihe von Räumen, deren gluckliche Abmessungen den geeigneten Rahmen 
für Gegenstände bilden, die keinen Anspruch auf Monumentalität, sondern auf intime 
Wirkung machen, wird mit dem Zimmer der Stadt eröffnet, in dem alle auf die Verwaltung 
des Gemeinwesens bezüglichen Gegenstände ihren Platz gefunden haben. Dann folgt das 
Zimmer der Zünfte, während das nächste der Erinnerung an die Schlacht von Jena und 
dem Anteil der Bürger an den großen Kriegen des vorigen Jahrhunderts gewidmet ist. 
Das Zimmer der Universität und das Goethe-Schiller-Zimmer, welches als Raum am 
besten wirkt, während sonst ein zwar immer praktischer, aber manchmal etwas nüchterner 
Sinn in der Anordnung vorherrscht, bilden den geistigen Mittelpunkt des Ganzen. Weiter 
können wir in einem Raum die lokalen Kunstleistungen in den Arbeiten geborener Jenaer 
kennen lernen, und ein Bürgerstübchen, in dem die behäbige Philistrosität zu ihrem 
Recht kommt, bildet mit dem Karzerzimmer, dem Zeugen toller Studentenlaune, einen 
in seinem scharfen Gegensatz besonders wirkungsvollen Abschluß der Reihe. Auf dem 
Korridor aber, den Platzmangel trotz der Enge und schlechten Beleuchtung zum Auf- 
stellungsraum umschaffen mußte, sind die Erzeugnisse des Jenaer Gewerbes vereinigt. 
Ich meinerseits kenne kein anderes Lokalmuseum, in dem ein so klares Bild einer 
räumlich beschränkten Kultur aut so ansprechende und eindringliche Art vermittelt wird. 
Auch die Bewohner wissen das dankbar zu schätzen: in den ersten sechs Monaten 
wurden an 8000 Besucher gezählt, was kaum möglich wäre, wenn man nicht die Zeit 
der Offenhaltung sehr reichlich bemessen und verständig ausgesucht hätte. So bleibt 
denn für eine weitere gedeihliche Entwicklung nur zu wünschen, daß die Stadt der 
Sammlung ein eigenes Haus erbauen möge, damit sie aus dem bei Feuer sehr gefährlichen 
zweiten Stockwerk des Stadthauses bald entfernt werden kann, daß sie weiterhin aus- 
reichende Mittel gewähre, und daß die Universitätsbibliothek der sie ergänzenden Anstalt 




ROBERT HAUG. Feldweg 



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noch die zahlreichen wertvollen Gegenstände zur Ausstellung überlasse, die jedermann 
gerade hier suchen wird. 

Ich habe mich absichtlich bei diesem konkreten Fall aus dem Bereiche der Lokal- 
museen länger verweilt, weil ich dadurch am besten einen Begriff von ihrer Nützlichkeit 
zu geben hoffen kann. Aber es bedarf auch noch, um diese recht darzustellen, eines 
Hinweises darauf, daß derartige Anstalten bei richtiger Leitung sich zu einem wertvollen 
Hilfsmittel der Denkmalpflege auswachsen können. Denn sie fördern nicht nur den 
Sammeltrieb, so daß manches der Erhaltung Werte, das große Museen unbeachtet lassen, 
weil sie nichts von ihm wissen, für die Wissenschaft gerettet wird, sie lehren im 
weiteren Verlauf auch die Bewohner, auf die Denkmäler, auch die unbeweglichen, außer- 
halb des Museums zu achten. Allein das müßte genügen, um die Zentralmuseen zur 
Duldung der kleinen Sammlungen zu veranlassen, und die weitere Erwägung, daß sie 
durch Übernahme von Gegenständen, die man doch nicht der Vernichtung anheimgeben 
darf, die aber in großen Museen leicht einen sehr beschwerlichen Ballast bilden können, 
diese entlasten, sollte darüber hinaus ein Anlaß zu ihrer Förderung werden. 

Freilich stehen nun neben diesen Vorzügen auch Nachteile, die, so lange keine feste 
Organisation sie abschwächt oder ganz beseitigt, es begreiflich erscheinen lassen, daß nicht 
jede Gründung eines Ortsmuseums mit wohlwollenden Blicken betrachtet wird. Denn 
abgesehen davon, daß schließlich ihrer zu viele werden und eines dem anderen den 
Boden abgräbt, ein Punkt, den sie unter sich ausmachen mögen, so kann blinder Sammel- 
eifer auch die Wissenschaft empfindlich schädigen. Sueben sie alles in sich zu ver- 
einigen, dessen sie habhaft werden können, so wird manches Stück, dem erst ein großer 
Zusammenhang seine rechte Bedeutung gibt, für den Forscher verloren gehen, während 
es in einem Zentralmuseum der Untersuchung die größte Förderung hätte angedeihen 
lassen können. Auf diese Art wird die Übersicht über die Bestände erschwert, und wenn 
wirklich gute Inventare sie ermöglichen, so bleibt doch immer noch die Umständlichkeit, 
die das Reisen an viele kleine Orte mit sich bringt. In wie seltenen Fällen findet man 
aber an diesen kleinen Museen Inventare, die halbwegs den Ansprüchen genügen. Nicht überall 
ist ihre Verwaltung so besonnen und, ich komme um das Wort nicht herum, so wenig 
eingebildet wie die des Museums zu Stade, auf das Reimers bei der Erfurter Verhandlung 
hinwies. Dort hat auf ausdrücklichen Wunsch der Stadt ein Beamter des hannöverschen 
Provinzialmuseums die Inventarisatlonsarbeiten ausgeführt, und sie werden wohl auch in 
Zukunft der größeren Schwesteranstalt so lange anvertraut bleiben, bis man selbst in die 
Arbeit mit Erfolg eintreten kann. Noch gefährlicher aber als in der Beeinträchtigung der 
wissenschaftlichen Bestände der großen Museen wird der Sammeleifer der kleinen, wenn 
sie, ohne aus ihrer Tätigkeit den vorhin berührten Nutzen für die Denkmalpflege gezogen 
zu haben, Denkmäler von ihren ursprünglichen Plätzen entfernen, obwohl sie dort, z. B. 
in den Kirchen, nicht nur besser zur Wirkung gekommen, sondern oft auch besser auf- 
gehoben gewesen wären. Und hat dann solch ein Museum noch obendrein Geld, kann 
es seine Kauflust befriedigen, so ist dem Unheil Tür und Tor geöffnet, durch die es in 
Gestalt jener Händler einzieht, die zur Verwertung ihrer Fälschungen der Unerfahrenen 
bedürfen. Wo aber kein ausreichendes Vergleichsmaterial zur Hand ist, wo die Erfahrung 
fehlt, die man doch nur bei beständiger Schulung des Auges und bei genauer Beobachtung 
des Kunstmarktes sich erwerben kann, wird es in vielen Fällen gar nicht möglich sein, 
die Echtheit eines Gegenstandes zu beurteilen. Also auch hier wäre wieder ein Punkt, 
wo die Freundschaft mit den großen Museen den kleinen nützen könnte. Und das ist 
nicht minder der Fall, wenn es sich um Fragen der Erhaltung handelt. Der Apparat, 
der dazu gehört, ist so groß, der Möglichkeiten, die Aufgabe zu erledigen, sind so viele, 
daß auch hier bei kleineren Museen wohl nur selten das Richtige gewählt wird, und, 
wenn es wirklich erkannt ist, auch ausgeführt werden kann. 

Ohne daß ich noch weiter auf anderes einzugehen brauche — denn erschöpft ist 
nach beiden Seiten hin das Thema noch nicht — , darf ich wohl annehmen, daß aus den 
vorangehenden Ausführungen die Notwendigkeit einer Vermittlung zwischen großen und 
kleinen Museen hervorgeht. Mit einseitigem Für und Wider ist es hier, wie nirgends, 
abgetan. An Vorschlägen aller Art hat es nun auch nicht gefehlt. Mielke, der der 
eifrigste Förderer der Lokalmuseen, aber auch ein besonders einsichtsvoller ist, wendet 
sich an den Staat, und es wird, so willkommen es wäre, wenn die Museen von sich aus 
den rechten Weg fänden, in der Tat ohne seine Hilfe, zu der er zunächst gar nicht 
sonderlich geneigt scheint, keine Organisation von dauerndem Wert möglich sein. 




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Museumswesen 



Sieht er aber darauf, daß ein gut ge- 
leiteter Austausch zwischen den An- 
stalten stattfindet, so daß jeder Gegen- 
stand dahin kommt, wo er am meisten 
wirken kann, veranlaßt er die Über- 
führung derjenigen Stücke, auf die 
vor allem die Wissenschaft Anspruch 
hat, in die großen Museen, verlangt 
er von den kleinen Sammlungen, daß 
sie von allem, was sie nicht selbst 
erwerben können, den größeren Nach- 
richt geben, duldet er kein blindes, 
für die Denkmäler ungünstiges Sam- 
meln, unterstellt er sie also einer maß- 
und taktvollen Aufsicht der dafür in 
mk Betracht kommenden Behörden, der 

Provinzialkonservatoren, so werden die 
großen Museen kaum noch Grund 
haben, mißbilligend und, wie es wohl 
auch vorkommen mag, eifersüchtig auf 
die kleinen zu blicken. Und wenn 
andererseits diese wissen, daß sie 
nichts herzugeben brauchen, ohne eine 
Gegenleistung dafür zu empfangen, 
z. B. kein Original, ohne daß dafür 
eine gute Kopie geliefert wird, wenn 
sie jederzeit auf einen freundnachbar- 
lichen Rat, auf tatkräftige Unterstützung 
namentlich dann rechnen dürfen, wenn 
es an eigenen Kräften fehlt, so werden 
sie in den großen Schwesteranstalten 
auch nicht mehr die bedrohlichen und 
begehrlichen Gegnerinnen erblicken. 
Durch solch einen engeren Zusammen- 
schluß werden sie aber auch der Ge- 
fahr der Verdumpfung entgehen, werden 
sie aus ihrer Abgeschiedenheit mitten 
hinein in das Leben gezogen werden, 
und dann wird auch nicht, wie es schon geschehen ist, wenn die Teilnahme ein- 
mal schwächer wurde oder wohl gar ganz einschlief, das eine oder andere kleine 
Museum völlig sich in nichts auflösen können. 

Zu derselben Zeit, wo ich diese Zeilen schreibe, ist hier in Dresden der Bund für 
Heimatschutz begründet worden. Bei ihm kommen wie bei den Ortsmuseen dieselben 
ethischen Gründe zur Geltung: es gilt, die Kultur der Heimat zu erhalten. Und eben 
deshalb werden diese kleinen Sammlungen in dem Arbeitsprogramm unserer nächsten 
Zukunft mit Recht eine wichtige Stelle einnehmen müssen. 




OTTO HBICHERT. R«di«ning 



Karl Koetschau. 



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Ludwin Richter 



Zu seinem hundertsten Geburtstag am 38. September 1903* 



Die Forderung nach einer deutschen Kunst wurde anfangs von einigen, zur Mit- 
sprache wenig berechtigten und mit ihrer eigenen Kunst in üblem Rufe stehenden 
Epigonen gewissermaßen als Interessenbewahr gegen die Einfuhr französischer Werke 
speziell ausgerufen. Das kam sowohl dieser Forderung wie der deutschen Kunst gerade 
nicht zugute. Aber nicht lange sollte es dauern, so forderte eine mit sich unzufriedene 
Jugend das Gleiche und zwar in dem Augenblicke, als ein unfruchtbarer Kosmopolitismus 
die ziellos Schweifenden Sehnsucht nach der Ofenecke empfinden ließ und das Verdorren 
und Welken der falben Früchte in der dünnen Laubkrone anzeigte, daß man dem jungen 
Baum die Wurzeln weggegraben hatte. So erscholl der Ruf nach einer deutschen Kunst 
zum andern Mal. Das Wort Heimatkunst ward geprägt, und man entzückte sich an 
seinem Klange. Für schärfer Zusehende freilich und aufmerksamer Zuhörende war das 
Winden und Pochen des Bohrwurms auch im Fühlen und Denken dieser Jugend merkbar, 
und sie somit beinahe ebensowenig zukunftsträchtig wie jene alternden Epigonen, die 
ihre blutleere Panoptikumskunst, mit der sie dem Geschmack der seichtesten Fettbürger 
entgegenkamen, für Produkte des deutschen Wesens auszugeben wagten. Denn die 
Jugend wandte sich von der Gegenwart ab, nachdem sie die Anfänge eines gesunden 
Naturalismus, der sich in Frankreich zu einem inhaltschweren Zeitdokument verdichtete, 
wie im Norden in der Dichtung Ibsens, nicht ins Monumentale zu steigern vermochte, 
so es sich für deutsche Art geziemt hätte. Diese Jugend wandte ihrer Zeit den Rücken, 
anfangs kosmopolitisch schweifend, dann an allen Kulturen naschend, besonders an der 
Mystik des Mittelalters und in einer Weise, die einen sehr rokokohaften Zug nicht ver- 
leugnen konnte. Und dann kam die Ofenecke. Daß sich heute unter den Aposteln der 
Heimatkunst mancher befindet, der diese abenteuerliche Wanderfahrt nicht hinter sich 
hat, spricht ebensowenig gegen meine Ausführungen wie für diese Herren. Denn der 
Grundzug aller ist eben noch eine Abkehr von der Gegenwart, eine Flucht in die Ver- 
gangenheit. Und das ist das Obel. Denn es ist schon eine Flucht in die Vergangenheit, 
wenn Orte und Landesteile bevorzugt werden, an denen sich altes schönes Wesen bis 
auf unsere Tage' rein erhalten hat, weil es nicht vom Strom der Zeit berührt wurde. An 
Geschmacksreinheit haben solche Orte gewiß manches voraus, doch unsere Aufgabe ist 
es, aus dem Neuen den gleichen Grad der Vollkommenheit zu erreichen, den wir heute 
nur noch im Alten erblicken. Wir wollen nicht für Ruinen schwärmen, unsere Kunst 
soll keine Ruinenkunst sein und unsere Zimmer keine Museen. 

Gleichzeitig mit dieser Forderung nach deutscher Kunst ertönt ein Ruf gegen Berlin, 
ich meine nicht nur den gegen seinen Literatur-Naturalismus. Aber es ist leicht gesagt, 
daß der Süden an Kultur dem Norden viel voraus hat und der Militarismus der letzten 
15 Jahre das deutsche Geistesleben zu ersticken drohe. Der preußische Unteroffiziergeist, 
der die niedere Bureaukratie gänzlich beherrscht, ist gewiß ein schlimmes Produkt, daß 
aber die Früchte des wahren Ofßziergeistes noch nicht geerntet sind, könnte schärfer 
Zusehenden einleuchten. Es ist leicht, auf Preußen zu schimpfen und die Hohenzollern 
nüchtern zu nennen, man sollte mehr daran denken, Preußen zu germanisieren und nicht 
vergessen, daß selbst der Geist der Nüchternheit — denn das kühle Preußen wird nie 
zum sangesfrohen Süden werden können — in seiner Art eine Kulturhöhe und künstle- 
rische Prägung erhalten kann. Um wieviel höher Preußen schon in dieser Beziehung 
gestanden hat, lehrt jeden ein Blick auf Chodowiecki und Gottfried Schadow. Daß aber 
die Kultur des Südens, die dieser vor dem Norden voraus hat, eine alternde ist,* konnte 
die Malerei der letzten Jahrzehnte beweisen. Die beste Kunst stammt nicht aus München, 
so viele Vorzüge dieser Stadt auch eigen. Böcklin ist Schweizer, Thoraa und Steinhausen 
stammen aus der Maingegend, Uhde ist Sachse, und Leibi Kölner. München, in dessen 
Ateliers die echte Sammetjackenstimmung herrschte, hat uns mit der Pilotyschule bedacht, 
deren Kunst wert auf eine Höhe mit dem der Siegesallee zu stellen ist, und der typischste 
Vertreter des jüngeren München, Stuck, ist so wenig deutsch, daß er mit seinen Bildern 
unbeschadet die Wände altrömischer Lupanarien hätte schmücken können. 

Die Frage daher, die wir an die Zukunft zu richten haben, ist nicht die: wie 
erhalten wir eine Heimatkunst, vielmehr wie erhalten wir eine Bürgerkultur? Nicht 
dürfen wir das Alte betonen, nicht die Vorzüge eines Landstrichs gegen den andern, vor 




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Ludwig Richter 



allem nicht die alternden Vorrechte. Es gilt eine Kultur der breiten Schichten des 
Volkes in allen Teilen des Landes zu fördern, denn nie hat es an einer solchen mehr 
gefehlt, nie ist die Kunst heimloser gewesen eben dieses Mangels wegen, und ist das 
Bestehen einer solchen doch das einzige Fundament der groflen Kunst wie der Zukunft 
eines ganzes Volkes. Wo kein Gras wächst, wachsen auch keine Eichen. Das Volk 
gleicht einem weiten, das Auge erquickenden Rasenplan, den die Baumriesen beschatten 
sollen. Die Frage des „wie?", die Frage nach den Mitteln, darüber gehen die Meinungen 
natürlich noch sehr auseinander. Nur scheint mir die Losung der Heimatkunst im Sinne 
der letzten Tage nicht allzuviel zu vermögen, indem diese zu sehr von außen herantritt, 
eine allzu partikularistische ist. Sie betrifft daher nur das Kolorit, das aber stellt sich 
von selbst ein, sobald nur die Grundmischung die rechte ist. Diese aber ist eine all- 
gemeine, wie bei allen Kardinalfragen, die die Geschichte der Völker entscheiden sollen 
und für den Norden die gleiche wie für den Süden, für die große Stadt wie für die 
kleine. Um einen Blick für diese Grundzüge zu bekommen, ist es vielleicht nicht 
unangebracht, einen Künstler wieder einmal zu betrachten, der, wenn auch nicht in 
unserem Sinne, so doch in dem unserer Väter, der Repräsentant einer Bürgerkultur war 
und der von manchem kaum noch dem Namen nach gekannt ist. 
Ich meine Ludwig Richter. 



Die Grundlinien seiner Kunst sind so festgefügt, so aus einer Wurzel abgeleitet, wie 
nur bei den großen Künstlern, ist er auch neben den Eichen monumentaler Kunstsäulen 
nur das helle Vergißmeinnicht am plätschernden Waldbach. In seiner reichen Einfach- 
heit, inneren Geschlossenheit steckt sein hoher Wert. Wie unterscheidet er sich hier- 
durch von der Mehrzahl der Modernen, die wahllos verarbeiten, was ihnen gerade unter 
den Pinsel kam. Richter ist der Mann einer Weltanschauung. Und nichts vermissen 
wir jetzt bei den meisten so sehr wie diese. Seine Welt ist zwar klein, aber er weiß 
ihr vieles abzulauschen, und Stein an Stein fügt er zu sicheren Bau zusammen. Durch- 
blättert man die Sammlung seiner Handzeichnungen in der Berliner Nationalgalerie, so 
staunt man, von Blatt zu Blatt immer wieder eine neue Note zu finden, Strophe um 
Strophe sich reihen zu sehen aus dem Lebensbild dieses Mannes. Es ist eine Welt, die 
wir hier erleben. Vom Werk wie weniger läßt sich dies heute sagen. Und ist einer 
Welt Inhalt von der Wiege bis zur Bahre. Zwar nicht die eines Philosophen, aber die 
gesunder Menschen, deren Lebenserfahrung oft weiter reichte, wie manches vom grünen 
Tisch: denn für ihre Tiefe in jeder Beziehung spricht der Abzug, den der Künstler in 
seinen Blättern verdichtet uns vorlegt. Und das ist das doppelt Wertvolle: dieses viel- 
gestaltige Widerspiel illustriert das Leben der Kleinen. Wie reich war doch damals 
deren Leben, daß ein Künstler es so ausschöpfen konnte! Reicher war es wie das der 
meisten Gebildeten von heute. Denn was für Werke vermochten die Künstler der letzten 
25 Jahre aus deren Leben bei uns zu ziehen? Schweigen tut not. Und nun erst: was 
ist unser Alltag? eine schmutzige Öde. Was ist unser Kleinbürger? ein zweizinkiges 
Tier, das im Nahrungsgraus dahin vegetiert. Weshalb die Künstler, nachdem sie an 
ländlichen Szenen und Arme-Leute-Bildern sich genügsam geübt hatten, ins Mittelalter 
ßohen. Aber eine Weltanschauung holten sie sich dort ebensowenig wie sonstwo. Eine 
solche kann nur aus der eigenen Zeit wachsen. Bei Richter heißt sie für die breite 
Masse „bete und arbeite" — : nimm die Arbeit hin wie ein Gebet. Dann verrichtest Du 
sie wie eine Kunst und fühlst, wie der produktive Künstler, das Wesen Gottes nahe. 
Und das Kleinste gliedert sich zum Ganzen: es entsteht Kultur. An deren Stelle sehen 
wir jene grauenvolle innere Zerrissenheit und Zerfahrenheit. Das Leben in unseren 
Städten gleicht einem beständigen Umzug. Wie wenn man einen Ameisenhaufen in 
Verwirrung gebracht hätte. Einer hastet an dem anderen scheu vorüber. Der flieht von 
der Stadt aufs Land, jener zieht vom Lande in die Stadt. Wer Gott ist, ahnen die 
wenigsten, kaum noch in der Kirche, statt in seinem Zeichen ihr Tagewerk zu verrichten. 
Es ist, wie wenn alles auseinander geraten wäre und nicht mehr beim Rechten säße. 
Himmel und Erde, Steine und Brot, Menschen und Tiere, das alles hat nicht mehr die 
rechten Beziehungen zu einander, und am allerwenigsten für den Menschen, denn in den 
Werken der Künstler verspürt man es nicht. Das Göttliche, das alles bindet, verständlich 
macht und in den Beziehungen des Einfachsten einen tiefen Sinn legt, es fehlt. Freilich 
ist dies schwieriger geworden, seitdem wir mit Elektrizität und anderen Hexereien unser 



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Ludwig Richter 



Wesen treiben. Aber daß die Einheit wiederkommen muß, dafür spricht die Einheit 
vergangener Zeiten, nach der und ihrer künstlerischen, kulturellen Produktivität wir uns 
zurücksehnen. Werfen wir einen Blick in das Werk Richters, um uns zu erinnern, was 
wir verloren haben, was unsere Väter ihr Eigen nannten. 

Er läßt die Kirche beim Dorf. Gott und die Liebe sind der Mittelpunkt des Lebens. 
Diese beiden Grundelemente einigen alles, machen das Übernatürlichste natürlich, ver- 
klären* den Alltag mit goldenem Schimmer. Er malt die heilige Familie, und wir glauben, 
den Vorgang habe er gestern erlebt. In einer Waldschlucht rastet das Elternpaar. Der 
Mond beleuchtet die Szene. Englein lugen in den Zweigen. Die Rehe des Waldes 
nahen zahm und traulich. Was ist ihm überhaupt der Wald! Man sagt, die franzö- 
sischen Maler des „paysage intime" hätten erst den Wald entdeckt. Ja, vielleicht nach 
einer Zeit pathetischer Theaterromantik wieder entdeckt. Und seine koloristischen Reize 
gesehen mit dem Auge einer naturwissenschaftlichen Zeit. Wie anders schaute ein 
Richter den Wald, sagen wir, erlebte er ihn. So haben wir alle ihn als Kind erlebt. 
Die hohe Buche, den knorrigen Baum, die Reize phantastischer Wurzelgebilde, der kühle 
Bach mit den vom Wasser seltsam abgeschliffenen Steinen; in der Schlucht große 
Farrenkräuter, eilende Käfer, musizierende Vöglein in den Sträuchern, zutrauliche Rehe 
und der Steg, der über den Bach führt und in diesem Augenblick den noch einmal 
grüßenden Wanderburschen vom Mädchen trennt. Oder der Alpenmönch, der seltene 
Heilkräuter züchtet, sitzt abends vor der Tür der Gebirgskapelle und geigt ein Lied dazu. 
Und wieder fehlen die Tiere des Waldes nicht, die zutraulich sind wie in alten Zeiten. 
Das Kloster zog einen solchen Künstler mit all seinen Idyllen natürlich besonders an. 
Oder das Leben des Hirten, des Schäfers, die dahinziehende Lämmerherde. Wie rein 
ist alles. Rein und liebevoll im Sinne des Evangeliums. Wie unterscheidet sich doch 
die Schalherde eines Richter ohne jede anekdotische Zutat als rein künstlerisch erfaßter 
Naturausschnitt von einer der vielen, die die Modernen malten, eben ohne Liebe malten, 
als technisches Experiment, als koloristischen Stimmungsreiz. Denn was ist heute dem 
Menschen die Liebe! Er kennt nur noch die diabolische, die des Satans, die sinnliche. 
Früher waltete die des Herzens. Jetzt verdunkelt ein Schatten Babylons den Westen Europas. 
Doch verfinstern wir uns nicht durch solche verworrene Stimmungen die lichte Aussicht, 
die uns dieser Künstler bietet. Und auch er ist gar nicht abhold, dem Mädel, das der 
Bub' umarmt, ein volles BrUstchen zu geben. Und wie reizvoll setzt er das erwachende 
Mädchen in die Landschart, den Blumenkranz im Haar. Oder er zeigt das göttliche 
Wunder des Regenbogens in der herrlichen, feuchtliegenden Flur, oder die Freuden der 
Ernte. Um den Abend aber ist stets eine tiefe Feierlichkeit, ein Beten geht durch die 
Natur. Die Schalmei ertönt zum Liede. Noch eine Stunde, dann ist Nacht. Die 
zauberische Melusine mit dem Fischschwanz schwebt über die Stadt hin, und in ihrem 
Bassin belauscht sie der stahlgepanzerte Ritter bebenden Herzens, denn kein Alraunen- 
trank hillt gegen die Macht dieser Liebe. 

Oder der Alltag. Der Schulmeister und die Kinder fehlen natürlich nicht. Menschen, 
Hühner, Hunde, alles durcheinander und doch alles am rechten Fleck. Die Großmutter 
hackt Holz, die Tür steht offen, draußen fängt der Bub' Schneeflocken in die Mütze, und 
am Pfosten lehnt der Vater, das Jüngste auf dem Arm. Oder die Geburtstagsgratulation. 
Oder das Mittagsgebet. Oder alle die Ecken und Winkel altertümlicher Häuser: die 
Treppe vor dem Haus, das Giebelfenster mit blühenden Geranien, der Weinstock an der 
Mauer, auf dem Dachfirst die liebeheißen, gurrenden Tauben, und im Garten der gedeckte 
Kaffeetisch. Die junge Mutter, das Kind an der milchenden Brust, der Mann beim 
Schöpplein im Krug. Und dann der Nachtwächter. 

Das ist die Welt Ludwig Richters. Ich sage nicht, Ihr sollt werden, wie er war, 
ich sage, Ihr sollt Euch besinnen, wie innig und tief das Leben früher war, was Ihr 
verloren habt, und darnach trachten, es wiederzugewinnen aus dem Wesen der Zeit. 



Die Technik Ludwig Richters ist so schlicht und anspruchslos, wie der Inhalt 
seiner Bilder einfältig im besten Sinne des Wortes. Man muß seine Kunst natürlich nur 
in den Originalen suchen, in den weit verbreiteten Holzschnitten geht ihr ganzer Duft 
verloren. Für den aber, der sich in sie mit Glück und Einsicht vertieft, scheinen ihre 
Grundlinien, ich sagte es schon, so fest gefügt, wie nur bei den groflen Künstlern, und 



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Ludwig Richter 



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sein Wesen so rein und geschlossen, seine Welt, die er lebt, kennt und beherrscht. 
Deshalb scheint uns gerade seine harmlose und absichtslose Kunst in unserer ver- 
worrenen Zeit sogar ein Hinweis für die, die da fragen: was ist denn überhaupt Kunst? 
weil sich dieser Begriff unter der Forderung der einzelnen bis zur Undeutbarkeit ver- 
wirrt und verwickelt hat — : Kunst ist, was ein naiver Mensch ohne Absicht gestaltet. 
Dann erkennen wir auch sofort, daß, gegenüber Richter, diesem Liebling des empfindenden, 
aber ungelehrten Volkes, jene Lieblinge des Bourgeois — um ein anderes simples Beispiel 
zu wählen — die Werke des durchaus nicht absichtslosen Knaus keine Kunst sind. 
Wer diese beiden Künstler — um die einfachsten Exempel zu wählen auseinander zu 
halten vermag, wird wissen, was Kunst ist. Weder wird er sich der l'art pour l'art- 
Losung naturalistisch-objektiver noch mystisch-subjektiver Richtung einseitig anschließen. 
Er wird nicht allein die Form suchen und nicht einen unkünstlerischen, unmalerischen, 
literarischen Inhalt, sondern aus der Wirkung des Dargestellten wird er mit unfehlbarer 
Sicherheit wissen, was Kunst ist, handle es sich nun um die lieblichen Strophen harm- 
losen und ungetrübten Kindersinns, oder um weltenstürmender Genies dämonische Gluten. 

Rudolf Klein. 





W. STEIN HAUSEN. Laadschaft 



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KARL MOSER. Altar au* der Pauluakirche in Baael 



Die Baukunst 

AN ausdrucksfähigen Mitteln ist die Baukunst die reichste der bildenden Künste, hier 
ubertrifft sie selbst die Malerei. Ihr steht nicht nur fast die gleiche Kraft der Farbe 
für ihre Wirkung zu Gebote, sondern auch das verschiedene Korn und die Oberflächen- 
behandlung des Materials. Der weiche Schmelz der Lichtbrechung mit Glanzlicbtern 
und Halbschatten wird noch gesteigert durch die Gegensätze, die alle Stufen vom rauhen 
Felsgestein bis zur polierten Fläche des Marmors und Holzes zulassen, vermehrt um die 
reichfarbigen keramischen Produkte und Metalle aller Art. 

Diese Wirkung der Materialien und das Zusammenfügen derselben zu einem harmo- 
nischen Stimmungs-Ganzen von schöner Form, schönen Verhältnissen, wohlabgewogener 
Gruppierung und logischer Entwicklung der statisch im Jnnern verborgen wirkenden 
Kräfte ohne Rücksichtnahme auf irgendwelchen Schmuck oder einen ausgeprägten Baustil, 
bilden den Begriff des Schönbaues. 

Hierin liegt hauptsächlich der Grund, weshalb der Laie dieser so ernsten, schweren 
Kunst verhältnismäßig fremd gegenübersteht. Er kann ihr inneres Wesen nur schwer 
verstehen, weil es nicht so direkt zu ihm spricht, wie die anderen Künste, und 
klammert er sich daher an deren Äußerlichkeiten, die Stilformen und den Schmuck, die 
für den Fachmann eigentlich Nebendinge sind. 

Und dann ist die Baukunst die konservativste der bildenden Künste, ihre Entwicklung 
geht nur langsam vor sich, weil die Naturgesetze, auf denen sie aufgebaut ist, die ewig 
gleichen sind, weil äußere Einflüsse, wie Lebensanschauungen. Lebenshaltung und tech- 
nische Fortschritte nur allmählich Wandlung herbeiführen können. Aber die Baukunst 
steht auch mehr als die anderen auf dem Boden früherer Zeiten, deren Einfluß sie sich 
nie ganz entziehen kann. Sie schöpft immer wieder aus dem ewig quellenden Born der 
Monumental-Geschichte, wenn sie neuer Auffrischung bedarf. 



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Die Baukunst 



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Demgegenüber sind die äußeren Einflüsse des Tages schwach in ihrer Wirkung. 
Sie bestimmen wohl die Art des Schöpfens aus dem ewigen Quell, die Auffassung, aus 
der heraus die Wiedergeburt erfolgt, und bedingen so mit den Stil der Zeit als Spiegel 
dieser Auffassung, die gerade nur das dem Quell entnimmt, was ihr zusagt, was ihren 
eigenen Anschauungen entspricht, und fügt dem Neues, Eigenes hinzu. So fingen die 
meisten der historischen Stile ihren Werdeprozeß an, so sind sie zum Spiegelbild des 
Zeitgeistes und des Sundpunktes der Technik geworden. 

Heute steht die Baukunst wieder nach Verlauf fast eines Jahrhunderts im „Zeichen 
des Werdens". Das vergangene Jahrhundert hatte nach dem „Empire" und dem „Bieder- 
meierstil" jene sterile Periode der Baukunst gebracht, die arm war an großen künst- 
lerischen Schöpfungen aus sich selbst heraus, die über der angestrebten archäologischen 
Treue der Stilnachahmung, ganz den Grundgedanken der Baukunst „schön zu bauen" 
vergessen hatte. 

Sie hatte ganz verlernt, die Bauwerke früherer Perioden auf ihre wahre Schönheit 
hin zu prüfen und zu verstehen und neue Impulse zur Schaffung gleich erhabener Kunst- 
werke zu schöpfen, weil sie das Wesen der Baukunst nur in deren Äußerlichkeiten und 
Schmuckformen sah. 

Alle Baustile, die je das Licht der Welt erblickt hatten, wurden allmählich in ihren 
Äuserlichkeiten nachgebildet, indem sie unseren Lebensbedingungen, Anschauungen und 
den Errungenschaften der Kultur und der Technik mühsam aufgezwungen wurden, so 
gut oder so schlecht es eben gehen wollte. Die Baukunst war zu einer Wissenschaft 
geworden. Die eingehende Kenntnis aller früheren Stile blühte. Wir mühten uns ab, 
uns in den Geist der Vergangenheit zurückzuversetzen, aber auf so schwankenden Boden, 
dafl täglich eine neue Erkenntnis emporwuchs, die das bis dahin Gültige umstürzte. Aber 
allem Kopieren des Alten fehlt es am wichtigsten: es fehlt jeder Anhalt dafür, aus welchen 
Lebensbedingungen heraus jene Bauformen entstanden waren, deren Kenntnis allein ihre 
richtige Anwendung und Übertragung auf die heutige Zeit ermöglicht hätte. 

Es war daher nur eine natürliche Entwicklung der Dinge, daß am Ende des ver- 
gangenen Jahrhunders uns endlich die Augen für alles das aufgingen, dall das Verlangen 
nach einem neuen Stil wach wurde. Weniger natürlich aber war es, daß die Moderne, 
die die Aufgabe übernahm, Wandel zu schaffen, vom ersten Beginn an in den gleichen 
Fehler verfiel, neue Äußerlichkeiten eines Stiles zu bilden, ohne das Wesen eines solchen 
in leuchtender zwingender Klarheit hinzustellen. Da kam denn ein neues ornamentales 
Gewand, ein allzu künstliches System glänzender Schnörkel und Schlangenlinien, „der 
schönen Linie an sich", die der Baukunst von außen aufgedrängt wurden, und in das 
das Bauwerk eingekleidet ward. Diesem gelang es ebensowenig die geistige Leere des 
Inhalts durch aufdringliche ornamentale Nebendinge zu verhüllen, wie der historischen 
Maskerade der eben vergangenen Zeit. 

Heute ist das nun fast überwunden; nicht eine materialbeziehungslose neue Orna- 
mentik, die für alle und alles paßt, ist das Ziel, sondern schöne Bauwerke zu schaffen. 
Schön an Form, Aufbau und Gruppierung, fein abgewogen und gegliedert in ihren Ver- 
hältnissen, unterstützt durch das Mittel der verschiedenen Farben und Oberflächen-Behand- 
lung der Materialien und unter Zugrundelegung der organischen Entwicklung aus dem 
Grundriß und Zweck des Gebäudes heraus. Ja, die alte Raumkunst, aus der die Seele 
der Architektur in weichen oder vollen Akkorden ihre wohltönigen Lieder erklingen läßt, 
die in jedem Stile eine andere, neue Melodie hatte. Keine Fassadenkunst, die aufgestellt 
ist wie eine hohle Dekoration. Heute soll das Bauwerk wieder, endlich wieder ein 
harmonisches Ganzes sein, in dem auch der architektonische Aufbau des Innern auf den 
gleichen Grundsätzen wie beim Äußern erfolgt, indem die Wände des Raumes in dem Nutz- 
zweck entsprechende Gruppierung, stimmungsvoll einem gewollten Ausdruck folgend, auf- 
gelöst und perspektivische Wirkungen auf dieselben geschaßt werden. Alles dies kann sowohl 
im Äußern wie im Innern geschehen ohne Zuhilfenahme des Ornamentes, welches ebenso 
als Zierrat, wie durch seine Oberflächenbehandlung an der bestimmten Stelle wirken soll. 

Mit Genugtuung können wir auf das vergangene Jahr zurückblicken, das uns auf 
den verschiedensten Gebieten der Geb.iudearten Schöpfungen beschert hat, die in dieser 
Richtung als Fortschritte zum gesteckten Ziele bezeichnet werden können. Wenn wir 
die moderne Baukunst von diesem Gesichtspunkte aus betrachten, so werden wir zu 
ihr auch alle diejenigen Bauwerke zählen müssen, welche sich zwar der Formen ver- 
gangener Stilperioden bedienen, aber in ihrem Wesen den Geist dieser Moderne zeigen. 



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Die Baukunst 



Aus dieser neuzeitlichen Auffassung der Baukunst ging aber, dem Wesen derselben 
entsprechend, — dem Nutzzweck zu dienen --. ganz von selbst die Entwicklung neuer 
fortgeschrittener Grundrißformen hervor, wie auch eine Reihe neuer Aufgaben auf 
dem Gebiete der Hausformen. Beide Bestrebungen zusammen mußten als logische Folge 
um so tiefergehende Umwälzungen im Gefolge haben und den modernen Bauwerken ein 
vollständig neues Gepräge aufdrücken, welches um so charakteristischer, je mehr dem 
nun freigewordenen Schaffensdrange gehuldigt werden konnte und je mehr die Schöpfer 
der Bauwerke lernten, die Nutzglieder und die Zufälligkeiten derselben künstlerisch zu 
verwerten und ihnen gerade durch diese Zufälligkeiten den so eigenartigen Reiz zu ver- 
leihen, der uns an alten Bauwerken als das Malerische anzieht, ohne mit dem histo- 
rischen Stile etwas zu tun zu haben. In diesem Umstände liegt einmal das Aufgeben 
des akademischen Grundrisses und der Achsenteilungen begründet, die durch den günstigsten 
Nutzzweck des Gebäudes beiseite geschoben werden. Ein Grundriß soll nicht von oben 
gesehen, sondern in seiner perspektivischen und Nutzwirkung brauchbar sein. Anderseits 
erfolgt daraus, daß den Nutzgliedern eine höhere Bedeutung beigemessen wird, welche 
sich so steigert, daß sie das alleinige Ziermittel bilden können, ohne daß es irgendwelches 
nebensächlichen Schmuckes oder symbolischen Ornamentes bedarf. Alle diese Momente 
zusammen bedingen als logische Folge ein gänzlich verändertes Gepräge der Werke der 
neuen Baukunst. Dies ist neben der freieren Gruppierung eine gewisse Großzügigkeit 
ihrer Werke: ein Wechsel ruhiger Flächen mit belebenden Nutzgliedergruppen sowie 
glatter und rauher Bauteile, worin eine ausgesprochene Monumentalität, auch bei sonst 
kleineren Verhältnissen, liegt. Der vergangenen Bauperiode wohnte diese Wirkung nicht 
inne, trotz großer Achsenteilungen. Neben der Ausgestaltung der Zufälligkeiten liegt 
besonders in der rauhen Werksteinfläche das malerische Moment, das das Äußere be- 
herrscht, ohne daß dies zur Hauptsache werden sollte. 

Was das Material betrifft, so will die Baukunst möglichst mit echtem Material ihre 
Aufgaben lösen, immerhin sind wir in Deutschland, besonders im Süden desselben, doch 
zu sehr an den Putzbau gewöhnt. Er hat in gewissem Sinne durch historische Vorbilder 
des Barocks eine Berechtigung erlangt, daß er als Baumaterial nicht ganz zu vermeiden 
ist Es war naheliegend, daß die neue Baukunst auch den Versuch macht, denselben 
auszugestalten. Hier ist besonders Martin Dülfer, München, bahnbrechend tätig gewesen, 
dem Putzbau nicht nur seiner Eigenart entsprechende Formen zu geben, sondern auch in 
Form moderner Großzügigkeit solche Bauten aufzuführen, wie z. B. das Mietshaus in der 
Friedrichstraße in München. Diese Art des Putzbaues reicht aber trotzdem nicht ent- 
fernt an die Kraft des rauhen Werksteins heran. 

Ein Rückblick über die Baukunst im vergangenen Jahre kann hier weniger eine 
registrierende Aufzählung der hervorragenden und charakteristischsten Bauwerke sein, 
denn es ist der Zweck des Jahrbuches, ein Bild des Fortschreitens der Entwicklung der 
Baukunst an den ausgeführten bleibenden Werken zu geben in Hinblick auf das Ziel. 

Wenn wir nun von diesen und obigen Gesichtspunkten aus den Rückblick Uber die 
Baukunst des vergangenen Jahres vornehmen, so beschränken wir uns auf die Monumental- 
bauten staatlicher und kommunaler Behörden, kirchlicher Gemeinschaften, Geschäfts- 
häuser und den Wohnhausbau in Stadt und Land. Die fiskalischen Bauten scheiden 
fast gänzlich aus, da diese ja das Werk der Verwaltung und leider den privaten Bau- 
künstlern noch immer entzogen bleiben. 

An Monumentalbauten hat das vergangene Jahr wenig Vollendungen großen Stiles 
aufzuweisen, besonders in moderner Richtung. Die neue Festhalle in Mannheim von 
Bruno Schmitz ist eine der hervorragenderen Leistungen in bezug auf Großzügigkeit der 
Anlage und kraftvolle Wirkung, aber nicht im gleichen Maße als moderne Architektur. 
Nicht, weil sie im Gewände eines modernisiert-historischen Stiles auftritt, sondern mehr, 
weil sie die große Achsenteilung der Renaissance allein ohne Zuhilfenahme großer, ruhiger 
Flächen zur Wirkung heranzieht und zu wenig Wert auf eine kraftvolle Silhouette legt, 
durch die sich sonst die Schmitzschen Werke auszeichnen. Auch das Zuviel des über- 
wuchernden Ornamentes stört bei dieser Festhalle die Ruhe und beeinträchtigt die Kraft 
der Wirkung. Leider gilt auch das Gleiche vom Innern, bei dem die Ausführung nicht 
hält, was der erste Entwurf versprach. Immerhin bleibt der Bau im Rosengarten eine 
großangelegte und groHempfundene Leistung, die sich auch durch den Versuch besonders 
auszeichnet, die Deckenkonstruktion des Saales mit den einschießenden Fenster kappen 
äußerlich direkt als Dach auszubilden. 



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BKUNO SCHMITZ. Beethovenportal am Rotangarten xu Mannheim 



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68 Die Baukunst 




Neben diesem Werke 
ist der Saalbau der Ber- 
liner Brauerei Königsstadt 
von Cremer & Wolffen- 
stein, Berlin, im Charakter 
früherer, ähnlicher Bauten, 
als künstlerische Leistung 

gemessen, wesentlich 
kleiner und zeigt wie der 
vorgenannte den Fehler der 

alten Achsenteilungen 
unter Verminderung ruhiger 
Flächenwirkung. 

Der deutsche Theater- 
bau erhält jedes Jahr einige 
neue Werke, die mehr 
Arbeiten glänzender Rou- 
tine, als geniale Leistungen 
in moderner Hinsicht sind. 
Dahin gehört auch das 
neue Schauspielhaus in 
Frankfurt a. M. 

An Schulbauten sind 
wieder einige interessante 
Arbeiten von Ludwig Hoff- 
mann, Berlin, und Theodor 
Fischer, München, zu nen- 
nen, die sich deren früheren 

Werken ebenbürtig an- 
reihen, auch das Gym- 
nasium Friedenau bei Berlin 
von Architekten Engelmann 
& Blumck, Berlin, steht, 
wie auch einige Leipziger 
Schulbauten, über dem üb- 
lichen Durchschnitt, wäh- 
rend die Schule in der 
Versaillerstrafle in München 
von Grässel und die Nibe- 
lungenschule zu Worms 
von Geh. Oberbaurat Hoff- 
mann, Darmstadt, an mo- 
derner Auffassung diese 
noch übertreffen. 

Gehen wir nun zum 
Wohnbau über. 

Erfreulich ist der all- 
gemeine Fortschritt auf dem 
Gebiete des städtischen und 

ländlichen Wohnhaus- 
baues, der Zwei- und Ein- 
familienhäuser. Überall ist 
das Bestreben erkennbar, 
die Lebensbedürfnisse im 



Hermann billing. Katode im Kai»erpUts Wohnen von dem Zwange 

stilistischer und akade- 
mischer Regeln frei zu machen — mit Vergnügen sieht man Bauten und Bauformen, 
die ihre Schönheit aus der erstrebten reinen Zweckmäßigkeit der Anlage, durch natürliche, 
von der Tradition abweichende Formen und die Kraft ihrer Materialsprache ausdrücken. 



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Die Baukunst 



Diese Ideen, die in raeinen Werken vor 
15 Jahren zuerst in Deutschland diese 
Richtung einschlugen, sind heute ein 
Programm des modernen Wohnbaues ge- 
worden. In den letzten Jahren haben die 
Berliner Villenvororte manche gute Be- 
reicherung erhalten. 

Die Zahl guter Leistungen ist be- 
trächtlich. Als besonders bemerkenswert 
darunter in Hannover ist das stattliche 
Haus Ebeling von Architekt Eichwede, 
in romanisch-nordischen Formen, mit 
feinem Anklang an gleich kraftvoll wir- 
kende amerikanische Bauten und feiner 
Abstimmung der echten Materialien. Eben- 
falls nur durch Material will das Zwei- 
familienhaus Kaiserallee, Hannover, von 
Architekt Vogel, daselbst, wirken. 

Eine Reihe schöner Neubauten der 
gleichen Gattung zeigt Karlsruhe, wo die 
Werke von Herrn. Billing obenanstehen 
und sich würdig seinen vielen früheren 
Schöpfungen anreihen; so die Anlage der 
Baischstrafie. Neben diesen treten die 
verschiedenen, sonst recht reizvollen 
Häuser von Schilling & Gräbner, Dresden, 
und Bruno Schmitz, Berlin, die noch 
mehr traditionellen Stilen huldigen, in 
moderner Auffassung zurück. Wenn sich 
letzterer Architekt auch bemüht, beson- 
ders in der Innenausgestaltung der Räume 
durch eigenartige Anordnungen und For- 
men zu wirken. 

An Repräsentationsbauten steht die 
Handelskammer zu Düsseldorf von H. vom 
Endt wesentlich über dem Durchschnitt 
der Behandlung ähnlicher Bauaufgaben 
in bezug auf moderne Auffassung. Wenn 
dies Haus auch die alten Achsenteilungen 
beibehält, so ist doch deren Wirkung 
durch den ansprechend erfundenen grollen 
Haupteingang mit der doppelarmigen 
Treppe gemildert, der dem ganzen Bau 
den Mittelpunkt gibt und dadurch bei der strengen Symmetrie monumental wirkt, welche 
Wirkung noch unterstützt wird durch die im dritten Geschoß eingefügte Loggia und das 
kraftvolle Giebeldreieck, in dem der Akkord der Bauglieder ausklingt. In ähnlichem 
Charakter, aber nicht ganz von gleicher Wucht, ist das akademische Institut für Kirchen- 
musik in Charlottenburg von A. Adams und P. Mebes, Berlin, ausgeführt. 

Den gleichen Geist Richardsons, des grollen amerikanischen Meisters, atmet das 
Elektrizitätswerk der Stadt Karlsruhe von Architekt A. Stürzenacker das besonders in 
seiner kraftvollen Behandlung angenehm berührt. 

Der Kirchenbau ist in Deutschland die konservativste aller Künste. Aber auch 
hier sind heuer die ersten Anzeichen neuer Auffassung zu bemerken ; so weisen die 
Maximilianskirche in München und der Ausbau des Doms zu Passau von Freiherrn von 
Schmidt, München, einen unleugbaren Einfluß der Moderne auf, trotzdem beide Bauwerke 
streng in traditionellem Stil gehalten sind. Es wird hier die veränderte Auffassung für 
das Wirkungsmoment alter Bauten mit übernommen. Wesentlich mehr ins Moderne gehen 
die Gedächtniskirche für den Prinzen von Curland in Großwartenberg von Architekt 
Hartmann, Berlin, und die reichgruppierten Kirchenanlagen in Freiberg i. S , Striesen 




KARL MOSER. Turmdetail der Pj uluiklrche lu Basel 



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7« 



Die Baukunst 



Strehlen und sonstigen sächsischen und böhmischen Orten von Schilling & Grabner, Dresden. 
Sind diese letzteren durch ihre Gruppierung und Schaffung interessanter Städtebilder durch 
die Vereinigung des Dreiklanges: Kirche, Gemeindehaus und Pfarre, modern, so ist es 
der Vorbau der goldenen Pforte zu Freiburg von denselben Architekten mehr durch die 
freie Erfindung und Großzügigkeit der Behandlung. Das Gleiche gilt von der Pauluskirche 
in Basel von Curjel & Moser, Karlsruhe, die ein gewaltiges Werk haben entstehen 
lassen, besonders durch die Details und Innenausstattung und deren Formen, in einer 
Verschmelzung vom Romanischen mit Byzantinischem. Bs ist hier nicht nur der moderne 
Gedanke im Grundriß zum Ausdruck gekommen, daß die der Saalform sich nähernde 
Zentralkirche dem protestantischen Gottesdienst am meisten entspricht, sondern auch der 
Chor von geringerer Bedeutung sei als Altar und Kanzel. Der Chor wird daher kapellen- 
artig vom Schiff durch hohe Schranke abgetrennt, die als alten italienischen Kirchen 
entnommenes wirkungsvolles architektonisches Motiv wieder zu Ehren gebracht wird, 
wenn auch zu anderem Zwecke. Auch der äußere Aufbau, der durch den mächtigen 
* Vierungsturm der Mittelkuppel eine vorzügliche Konzentration erhält, wie sie ja auch 
manche frühere Zentralkirchen aufweisen, ist modern, daß in der Hauptsache nur die Nutz- 
glieder den architektonischen Zierat bilden, während das eigentliche Ornament in sehr 
dezenter Weise als romanisches Flachornament an neuen Stellen auftritt. Die Autoren 
lehnen sich an südfranzösische und spanische Kirchen der romanischen Epoche mit 
besonderem Glück an, ohne deren reiche Chor- und Turmanlagen mit zu übernehmen, 
daher die wesentlich ruhigere, monumentale Wirkung, die im Äußern durch ebenso inter- 
essante Mittel wie im Innern erreicht wird. 

Auch die Kirch hofskunst zeigt eine Neubildung in ähnlichem Sinne in der Auffassung, 
wie solche durch Grässel, München, auf den verschiedenen dortigen Friedhöfen zum 
Ausdruck kommt, mit der im engen Zusammenbang die vielen eigenartigen Grabmonumente 
des letzten Jahres dazu angebracht erscheinen, das Gesamtbild unserer Kirchhöfe auf das 
interessanteste und würdigste zu beleben. Besonders das Motiv der abgeschlossenen 
Grabstätte mit monumentaler Rückwand und das Bronzeornament kommen mehr in Auf- 
nahme, wie z. B. das von Dülfer, München, entworfene Erbbegräbnis Becker, Weißensee 
bei Berlin. 

Auch beim Städtebau und selbst bei den kleinen städtischen Bauten ist man bemüht, 
Eigenartiges zu schaffen. In bezug auf Städtebau bildet das vergangene Jahr fast einen 
Merkstein für neues Leben und neue Auffassung zur Hebung des Städtebildes, was an 
vielen Orten in Ausführungen und Entwurfsideen in Erscheinung tritt und die berech- 
tigte Hoffnung zuläßt auf eine Städtekunst im Sinne der Alten, eine wirkliche Heimats- 
kunst, die das Wesen alter Bauwerke wieder lebendig mactat, nicht deren Äußerlichkeiten. 

Aber auch die Bauernkunst beginnt aufzublühen, denn selbst auf dem Lande 
können wir mit Freude moderne Ansätze verzeichnen, die dazu geeignet sind, den Land- 
wirtschaftsbau wieder in gute Wege zu leiten; wir erwähnen nur das Mustergeschäft bei 
Kaiserslautern der Architekten Cuder & Müller, Straßburg, eine allerdings beinahe zu 
malerische Anlage, ein Bauernhaus bei Aachen von Janßen, Berlin, und die Fabrik- und 
Stallanlage der Villa Stiller bei Sorau der Architekten Erdmann & Spindler, Berlin, die 
vielen Bauten von dem Architekten Kühne, Dresden, in den sächsischen Landen. 

Wenn wir so mit Genugtuung feststellen konnten, daß auf fast allen Gebieten des 
Bauwesens in Hinsicht auf moderne Auflassung im edleren Sinne Fortschritte zum Schönen 
zu verzeichnen stehen, die uns die Zuversicht geben, daß wir auf dem rechten Wege 
angelangt, den wir nur rüstig weiter zu beschreiten brauchen, so können wir doch nicht 
umhin, darauf hinzuweisen, daß der Durchschnitt deutscher Baukunst in bezug auf ruhige, 
monumentale Wirkung und Originalität der modernen Auflassung doch noch hinter den 
neueren Bauwerken Dänemarks zurücksteht Möge uns das ein Ansporn sein zur Vertiefung 
der eingangs gemachten Erörterung, dann brauchen wir keine Sorge zu tragen, daß 
Deutachlands Baukunst in wenigen Jahren an erster Stelle stehen wird. An tüchtigen, 
künstlerischen Kräften fehlt es uns ja nicht, das hat das vergangene Baujahr zur Genüge 



F. Rud. Vogel-Hannover. 





TN seinem Bericht über die 
Denkmale des Jahres igoa 
hat der vortreffliche Fritz 
Schumacher gesagt, es gäbe 
in der Denkmalkunst, wie in 
der Weinkultur gute und 
schlechte Jahre. Er bezeich- 
nete das Jahr 190a als ein 
gutes und knüpfte die Frage 
daran, ob diese Tatsache nicht 
vielleicht mehr bedeute, als 
ein durch zufällige Konjunk- 
turen erzeugtes Augenbltcks- 
resultat, ob nicht vielmehr 
eine durchgreifende Wandlung 
zum Besseren zu konstatieren 
sei. Das Ergebnis des Jahres 
1903 ist nun eben nicht ge- 
eignet, diese Hoffnung zu 
stützen, da es sehr weit 
gegen das Vorjahr zurücksteht. 
Es läßt sich aber solcher 
weitgreifenden Frage über- 
haupt nicht eine zuverlässige 



H. OBRIST. Quellbrunnen für Schlouhof oder Park 



Antwort finden, wenn man nur die Resultate einiger Jahre betrachtet und hieraus, je 
nachdem ob sie gut oder schlecht sind, Hoffnung oder Resignation ableitet. Um die 
einzelnen künstlerischen Erscheinungen auf diesem Gebiete zu verstehen, ist es nötig, 
das Ganze zu betrachten und einen Standpunkt zu gewinnen, wo man nicht mehr Über- 
raschungen erlebt, sondern nur noch Bestätigungen, wo das Gute, das die Zukunft 
bringt, ebenso wie das Schlechte etwas Erwartetes ist. Unberechenbar bleiben dann 
nur die Werke des Genies. Doch da sie in unserm Kunstleben seltene Ausnahmen sind 
und in der Denkmalplastik den allgemeinen Entwicklunggang nicht prinzipiell beeinflussen 
können, braucht man sich durch solche Eventualgröflen nicht beirren zu lasset* Wie jede 
andere Kunstfrage unserer Zeit, darf auch die der Denkmalskulptur nicht gesondert und 
nicht nur mittels der Ästhetik beantwortet werden, denn sie ist auch von solchen Dingen 
abhängig, die mit Kunst unmittelbar garnichts zu tun haben. Da jedes Kunstproblem der 
Gegenwart in einem umfassenden Kulturproblem wurzelt, weisen oft Unvollkommen- 
heiten, die dem Künstler angerechnet werden, auf Verhältnisse, worüber er keine Gewalt 
hat; es werden Vorwürfe gegen Künstler, Kommissionen oder Auftraggeber gerichtet, die 
eigentlich das System treffen sollten. 

Die Denkmalmanie ist eine Folge des politischen Konstitutionalismus und äußert 
sich um so stärker, je mehr die Machtverteilung zwischen Krone und Volk noch streitig 
ist. Das Straßendenkmal als Selbstzweck existiert erst, — wenn man von wenigen 
Beispielen der Renaissance, die sich aber auch politisch erklären lassen, absieht — , seit 
der Absolutismus durch demokratische Regierungformen verdrängt worden ist, seit die 
Fürsten trotzig Ahnenbilder ihrer Geschlechter den Bürgern vor Augen stellen und die 
Bürger diese Herausforderung durch die Denkmalverherrlichung ihrer politischen und 
geistigen Führer erwidern. In diesem Wetteifer bleibt nicht der kleinste Platz frei. Der 
Gedanke des Straßendenkmals ist nicht Produkt einer Kunsterwägung, sondern verfolgt 
pädagogische Zwecke im Dienste irgend welcher Parteien. Rein künstlerische Tendenzen 
können Art und Charakter des öffentlichen Standbildes erst dann wieder bestimmen, dann 
erst kann dieses sich wieder den ihm gebührenden Platz, der nicht die Straße ist, 
suchen, wenn die neuen politischen und gesellschaftlichen Zustände so gefestigt und selbst- 
verständlich geworden sind, wie sie es zur Zeit des Absolutismus waren. Die monu- 
mentale Skulptur, als Kind der Baukunst, bedarf sicherer, ruhiger sozialer Verhältnisse 




72 



Die Denkmale des Jahres 



und muH sich in langer Ungestörtheit sammeln können, wenn sie Großes leisten soll. 
Wie das Drama gerade in Zeiten der Unruhe oder doch beginnender Gärung am besten 
gedeiht, so blühen die architektonischen Künste nur in der Ruhe eines gefesteten Kultur- 
lebens, wofür die Sammlung der politisch wirkenden Kraft in einem festen WUlensziel ja 
Vorbedingung ist 

Dieses ist ein Gesetz der dekorativen und monumentalen Skulptur: sie ist ganz 
abhangig von der Baukunst und von deren Entwicklungsgesetzen, gehört zu diese, wie 
der Reim zur Strophe. Von der Baukunst empfängt sie Linie, Maß und Rhythmus, 
ihre Darstellungmittel wurzeln in abstrakten architektonischen Gesetzen, ihr Stilgedanke 
wird erst lebendig im Schatten großer Baumassen. Die Bildsäule ist neben dem, was sie 
darstellt, noch etwas wie eine Anthropomorphosierung der im steinernen Gefüge ver- 
borgenen Seele; sie hat nicht mit dem Naturalismus, sondern mit dem Stil zu tun, ist 
nicht von genialer Laune abhängig, sondern von dem Gesetz. Darum ist die große 
Skulptur immer ernst, wie die Baukunst. Die von ihren Postamenten genommenen 
Statuen alter Zeit stehen fremd im Museumssaal, weil sie nur die von einem universalen 
Baugedanken getrennten Glieder sind. Man findet zu ihnen kein rechtes Verhältnis, bevor 
man nicht im Geiste Säulenreihen, Tempelwände, Spitzbogen und Strebepfeiler dahinter 
sieht. Standbilder wurden früher den Gebäuden an den End- und Ruhepunkten oder im 
Brennpunkte des architektonischen Problems eingefügt ; auch wo sie weiter vom Gebäude 
abrückten, hatten sie den Hauptzweck, den strengen Baugedanken im lebendigeren, sinn- 
licheren Spiel unmerklich aufzulösen und zu steigern — eines durchs andere. Selbst 
wenn der skulpturale Zweck selbständiger auftrat, wurde mit sicherem Takt ein architek- 
tonischer Vorwand gesucht: eine Brücke, ein Brunnen vor alten Gebäuden, eine Ruhebank 
mit schlichter Büste, oder auch Hermen in regelmäßigen Abständen zwischen glatt- 
geschorenen Taxushecken und in solcher Nähe des Schlosses, daß der Maßstab herüber 
und hinüber wirkte. Noch die Berliner Philhellenen, Schadow, Schinkel, Rauch, hatten 
den rechten Instinkt; sie stellten ihre Bildsäulen vor die Neue Wache, neben das 
Opernhaus, auf die Schloßbrücke, vor den Eingang eines Museums oder Schlosses. 
Nachdem dieser letzte Versuch eines ernsthaften Geschlechtes nach Stilhaltung beendet 
und ein neuer politischer Zustand inzwischen Tatsache geworden war, begann in 
Deutschland die Periode des von der Baukunst gelösten Straßendenkmals. 

So sehr ist die Monumentalplastik selbst im einzelnen auf Architektur angewiesen, 
daß sich noch jetzt die unpersönliche akademische Bildhauerschule in einem Vorteil den 
Modernen gegenüber befindet, der durch Begabung nie völlig aufgewogen werden 
kann. Der moderne Bildhauer unterscheidet sich von dem Akademiker zwar dadurch 
eben, daß er das Gefühl für das Architektonische hat und wenigstens teilweise das 
erstrebt, was die Alten taten: da er aber auf Nachahmung historischer Kunstformen 
verzichten möchte, fehlt ihm durchaus das Material, das der akademische Eklektiker auch 
dann ohne weiteres benutzen kann, wenn er von dem architektonischen Prinzip nicht 
eben hoch denkt. Dieser weiß, belehrt von in Jahrhunderten gehäuften und erprobten 
Kunstformen, wie er eine Figur auf den Sockel stellen muß, wie dem Postament eine 
Basis zu schaffen ist und welche ornamentalen Begleitforroen zu wählen sind. Für jede 
Formfrage findet er Präcedenzfälle, und zwar meisterhafte, in der Kunst der Vergangen- 
heit; die alten Meister haben ihm alles vorgedacht und er braucht nur zu kompilieren, 
um einer gewissen reifen Wirkung sicher zu sein. Als Ganzes ist sein isoliertes Werk 
unorganisch und zwecklos; im einzelnen aber hilft ihm der Geist der Vergangenheit. 
Mag ein solcher Künstler wegen seiner Unselbständigkeit gering zu schätzen sein: vor 
seinem Werk wird doch immer ein Nachklang, den er toter Größe gestohlen hat, zu 
spüren sein. Wenn wir dennoch vor ihm den modernen Künstler loben, der sich jede 
Form selber schaffen möchte, so wird unser Urteil wenigstens zur Hälfte von einer sitt- 
lichen Tendenz geleitet. Wir rechnen dem Neuerer seine ethische Tatkraft an und 
münzen das Revolutionäre ästhetisch um. Das ist nützlich und notwendig, doch aber 
ein frommer Selbsttrug. Rein ästhetisch kann der radikal moderne Bildhauer den Aka- 
demiker nie in allen Punkten besiegen. Denn die Arbeit, nicht nur die skulpturale, 
sondern auch jede architektonische Form lebendig neu zu gestalten, geht weit über die 
Kraft eines Einzelnen, oder, wenn Bildhauer und Architekt sich verbinden, über das 
Vermögen zweier Künstler hinaus. Formen der Baukunst werden nie von einzelnen 
Individuen fertig produziert, sondern nur von Künstlergeschlechtern, in langer geduldiger 
Arbeit des Auswählens und Vervollkommnens. Es gibt in der Baukunst nie führende 



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Die Denkmale des Jahres 



73 



Genies und Gründer von Schulen, wie in Maleret und Poesie. Die Formen sind hier zu 
sehr Extrakt, Quintessenz ganzer Empfindungreihen, sind zu abstrakt und doch nur an durch- 
aus nützlichen Aufgaben zu entwickeln, als daß der Einzelne mehr sein könnte als ein 
Arbeiter im Dienste einer Stilidee. Dem modernen Bildhauer aber fehlt als Rückhalt 
eine moderne Baukunst. Er muß nicht nur für seine Figur eine beseelte Form finden, 
die uns lebendiger erscheint als das konventionell gewordene Alte, sondern auch eine 
neue Art sie auf den Sockel zu stellen, ihm hilft keine Vergangenheit bei der Gliederung 
dieses Sockels, kein Vorbild zeigt ihm, wie die Basis zu bilden ist und jede ornamentale 
Einzelheit muß neu und zum Ganzen stimmend erfunden werden. Es entsteht nicht 
nur die Aufgabe, überhaupt Neues zu schaffen, sondern sein Denkmal fordert sogar eine 
Auslese unter Formen, wovon noch nicht eine einzige existiert. Und wo die Alten nicht 
zu sorgen brauchten, weil die Architektur ihrem Bildwerk die künstlerische Relativität 
gab, da sieht sich der Moderne vor der ungeheuren Aufgabe, die gesamte Monumental- 
haltung des Architektonischen ins isolierte Denkmal selbst hineinzutragen. Er muß also 
einen Architekturstil mit allen Deteils erfinden und aus ihm heraus als Bildhauer sein 
Standbild denken; das heißt: er muß die Arbeit vieler Geschlechter leisten. Der zehnte 
Teil dieser Tätigkeit geht Uber die Kraft des Genialsten. 

Dieser Zustand hat von selbst dahingeführt, daß auch die radikalsten Modernen 
Eklektiker werden. Sie sind es nur in anderer Weise wie die Akademiker. Wo diese 
sich irgend einen Stil wählen und ihm offenkundig alle nötigen Motive entnehmen, wählen 
jene aus vielen historischen Stilen einige Bestandteile und zwar immer die, die am 
kräftigsten das moderne Empfinden berühren. Sie lassen das Alte auf sich wirken, 
machen sich passiv, zum Instrument, und halten dann fest, was eine Seite ihrer Seele 
zum Mitschwingen bringt. Dadurch erlangen sie einige der Vorteile der Akademiker, 
zugleich aber gewinnen ihre Werke auch einen Teil wenigstens jener Unmittelbarkeit, 
die die neue Kunst erstrebt. Charakteristisch für diese Arbeitweise ist es, daß auf den 
modernen Künstlergeist am meisten das aus alten Kunstwerken wirkt, was man als das 
Primitive bezeichnen kann, die Urformen, woraus sich später erst die reichen Einzel- 
formen entwickelt haben, die immer mehr das tektonisch Motivierende als das Orna- 
mentale ausdrücken. Das Primitive wirkt darum so stark auf den modernen Künstler, 
weil er selbst wieder an einem Anfange zu stehen meint, nachdem er das reiche Kultur- 
kleid der Vergangenheit, das nur schmückt und kaum noch wärmt, unmutig von sich 
geworfen hat. Der Fehler in dieser Rechnung ist, daß man nicht primitiv sein wollen 
kann, daß man es entweder ist, oder ein Produkt der Entwicklung; die Nacktheit zwingt 
schließlich den Neuerer doch immer wieder in Teile jener fortgeworfenen Gewänder 
hinein. Die Primitivität der Künstler, die Beziehung zu dem lapidaren Stil suchen, der 
sich in unsern Bahnhöfen, Warenhäusern und Eisenkonstruküonen ausprägt, ist darum 
zur Hälfte eigentlich Raffinement und schwächlicher als sie sich gibt. In ihr schlummern 
alle Gefahren der Affektation und Originalitätsucht neben reinem künstlerischen Wollen. 

Es ist gut, bevor man kritisch vor die einzelnen Werke tritt, in dieser Weise das 
Ganze zu betrachten und sich klar zu machen, daß das Urteil kaum anders als tendenziös 
ausfallen kann, wenn es unbedingt Partei ergreift. 

Am weitesten kommt man immer, wenn man jedes Werk daraufhin studiert, ob es 
mit voller künstlerischer Ehrlichkeit und innerer Wahrhaftigkeit geschaffen worden ist. 
Wenn das der Fall ist, bleibt die Frage, ob es akademisch oder modern ist, von sekun- 
därem Interesse; ja, es ist zweifelhaft, ob es eine andere Modernität, worauf man diesen 
Namen mit Recht anwenden kann, als die phrasenlose Ehrlichkeit der Empfindung über- 
haupt geben kann. Hildebrand wird immer moderner sein als ein fader Rodinnachahmer. 
Soweit man aber, bei gleichen Qualitäten, das Moderne vorzieht, ist es gut zu wissen, 
daß man es mit vollem Bewußtsein und nicht blindlings tut. Es ist verständig, dem 
Fortschritt zu dienen und die unerquicklichsten Übergangszustände nicht zu scheuen; 
aber es ist auch gut, sich nicht zu verlieren und den Unterschied zwischen Notwendigkeit 
und Mode stets zu beachten. Das ist nicht immer leicht. 

Der gute moderne Künstler überläßt dem Akademiker die offiziellen Straßendenkmale 
nicht nur aus einer sauren-Trauben-Politik : er bildet lieber Standbilder von Männern, 
deren Geist zu ihm spricht. Schon daß er solche Arbeiten ohne Auftrag ausführt, zeigt, 
daß eine Kraft des Herzens sie schafft. In dieser Weise sind Denkmale entstanden, wie 
„Victor Hugo" und „Die Bürger von Calais" von Rodin, der „Beethoven" von Klinger 
und auf der anderen Seite — allerdings mehr bedingt — der Bismarck - Roland von 




74 Die Denkmale des Jahres 




Schaudt und Lederer. Wenn man diese 
Beispiele als Typen der modernen Art 
nimmt, lehren sie, dal) der Bildhauer 
die Aufgabe entweder psychologisch oder 
architektonisch erfaßt. Im ersten Falle 
gibt es eine ausdrucksvolle Gruppe, das 
Denkmal als Ganzes aber wird unmonu- 
mental: im zweiten Falle wird die Monu- 
mentalität des Gesamteindrucks erstrebt 
und das Psychologische aufgeopfert. Das 
Eine oder das Andere: beides zugleich 
ist unmöglich. Um ihren Werken die 
architektonische Folie zu geben, denken 
sich Künstler wie Rodin und Klinger ihre 
Denkmale für Innenräume. Doch lassen 
sie es, resigniert vom Unwesen der Zeit, 
darauf ankommen, in welchen Raum ihre 
Arbeiten einst geraten; sie konzentrieren 
alle Kraft auf ihre Gestalten, die aber 
auch so nie etwas anderes sein können 
als die Hauptbestandteile eines imaginären 
Ganzen. Nach der Seite des psychischen, 
des malerischen Ausdrucks haben solche 
Künstler die Plastik ungeheuer erweitert; 
aber immer auf Kosten der architekto- 
nischen Gesamthaltung. Wenn diese 
Werke, wie es zuweilen geschieht, auf 
die Straße gestellt werden, verflattert die 
tiefsinnige Intimität im plein air des 
ungeheuren, nirgends architektonisch be- 
grenzten Raumes und das Denkmal wirkt 
fast wie ein ins Freie gestelltes Bild, das 
sich immer seltsam falsch ausnimmt. Jene anderen Bildhauer, von der Tendenz, der Lederer 
im Hamburger Bismarckdenkmal gefolgt ist, wollen dieser Gefahr begegnen und lassen daher 
ihre Figuren selbst zu Architekturen werden. Das hat den Vorzug, monumentale Einheitlich- 
keit, klare Silhouettenwirkung und eine gewisse dekorative Großartigkeit zu gewährleisten; 
nur verlieren die Hauptfiguren in dem Maße, wie man ihnen nahe kommt; sie werden 
dann zu starren heraldischen Symbolen. Handelt es sich um Männer, die weniger in 
ihrer Person als in ihrem Amt verherrlicht werden sollen, z. B. um Fürsten, so mag 
solche Auffassung der reinen Architekturwirkung, deren Schöpfer Bruno Schmitz ist, 
ihre Berechtigung haben ; bei einem Bismarck, Beethoven oder Goethe wird aber die 
Forderung nach unmittelbarer Innerlichkeit nie genügend befriedigt. 

Das eigentlich Erstrebenswerte, um das jetzt herrschende System zu überwinden, 
wäre etwa ein Denkmal von Klinger oder Rodin in einem dafür gebauten Hause, etwa 
in der Art, wie Kreis es in seinem schönen Projekt zur Hamburger Bismarckkonkurrenz 
vorgeschlagen hatte. Angenommen aber, die ausschlaggebende öffentliche Meinung ließe 
sich zu dieser Auffassung lenken, so wäre immer noch die Kostenfrage zu erledigen. 
Denn entweder muß dann jedes Standbild ein schönes tempelartiges Haus haben, oder 
es muß eine Art von Pantheon für viele Standbilder berühmter Männer geschaffen werden. 
Beides erscheint in unserer heutigen Kultur nicht nur schwierig ausführbar, sondern auch 
etwas künstlich. Früher bot der Tempel, die Kirche, die Kapelle einen natürlichen Ort 
für die Aufstellung des Denkmals; das ist anders geworden, seitdem die Kirche nicht 
mehr der ganzen Nation ein vertrauter Aufenthalt ist. Wahrscheinlich wird in Zukunft 
das Museum, dieses Gebilde, das die Vergangenheit nicht kannte, der Ort werden, wo 
nationale Denkmale einen würdigen Platz finden. Die Museen verlieren von Jahr zu Jahr 
mehr den Charakter des Speichers, des Aufbewahrungs- und Sammelortes und bemühen 
sich allmählich um Volkstümlichkeit. Sie sind noch weit vom endlichen Ziel entfernt, 
aber es ist schon zu erkennen, daß die wissenschaftliche Tendenz vor der künstlerischen 
und repräsentativen immer mehr zurücktritt und es ist am wenigsten phantastisch, 



il. OBRIST. Brunnen für einen Park 



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Die Denkmale des Jahres 



75 




anzunehmen, dal) aus dem Museum mit 
der Zeit etwas wie eine Ruhmeshalle 
der gesamten nationalen Produktion und 
Größe entsteht und dal) es daneben auf 
den Straßen nur noch Standbilder geben 
wird, die architektonisch durch einen 
Brunnen, eine Brückenanlage oder der- 
gleichen motiviert sind. 

Inzwischen muß das Kompromiß 
genügen. Daß man es mit Halbheiten 
zu tun hat, konnte man vor den Werken 
des vergangenen Jahres niemals ver- 
gessen. Das Beispiel eines tüchtigen 
Strebens nach Modernität, dem es aber 
auch nicht an den so häufigen „sezes- 
sionistischen" Absonderlichkeiten fehlte, 
bot ein Entwurf zur Konkurrenz um ein 
Denkmal für die Kaiserin Elisabeth in 
Wien von Metzner, einem Künstler, der 
früher der Berliner Porzellanmanufaktur 
angehörte und nun als Lehrer nach 
Wien berufen worden ist. Seine Skizze 
hat einen ähnlichen Meinungsstreit ent- 
fesselt wie die zum Hamburger Bismarck- 
denkmal von Lederer und es ist bei 
dieser Gelegenheit auch ein helles Licht 
auf das unhaltbare System der Künstler- 
konkurrenzen gefallen. Die Arbeit selbst 
gibt, soweit man nach Photographien 
urteilen kann, wenig Grund zu solcher 
Aufregung. Sie wirkt angenehm einfach) 
das Ganze ist klar gegliedert und auf 

monumentale Silhouettenwirkung gestellt; doch fehlt ihr auch nicht eine gewisse moderni- 
sierende Geziertheit und dekorative Oberflächlichkeit. Diese Einwände sind auch gegen 
den ebenfalls preisgekrönten Entwurf von Bitterlich zu erheben. Die Wiener haben für 
solche zieren Künstlich keiten nun einmal ein Faible und halten gerne für Genialität, was 
nur Koketterie ist. Lederer hat seinen glücklich gebildeten „Fechter", der auf der Berliner 
Großen Kunstausstellung zu sehen war, in Breslau mit einem Brunnen verbunden und ein 
Werk geschaffen, das mehr durch die geschmackvolle Tüchtigkeit der Durchführung an- 
spricht als durch die Gesamthaltung. In den Kreis der jungen Künstler dieser Art gehört 
auch Ernst Wägener, der nun sein Straßburger Jung-Goethedenkmal vollendet. Auch er 
beweist ein gutes Können, gewisse kritische Einsicht und erstrebt Einfachheit und ge- 
schlossene Gesamtwirkung; aber auch er vermag nicht nachhaltig zu interessieren, weil 
er meint, mit äußerlicher Symbolik das Wesen Goethes ausdrücken zu können. Sehr 
ernsthaft ist der mehr akademische Münchener Netzer zu nehmen, der unserer Zeit einige 
der feinsten Brunnen geschenkt hat. Er gibt nicht neue Formen und auch eigentlich 
nicht neue Gedanken; was er aber gibt, ist mit wahrer Liebe empfunden und durch- 
gearbeitet, der Sinn für das Schöne ist zwar konventionell, aber innig und kultiviert. 
Figurales und Architektonisches sind in seinen Arbeiten untrennbare Bestandteile einer 
Empfindung und man spürt stets einen musikalisch freudigen Geist. Darin gleicht ihm 
der freilich mehr modern empfindende Darmstädter Habich, der mit seinem kleinen 
Goethetempel wieder einen Beweis seines graziösen Talentes gegeben hat. Am 
besten dienen Künstler wie Kreis und Obrist dem neuen Kunstgedanken, wenn sie auf 
große problematische Denkmalaufgaben verzichten und ihr Bestes einsetzen, um Grab- 
denkmale, das heißt also nützlich angewandte Kunst, zu machen. Die Früchte solchen 
stillen Strebens zeigen sich schon jetzt in den Schülerarbeiten der von Obrist und 
Von Debschitz geleiteten Münchener Kunstschule. 

Über die Masse der offiziellen akademischen Denkmale zu sprechen ist im allge- 
meinen überflüssig; dennoch ist es jetzt in einem Falle notwendig geworden. Solange 



H. OBRIST. Tierschutxbrunnen 



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Die Denkmale des Jahres 



in dem Kunstkampf Konservatives gegen Radikales, Kraft gegen Kraft steht, kann man 
nichts Besseres tun als abwarten : das Stärkste wird siegen. Anders wird es, wenn dieses 
Kräfteverhältnis unnatürlich verschoben wird, wie es nun in Berlin durch das Eingreifen 
des Kaisers geschehen ist. Der Monarch benutzt die Skulptur, wie alle Kunst, zu 
dynastischen Zwecken, zur Stärkung des monarchischen Bewußtseins und daneben folgt 
er einer äußerlichen Dekorationlust. Das sind Tendenzen, die der Kunst immer schäd- 
lich werden müssen. Trotzdem hätte die Skulptur einen gewissen Nutzen daraus ziehen 
können, wenn allen ringenden Kräften Spielraum gelassen worden wäre; in einer Massen- 
begegnung wäre manches vielleicht klar geworden. Der Kaiser hat aber, mit der ganzen 
Jäheit seines Wesens, die Akademiker protegiert, die Unpersönlichsten der Unpersön- 
lichen gewählt und seinen Künstlern solche Macht verliehen, daß sie nun als eine Schar 
arger Schädlinge bezeichnet werden müssen. Früher waren sie ungefährlich; jetzt, seit- 
dem ihrer Afterkunst die besten Straßen und Plätze der Hauptstadt freigegeben worden 
sind, hat sich das Verhältnis in beängstigender Weise verschoben. Die Lage ist jetzt 
so, daß man im Ernst die Forderung nach einem Staatsminister für öffentliche Kunst 
erheben muß, der von der Nation verantwortlich gemacht werden kann. Die Kritik 
darüber, was der Kaiser tut, ist ja leider, selbst wo es sich um künstlerische Dinge 
handelt, arg beschränkt. Der Monarch vertritt eine Überzeugung, sogar eine heilige. 
Aber wie viele Dilettanten haben nicht Oberzeugungen, die um so heiliger ge- 
halten werden, je ungeklärter sie sind, weil ihnen das Bewußtsein der Relativität in 
der Kunst fehlt; wie viele halten Sichel für einen größeren Maler als Böcklin, Wilden- 
bruch für bedeutender als Ibsen. Vor diesen hat unser Kaiser als Kunstliebhaber nichts 
voraus als eine ungeheure Macht. Was er bei seinen Künstlern für ideale Kunstauf- 
fassung hält, muß der Kenner leider als Inferiorität, als artistische Leichtfertigkeit und 
als einen schlimmen Mangel an Verantwortlichkeitgefühl bezeichnen. 

Zu den Greueln der Siegesallee sind nun schlimmere vor dem Brandenburger Tor ge- 
kommen, wo ein schöner historischer Platz vollständig ruiniert worden ist. Der Hof- 
baurat Ihne, dem zwei Bildhauer beigegeben waren, hat hier geleistet, was die schlimmste 
Befürchtung nicht ahnen konnte. Es sind immer die Formen der alten Kunst, aber nie 
ihr Geist. Von Raumgestaltung, Anordnung, Verhältnis, Takt und Geschmack ist nicht 
die Rede. Das alte ehrwürdige Tor — auch ein Epigonenwerk! — beschämt diese geist- 
lose Marmorprotzerei, daß man in der Seele der Künstler, die solches vollenden konnten, 
errötet. Nun wird der Siegeszug dieser Kunst weitergehen, zum grollen Stern hinauf 
und auch dieser eigenartige Platz wird uns verloren sein. Auf der andern Seite des 
Tiergartens erhebt sich das neue Wagnerdenkmal von Eberlein. Auch davon kann man 
nur in höhnender Laune sprechen. Der Kaiser hat dem Entwurf eigenhändig eine Figur 
hinzugefügt und darüber berichteten viele Zeltungen im bewundernden Ton. Was für ein 
Kunstwerk muß das sein, wo willkürlich Figuren hinzugefügt werden können, was für 
ein Künstler, der die Korrektur eines Dilettanten submissest anerkennt! Dieses Monument 
von unserer Zeiten Schande ist ganz der Posse würdig, als die die ganze Wagnerfeier 
sich abgespielt hat. Eberlein aber bleibt trotzdem der vielbeschäftigte Künstler und sonnt 
sich in dem Ruhm, der Heros der Familienblätter zu sein. Und Begas, der einstige 
Freund Böcklins und Lenbachs, der frühere feine Künstler, geht unbekümmert als Berater 
durch all diesen Graus und wird dafür vom Kaiser „unser Michel Angelo" genannt. 

Zuweilen bat man ein Erstaunen. Alle diese Männer: Siemering, der im Tiergarten 
Haydn, Beethoven und Mozart auf einen Sockel bringt und in Bielefeld ein Bismarck- 
denkmal aufstellt, Lessing, von dessen Ungeschmack der Herkulesbrunnen in Berlin 
wiederum zeugt, Magnussen, dem Bonn ein übliches Kaiserdenkmal verdankt, Schilling, 
der in Hamburg seine nichtssagende Kunst an einem Kaiserdenkmal beweisen durfte, 
Cuno von Uechtritz, der im neuen Herrenhaus Virtuosenkünste zeigt, Johannes Götz, 
desses feines Talent die renovierte Saalburg mit altrömischen Standbildern versehen muß. 
alle diese Künstler haben doch etwas gelernt und verstehen ihr Handwerk bis zu einem ge- 
wissen Grade; und doch scheint ihnen nie der Gedanke zu kommen, daß die Geschichte ihnen 
einst ein Eigenschaftwort anhangen wird, das der Lebende garnicht aussprechen darf. Was 
sie tun sollen? Es gibt iür den modernen Bildhauer, wenn er seine Aufgaben ganz erkennt 
und auf äußere Vorteile zu Gunsten seines idealen Bewußtseins zu verzichten weiß, nur 
einen Weg, um dem Dilemma zu entrinnen: er verzichte auf problematische Denkmalaufträge 
und schaffe nur, wenn ein innerer Trieb ihn drängt. Oder er sei doch so konsequent wie 
Gaul, der seinen Staatsauftrag, als man ihm hineinsprach, einfach zurückgegeben hat. 



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PROF PETER BREUER. Adam und Eva 



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7« 



Die Denkmale des Jahres 



Es handelt sich garnicht um Modern oder Akademisch. Hildebrand, der ideale 
Akademiker, wird, ebenso wie der Modernste, von den Staatsaufträgen ausgeschlossen. 
Es ist ein Streit um das Verantwortlichkeitgefühl in der Kunst, um ethische Eigen- 
schaften des Schaffens. Wer im geringsten Wert darauf legt — und welcher echte 
Künstler täte es nicht! — von der Zukunft ein Wort der Anerkennung zu empfangen, 
für den gibt es, um der schädlichen Denkmalmanie unserer Tage auszuweichen, nur die 
Möglichkeit, in seinem Kämmerlein zu bleiben und zu einem unsichtbaren Gott zu beten, 
der sich auf die Dauer sicher als stärker erweisen wird, als der Götze des goldenen 
Kalbes, dessen Bild auf den Märkten unserer untüchtigen Zeit frech aufgepflanzt und 
von einer gedankenlosen Menge jubelnd mit grotesken Sprüngen umtanzt wird. 

Karl Scheffler. 




HUBERT NETZER. Die Nomen. Brunnen für den KarlipUtz in München 



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R. R1EMERSCHM1D. Kin K »n K »tor (AuiileUutig der Dresdener Werk»titten) 



Die Kunst im Handwerk 

WENN man den Satz aufstellt, dal! in unsrcr Zeit das künstlerische Empfinden von 
den rein verstandesmäßigen Spekulationen, von der Logik und vor allem von den 
Äußerungen des platten Materialismus, dem Erwerbsinn und der Genußsucht immer 
mehr erdrückt werde, so bietet die kunstgewerbliche Bewegung der letzten Jahre dafür 
keinen schlechthin ablehnbaren Beweis. Kaum daß die Künstler, geschweige denn das 
Publikum begriffen hatten, was Neues denn eigentlich in der Luft liege, standen die 
Propheten mit dem Evangelium schon auf dem Plan. Der Bau der Überlieferung war 
mit wenigen Schlägen zerschmettert, die morsche Struktur des Untergrundes lag offen zu 
Tage. Eine wortreiche und überzeugte Literatur wies nach, daß alle künstlerischen 
Schaffens- und Genießensquellen unseres Volkes in Gefahr seien, zu versiegen, daß eine 
Gesundung nur durch völlige Abkehr vom Gewohnten zu erwarten sei. Das moderne 
Leben fordere sein Recht, die Zeit ihre Kunst, die Kunst ihre Freiheit. Niegehörte 
Schlagwörter, von der Herrschaft der reinen Linie, von der Demokratisation des Luxus, 



8o 



Die Kunst im Handwerk 





\ 




II II 

11 ii ir 




i 



vom Individualis- 
mus im Wohn- 
raum, von der 
Symbolik des Or- 
namentes und 
anderen Dingen 
prasselten rechts 
und links, und der 
Radikalismus war 
Trumpf. 

Das Publikum 
geriet vor diesem 
Ansturm in die 
äußerste Verwir- 
rung. Rückkehr 

zum Einfachen 
und Natürlichen, 
Bruch mit der Or- 
namentik der 
historischen Stile. 
Entwickeln der 
Form aus dem 
reinen Konstruk- 
tionsgedanken : 
das ließ sich ja 

wohl begreifen. 
Auch daß man den 



ANNA WERNER-SA AI. ECK. Küche 



Innenraum als 
Einheit betrachten, 

ihn farbig von einem Punkte aus abstimmen und so die höhere Weihe des Kunstwerkes 
über den bewohnten Raum ausbreiten müsse, konnte man gelten lassen. Was aber sollte 
der unaufhörliche Hinweis auf die Entwicklung in dem Mutterlande der ganzen Refor- 
mation, in England helfen? Von dem Praerafaelitismus war bekannt, daß seine Meister 
in einem Naturstudium von unendlicher Gewissenhaftigkeit, in dem Kultus gewisser 
primitiver Meister und damit zugleich in einer hohen Bewertung seelischer Ausdruckskräfte 
ihr künstlerisches Ideal suchten, daß sie der hohlen, äußerlichen Manier der Akademieen 
einen reinen, persönlichen, innerlichen Stil entgegenzusetzen strebten. Aus diesem Drange 
heraus erhob dann Morris den Ruf nach einer Wiedergeburt des Hauses von innen heraus. 
Die Gesundheit, Klarheit und logische Zweckmäßigkeit seines Stils suchte er in der 
Gotik. Die Fabrik, den Großindustriellen Maschinenbetrieb verwarf er und setzte das 
Handwerk in seinen mittelalterlichen Formen dafür ein. Seine Nachfolger gingen in der 
Durchbildung des Hauses und seiner Geräte auf den Stil des ausgehenden 18. Jahr- 
hunderts zurück. Aus den Schätzen seiner Vergangenheit sog England die Kraft zur 
Neugestaltung seines modernen Lebens. 

Und neben dies Bild, dessen Einzelzüge die Literaten des Kontinents nicht müde 
wurden auszumalen, schrieb Henry Van de Velde die These von der „absoluten Wahrheit 
der Konstruktion". Auch er bekennt, von der Gotik angeregt zu sein, aber nicht ihr 
Formalismus, sondern ihr gewaltiges konstruktives Prinzip leuchtet ihm vor. Er schaltet 
die Phantasie als ornamentales Mittel aus, er bestreitet die Daseinsberechtigung des natura- 
listischen Ornamentes, will das Ornament überhaupt nur noch da gelten lassen, wo es 
der Belebung von Flächen dient und nichts Konstruktives berührt wird. Den Aufbau, 
der „allein der Vernunft gemäß Ist", die „abstrakte oder geistige Ornamentik'' findet er in 
der Linie an sich, der Linie, die wächst, anschwillt, sich windet und krümmt, der 
Linie, die atmet und lebt, gebiert und stirbt. Als ein Künstler von universaler Schaffens- 
kraft verkörpert er die letzten Konsequenzen des individualistischen Prinzips im Wohn- 
räume, und arbeitet auf der andern Seite wieder auf eine demokratische Nivellierung der 
Kunstformen, auf die Schöpfung eines abschließend Richtigen, allgemeingültig Schönen 
hin, das alle Bedürfnisse, praktische wie ästhetische, befriedigt. Logiker und Phantast, 
Vertreter der „Tradition in des Wortes höherer Bedeutung" und moderner radikalster 



Die Kunst im Handwerk 



81 



Färbung, Sensiti- 
vist und Intellek- 
tualist, Subjekti- 
vist und Sozial- 
demokrat — diese 

kaleidoskopisch 
wirre Natur von 
tausenderlei Wol- 
len und Können 
trat nun in einer 

Agitation von 
stürmischer Un- 
mittelbarkeit dem 
deutschen Publi- 
kum entgegen. 

Man wird sich 
heute nicht mehr 
darüber täuschen, 
daß der große 
Erfolg der eng- 
lischen und bel- 
gischen Invasion 
mehr in die Breite 
als in die Tiefe 
ging. Diejenigen, 
die immer wieder 




die englische 

EntWickelung als GRÄFIN GELDERN-EOMONT. Spetteztmmar 

vorbildlich prie- 
sen, die beglückende Vereinigung von Gesundheit, sachlicher Knappheit und Klarheit, von 
Stimmungsreichtum und praktischen Vorzügen in den dortigen Arbeiten denen des Kontinents 
entgegenhielten, vergaßen nur zu oft, die durchaus andersartige Beschaffenheit des sozialen 
und wirtschaftlichen Nährbodens hier und drüben zu prüfen. So konnte es kommen, daß 
z. B. die Propaganda für die Schönheiten der englischen Hausanlagc wirksam durch den 
simpeln Einwand gehemmt wurde, daß alle die ebenerwähnten Momente für die deutsche 
Miet- und Etagenwohnung eben nicht nutzbar zu machen seien. Und die Vielen, die dem 
Neuen mit dem Mißtrauen des guten Staatsbürgers und Hüters eingesessner Kunst- und 
Geschmacksgesetze entgegenkamen, griffen freudig nach solcher Handhabe zur völligen 
Ablehnung. Dazu kam als weiteres Verwirrendes der vielfältige Hinweis auf die Theorien 
von Ruskin und Morris, der Propheten der Gotik. Das war ein Formenkreis, der den Eng- 
ländern durch eine große Anzahl erhabener Denkmäler vertraut und wert war. Und je freier 
auch dann ihre Nachfolger der Ausgestaltung des Wohnhauses von innen heraus, der neuen 
Dekoration ihre Kräfte widmeten, das volkstümliche Element, der Zusammenhang mit den 
klaren Schöpfungen einer nicht allzufernen Vergangenheit ist ihren Werken doch ge- 
blieben. Bei uns war man sämtlicher historischen Stile ohne Ausnahme müde; von der 
Renaissance bis zum Empire wollte, durfte man keiner der verfehmten Theaterdekora- 
tionsweisen die Tür zum deutschen Hause mehr öffnen. Auf diesen Boden, dessen sterile 
Jämmerlichkeit oft genug schwarz in schwarz ausgemalt worden ist, fiel nun die junge 
Saat. Die grenzenlose Verwirrung des Geschmackes durch die Stilimitationen, der Tief- 
stand alles handwerklichen Könnens, die Freude an allem Billigen, Hohlen, Blendenden: — 
kein Wunder, daß eine Kunst, die solches Gebiet vor sich sah, sich Uber die Wahl der 
Waffen beim Angriff nicht allzulange bedenken konnte. Aus dem Mißverhältnis zwischen 
dem Streben der Künstler, die der Tradition auch nicht ein Zipfelchen in dem neuen 
Hause mehr gönnten, und dem Intellekt des Publikums, dem alles Brauchbare, Hergebrachte 
aus den Händen gerissen und statt dessen ein schillerndes Bild fremder Kulturströmungen 
und abstrakter Theorien vorgezaubert wurde, erwuchs unter dem Trompetengeschmetter 
des Kampfgeschreies: Modern! die Giftpflanze des .Jugendstiles". Zwischen Echtem und 
Falschem zu unterscheiden, den kühnen Versuch eines jungen Individualisten von der 
frechen Absurdität irgend eines bewußt „sezessionistisch" Erfindenden zu trennen, ward 



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82 



Die Kunst im Handwerk 




K RIEM EH SC UM ID. Diele 

der großen Menge vollends unmöglich. Was zaghaft eine Vermählung des Gewohnten 
mit dem Neuen versuchte, wurde von den Intransigeants der Bewegung verhöhnt, was 
keck die Züge des Revolutionären zur Schau trug, von den Vielau vielen verlacht, ja gehaßt 
Ein Vorwurf vor allem ward bei den Gegnern immer wieder gehört: die junge Kunst 
sei weit mehr auf den Ausstellungen als in den vier Wänden der bürgerlichen Wohnung 
zu Hause. Ihre Anhänger arbeiteten für den glänzenden Effekt, für die Ästheten die Snobs, 
ja, für die Presse, aber nicht für den bescheidenen Kunstfreund, der sich zaghaft aus der 
verrufenen Tradition des historischen Möbel- und Wohnungsstiles herauswagt. Ihre An- 
maßung sei so unbändig, wie ihre Preise unerschwinglich. Einer, der sicher nicht zu 
der Schar der Obelwollenden gerechnet werden kann, Cornelius Gurlitt, sprach es schon 
189g aus: Ich sehe eine neue Kunst im Gewerbe heraufkommen, die noch weit ent- 
schiedener als die alte die Absicht hat, den Besteller in die Tasche zu stecken und ihn 
erst dann in seine Zimmer hineinzusetzen, wenn das, was sie für gut hält, dort verwirk- 
licht ist; die für Ausstellungen ideale Wohnräume schafft und dabei vergißt, daß die 
Wohnräume für Hinz und Kunz zu schaffen sind und daß ein idealer Wohnraum nur für 
den idealen Menschen möglich ist. . . Mir will scheinen, als werde hinter dem, was 
jetzt als neue Kunst im Gewerbe sich zeigt, bald das kommen, was ich eigenartigen Stil 
nennen möchte. Nämlich daß man Möbel und Häuser zeichnet, wie man Bildnisse malt, 
in Ansehung der Person, nach dem Wesen des Bestellers. 

Die Prophezeiung ist in Erfüllung gegangen. Heute liegt auch diese zweite Phase 
der Entwicklung hinter uns, und überall tönt die Frage: Wohin treiben wir? Was die 
ganze Bewegung will, ist oft genug dargestellt worden. Man weiß jetzt, daß mit der 
Statuierung einer Anzahl von Prinzipien und mit einigen wohlklingenden Theorien die 
Welt ebensowenig erobert werden kann, wie durch das Schaffen einiger Talente, die fürs 



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Die Kunst im Handwerk 



Erste wenig mehr als den Willen zum Subjektiven und eine gründliche Geringschätzung 
aller Überlieferung mitbrachten. Man hat eingesehen, daß ein Volk, das ein Jahrhundert 
lang nur mit fremden Augen sah, sich nicht in der Spanne eines Jahrzehntes zum selbst- 
ständigen Schauen und Urteilen zurückfindet. Man hat gelernt, daß es zwecklos und ver- 
wirrend ist, eine einheitliche künstlerische Kultur im Sinne einer der großen einheitlichen 
Stilperioden der Vergangenheit zu fordern, ohne auf dem Boden unseres Zeitalters, dem 
der Technik und des Verkehrs, auf seinen einzigartigen gesellschaftlichen und wirtschaft- 
lichen Verhältnissen aufzubauen. Vor allem aber ist bewiesen, daß nicht, wie Morris 
wähnte, nur im Kampf mit der Maschine die neue Kunst heranwachsen kann, sondern 
daß die Maschine und der Großindustrielle Betrieb als Wesensbestandteile unsre Lebens- 
und Schaffenskreise einem künstlerischen Empfinden mit dienstbar gemacht werden müssen. 
Die Produktion der Fabriken soll und kann niemals durch Handwerksarbeit vollkommen 
ersetzt werden, aber wir sollen uns daran gewöhnen, diese als eine Produktionsart an- 
zusehen, die bei ernstem Bemühen zu Leistungen von künstlerischer Eigenart und Schönheit 
gelangen kann. Ein Stück, das in seiner Form dem Wesen des Materials und seinem 
konstruktiven Zwecke klaren Ausdruck verleiht, soll unser ästhetisches Empfinden ebenso 
berühren wie ein „absolutes" Kunstwerk. Wem die Mittel dazu gegeben sind, mag seine 
Umgebung allein aus den Eigenheiten und Bedürfnissen seines Ichs gestalten und stolz 
darauf sein, wenn jeder seiner Wohnräume den Anforderungen solider Handwerklichkeit, 
formaler und farbiger Stimmungseinheit genügt. Die Künstler aber werden, das haben sie 
bewiesen, nicht damit zufrieden sein, den oft schwankenden Launen der Begüterten mit 
einer ebenso momentanen Eingebung zu begegnen, sondern sie streben danach, der bürger- 
lichen Gesellschaft, die das Gesamtbild unserer modernen gesellschaftlichen Zustände be- 
stimmt, d. h. dem Mittelstand, eine ihm angepaßte Kunst zu bieten. Die Versuche, 
Arbeiterwohnungen durch das Handwerk zu schaffen, sind bis heute gescheitert; ehe 
nicht die Modelle der Fabriken 
im Sinne der neuen Grund- 
sätze umgeschafTen sind, wird 
das Volk in seiner breiten 
Unterschicht noch nichts vom 
Hauch der neuen Zeit spüren. 
Bis dahin aber muß die 
künstlerische Volkserziehung 
arbeiten, die Empfindungen für 
das Einfache, Sachliche und 
Echte zu wecken, den Respekt 
vor dem soliden Handwerk 
großzuziehen. Die Eigenart 
einer zielsicheren, künstle- 
rischen Persönlichkeit steht 
hoch, und doppelt hoch, 
wenn ihr Streben, eine selb- 
ständige Sprache zu reden, 
aus der Überzeugung von der 
sittlichen und sozialen Ver- 
dienstlichkeit ihrer Arbeit 
hervorgeht. Und solange wir 
keine künstlerische Kultur be- 
sitzen, müssen wir befriedigt 
sein, daß wir in der schönheits- 
fremden Öde unsres Volks- 
lebens wenigstens schon hie 
und da auf gesunde künst- 
lerische Kulturen stoßen. 

* • 
• 

Nach den gewaltigen An- 
strengungen, die das neue 
deutsche Kunstgewerbe auf der 
Turiner Ausstellung gemacht pkok. j. olbrich. Schrank «u» einem MtäUmmm 




84 



Die Kunst im Handwerk 




HANS THOMA. Jüngling am Meer Majolikaplatte 



hatte, mußte notwendigerweile eine 
Periode der Abspannung und Ruhe ein- 
treten. Deutachland konnte mit seinen 
Erfolgen jenseits der Alpen zufrieden 
sein. Im Mittelpunkt des Geleisteten und 
Anerkannten standen die Werke einer 
monumentalen Innenraumgestaltung: also 
nicht das Kunsthandwerk, sondern die 
Architektur trug den Preis davon. Was 
an Wohnräumen zu sehen war, hielt sich 
zwar, mit wenigen Ausnahmen, von den 
mancherlei weltfremden Stimmungsreiz- 
motiven der Darm stadter Arbeiten frei, 
ließ aber ebenso auch viel von der frischen 
Originalität jener, wieder mit beachtens- 
werten Ausnahmen, vermissen. Bei alle- 
dem konnte man, durch den Vergleich mit 
den höchst ungleichwertigen Leistungen 
der anderen Nationen, doch unendlich viel 
lernen. Gerade auf dem fremden Boden 
prägte sich das klar aus, was Deutsch- 
land Eigenes in die Wagschale der konti- 
nentalen Entwicklung zu werfen hatte; 
und dies Eigene konnte den Optimismus 
in der Kritik auch der Verständigsten 
und Vorsichtigsten wohl erklären. 

In Berlin hat die große Kunstaus- 
stellung, die dies Jahr so mancherlei 
Überraschungen brachte, auch dem Kunst- 
gewerbe Raum zu geschlossenem Auftreten 
gewährt. In dem Programm der „Neuen Gruppe Berlin", einer Vereinigung junger Archi- 
tekten und Maler, die hier allein auf den Plan trat, fand sich der bemerkenswerte Satz: 
es sollen Formen der Vergangenheit nicht ausdrücklich ausgeschlossen sein. Dies ver- 
ständige Prinzip prägte sich deutlich in den Arbeiten der jungen Raumkünstler aus, und 
wahrlich nicht zu ihrem Nachteil. Der Repräsentationssaal, von Emil Scbaudt, dem 
Führer und kräftigsten Talent der Gruppe, wirkte durch die Größe und den Ernst der 
konstruktiven Glieder und die Geschlossenheit der farbigen Dekoration (von Rieh. Böhland). 
Die anderen Arbeiten Schaudts, ein hieratisch düsteres Musikzimmer und ein kräftig bürger- 
liches Speisezimmer, verrieten gleichfalls eine individuelle Begabung für wohlabgewogene, 
farbig beruhigende Raumkomposition. Daneben verdienten ein Badezimmer von William 
Müller und ein Herrenzimmer von Salzmann hohes Lob. Bei Allem, auch den dekorativen 
Malereien von R. Guhr und vielerlei naiv und urwüchsig gestalteter Ornamentik spürte man 
Einflüsse des Dresdener Künstlerpaares Gußmann und Kreis. In derselben Auastellung schuf 
Alfred J. Balke einen mächtigen Ehrensaal mit gewissen Elementen des spätrömischen 
Barock, einen imponierenden Raum, der auch farbig, in Blau und Gold, glänzend repräsentiert. 
— Durch den tragischen Tod Patriz Hubers wurde in die Reihe der Künstler, die von 
Darmstadt ausgegangen waren, eine schmerzliche Lücke gerissen. Sein Schaffen trug die 
Note des Poetischen, Lyrischen und Keuschen; gerade weil er kein lauter Stürmer und 
Dränger war, strömten ihm schon 1904 bei dem Darmstädter Experiment die Sympathieen 
vieler zu, die sonst kühl geblieben waren. In Berlin hatte er ein vielbeschäftigtes Atelier 
gegründet, als ihn, den fünfundzwanzigjährigen, ein dunkles Geschick hinwegriß. Sein 
Erbe ging auf seinen Bruder Anton über, dessen schlichtbürgerliche Einrichtungen und Einzel- 
häuser immer mehr an Ansehen gewinnen. Eine bemerkenswert gesunde Entwicklung nimmt 
die Steglitzer Werkstatt, die auf der Jubiläumsausstellung des „Vereins für deutsches Kunst- 
gewerbe" 1902 zum ersten Male in die Öffentlichkeit getreten war. In Keramik und 
Metallarbeiten, ebenso in Buchschmuck und im Plakat schufen ihre Künstler vielfach 
Ausgezeichnetes. Auch das Hohenzollern - Kunstgewerbehaus ging auf dem von van de 
Velde gewiesenen Wege rüstig weiter. Wenn es noch 1902 von dem Berliner Kunst- 
gewerbe heißen konnte, es sei vorerst nur eine Welle im Meer, die auch in ihrem Farben- 



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Die Kunst im Handwerk 



85 



spiel nur fremde Sonnen spiegelt, so muß 
jetzt anerkannt werden, daß neben den inter- 
nationalen Kräften auf allen Gebieten die 
Reichshauptstadt auch schon ein eignes 
Banner im großen Kampfe zu entfalten vermag. 

Den Münchnern ist ihr Plan, eine 
deutsche Kunstgewerbeausstellung im Jahre 
1904 ins Leben zu rufen, an der Platzfrage 
gescheitert. Daß man den Glaspalast, trotz 
des dankenswerten Anerbietens des Prinz- 
regenten, fallen ließ, ist ebenso erfreulich wie 
die Abneigung eines Teils der Interessenten 
gegen Fischers glänzendes Kohleninselprojekt 
zu bedauern ist. Es bleibt jetzt nur die Hoff- 
nung, es möchten wenigstens zur Durchfüh- 
rung des Theresienhöhen-Entwurfs bald die 
Mittel bereit sein. Kein Wunder, daß all die 
Schwierigkeiten und geschäftlichen Ver- 
handlungen dieser Vorbereitungsperiode dem 
Schaffen selbst wenig förderlich waren. Von 
den „Vereinigten Werkstätten für Kunst im 
Handwerk", den „Werkstätten für Woh- 
nungseinrichtung" von K. Bertsch weiß man, 
daß sie den ruhigen Gang der Entwicklung 
mit vorzüglichen Kräften unterstützen. Die 
„Lehr- und Versuchsateliers" von Obrist 
und v. Debschitz erweitern ihr Arbeitsgebiet 
immer mehr: in jüngster Zeit ist ihr Studien- HANS thoma Uhrchild. M.jolü. 

gebiet durch eine graphische Werkstätte und 
eine solche für Handtapetendruck bereichert 

worden. Unter den älteren Künstlern ist Emanuel Seidl, der aus dem Geiste der deutschen 
Renaissance und des Barock so manchen prächtigen Bau schuf, mit einem überraschend 
unabhängigen Wohnhaus in Mainz, unter den jüngeren Wilhelm Keppler mit individuellen 
und billigen Wohnungseinrichtungen hervorgetreten. Aus der Krisis, die das Ausstellungs- 
projekt zu Fall brachte, ging als Zusammenschluß der jüngeren Elemente eine neue „Ver- 
einigung für angewandte Kunst" hervor, der die Älteren als Verein „Ausstellungspark", 
kräftig durch materielle Mittel, entgegentraten. Es mag noch geraume Zeit dauern, bis 
die Zustände in der bayerischen Hauptstadt sich soweit klären, daß ein geschlossenes 
Vorgehen im Wettkampf mit den übrigen Städten möglich ist. 

Diese Einheitlichkeit des Vorgehens zeichnet die führenden Kräfte im Dresdner 
Kunstgewerbe aus; sie auch hat ihm geholfen, in dem Jahre der allgemeineren Zurück- 
haltung einen kräftigen Schritt vorwärts zu tun. Einen Versuch, den Samen der neuen 
Kunst in das lockere und bedürftige Erdreich des populären Empfindens zu tragen, machten 
gleich im Beginn des Jahres die „Werkstätten für deutschen Hausrat" (Th. Müller). Von 
Aug. Endell, M. A. Nicolai und Gertrud Kleinhempel sah man da Möbel, die bei auf- 
fallend niedrigem Verkaufspreis alle Reize einer intimen Formenbehandlung und Stimmung 
zeigten. Im Sommer gab die sächsische Kunstausstellung den Architekten Julius Gräbner und 
Max Hans Kühne Gelegenheit, in der Ausstattung großer Räume eine kräftige Phantasie und 
ausgezeichneten Geschmack zu entfalten. In der Städteausstellung löste Fritz Schumacher 
die Aufgabe, den mächtigen Saal neu zu gestalten, im Sinne einer monumentalen Garten- 
architektur, und schuf damit dem grandiosen Neptunbrunnen Lor. Matiellis einen eben- 
bürtigen Rahmen. Auf der Weihnachtsmesse des Kunstgewerbe Vereins wurde der Ver- 
such gemacht, einzelnen Zweigen einheimischer Volkskunst, besonders der Holz- und 
Spielwarenindustrie und der Keramik, neues Leben zuzuführen: Otto Gußmann, Karl 
Groß, Josef Goller und die Geschwister Kleinhempel waren vor Allem daran beteiligt. 
Der Festsaal, den Wilhelm Kreis für Herrn Kommerzienrat Lingner geschaffen hat, 
wurde nach langer Arbeit vollendet. Mit den glänzendsten Mitteln ist hier ein Raum 
von berauschender Pracht der dekorativen Gesamterscheinung gebildet; das Ganze von 
einem höchst persönlichen Stil, vor allem durch die meisterhafte Ausnutzung des ver- 




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86 



Die Kunst im Handwerk 



schiedenartigen Materialcharalcters. Eine 
Übersicht aber den größten Teil der 
gegenwartig schaffenden Kräfte lieferte 
am Ende des Jahres die Ausstellung 
QS der „Dresdner Werkstätten für Hand- 

' V werkskunst". Seit der Ausstellung der 

f w Münchner Werkstätten 1901 hat man 

keine so interessante und vielseitige 
Vereinigung von Wohnräumen mehr 
gesehen. Die geschmackvolle Disposition, 
der Reichtum an künstlerischen Charak- 
teren, die Vorzüglichkeit des Handwerk- 
lichen verhalfen ihr zu einem tiefgehen- 
den Erfolg. Es waren 36 Räume, und 
sie enthielten neben den in sich ab- 
geschlossenen Zimmern einen großen 
Vortragssaal, eine Ausstellung moderner 
Frauentracht, eine monumentale Vorhalle 
und einen Verkaufsraum. Von Olbrichs 
_ Musikzimmer und Peter Behrens' Speise- 

saal auf das Können dieser Meister im 
l^^frL- Ganzen zu schließen, wäre bedenklich, 

ja irreführend; bei Behrens befriedigte 
wenigstens der wuchtige, eigenmächtige 
Aufbau, das konsequente Pesthalten an 
der einmal gewählten Proportion. Von 
^^I^I^Brw dem Münchner Riemerschmid erhielt 

^^^^k man kein ganz klares Bild: Die Wohn- 

zimmer waren fast alle von trefflicher 
Konstruktion und anmutigem, gesundem 
Rudolf bosselt Sciumt,«u K Formengefühl, die Räume für das neue 

sächsische Ständehaus dagegen ohne 
einleuchtendes Mitfühlen mit dem inneren Geist der Aufgabe, d. h. ohne den unbedingt 
nötigen Einschlag an Gemessenheit und Würde behandelt. Die Dresdner Künstler selbst 
schnitten alle vorzüglich ab: F. H. Walthers Junggesellenzimmer hat wohl die meisten 
und ehrlichsten Kaufwünsche hervorgerufen, Hempels Saal wirkte als beruhigendes Mittel- 
stück der Zimmerreihe stets mit gleicher Stärke, Thiele, Nicolai u. a. schlössen sich 
mit Erfolg an. Die Arbeiterwohnung war sehr hübsch, nur leider für Arbeiter viel zu 
kostspielig. Als Endurteil mag bemerkt sein: von allen Räumen waren die einfachsten 
Zimmer, die mit der am wenigsten vorbereiteten „Stimmung" die besten. Die Wirklich- 
keit ist nüchtern; es will scheinen, als haben zur Zeit die Künstler, die sie mit ihren 
eignen Waffen bekämpfen, am meisten Aussicht auf den Sieg. 

Von den kleineren Centren bereitet sich Darmstadt energisch auf seine neue Aus- 
stellung vor. Trotz der Spaltung unter den ursprünglichen Sieben macht die Arbeit, der 
der Großherzog nach wie vor sein volles Interesse schenkt, stille, aber kräftige Fort- 
schritte. In Job. V. Cissarz ist ein neuer, besonders als Flächenkünstler hochbegabter 
Meister gewonnen worden. In Düsseldorf fährt Peter Behrens in der Reorganisation 
des kunstgewerblichen Unterrichts fort; unter den jüngeren brachte dort Max Benirschke 
aus Wien sympathische Anregungen mit Nürnberg sicherte sich für den dritten 
kunstgewerblichen Meisterkurs im Gewerbemuseum Rieh. Riemerschmid, und setzte damit 
den Weg, den es im vergangenen Jahr durch die Berufung von Peter Behrens einge- 
schlagen hat, mit trefflichem Erfolge fort. Dieselbe Anstalt bewies auch durch den sehr 
gelungenen Wettbewerb für künstlerische Holzspielsachen, daß es ihr mit der Auf- 
frischung des „Nürnberger Tandes" Ernst ist. Dessau schuf sich in seinem neuen 
Museum ein meisterhaft organisiertes Zentrum neugeistiger Kunstpflege; dem Kunstge- 
werbe gelang es, unter der Leitung des ausgezeichneten Magdeburgers Meisters Albin 
Müller gleich mit seiner ersten Wohnungsausstellung festen Boden und äußeren Erfolg 
zu gewinnen. Auch Bernhard Pankoks höchst subjektives, von Bizarrerieen nicht freies 
Eheschließungszimmer im Rathaus half, dem Verständnis für das Wollen der Modernen 



Die Kunst im Handwerk 



87 



Bahn zu brechen. In Magdeburg wird neben Albin Müller das Schaffen Paul Bürcks vom 
glücklichsten Einfluß. Auch in Altona konnte ein neues Ausstellungsunternehmen 
„Innenkunst" dem unabhängigen Schaffen dienen, ein Versuch, der um so mehr zu be- 
grüßen ist, als der Norden Deutschlands durch den Zusammenbruch der Scherrebeker 
Gewebeschule um eine Hoffnung auf die Wiederbelebung einer denkwürdigen Heimat- 
kunde ärmer geworden ist. Ein Museum, dessen Anlage von der Hand eines führenden 
Meisters, Henri van de Veldes, herrührt, erhielt die westfälische Industriestadt Hagen 
durch ihren Mitbürger Ernst Osthaus. Sowohl die Sammlungsräume wie die Wohnung 
des Besitzers enthalten, neben mancherlei Nüchternem und Sprödem, vollendete Einzel- 
heiten von der individuellsten Schönheit. Für van de Velde bedeutet diese ganze Arbeit 
eine neue, ehrenvolle Etappe in seinem Lebenswerk. 

Wenn von der Ermüdung gesprochen werden mußte, die nach der mächtigen An- 
spannung für Turin eingetreten war, so darf auch nicht verschwiegen werden, daß die 
Beteiligung an der Weltausstellung zu St. Louis 1904 dem deutschen Kunsthandwerk im 
Jahre 1903 mehr Aufgaben repräsentativen, nach der Seite des Effektvollen, Glänzenden 
liegenden Charakters gestellt hat als seiner ruhigen Entwicklung nach Innen vielleicht 
heilsam ist. In den internationalen Ausstellungen mit der Hast ihres Treibens, der 
Überhitzung und nicht zum Mindestens der übertriebenen Wertschätzung ihrer Erfolge, 
mit der Fülle ihrer fiktiven Aufgaben, die eine jahrmarktsartige Rücksicht auf die flüchtige 
äußere Wirkung im Gefolge haben, liegt eine große Gefahr iür eine so junge Kultur- 
erscheinung wie die neue Kunst im Handwerk. Es ist Aussicht vorhanden, daß Deutsch- 
lang auch jenseits des großen Wassers den anderen europäischen Nationen die Wage 
halten wird, so sehr diese auch sich anstrengen werden, die Turiner Scharte wieder 
auszuwetzen. Neben England kommen als ernsthafte Konkurrenten immer mehr Holland 
und die nordischen Völker in Betracht, wie ja die ganze Bewegung sich je länger je 
deutlicher als das geistige Eigentum des germanischen Wesens erweist. Deutschland 
aber wird nur dann die neuen Gedanken, die neue Schönheit zu bleibenden Werten ge- 
winnen, wenn seine Künstler den besten Teil des nationalen Charakters ihrem Schaffen 
weihen : die Wärme und Innerlichkeit des Gefühls, die Ehrlichkeit in der Wahl der 
Mittel — den Drang, die Arbeit um ihrer selbst willen zu tun. 



Erich Haenel. 




QKOHQ BARLÖSIUS. Vignette zu „Bulonipiegel" 




Niederländische Kunstausstellung zu Krefeld 




JACQUES VAN DEN BOSCH. Ofen. Schmiedeeisen 



DIREKTOR Deneken im Kaiser Wilhelm-Museum ist ein rastloser Pädagoge, der die 
Aufgabe eines Provinzialmuseums mehr in der Anregung und Erziehung des hei- 
mischen Publikums und der Gewerbe als in systematischer Sammlung sieht. Eine solche 
hat in einer Provinzstadt nur Wert, soweit sie Leistungen und Erzeugnisse der Heimat 
sammelt: also in Krefeld Seiden, Teppiche, Bucharbeiten, Möbel und Werke heimischer 
Künstler, was im Kaiser Wilhelm-Museum auch mit Sorgfalt geschieht. 

Wichtiger ist die Anregung, und hier sind die Verdienste Denekens um so mehr 
bekannt, als er wiederholt, über die Bedürfnisse Krefelds hinausgehend, Ausstellungen 
veranstaltet hat, die für ganz Deutschland Bewegungen hervorriefen: so seine „Farben- 
schau" und seine - die erste — Ausstellung von ,, Künstlerkleidern". 

Von den Ausstellungen des vergangenen Jahres verdient seine „Niederländische Kunst- 
ausstellung" besondere Beachtung. Nicht etwa um der Bilder willen, die er zusammen- 
gebracht hatte; man konnte gerade darüber verschiedener Meinung sein. Auch jener 
Teil des Kunstgewerbes, der sich auf einheimische oder javanische Traditionen stützte, 



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Niederländische Kunstausstellung zu Krefeld 



wie die Steinzeuge und namentlich die schönen Battikarbeiten verdiente gewiß alle 
Bewunderung, aber die prinzipielle Anregung lag in den Metallarbeiten und in einigen 
Möbeln. Hierin zeigte sich das moderne Prinzip der Sachlichkeit in einer sonst 
nirgendwo erreichten künstlerischen Vollendung. Die Überflüssigkeit jeden Schmuckes 
und die Möglichkeit, durch sachliche Ausbildung des Gebrauchsgegenstandes in der durch 
das Material gegebenen Technik ohne weiteres zu Gebilden von höchster Schönheit zu 
gelangen, gab sich vorbildlich. 

Vor allem in einem hier abgebildeten schmiedeeisernen Ofen von Jacques van den 
Bosch. Eisenblech mit messingenen Gitterblechen durch Messingschrauben gefügt: nicht 
ein Gramm überflüssiges Material, nicht ein Strich künstlerischer Vollendung und doch 
ein klassisches Stück rein durch den Takt, mit dem diese Dinge aus dem Gefüge des 
Materials zu einem rhythmischen Gebilde umgeschmolzen sind. Wie kläglich wirken 
neben solcher Strenge alle .Jugendstilschnörkel" und wie sehr muß alles zurückstehen, 
was wir jetzt aus dem Biedermeierstil für unser Kunstgewerbe lebendig machen möchten. 
In diesem Ofen feiert der moderne Geist ebensolchen Triumph wie in einer Eisenbrücke 
oder einer Dampfmaschine. Er bestätigt die eigentlich moderne Erkenntnis: durch keinen 
Rückblick, durch keine künstlerische Laune kann es uns gelingen, vor der Nachwelt 
charaktervoll zu bestehen, einzig allein die sachliche Ausbildung unserer Gebrauchs- 
gegenstände nach unsern Bedürfnissen wird uns den ersehnten Stil bringen. Diese 
Holländer haben alles Künstlerhafte abgelegt, sind sorgsame Handwerker geworden, die 
nicht auf dem Papier, sondern mit dem Material arbeiten; sie zeigen, wie das Ding 
gemacht ist, nicht wie sie es geschmückt haben. So sind ihre Messing- und Kupfer- 
geräte durchweg Sachen von künstlerischem Wert. Diese Kaffeekanne von Jan Eisen- 
löffel scheint in der Gebrauchsfähigkeit wie in der künstlerischen Form unübertrefflich, 
ebenso sein Theekocher oder die Leuchter von H. P. Berlage, während dessen Stand- 
uhr sich gerade durch ihren Schmuck in der künstlerischen Wirkung beeinträchtigt. 

Dergleichen Arbeiten konnten nicht in Schulzimmern und Zeichensälen entstehen. 
Sie beweisen, daß alle kunstgewerbliche Tätigkeit und Unterweisung, die nicht in der 
Werkstatt aus dem Material bildet statt zu zeichnen, widersinnig ist. 

W. Schäfer. 




H. P. BERLAGE. Standuhr nebet zwei Leuchtern. Messing 



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Die reproduzierenden Künste 

I. Publikationen 

MAN könnte der seligen Dalila Wort paraphrasieren und unserem armen Mitbürger zu- 
rufen „Kunst über Dir!" Dort wo es am allerschlimmsten ist, in London, sagt auch 
der Kenner mit einem halbunterdrückten Seufzer: „Art is upon the town". Es ist kaum 
glaublich, was alles publiziert wird und man kann sich nicht vorstellen, wie diese Masse 
— von den Prachtwerken, die über tausend Mark kosten, herab bis zu dem Mono- 
graphiechen, das unter Verzicht auf Honoraransprüche lediglich und einzig zu dem Zweck 
geschrieben wurde, damit man daraufhin in Italien einen General Permesso für die öffent- 
lichen Sammlungen und Denkmäler erhalte, wenn man dorthin einmal auf ein halbes 
Jahr reisen will — wie diese Masse von Erzeugnissen, sage ich, Käufer Enden soll. 

In dieser kurzen Übersicht finden glücklicherweise nur jene Werke Aufnahme, die 
sich durch ihre besondere Bilderausstattung hervortaten. Es sind gerade genug. Wer 
den Ertrag der 1903er Ernte sammeln will, der muß viel Geld haben. 

Als allgemeinste Veröffentlichung mag eine Zeitschrift gelten und fange ich mit 
einem Hinweis auf das neubegründete „Burlington Magazine" an. Es sollte das englische 
Gegenstück zur „Gazette des Beaux Arts" sein, eine wissenschaftliche, vornehm illustrierte 
Zeitschrift, die sich fast ausschließlich mit der Kunst der Vergangenheit befaßt. Wenig 
Glück hatte sie mit ihrem ersten Schriftleiter: Beitrage von der Hand der Julia Frankau, 
und der breite Raum, den man Artikeln über Feuerzeuge, Nippsachen, Teppichgewerbe etc. 
gewährte, ließen an der Umsicht der Schriftleitung starke Zweifel aufsteigen. So hat 
die Zeitschrift denn auch nach 10 Monaten bereits „saniert", wie man hierzulande sagt 
oder wie es dort ebenso euphemistisch ausgedrückt wird „liquidiert" (großenteils auf 
Kosten der Mitarbeiter !). Das Unternehmen ist aber sogleich fortgesetzt worden. 



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Die reproduzierenden Künste 



C. J. Holmes wird von nun an in der Redaktion das Hauptwort zu sagen haben, 
und man kann für die Zukunft mit größeren Erwartungen an das Blatt herantreten. 

Bedeutend ist die Zahl der neuerschienenen Zeichnungswerke. Ich nenne an erster 
Stelle des neuerdings heftig angefeindeten Berensons „Drawings of florenüne painters", 
zwei starke Bände (315 Mark) mit 13a Reproduktionen und einem raisonnierenden Ver- 
zeichnis des Materials in sämtlichen öffentlichen und privaten Sammlungen, soweit der 
Verfasser es kennt und anerkennt. Colvin, der Direktor des Londoner Kupferstichkabinetts, 
begann mit der Veröffentlichung der Zeichnungen alter Meister in Oxford in einer Auflage 
von 260 Exemplaren. 1903 — 04 erschienen zunächst vier Liderungen mit 80 Lichtdruck- 
faksimiles (255 Mark) und finden diese Anklang, sollen später mehr folgen. Von einem 
auf 10 Lieferungen berechneten Werk, das ohne Namen des Verfassers zu Amsterdam, 
aber mit dem englischen Titel „Drawings of old masters of the dutch and flemish 
schools in the Rijcksprentenkabinet at Amsterdam" erscheint und 100 farbige Wieder- 
gaben umfassen soll, wurde der erste Teil (35 Mark) angeboten. J. Grego gab 
68 Farbenfaksimiles nach Aquarellen Cruikshanks heraus (Luxusausgabe 300 Exemplare, 
43 Mark, gewöhnt. 21 Mark). Ferner erschien in einem Lichtdruckwerk „Cent dessins" 
des prachtvollen Bildniszeichners Ingres (Herausgegeben von Lapauze: 480 Mark). 

Als Sonderabteilung der Zeichnungen gelten die Miniaturen, und in dieses Gebiet fällt 
die Publikation, die einige für die wichtigste des Jahres erklären möchten. S. G. de Vries 
und Morpurgo gaben das „Breviarium Grimani" heraus, unter Wiedergabe eines jeden 
Blattes. Das Werk soll bis etwa 1908 vollendet vorliegen, 300 Dreifarbendrucke sowie 
1268 einfarbige Lichtdrucke enthalten, und 2400 Mark pro komplettes Exemplar kosten. 

Den Farbenfaksimiles 
hängt der Mangel an, 
der an allen Dreifar- 
bendrucken seit Le- 
bion haftet ; man merkt 
dem Bild stets die 
Zusammensetzungaus 
den drei Bestandteilen 
an. Niemand will das 
Breviarium Grimani 
unterschätzen, aber es 
ist ganz richtig be- 
merkt worden, es sei 
schade, daß es aus so 
später Zeit stammt. 
Man möchte diesen 
ungeheuren Apparat 
lieber an ein älteres, 

kunstgesch ichtlich 
interessanteres Werk 
verwendet sehen. 

F. Lehner gab 
..Das Krönungsevan- 
gelistar des Königs 
Wratislaw" (den so- 
genannten Wysche- 
rader Kodex) heraus, 
ein böhmisches Buch 

mit angebundener 
deutscher Übersetzung 
und 32 Chromotypien, 
das 100 Mark kostet. 
Über spätere Bildnis- 
miniaturen erschien 
das stattliche zweibän- 
dige Werk des J. J. 

PROF. HANS VON VOLKMANN. Zeichnung für den „Jungbrunnen" Foster mit 223 Photo- 




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Die reproduzierenden Künste 



93 



gravüren und einem Verzeichnis von über 1400 Künstlern (45 Exemplare ä 1075 Mark, 
175 ä 215 Mark, 350 gewöhnliche Exemplare ä 107,50 Mark); ferner eine „History of 
Portrait Miniatures" von der Hand des Antiquitätenkrämers, jetzigen Vielschreibers G. C. 
Williamson (500 Reproduktionen, 510 Exemplare ä 215 Mark). 

Auf dem Feld der Graphik verzeichne ich nur zwei Werke, Bourcards „A travers 
cinq siecles de gravures" (200 Exemplare für den Handel a 60 Frcs.) und C. Davenports 
„Mezzotinta" (40 Heliogravüren: 30 Mark). Um so reicher fällt das Kapitel der Künstler- 
monographien aus. Wenn ich sie der Bequemlichkeit halber nach dem Alphabet der 
Künstlernamen anführe, so eröffnet Nieuwbaarn den Reigen mit seinem Werk über 
„Anton van Dijck" (Amsterdam, 20 Photogravüren : Luxusausgabe 675 Mark, gewöhnliche 
250 Mark), von Loga schrieb über „Goya" (Berlin: 126 Abbildungen 25 Mark). Davies 
über den jüngeren „Holbein" (London: 106 Photogravüren: 105 Mark). In Prag erschien 
ein Prachtwerk über den pariser Czechen „Albert Hynais" mit vielen bunten Abbildungen 
(ein anderes über „Schwaiger"). Goodwin veröffentlichte den Oeuvre-Katalog des Schab- 
künstlers „McArdell" (6 Photogravüren: 21 Mark), de Bock ein großes Prachtwerk über 
.Jakob Maris" (Amsterdam: 90 Photogravüren: Luxus-Ausgabe 500 Mark, gewöhnliche 
270 Mark). Einen anderen Oeuvre-Katalog über den Schabkünstler „S. W. Reynolds" erhielten 
wir von Whitmann (29 Lichtdrucke und Photogravüren : 50 Luxusexemplare 63 Mark, 
500 gewöhnliche Exemplare 25 Mark). Bei Heinemann in London kam mit einer Einleitung 
von Mrs. Meynell „John Singer Sargent" (62 Photogravüren: 50 Exemplare 44t Mark. 
50 Exemplare 252 Mark, gewöhnliche Exemplare 126 Mark), heraus. Bescheidener gestaltete 
sich Dauns „Veit Stofl" mit 89 Autotypien (Leipzig: 10 Mark.) Die unentrinnbare Julia 
Frankau trat mit „James and William Ward" auf den Plan (350 Exemplare a 630 Mark, 
nur neue Schab- und Punktierblätter, überhaupt keine photomechanische Reproduktion). 
Zu einer eigentlichen Whistler-Literatur kam es im Sterbejahr des Künstlers noch nicht, 
sie steht uns für 1904 bevor. Das unbedeutende Buch von Way & Dennis mag erwähnt 
werden (10,50 Mark). 

Ich gehe auf Galerie- und Ausstellungswerke über. Es erschien eine große zwei- 
bändige „Scott Gallery", die zahlreiche Photogravüren nach Bildnissen etc. Walter Scotts 
und seiner Familie bietet, natürlich aber nur ein beschränktes Interesse erwecken kann. 
Weitere Kreise schon spricht das „Portfolio of the National Gallery of Scotland" an, mit Vor- 
rede des Herzogs von Argyll und 40 Photogravüren, in einer Auflage von 350 Exemplaren 
ä 215 Mark herausgegeben. Cust veröffentlichte die „Bridgewater Gallery", eine der be- 
rühmtesten Londoner Sammlungen (120 Photogravüren : 1050 Mark), Ricketts die Meisterwerke 
der „Prado Gallery" (105 Mark), die Berliner Photographische Gesellschaft eine Mappe 
„Meisterwerke der Wiener Galerie" (125 Mark) und eine Sammlung großer Photogravüren „Die 
Kunst des XIX. Jahrhunderts". Im Auftrage des schlesischen Provinzialausschusses 
besorgte Geh. Rat Lutsch das „Bilderwerk schlesischer Kunstdenkmäler", (232 Lichtdruck- 
tafeln, 84 Textillustrationen, 80 Mark). 

Auf die Brügger Ausstellung greifen zwei Werke zurück: Friedlaenders „Meister- 
werke niederländischer Malerei a. d. Brügger Ausstellung" (München: 90 Tafeln 80 Mark) 
und Pol de Monts „Primitifs Flamands ä Bruges": auf die Haager, ein Werk des 
bekannten Dr. C. Hofstede de Groot über die dort 1903 ausgestellt gewesenen Bildnisse 
(65 Lichtdrucktafeln, 200 Exemplare ä 80 Mark). 

Zum Schluß sollen noch ein paar Bücher allgemeinerer Art einen Platz finden: 
Webbers zweibändiges Werk über den Maler und Sammler „J. Orrock" (210 Mark), 
Wilperts „Le pitture delle Catacombe romane" (2 Bände, 133 farbige, 131 schwarze Tafeln, 
375 Frcs. als Fortsetzung von Rossi, „Roma sotterranea" gedacht). Mauclairs anscheinend 
ausgezeichnete „The great freneb painters" (Englisch von Konody, 112 Rasterdrucke, 
22,50 Mark). Baud-Bovys opulent ausgestattete „Peintres Genevois I Liotard, Huber, 
St. Ours und Dela Rive" (Lichtdrucke, 23 Tafeln, davon 4 farbig, 99 Textbilder, 20 Mark) 
endlich das stark klerikal gefärbte, aber im Abbildungsmaterial willkommene „Les portraits 
du Christ" von R. P. Gaffre (25 Tafeln, 130 Textillustrationen: Paris, 4 0 ). 

Auch dieses Jahr befinde ich mich nicht in der Lage, irgendwie planmäßige Voll- 
ständigkeit erstreben zu können. Habe ich wirklich Wichtiges übersehen, so muß ich 
mich damit trösten, wenigstens auf viel und für die meisten Geldbeutel auf zu viel 
hingewiesen zu haben. 



Prof. Dr. Hans W. Singer. 




Die reproduzierenden Künste 



II. Die Techniken graphischer Vervielfältigung 



Auf keinem Gebiet, weder der Elektrotechnik, der Motor-, der Beleuchtungsindustrie 
noch sonstwo, ist der menschliche Geist augenblicklich regsamer als auf dem der Photo- 
mechanik. Die Liste der Patentanmeldungen in der Chemigraphie und verwandten 
Zweigen ist immer noch ungewöhnlich groß und es kann einem imponieren zu merken, 
wie sehr die Menschen sieb abmühen, neue Verbesserungen anzubringen. 

Da klingt es nun vielleicht etwas paradox, wenn ich gleich darauf melde, daß gegen- 
über dem vorjährigen Bericht von einer durchschlagenden Neuerung oder gar einer Um- 
wälzung nichts zu erzählen ist, Das Hauptinteresse der Chemigraphen selbst wendet 
sich der Chromotypie zu; wie die Strichätzung von dem Rasterdruck ganz verdrängt 
wurde, hat dieser als gewöhnlicher Schwarzdruck seinen Platz der Beachtung und des 
Geschätztwerdens dem Farbenverfahren einräumen müssen. Es werden allerorts Ver- 
besserungen versucht, ohne bislang zu wirklich belangreichen Neuerungen zu führen. 
Die Winkelung und die Kreuzung der übereinander zu druckenden Raster sind es, die 
besondere Beachtung erheischen. Beim Farbendruck, der unter Umständen das Uber- 
einanderdrucken von drei oder gar vier Doppelrastern fordert, ist dies eine Kardinalfrage. 

Bereits ziemlich eingeführt hat sich die Duplexautotypie und allenthalben eine Neuheit 
des Jahres, die sich auch einzuführen scheint, ist der Druck mit Doppeltonfarbe. Bei 
der ersteren wird der Rasterdruck durch den Unterdruck einer Tonplatte in Wirkung gesetzt, 
ähnlich wie vor beinahe hundert Jahren die Lithographen ihre Kreidezeichnungen sehr 
bald in Wirkung zu setzen suchten, indem sie eine flache, hie und da ausgespaarte 
Tonplatte unterdruckten. Die Doppeltonfarben sind eine alte Sache. Man kann z. B. auf 
den Kupferstichen des J. Christoffel, Le Blon, der von 1704 bis 1730 etwa arbeitete, merken, 
wie dieselbe Farbe im dicken festen Strich einen ganz anderen Ton, (z. B. ein dunkles 
Braun) als wie in der ausgezogenen, schalen Haarlinie (ein helles Gelb) zeigt. Und auch im 
alten Buchdruck zeigt sich eine ähnliche Erscheinung, indem bei der Verwendung 
besonderer Papiere und Schwärzen die Linie, der schwarze Buchstabe bräunlich-gelb 
umrändert ist. 

Diese Doppeltonfarben verwendet man neuerdings beim Druck der Autotypie. Die 
schalen, hellen Stellen der Ätzung gewinnen beim Druck damit nicht nur eine zartere 
Wirkung, sondern fallen in der Tat farblich verschieden von den dunklen Schattenstellen 
aus. Unter günstigen Umständen erhält das Bild dadurch eine gute Farbenwirkung. 

Eine andere Neuerung, die im Berichtsjahr zur praktischen Bedeutung heranwuchs, 
betrifft das Drucken von Kupfer- bezw. Stahlstichen. Bislang war das die schwierigste 
und langsamste Handprozedur. Nun besitzt man eine Schnellpresse, die bequem mit nur 
einem Mann als Bedienung 900 — 1000 Drucke in der Stunde herzustellen vermag! Damit 
kommt der Stahlstich wieder als Mittel für die Buchillustration in Frage. 

Für eine höhere Kunst ist das jedoch von wenig Bedeutung und überhaupt, wenn 
man die Richtung verfolgt, in welcher alle Verbesserungen sich vollziehen, kann man 
einige erhebliche Bedenken nicht unterdrücken. Durch ihre fortwährenden Verbesserungen 
werden voraussichtlich den Chemigraphen die Köpfe bald verdreht und sie werden nicht 
mehr davon zu überzeugen sein, daß es sich stets nur um Fragen der Praxis und der 
Verbilligung, bislang aber noch nie um eine künstlerische Vervollkommnung handelt 
Darüber noch ein Wort zur Erläuterung. 

Wir sprechen immer noch von Photomechanik, aber wer sich ganz oberflächlich in einem 
chemigraphischen Atelier umgesehen hat, wird bald gemerkt haben, wie wenig „Mechanik" 
dabei ist, wie ausschließlich alles vom freiwirkenden Arbeiter gestaltet wird. Selbst die 
gewöhnlichste Autotypie ist nie so gedruckt worden, wie sie das mechanische Verfahren 
hergab; sie wurde in der Presse zugerichtet. Heute aber wird bereits beim Herstellen 
des Blocks willkürlich in die Mechanik eingegriffen und es wird „Effekt geätzt" durch 
Decken und andere Manipulationen, die vom Originalradierer übernommen worden sind. 
Es wird also bereits der Willkür des Chemigraphen Uberlassen, einzelne Stellen des 
Bildes hervorzuheben oder zu dämpfen. Um hier das Richtige zu treffen, gehört aber 
ein künstlerischer Feinsinn dazu, den man doch nicht bei den Hunderten von Chemi- 
graphen voraussetzen darf. Im Gegenteil liegt die Gefahr des größten Manierismus 




Die reproduzierenden Künste 



95 



vor und bald durfte — nomen et omen — das Effektätzen zu verwerflichen Zielen 
führen. Noch schlimmer als bei der gewöhnlichen Autotypie steht es hier um den 
Farbendruck und zweifellos sind die Ergebnisse im großen ganzen bisher nur deshalb 
noch so selten erfreulich gewesen, weil das Verfahren zu wenig mechanisch war, zuviel 
vom (meist nicht vorhandenen) Geschmack des jeweiligen Chemigraphen abhängt. 

Drum, meine ich, es ist die grolle Aufgabe der Förderer in diesem Zweig, lediglich 
die „Mechanik" zu verbessern und nicht mit künstlerischen Allüren zu liebäugeln, denn 
die setzen voraus, daß man auch stets wirkliche Künstler zur Verfügung hat. 

Erfreulich ist, daß im Originaltiefdruck die Farbenmanie abgewirtschaftet zu haben 
scheint. In Paris ist es ruhiger geworden, Thaulows wenige Blatt mögen eine Art 
Schwanengesang der Farbenversuche sein. In Berlin haben die Künstler Karl Kappstein 
und Karl Langhammer ein „neues" Farbenmonotypie-System lanciert, das aber allem 
Anschein nach ebensowenig wie die andern wirklich lebensfähig ist. 




BERNHARD WENIG. Zeichnung für den Jungbrunnen- Verla« Fiicher 4 Franke, 

Düsseldorf 



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OEOKO BAKLÖS1US. JUmtr.tion au« ..Bulen»piee«l" 



Die Kunst im Buchgewerbe 

NUN sind wir glücklich soweit, daß nur noch in den Katalogen kleinstädtischer 
Warenhäuser und ähnlichen Druckwerken der wildgewordene Buchschmuck seine 
Ranken in das Satzbild treibt. Sonst ist dem Überschwall eine wohltuende Entsagung 
gefolgt, die nur wieder die bedauerliche Neigung hat, zu oft und zu deutlich an aus- 
ländische Muster anzuknüpfen, oder an diejenigen vor hundert Jahren. In beiden An- 
regungen ist der Insel-Verlag nach wie vor ein feiner Vermittler; man giebt ihm gern 
zu, uns Bücher in englischer Art oder solche mit alten venetianischen Vignetten zu 
bringen, weil man stets eine feine Hand spürt, die unsrer Unkultur Vorbilder schenken 
möchte. Dabei bevorzugt er eine Einrichtung, die wirklich vorbildlich ist und gleichviel, 
ob die betreffenden Zeichnungen modern oder alt sind, seine ausgezeichnete Wirkung 
sicherstellt: Die auf dem Umschlag meist farbige Strichzeichnung wird schwarzweiß 
als Titel zweimal gegenüberstehend wiederholt; im übrigen geben meist rot gedruckte 
Initialen den einzigen Schmuck des Buches, dessen Satzbild allein durch den gleich- 
mäßigen Satz einer einfachen Type wirkt. Die Seitenzahlen sind ohne Auszeichnung 
meist unten rechts gedruckt. Diese Einrichtung, die ähnlich auch vom Verlag Eugen 
Diederichs, Leipzig angewandt wird, hat den Vorteil, daß die Zeichnungen in ihrer 
diskreten Anwendung auch wirklich Buchschmuck werden. Man ist erfreut, wenn das 
Titelblatt einmal besonders reich ausgebildet ist und verzeiht es Heinrich Vogeler 
und anderen gern, daß sie mehr als deutlich an Beardsley erinnern. Besonders artig 
wirkt die so gemachte Einrichtung der Novellen von Paul Ernst: die venetianischen 
Titelbilder und Initialen stimmen gut zu dieser an der italienischen Novelle geschulten 
Prosa. In den „Liedern auf einer alten Laute" ist eine derartige Übereinstimmung von 
Wort und Druck bis zu einem Kuriosum gesteigert, indem dieses „Lyrische Porträt 
aus dem 17. Jahrhundert" eine ebenso getreue und drollige Drucknachbildung aus dem 
17. Jahrhundert zeigt, wie in den Gedichten ein moderner Sprachkünstler sich witzig jener 
schwulstigen Sprachgewundenheit bedient. Dieses Buch hat im Verlag von Carl 
Reißner, Dresden, eine noch drolligere Nachfolge: „Aus Urgroßmutters Garten, ein 
Frühlingsstrauß aus dem Rokoko", dessen Text, diesmal eine köstliche Sammlung alter 
Gedichte, wiederum durch Arno Holz besorgt ist. Das tapetenhafte Vorsatzpapier, der 
etwas allzureichliche Schmuck durch Vignetten und Schlußstücke, sowie der künstlich 
altgemachte Pergamentband erinnern schon etwas an die berüchtigten Buch-Mystifikationen 
des Düsseldorfer Malers Seyppel; aber immerhin ist den Gedichten eine Sammlung 
beachtenswerter Buchzeichnungen so beigefügt, das eins die drollige Wirkung des andern 
erhöht und der Gesamteindruck doch ein gediegener bleibt. Hier soll als Gegenstück die 
durch Paul Ernst besorgte Auswahl, aus „Des Knaben Wunderhorn" genannt werden 
(Verlag Georg Heinrich Meyer, Leipzig und Berlin), die außer dem Titelblatt der Original- 
ausgabe keinerlei Schmuck enthält und doch durch die gute Anordnung der deutschen 
Lettern vorzüglich wirkt. 

Auf gleichen Vorzügen beruht die gute Wirkung der Taschenausgabe vom „Dekameron 
des Giovanni di Boccaccio" im Insel-Verlag, an der vielleicht nur der geringe künstlerische 



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Die Kunst im Buchgewerbe 



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Wert der Titelzeichnung auszusetzen ist, die aber im Format der drei Bändchen, in Druck 
und Papier graziös und kühl und der herrlichen Dichtung angemessen ist. Im Format 
ähnelt sie den „Pantheon-Ausgaben" des Verlags S. Fischer, Berlin, den weichen Leder- 
bänden, deren textlicher Sorgfalt eine gleiche Akkuraiesse des Drucks sich zugesellt: in jeder 
Beziehung Muster von Klassiker-Ausgaben, an die vor zehn Jahren nur in England gedacht 
werden konnte. Neben dem Insel-Verlag sind es namentlich noch Eugen Diederichs 
und Fischer & Franke, deren sämtliche Bücher einen sorgsamen Geschmack der Ver- 
leger bezeugen. Diederichs, der sich wie schon gesagt manchmal an die Art des Insel- Verlags 
anschließt, versucht immer noch, durch fortlaufenden Schmuck das Satzbild zu beleben. 
So diskret aber seine Verzierungen sind, man empfindet sie — vielleicht von den holz- 
schnittgemäßen Zeichnungen des E. B. Weiß abgesehen, denen meist etwas Altertüm- 
liches anhaftet, die aber gerade dadurch zur Krebsfraktur sehr schön stehen — doch als 
Schnörkel auf die Dauer nicht angenehm. Die Type ist ein eigenmächtiges Ding und 
selber viel zu viel ornamental, als daß sie ihresgleichen neben sich vertrüge. Am 
ehesten noch, wenn der Schmuck farbig zur Schrift steht, wie etwa in der schönen 
Droste-Ausgabe des Verlags, wo ein lilafarbiger Rahmen mit dem grauvioletten Druck 
und dem warmen Papier einen für die Gedichte der Annette zwar zu bläßlichen aber 
doch angenehmen Akkord giebt, der durch einen blaßziegelroten Umschlag überdies leb- 
hafter wird, ganz abgesehen von den schönen Zeichnungen des Robert Engels. 

Gerade diese Zeichnungen sprechen gegenüber sonstigem Buchschmuck für die 
lange verpönte Buch-Jllustration, die durch Fischer & Franke im „Jungbrunnen" so 
glücklich wieder zur Geltung kam. Die Neigungen dieses Verlags gehen durchweg aufs 
Deutsche, und wenn er an einer Erneuerung der deutschen Buchkunst mitarbeitet, geht 
er auf die erste Quelle aller Druckkunst, auf die frühen deutschen Bücher, zurück. So 
hat er in seinem „Eulenspiegel" ein Werk ohne Tadel geboten: schwarzer Druck auf 
naturfarbigem Papier, eine eigens geschnittene Type von Barlösius, dessen Zeichnungen 
sich durchweg ornamental mit dem Satz verbinden. Das Ganze ebenso volkstümlich, 
wie einheitlich und in der altertümelnden Art durch die Dichtung berechtigt. Der 
„Eulenspiegel" bildet mit dem „Walther von der Vogelweide", der im Format wohl etwas 
zu ^roß gegriffen ist und dadurch die Zeichnungen von Franz Stassen vergröbert, den 
Schluß der Jungbrunnenbücherei, die in der deutschen Buchkunst ohnegleichen dasteht. 

Heute, wo man nicht mehr jedes Bändchen als Neuling willkommen heißt, vielmehr 
kritisch sichtet, bleiben doch viele von ihnen, z. B. der „Fortunat" von Franz Stassen, 
als vollendete Druckwerke bestehen, Und Horst Schultze wie Bernhard Wenig sind 
Künstler von solcher Eigenart, daß sie in ihren Zeichnungen viel mehr als Buchkunst 
geben. Als Verlegerleistung sind die derbgedruckten Bändchen mit den starklarbigen 
Umschlägen der höchsten Anerkennung wert. 

Auf das starke Beispiel, das der Verlag Fischer & Franke in seinen Jungbrunnen- 
bändchen gegeben hat, geht ziemlich alles zurück, was seitdem an volkstümlicher 
Jllustration versucht wird, so die Märchen- und Sagenbücher des Verlags B. G. Teubner, 
in denen dann auch die Frage der farbigen Blätter wieder lebendig wird. So schön z. B. 
die farbigen Lithographien von Robert Engels in dem Sagenbuch sind, sie gehören nicht 
dazu und man wartet förmlich auf den Tag, wo die Blätter von den Kindern heraus- 
gebrochen werden. Die Lithographie legt die Farben auf das Blatt, während der Buch- 
druck sie einprägt, beides nebeneinander giebt keine Einheit. Was Fischer & Franke 
in ihrem „Meistersinger werk" von Barlösius in alter Art versuchten, den farbigen Buch- 
druck, das hat Schultze in der „Verkauften Großmutter" bei Hermann Seemann 
Nachf. modern versucht. Auf Seite 18 dieses Buches steht eine: Zeichnung in schwarzem, 
blauem und rotem Buchdruck, die ein ganzes Programm zur farbigen Buchillustration be- 
deutet. Sie geht völlig als Druck, trotzdem sie höchst farbig ist. Wer genau sieht, 
entdeckt die Beziehungen zu den Drucken von Thomas Theodor Heine im Sim- 
phzissimus, die in der raffinierten Ausnutzung weniger Druckplatten Meisterstücke sind. 
Übrigens hat auch Hugo Steiner, Prag, in seinem „Lenau-Bändchen" (bei Martin Ger- 
lach & Co., Wien) sowie in den Gedichten von Leppin (bei Schaf stein St Co., Köln) 
im farbigen Buchdruck sehr Schönes gezeigt. 

Gerlachs Jugendbücherei verdient neben dem .Jungbrunnen" genannt zu werden. 
Ihre Art ist nicht so derb, auch kommt der farbige Druck mehr zur Geltung und gerade 
das genannte Lenaubändchen von Hugo Steiner-Prag ist sehr apart. 

Bei Schafstein, dessen große Verdienste um den künstlerischen Buntdruck in 
Kinderbüchern bekannt sind, hat im „Rumpumpel" von Paula Dehmel durch Scha- 
blonendruck eine höchst bunte Art der Kolorierung erreicht, die mehr mit der Hand hinein- 




9 8 



Die Kunst im Buchgewerbe 



gepinselt als gedruckt erscheint, jedenfalls aber einen weiteren Ausweg zeigt, um für das 
Buch von der fettglänzenden Lithographiefarbe fortzukommen. Die Improvisationen von 
Sievogt, „Ali-Baba und die vierzig Räuber" (Verlag Bruno Cassirer, Berlin) kommen 
technisch als Buchkunst wenig in Betracht, so geistreich die Zeichnungen sind. 

Die hübschen Pappbändchen aus dem Verlag Bard, Marquardt & Co., Berlin, „Die 
Kunst", herausgegeben von Richard Muther, führen von selbst zur schwierigsten Frage 
der modernen Buchkunst überhaupt. Die diesen Bändchen zugegebenen Illustrationen 
müssen in der Regel Netzätzungen sein. Die erfordern ein Kunstdruckpapier, das für den 
Textdruck viel zu glänzend und kreidig ist. Also muß zweierlei Papier eingeheftet werden, 
was niemals einheitlich wird. In diesen Bändchen ist das nicht so auffällig, wie in 
Werken größeren Formats. Namentlich leiden die Kunstzeitschriften darunter. „Die 
Rheinlande" und „Kunst und Künstler" allein sind auf ein ungestrichenes Papier, alle 
andern, soweit sie Bilder im Text bringen: „Kunst für Alle", „Kunst und Dekoration", 
„Dekorative Kunst", sind auf Kunstdruckpapier gedruckt, das trotz aller gegenteiligen Ver- 
suche von der Netzätzung untrennbar, trotzdem aber durch seine kreidige Glätte für Hand 
und Auge unangenehm ist. Hierin liegt gewiß das größte Problem des modernen Buchdrucks, 
soweit er Abbildungen einbeziehen will. 

Es müßte ein Verfahren erfunden werden, das wie der Holzschnitt auch auf jedes 
rauhes Papier gedruckt werden kann, das aber so viel Tonwerte giebt, wie die Ätzung und 
das vor allem so billig ist; denn hier im Wirtschaftlichen liegt der eigentliche Grund, 
warum der Holzschnitt sich nicht behaupten kann. Nimmt man aber Kunstdruck, so 
ergiebt sich aus dem schwächlichen Charakter der Autotypie eine dünne Art der Druck- 
gebung, die ein völlig eigenes Druckbild bietet von modernem Gepräge. Namentlich in 
amerikanischen Drucksachen sieht man darin doch überraschend stilvolle Dinge. 

W. Schäfer. 




GEORG BARLÖSIUS Illustration aua „Kolenapief el" 



Der deutsche Künstlerbund 

DAS bedeutendste Ereignis in Deutschland auf kunstpolitischem Gebiet war im Jahre 
1903 die Vorbereitung und Gründung des „Deutschen Künstlcrbundes" in Weimar. 
Damit hat sich die Sezessionsbewegung der letzten zehn Jahre vollendet, und wenn auch 
mancher Überschwall der ersten Erregung sich bescheiden mußte, darf doch die prinzipielle 
Wichtigkeit der Weimarschen Tagung nicht unterschätzt werden. 

Den äußeren Anlaß gaben die merkwürdigen Kämpfe vor der Weltausstellung in 
St. Louis, in denen noch einmal jene Mächte siegten, die in der Kunst mit Majoritäten 
arbeiten. Nachdem ein Versuch, die deutsche Kunstabteilung in St. Louis in die Hände 
einsichtsvoller Männer zu legen, in letzter Stunde verhindert wurde, drängte die Erregung, 
daß wieder einmal die Kunstgenossenschaft, durch die preußische Regierung augenschein- 
lich unterstützt, die für Kunstzwecke ausgeworfenen Mittel völlig in Händen habe, eine 
große Zahl von Künstlern in die verpönte Kunstpolitik. Der begreifliche Wunach, in 



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EMIL LUGO 
SOMMERABEND 

1 farbige Lithographie. 



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99 



Kunstdmgen keine andere als künstlerische Entscheidung zu haben, führte selbst Künstler 
nach Weimar, die Bich bis dahin garnicht als Sezessionisten hervorgetan hatten. Ks 
waren zwar nicht alle, so doch so viele der besten deutschen Namen beisammen, daß 
ihre Beschlüsse unbedingt als eine Äußerung der deutschen Künstlerschaft betrachtet 
werden müssen. Insofern ist namentlich die entschiedene Ablehnung des heutigen Akademie- 
wesens durchaus nicht genug beachtet worden. 

Geht man im einzelnen den praktischen Folgen der Weimarer Tagung nach, so läßt sich 
eine gewisse Inkonsequenz, wenigstens eine Unklarheit, nicht ableugnen. Die Künstlerschaft 
ist nach den Beschlüssen im Unklaren, ob neben der Kunstgenossenschaft eine neue ähnliche 
Organisation geschaffen worden ist, oder ob wir nur einen neuen Ausstellungsverband haben. 
Es hStte nahe gelegen und wäre deutlicher gewesen, die Sezessionen der einzelnen Städte ein- 
fach zu vereinigen. Aber weil man richtigerweise auf bestimmte Künstler außerhalb dieser ört- 
lichen Verbände nicht verzichten wollte, wählte man die Beitrittserklärung des einzelnen. 
Wenn man hierin erstaunlich weitherzig war und zunächst nur die Gesinnung, nicht die 
künstlerische Geltung sprechen ließ, bewies man in der eigentlich künstlerischen Leitung den 
ernstesten Willen, indem man die Jury für Ausstellungen vom Vorstand und nicht von sämt- 
lichen Mitgliedern wählbar machte. Daß man so alles auf ein aristokratisches Prinzip stellte, 
auf das Vertrauen in Persönlichkeiten, wird für die Ausstellungen des Künstlerbundes, 
deren erste in München stattfindet, von dauerndem Wert sein. Aber gerade das ver- 
hindert den „Künstlerbund", gegenüber der Kunstgenossenschaft eine wirtschaftliche 
Macht zu sein. Er ist eine Idealgemeinschaft für wenige Starke, die Schwächeren müssen 
jederzeit befürchten, von ihm zurückgeworfen zu werden; eine Gemeinschaft, die zu- 
nächst an die Gesinnung appelliert, dann aber die Gesinnung nicht gelten lassen darf. 
Schon nach der ersten Ausstellung wird dieses Prinzip ihm mancherlei Abfall bringen, 
und für den jungen Künstler, der seiner noch nicht sicher ist, würde ein hoher Mut dazu 
gehören, der Kunstgenossensch aft abzusagen und sich dem Künstlerbund zuzuwenden. 
Also als wirtschaftlicher Verband neben der Kunstgenossenschaft wird der Künstlerbund 
nicht in Frage kommen. Darum wird es richtig sein, ihn sachlich nur als einen Aus- 
stellungsverband zu betrachten, dessen Angehörigkeit durchaus keinen Ausschluß von der 
Kunstgenossenschaft bedeutet. 

Man könnte sich, entgegen dem wirtschaftlichen Verband der Kunstgenossenschaft, 
den deutschen Künstlerbund nun als eine Gemeinschaft denken, die das Berufliche völlig 
ausscheiden will und nur einen ideellen Zusammenschluß aller Künstlerpersönlichkeiten 
gleich welcher Eigenart erstrebt. Das wäre künstlerisch edel, beinahe romantisch gedacht : 
aber es wäre etwas Schönes. Und wenn eine solche Gemeinschaft eine Jury hätte (und 
sie hat eine solche), die in ihren Ausstellungen die Marktware, und sei sie technisch 
noch so verblüffend gemacht, von der ernsthaften künstlerischen Arbeit, und sei sie 
noch so ungelenk, absondert: so hätten wir endlich eine andere Künstlerschafi vor uns, 
als die mit dem sozialen Hungerschrei. Es könnte dann auch im Volk das Vertrauen 
wieder erwachen, in den Künstlern seelische Führer und Fackelträger anstatt Taschen- 
spielern zu sehen, bei denen der klappernde Teller doch immer die Hauptsache ist. Wir 
haben in den letzten Jahren viel von Kunsterziehung geredet; wenn dabei weiter nichts 
bezweckt wäre, — von den törichten Pädagogenmitteln in dieser Auseinandersetzung ganz 
abgesehen, — als den Kindern, also dem heranwachsenden Volk, Kunstverständnis bei- 
zubringen : dann müßte man nur von einer neuen Plage reden ; denn was soll ein Volk 
damit, daß eine Schar von Menschen unter ihm sich wichtig macht mit Kunststückchen, 
die zwar schwer, aber erlernbar sind. Was not tut ist, daß in Künstlern und im Volk 
wieder das Gefühl eines gemeinsamen Schicksals lebendig werde, daß wir den Künstler 
nicht als nichtsnutzigen Virtuosen, sondern als einen Begnadeten haben, in dem zur 
schönen Ordnung wird, was uns als rätselhafter Widerspruch umgibt. Es erscheint frag- 
lich, ob solcher Wille im deutschen Künstlerbund irgendwie herrschend ist, aber das 
nur könnte die Idee einer Gemeinschaft von Künstlern sein, die das Berufliche verachtet. 
Ob solche Dinge aber nicht solche des eigenen inneren Lebens'sind, denen ein Verband 
von selbst widerspricht? 

Vorläufig sieht man den frischen Künstlermut sich vom Akademismus lösen. Das 
ist nicht hoch, aber tüchtig. Und eins ist ganz gewiß, das Handgreiflichste: kommt 
wieder einmal für die deutsche Kunst eine Gelegenheit, vor dem Ausland von deutschem 
Wesen zu zeugen: nicht noch einmal werden die Dinge so widerwärtig gehen wie in 
St* Louis; denn nun ist eine Vertretung der deutschen Kunst vorhanden, die durch ihre 
Persönlichkeiten von selbst die erste Macht bedeutet 



W. Schäfer. 




Die Toten des Jahres 1903 



Robert Beischlag, Genremaler, wurde am i. Juli 1838 in Nördlingen geboren und 
starb am 5. Dezember, 65 Jahre alt, in München. Er war Schüler der dortigen Akademie 
unter Philipp Foltz und machte Studienreisen nach Paris und Italien. In seinen ausge- 
stellten Genrebildern sind besonders die weiblichen Gestalten graziös behandelt Er 
pflegte mit Geschick die von Joseph Flügger begonnene elegante Kostümmalerei sentimentalen 
Inhaltes. Da sang er das hohe Lied der Liebe in allen Tonarten. Anfangs wählte er seine 
Motive aus der Gegenwart, dann ging er aufs Mittelalter und die Renaissance zurück, 
doch ohne diesen Figuren das moderne Empfinden zu nehmen. In Farbendruck und 
Photographie fanden seine Bilder die weiteste Verteilung. Seiner Sentimentalität entsprach 
seine süßliche Farbe, die nur in der Behandlung seidener Stoffe, wie bei den meisten 
Malern dieser Richtung eine gewisse Virtuosität erreichte. Die Bilder tragen natürlich 
Namen wie „Abschied," ,, Sonntagsmorgen," „in der Kirche". 

Karl Eduard Büchel war ein Kupferstecher der Schule, die auf der Tradition 
des 18. Jahrhunders weiter baute. Diese Manier, der Linienstich, galt, bis durch Peter 
Hahn und Stauffer-Bern dieser Kunstzweig wieder selbstständig gemacht und reformiert 
wurde, als die Königin unter den vervielfältigenden Künsten. In Deutschland gehört Büchel 
zu seinen Führern. Es ist eine schönschreiberische Darstellung fremder Kunstwerke, in 
der der Stecher jahrzehntelang mit Bienenfleiß Linie an Linie reihte, um eine Wirkung 
zu erzielen. Es blieb diese Kunstart eine Schulmeisterei. Aber man feierte sie, während 
der Stecher doch schließlich zum Original stand, wie der Virtuose zum Komponisten. 
Büchel wurde am 22. April 1835 * n Eisenberg (Sachsen-Altenburg) geboren und bezog 
185« die Akademie in Dresden, wo er Schüler von Steinla wurde und zunächst den 
Kartonstich erlernte Nach Steinla's Tod (1858) erbte er dessen künstlerischen Nachlaß 
und widmete sich der oben betonten Linienmanier, in der er treffliche Modellierung der 
Gestalten und meisterhafte Wiedergabe des Ausdruckes zeigt, vor allem aber eine Farbig- 
keit bezw. Stofflichkeit erreicht, in der er wenig Konkurrenten hatte. Seine! Hauptblätter 
sind: Titian's Votivbild des Gesegneten; Franceschini's büssende Magdalena; Murillo's 
heilige Rodriquez; Madonna mit dem Kinde nach Boltrafno; Madonna von Anselm Feuer- 
bach; (alle in der Dresdener Galerie) ferner: die Vollendung des Steinla' sehen Stiches 
der sixtinischen Madonna (1878). Das Porträt der Lady Seymour von Holbein im Hof- 
museum zu Wien, sowie Heinrich Hoffmanns „Der Knabe Jesus im Tempel" und „Othello 
und Desdemona". Büchel starb am 37. August 78 Jahre alt. — 

Hugo Bürgel, Landschaftsmaler, geboren am 14. April 1853 in Landshut an der 
Isar, war Schüler von August Fink in München und bildete sich in der Lier'schen Maler- 
schule weiter. Seine bedeutendste Landschaft ist eine Ansicht der Ingezugspitze vom 
Isartal aus. Er starb am 3. Juli 56 Jahre alt. 

Alexander Calandrelli, Bildhauer, geboren am 9. Mai 1834 in Berlin, Sohn des 
Giovanni, besuchte von 1848 bis 1852 die dortige Akademie, war dann Schüler von Dankberg, 
Drake und August Fischer. Dann besuchte er Italien und ging seit 1864 in einem eigenen 
Atelier von kleineren Arbeiten in Wachs allmählich zu größeren Arbeiten über. Von 
diesen Kleinplastiken bewahrte er sich eine gewisse Schärfe der Charakteristik und auch 
eine Trockenheit, die ihm beim Porträt zustatten kam, weniger aber bei seinen sonstigen 
Schöpfungen. Solche sind die Eckfiguren einer silbernen Ehrensäule; die Soldatenfiguren 
am Denkmal zur Stiftung des Eisernen Kreuzes; zwei Landsknechte in Lebensgröße ; eine 
sitzende Statue von Peter von Cornelius ; die Statue des Generals York an Bläsers Reiter- 
denkmal Friedrich Wilhelms III. in Köln ; das treffliche Relief an der Ostseite des Sieges- 
denkmals in Berlin; der Kunstgedanke auf der Treppenwange der Nationalgalerie; vier Musen 
im Kuppelsaal derselben ; zwei Gruppen für die neue Königsbrücke; die stehende Statue des 
Cornelius in der Vorhalle des Alten Museums; die große eherne Reiterstatue Friedrich 
Wilhelms IV. vor der Nationalgalerie; die Kolossalstatuen Kaiser Wilhelms I. und des 
Kurfürsten Friedrich im Ritterharnisch, beide am Nationaldenkmal auf dem Marienberg 
bei Brandenburg und die Kolossalstatue Wilhelms II. für das Teltower Kreishaus in Berlin. 
Er starb am 27. Mai, 70 Jahre alt. 

Franz Eisenhut, Genremaler, wurde am 26. Jan. 1857 in Deutsch-Palanka in Ungarn 
geboren. Er war Schüler der Akademie in München unter Diez und machte große 




Die Toten des Jahres 1903 



101 



Reisen in den Kaukasus, die Türkei, Italien, Frankreich und brachte namentlich Bilder 
aus dem Orient heim, z. B. Heilung durch den Koran; Tod des Gülbab; Tatarenschule 
in Baku; Bettelnde Marabuts; Eine gefesselte Sklavin im Harem. Er lebte in München 
und starb am a.Juni, 46 Jahre alt. 

Paul Plickel, Landschartsmaler, geboren am 8. April 185a in Berlin, besuchte die 
Kunstschule in Weimar unter Hagen, ging 1874 nach Düsseldorf, wo er selbständig arbeitete 
und ließ sich 1876 in Berlin nieder. Er machte Studienreisen in Deutschland und Öster- 
reich und 1877 nach Italien. Seine flott gemalten Bilder, in denen er ungebrochene Lokal- 
färben liebt, sind zumeist italienische Motive, z. B. Garten bei Neapel; Villa d'Este; 
Neapel von Capodimonte aus ; Partie von Bordighera an der Riviera di Ponente ; aber 
auch eine Landschaft von der Insel Rügen und ein Buchenwald in Prerow. Er hörte 
jener Schule an, die das romantische Bedürfnis mit einer strengeren Naturbeobachtung 
zu vereinen suchte, es ist die topographische Landschaftsmalerei, die sich im Exotischen 
an das Reale gewöhnte. Flickel starb am 18. März, 51 Jahre alt, zu Nervi. 

Ernst Friedrich Giese, Architekt, trug bei mehreren Konkurrenzen den Sieg 
davon, und arbeitete häufig mit Weidner zusammen. Er baute u. a. in Düsseldorf das 
Stadttheater und die Kunsthalle; mit Weidner zusammen die Martin Luther-Kirche in 
Dresden. Er gehörte jener Richtung an, die mit Ferstel in Wien begann, auf die Re- 
naissance, auf Brunelesco und Bramante zurückzugehen und starb am 13. Oktober, 
71 Jahre alt. 

Hans Gude, Landschaftsmaler, speziell norwegischer Landschafts- und Marinemaler, 
wurde am 13. März 1835 in Christiania geboren. Dort besuchte er die Kunstschule und 
kam 1841 nach Düsseldorf, wo er erst auf der Akademie ein Jahr unter Andreas Achenbach 
arbeitete und von 1842—44 ins Privatatelier Schirmers eintrat. Von 1843—46 machte er 
Reisen in die nordische Heimat und studierte die Natur der dortigen Gebirge, in deren 
Darstellung er eine Meisterschaft erreichte. Die Ereignisse des Jahres 1848 veranlagten 
ihn zu einer Rückkehr in seine Vaterstadt, wo er aber wenig Anregung zum Schaffen 
fand, sodaß er zwei Jahre später wieder nach Düsseldorf ging, wo er eine Periode 
glänzender Tätigkeit entfaltete. 1854 wurde er als Nachfolger Schirmers Professor der 
Landschaftsklasse, gab aber 186a diese Stellung auf und besuchte England, bis er 1864 an 
die Kunstschule nach Karlsruhe berufen wurde. In seinen Landschaften wiegt ein roman- 
tischer Zug vor, den er mit Vorliebe in den Szenerien des Gebirges oder Beleuchtungs- 
effekten der See suchte. Mit Vorliebe verbarg er die Sonne hinter Wolken, so daß der 
Horizont funkelte, während der Vordergrund im Dunklen lag. Vom heutigen Geschmack 
aus betrachtet, ist er mehr äußerlich wie tief, doch war er eine reiche Begabung. Auch 
malte er eine Reihe Bilder aus seiner nordischen Heimat, in die Tidemann die Figuren 
setzte. Im Herbst 1880 zog er nach Berlin, wo er an der Akademie ein Meisteratelier 
für Landschaftsmalerei übernahm. Er war Mitglied zahlreicher Akademien und Inhaber 
hoher Medaillen und Orden. Am 18. August starb er, 78 Jahre alt. 

Albert Ingermann, Bildhauer, starb am 4. Juli, 75 Jahre alt, zu Berlin. 

Josef v. Kopf, Porträtbildhauer in Rom, wurde am 10. März 1827 in Illingen (Württem- 
berg) geboren. Anfangs war er Maurer und konnte erst mit 20 Jahren in die Zeichenschule 
zu Biberach eintreten. 1851 kam er nach München zu Sickinger und dann zu Knittel 
nach Freiburg, wo er eine seiner ersten Sandsteinfiguren ausführte. 1852 wanderte er zu 
Fuß nach Rom und verdiente durch Möbelschnitzerei seinen Unterhalt an der St. Lucca- 
Akademie, bis Cornelius und Overbeck ihm ein Stipendium verschafften und einen Auftrag 
für den König von Württemberg, eine „Verstoßung der Hagar". Darauf arbeitete er beim 
Thorwaldsen-Schüler Wagner weiter, dessen Art auch die seine wurde, ein Betonen der 
Anmut und Schönheit eben im Sinne Thorwaldsens, körperliche Schönheit in reich aus- 
gebildeter Marmortechnik zum Ausdruck gebracht. In seinen vielen guten Porträts tritt 
jedoch diese Weichheit mehr zurück. Für den württembergischen Hof schuf er „die vier 
Jahreszeiten", Trltonen, griechische Tänzerinnen, einen Kamin mit Prometheus und Gäa 
und einen solchen mit Aphrodite und Zephir. In der Stuttgarter katholischen Kirche 
steht eine Pietä von ihm; von ihm sind ferner das Marmorrelief „Tanz und Musik", 
Nymphe bei der Satyrherme, und besonders die Büsten und Reliefs Kaiser Wilhelms I. 
und der Kaiserin Augusta, König Karl und Königin Olga, Gregorovius, Lübke, Schnaase. 
Als er am a. Februar, 76 Jahre alt, starb, trauerten viele um ihn. 

Friedrich Kaulbach. Dieser Kaulbach ist der Neffe des berühmten Wilhelm, der 
das Treppenhaus im Alten Museum ausmalte und manches andere, und er ist der Onkel 



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Die Toten des Jahres 1903 



des ebenfalls berühmten Fritz August aus München. Sein Name drang nicht soweit und 
er lebte als Hofmaler in Hannover, wo er ein hohes Alter erreichte. Geboren wurde er 
am 8. Juli 1823 zu Arolsen und starb im 81. Jahre. Er war ein Schüler seines Onkels 
und reiste von 1839 — 45 in Italien. Erst versuchte er sich im Historienbilde, doch ohne 
großen Erfolg, kam dann als Bildnismaler nach Hannover, wo er großen Beifall fand. 
Von seinen Historienbildern seien genannt „Abels Leichnam von seinen Eltern gefunden", 
„Die Krönung Karls des Großen" im Maximillaneum zu München und „Romeo und Julia" 
(1884). Von seinen Bildnissen in der Galerie zu Hannover das der königlichen Familie, 
im Provinzialmuseum daselbst das des Bildhauers Gosser; er malte ferner die Kaiserin 
von Österreich, die Großherzogin Augusta von Mecklenburg, Prinzeß Alexandrine, die 
Bildhauerin Elisabeth Ney und viele andere, und errang goldene Medaillen und manchen 
Ordensstern. 

Ludwig Passini, der Maler, wurde am 9. Juli 1832 zu Wien geboren und war 
Schüler der dortigen Akademie unter Ender, Führich, Kupelwieser; dann arbeitete er 
mit K. Werner und machte Studienreisen. Er war der Sohn des Johann Passini, ließ sich 
abwechselnd in Rom, Berlin und wieder Rom nieder, wurde Professor und lebte dann 
abwechselnd in Berlin und Venedig. Er bevorzugte die Aquarellmalerei und wir erinnern 
uns von ihm Bildnisse gesehen zu haben, Architekturmalereien und ziemlich süßliche 
Genrebilder, z. B. „Badende Knaben", „Chorheim in der Kirche", (1870 Nationalgalerie in 
Berlin), „Prozession in Venedig" (1874), „Der Kürbisverkäufer in Chioggia" etc. Als er am 
6. November, 72 Jahre alt, starb, nannten ihn die Akademien zu Wien, Berlin, Venedig 
ihr Mitglied. Er war Inhaber vieler Medaillen und Orden. 

Friedrich Pecht, der Maler und Kunstschriftsteller, erlangte besonders als Heraus- 
geber der „Kunst für Alle" einen weiten Ruf. Am 2. Oktober 1814 wurde er in Konstanz 
geboren, war Schüler der Münchener Akademie, studierte bei Delaroche in Paris und reiste 
in Italien, wie es damals üblich war. Mit Hanfstängl war er Lithograph, in Leipzig als 
Bildnismaler tätig gewesen. Aus Dresden vertrieb ihn die Revolution und in München 
wurde er Schriftsteller, er, in dessen Bildern der literarische Zug stets vorherrschte. Er 
malte Szenen aus Schillers und Goethes Leben, behandelte Motive aus Dichtern, gab 
eine Schiller-, Goethe-, Shakespeare-, Lessing-Galerie heraus, die dem Geschmack der 
Zeit entsprach und überließ sich schließlich ganz seinen literarischen Neigungen. Fresken 
von ihm existieren im Maximilianeum zu München, im Konsiliensaal zu Konstanz etc. 
Von seinen Büchern seien genannt „Deutsche Künstler im 19. Jahrhundert" und „Geschichte 
der Münchener Kunst". 1894 erschien seine Selbstbiographie. Sein kunstkritisches Urteil 
empfinden wir heute als unzulänglich. Als er am 24. April starb, hatte er das hohe Alter 
von 89 Jahren erreicht. 

Fritz Stenle war Maler und Illustrator in München und starb am 4. August. 

Georg Schmitgen, Landschaftsmaler zu Berlin, wurde 1856 zu Bernkastel an der 
Mosel geboren, studierte an der Münchener Akademie unter Hackl und Gall und dann 
bei Bracht in Berlin, wo er dauernd Wohnsitz nahm. Er bevorzugte die märkische 
Landschaft und gab auch hin und wieder Küstenbilder aus Norwegen und von der Ostsee. 
Er starb am 7. Juni, erst 47 Jahre alt. 

Ernst Stückelberg, Maler, Basel, geboren am 22. Februar 1831 in Basel. War 
Schüler von Diehler daselbst ; 1850 von Dykmanns und Wappers in Antwerpen. 1863 
und 85 reiste er in Holland, 1868 nach Madrid und ließ sich dann in Basel nieder. Im 
Baseler Museum hängt ein Bild „Sabinergebirge", im Bundespalast zu Bern „Die Stauf- 
facherin". Fresken von ihm sehen wir in der Teilskapelle ; anderes in Privatsammlungen 
zu Genf, Köln, St. Gallen, Winterthur, Zürich. Er war Ehrendoktor der Philosophie, 
Inhaber goldener Medaillen und des Franz Josef -Ordens und starb am 14. September, 
68 Jahre alt. 





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Verzeichnis 

der wichtigeren deutschen und einiger ausländischer Bücher und Zeitschriften- 
Aufsätze über moderne Kunst aus dem Jahre 1903 



BAW 
DK 
GBA 
GrK 

\r 

KChr 

KfA 

KG 

KH 

KKr 

KM 

KuD 

Kunst 



Abkürzungen: 



Bertiner Architekturwelt. E.Wasmuth, Berlin. 

Dekorative Kunst. München, Bruckmann. 

Gazette des Beaux-Arts. Paris. 

Graphische Künste. Wien. 

Jahrbuch der bildenden Kunst. Berlin. 

Innen-Dekoration. Darmstadt, Koch. 

Kunstchronik. Leipzig, E. A. Seemann. 

Kunst für Alle. München, Bruckmann. 

Kunstgewerbeblatt. Leipzig, E. A. Seemann. 

Die Kunsthallc. Berlin. 

Kunst und Künstler. Berlin, B. Cassirer. 

Künstler- Monographien. Bielefeld und Leip- 
zig, Velhagen & Klasing. 

Deutsche Kunst und Dekoration Darm- 
stadt, Koch. 

Die Kunst, herausgegeb. von Rieh. Muther. 
Berlin, Julius Bard. 



KuK 

KuZ 

KW 

Mus. 

NDR 

RA 

Rheinl. 

Studio 

VKI 

VS 
WM 

Z 

zre 

ZfbK 



Kunst und Kunsthandwerk. Wien, Artaria. 
Kunst unserer Zeit. München, Hanfstaengl. 
Kunstwart. Dresden. 
Das Museum. Stuttgart, W. Spemann. 
Neue deutsche Rundschau. Berlin, S. Fischer. 
Revue de l'Art ancien et moderne. Paris. 
Die Rheinlande. Düsseldorf, Fischer & Franke. 
The Studio. London. 

Velhagen & Kissings Monatshefte. Bielefeld 

und Leipzig. 
Ver Sacrum. Wien, Verlag der Sezession. 
Westermanns Monatshefte. Braunschweig. 
Die Zukunft. Bertin. 

Zeitschrift für Bücherfreunde. Bielefeld und 

Leipzig, Velhagen & Klasing. 
Zeitschrift für bildende Kunst. Leipzig, 

E A. Seemann. 



A. Kunstgeschichte und Ästhetik 

a) Kunstgeschichte, Ästhetische Fragen, 
Erziehung zur Kunst 

Museen und Volksbildung. 



Berlepsch -Valcndas. 

KG, Dezember. 
Ble, Oskar. Ästhetische Kultur. NDR, Januar. 

— Die Wand und ihre künstlerische Behandlung. 
Kunst XXII. 

Beutinger, E. Die moderne Kunstbewegung in 

Finnland. KuD, Dezember. 
Bochenck, Johs. Das Gesetz der Formenschönheit. 

Mit Abb. und 70 Taf. Leipzig, Dieterich. 
Brinckmann, Justus. Geschmackswandlungen in 

Deutschland im 19. Jahrhundert. Mus. 18. 

— Allerlei von Fälschungen. KG, September. 
Bubcr, Martin. Jüdische Künstler. Berlin, Jüdischer 

Verlag. 

Carter, A. C. R. The Years Art 1903 London. 
Corinth, Louis. Der Akt in der bildenden Kunst. 

KKr, Dezember. 
Ehrhardt, Max. Bismarck im Denkmal des In- 

und Auslandes. 1. Bd. 149 Bl. 166 Denkmäler. 

Eisenach, Thüring. Vcrlags-Anstalt. 
Ekkencr, Dr. Hugo. Das „Wie" und das .Was" 

in der Kunst. KfA, 15. Oktober, I. November. 
Erdmann, K. O. Die Illusion in der Kunst. KW, 

15. Mai, I. Juni. 
Esswein, Hermann. Bild und Bildgrötte. KfA, 

15. November. 
Esswein, Hermann u. Ernst Neumann. Bild 

und Rahmen. KfA, 15. Marz. 

— Die Beeinflussung des Künstlers und die Kritik. 
KH, 15. Mir», 1. April. 



Fierens-Gevacrt, H. Essai sur l'art contemporain. 

2. «d. Paris, Alcan. 
Fred, W. Kunstreise nach England. DK, Juli. 
Frimmel, Th. von. Modernste Kunst. Ein Essay- 
München, G. Müller. 
Gaborit. Le Bcau dans les Am Paris, Vltte. 
Geiger, A. Badischc Kunst. 1903. Karlsruhc.G. Braun. 
Goclcr von Ravensburg. Grundriß der Kunst- 
geschichte. 2. Aufl. bearb. von M. Schmidt. Berlin. 
Grautoff, Otto. Streifzüge durch Kunst und Kunst- 
gewerbe in München. DK, Dezember. 
Heinzclmann, Prof. Dr. W. Ober den ethischen 

Beruf der Kunst. Festvortrag. Erfurt, Villaret. 
Hirt, E. Bemerkungen zur Psychologie der Kunst 
und des künstlerischen Schaffens. Beilage zur 
Münchner Allgemeinen Zeitung, 43/44. 
Huysmans, J. K. L'Art moderne. Nouv. 6d. Paris. 
J an i Isen, S. Die Photographic im Dienst der bil- 
denden Kunst in Deutschland. Deutsche Monats- 
schrift, Juni. 
Jaeger, Dr. Ernst. Wie gelangt man zum Ver- 
ständnis eines Kunstwerks? Berlin, H. Stcinitz. 
Kalkschmidt, E. Vom künstlerischen Lichtbilde. 

KW, I. November. 
Kirchner, J os. Die DarstellungdeserstenMenschen- 
paarcs in der bildenden Kunst etc. Stuttgart, Enke. 
Kötschau, Karl. Muscumswesen und Kunslför- 

derung. Jahrb. 03, 93. 
Kunowski, L. von. Rhythmus und Bilderbogen. 

Leipzig, Diedcrichs. 
Lange, Julius. Die menschliche Gestalt in der 
Geschichte der Kunst. Aus dem Dänischen von 
Heitz. 



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104 



Verzeichnis der Bücher und Zeitschriften-Aufsätze 



Lange, K. Die Jllusionsästhetik und ihre Gegner. 

KW, 1. August. 
Lange, Konrad. Das Künstlerische in der Kunst. 

KfA, 15. Februar, 1. Marz. 

— Sinnesgenüsse und Kunstgenuß. Wiesbaden, 

Leuteritz, Paul. Bewegung«- und Beleuchtung*- . 

Studien des menschlichen Körpers. 46 Orig.-Lith. ' 

Dresden, C. Kühtmann. 
Lipps, Th. Malerei und Zeichnung. Deutschland. 

April, Mai 03. 
Laschhorn, H. Museumsginge. Leipzig, Velhagen 

und Klasing. 

Martersteig, M. Kunsterziehung. Deutsche Monats- 
schrift. November. 

Marx, Roger. Stüdes sur l'Ecole francaise. Paris. 1 

Meyer, Bruno. Weibliche Schönheit, m. malerischen 
Aktstudien von H. L. von Jan. Stuttgart, Klemm 
und Beckmann. 

Mauclair, Camillc. Jdees Vivantes. Rodin, Car- 
rierc etc. Paris. 

Mehoffer, Joser. Glossen über die Kunst. VS, 
15. Juli. 

Ncwmarch, Rosa. Somc Notes on Modern Russian 

Art Studio, November. 
Obrist, H. Neue Möglichkeiten in der bildenden 

Kunst. Essays. Leipzig, Diederichs. 
Oettingcn, W. Das Gesetz in der Kunst. Rede. 

Berlin, E. S. Mittler u. Sohn. 
Osborn, Max. Reaktionäre Kunstpolitik. Nation. 

3. Oktober. 

Ostini, Frh. von. Zum Kunststreit Berlin-München. , 

Deutschland, Mirz. 
Pauli, Gustav. Photographie u. Kunst. K Kr, Februar. 
Pudor, Dr. Heinrich. Die bildende Kunst in den | 

skandinavischen Lindern. Leipzig, Hermann See- . 

mann. 

— Das Moderne In Kunst und Kunstgewerbe I, II. 
Leipzig, H. Seemann. 

Raehlmann. Ober die Entwicklung der Kunst im 
Leben des Kindes. Deutsche Revue, August, 
September. 

Rosen, Fei. Die Natur in der Kunst. Mit 120 Abb. , 
von Erwin SüQ etc. Leipzig, B. G. Teubner. 

Roßbach, Prof. Dr. Olto. Internationale und 
nationale Kunst. Rede. Königsberg, Gräfe u. Unzer. 

Scherricr, Karl. Antik und modern. Deutsch- 
land, Juni, Juli 03. 

— Impressionistische Weltanschauung. Z, 24. Oktober. 

— Die Konventionen der Kunst. DK, Mai, August. 
Schider, Dr. Fritz. Plastisch -anatomischer Hand- 
atlas. 2. verm. Aufl. Leipzig, Seemann u. Co. 

Schmarsow, Prof. Dr. August. Unser Verhältnis 

zu den bildenden Künsten. 6 Vortrüge. Leipzig, 

B. G. Teubner. 
Schmidkunz, Dr. Hans. Werkstitten u. Schulen 

der Kunst. JD, August — September. 
Schmidt, Karl Eugen. Französische Skulptur und 1 

Architektur im 19. Jahrh. Leipzig, E. A. Seemann. 



Schur, Ernst. Gedanken über die Psychologie der 
zeichnenden Künste. VS, IS. September. 

Seemann, A. Bildende Kunst und Schule. Deutsche 
Monatsschrift, Januar. 

Seidlitz, W. von. Der Kaiser und die Kunst. 
Jahrb. 03, 87 

- Kunstfragen der Gegenwart, Beilage zur Münchn. 

Allg. Ztg , 144. 
Smith, C. Sp. ßarbizon days.Millet, Corot, Rousseau, 

Baryc. New York, A. Wessels Co. 
Thode, H. Schauen und Glauben. Heidelberg, 

Winter. 

Thoma, Hans. Sind Akademien für die Entwick- 
lung der Kunst notwendig und nützlich oder schäd- 
lich? Beilage zur Münch. Allg. Ztg., 80. 

Unsere Kunst. Neues aus den Werkstätten der 
freien Vereinigung Düsseldorfer Künstler. Düssel- 
dorf, H. Michels. 

Vecr, Leonorc van der. The London Sketch 
Club and its Mcmbcrs. Studio, Oktober. 

Velde, Henry van de. Die Belebung des Stoffes 
als Schönheitsprinzip. KKr, September. 

Vcth.Jan. Pro Arte. KKr, April. 

Volkmann, Ludwig. Das Geistreiche im Kunst- 
werk. KfA, 1. Januar. 

Grenzen der Künste. Dresden, G. Kühtmann. 
Waldstcin, Ch. Art in the Ninetecnth Century. 
Cambridge. 

Ward.J. Colour, Harmony and Contrast. London. 
Willard, A. R. History of Modem Jtalian Art. 2 ed. 

London, Longmans 
Wüst, F. Die neue Kunst. Berlin-Steglitz, H. Priebc. 
Zuckerkandl, B. Von neuer polnischer Kunst. 

KfA, I. März. 

h) Architektur und Denkmalpflege 

Alt, Dr. Thdr. Die Heidelberger Schloßfrage nach 
dem F.rgcbnis der dritten Sachverständigen - Kon- 
ferenz. Mannheim, Bensheimer. 

Architektur, neue. Eine Auswahl der beachtens- 
wertesten Neubauten moderner Richtung aus 
Deutschland und Österreich. I. Serie. Wien, 
F. Wolfrum u. Co. 

Aus der Praxis. Neue Privatbauten aus Deutsch- 
land und Österreich. I.Serie. Moderne stldt.Wohn- 
u. Geschäftshäuser. 60Tar. Wien, F. Wolfrum u. Co. 

Beutinger, E. Moderne Erker, Fenster- und Eck- 
Arrangements. ID, Juni. 

Blochts, Ed. Fassadcn-Alhum. 4. gänzl. neubearb. 
Aufl., hcrausg. von Frz. O. Hartmann. Leipzig 
C. Scholtze. 

Borrmann, Richard, und Joseph Ncuwirth. 
Geschichte der Baukunst. I. Bd. Leipzig, E. A. 
Seemann. 

Brüning, A. Die Berliner Architektur und ihre 

jüngsten Erfolge. BAW, April. 
Denkmalpflege, IV. Tag für, in Erfurt. Referate 

von Dchio, Lutsch usw. KChr, 23., 30. Oktober. 

Entgegnung von O. Stiehl. KChr, 4. Dezember. 



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Verzeichnis der Bücher und Zeitschriften-Aufsätze 



Dorschfeld, Richard. Holzbauten der Gegen- 
wart. Neue Folge. Stuttgart, K. Witwer. 

Drechsler, Fritz. Die Neuzeit. Ausgeführte Ent- 
würfe der neueren Zeit. 1. Abtlg. 25 Tar. Leipzig, 
Baumgärtner. 

Entwürfe, architektonische, angef. von Stu- 
dierenden der königl. techn. Hochschule 2u Aachen 
unter Leitung von Prof. Reg. -Baumeister L. Schup- 
mann. 48 Taf. Aachen, J. A. Mayer. 

Fiedler, L. Das Detail in der modernen Architektur. 
60 Taf. Wien, F. Wolfram u. Co. 

Fischer, Theodor. Eine Auswahl seiner öffent- 
lichen und Privatbauten in München u. Umgebung. 
München, L. Werner 

Gradl, M. S. Moderne Bauformen. Fassaden, In- 
terieurs, Details. Im Verein mit R. Beauclair 
hsg. 2. Bd. 12 Hefte. Stuttgard, J. Hoffmann. 

Graef, Aug. u. Max. Moderne Ladenvorbaue und 
Schaufenster. 2. verb. und venn. Aufl. Leipzig, 
B. F. Voigt. 

Grossmann, E. Kleinere städtische Geschäftshäuser, 
Wohnhäuser und Mietshäuser etc. 75 Taf. Ravens- 
burg, O. Maier. 

Gurlitt, Cornelius. Ober Baukunst. Kunst XXVI. 

— Denkmalpflege (im J. 1902) Jahrb. 03, 47. 
Henrici, K. Stadt- und Straßenbild im Mittelalter 

und in der Neuzeit. KW, 15. August. 

Hessling, Bruno. Architektur im Bild. Fortgesetzt 
von Siegm. Klein. III. Serie (Schluß) IV. Serie. 
Berlin, B. Hessling. 

Hofrmann, Ludwig. Neubauten der Stadl Berlin. 
2 Bd 50 Taf. mit beschreib. Text. Berlin, B Hessling. 

Kempf, Rudolf. Dorrwanderungen. Die inter- 
essantesten Bauernhaus-Typen Süddeutschlands. 
100 Taf Frankfurt a M.. H. Keller. 

Kühn, Ernst. Der neuzeitliche Dorrbau. I.Samm- 
lung. 72 Taf. Leipzig, C. Scholtze. 

Lande, Richard. Fassaden-Entwürfe für Danzig. 
(Ergebnis des Wettbewerbs.» Leipzig, Deutscher 
Architektur-Verlag. 

Lange, Willy. Zur künstlerischen Gestaltung des 
Gartens. ID, Februar- April. 

Lindt, A. Denkmalsschutz. Nation, 31. Januar. 

Lux, Joseph. Das moderne Landhaus. Ein Beitrag 
zur neuen Baukunst. Wien, A. Schroll & Co. 

Möhring, Bruno. Stein und Eisen. I. Lfg. Berlin, 
E. Wasmuth. 

Moormann, Baurat. Ober die neuere Richtung 
in der Baukunst. KG, Juli. 

München. Das Hotel „Vier Jahreszeiten". DK, April. 

Muthesius, H. Das englische Haus und die nationale 
Bedeutung des Einzelhauses. Deutsche Monats- 
schrift, November. 

Neumann, C. Das Heidelberger Schloß. DR, Dezbr 

Neumeister, Prof. A. Deutsche Konkurrenzen. 
XV. u. XVI. Bd. Leipzig, Seemann & Co. 

- Fassaden für Frankfurt a. M. Leipzig, Seemann & Co. 
Opderbecke, Adolf. Stadl- und Landkirchen. 

24 Taf. Leipzig, B. F. Voigt. 



Procul, B. Ober staatliche Bauten. KW, 1. Juni. 
Ratzel, Friedrich. Baukunst (des Jahres 1902). 

Jahrb. 03, 43. 
Roch, Franz. Moderne Fassadenentwürfe. 24 Taf. 

Uipzig, B. J. Voigt. 
Schcffler, Karl. Moderne Baukunst. KKr, Septbr. 
Schilling und Gracbner. Landkirchen. Mit einem 
Geleitwort von Prof. Dr. Paul Schumann. 18 Taf. 
Leipzig, Gilbers. 
Schliepmann.Hans. Vom Straßenbilde. BAW, Mai. 
Schmidkunz, Dr. Hans. NeueWissenschaftsbauten. 

BAW, November. 
Schmohl, Prof. P., und G. Staehelin. Neue 

deutsche Architektur. Stuttgart, K. Witwer. 
Schneider, Richard von. Zuerst der Hof und 

dann das Haus. DK, Oktober Dezember. 
Schultze-Naumburg. Kulturarbeiten. III. Dörfer 

und Kolonien. München, Callwey. 
Stiehl, Otto. Mittelalterliche Baukunst und Gegen- 
wart. Berlin, W. Ernst & Sohn. 
Vogel, F. Rud. Einfamilienbaus und Mietskaserne. 

BAW, Oktober. 
Völkel, R. Moderne Villen in Meisteraquarellen. 

Wien, F. Wolfrum & Co. 
Wagner-Schule 1902. Wien (Leipzig, Baumgärtner). 
Wallot, Prof Dr. Paul, Architektonische Studien 
aus dem Atelier des, 2. -4. Jahrg. Dresden, Ge- 
werbe-Buchh. 
Wolf, Edmund. Einfache Bauten. Wien, F. Wolf- 
rum u. Co. 

c) Bildhauerei 

Abel, C. Moderne englische Skulptur. Deutsche 
Revue, März. 

Bosselt, Rudolf. Zur Wiederbelebung der Me- 
daillenkunst in Deutschland. KuD, Dezember. 

Grabdenkmale, Künstlerische, in Österreich- 
Ungarn. Wien, Schroll u. Co. 

Hann, P. Von amerikanischer Skulptur. KrA, 
15. Januar. 

Hessling, Egon. LaSculpture beige contemporaine. 
Avec notices biograpblques par F. Symons. Berlin, 
B. Hessling. 

Hevesi, Ludwig. Neucrc Wiener Plastik. KChr, 
3. April. 

Heilmeyer, A. Die moderne Plastik In Deutschland. 

Leipzig, Velhagen u. Klasing. 
Kruse, B., und H. Baum. Moderne plastische 

Studien. 26 Tafeln. Berlin, B. Hessling. 
Osborn, M. Moderne Plastik. NDR, Juli. 
Rapsilber, M. Tiergarten-Plastik. KH, I.J5.Novbr. 
Reimann, Alb. Kleinplastik. 40 Taf. Berlin, 

B. Hessling. 

Rüge, Klara. Amerikanische Bildhauer. KuK, 
Juni Juli. 

Schumacher, Fritz. Die Denkmäler des Jahres 

(1902). Jahrb. 03, 33. 
Siegesallee, Die, in Berlin. Berlin-Steglitz, Neue 

Photographische Gesellschaft. 

«4 



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I 



Verzeichnis der Bücher und Zeitschriften-Aufsätze 



d) Malerei 

Brleger-Wasservogel, Lothar. Deutsche Maler. 

(Ober Kunst der Neuzeit 10.) StraBburg. Heitt. 
Caffin, Ch. H. American Masters of Painring. 

London. 

Dewhurst, Wynford. Impressionist Painting: its 
genesis and development- Studio, April, Juli. 

Friese, Paul. Was muß man von der Aquarell- 
malerei wissen? Berlin, H. Stein!«. 

Gold, A. Was ist uns die Impressionistische Malerei? 
Deutschland, Dezember. 

Hannover, Emil. Neuere Strömungen in der 
dänischen Malerei. ZfbK, September. 

Hatton, Thomas. Skizzierende Aquarellmalerei. 
Anleitung Tür Anfanger. Obers, von Otto Marpurg. 
Ravensburg, Maier. 

Haushofer, Prof. Dr. Max. Die Landschaft, j 
Sammlung illustr. Monographien. 12. Leipzig, Vel- I 
hagen u. Kissing. 

Heilbut, Emil. Die Impressionisten. Berlin. 
B. Cassirer. 

Jaennicke, Friedrich. Handbuch der Ölmalerei. 

6. verm. u. verb. Aufl. Stuttgart, P. Neff. 
Jessen, Jarno. Moderne Priraffaeliten. KfA, 

15. November. 
Kirchbach, W. Die Stillebenmalerei. WM, Septbr. 
Klossowski, Erich. Die Maler von Montmartre. 

Kunst XV. 

Kraus, E. Impressionisten und Neoimpressionisten. 

Türmer, April. 
Krön, Friedrich. Zur Technik der Ölmalerei. 

2. verm. u. verb. Aufl. Leipzig, B. F. Voi£t. 
Mauclalr, C, L'Impressionisme. Son histoire, son 

esthetique, ses maitres. Paris. 

— French Impressionist« 1860 1900. London. 

— The great French Painters and the evolution of 
French Paln ting from 18.10 to the present day. London. 

Meier-Graefejul. Der moderne Impressionismus. 
Kunst XI. 

Meister der Farbe. Beispiele der gegenwärtigen 
Malerei in Europa. Monatlich ein Heft mit 6 Bildern ■ 
und Text. Leipzig, E. A. Seemann. 

Muther, Richard. Die belgische Malerei im 19. 
Jahrhunden. Berlin, S. Fischer. 

— Die jüngere belgische Malerei. NDR, September. 

— Geschichte der engl. Malerei. Berlin, S. Fischer. 
Rilke, Rainer Maria. Worpswede. KM, LXIV. 
Rüge, Klara. Amerikanische Maler. KuK, Oktober. 
Schmid-Breitenbach. Franz. Stil- und Kompo- 
sitionslehre für Maler. Stuttgart, P. Neff. 

Sickert, Oswald. Anderthalb Jahrhunderte eng- 
lischer Malerei. KKr, April. 

Slgnac, P. Von Delacroix zum Neo-Impressionismus. 
Krefeld, Hohn. 

Sizeranne. Whistler, Ruskin et l'Impressionisme. 
RA, Dezember. 

Vanzype, G- Nos Pcintres. Bruxellcs. 

Wyzewa, T. de. Peintres de jadis et d'aujourd'hul. 
Paris, Petrin & Cie. 



e) Graphik 

Benedite, Leoncc. Les Peintres-Lithographes. 

RA, Dezember. 
Biedermann, J. Frh. von. Deutsche Werkschriften 

der Gegenwart. ZfB, Februar. 
Fuchs, Eduard. Die Karikatur der europäischen 

Völker 1848-1900. Berlin, A. Hofmann u. Co. 
Hirschberg, Dr. Leopold. Totentlnze neuerer 

Zeit ZfB, September. 
Kautzsch, Rudolf. Die deutsche Illustration. (Aus 

Natur und Geisteswelt 44). Leipzig, B. G. Teubner. 

— Die Kunst im Buchgewerbe (Im Jahre 1902). 
Jahrb. 03, 76. 

Künstler-Steinzeichnungen, deutsche, aus 
dem Verein für Original-Radierung in München. 
Leipzig, Voigtllndcr. 

Lithographie, Die, von ihrer Erfindung bis zur 
Gegenwart. 4. Band der Vervielfältigenden Kunst 
der Gegenwart. Wien. 

Osborn, Max. Die Wiedergeburt des Holz- 
schnitts. ZfB. Oktober— Dezember. 

Pcrzynski, Fr. Der japanische Farbenholzschnitt. 
Kunst XIII. 

Rheden, Claus von. Plakat und Plakatstil. VKI, 
Oktober. 

Schwarz -Weiß. Ein Buch der zeichnenden Kunst 

Berlin, Fischer u. Franke. 
Singer, Dr. H.W. Der Kupferstich von Chodowiecki 

bis zur Gegenwart (Schluß). ZfB, Januar. 

— Die reproduzierenden Künste (im Jahre 1902). 
Jahrb. 03, 71. 

Storck, Karl. Die Künstlerlithographien des Karls- 
ruher Künstlerbundes. Türmer-Jahrbuch 1904. 

Zur Westen, Walter von. Das Plakat (Moderne 
Arbeiten der angewandten graphischen Kunst in 
Deutschland IV). ZfB, Juni. 

— Reklamekunst. Leipzig, Velhagen u. Klasing. 
Zahlreiche Original-Holzschnitte, u. a. von 

Leop. Blauensteiner, Irma von Dutczynska, Hugo 
Henneberg, Rudolf Jettmar, F. König, Max Kurz- 
weil, Karl Moll, Karl Müller, A. Nowak, Leopold 
Stoib», cnthilt die Zeitschrift Ver Sacrum. 
Ober die graphischen Künste auf den Aus- 
stellungen, s. bes. GrK, Mittellungen. 

f) Kunstgewerbe 

Bredt, E. W. Künstl. Holzspielsachen. DK, Septbr. 
Brüggemann, Fr. Das Holz in der künstlerischen 

Ausstattung des Wohnhauses. ID, Novbr.— Dezbr. 
Brüning, Adolf. Die Schmiedekunst in Berlin. 

BAW, Februar. 
Fell, H., Granville. „Vellucent- Book Bindings. 

Studio, August. 
Fred, A. W. Vom neuen Stil der dekorativen Künste. 

WM, Februar. 

— Unser Kunstgewerbe. Z, 25. April. 
Friedmann, F.rnst. Schaufensterkunst. KG, Juni. 
Grautoff, Otto. Der moderne künstlerische Hand- 



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Verzeichnis der Bücher und Zeitschriften-Aufsätze 



107 



Groß, Prof. Karl. Kunstgewerbliche Erziehung. 
KG, Mai. 

Kühn, Dr. H. Bucheinbände moderner Art. KuD.Jan. 
Kunst im Handwerk. (Sammelbericht für 1902) 

Jahrb. 03, 52. 
Kurzwelly, Dr. Albrecht. Die Pflanze in ihrer 

dekorativen Verwertung. KG, April. 
Latour, Graf Vincenz. Englische Bucheinbinde. 

KuK, Januar. 
Moderner Schmuck. DK, Februar. 
Muthesius, A. Das Eigenklcid der Frau. Krefeld, 

Kramer u Baum. 
Peters, H. Die Kunstwebeschule in Scherrcbek. 

KG, September. 
Pudor, H. Die 

mann Nachfolger. 



Rücklin, Rudolf. 
KG, Min. 

Scheffler, Karl. Eine Bilanz. DK, April. 
- Möbel. KKr, März. 

Schmuz-Baudiss, Theo. Ober die Verzierung des 
Porzellans unter der Glasur. BAW, Dezember. 

Servaes, Franz. Die Wiener Kunstgewerbeschule. 
KKr, August. 

Stubmann, Dr. Peter. Kunstgewerbepolitik. DK, 
Mlrz. 

Tikkanen, ProT. J. J. Die dekorative Kunst in 

Finnland. DK, Januar. 
Wacker, Dr. Leonhard. Der Wert der künstlichen 

Farbstoffe für dl« 

Kunstgewerbes. DK, 



B. Ausstellungen und Sammlungen 



Die Kunstausstellungen von 1902 {Sammelbericht). Jahrbuch 03,1 
Die Kunst des Jahres. Deutsche Kunstausstellungen 1903. München, 



Berlin. Winter-Ausstellung der Sezession 
von M. Rapsllber. KH, I. Dezember, 
von Hans Rosenhagen. KfA, 15. Januar, 
von K. Scheffler. Z, 17. Januar. 

— Frühjahrs-Ausstcll. der Sezession. KChr, 24. April. 

von Georg Galland. KH, 15. April, I. und 
15. Mai. 

von W Gensei. Türmer, Juni. 

von H. KKr, Mai 

von Rudolf Klein. Rheinl., Juni. 

von H. Rosenhagen. KfA. I. und 15. Juni. 

von K. Scheffler. Z, 6. Juni. 

— Ausstellungen von Oskar Bie. NDR, Mai. 

- Sommer-Ausstellungen von Max Osborn. Deutsch- 
land, Juli. 

— Grolle Kunstausstellung. BAW, Juni ff. 

von Georg Galland u. M. Rapsilber. KH, 
15. Mai, 15. Juni, 1. u. 15. Juli, 15. August 
u. 15. September. 

von W. Gensei. Natioo, 25. Juli. 

von H. KKr, Juli. 

von Rudolf Klein. Rhein)., Juli. 

von Max Martersteig. Z, II. Juli. 

von Hans Rosenhagen. KfA, 15. Juni. 

(Wohnungskunst) von Dr. Max Osborn. ID, 
August bis September. 

— Die große Berliner Kunstausstellung. Eine Flucht 

der Künstler in die Öffentlichkeit. Berlin, 
H. Stöcker. 

— Kunstgewerbliches von Anna Plebn. KG, Oktober. 

— „Neue Gruppe" von Anna Plchn. KG, November. 

— Ausstellung Neue Gruppe von Herrn. Lücr. BAW, 



Ausstellung des Vereins für deutsches Kunst- 
gewerbe von Peter Jessen. BAW, Januar, 
von Jean Loubier. KuK, Februar, 
von Prof. Dr. A. G. Meyer. KG, Jan.-Febr. 



— Ausstellung der neuen Frauentracht Im Hoben- 

zoIlern-Kunstgewerhehaus, von Dr. Valentin 
Scherer. KG, Januar. 

— Moderne Wohnriumc im Warenhaus Wertheim, 

von Dr. Max Osborn. ID, Jan., KuD, Mlrz. 

Budapest. Internationale Kunstausstellung von Karl 
Lyka. KChr, 5. Juni. 

Dresden. Ausstellungen von M. Osborn. Deutsch- 
land, Oktober. 

— Sichsische Kunstausstellung von E. Haenel und 

E. Kiesling. KH, I. Juni, 1. August, 1. Okt. 
von Paul Schumann. KfA, 1. August. 

— (Kunstgewerbe) von Dr.Johs.Klcinpaul. KG, August. 

— Ludwig Richter-Ausstellung von Karl Woermann. 

ZfbK, Juni. 

— Ausstellungen der Werkstillten für deutschen Haus- 

rat von E. Haenel. DK, Februar. 
Düsseldorf. Pangstaussteltung des Kunstvereins 

von Wilhelm Schifer. Rhein!., Juni. 
Karlsruhe. Meisterwerke d. deutschen Glasmalerei. 

Mit einem Begleitwon von Prof. Franz Sales 

Meyer. Berlin, Kanter u. Mohr. 
Kopenhagen. Bing u. Grfindahls Porzellanfabrik, 

von Hartwig Fischer. KuK, Aug.— Sept. 

— Gesellschaft für dekorative Kunst von N. V. Dorph. 

DK, November. 
K refeld. Nordische Ausstellung (1902) v. F. Deneken. 
Jahrb 03, 67. 

— Niederlindische Kunstausstellung von H. Hcrmans 

u. Wilhelm Schifer. Rheinl., Juni- 
London. Artsand CraftsExhibition. Studio, Febr.-Juni. 
von Harry Graf Kessler. KKr, Mai. 
von P. G. Konody. KuK, Februar Mlrz. 

— Academy Notes 1903. London, W. Gardner. 

— Royal Academy Pictures 1903. London, Cassel u. Co. 

— Frühjabrsausstellungen von A. L. Baldry u. Henri 

Frantz. Studio, Juni. 



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Verzeichnis der Bücher und Zeitschriften-Aufsätze 



München. Sommcrausstellungen von Franz DQIbcrg. 
KChr, 15. Oktober 
von William Ritter. GBA, September, 
von Benno ROttenauer. Z, 22. August, 
von Karl Voll. KKr, August. 

— Glaspalast, von L.Gustav. KH, I.Juli, 15. August, 

15. September, I. Oktober, 
von Franz Wolter. KfA, '.September. 

- Sezession, Frühjahrsausstellung von B. Kayser. 

KFA, 15. April. 

— Sommerausstellung v. G. Habich. KfA, Lu.15.Juni. 

von A. Heilmeycr. KH, I. Aug., I.Sept. 
Paris. Salons von Henry Cochin. GBA, Juni— Juli, 
von Meier-Graefe. Z, 20. Juni, 
von Pascal, R. Bouyer, G. Babin, E. Dacier, | 

H. Havard, E. Babclon. RA, Mai, Juni, Juli, 
von K. E. Schmidt. KH, 15. Mai, 1. Juni, 1. u. 

15. Augusl, KChr, 8. Mal. 

— (Herbstsalon) von Ivanhoe-Rambosson KuD, Nov. 
Petersburg. Ssovremenoic Sskusstvo (L'Art Mo- 
derne) von S. N. DK, September. 

Turin (I902>. I. internat. Ausst. f. mod. dek. Kunst, 
von H. Scbliepmann. Jahrb. 03, 62 

— Französische Abteilung von Georg Fuchs. 

KuD, Januar— Februar. 

- Amerikanische Abteilung von Georg Fuchs. 

KuD. Januar— Februar. 

— Englische Abteilung von F. H. Newsbery. 

KuD, Januar— Februar. 

— Japanische Abteilung. 

Venedig. V. Internationale Kunstausstellung von 
Dr. Wolfgang v. Oeningen. KfA, 15. Aug. 
von August Wolf. KChr, 5. August. 

Wien. Kunstausstellungen von B. Zuckcrkandl. 
KfA, I. Januar u. I. Mai. 

— Sezession; Impressionisten-Ausstellung von Erich 

Felder. Nord und Süd, April, 
von Ludwig Hcvcsi. KChr, 6. Februar, 
von H. KKr, Februar, 
von Ludwig Hevesi. KChr, 17. April. 



C. Einzelne Künstler 

Alberts, Jakob, von F. Fuchs. WM, Juli. 
Baluschek, Hans, von Hans Mackowski. KKr, Juni. 
Bartels, Hans von, von Ed. Hcyck. KM, LXVII. 
Bauer, Leopold, Familien-Landhiuser, von J. A.Lux. 

KuD, August. 
Bayersdorfer, Adolf, von E. Hanel. KW, 15. Juni. 
Beardsley, Aubrey, von Emil Hannover. KKr, 

August. 

— Drawings. A cataloguc and a list of criticisms. 
New -York -London. 

— von Arthur Symons, übers, von Anna Muthcsius. 
VS, 15. Min. 

Beck-gran, Hermann. Die deutsche Frau, 10 BU 
Teuerdank 30. Berlin, Fischer u. Franke. 



— Oesterreich Ische* Museum, Winter -Auastellung. 

KuK, Januar. 

— Ausstellung von Bucheinbinden etc. von Ludwig 

Hevesi. KuK, April. 

— Ausstellung der Kunstgewerbeschule von Ed. 

Leisching. KuK, Mai. 
Wiesbaden. I. Internationale Ausstellung f. künstl. 

Bildnis -Photographie von Dr. v. Grolman. 
KuD, August. 



Berlin. Aus den Museen von W. Gensei. Türmer, 
März. 

— National-Galerie, Die neuen Erwerbungen der, von 

G. KChr, 13. Februar. 
Dessau, Die neue Kunsthalle in, von Peter Jessen. 

DK, September. 
Düsseldorf. Die Stadt. Ccmildcgaleri« und die 

moderne Malerei von Wilhelm Schifer. 

Rhcinl., Juni. 

Göteborg. Ur Göteborgs Kunst Samlingar. 100 
Arbeter af Framsraendc Konstnlrer. 
Göteborg. 

Leipzig. Vogel, Julius, Das römische Haus in L. 

Leipzig, Breitkopf u. Hirtel. 
Lübeck. Die Sammlung Linde von Emil Heilbut. 

KKr, Oktober. 
München. Nationalmuseum, Der Neubau des, von 

Jos. Folnesics. KuK, Februar. 
Paris, Louvre. La Collection Thomy-Thicry von 
J. GuiJTrey. Paris, 
von Meier- Graefe. KKr, Augusl. 
von K. E. Schmid. KChr, 20. Februar. 
Sammlung Arsene Alexandre von Alfred Robert. 
RA, Mai. 

Wien. Moderne Galerie von Ludwig Hevesi. KChr, 
12. Juni. 

Zürich. Die Galerie Henneberg, von Hermann 
Kesser. KChr, 13. u. 27. Marz. 



und Kunstgelehrte 

Behmer, Marcus. VS, 15. Januar. 

Bcjot, Eugene, Lcs Arrondissements de Paris, von 

Jules Claretie. GBA, Mal. 
Belleroche, Albert, von K. E. Schmidt. ZfbK, Sept. 
Renirschke, Max, von J. A. Lux. DK, September. 
Bercny, Rudolf, von Marquis Costa. RA, Juli. 
Berlage, H. P. Neue Börse in Amsterdam, von 

Willem Vogelsang. DK, August. 
- von Rudolf Neter. ID, Juli. 
Besnard, Albert Paul, by Mrs. Frances Keyzer. 

Studio, Juli. 

Beyrer, Eduard, jun., von Erich Hlnel. WM.Mirz. 
Bi Hing, Hermann. Die Baischstrassc in Karls- 
ruhe, von A. Geiger. Rheinl., Oktober. 



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Verzeichnis der Bücher und 2eitschriften-Aufsätie 



Blndesboell, C, von V. Wanscher. Kopenhagen, 
K fister. 

Blanche, J. E-, von H. Frantz. Studio, Dezember. 
Blechen, K»rl, von H. Mackowsky. Mus. 5. 
Böcklin, Arnold, Erinnerung an, von R. Begas. 
Nat.-Ztg., 31. Mai. 

— von Adolf Frey. (Nach den Erinnerungen seiner 
Zürcher Freunde.) Stuttgart, Cotta. 

— von dem». (Sein Verhältnis zu Poesie und Musik.) 
WM, April. 

— von Friti v. Ostini. KuZ, November. 

— Aus den Tagebüchern 1884—89, von M. U Lasius. 
Berlin, Fontane. 

— Ausstellung In Wien, von Ludwig Hevesi KChr, 
6. Mira. 

Bockmann, Wilhelm, von Walt. Kyllmann. Rede. 
Berlin, W. Ernst u. Sohn. 

Bracht, Eugen, von Fritz Stahl. VKI, Mai. 

Bmngwyn, Frank, by Selwyn Image (Landscapes 
and Stilllife). Studio, Februar. 

Braune, Hugo L. Dietrich von Bern. 12 Zeich- 
nungen. Teuerdank 28. Berlin, Fischer u. Franke. 

Brown, John Luis, von Lconce Benedite. RA, 
Februar. 

Brütt, Adolf, von F. Fuchs. WM, Dezember. 

Bürck, Paul, von Dr. Th. Volbehr. KuD, Septbr. 

Bürgel, Hugo, von F. W. KfA, I. Februar. 

Bürkel, Heinrich, von L. von Bürkel. Mus. 15. 

Calandra, Davide, von H. Zimmern. KH, 15. Jan. 

Carabin, Francois Rupert, von K. E. Schmidt. 
ZfbK, Dezember. 

Carolus-Duran, von Arsene Alexandre. RA, Sep- 
tember — Oktober, auch besonders herausgegeben. 

Carriere, Eugene, von Aug. Marillier. ZfbK, Mal. 

Claus, Emile, von V. Pica. Emporium, Oktober. 

Cockerell, L. Peppys, von C.UIick Browne. Studio, 
November. 

Constable, John, von Lord Windsor. London. 

Costa, Giovanni, von Olivia Rossctti Agresti. 
Studio, Mai. 

Cotman, J. S. Studio, Summer Nutnber. 

Courbet, Gustave, von W. Genscl. Mus. 7. 

Cox, David. Studio, Summer Numbcr. 

Curjel u. Moser, Neue Arbeiten von, von E. Beu- 
tinger. ID, April. 

Dalou, sa vie et son oeuvre, par M. Dreyfous. Paris. 

Degas, Edgar, von Camille Mauclair. RA, Nov. 

Delacroix, E., Mein Tagebuch, übers, von E. Hancke. 
Berlin, B. Cassirer. 

— Pelntures a la bibliotheque de la Chambre des 
Deputes, par G. Gcffroy. RA, Januar, Februar. 

Dcsboutin, Marcellin, von Clement-Janin. GrK, 
S. 108—112. 

Drapers, Herbert, Painted Ceiling for the Livery 
Hall of the Drapers Company. Studio, Juni. 

Eberlein, von Ad. Rosenberg. KM, LXV1. 

Edel feit, Albert, von J. Ahrenberg. Stockholm, L)us. 

Eisen löffei, Jean, Metallarbcitcn von, von Willem 
Vogclsang. DK, Juli. 



Engel, Otto Heinrich, von Max Osborn. ZfbK, 
April. 

Erler, Georg, von Paul Schumann. GrK, S. 113— 15. 

Erdmann u. Spindler (Neuere Bauten), von A. 
Brüning. BAW, Mai. 

Exner, Julius, von P. V. Oersted. Kopenhagen. 

Fantin-Lalour, von L. Bcnidite. (Les Artistes de 
tous les temps). Paris. 

Feuerbach, Anselm, von Julius Allgeyer. 2. Aufl. 
auf Grund der zum erstenmal benützten Briefe und 
Aufzeichnungen des Künstlers, herausgegeben von 
Prof. Carl Neumann. Stuttgart, Spemann. 

Feure, Georges de, von Rtnt Puaux. KuD, April. 

Fitger, Arthur, von Julius Mühldorfer. VKI, Min. 

Fldus als Buchschmuckkünstlcr, von Kurt Holm. 
ZfbK. April. 

Flameng, F. Figaro illustre. Numero special. 
Flameng, Leopold, von Henry Havard. RA, Dez. 
Fuchs, Emil, als Bildhauer und Maler von L. M. 

Richter. Beilage zur Münch. Allg. Ztg. 25?. 
Gabriel, P. J. C, von Georges Riat. GBA, Novbr. 
Galle, Emile, and the decorative artists of Nancy, 

by Henri Frantz. Studio, MIrz. 
Gaul, August, von Fritz Stahl. KChr, Dezember. 
Gebhardt, Eduard von, von P. Lange. WM, April. 
Geröme, J. L. Figaro illustre. Numero special. 
Gesellius, Lindgren u. Saarinen, von Prof. J. J. 

Tikkanen. ID, Dezemjjer. 
Gilbert, Alfred, von J. Hatton. London. 
Gleichen-Rußwurm, Ludwig von, von Bertha 

Frenzel und Max Lehr*. GrK, S. 32 -42. 
Gosen, Theodor von, von Felix Becker. ZfbK, 

August. 

Goya, Francisco de, von Valerian von Loga. Ber- 
lin, G. Grote. (Illustriertes Hauptwerk.) 

— von Hans Bethge. Z, 28. November. 

— von W. Gensei. Nation, 17. Oktober. 
Greenaway, Kate, von Emil Hannover. KKr, Dez. 
Greincr, Otto, von Johannes Guthmann. Leipzig, 

Hicrscmann. 

— von Max Lehrs. GrK, S. 93- 107. 

— von Julius Vogel. Leipzig, E. A. Seemann. 
Groux. Henry de, von W. Keyserling. Beilage zur 

Münch. Allg. Ztg. 1 14. 
Hardwicb, A.J. Englische Landhiuser von. ID.Mai. 
Heim, Heinz, von Dr. Ludwig Weber. RheinUMai. 
Hellen, Paul, von Clement-Janin. GrK, S. 49— 54. 
Hendrich, Hermann. Abb. seiner Rübezahlbilder 

in Bruno Wille: Die Sagenhalle des Riesengebirges, 

Leipzig. 

Hengeler, A. '6 Bl. Heliogravüren, herausgegeben 

von der Photographischen Gesellschaft. Berlin. 
Heroux, Bruno, von E. Riesling. KH, 15. Dez. 

— von Julius Vogel. KfA, 1. Februar. 
Hildebrand, Adolf, von F.Fuchs. WM, Januar. 
Hirzel, Hermann. Leuchtende Tage. Teuerdank 25. 

Berlin, Fischer u. Franke. 
Hob recht, Dr. James, von Karl Meier. Rede. Berlin 
W. Ernst u. Sohn. 



Verzeichnis der Bücher and Zeitschriften-Aufsätze 



Hoch, Franz, von Karl Mayr. CrK, S. 86-91. 
Hoffmann, Josef, von B. Zuckerkandl. DK, Okt. 
Hofmann, L. von, von Oskar Fiscbel. KM, LXIII. 
Holst, Lauritz, von Edgcumbe Stalcy. Studio, Nov. 
Hollenberg, Felix von. GrK, S. 68 - 72. 
Houbron, Frederic, a painter of Paris, von Octave 

Uzanne. Studio, Mlrz. 
Hugo, Victor, artist von Emile Bertaux. GBA, Juni, 

August. 

Hunter, Mr. and Mrs. J. Young, von A. L Baldry 
Studio, Mai. 

Jalabert, Charles, von E. Reinaud. Paris. 

Jaspar.Paul, Architekturen von, von Charles Deiche- 
valerie. KuD, Februar. 

Jeanniot, P.C. Figaro illustre. Numero special. 

Kalckreuth, Leopold Graf von, von Georg Her- 
mann. WM, Oktober. 

— von Gustav Pauli. KfA, I. Dezember. 
Kaulbach, Wilhelm, Erinnerungen an, von H. 

Kaulbach. Deutsche Revue, April, Mai. 
Klamroth, Anton, von E. Kicsling. KH, IS. April. 
Kleinhempet, Erich, von Erich Hinel. DK, Aug. 
Klimt, Gustav (Gegen Klimi). Vorwort von H.Bahr. 

Wien, J. Eisenstein u. Co. 

— von J. J. David. Nation, 21. November. 

— Ausstellung in der Wiener Sezession. KChr, 
18. Dezember. 

Klinger, Max, Radierungen vom Schicksal des 
Weibes, von Anna Brunnemann. Leipzig, H. See- 
mann. 

— Entwurf zu einem Brabmsdenkmal. von Ludwig 
Hevesi. ZfbK, Juni. 

— von B. Klein. Moderne Essays. 27. 

— Beethoven, von A. Lichtwark. Jahrb. 03, 41. 

— von Job. Moser. Türmer, Februar. 

— von W. Riezler. Beilage zur Münchener Allg. Ztg. 
78/79. 

— Plastische Werke, von Kate Stellmacher. Leipzig, 
Kahnt. 

Knab, Albert, Graphische Ornamente von, von 

F. v. Biedermann. DK, April. 
Kolb, Alois. Sonne und Erde. Teuerdank 26. 

Berlin, Fischer u. Franke. 
Kollwitz, Käthe, von Max Lehrs. GrK, S. 55-67. 
Koepping, Karl, von Richard Graul. ZfbK, Okt. 
Kreis, Wilhelm, Neue Arbeiten von, von Erich 

Hinel. DK, November. 
Kröyer, Peter Severin, von Hans Rosenhagen. 

KfA, 15. Februar. 
Kühne, Max Hans, als Innen-Architekt, von Carl 

Meissner. ID, Februar. 
Larsson, Karl, von Karl G. Lavrin. ZfbK, Oktober. 

Album. Stockholm, Bonnier. 
Lalique, Rene, von H. Vollmar. KuD, Oktober. 
LaTouche, Gaston. Figaro illustre. Numero special. 
Laurens, J. J. B., sa vie et ses oeuvres. Paris. 
Lebourg, Albert, von Roger Marx. GBA, Dezember. 
Legros, Alphonse, Painter and Sculptor, by Leone« 

Benedite. Studio, Juni. 



— The etched work of, by W. Shaw Sparrow. Studio, 
Januar. 

Leibi, Wilhelm, Erinnerung an, von Hermann 
Schlingen, KKr, Januar. 

— von K.Voll. WM, Februar. 

Leistikow, Walter, von Julius Elias. KfA, I.Mai. 
Liebermann, Max. Neuere Arbeiten von, von H. 
KKr, Januar. 

— von V. Pica. Emporium, November. 

Lilien, E. M. Sein Werk. Mit einer Einleitung von 

Stefan Zweig. Berlin, Schuster u. Löffler. 
Lindgren s. Gescllius. 

Lippmann, Friedrich +, von W. Bode. KChr, 
20. November. 

— von Jaro Springer. KKr, November. 

Logan, George, a Glasgow Designer. Studio, Dezbr. 
Lugo, Emil, als Zeichner und Graphiker, von 

Dr. S. Graf Pückler-Limpurg. GrK, Mitteilungen 

S. 60 65. 

— Handzeichnungen und Aquarelle, München, 
F. Rothbart. 

Manes, Josef, von K. B. Madl, Prag. 
Manet, Edouard, und sein Kreis, von Jul. Meier- 
Graefe. Kunst VII. 

— Im zwanzigsten Jahre nach seinem Tode, von 
Ferdinand Laban. ZfbK, November. 

Mann, Harrington, Some recents portraits by. 
Studio, Juli. 

Mankiewicz, Henriette, Nadelmalereien von, von 
Moritz Dreger. KuK, Dezember. 

Maris, Jacob, von Tb. de Bock. Amsterdam, H olkema. 

Marschall, Rudolf, von Julius Leisching KGJuni. 

Marshall, James, von J. Gensei. ZfbK, Juli. 

May, Phil. The Life and Genius of. Studio, Sep- 
tember. 

Mediz, Karl, und Medlz-Pelikan, Emilie, von 

Ludwig Hevesi. ZfbK, Mai. 
Metzner, Franz, von Daniel Greiner. KuD, Mai. 
Meunier, Constantin, sculpteur et peintre par 

Camille Lemonnier. Paris, H. Floury (wichtiges 

Werk). 

— L'oeuvre dessine de, von Louis Dumont-Wilden. 
RA, Mlrz. 

— von Walther Gensei. VKI, Januar. 

— von E. Haenel. Heinings Monatsberichte. 

— von Karl Schefflcr. Kunst XXV. 

Millais, Sir John Everett, von A. L. Baldry. 
Minlature Series of Painters. 

— von M. H. Spielmann. R. A., Januar, Februar. 
Milletjcan Francois, von L. Brieger-Wasservogel. 

WM, November. 

— von Julia Cartwright, übers, von Cl. Schröder. 
Leipzig, Diederichs. 

— von H. Marcel. Paris, Laurens. 

— von Richard Mutber. Kunst XVII. 

— von H. A. Schmld. Mus. I 

Mols, Robert, von Georges Riat. GBA, November. 
Monticelli, Adolphe, von C Mauclair. RA, 
August. 



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Verzeichnis der Bacher und Zeitschriften-Aufsätze 



in 



M ü 1 1 e r, A I b i n, von Dr. Erich Willrich. J D, November. 
Möller, Ernst. Ein Geleitwort usw., von K. Storck. 
WM, M»i. 

Müntz, Eugene, von L. Oimier. GBA, Januar. 
Neatby, W. S. (Keramischer Wandschmuck und 

dekorierte Möbel), von S. G Konody. KuK, 

August—September. 

— and his work, by Aymer Vallancc. Studio, Juli. 
Oberlinder, A. 16 Photogravüren nach seinen 

Gemilden. München, Braun u. Schneider. 
Osterlinde, Allan, Erchings in colours, by Henry 

Franti. Studio, September. 
Pankok, Bernhard. Eheschließungszimmer in 

Dessau. Von Prof. Konrad Lange. DK, Juni. 
Paul, Bruno. Neue Interieurs von. DK, August. 
Pecht, Friedrichf, von F. Reber. KCtar, 22. Mai. 
Perron neau, J. B., par M. Tounieux. Paris. 
Pissarro, Caraille, von M. Osborn. Nation, 

28. November. 

— The Etchings of, by Count de Soissons. Studio, 
Oktober. 

Ponscarme, H., par P. Chevreux. Epinal. 
Preller, F. d. Ä. Künstlerisches aus den Briefen, 

von W. Witting. Weimar, H. Böhlau. 
Ranft, Richard, von Clemcnt-Janin. GrK,S.41-48. 
Rechberg, Arnold. Plastiken und Kartons. Mit 

Text von Dr. Paul Kühn. Leipzig, J. J. Weber. 
Redon, Odilon. Lithographische Serien von Jan 

Veth. KKr, Dezember. 
Reifferscheid, Heinrich, von G. K. ZrbK, 

August. 

Renan, Ary, von Andre Michel. GBA, Oktober. 
Ricard, Gustave, von Hebert u. Richard Con- 

tinelli. GBA, Februar. 
Richter, Ludwig. Aufsitze zur Jahrhundertfeier 

usw. — von Karl Budde. Deutsche Monatsschrift, 

Oktober. 

— von R. Bürkner. Gotha, Vcrlagsbureau. 

— von Erich Haenel. KfA, 15. September. 

— als Freund, von J. F. Hoff. Amt und Muße. 
Frankfurt a. M., J. Alt. 

— Worte zum Gedächtnis, von Prediger F. Horn. I 
Leipzig, Buchhandlung des evangeli sehen Bundes 

— von R. Klein. Nord und Süd, Juni. 

— von David Koch. Stuttgart, Steinkopf. 

— (Ludwig Richter-Nummer). KW, 15. September. 

— von M. Osborn. WM, Oktober, Dezember. 
Rieth, Prof. Otto, (Das Palais Staudt). JD, Mai. 
Rocholl, Theodor, von Eduard Daelcn. ZfbK 

Januar. 

— von S. Rheinl., Oktober. 
Rodin, Auguste, von J. Cladel. Paris. 

— von L. Brieger-Wasservogel. Straßburg, Heitz. 

— von Rainer Maria Rilke. Kunst X. 

— von L. Riotor. Paris. 

— Dry- Point Engravlngs, von W. Shaw Sparrow. 
Studio, Mlrz. 

— von Georg Treu. Z, 7. Mirz. 

— von Georg Treu. Jahrb. 03, 81. 



Rossetti-Papers, 1828 to 1870, by W. M. Rossetti. 
London. 

Rossetti-Dante, the prc-raphaelite mouvement, by 

Esther Wood. London 1903. 
Rüde, Francols, par L. Fourcaud. Paris. 
Rümann, Wilhelm von, von A. Heilmeyer. KfA, 

I. April. 

Ruskin.John, und sein Werk, von F. Licnhard. 

Deutsche Monatsschrift, Mirz. 
Saarinen, s Gesellius. 

Samberger, Leo, von J. Huber. KfA, 15. Mai. 
Sandreuter, Hans, von Alexander Hcilmeyer. 
KuZ, Dezember. 

— Sein Haus .Zur Mohrhalde" in Riehen bei Basel, 
von Albert GeQlcr. Rheinl., August. 

, Sargent, J. J. The Work of, with an introduetory 
note by Mrs. Meynell. London, (Prachtwerk). 

Sattler, Joseph, und seine Werke, von Dr. Daniel 
Greincr. KuD, Juli. 

Schiffer, August, von Carl von Vincenti. KfA, 
15 Mai. 

, Schennis, Friedrich von, von Dr. Fr. Fries. 

Rheinl., Januar— Februar. 
' Schmitz, Bruno, und der Rosengarten in Mann- 
heim, von A. Brüning. BAW, August. 

Schmoll, Karl, vom Eisenwerth, von William 
Ritter. KuD, Mai. 

Schönnenbeck, Adolf, von Wilhelm Schäfer. 
Rheinl., August 

Schreyer, Adolf, von Fritz Knapp. KfA, 15. De- 
zember. 

Schüz, Theodor, von Wilhelm Schäfer, Rheinl., 
Mai. 

Schumacher, Fritz, von Erich Haenel. DK, Mai. 
Schuster - Woldan, Raphael, Deckengemilde in 

Berlin, von A. Heilmeyer. KH, 15. Februar. 
Schwaiger, Hans, von Pol de Mont. Gand. 
Scott, M. H. Baillie, von H. Mutheslus. 1D, 

Juli. 

— „Yellowsands". A Sea-side House. Studio, April. 
Segantini, Giovanni, von E. Kalkschmidt. WM, 

September. 

— von Marcel Montandon. VK1, September. 

— von Max Martersteig. Kunst XXI. 

— von Prof. C. Neumann, Rheinl., Mai. 

— von W. Steinbausen. Vortrag. Frankfurt a. M, 
H. Keller. 

Seid), Gabriel von: Das Landhaus Scherl im 
Grunewald, von A. Brüning. BAW, September, 
von E. Engels. VKI, April. 

Shannon, Charles, von Campbell Dodgson. 
GrKS, 73-85. 

Simon, Lucien, von H. Marcel. RA, Februar. 

Sinding, Stephan, von Max Osborn. KfA, 
15, Dezember. 

Somoff, Constantin, von Emil Heilbut. KKr, 

— von Igor Grabar. ZfbK, Juli. 

Spitzweg, Karl, von Alexander Hellmeyer. KuZ, 
Oktober. 



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in 



Verzeichnis der Bücher und Zeitschriften-Aufsätze 



Stlbli, Adoir, von W. L. Lehmann. Neujahrs- 
blatt der Kunstgcscllschaft in Zürich. 

Steinhausen, Wilhelm, von Konr. Weymann. 
Deutscht. Mai. 

— von W. Wygodzinski. Rheinl., November. 
Steinten intime. L'Album. Paris. 
Strahtmann, Karl, von Louis Corinih. KKr, April. 
Stuck, Frani, von Fritz von Ostini. KfA. 

1. 15. Oktober. 

— von Anur Weese. CrK. S 1—31. 

Stumpf, Wilhelm: Ekkehard. 10 Zeichnungen. 

Teuerdank 29. Berlin, Fischer u. Franke. 
Thoma, Hans, von O. J. Bierbaum. Kunst XXVII. 

— von E. Kleefeld. WM, August. 

— von Paul Nathan. Nation, 21. Februar. 

— : Wandgemilde in der Peterskirche zu Heidel- 
berg, von R. Schapire. KH, 15. Mai. 

— (Ausstellung und Vortrag), von W. Schifcr, 
Rheinl., Januar— Februar. 

— und seine Kunst für das Volk, von M. Spanler. 
Leipzig. Breitkopf u. Hirtel. 

Thorwaldsen, von S. Trier. Kopenhagen, Pio. 

Turner, J. M. W., Tbe Genius of. Studio. Special 
Winter Number. 

Ury, Lesser, von Philipp Stein. Nord und Süd, Juli. 

Velde, van de, und die Eisen • Konstruktion, von 
Dr. Frh- E. von Boden hausen. 1D, Oktober. 

Waldmüllers, Ferdinand, künstlerischer Werde- 
gang, von ihm selbst erzählt. VS, I. Januar. 

Walton, George. Die Kodak-LIden G. W's, von 
H. Muthesius. DK. Mirz. 

Watts, George Frederick, Portraits at Holland 
House, by Mrs. Steuart Erskine. 

— by H. Macmillan. London, Dent. 



Wells, Regina F. Studio, Februar. 
Welti, Albert, von H. E. Kromer. Rhein!., 
Dezember. 

W hirter, Jahn Mc, by W. M.Sinclair. Art Journal, 

Christmas Number. 
Whistler, James McNeill, his art and influence, 

by A. L. Baldry. Studio September. 

— by G B. Boughton. Studio, Dezember. 

— von Pascal Fortbuny. GBA, November. 

— von W. Gensei. Mus. 16. 

■ von J. Meler-Graefe. Z, 15. August. 

— (Oil Painring) by Oswald Sickert. (Litographer) 
by T. R. Way. Studio, Oktober. 

— von Oswald Sickert. KKr, September. 

— von Hans W. Singer. Kunst XIX. 

— Ten o'clock (Übersetzung) NDR, Mirz. 

— by R. Way and G. R. Dennis. London, Bell. 
Wiegand, Eduard, von Karl Lyka. ID, Mirz. 
Willroider, Prof. L., Landschaften von. München. 
Wilson, George, by Leonore van der Veer. 

Studio, November. 
Wint, Peter de. Studio, Summer Number. 
Würtenberger, Ernst, Bildnisse deutscher Dichter 

und Musiker. 10 Zchngn. Teuerdank 27. Berlin, 

Fischer u. Franke. 
Zangwill, Israel, von J. Jessen. Z. 21. Mirz. 
Ziem, Felix, von L. Roger-Miles. (Les artistes de 
I tous les temps.) Paris. 
Zorn, Anders, von Walter Leistikow. ZfbK, 

Oktober. 

Zuloaga, Ignacio, von A. Alexandre. Figaro 
Illustre. 

von Henri Frantz. Studio, August. 

— von P. Lafond. RA, August. 



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Artur Volkmann, Der Feldherr. 
Aus Breitkopf & Hirtels Zeitgenössischen Kunstblättern. Volkstümliche Ausgabe 
moderner Werke der deutschen GrifJelkunst. Größe des Blsttes 50:40 cm. Preis je 2 Mk. 



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Morgenrot. Von Profrffor Hob tri fjoug. 
liliasr.it» im ■ 70 cm. Pr»t» r. marf 




Orr nohmzotltrn. Don proftffor r)on* oon Polfmonn, 

lUKSir.lH, |(I0 . 70 C* Prrti * Hut! 



Proben aus R. Yoigtländci" farbigen KUnftler-Stelnzetcbnungcn. 

Drei BiU s gröfeen }u 2' . 6 ITIarf oas Blatt. 
(R. Doigtlänöers Derlag in £cip3ig.) 



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„nehmt Fierrin. diefen Kranz!" 

80 begrüßt't ich eine 

munderfchöne fi>agd. 
..80 zieret ihr den Canz. 

Ob ihr auch nur fchlichter 

131 innen Zierde tragt. 
Da, hätt' id) viel der edlen Steine. 

Solltet ihr fic tragen. 

Glaubet! Laßt euch fagen. 
Daß id) es auch in Wahrheit meine." 



..3h r feid fo fchön und hold. 

Daß ich meinen Kranz euch 
möchte geben gern. 
Den beßen, den ihr wollt. 

Weiße, blaue tMumen iveiß ich, 
Stern an 8tern. 
Die ßehn nid)t tveit auf jenerfieide. 

Wo fle fchön entfpringen 

Und die Vöglein fingen. 
Da wollen mir fic brechen beide." 



probebtld au» dem Werke „Lieder und Sprudle von Waltber von der Vogcltveide In den beften Übertragungen In» neu- 
bodjdcutfdje", herausgegeben von Dobanne» rtidtol. mit zahlreichen Vollbildern. Vignetten und Ttandletften von Franz 
ßtaflen. Klein -Folio -Format. 3n kün|Nerifd)cm (jelncnband. prel» fD. 15.—. Verlag von Flfdjer * Franke. Düffeldorf. 



iginzoa Dy 



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Verzeichnisse 



I. Museen, Galerien und Privatsammlungen — II. Akademien, Kunst- und Kunstgcwerbcschulen — III. Künstler- 
genossenschaften, Kun*t- und Kunstgewerbevereine — IV. Kunstsalons und sündige Ausstellungen — V. Kunst- 
Zeitschriften und Publikationen — VI. Kunstverlage — VII. Graphische Anstalten — VIII. Kunstwerkstitten 

in Deutschland, Österreich und der Schweiz 



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Abkürzungen 



A. Architekt 
Ak. Akademie 

AM. Architckturmalcr 
(Aq) Aquarell (ah nähere Fach- 
bezeichnung) 
AqM Aquarellmaler 
Aus». Ausstellung 

B. Bildhauer 

Bes: Besonders, ah Bezeichnung 
der Sonderrichtung oder 
Spezialität 

Bmr. Baumeister 

DA. Diiektionsassistent 

Di Dienstag 

Dir. Direktor oder Direktion 

DM. Dekorationsmaler 

Do Donnerstag 

Dp: Diplom (hhrcndiplom) 

Dr. Doktor 

EE: Ehrenvolle Erwähnung, 

Mention Honorable in . . 

EM. Ehrenmitglied 

EMdA. Ehrenmitglied d. Akademie 

Fr Freitag 

G. Galeric 

(G) Genre (als nähere Fach- 

bezeichnung) 

Gesch-Adr: Geschäftsadrcssc 

Gcsch-F: Gcschiitsführcr: 

GIM. Glasmaler 

GM. Genremaler 

Gr. Graphiker 

GR. Geheimer Rat 

GRR. Geheimer Regiemngsrat 

H: Herausgeber (Heraus- 

gegebene Werke) 



H*M. 

i: 

Inh: 

K. 

Kat: 

Kgw. 

KgwA. 

Kgwr. 

KgwS. 

KgwV. 

Kons: 

Kr- 

KrV. 

KS. 
Kst. 

Kst-Kab. 

Kust: 

KV. 

L: 

CD 

Lüh. 
I.M. 
M. 
MA: 
MdA. 
Mi 
MM. 
Mm. 
Mo 
Mtgd. 



halbjährlich 

Historien mater 

jahrlich 

Illustrator 

Inhaber: 

Kunst 

Katalog: (folgt Jahr der 
Ausgabe und Preis) 

Kunstgewerbe, Kunst- 
gewerblich 

Kumtgewerbt. Architekt 

Kunstgewerbler 

Kunstgew erbeschule 

Kunstgewerbevcrein 

Konservator: 

Künstler- (Verband, 

-Genossenschaft u. s. w.) 

Künstlcrvcrein 

Kunstschule 

Kupferstecher 

Kupferstich-Kabinett 

Kustos : 

Kunstvcrcin 

I .ehrer am: Namcd.Instituts 
Landschafter (ah nähere 

Fachbczcichnung) 
Lithograph 
Landschaftsmaler 
Maler, Malerin 
Meisteratelier 
Mitglied der 
Mittwoch 
Marinemaler 
Museum 



Fach- 



mtl. monatlich 
(P) Porträt (als nähere 

bc/cichnung) 
P.M. Portritmater 
Prof. Prolessor 
R. Rat 

Red: Redaktion, Schriftleitung 

KcgBmr. Rcgicrungs-Baumcistcr 

Rr. Radierer 

RR. Regicrungsrat 

S (ata« Puafco Sonntag 

S: Schriftführer, Sekretär, 

Sekretariat 

-S -Schule 

SA. Schüleratclicr 

Sch. v. Schülcrvon (Schülerin von) 

So Sonnabend 

Stip. Stipendien (ob solche vor- 

handen) 

Stv. Stellvertreter, auch stell- 

vertretender u. s. w. 
ThM. Theatermaler 
TM. Tiermaler 
Verl. Verlag 
Verw: Verwalter, Verwalung: 
vierteljährlich 
Vereinslokal: (lolgt 
Adresse) 



v 1 . 



Lok. 



Vors: 
Vorst : 
V. v: 

WGR, E. 



Wt 
X. 



Vorstand: 
Verfasser von: 
wöchentlich 
Wirklicher Geheimrat, 

Kxcelleiu 
Wochentag 

Xvlograph, Holzschneider 



Montag 
Mitglied 

' am Schluls der Artikel bedeutet, dafs persönliche Angaben vorliegen. 

Zwischen Klammern ( ) ist die Vereinsangehörigkeit angegeben. Siehe die untere Tabelle. 

Die biographischen Angaben erfolgen in nachstehender Ordnung: Name, Vorname: Fachbezeichnung. Geburtsort 
und Datum. Welche Schulen besucht wurden, durch Ak: KgwS: KS: usw. bezeichnet. Welche Mcisterateliers, durch 
MA: bezeichnet. Es folgen Titel, Ämter u. Vcrcinsangehörigkcitsscrmerke. Angabe, ob der Betreffende ein Schüler-Atelier 
unterhält, bezeichnet durch SA, s. = Schülcratelicr seit . . . Hinter W: folgen die Werke. Hinter H: die herausgegebenen 
Reproduktionen, hinter M: die erschienenen Monographien und Abhandlungen. Zuletzt folgt jetziger Wohnort und Adresse. 



ADK Allgemeine deutsche Kutistgenossenschaft. 

ARE Royal Society of Painter -Etchers and Engravers, 

AVBK Ausslellungsverb. Berl. Künstler, [in London 

AV.MK Ausstelltingsverband Münchener Künstler. 

AVSchIK Ausstcllungsvcrbaild sclilcsischcr Künstler. 

BScz Berliner Sezession. 

DKK Darmsudter Künstlerkolonie. 

DrKG Dresdner Kunstlcrgcnosscnscbaft 

GCK Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst. 

FCKB Frankfuri-Omnbergcr Künstlerbund. 

FKG Frankfurter Künstlcrgeselhchaft. 
FVDarmK Freie Vereinigung Darmstädter Kunstler. 

FVDK Freie Vereinigung Düsseldorfer Künstler. 

GDAq Gesellschaft deutscher Aquarellisten. 

GSehKr Gesellschaft Schweizer Maler und 

HKV Hamburger Künstlcrvcrein. 

KBHagen Künstlerbund Hagen (Wien). 

KBK Künstlerbund Karlsruhe. 

KGK Karlsruher Kunstgenosscnschaft. 

KVBr Künstlcrvcrein Breslau. 
KrV-iSc^ Künstlervereinigung von tH^j. 

KWKB Künstlerwestklub Berlin. 

LG Luitpold-Gruppe. 

MärkKB Märkischer Künstlerbund. 

MKG Münchener Kunstgenosscnschaft. 

MSez München« Sezession. 



Kidicrverein (Name der Stadt). 
Societc nationale des Bcaux-Arts, in Paris 
Künstlerverband „Scholle-. 



RV- 
SB-AP 

Sch 

SIIKG Schleswig-HoUtemsche Kunstgenussenschaft. 

SPS Socieie internationale de Pcinture et Sculpture, 
SteierniKG Stcicmtärkischv Kutistgenossenschaft. [in Paris. 

StKCi Stuttgarter Kunstgcnossenschaft. 

ThAbK Thüringer Ausstellungss-erein bild. Künstler. 

VAI Verband deutsch. Architekten u. Ingenieurvereine. 

VD1 Verband deutscher Illustratoren. 

VDK Verein Düsseldorfer Künstler z. g. H. u. L'. 

VfHK Verbindung für historische Kunst. 

VWKill Vereinigte Werkstätten lur Kunst im Handwerk. 

VBB Vereinigung Berliner Bildhauer 

VUK Vereinigung Berliner Künstler. 

VBKnn Verein Berliner Künstlerinnen. 

VLKnn Verein Leipziger Künstlerinnen. 

VMKnn Verein Münchener Künstlerinnen. 
VAstKuKnn Verein osterreich. Künstler u. Künstlerinnen. 

VORB Verein für Originalradierung Berlin 

VORM Verein für Originalradierung München. 

VWKnn Verein Wiener Künstlerinnen. 

WKG Wiener Künstlcrgenossenschaft. 

WKill Wiener -Kunst im Hause'. 

WScz Wiener Sezession. 



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I. Museen und Galerien 



für bildende Kunst und Kunstgewerbe. Privatsammlungen 



Aachen, Siäili. Sucr mondl Museum. 
t;cgr. I87S Dii Dr A. Kisj EUt du 000 Mk. 

Alle ii- moderne Gemälde, Abgüsse. Hand- 
Zeichnungen. Stich«. Drucke. Kgw. -Sammlung 
ii Farhhibl. Bes Arbeiten ans Aachen u. Um- 
gebung u. stand. Ausst. inodenier Kunst Im 
Palais Wilhelms«. 18 neu auigest. - 10 I. 
3 T>. S 10 1. Führer d d. Mm. 1902: Verz. 
d Kupierst.. (XI: GciitaTdekat. in Vorher. 
P r i v a I S ,i ni m ! u n g c n 
-- Bei s sei. August 
. • ('lerne im, Amtsgrrichlsrat 
-- Dubuse. Slaatsprokurator a. D 

Heltens, L H .Mittels«. Id. Keramik. 
Iis rhein. Kunstsleinzeug Glas, innd. (ie- 
mahle. Slichc. Radierungen u. .i. 

• • Jiingliluth, l>r Bernhard l.i, Berg 
.'■ich 4-1. 

•- Lnsch, Dr. 

• - Nellesscn, Dr., Stadtial. 

• - Schmelz. August Niederländer 

Sliälct Dr. med Alldeutsche Ge- 
mälde. 

-- Wings, Wwt Miniaturen 

Aarau, Aargauisches Otweilif-Mu- 
seum, rmllnet IKIrti Dir: Meycr-Zschokkc 
Kmis Karl Feei u. Dr. Gcssner. Darin 
itic Glasgcmäldcsammlung der ehemaligen 
Murcvscr Abtei. Gemälde. Kgw Altertümer. 
Fthnographica lies Ad. SUhll. Dl Fi 
Kl I-', 2 l, S Iii 12. Winters S 2 4: sonst 
"iii cent. Kat der Glasgemaidc l,2U Ir : 

Altenburg SA, Herzog!. Sa c Ii s. - A 1 1 c n - 
hufgisches Museum (Lindenau Stillung I. 
-. IMK Dir: lieh, Staatsrat von Horns, s 
•<i. Kust Balduin Richter, M Fiat 2400 Mk 
Bildende Kunst. FachbibliDthck. Res: Antike 
Gcfässe. Alütal. Bilder- SSoll 1 Mi 
> 4 Kat <IS I Mk. 

Alllack, Schloss bei Hischofslack. Krain 
l'ri vat • Sammlung Karl Rittet v o « 
sir.ilil K, K. Oberlandesgcrichts-R. a. D. 
Alte Gemälde u. Kgw. Nach Meldung 

Ambras, Sammlungen im Kaiset 
lu-hrn Schloss. Alte Gemälde, Interieurs 
und Kleinkunst. 

Arntitz, Kreis Guben. Prival-Sammluiig 
I'tiiu Me Int Ich tu Schönaich Ca toi at h 

Anholt, Reg (»er Münster. Privat-Sainm- 
lung Fürst Salm-Salm. - Niederländer 

Arnbach, Stadt. Kunstsammlung. Dir 
Di l Sladtmagistral, Nur Summet« tt;l 

• - Sammlung des Historischen ver- 
ein* von Mittellranken. S '.12 1. 

Appenzell, I.andesaichiv. 

Aqulleja, österreichisches Küstenland. 
K. K. Archäologisches Staalsmuseum. 

Arnshaugk, Schloss, bei Neustadt an 
dei Otla. Privat Sammlung: Kammetherr 
v. Mohl 

Arolsen, Fürstliche Bihliollick u. 
Sammlungen im Scliloss, I9<K) aus alten 
Beständen neu errichtet Dir Kabinetsrat 
(reihen von Hadeln. - Antiken. Pompe 
janistlie Bronzen, Münzen, Watten. Wald- 
eckische Altertümer ST. 2, Ml 3 5. 

Aschaffenbnrg, Mo Ihi hl t'othefc im 
Kg] Schloss. Vorst Prof Di. H..tt 
2IHHKI Kupferstiche Mi u. S II 12 

-- Kgl. ü c mäldega le i ie. 

Augsburg, Königl, Gemäldegalerie. 
Dir: A. Meyer, kgl. Kons Alle Gemälde 
Holbein u a. Tgl. 9 I, Itel. Kat. v_ F 
v. Reber, 99, 50 Hl. . 

-- Maxlmlllansmuscum. Sammlung 
de» historischen und des naturwissenschatt 

Jsbrkuch irr l-|IJ f nJr r Ktlnsl l-W 



liehen Vereins und dir kunsttiist Samml 
ucr Stadt Vorst Dt. O Roger, RR u. Kreis 
mcdizinalrat Sommers Hl 1, 2 5. Winters 
10-12, 2 4. S und So Nachmittag ge- 
schlossen. Kat .M» PI. 

Kitchliclics Museum leir dir Dlö 
zese Augsburg Dil Gcncnlvikar Dr Göhl 
Kust: Archivar Ricdmüllet. Alte Gemälde, 
Skulptuten. Handzekhnungcn. Stiche. Kgw. 
Will 12, nach Meldung, Kai handscliriftl 
Pnvat-Sammlungen 

• - Fidelis Biitsrh. Albrrt 

-- Ff Ic seneggei , Jos, M.. Stadtplane!. 

Aussig a. d Fnns. Gewe r be m u s e u m . 
gegt IftTfi l.eitt: f. W Nielsdi 9 12, 
2 4 

Baden-Baden, tiiosshirroglicbes Kunst 
mus e u ml Atelier Kopii.gcgi. 1892. Dir litoss 
her? Bad. -Anstalten-Kommission Vors GRR. 
Ilaapc. S Veru. Aktuar Ftobst. Skulpturen 
und Abgürse Arbeiten des Prol. von Kopf. 
S II 12. .1 l>. Di, Do 3 Ii. Kat 20 Fl 

-- Grnsshcrzogl. Gemäldegalerie 
ll.uui* Jünckesche Stillung), gegr. I(H)1 im 
Hamilton Palais. Dil J. Th. Schall. Kons. 
April Oktober II I. frei. Kai: 20 PI. 

• - Städtisches Museum im Rathaus 
Altertilniersammliing S. Doli .1. Wird 
ins Hamilton Palais verlegt. • 

Baden b.Wien. Städt. Rollen Museum. 
Geschenk der Familie des IK42 verstorbenen 
Arztes Rolle«. Kust: Stadlarchivar Dt. lietm. 
Rolletl Bildende Kunst. Fthnographie und 
Gewerbe. Bes Di. Galls Büsten und Schädel 
Sammlung im Griginal. Sommers S. Do 
nachmittags. 

Badenstedt, Anhalt, Waat-Sammlung d. 
»eilaud Herjogui Witwe v. An ball 
llernburg. 

Bamberg, Königl. Bibliothek, s 1H4'» 
mit K u nst s a in in I im g verbunden. i Ver 
in:lchtnis von Jos Heller. ► Dir: Hans Fischer. 
Kgl. Bibliothekar. S: Dr. Karl Heiland. F.tat 
1850 M. Bes Handschriften mit Miniaturen. 
Knplervtohe u, Aquarelle, Wt 8 12 2 4 
<c. 15. » ) r . 10.: II 12). Führer durch die 
Kgl, Bibliothek von I eitschuli, Bamberg .VI. 
illustriert 3 Mk. 

-- Städtische Kunst- und Gemälde- 
sammlung auf dem Michaelsbetg. Vorst- 
Kons. Max Hartmann. - Nach Anmeldung 
•itl Pf. Kat I Mk ■ 

Banz, Schloss. Franken. Sammlung des 
Herzogs Karl Theodor in Bayern 

Basel, G e wer bc iiiii s e um , gegr. Iftfsl. 
Dir- K Spies». s '12 Kons: R Vischer van 
Gaasbeck. Glpslormeii, Muster, Vorbilder, 
Fachbibliothek. S 11 I. Wt 10 I. 3 h. 
Kat 30 cent. . 

• - Ocffcntllchc Kunstsammlung 
gegr. lfiHI, Präsident Dr Daniel Burckhardt 
Kons Di. Paul Ganz. Veru- E. Fasch- 
Schloth. Etat 17IKI0 fr Bildende K 
iKg» und Abgüsse ausgeschlossen». Fach 
bibliothek. Der kunstgcschichfliche Apparat 
der (Iniversitat S II)', 12. 2 t, Ml 
2 4 frei, sonst 3n cent. Kat: IWI. III 1 ir. 

. - Galerie des K uns l ver ei n \ 

l'n v a t - S,i mmlu nge n 
- - I m h 1 1 1 . 
Visoh er. 

Bauiren, Sl ich er M u se u in . gegr IW><J 
Pllcger. Oskar Rösgcr, Buihhincfiet. Etat 
4IKI Mk Kgw, Ortsgeschichtliches, Münzen. 
Wafien. Vorgcsclilchtllclies. - MI 2 4 und 
am ersten S im Monat I 4. Kat 97. 2» Pf. 



-- Gersdoilf Weichasche Stifts 
bibliothek. gegr. idi'X Dl! Dr M Möller. 
S:ichr, Holrschnille Radierungeil des 15.. Ii,., 
17. Jahrh. Mi 2 4. Kat. vorhanden - 

Bayreuth, Sammlung d. historischen 
Vereins. 

Beierstedt, Brauiischwcig Privat Samni 
hing A Vasel. 

Berlin, Beutli-Sc Iii nke I -Museum d, 
kgl. Teclini*i-hen Hrn-hsrluile . f^harlotten- 
burg Vorst GRR. I'roi .1 Rasihdorll 
Bes Hanil/eichn. v Schinkel u. v. Heuth 
^«•sammelte Kuplet. liemllde u a Mo u. 
Fr in 3: Di, Do 12-3. Mi 10- 12. 

rallenbacfi Sammlung der kgl. 
Technischen Hochschule, t'harlottenburg, 
Vorst ORR Piof .1 Raschdorff Modelle 
von Kiiclien und Wohngehjiideii. Mo 
und Ir 10 I. Di, Do 12 3; Mi II" 12. 

- - Bibliothek und Kunstsammlung 
der König). Akademie der Künste, 
Schlilkelpl.il/ ii. Handzeichnungen und 
Unterrichtsmittel Uli die akademischen An 
stalten. Mi und So x 2. sonst Wochen- 
tag I 7. Ka1 d Abteilung tili bildende 
Kunst m 

- - Königl 1 1 o h e tt t o 1 1 e t n M u s e u m , 
Schloss Monbijou gegr Ih77. Dir Prot Di. 
Seidel. Dirigent der Sammlungen in den kgl 
Schlossern, Mtgt. des Senats der Akademie 
der Kiinsle. Inspektor Frain ke Gemälde. 
Skulpturen und kgw. und hlstonsch merk 
würdige Gegenstände aus den kgl. Schlössern 
und dein Kronsili.il/. Adiessen u a. Wt 
10 3, |So geschlossen) So '.12 2. Kat neu 
in Voibereitung. 

-- Kunst-Sammlungen der König!. 
Schlösser. Dir Prol Dr Seidel iv o.l 
Nicht sys'.emalisch geordnet. Bc* Bilde! 
galerie Sanssouci mit zahlreichen Bildern 
und Skizzen tun Rubens; die von Friedrich 
d Glossen herrührende Sammlung: Watteau. 
Laueret, Paler, Oiardirt etc. in Berliner und 
Potsdamer Schlössern. Nach d. t d. Kgl. 
Schlösser gellenileuHrsiimmungeri zugänglich. 
Kat. fehlt. Siehe Seidel. Die Sammlung 
Friedrich des Grossen auf der Pariser Well- 
ausstcllung, Betlin und Leipzig, 1900. und 
Seidel: Französische Kunstwerke des 18. Jahr 
hundert«, im Besitz de* Kaisers u. Königs; 
Giesekc u. Devrlent, Berlin 1900. iiohen- 
zoHcrnjahrbuch, bis jetzt 5 Bände ebenda • 

• - Koni gl. Museen. General- Ver- 
sva Itung. General Dir: WGH Di Schoene 
voitragehdcr R. im Mlni>lerlum lür geistliche 
etc. Angelegenheiten v. Wcddctkop. Reg. 
Assessor, Justitiar und Verwaltungs<R. Dr. 
v. Butchard. Geiichts- Assessor. Bibliothekar 
Dr Laban S: Rechnung« R, L'llricli 

-- Königl. K u nst - M u see ii am l.ust- 
garlen ( Altes und Neue» Mussum ) Be- 
gründet durch Kabinetsordre König Friedlich 
Wilhelms III vom 24. 4. I.H2.L erbaut von 
Schinkel eröffnet 3 K. I»10. verbunden mit 
dem 1843 5ö von Slueler erbauten Neuen 
Museum und mit dem lYtgamori- Museum, 
efbaut von F Wulff, eroftnet I9ö|. General 
Dil Dt. Schoine |s. o i 

I Gern 3 Idcpa I ei ic. (Altes Museum. 
I Stock) Dir ORR Di W Bode Mitglied 
des Senats d Ak DA Dr. Mas Ff IvdlilmWr. 
I Resl Prof Häuser I 

II. Antike Bildwerke und Gips- 
abgilsse l.Mles Museum. F:rdgescho.,s j 
Du GRR Prof. Di Kekule v. S P tiadonitz. 
DA Prol. Dr. Winneield: Dr Pernice. 

I 



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I. Museen und Galerien. Bern— Brandenburg 



III. Bildwerk« und Ahrütic de» 
christlichen Zeitalters, (lirdgcschoss 
und I. Stock des Neuen Museums, i Dir 
Di. Bode. 

IV. Antiquariuni (Neue» Museum. 
II. Stock.) Dir: Prof. Di. Kekule v Stradnttitz. 
DA • Dr. Pcmice; Dr. Zahn 

V. Münzkabinett. (Alles Mm , l'rilcr 
geschnss.) Dir: Dr. Mcnadicr. DA Prof Dr. 
Dreisel (mit dem Titel Direktor lür <lir Ab- 
teilung der antiken Münzen), Dr. XUt/el. Dt. 
J reih, v Schroetter. Dr Rcgling 

VI. Kupf erst Ich kaMnelt. (Neue» Alm : 
II. Stock.) Dir ORR Dr. Lippmann. DA: 
Prot. Dr. Springer. Prot. Dr. v !...«.• . Prof 
Dr. Kämmerer West Mauser II 

VII. Ägyptische Altertümer, iNeue» 
Mm.. Lrdgesch.) Dir. Di. Pmian. Prof. .»n 
d. L'niv DA Dr Schäfer Dr Sdmbart. 

VIII. Vniderasl .ni sehe Altertümer. 
Im besonderen Gebäude auf der Museums- 
insel (Zugang durch Hie Säulenhalle hinter 
der Natlonal-Oalerie). Dir Di. Delitzsch 
Prnl. .in der LInivrrsitjt. 

IX. Abgüsse der Skulptnteii aus 
Olvmpia rbcndoit. 

X. Die Alleiliimei aus Pfigatnon 
Priene und Mllct im neuerh.uiten Mm 
ml der .Miisriitnsinscl (Zugang wie Villi 

['tat ifüt Alles u Neues Mm , Mm. für 
Völkerkunde u Pergamon Mm ,) I ini «i«*t» Mk 

Alle kgl. Museen Wt mit Ausnahme de* 
Mo, die National-Cialerie nnl Ausnahme des 
Di geoitiiet Summers Hl I. Winters 1" 3. 
'Geschlossen an Neujahrstag. C.liarfrcitag. 
Himmcllahrts u [iiiKsl.it;. um ic an drn ersten 
Feiertagen der hohen Feste. i Kai Von der 
Gencralvcrwallung herausgegebene zahlreiche 
Publikationen. Be«. fülltet durch d.ii Alte 
und Neue Mm. 5(1 11. Beseltteihung und 
Verzeichnis der Gemälde I Mk Dasselbe 
illustriert 12 Mk. Beschreibung der an- 
tiken Skulpturen, gebunden 2t> 50 Mk 
ll.indlnicli der italienischen Plastik von 
Bode. 10.50 Mk - Bildhauer der Rcnaissanre 
von Bode, 10,5(1 Mk. u. a. 

-- Könlgl. Kunstgew ethe-Muscum 
(l^inr Albrechstr, 7). aus dem unter der 
Protektion des kioiiprinzhchen Paaies von 
l^ivaten IBI>7 gegründeten t>cutschcn Gc- 
» erbe Mm. hervorgegangen. Neubau 1881 
Seit 1885 Abteilung der kgl Kunstmuseen. 
Mit : at der Sammlungen ORR. Prof Dr. Julius 
Lessini;, b> der iJnterrichtsansiall. Prot. 
F. wähl, (vgl Abt. II): ci der Bibliothek Dr 
Jessen. DA: Pendler, Prot. Borrmann; Di- 
Brüning. Dr. l.oubier. Dr. Doege Bureau- 
Vorsteher Rechn.-R Schcringcr, Beirat der 
Verw. 24 Mitglieder: Vors. WGR Dr 
Schöne F.lat 524blHl Mk Möbel und 
Moli-K);»'., Lack-, riecht Papieiatbeit (Japan 
Samml.) Ktmsltöpterei Glasarbeit Metall 
arbeiten. Stolle (Textil Industriei. Gip» 
abgüsse. Bibliothek. Ornanientstich Samin 
hing. Bes: Fteiherrlich I ipfierheidesche 
K.stumbihhothek ihtr sich aufgestellt Flott 
wcllslr 4: mit der Verw. beauftragt; Dr 
Doege. l - Geölinet: wie die Kgl. Museen. 
Lesesaal Wt 1« III abends. Kat Führer 
durch die Sammlung de* Kgw.-Mm. .Vit PI 
Führer durch die Bibliothek 50 Pf. Kat der 
Orn.imcniiticli Sammlung b Mk, Spezial 
Literatur fast aller Sondergeb. 

• • Köliigl. Natinnal-Galerie , gtgr, 
18».) Dir Prof. Dr. v. Tschudi. Mitglied 
des Senats der Ak.. ». 9b. DA: Prol Dr. 
v Donop, seit 81. Wissenschaftlicher Hill», 
.»heiter Dr W üensel. s. Ol. S: I Klee. 
2. Kllncke. F.lat für Verw: 1(14 (tun Mk. Die 
Ankäufe aus dem Landes-Kunstlonds und 
den Zinsen zweier Stiftungen, Moderne 
Oemäldc. Skulpturen, Tlandzeichnungen, 
Handbibliothek Bes Deutsche Kunst des 
l'< Jahrhunderts und der Gegenwart. Zu- 
gänglich wie die kgl. Museen, jedoch 
Mn geöffnet. Di geschl. Kat: 13 Aull 
I Mark. Kat d. Mandzeictinungen. Aquarelle 
.i Ölttudlen, broeh. 2 Mk. 

Königl Museum f. Völkerkunde 
iKoniguratrerslr. 120), eröffnet 188b, 



iriologlscl 

Prol. Dr. Bastian. DA: Prof. Di. GrQi.wedel. 
Prof. Dr. v I uschan. Dr Fr. Müller: Dr. 
Preuss. Di. Ankcintaiiri. 

II Vorgeschichtliche Abteilung. Dir 
ORR. Dr. Voss DA Dr Gnetzc. Dr. 
Brunner. Bureau: Sekt, Junker, [".tat siehe 
kgl. Museen Altertumskunde und Ethno- 
graphie aller Volker. Geöffnet wie die kgl. 
Museen Kai: Führer durch das Museum 
.')!> PI. 

-- Markisches Pr nvtn z 1 a I - M u seil m 
iZttmnetsti. öl)- -qt j. Dir ORR. Priedel. Stadl 
rat. Kust Bi;ctiholz. Assisi Dl. Pnlowcr 

Natur u. ktiltmgcs. Inrlitl Sammlungen 

S II I' . Mo u. Do II 2 - fifi. .Seil 
bau tur I1KM.I 

Königl Hauch Museum (Klosler- 
strasse 7fi) Dir: Prot Dr, Siemering. 

-- Sammlung der Konlgl. Porzellan- 
Manufaktur Vorst u artisf. Dir Prof. 
Alexander Ktps 

S. im ml un gen dei U n i vet si tat. 

ai (Christlich archaolngisfhe. Vorst Prof. 
Dr Milller. 

hl Archaolog Apparat. Vorst Prnl. Dr. 
Kekule v. Slr.ld.init? 

ci Apparat für Votlesuiigen und neuere 
Kunstgeschichte 

-- Konlgl. Zeughaus. g«gi. ISRI. Dil 
Di v. l'hiseh, s, 9S. S Ignec. - Ruhmeshallc 
mit Wandgemälden. Slandhitdern, Bfislen 
Trophäen, Tlerrscher- u. Feldherre iiaiidenkcn. 
Watfensainmlung. Sommers II) .1. Winters 
l'l 2. S 12 3. Kai Berlin Ifani, Vi l'l. 
l'riv at Sa mml ii n gen 
Arnhold. F.. Geh Konitiict/ieniat. 
Regentcnsti n. Moderne Gemälde. 

.. von Hause. General Helgol. Liier 1 

-- von Bcckeialh, Adolf, Markgrafen 
Strasse Vt *v|. 

Beiinguici. Dr. Richard, Landgerichtsrat. 
Neltelheckstr 21. Kxlibris 

.. Biedermann. Dr Ruit., l'niv -Prof, 
Steglilr. (iruncwaldstr. 5. 

-- Bii.thjr.lt, B„ UndgTafenstr l»i 

Bilder v. Lenbaili, Stuck. Meniel. Knaus 
ii. a : 300 Zeichnuni'en und Aquarelle. 
Nach Meldung 

-- von Gatstanjen. Wiivic Pariser 
Platz b Niederlinder 

-- von Dallwitz. Karlsbad I i. I'orzcll., 
Portrat Miniatiiren 

-• Daimstädtrr. Dr. Ludwig. Land 
gnteustr 18a. Kump Porzellan d IB. Jhdts. 

- - Da v id Sohn. Paul Grunewald Weinei 
sHasse. .Paulsruhe-. 

• • von Dirksen. Wilh. Geh l.cgations 
Rai. Maigaiethenstr. tl. 

Freund, Dr. W A . Kleiststt i. 

-- Fi ledheim, Fein . Geh. Komniei/ieti 
Rat. Tierg-artenstr. 14. 

.. Gftrilzsrhe Bibliothek. Zimmer 
Strasse '»0 HL 
i ü o I d s rh mid t , Rud. Philipp, König- 

grSUerstt. 134. Mandzcichniingen und 
Kiipterstiche, 

-- Gumprecht. Wllh . Schöneb. Ufer 47. 

Alte Gemälde, Hnlzhilitw , Keramik und 
Altert ilmer. 

-- Maiuauer, Frau Oscar. Rauchstr. 2t. 
Alle Skulpturen und Gemälde 

• - Henning. Hermann. Kneseheckstr . 'iL 
Moderne K. u. Kgw 

.. v. d. Heydt. Kail, v d Heydtstr 18 
Niederländer. 

-• von Hollitschci. Karl. Lüt/ow l'l. X 

-- Muldscliinskv ü. Matthäikirch 
-;|rassc 3a, Niederländer. 

-- Jalft. Moritz. Margarethenstr 8. 

-- Kallmann, Fugen Rechtsanwalt, 
Grunewald, Oaspar-Theysssti. 13 15. 

-- von Kaufmann. Prof, Dr. R, Geh 
RR., Maassenslr.5. Gotik und Renaissance 
Bilder u Kgw. - Schrillt Meldung. Kat 
d Gemälde Aschei * Co., Berlin IWI1 

Knaus. Prof. L.. Hlldebr.indstr. 17 

-- Langenscheidl, K. G. F Verlag» 
bueith. Halieschestr. 17. Ex llbris. Hand 
zelchn. u. Ex lihris-Literatui. 



.. lessing. Karl Roberl. JiistizR 
Dototheensti. 15. 



• - Model. Julius Ttergartenstt bb. 
-- Mosse. Rudolf. Verlagsbuclihändler. 

Leipziger Plafz 15 .Moderne OemJIde u. 
Skulpturen. 

-- Raiissendorfi. Hugo Kurfürsten- 
damm 2t» 207. Moderne Gemälde u. 
Skulptuicii Jeden 15. des Monats 12 2, 
sonst nach Meldung. 

Ravenesche Gemäldesammlung. 
Watlstr..-. K Di. Fr. 1(1 12 Kat. Berlin 7». 

. • R e i . h e n h e i in , Georg. Viktonastr. 2(*. 

-- Richter. Berthold. Koniggrälzeisti 4. 
Rosenleld, Marie, geh (mldschmidt, 
Vossitr. 13. 

Schweitzer. FHohenzollernslr 13. 

..Seeger. Kommerziell R , Fiieilrich 
Wilhelmslrassc 3. 

.- Simon, James. Tiergartenstr. 15a. 

--Spatziet. A.igusi Kommcizien R. 
Steghtzerstr 44 

Weisbacli Dr . Werner Vossstrasse. 

-- Zeiss. August Kommet/ -R.. Re 
U'enleiisti 12. M.iiolikeii, Plastik, bes Bronzen 
det keuaissance. Gemälde 

Bern, Bernisches ttisl.ir .Museum, 
gcgi. IWI ilfclvetlapl (tzi Dil. Hermann 
Kas«er. s. 14 Vizedir; Dr. Thormann Etat 
ti.ijixi Ii Archäologie, Kgw, mittelalterliche 
Textilien W allen Möbcl.Silber.Faclibibliothek. 
Itet Prahlst Merovlngisches Di So 2 4. 
S in 12. 2 4. Kat: Führer, illustriert, 1 ft. 

Kunst Museum l Waisenhausstr). 
gegr. HW». Neubau 79. Dlr:l". Davlnet. s. <Mi. 
F.lat 7<MNi fr Bildende Kunst Bes 
Schweizer Künstlet. Wt 1 5, Winters 
<> t, S U>\ 4. Kat lWHi.50cent. illustr. t fr. 

- - Kantonales G e w e r b e M u s e u m , 
gigr Itol. Dil Oskar Blom-Vogt. s. »I. 
S Paul Jahn, I tat 43(100 fr. Kgw. <i. 
Fachbil.1. •' 12 und 2 S. So Kl 12. 
Kat der Bibliothek 

Berlholdshelm, bei Nciihuig an der 
Donau. Privat - Sanimliing de Moulin. 
F'duai d. Graf, 

Beynuhnen, Ostpreiissen, Miiseuui von 
Fahrcnhe id. 

Biel, Schweiz. Seevoisudt. Museum 
Schw ab gegr. 1810. Dir Dr. Laur. -Alte u. 
moderne üem.tlde, Abgüsse, S. Do 2 4 

Birkenleid, Oldenburg, Altertums 
Sammlung, Vorst Dr. Hahn. Oberlehrer 

Blankenburg, a IL, Stidllscties Mu- 
seum. Vorst Ribbentiop, Oberamtsrichtei 

Bland*, Schlots In Mahren, Privat Samm 
hing: Oral Z lernt in. 

BOsenrell het München. Privat -Samml 
von zui Mühlen. F.gbert. Rittmeister a. I). 

Bonn , Akademisches Kunstge 
werbemuseuni der Kgl I 'nivercii.li Dir 
Prot Dr G l.oeschke 

-■ Kabinett lüi neuere Kunsl dir 
Kgl. Llniveisitat. Dir GRR. Ptol. Di. Justi. 

Städtisches Museum . V i 1 1 a 
O hern ier". gegt. ISS2. Verw alt. d. Stadt. F.tat 
tiObo Mk. Gemälde, Tgl. von H Uhr ab. 
.in PL S u. Mi II ! ii. 2 4 Irei. 
Privatsammlungen: 

• - M ar t i ii s , Prol. Dr. (j..Kohlenzetstr. I2S» 
-- Roeltjen. Karl. Nasseslr. I - Niedei- 

rheimsche und westfälische Möbel und 
Schnitzereien. Glasgemälde des 15 17. Jahr 
hundert», Melallarheiten. • 

-- Virnich. Ftau Di. W. 

Bozen, Tirol, Museum des Museum- 
vereine, gegr 1882. Ohmann Georg Baton 
Fyrl. s 84 S: Paul R. W. Putzer. Kunst «. 
Kg». Bes Tirolirnsien. Trachten. Figuren 

Wt <> 12. 3 5. Wlntcts I SM 12 - 
Prival-Sammlungen: 

-- Berger. Kaufmann. Kunstgeweil.e 
Mummeltet, Louis - Gemälde u. 
Kupleistiche. 

-- von Zallinger. Ftauz Alte Altäre 

Bracht bei Kempen, Privat - Sammlung: 
Ter Etappen. 

Brandenburg a, II, Wredowsclic 
Zelchenschule. Stillung des Prot. A 
Wredow, s 1870. Vorst Prof Dr I ehlel.t. 



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I. Museen und Oalerien. Breunsberg Dresden 



Bibliothekar. KCal 500 Mk Kilnsl u. Kgw 
Fachblbliothek. Bes: Kupierstiche ca. IfifXKl. 

Mi. Sommers 5 8. Winter» .) t>, Sonntag 
II I. 

Braunsberg, Archäologische Samm- 
lung de» Kgl l.vccum Hosianum. Vorst 
ORK. Prof. Dr. W.' Weisshrodt. 

Braunschweig, Herzogliches Mu- 
seum, gegr. 1755. Dir: Prot. Di. P. J. 
.Meier », 1900 I Inspekt Prot Dr. Chr, 
Siheter, II Inspekt: Dl. Fduard Flechsig. S 
Registrator F. Noctel Etat 29600 Mk. Alte 
(iemAlde. Abgüsse. Handzeichnungen, Stiche. 
Drucke. Kgw. Münzen, Fachhihltothek. Wt 
Sommer» M t. Winter» Kl I.S1I 2. Kat 
Verzeichnis der Gemälde - Sammlung 190(1 
2 Mk.. Führer durch die Sammlung 1902. 
H.50 Mk. - 

--Städtisches Museum, gegr. 1861. 
Dir: Dr. F. Puhse. s. 98. Fiat 45lkl Mk 



Moderne Kunst und Kgw. Bes 
vicenslen. F.thnographica. Vorläufig nur 
nach Meldung heim Direktor. - 

Städtische Vorblldersammlung 
iKuhstr. 14). gegr. 1871». Du: Prot. Leltzen, 
s. 76. S RegBmr Brock. Ftat f Ankaufe 
18001t Mk. (ohne Gehälter» Stiche. Drucke. 
Handzeichnungen. Kr».. Faclibibllothek. 
Wt X 12 Mi, So 7-, 9 . Katalog giatis 
Pr i v j t - Sa in in 1 u ti gen 
-- Blasius, Dr. Rnd.. ln*elproim-nade 11, 
Dürer-Sammlung. 

Hollandt. Trau tlise 
-• von Mlnnliigeiode August, Frei 
herr. Bohlwcg 16. 

• • Vieweg. Flau Heinrii Ii. Viewegslr, 6. 
Brevem , V o r ,i I h e r g c r Landes, 
niuseiim Vom Muscuinsvcrein verwallet 
Obmann: C. \. Schwarzenbach. S: Victor 
Kleiner. Bilder. Plastik. Kg«' aus dein Land 
Vorarlberg- Tgl, 50 1t 

Bremen. Gewerbe -Museum (Kaiser 
Strasse), gegr. 187. V Dir Pro!. Aug. Töpfer 
s. 7.J. DA. Dr. K Sclmetcr. Fiat .)180U Mk. 

Vorbilder. Formerei. Versucbswcrkstättc. 
Faehunterrlrhl. Stillung I Kunsthandwerker. 

Tgl. 10 2: So gcschl. Kat d. Muster- 
sammlung u. d verk.tutl Gypsatigilsse. 

-- Kuntthallc (am Wall), gegi. 1849. 
Dir l)r Gustav Pauli s. »9. S Karl 
Schumacher. F.tat i'ilijut) Mk. Stiche 
Gemälde. Skulpturen Abgüsse. Haiidzcich 
nungen. He*: Dürer und Kleinnieisler 
So Ii D<> frei, sonst 50 Pf hat 92. I Mk. 

Breslau, Sc Ii le vi s c lies Museum der 
bildenden Künste, gegr. 1880. Dir Di. 
Inf. Janilsch. * W> DA: Becker. Bibliothekar, 
ti Proi. Di. Seimaii. Ktat 72000 Mk muh 
l'rovinzialvciband Alte und moderne Ge- 
milde, Skulpturen, Abgüsse, lljudze Klitiun- 
«cn. Stiche. Drucke Fachhlhlintlick S 
11 4. Wt 10 2. Kai 1 Mk . illuslt lo.Mk 

- - S c h I c s 1 s c h e s M u s e u m I ü t Kunst- 
gewerhe und Allcrlumci gegr. 1899 

I Dir Prot Dr. K. Masner. 2. Dir: Dr. Hans 
Se^er DA Dr Duchwald. Dr Hinlze. Ftat 
75IKH)Mk. Vorgeschichte Kulliiigesrliichle, 
alles u neues Kgw. Münzen n Siegel Facli- 
bibllothek. wechselnde Ausstellungen S 

II 2. Wt 10- 2. Mo geschlossen Bibliothek 
auch Ii 8. Kat in \ .»ibcreitiing 

P r i v a t - S a in m I u n g e ii 

•• Agath. Georg. Antiquitäten 

-- Fischet. Knnt.id. Med Gemälde. 

-•s.Hase. Pud De Konslstniial-Rat, 
Mod. Gemälde. 

-- v. Korn, Dr. Stadtaltcster. Gemälde. 

•• Lippmanii. Mod- Gemälde 

-- Nelsser, GR. Proi. Dr 

-• Pringsheiin, Porzellan. Antiquitäten. 

-- loebe H , B.iur.il, l'aulstr. I Kupfer- 
stiche. 

Brlg, Schwei/ 1 1 i sto i i sehe s Archiv 
in der Pfarrkirche 

•- Schlots Stockalpcr, Gemälde- 
sammlung. 

Brlxen a. t. Daklllluthek gegr. 187t». 
Vorst: das Seminarium Vlnrentinum. Vrrw 
Dr. A Spielinami. Rekens. Altertümer. 
Münzen Siegel. Kgw. I'.u-hbihliiilhek Hit 



Münzen und Keramik. Bes Tlralensia. — 
Nach Meldung beim Regens. 

Brixlegg, Tirol. Privat Sammlung von 
Franz. Llppeiheide 

Broich bei MUhlheim a. Ruhr. Pzivat- 
Sarnmlung Robert Rheinen. 

Bromberg, Sammlung in d. N <> n neu 
kirche Pfleger Dr, F.. Schmidt über 
leltrer - Altertümer u Münzen. 

Brdnn, Franzensmuscum. 

• • Mährisches Gewerbe Museum 
iFlisabethstr. 14). gegr. IS7J Dir Julius 
1 eiseliing. A , %. 94. Ktat 60000 Kronen 

K. und Kgss Abteilung zur technischen 
Fiirderani; des Kleingewerbe». Fachbibliothek 
lies Mährische I fausindiislrie, Textilien, Ke 
ramik. Glas Bes Mobiliar. Metall, Kgw.. 
Olen. Buchkunst, Voibildeisammliing- 
Soinmers Wt 9 12, 2 5, S 9 12. Winters 
täglich 9 12. 2 4 Führer Kat d Aus*«, 'W 
ii. verseil So:idetkatalo|{e. 

P r i v a t - S a m m I ii n g c n 

• - Roller, Prolessnr, Jose!, > 
Bruneck, Tirol. Privat-Sammluug s"iui 

Friedrich Vintler. 

Budwels, Sudt. Museum, gegr 1876 
Dir Adoll l imitier. Kust Rieh. Kristinus, 
F.tat 16200 Klonen. Skulpturen. Abgüsse, 
llandzeichnunceu, Stiche. Drucke Kgw. 
Vorgeschlchtl. u. natuigesch. Samml.. Wallen. 
I achbibhothek S 9 12. Wt 9 12, 2 5; 
Winters 4. 

Büdesheim, Obelhessen. Privat -Samm- 
lung Gral Oriola 

• - Privatsaininl. d. Itanei Jacob N. Ko- 
il.ull 

Bfldlngen, Obeihesseii, Prisat-Saitimlurig 
Fürst von Ysenhiirg u Büdingen und 
Prinz Allred v. Vs-rnliurg u. ßudin|{eit, 

Burg-Stelnlurl, Westfalen. Privat-Samni- 
liinH Fürst Bentheim. Porzellan, 

Buxtehude, Stadl. Sammlung kunst 
gewerblicher und kunsthistorisclier 
Gegenstände, gegi. 1881 Vois Pastoi 
priin Höpfner.s 81. S Dr. B. Pansch. Stiche. 
Drucke. Holzschnitzereien Sil I.Wt Mel- 
dung beim Raisdiener. - 

Chaus de Fonds, Schweiz, Ge in ,11 de 
Sammlung im College, 

Chemnitz. Stadl Voihildeisamni 
lung, gegi. 189h Verw: liidiislrleverein. 
Vorst Max I jiigliaiiinier Bihl M Kunze 
Wl 10 2. 4 l> Di u 1><. 7 Hl; SU I, 

Cholebor, Böhmen. Bez 1 1 k sinn sc um . 
HegT. l8K r i Dir J. V Neudorfl. s, 8.1. S 
V Klos. Fiat ixxi Kronen. Bildende K- 
FolklotistiK. Facbbibllothek Sommers S 
>i 12; Winten S 10 12 

Chur, Schweiz. K u u st sa m in I uiig in 
der Kathedrale 

-- khilt ikclies Museum. - Alte n. 
üliisgem.ilile. Altertümer, Bibliothek, Nalu- 
rjlieii W b 12. I Ii. SO Cents. 

Curzola, Dalmalicn. Gemäldegalerie 
der ('onlialeiniia dei Sa nti. 

Czernovs-Itz, Bukowina, I.andes-Mu- 
v e ii ni . gegi 18*11. im (iewerlie Museums 
gehaude. IJbiiiarin d Kiiiatoilums Landes 
hjiiplni.inu loh. I upiil. F.scel! S HR K A 
Romsiorfer. Ft.it :tmm Kronen. Kultur- u. 
kunstKeschichtl u itatiirwissenscbaltl, Samm- 
lungen. S Winters 2 4: Sommer*.)- 5. 

-- Biiknwiner Geweihe-Museum. 
KCRI 1SK7 Dir RR K A. Homslorler, s, 9.'.. 
S Dr. Unheil Wlglilzkv Ktat 0000 Klonen. 

AbRilsse. Kgw . MnslerwerkstiHten l ehr 
kurse Ausstellungen S 10 12, :t . r >: 
Winters 10 12. 2 4. Kat Deiennalhcnchl 

h; ;>7. 

Danilg, Kabiiinsche K unsts am m- 
irinjren lim Stadlniiiseuml 

-- Kuiislgentrliemiiseuiii lim Stadt 

miiseiiiiu. 

-- S I .ul 1 in u %e um ^Franziskaiierklusteil 
\ oist Stadtrat Btschoff. Kust: Prot. Wilhelm 
Strvowski, M . s 85, - Alle ii. moderne Ge- 
mälde. Plastik, Abgüsse, Handzciclm., Stiche. 
Drurke Fachhiblioth , damit verbunden das 

-- Westpreuss. Provlnzlal Kunst 
üe w er be Mu seum mit Vorbildersammlunj; 



nndFachbibliothek.Bes AlleDanzigerMObtl 

S. MI, Do 11-2. • 

Privat-Sammlungcn: 

-- Gleldzlnski. L. 

-- Klmmcrer. Rudolf. — Niederländer 

Darmstadt, Allgem. Bibliothek und 
Handbibliotheken der Gross Ii cizog- 
licben Technischen Hochschule. I 
Allgemeine Bibliothek. Dir: Proi. Dr. 
Hangen II. Handbibliothek fOr Bau 
kunst Vorst Geh. Ober-Baurat Prof. Hol- 
mann. Prof. Wickop; Geh. Baurat Proi 
Marx. III. Sammlung lür Ürnamentik. 
Vorst Proi. Varnrsi. IV. Sammlung für 
Figur- und La nd s ch a 1 1 1 e i r hnen, Votsl 
Pr.il Nuack. V. Sammlung für Kunst 
geschichte Vorst: Geh. HolRat Proi. 
Sch.1ler. Wt 8. 12'- 2 7. Haiidsamiti 
lung nach Meldung bei den betreffenden 
Vorstanden. Kai: 70, Neudruck vorbereitet. 

-- Geweihe- M u seil ni |Terhn Atustei- 
saiiiiiil j niod, Kunstgewerbe! der gross 
herzogt. Zemialstelle für die Geweihe, gegi 
1*4-17. Vors RR A Noack. s 97. Kons 
Gewerbe-K- G. Wagner. Kg» l^hrmlttel 
und Vorbilder. Fachbibliothek, Meisterkurse. 
Kurse I. Aklzcidinen. Fülirungen dimii d. 
Mm SoiideraLisstelluiicjen. Täglich 11- I. 
Kat HO und 99. - 

Grussheizogllch liessisehes La Ildes - 
Museum. Kunst n kunslhistor Abteilung, 
Dir Proi. 1). Back, s. 9b. DA Dr. Malier, 
Di. Haupt Gemälde, Handzeichnungen 
Stiche. Drucke, kgw. Sammlungen. Wallen. 
Sommers Di. Mi, Fi 1 1 - I. Do 3 --5. S 10 I . 
Winters Di. M, F II I, Do. 2 4, S 11- I 
Kat: In Vorbereitung. 

-- Sammlung des II i s t o r i s ch e n Ver- 
eins lüi das Grossherzogtum Hessen, lim 
Schlcssi gegr ID15, unter Vorbehalt des 
Fagentum« dem Grossh Mm einverleibt. 

Vorgeschichte, fränkische und rOmische 
Altertümer. Bes Ivinheimisches. 
Pr i v a t - S a rn m I u n t£ e ii : 

-- von Heyl, Major a. D 

• • Langenbach. Bernhard. Justizrai. 
Dessau, GcmäldcSammlung der 

Für st I. Amalie n«! titung. (Zerhstersti. 12) 
-- Sammlung der Fiaude-Sintesius- 
Stiftung, 

-• Privat - Sammlung Boetfgei, 
Georg. Hof-B.iuiat. 

Detmold, Museum lilr Allel tu ms 
ku Ilde, Kunst und Kunstgew erbe, ge- 
gründet 1892 Dir: Proi Dr, Weerlh. s. 92. 

Bes Lippiaca Somnieis S 12 I. sonst 
nach Meldung beim Kastellan. 

-- Filrstliclie Lande s b i b I in tll ek . 
gegrumtet 1614 Wirst Dr. Anemolter 
Abgüsse, llandzeichniiiigen Stiche und 
Diucke Mi 2 4, So 12 I. • 

Deutsch. Altenburg, Nieder -Österreich. 
Museum des Vereins Carnuntum- 

Donaueschlngen, F ii r « ! 1 i c h e F a i s t e n - 
beigsche Sammlung. Vorst Galerieinsp. 
Fmil Wagner Skulpturen u, Üeniilde. 

Dortmund, Städtisches Museum (Im 
alten Rathaus), gesjr IÄ8J Du: Albert Baum 
s 92 Ftat lisiRMi Mk A. Kulluihlstor Ab- 
teilung I. Vorgeschichte. II Kirchliche Denk- 
mäler. III Denkmiller il öffentlich. Lebens. 
B. Kun.stgeweibl. Ahteihing mit Hausrat. 
Keramik. Textilien Melallarbeilen und Vor 
liildersaininlung Sil I, MI 2 4 frei, 
sonst A0 PL; die Vorhildersamnilung: Mo. 
Do, So 7 . 9' , ibeiuls K it 1901. 

Dresden, S.iininlungeu des kgl. sjehs. 
A Itertuin s Ve rei n s l.Mleitilmer, Museum), 
gegi. 44. (Mm. der kgl sjehs. Altertümer.) 
Vorst Prot. Dr. Bcrling Vaterland Alter- 
tümer lies miltel.ilt I lolzplaslik. 

Königliche Sammlungen: 

• - Geneial - Dil : <:iiel Slaatsmiiiister 
Di Rüger. Vortiagender R. GRR Dr. W. 
von Seidlitz. Führer durch die Sammlung 
50 Pt 

- - Koni gl.Gemaidcgale rie. gegr. 1722. 
Dir; Geh. Holr.it Pro) Dr. K Woermann. s.82. 
Insp.Gustav Mflller. Ausschliessl. Gemälde 
Farhbibl gemeinsam mil dem Kuplerstirh 

«< 



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I. Museen und Oalerien. Düren— Freibur« i. B. 



kabim-H. Sommert Wt 9 .*>. Winter» Wt 
10-3: S 11-2. Mo 9-1 be/w. 10-2. Kat: 
1901. grosse Ausgabe i Mk.. kleine Ausgabe 

I M Mk. 

- - K ö n i g I K u ti I e r % 1 1 c Ii k a b < n e 1 1. gegr, 
1720. Dir: Prot. Dr. Max Lelirs, s. 9t>. DA 
Dt. J. I.. Sponsel; Dr, H. W. Singer. - Hand 
Zeichnungen, Suche. III. Bücher, Firhblblin 
tlick. WtlO .t. Sil 2. Mn geschlossen 
Im Wmlcr Dl, Fr abends 5 7 

Koni gl. Sk ul pt uren sa m m I u ng i in 
A Eber liniim (Brühlsrhe lerr.tssel. gegr. 172* 
iur die Originale. 17S2 iür die Abgüsse. 
Dir Geh. Hui R. Prot Dr, Georg Treu, 
s. 82. DA: Dr. I'aul Iferrmann Inspektor 
Max Kühner!. Vorstand der Gipstormcrei, 

Alte und moderne Skulpturen und Ahgflsse. 
Fachbibliothek für klassische Archäologie 
und allgemeine Geschichte der Bildhauerei 

Wt 9 .'«, S II -2. So geschlossen. Kat 
Sondrrahdruck im* dein Führer durch die 
Kgl. Sammlungen 10 Pf. • 

• -KonigtGrtinesGewolbeimSchloss 
Dir Geh. llot-R. Dr. Jul. Erbstcin. Kgw. 
Altertümer Sommers Wt 'I - 2: Filhrnngen 
10 1, Sommers auch S II 2 KjI r i<' 11. 

- - König). Historische* Museum 
u. Ge» ehrgalerie Dir: Dr K Kortschaii, 
s. 1901. Wissensch Hillsarbeltcr: Dr. Krüger. 
DA: Dr O. Pelzich- Rüstungen Walfcn 
Kleider. Möbel. - - Wt 9 - 2, Winters ausser Sri 
10 2; S II ■>, Kat Führer durch da. kgl 
Historische Museum 10 Ff.. Führet duicli 
die Oewehrgalerie 1 Mk 

-- Koni gl. I'or /eil an Sammlung im 
Jolunneum Dir: Geh. llof-R. Dr. Frbsteln. 
Wissenschaftlicher Hilfsarbeiter: Dr. Ii, 
Zimmermann. Wt 9 2: Winters ausser 
So 10 2: Sil 2. Kat: Führer durch die 
Kgl. Sammlungen - 

Ausserhalb der Ocncrai-Dircktion 

-- Konigl Kunstgewerbe Muse um 
fAntotisplalz I», gegr 1875. Dir: Geh Hoi-R. 
Prof. C. Grall, s. 75. Vor-.!: Prot. Dr, Beiling 
Flal 181 (Ulli Mk. einschliesslich Schule 
Kunstgewerbe, Fathbihliotliek 115900 Bande) 

Wt 9 2. S 1 1 I . Kat : Führer durch d.is 
Kgw. Mu~eiim, Abteilung I III. Jede 40 Pf 

liibllothek dei Kiinigl, Kunst 
ge w erbe sehn le. Vorst: Prüf Konisch 
15400 Bande Vorbilder, Ornamentstiche u. a, 

Sommers 8— rj. Winters 8 8, S. 11 I. 
Kat. d. Rihl: Ä Mk. 

• - Kupfcrstichsammlungd. Königs 
Friedrich August II (Brühltche Terrasse!, 
Dir: Dr. F von Schüherl-Solderri. s. 99 
He» : Illustrierte Bücher und Zeichnungen 
Mo. MI Fr 9 1. 

-• Stadtmuseum. Kreuzstr. 10. Sainml. 
lür Dresdner Stadtgetchiehle und Kunst- 
altcrtümcr Dir: Prof. Dr. O. Richter. Staats- 
archiv». Bildnisse, Ans. von Hauten, 
lies Ludwig Richter • Zimmer. S. Mo 

II I frei: sonst 9 I, 50 Pf - 

Schilling ■ Museum tPillnitzer 
slr. Arbeiten und Modelle von Prot 

Johannes v. Schilling. 

P r i v a t - S a m m hl n g e n 
-- von Hägens (melhestr. II. Alte 
Kupferstiche. 

• - dar la n .Otto. Konsul. Laiihnitzcrstr. 17. 
-- Kleniperer, Konsul, Wieners» II. 
Moderne Gemälde alte Porzellane 

-- Ktllinsclierl, Fmll. Gr Plauensclie 
Strasse 20 

• • von Meyer Ernst. Prof.. 1 essingslr i>, 
Alte Gemälde. 

Muller, Frm lMe\ersche Saint« I ), 
Goethes». 1. Moderne Gemälde. 

• • von .Seidlitz. Woldemar. Dr „ GRR . 
Blasewitz, kesidenzst.,1.». Modern. Gemälde. 

Düren. Stadt i sch e Allcrtiimss.ini in- 
lung. Leitung Dr. Schoop. Oberlehrer 
Römische und funkische Altertumer - 

Düsseldorf, Kunstgewerbe-Museum, 
gegr. IHH2 Vom Zcntral-Gcwerbevcrelu er 
halten. Dil Heliitich Ftauliergn, s. 82. - 
Kgw.. Abgüsse. H.mdzcichntingeii, Stiche 
Drucke, KadihlblioJhek, Bes testilsamnv 
lung mit Proben t-,n l.ton vor f.hrisli bis 



1900 Wochentag 10 4 S 10 1. Mo 

geschlossen. • 

• - Kuplerstichkabinett und Ge- 
mälde s.i in in lung d. A kadem ie.gcgr 17M7 
Kons: vacat Alte Gemälde, Stiche, Drucke, 
Photographien Fachbibliothek, Bes: Ram- 
bouxsche Sammlung von Aquarellkopien nach 
illilatisclun Wandmalereien; Riegeische Cor- 
nelius-Sammlung. Wt lu 1. Kat: Repei 
loriuni von l.evin 1». 2 Mk. Verzeichnis, 97. 

10 Pf 

Städtische Kunsthallc. Verw. die 
Stadt und der Verein Düsseldorfer Künstler 
iur gegenseil Unterst, und Hille, Geich F: 
lleinpcl. Moilerne GernJIde. Täglich. • 

-- Kömgl Landcsblbllothek.Blblio 
tbekar: Archivdirektor Dr Ilgen 

-- Bibliothek des .Malkasten-. S: 
R. Sohn und K Geyer. Fiat 800 Mk 
Handzeichnung, Stiche, Drucke Fachbiblio- 
thek, Mo, Mi, Kai 1900. 

Prlvat-Samrnlungen 

• - Böninger. Dr., Rechtsanwalt, Japan. 

Bone, F>r., Karl. Prol., Kronprinzen 
Strasse 49. Alte und moderne Gerhilde Stiche. 
Handzeichnungen u a. In den Frühnaclv 
mlttagsslitnden. 

• - Dahl, Werner Rosens» 20. Nieder 
linder. 

Oed er, Georg. Prof. Alt-Japan. 

Dulno, Istrien, Privat- Sammhing Prinz 
Friedrich von Hohenlohe Waiden 
bar g Schilli ngsliirs l, 

Dux, Böhmen. Stadt -Mus tum. Leiter: 
Bürgermeister F. X. Reidel. Alte Gerate 
und Drucke. 

PrivatSammlung: 

-• Graf W ald stein - W a r te nber g. 

Dziköw bei Tarnobrzcg, Gallzien. IHivat- 
Sattiinlung Graf Johann Tarnnwtki. 

Eferding. Schloss. Ober - Österreich, 
Fürstlich Starliembcrgsche Kunst- 
sammlungen. 

Eger, Städtisches Museum, gegr. 
1874 Verw der Stadtrat. Kutturhislor ., 
bes. aus der Wallcnsteinzcil. Tgl. 8 r>. ,3n 
Heller einschliesslich illustrierten Katalogs 

Einbeck, Städtische Altertums 
».iinmhing gegründet 1894. - 

Einsiedel)!, Sammlung der Benedik 
tiner Abtei. 

Elscnach, Thüringer Museum. Pre- 
digerplatz 4, gegr, 1899, Vors: Schtoss- 
hauptmann v. Cranach. Kurator: Maj. a D, 
Sicckel Gegenständen Kunstlcrerzeugnlsse 
Thüringens alter u. neuer /eil. Sommers 

11 I. 30 Pf. Winters nach Meldung beim 
Diener. : 

Eiseneri, Steiermark. Kulturhisto- 
risches Museum, gegr. 1881. 

Elberfeld, Prlvat-Sarnrnlung: v.Guerard, 
Dr . Karl 

Elblng. Städtisches Museum. Kust: 
Prof. Dr Dorn. 

Emden, R ;i( haus-Sam m In ng. Vorst. 
Verw.-Kommlss: Oberbürgerrnstr. Füibrlnger. 
Kastellan: L Müller. 

• • Sammlung der Gesellschalt iür 
bildende Kunst und saterlandische 
Altertümer, gegr. 1820, Dir: Medizinal 
Rat Dr. Tergasl. s. Ol. S: L. Oittermann. 
F.tat l 500(1 Mk Alte und moderne 
Gemälde, Kgw . Fachbibliothek. Tgl. 8 8. 
Kai: der Gemälde 1877. . 

Engelberg, Schweiz. Benediktlner-Abtel. 

Ennt, Ober - Österreich. Privat - Samm- 
lung L.imlgr3fln Fürstenberg. 

Eppinghoven, Kreis Ruhrort. Privat- 
Sammlung Freiherr von Nagel Dornik 

Erbach, Hessen. PrivatSammlung Gral 
Erbach 

Erfurt, .Museum, gegr. durch die Neris 
Sammlung. 188,1, Dir: Sladlarchivar Dr Over- 
mann. II 1 1. Mo, So geschlossen, Katalog 
5 Pt 

Erlangen, Kunst Sammlung im Uni 
vcrsitiKs- und Schlossgeblude. gegr. 1857. 
Dir: vacat. Kons: Dr A Zucker, Abgüsse. 
Stiche. Drucke kl F.ir hblhlinlbek Mo, 
Mi d I 



--K6nigl. Kupler5tich- und Hand 
zeich nun gen -Sammlung (Universlt.lts 
bibhothek). Dir: Dr. Zucker. Obcrbiblinthekar. 



Essen, Privat Sammlung W. GiraTdet 
Gemälde, mod. Skulptur. Mi Kl 1 

Sammlung römischer « keltischer 
Funde von Th. Hukounig. 

• •Privat -Sammlung: v. Kr etsch m a r . 
Oberst. Darstellungen der Heiligen Georgs, 
legende und Literatur. Kat. • 

Favorite, Schloss, B.iden Gross her- 
zogliche Sammlung. 

Feldsberg, Schloss in Nieder Österreich 
Privat-Sammiling: Fürst Johann von und 
zu Liechtenstein. 

Flensburg, Stadtisches Kunst-Ge 
v* erbemuscum, gegr. 1877. Dir: Heinrich 
Sauermann, seit 78. Kgw . Baiiernkutist. 
Zimmereinrichtungen u. a. - Nach d Umzug 
tgl 10 l. Mo geschlossen ^ 

St. Florian, Ober Österreich, 
gen im Ohorherrenstlft. 
Archiv. Münzkabinett. Naturalien u. Kunst- 
sammlung Kust. d. KunsWainmlung: Stifts- 
liofmelster Johann Langthaler. 

Frankfur« a. M-, Historisches Mu- 
seum (Weckmarkt), gegr. 1 878. Dir : O.Cornill. 
s 78. DA: Dr l-aiitlcr. Alle Gemilde. 
Skulpturen , Kgw.. Kulturgeschichte. Bes 
Lokalgeschichle. S. Mi 10 1 u. am I. 
«. 3. Sdes MonaU 2 I frei, sonst tgl 9 I, 
^ 6, 50 Pf. Kat Führer 1902. 40 If. 

• • Kunstgewerbe Museum, gegr 
1877 Dir: Dr. Hermann von Trenkwjld S 
Hrrmann Kleefisch. Bibliothekar. Dr. Hermann 
Stader. F.tat I Erwerbungen 10000 Mk. 
Alle» u mod. Kgw,: bes: FOrsteneckzlmmer. 
Sonderausstellungen und Fachbibliothek 

Wt in 5. S in 1 , am 1. S des Monais 
auch 2 4. Kat Wegweiser durch die Samm- 
lung 1900. 

• - Freiherrlirh Karl v. Rntltsch ildschr 
öffentliche Bibliothek, (Unlermalnkai 
'■'») gfg'- 1"o7. Dir: Dr. Berghöller. s. 87. 
DA: Albert Dessoff. Etat 44 000 Mk. 
Bibliothek (50000 Bde.) besonders 1. bildende 
K.u.Muslk.- Wtll 1. 4—8. S 10 1 Kat 
Bd. 1. 98, Bd. II. I -A 1900-19ÜÖ. <> Mk. 
bezw. \M Mk . 

-- Stadtbibliothek. Dir : Konsistnrial- 
R. Prol. Dr. F. C, Ebrard. 

• • Stidcliches Kunstinstitut, ge 
gründet 1817. Dir: Prol Dr. H Welzsacker, 
s. 91. DA: Ludwig Flett Bildende Kunst, 
Fachbibliothek. Wt in I. S 11-1, 
Ml 11 4, Mo geschlossen. Bibliothek Di. 
Do. Fr. So 5 7. Kat: Oemillde, Abt. I. 
2.51) Mk. . 

Prlvat-Saminlungen: 
-- Berg. Frau Senator. 
-- Gans. Fritz. Niedcnau ß7, 

• - Goldschmidt. Max B. H.. Bocken- 
heimet l.andslr. 10. 

-- von Holz hausen Freiherr 

-- .lay. L . Niddastr. 32. 

■- Kleln-Hoff. Jakob. Westcndstr 21. 

-- Lissel. Dr Albert. F.schenhelmer 
l.itndslr. :H. 

-- May. Ed Gustav, Beethovens». 0. 

-- Metzlet, W.. Taunusanlagc 12 

von Mumm. Peter Hermann. Zell io. 

.. I'assavant -Goniard. Bockenheimei 
I.andstr 42. 

.. von Rothschild. Mathilde Freib.n: 
Grunihurg. 

-- Sockel. Heinrich, I iebigstr. 48. 

Frankfurt a. Oder, PrivatSammlung 
I, Kempner. 

Frauenberg, Schloss in Rohmen, Privat. 
Sammlung Fürst Adoll Schwarzenberg 

Freiburg i, B. Vereinigte Samm- 
lungen der Stadt Kons: Dr Hermann 
Schweitzer. < Pinn, I Altertümer im 
Geb.lude am Tbeaterplatz. Mi 2 4 

II Skulpliiren. Goldschriiiidearbciten. 
Textilien, Münzen und Siegel. Handzeich- 
nungen. Stiebe u a im Rathaus Sil- 1 

III Gemälde- und Schwarzwild- 
s.innnlirng, am Knrlspl.ilz *5. Alte, mml, 



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13 



I. Museen und Galerien. Freihurg i. d. Seh. Hameln 
u 



r. 



Gemälde, Schwarzwald-K. und Industrie 
s II -I. Kat in Vorbereitung. > 

Prlvat-Sammlung Frau [>r. Maria 
Mcver 

Freiburg i .1. Schweiz. Mnscc c«n 
tonal artistique et hlstorlque et Mit 
»r Marcello, Dir Max v. Tcchtcrmann. 

Bildende K.. Kr»'.. Altertümer. S Nu 
1 :■>, Do 1- 4, Kai: «l ds - 

Freising, Sammlung Christlich Mil 
irliillerlicher K n ns! w er Ii c im Fr/ 
bischöflichen Klerikal -Seminar 

Frlcdau, Schlos6 in Wiedel • Ostcitcich 
Privat Sammlung Orillin T rattltm a nn« - 
dort f-WelnsbcrR. 

Friedrichshafen. Kgl. Schloss. am Bodcn- 
wt Sammlung alter Glasgemäide. 

Fricdrichsteln, Schloss. b. I.f'wcnhagcii, 
Ostpreussen, Piiv.il Sammlung Ural Hon- 
hoff Ii« C hodowl eck i. 

FOrstenteld, Steiermark, Be/irksniu 
scum, gegr 1881. Obmann: Dt HundeRgei . 
HürRermc ister Vor- u kulturgeschichtliche 
SaniniluriR. S <i 12. 2 4. 

Fdrstenstcln, Schlesien. Prtvat-Saninil. 
Hans Heinrich M., Fürst vcm Pless 

Fulda, Städtisches .Museum. Prä 
historia. huldaer Porzellan u. Gemälde 

St. Gallen. Industrie und Gewerbe 
muscum. Reer. 1880. Dir: F-mil Wild. A . 
s. Sri. Ftat 80000 fr. KunslReweTbe 
und Fachbiblinthek. Bcs Textilien, alte 
Spitzen. Wt <l 12. 2 r >, S 1» 12 • 

-- Städtisches Museum, eröffnet 
1877 mit der 1827 begründeten Sammlung 
des Kunstvereiris. Kusr F. Huhn. Hu 
derne Gemälde. Skulpturen, Stiche. Drucke. 
Abgüsse, HamlrrichnunR. Fachhihliolhek 
Ausserd Altertümer d. Hlstor. Vereins. - 
S 11» 12. I 3 Mi I 4 frei. sonst 50 eis 
Kat ,W eis. - 

Stifts Bibliothek. ll.iiHlschnllen. 
Miniaturen, Dyplkhen 

Oeldern, Rheinland, Privat Sammlung 
I andral Oskar von Neil 

Oeltow (Alt), a. d. Havel. Privat Summ 
hin« l^rof Wilh. Ludw. Schreiber Holz 
schniltc d. IV IM. Jhdts 

Genf, Athener. 

• • M u » i e A r i a n a 
-- Musee Fol. 

- • M Ii s i k Rath. 

Gerresheim b. Düsseldorf Piivat-Samin 
hing Max l'f I a Ii nt. 

Glessen, Kunst Münzen und An 
tikcn-Kabincttd. Universität. lArchäo 
logisch Institut > Mo fr 11 I2.SI2 I. 

- • K u n s I w I s s c n s c Ii a 1 1 1 1 c h e Samm- 
lung der Universität. Mi ,12— '.1 

Glarus, Gemäldesammlung. gegr 
1870 vom Kunstverein. Verw. KV. Was Dr 
Frust Buss, s. !I7. Kusl W. Wild. Moderne 
Gemälde, Skulpturen. Zeichnungen T.IrI. 
M 12, 1- 5. Kat: 02. 211 cts. , 

-- Gmünd. Schwäbisch. Samml. d. Kgw 
Vereins n. Städt. Allcrtüincrsammliing 

Gnadenthal, Schloss Kr. Kleve. Privat 
Sammlung Freiherr von Hovell. 

Goch, Kr Kleve. Privat ■ Sammlung 
Ferdinand Langenberg. 

• • Privat-Sammlung Alois Scliiüpcrs 
--Prlvat-Sammlung Frau Dr Schtaven. 
Görlitz, Städtisches Allertunis- und 

Kunst Museum: geht l'XIJ in die (»her 
lausitzer Ruhmcshallc Ober. 

Milichsclu- Bibliothek . gegr. 172h 
Besitz des Gürlltzer Gvinnaslunis Verw: 
Prof Dr Buchwald Stifter-Porträts. Hand- 
zrichn , Stiche. Drucke Mo, Do II 1. 

-- Obcrlaiisltzcr Ru Ii nie sh a I le und 
Kaiser Friedrich M u scum . PW erfühlet. 
Vr.rs des Komitees Bürgermeister Heyne. 

Gon, Istiien I a nde s- Museum , croffn 
IV»Y mit .irchaolog, Ahleil: deren Leiter: 
Hcinr Maionica. Prof. it. Kons. - S Iii 12 
K. K. Studicnbibliolhrk Vorst 
Prof Dr A.Baar Inkunabeln u.Kuplerstiche. 
Domschatz. 
- Pmat-Siittimluitgen vonZahom. Fugen 



TcuHcnbaeh, Rcichsfreiherr Alhln 
zu. — Kupierstiche. Inkunabeln. I.ltho- 
Kranhien, AuloRTaphcn. Gemälde. Biblin- 

Gottfngen, Städtisclic Allertunn- 
SammlonR. Rcgr in»!». Dir GRR. Prol. 
Dr. MorlU Hcvne, s. 8>i. S Dr. Ferd 
Wagner . stidtischer Archivar, Fiat IVM Mk, 
- Kunst- und kullurResiltichtliclies Anschau- 
ungsmaterial für die allen Fürstentümer 
GiltlinReii-GrilbcnhjRcn Sil I, Mi 2 
bis 4. Kat. WcrcIcIiiüil;, Phiii. 2o II. 

-- A r cIi.IiiIor isrh N'uin i sm at is« he 
SammluiiR. gegr. im vnrimii Jahrhundcrl. 
Dir Prol Dillhey, s. 87. Flal >IHMI Mk 
Anllkc Vasen. Terrakotten Bron/en. Skulp 
turen Ahgilsse Abt. Klr Abgüsse tflgl. 
n. Meldung beim Hausverwalter; die Abi, 
liir OiRinalantikcn nach MelduiiR beim Dir 
Kai .1 Originalwetke v Hiibo. 87, unvollsi 

- - Gemälde u. K u p I e t s 1 1 c Ii - S a in in 
hing der L'niversitJt Dir Pro! Dr R 
\'lsc!ief Alle Gemälde, HatldzeuhtiiinRCIi, 
Stiebe. Hol/srhn.tte Lithograplilen. - Sil 
bis 1. Mi 2 4 

-- Institut /um U n t e i r : c Ii l in dei 
K uns tgr schieb le (der Unis ersitatl Fiat 
SOii Mk PhotiigtaplilensammlunR. 
Privat Saniml Prof. Dr. Fhlcrs. 

Gottwelf,, Nieder Ösletreich. Slilts 
biblioihek im Benediktiner Stift - 

Gondorl, Sehloss, an der Mosel. Privat 
Sammlung: Freitrau von l.iebig. 

Goslar, Domk ape He Sammln n«, Dir 
Der Magistrat. 

• • Sammlung im Hu I d i RH n g ss a a I de« 
Rathauses. Dir: Der Magistrat. 

Gotha, Herrn glichcs Museum 
gegr. Im 17 Jahrhundert. Dir: GRR Dr. 
Purgold, s. W; der naturwissenschaftlichen 
Sammlung Dr Pabst. Alle Gem.Hde, 
Skulpturen, Abgilsse, Stiche. Drucke. Kgw 
Hes: Gold und Silherschmiedeirbeiten. 
Sommers lägl. ausser Do Kl I : Winters 
Mi. So 10 1. Kat: Gemälde, IKW. 50 Pf - 

GralenegR, Schloss, Nieder - ('isleneich. 
PrivatsammlunR der Herzogin von Ratibor. 

Graj. Landesmuse um .luanneum 
Oeneral Dir: l.andes.iusscbuss liir Steiermark. 
Vors Gral Ldmund Alterns, Landeshaupt- 
mann. Reterent Dr Gust, Kokoschinegg 
Verwalt-Dlr: Ein Kuratorium von 7 Personen ; 
Präsident: Dr, Arn. Luschin v. FbengTeuth, 
S Gust. W. Gessmann. 

I. iNatnrhistorisches Museum ) 

II. und III. I.aiidesbibliothek und 
l.andesarchiv. 

IV. Prähistorische Sammlung, An 
tikrn und M On i e n kabm e 1 1 Kust Gust. 
Biidinsky. Volon! : Wilh. Rauscher. 

V. Kulturhistorisches und Kunst- 
gewerbe-Museuni. Dir Prot. Karl Lacher. 
Adjunkt: Anton Rath Ftat 'tlHXMl Kronen 

Bcs Schmledeelsenarbcitcn und voll- 
ständige Wohnräume des Iii , 17 und 18 Jahr 
hunderts. Wt Q 1, S 10 1. Kat Führer 
40 Heller 

VI. Landes - Galerie mit Kuplei 
stichsammlunR. Dir Heinrich Schwach. 

VII. Landes Zeughaus Dir Prof, 
K. Lacher. 

VIII. I andesbiblnilhek und Landes 
a r ch I v 

Privat-Sammlungcn 

- - A 1 1 e m s . Grat Ir na/ Alldeultche 
Schule 

-• Melau. Graf Johann Bilder u Kgw 
-- Rcinighau«. Karl. Bilder, Skulptur 
u Kgw 

-- La Roche. Gral lerdlnand. Kgw 
Schiller. Dr. Gcm/lldc .alldeutsche 
und Nleiltilünder 

Greils wald. Akademische Kunst 
saminliiiig Vorst: Prnl. Dr A. Preumr 
s •*>. Ftat '**) Mk Abgüsse und Fach 
tnblmthek. • 

Sammlung vateiländischt-r Alter 
Himer der Universität. Vorst Dr Kunze 

.. Kmhllch :ireli.i.'loglsi'lu San: in 
Uing tlei Universität. Dir. Prof. Schult/c. 



Guben, Priviitsammlung Theodor Wilke. 

Güstrow i. Meckl., Kunst- und Alter 
tiimsverein. gegr IKV»1 Dir: Geh. Hof R 
Dahse. I. Btlrgermeisler, s. «1. S: Prol. Dr 
H Marquardt. Bildende K und Kgw. 
S II 1 , 1.. Wi nach Meldung heim Real 
schullchrcT Holm. • 

Haag, Schloss Kreis Geldern, Privat 
Sammlung Reiohsgraf von llocns- 
broech Rubens. Snvders, Murillo. 

Hagen, F o 1 k w a n r - M i: s c u m. 

Hagenau, A 1 1 e r 1 u in s M u s e u in 

Halle a. S., Archäologisches Mu- 
seum der Universität Dir Prof Dr. Robert 
S, Mi, So II 12. 

-- Akademische K up I er st i c Iis a m m - 
hing. Dir Prot Dr. Dniy»en. 

- - S .i m m 1 u n r t n d. M a r I e n - B i b I i n • 
thek. 

- - Städtisches Museum I ü r Kunst 
und Kunstgewerbe, gegr. 18*5, Dir 
vaca: Klal 2800 Mk. Bild. K. u. Kgw 
Sil 4, Mi '» 5. Winters 2 4. - 

Hamburg, Knnsthalle iGlockeitgiessrr 
walll, eröiinet IfVi'J. Dir Prot. Dr. Lichtwark. 
s, S4< S A W F. Milller. Ftat 7.5000 Mk 

Bildende Kunst (ausser Kgw'.). Stiche. 
Drucke. Medaillen. Plaketten Snmmers 
tägl 1U :>. Mo I .V Winters lägl. !0 I. 
Mo 1 4. Kat: 60 Pf , III. 1 Mk. 

.- Museum lür Kunst u. Gewerbe, 
gegr. I8f»<). s. 77. Staatsanstalt. Dir: Prol 
Dr, Justus Brinckmann, s 77, DA: Dr. R 
Stettiner ti. W. Weimar. F.tat <H5'll(i Mk. 
Kgw. Fachbibliothek, kultiirgesch Drucke, 
Ornamenlstichc. Japan, Fayencen u. Porzellane, 
niederdeutsche Miibcl u. a Tägl 10 5. 
Winters nur bis 4. Kai: llbistr. Führer, 
2 Bände, mit 4JI Abb.. I. Bd. If,30 Mk, 
Das Mm geschildert von Freunden u Schülern 
Brinkmanns Iflul, .1 Mk. 

- - Sammlung d Vereins liir II am h u r g e i 
(ieschichte. Vorst Dr. ('. Walther. 

Privat-Sammlungcn 

• • A I her s Sc h ti nber g . A H. 

-- Antotne-Feill. Dr. F. A, Neuer 
Junglernstieg 10. 
Baudl, Rudoll. Ferdinands». .IL. 
-- Behrens. F. L Bergstr. 18. 

• • Beil Allred. 

Campe. Julius. SchaiienbuiRerstr. ,5u 
Frühmittelalterliche Plastik u. F.inail, 
Kleinkunst der Renaissance. Keramik, 
Gläser. Wallen, Meldung im Bureau, 

Kai: illustriert In Vorbereitung. • 
F. inden. Hermann. Hcimhuderstr. 5b. 
-• Fitz ler. Dr. Johann. Hohenfelde. Pappen- 
huderstr. 45 17. Alt Japan u. mod. 



.- Fahring Dr. IL Landesgerichts-Dir.. 
Hallerstr. 5.1 

-- Sammlung Glitza. gegr 1850. Homer 
landslr. 47. Im Bes d. Familie Glitza. 
Alte Gemälde, Bet: Altdeutsche und 
Niederländer. Meldung Im Comptoir 
Alsterdamm lfi- 17. Kai v. C, HnL 
stade de Grool <Ki. 

-- Hinrichscn. Siegm , Alsterchaussee 2. 

-- .lalle, Alberl. 

-- Meyer. Arnold Otto 

Oppenheimer. Dr. R. I. . Johns Allee 

• • Ulex Dt. H.. Immenhof fi — Alt Japan 

-- Weber. Eduard F.. Konml (an der 
Alsler .iMi beRiUndet IHM. Alte und 
nxMlerne Gemälde - Nach Meldung. 
Kat von K. Woermann. I8H2. Boysen 
Hainburg. Publikationen Hervorrag. Oe 
milde niederl Mslr. : 21 Radierungen der 
<ial Weber, von W. Ungar. Text v. Schlle. 
Miethke-Wicn : 100 l.ichtdmcke u Gem. 
,1er t .al Weber Nfihrlng Lübeck : 12 Fol.- 
I Ichldriu-ke .ler Gal Weher llanfstängl- 
Munchen 

.- Wemke llelnricli. Majoliken 
-- Worlee. Ferdinand. Hohenlelde. Mühlen 
dämm 88 

Hameln, Städtisches Museum ge- 
gründet J8Ü8 Dir General Köhler. — 
Bildende K , Kgw Bes Alt-I lainelu. 
SU 1. Wt 10 12 Winters SU 12. 



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I. Museen und Oalerien. Hamm — Königsberg i. P. 



Hamm, Städtisch«-* Museum, Vi r 
walter Oeorg Wilhelm Vogel. 

Hannover, Herrenhaus bei, Fa 
in 1 1 1 en M n s e um des ehemaligen K ümg s 

hailSC5 

• - K c st rie t M ii so um FrlcUr IcJistr. 19., 
gegr. 1887. Dir: L>r. Karl Schuchardl s. 88. 
Etat lur Anschauungen 20000 Mk. 

Alte Gemälde. Handzclchnungcn , Kgw 
des Mittelalters und der Renaissance, 
Faclihihllothck. 11- 2; MI auch » Ii. 
Kat. der anlikcn Abteilung «I PI. - 

-- Kunslgevs erhe-Museunt (Wieder- 
holt unbeantwortet.) 

-- Pro v inz ial ■ M u sc um , als Mm. tiit 
K. und Wisssensehaft. geg(. 1853. Neubau 
Hudnil von Bcnnigscnslr, 1. Dir Dr Reimers. 
*. 'Hl DA künde und Dr. Frille 
Hildentie K und Kgw Bes Kirchliche 
Alteitümer und Vorgeschichtliches. 

Wt 10— 3. Sil 2. 
Privat Sa uiriiliiiigen 

-- Masse. Prot. Dr . Hofrai. (il 

Miuninv. Oskar. Rittergutsbesitzer, 
l.uigelaube 2ö. - - Dürersammlnng. 

• - Laporte. Krau Senator, in Linden Ihm 
Hannover. 

Heidelberg, ürossherzogliehcs Ar- 
c Ii 1 1) I o g i s c Ii e s Institut <!. Universität, 
gegr. 1870. Dir: Prof Dr. von Duhn. s. 81) 
Dr. H. Holmann. Abgüsse. Stiche, 



il: 



Drucke, Photographien, keramische 
hing. S. So II 1 Kai: I.H'IM. 50 PI. 

• •Städtische Kunst- und Alter- 
tümer - Sammlung, im Schlüsse. gegr. 
187!», Vorst, der städtischen Kommission : 
Ober-Bürgermeister Dr. Wilkcns. Slellvcr 
treter und Oescbältslührer : Dr. Thorbecke. 
Ktat ca. 8000 Mk. Gemälde, Skulpturen, 
tlandzcichmingen. Stiche, Dtucke, Kgw, 
Wallen. Autogtaphen. Bes: Geschichte der 
Pfalz - Sommers X 7. Winters in In« 
Dunkelheit. Mittags! 2 ««schlössen. Kat 
vergriffen. 

Heiligenkreuz, Nietler-Oslerreich. Samin 
hing im Clstcrclenserstllt. 

Herford, Sudtisches Museum. 

Herzogenberg, Nied. -Österreich, Samin- 
hing Im Chorherrenstift. 

Hildeshelm, Andrea« •Museum (Hau 
denkmäler <lcr Stadt i Vorst: Maj. M Buh- 
lers S i: 12: sonst nach Meldung. 

-- DirW-esan-Muscum (Dörnhof öl 
gegr. 1877. Im lies des Bischöflichen Stuhls 

Gobelins, kirchliche Kleinkunst. Pottt.lts 
- Nach Meldung beim DomkUster. 

-. Roiner-Muse:im (am Stein). Dir 
Prof. Dr. A. Andrcac Gemälde. Abgüsse 
Stiche. Kgw , neben naturwissensch, Sainml 

S 11—1 sonst n. Meld. Kat vorhanden. 

Hohenfurt, Stift Stldböhmcn, Sammlung 
im Oistercleiiserstilt. Verw: P. Hugo 
Gabriel. - Alte GcmJIde, Skulpturen. Stiche 
Drucke. Stickereien, Venet Glas Altwieu. 
Porzellan. Wt 0 II?, t 4. 

Hohenmaulh.Bohiiicn. Stadt Museum 
Kost: Lehrer J. Siina 

Piival-Sammluiifi Dr Eduard Ccrtnak 

llollenegg. Steiermark. Privat-Sanitnlung 
de» F u r s t e n A I f r e d v o n l i e e Ii I e n s t e i n 

Hugenpoet. Sellins«. Kr Düsseldnrl. Pti 
val-Sanimfung des R e U Ii s f r t i hc r t n I tu 
pold von Fiirsteiibcrg 

Jagerndorf, Osten. Schlesien Museum 
des Ge wr r hc v ere i n« Obmann <l Kur.it 
Heinr. Kinxer, I eiter d K K. Facliscluilc. 
S <l 12. bei 

Jena, Archäologisches Museum 
igegr. ItMöi ii Germanisches Museum 
un Schloss I>ir: Prof, Dr. Ferd. Nnack s 
!>!». Vasen Terrakotten . Bronzen . vnt- 
geschichtl. Funde aus Thüringen Abgüsse. 
Stiche. Drucke u ... SU 1 . Germ. Mm. 
auch Fr. 2 -4. • 

Privat Sa mm Inn gl.cg.itlotisr.it a.D 
Wolf von Tümpling. 

Jesletten, Baden Privat .Sammlung 
J. Stadler 

Jever. Oldenburg ti ro s s Ii .■ r z ng I i i Ii e 
.Sammlung. 



Iglau, Städt. Gemäldes ammlung. 

Immerath bei ErVelen/. Privat-Sammlui 
Kaplan Steiger. 

Innsbruck, Museum Ferdinandeum 
gegr. 1823. Besitzer Verein d. Tirol- Vorarl- 
berg. I.andesmuseums. Vorst: liof-R. I'rol. 
Dr. v. Wieser Kust <*., Fisrlinalcr ... 
Gemälde Skulpturen, faclihltil. Wt y .V 
S <J 12. Kat: W», illustr. I Krone 

Isenhelm. Elsas» Privat Sammlung 
ti e n i g e s Spelz. 

Kaiserslautern, P t .. 1 / i » c Ii c s G e w e i b e 
Museum, gegr. 1880. Dir: Ferd Moser 
S Chr. Jung Etat öOOuii Mk Kgw u 
Fachbibl Tgl. 10-12,2 4. Kr. geschlossen. 
Kat: 1 Mk. (veraltet!. 

Benzin ii - c he G ein J Id t > a ni in 
hing im Gew.-.Mm. Munchnt-r u Wiener 
moderne Künstler 

Kaiserswerth, Kr. Dusseldorf, privat- 
Sammlung: Th. Lau I r, 

Karlsruhe, Gtossheizngl Sammlung tot 
A Her tu in u. V öl kei k Ii n<l e, Friedrichspl I 
Dir: Geh. R Dr. F. Wagner. DA Dr 
Wingenn.th. — S. Mi u. Fr II 1 u 2 1 
Kit der Bronzen u. Kai der Vasen. 

-. Gmsshetzogl. Kuusthallc gegr 
2. Hälfte 18. Jahrhunderts. Dir: Hans llnuiia 
s mon Insp: Dr. Koebiz. Etat .Uniin Mk. 

GeniJIde. Skulpturen Abgüsse, Hand 
Zeichnungen, Siirhe, Drucke, Fachbibliothek. 
Badensien. S. Mi, 1 1 - 1 n ,2 4. Sommers 
auch Er. Kat 1'lOu, i.M PI 

• - Gmssherzgl. K u pie r st i ch k a l> i ncl t . 
i. d Kunstlialle. Inspckt: Dr Karl Köditz. 

-- Giiissherzogl. Bad. K <i n stge werbe - 
Museum, -egr. 18"li. Dir Pro!. Kail Holl 
acker s. IWH. l l.it WKH.i Mk Altes u. 
modernes Kgw. Abgüsse, Faclihibl Di. Mi. 
Do. Fr 10 1.2 4, S 11 I. 2 4. Kai: vm- 
hereilel. (Das Institut erhielt 1 * * • t ein selli- 
stlndiges Gebäude i 

• - Z.-ihiiiiger Museum im kesuleiiz 
schloss. Kust Dr. Koclüz KunO^anun 
hing das Bad Fürstenhaus hetnrifvnd. Im 
Sommer tgl. II 1 

Privat Sarn min ngen: 
.- Drinneberg. K , (St]|lltzeiisir.7i^ci;r. 
I8*t.t. Moderne Gemälde u Kgw He» 
KarWruLer Künstler. Nach Meldung 
beim Besitzer (S. .liisgeiinmmcnl 
Kassel, Städtisches Bo.i e • M u seuni 
Ii uiseintr i ilurcli Schenkung d. Griliiu Luise 
Hose I8(v* begründet und 87 eröffnet. Dir 
Ackeiniann. Gescliiihtltche Portr.lts Ge 
nialde, Kgw. Altertllmer. S. Mi II 1. 
Fr 4 «i Kai u», 21) PI 

.- Korllgl. Gemäldegalerie im rieueri 
Gebäude er.'ltnet 187.1 Dir Dr <). Eisen 
mann. GKk. Bes. VlJmischo u niederlan- 
dis-be Kunst Wt Hl I. S 11 I, Mn 
Du :t ' 

-- Glässiicrsclie Sa m min ng der 
Stadt im K.ilhaus Vm Stadtrat Nehelthau 

Bildnisse Itcsstsclier kegenteii. Münzen. 
Wallen Mo Do 2 4. sonsl nach Mel 
ilurig lieini Botcrimeislcr Im Ralliause. 

Kunstgewerbliche Sammlung <W r 
lirw eibehaile (wiederholt imlieantw t 

- - K ö u i g I M u s e Ii m F r I e d e r i c i a n Ii ni 
Dir Dr O Eisenmann 

-- K.»nigl Sehl. .ss .Bibliothek in 
Schloss Wilhelinshöhc. Vc-r» Schloss 
kastellari. Kuplersti. hc. Null Mel- 
dung. 

- S.ilillllllini; in <U I l.iiWVIlbilig bei 



i, Muse ii in Iii i Volkskunst 
und Volkskunde, gegr l'ioj 

Kempen a. Rh., All er tii nur Samin 
luiig Kons C. Krämer 

Kiel. Galerie de- Schlevwig It.iMiiit 
vetieil Kunstvereius. gegründet 1X1.4 
Der Vorst: des KV. Gesih V Huniu-HT 
Mnilerne tiemalde Kupier Fa.hliibliotliel 

Bcs Sclileswig-Holsteinsclic KDnstlcr 
S II 5: v. Juni Oktober täglich II 2; No 
vember-Mai Dl. Fr II 2. - 

• - Schleswig Hol stein sc lies Kunst 
gewerbliche» T h a 1 1 1 o w - M .iseum . gegr 



1878. Kural landesliauptniann von Graba. 
Ober-Bilrgermeister Fuss. Prof. Dr. Malthaei. 
Dir: Dr. G Brandl s 1901. Etat L<400 Mk- 

Kgw . lies : Kirchliche und profane Holz 
plasbk des Landes. Spitzen, Fayencen und 
Sllberarb. Tgl. ausser Mo n. den ersten 
Feiertagen 1 1 4 

-• Archiologlsch.sk ulptui en - Musen in 
der Universität. (Danischestr. 17). Sommers 
S, Di. Fr II, P-, Winter» nur S. 

-- Schleswig Holsteinsches Moseinu 
VatetUndischer Altertümer der l'ni 
versität iKatlcris.tr. M. S MI So II 1 

-- Privat • Samml Prot Dr A. Halinel. 

Klagenlurt, Kärntner Ge w e r b c halle. 

Kleve, A Her Hirn er - Sammlung der 
Stadt im Rathaus gegr I8HV Dir: Dr. 
Meslwerdt. s %. 1- achbibliothek der Klever-Ge 
schichte. Nach Meld jederzeit, Kai: 77, 
'i4! Pf Die komisch. Thongclässe im Ralh 
i Kl . '>'<. 

Klosterneuburg. Nieder Osteireichisclu 
Sammlung im Chorherrenslilt. 

Koblenz, Städtische Langschede 
mätd c - Sam in 1 ii n g . Vermächtnis d. Piarrers 
Lang von Dvt'i (in der alten Biirgi, Verwal- 
tung durch städtische Kommission. Kons 
F K Heising Alte (Niederländer) Und 
neue tiemäliie, Sriinmers II ri. Winters 
'J 1 (25 Pf.i. Sil l bei Kat: liegt auf. 

M iiM-um im Schotten Ii aus 
Altertümer. Kunstgewerbe. II 1. 

Koburg, Veste, Herzogliche Kiunt und 
A 1 1 er tu in er - Sa mm I u n g. Vorst : Mai. z D. 
Lnssnitzer ab I 4 W2. Alte Gemälde. 
Skulpturen Handzeichriiingeri. Kgw. Münzen, 
H.md'schrittcn. Bes Walten, tillser (neu die 
Glaser Saininliing des Herzog Allred von 
Saehsen-Kohurg Gotlial, Stiche. Sommers 
Igl '.> 12, 2 », Winter« nur Iii« 4 5t) Pf 
Ali tiei. Kat In Vorher : Die Veste Koburg, 
20 Kunsthl in Test 

Köln a. Rh-, DiOt esait- Museum. Pias 
Domkapitular A. Schntltgen. 

• - S t ;i d 1 i s r Ii e s K u n s I g e w e r h e M u 
seuin. gegr. 1887. Dir Dr. Otto von Kalke, 
s <tö Etat 50000 Mk Kgw.. Fachbibliothek 
Ornaruentsticlie Bes Rheinisches Kgw: 
Mi'.hel. Glasmalerei. Keramik. - Sommers 
Igl '» 5, Winters Igl 10 4. Irei. Kat: III. 
1*102. M \*. 

.. Städtisches Museum Wallraf 
Richaitz. \ oriri5dunis des Prol. F. Wallrai 
v IX2.< Neubau, durch Stillung von J. II 
Richartz 1801 entstanden. Dir Hol-Rat K 
Aldenhoven. Gemälde. Kupier, römische 
und germanische Altertümer, Skulpturen. 
Aligüsse. Münzen architektonische Kunde. 
Pt i va t Sam in lu ng en 

-- i: 1 1 z ti a eher , Karl, Habsburger Ring ,t, 

-- Metz. F J.. Verwaltiingsgerichts 
dueklor, l'rsulagartensti. 20. 

-- Niessen. G. A. Konsul, Dörnhof b. 

Römische Alteitümer. 

v. Oppenheim. Alben. Freiherr 
lüockengasse .) 

-- v. Oppenheim, Eduard. Freiherr 

-- Pcltzer Wild. . Landgerichts - Rat 
Maricmilalz ?. 

-- Sehniltgen. A. Doinkapitular. Burg 
maiier 14 

.-- Thewalt Kail, helgcordnetcr Bürger - 
im-istei V-ktoriastr, J( Kgw, von der 
Antike bis zur Renaissance. 

Königsberg I. Pr., Archäologisches 
Museum der l 'iiiversiläl. gegr. 1824. Dir 
Prof. Dr Roisbach. Fiat 1.500 Mk - Ab- 
gti-se, FacliliiMiothek. Nach Meldung 
beim K.i-tellan der Kunstakademie. 

--Stadl M ii seil ir . verw all. vom Kunst 
viKiit llaiipts.lslilti'h Nene Gemälde. - S 
II 2. Vi II I K.H 2 r . II (Vergl KV.! - 

-- Kurl stge wer tili, lies und Tech 
ni -c lie s Museum. 

- - K upier st ichkabinet t d UniversilÄt. 
Du: Prot. Dr. lländcke, s V>. S Ed. Anderson, 
Ft.it 2200 Mk. 

-. Ostpr eu s>i sc lies Provinz ial-M ii - 
seum Abteil. Ii Archiiolog Anthro 
Poing i.cl'e Sammlung. 



lyiuzeo uy 



Google 



I. Museen unil Oalrricn. KoniKswart— I nbris 



-- Pr 11 ss i a M u s eu m iSc|iIo.»m. Vor- 
geschichte. Mun/cii 

.. Sirmerings Museum Modelle 
und Werke des IVO. Sicmcrtng. S II 2. 

Könlgswart. Böhmen. Museum im 
Schlot» de* Für Nie« Metternich 

Konoplscht, Sellins«, in Mahren. Privat- 
Sammlnng des F i flirr / ng s Franz Fcrdi 
nand von Os terr r ich - E s tc. 

Kozel bei Stnel.l.iu, Privat Sammlung des 
Gr atcu W a 1 11 » t c I ri ■ \V .1 r ich b e r g. 

Kolmar, Stadt Sammlung Fleis.h 
Ii an er Alleitümcr und Kunstgewerbe 
i'r t v .11 -S .1 m 111 1 11 ng: 

Dr. Andre W alt«. Si.-idlhibliolliek.rr 

Konstanz, kosgarte» - Museum 
Vorgeschichte Ethnographie. Kgw. • 

WcJMiiiif rg-Galerie. 182 r > sniii 
Bischof I. 11 Wesscnhcrggcgr Dir Vorst 
des KV«, H Schmidl-Pecht, s. W H..I 
1000 Mk. Alte und moderne Gcmj'dc 
Abgüsse, Stiche. Drucke. Handreichmmgf n 
- S II 1: Wt Sommer« Hl 5 Winter» 
:i) 4. Kat 1100 25 Pf. 

Krakau, riii-.ili.li Cz.irtor, sk i ». lt.- » 
Museum. 

Städtische» G e w e rhe tri i> » eu w 

-. Kabinett der * erdulden kunstlos!.. 
rischen und archäologischen Sammlung der 
Univeisil.lt. Dil llor-R M v Soknrowsk 
v 1897. DA Prof. P v. Bienknwskl. EMI 
MW Kronen Kc« Vorgeschichte Polen« 
S und Sonnabend IJ I n Meldung beim 
Diener 

-- Nali011.1l M um- um. kingplatr. 
Tuchhallc Dir Dr. Felix Kopcta. Kml 
Julian Pag ic/.ewski Klüt 2»<HM| Kmnrn. 
Alte und moderne Gemälde. Skulpturen 
Handzeichn. Miene . Kgw., l'»hnoerapbi. .1. 
Faclihibl. T K I. Hl I. Winten X 

-- flrJilirli Potorkischc Gcm.llde 
» a in m hl n g. 

-- Samml der Seil 1 1 zk a in m er 1111 Dom. 

•- Sammhing der Sch a I z k .1 m ni e r in 
<!rr Marienkirche. 

Pri vat -Sanimlungc n 
II ut te n ■ t'z ap sk r . Gral. 

-- Koblltz-Willmburg, Freiheit Hin». 
Fürstin Carilic I ulM.mirsk.i 

.- Moszynskl. Gr.il. Grorg. 
Potocki. Graf, Andrea« 

-- Uminskl, Prter. 

Kraslczin, Schloss 111 Böhmen Pnv.it 
Sammlung <lev Flinten Adam Sapieha 

Krefeld, Kaiser Wilhel rn M 11 » i- 11 in . 
Karlsplat/. gegr 1897, Dir: Dr. F Di-iieken. 

Modrrne Gemälde. Skulpturen. Kgu d. 
ilal. u. niederdeutschen Renaissance. Japan- 
»amtnlung neue Kunstdrucke und Buchaus- 
«tattung Fachhibliothek. - Tgl. ausser M» 
10 1. 2 5 Winters bis 4 Wechselnde 
Ausstellungen. Hlu-str J..ihresberichl, '17 
l-is W. 3 Mk. - 

Königl. Gewebe ■ Sammlung, gegr 
I87'i Kons: Paul Schulze, s. 83. Ftal 
30IKI Mk Alte und moderne Gewebe 
S Kr und So 10 I 

Privat S ,i in ni 1 11 n 1; e n 

-- C aniph ausen , Friedrich 

• - Scvlfardt Heim. Kommerziell Rat 

Krems, Nled.0-.len. Stadt. Museum 

Kremsirr, Mahren. Fursthisc höfliche 
Saminl I m K r tidenzsrhln* v Vem V.J. 
Gl,il>j/iu Gemälde u Kuplerstlche. Nur 
inil Krlaiihn. des Kürstbisrh ru liesiclitiRen 

Kremsmflnster, Ober Österreich Saniml 
im Benedikt ine rstihe V'eru P. Odilu 
DiikinRer, Stilt^bililiothekar. Alte Gemälde. 
K.RW. I V «I 'I Reuen ir.su ni; einer 
l-'inlrittvkarte b. •St.llvporlier, 

Kreuzenstein, Buru hei Korncubur^. 
P r i v ,i t • S ,i m ni I u n t; Gral Hans W i 1 c 1 c k 
Kust Di Karl Mandl - Mittelalter!. Gemälde, 
Skulpturen. Kit»'- " -1 Meldung nötig 

Krlechenbeck. Schloss. Kreis Geldern, 
Priv .-Samml. Rcithsnral v . Srhaes b e f j{. 

Krleglach, Privjl-Sammlunjj des Frei 
herrn V. v. S e sler - H e r t iri rcii. 

Kronberg. am Taunu«. S*nimlutii{eii 
weiland Ihrer Majest.it d. Kaisetm Friedrich. 



Kronhof In Eppan, Osierreis-h. Samm 
lunn I. i n d ner 

Krumau, Holimen, Privat Saniinhint! des 
Fnrsteii Ad.dt Sch w ar 1 en h e 1 n. 

Krzes/owice. osierr Schlesien, Privat 
Sarniiiliini; lirat Andrea.-. Pnlnvki, 

Kutlenherj;, liohnien Museum lies 
aicli:inli'i;i>ih Vereins .Wncrlv «eitr 
IS71S. Kust Fmanucl I *inin Ä .>r K K s, (ml 
rat. S Sommers frei. 

-- Privat Samiuhirii; Hole > las Hiller 
s o n Planck 

l.albach, I .111 de mihi se um Hn.tol 
iinum. i;e|{r I8.'l. Dir: Prot Alfons 
Müllner, s 89 liildende K und Kg» 
Bes Finlivimischc Produktion. S 10 12. 
I)n 4. «nnsr gegen HO Meiler. 

Lambach, Otier - llsterreich Sammlung 
im Henediklincrstilt. 

St. Ijimbrecht. Steiermark 
i-n He in- d i k 1 111 er s 1 1 i t. 

I.ancut, G.ilini-n Prival-Sammhir.g Grai 
K o in .1 n P o t o 1 k i . 

Landsberg .1 W Stadt. Museum, gegr. 
18R0. Dir Oberleluet Dr. Hamm s l<«,n 
Lokale K und Kulturgescliichle. Tgl. 1 1 I - 

Landshut, Hävern, Kieis -Muster und 
Mndell-Sam nilu ng 

Langenstein, kiltergi.t, Kre.s Halber- 
«ladt, Langer, st.inei Gemälde Samm 
Inn«, gegr. I78u. Besitzer Aiiitsr.11 r>;. 
W. fv'mipiu Hes Niederländer Narh 
Meldungen beim Diener Kat lianit-clrilll. 
von Dt, Bode, 

Lausanne, Muset- c.uii im des 
Heaux-Arts iMiisce Arlaudl. gegr. 18 tf 
D:r Finde HnnjmiT. Ktat 12IKJ0 1r. 1 Lrwerb 

Alte und moderne bild. K. Bes Schweizer 
Künstler Tgl, 10 12. 1 4 Kai in 
\'orbereilung. 

Laxenburg, Nied Österreich. SanimUin« 
der Franzensl'urg \..r.t S.hlosshaiipl 
m.ninschifl- Altertümer. 

Leipzig, Slildt Museum der bil 
dtnden Künste gegr. 1818 Dir: llc.LR 
Prof Dr Th Schreiber Kusl Pmf. Dr. Jul. 
Vogel S P Friedr kruitgeri F.1al ttlMKI Mk. 
tllr Frsserbungen. Bildende K. ausser Kew. 
lies dir Stadl Kunstbl.Hter-Sammlung, Die 
l.ampesclie Galerie Im Oberstock : Reprodnk- 
tionen der malerischen I lauptwrrkc in histo- 
ristlier Anordnung. Scunrners S '^11 3, 
Wt |H 4, Winters S .11 /); Mo 12-4 bzw. 
bis* Kat: Verz 1<» Aull : Verz d, Lampe-Ü . 
M v. 13. tu. Jahrhundert In Nachbild, 
1 Aufl. 97 

• - Deutsche» Buchgewerbe M 11 
sc um, F.lgcntum d Deutschen Buchgewerbe- 
Vereins Is Abt IV. c.i gegt I8W Dir: Dr 
Rudnli Kautzsch, s. <«. 

Künstlerisch und technisch hervorragende 
Wer kc. Graphische Sammlung, Materialien und 
Werkzeuge des Buchgewerbes Wcch'clndc 
Ausstellungen, I .igl ausser Mo H J 
7 10, S 11-4. Kat 18KV . 

-- Archiv der ehemaligen Kramet 
Innung iNeue Bflrsel, gegr. 1477 Besitzer 
Handelskammer. Leipzig. V'er» Ausschuss 
der Kramer Stillung. Archivar Bihltotliekar 
Moltke Porträts.^ Kp . Handschriften 
zurückreichend bis 1477, litniingsurkunden. 
Nach Meldung beim Bibliothekar der Handels 
kammer. Wt H* !2, 4 ei Katalog vor 
bereitet. 

- - K u n sigewerb r • M useum im ürassi 
Museum, gegr. 1873, «. % städtisch. Dir 
»r. Rieh Graul. DA Dr. Albrecht Kmzwellv. 

Ahes und modernes Kgw Bes kals- 
scliatz. Schweizer und Rococo -Zimmer : 
Orientalische, keramische und lestile Samm- 
lurigen. Internat. Fachausstellungen 2 mal 
jährlich. S 10 3 Wt ausser Mo 10 J. 
Bibliothek Ii OrnamrntstirhsjmniL. Wl 1« M 
abends. S Iii 1. Vcrgl Abt IV ti VI. 
Sammlung Im Sch üt z e nlt au se. 
-- Sammlungen der Universität, 
al Aegs ptologische Sammlung. Dir 
Prof. Dr. Georg Stelndori. s. 95. S 12 2. 
b, Christlich - archflolog Samml 
O Kunsthistor Institut, gegr. 187.1 



Dir Prot Dr, August Schmarkow. s. 93. S 
Kail Grossmann, cand. phil. F.lat ■JtKKl Mk • 
Privot-Sammlungen 
Brockhau«. Dr. F.duard, Salomon- 
strasse 17 Altere GemJtde: bes: Nieder 
lilndet 11 ii. ,1: üenclli, Rnttmann 
-- ('icliorius, Fduard. 

• - Demiani. Dr. Hans. Illlleislt. I. 

-- Dürr Alphon«. I filirsplalz :>. Gem. 
alterer Meislcr. 

- - Goilsiltald Otto 

-- Meyer. Fritz Dorotheenplalz 4. 

- - Meiner Emil Georgi-klngQ. Moderne 
GemaMe Aul Ansuchen zugänglich. 

-- Thieme Mir . Geh. Kommen k , 
WiNl^Iiasse l.i. 

-- Thieme Dr l lruh llrdmaiinstr. 17 

-- /i.t-llnt-i , .liilius, Zinn. 

Lcitmerlfz, Böhmen. Diocesan Mu- 
seum in der bischofl. Residenz, gegr. 1884. 
Vorst: Piol Dr Luks.b . 

-- Stadt G ewerbem 11 sc 11 m , gegr 
1K77 l):r Kons, .1 Koblanz S 10 12. 
2 4. Mi ,i—7. 

Leitomlschl, Böhmen. Siadt Museum 
gegr 1891. Dir: Museum»« erein. Bilder. 
Kgw Archivalien. Ftlinographica. 

• - Prival Sammlung Guido Sitnek 
Gla«. Porzellan, Münzen. Nach Meldung 
beim Besitzer. 

Lemberg, Grill. Bawoiuwskischi' 
f 11 n d 1 1 ton s b)M iol hek, gegr. I8Ü7 Dir: 
Di. Jos. R. von Korzcniiiw-ski, s 97, Alte 
tiemalde. Skulpturen. Stiche, Drucke Di.Mi, 
Fr, So 4 ti. .1. Meld heim Dir Kat: fehlt. 

-- Stadt. Geweihe-Museum Im kal- 
h.uis, gegr 1874 Kust Ladislaus Rebczvusll. 
Assistent: Udlsl. Stroner. Ftat 31 000 Krönen, 

Kgw.. polnische und ruthcnischc Volks 
kur.nl. Fachbiblinthek S 10 I, Wt 9 ,'t, 
Winters - 2. Bibliothek Winters auch .5 8 
Kat d Hibliolhek. - 

-. Fürst!. Lubomirskisches Museum. 
Abteilung des Os soli ns k I sehe n In- 
stituts. Kurator: Fürst Andreas I ubomirski 
Verw: Eduard Pawlowicz u. Dt. Brnn. Gubry- 
nowitz (iemJIde, Kupier, Medaillen, Münzen. 
Waffen Tag! " 1. Kat. vorhanden 

-• Museum St a 11 ro p igia nti m für 
t.lirislllche Kunst. 

-- Vorbildersammluiig der K. K. 
I r. Im i s che n Hochschule 
Privat -Sammlungen: 
von Lozinski. Ladislaus, Ritler. 

-•von P.iwllkow skl, Miecisl.nis, 
Hitler 

LebeJIc, Schloss. in Böhmen, Ptivat- 
Sammlung des Fürsten Schwarzenberg. 

stl 



gegt 1884 Dir: Dr Lemgo, Lippe Sammlung im fflrstl 
Assist Di. F. Wohl. Gymnasium. 



Lichtenstein, Schloss. hei Reutlingen. 
Priv Samml Herzog Wilhelm v. Urach. 

Llllenfeld. Niedcr-Öslerr.. Sammlung Im 
Cistercienserstilt. 

Lindau, SUdt. Museum im Rathaus, 
gegr. 1889. Dir Dr, Wolfarl. Pfarrer, s 'J<! 
Kons Beallehrer Wolllhardt. Kgw. u, Lokales 
Wt Juni und September II 12. Juli und 
Augusm 12 2 .V So 1,11 12.2 5. Winter« 
nur nach Meldung beim Museumsdiener. 

Linz, Ober Öslrrr I nndes • liilder- 
galciie. gegr. 18.W. Vei» . Der Ijndes 
ausschuss, Gemälde. Stiche. Drucke. Bes 
F.lnheim. Künstler Sommers blgl <l 12, 
2-5; Winters SO 12, 2 5. Kat. !»5. illustr . 
.30 Heller. 

-- Museum Fran eise o - Caro I i n um 
gegr, 18.13. Dir Vizepräsident Jos Strähniger 
Kust Andr Reischeck. Natur-, kultur 
und kunslhislorische Sammlung Summers 
Wt <» 12, 2 5. S 4 12, Winter Mo 11. Do 
geschl Ka1: Illustr. Fuhrer. 1 Krone 

Sammlung d, Diocesan Kunst 
Vereins im Bischof shol. 

• • Privatsninm! Anton MP Ilching er 

Lobberich, Kr. Kempen. Prlvatsammlung 
.1 Reiners 

Lobrls, Kr. Jauer. PrlvaUammlung 
keichsgralin Fmestine von Wol ke 11.« lei n 
1 rostbuig. 



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I. 



Museen und Galerien. locarnn— München 



n 

Locarno, Museum Emlüo Balli 
Lomnitz, a. d. Ponclka. Böhmen. Sil dl. 
Museum. KuM: H. Petrak, Schulleiter, 

Lübeck, Gemälde - Sammlung Int 
M u seil msgc band c b. Dom. gegr !8f'i*> 
Vorst Direktor Gebhard. Kons Frhr. von 
Lüfrrcndorff Lclnburg. Etat 1300 Mk. Alte 
und moderne GemaTdr. Abgüsse, Stiche 
Handzclchnungen. Sil -L Do Sommer* 
4 t>; Winter« '.' 4: sonsl lagl 10 l gegen 
10 PI. Kat: Führer d. d. Museum .10 It. 

üc we r b e nui se ii m im Mnseums- 
gtb&udc b. Dum. gegr. JKAt. Vorst Senator 
Dr. Klug. Kons Max Metzger Archlt. flal 
(41)0 Mk, Wie Gemäldesammlung 

- - Museum 1. ü b e c k i » t h e r K u n s I 
u. Kulturgeschichte. imMuscumsgch.uide 
tieim Dom, Kons Dr. Th Mach. 

PrivatsammlungDr med. I indc. Brs 
Ir.inzfis, Kunsl, 

Lüneburg, Museum. Eigent. d Museum 
Vereins I. d. rurslciituin Lüneburg, gegr 1891. 
Vors Justiz R . Oraveiilmtst. Kons u S Di 
Rcincckc Vorgeschichte. Kunst u. Kgw. 

S 11' , I bei. sonst öii Pfg 

Lützschena, Rittergut, bei Leipzig. Frei 
herrliche Speck vor Slcrnburgschc 
Sammlung, gegr 1827. Alle und moderne 
Gemälde Kat. auf Wunsch erhältlich. 

Luzern, Sammlung der Kunstgescll- 
schalt gegr. 1819. Dir: Roman Abt s. MS. 
Alte u. moderne GemSIdc Skulpturen. Bes 
Wallen u. Scheiben. SU l>. Wt M « 

*• Gletschcrgarten lies: Armem 
Troller. Enthüll neben geogr. Samrnlungen 
die des St auficr Museums M.trz — Nov. tgl 

• ■ Kunstgrw erb!, Museum i. Rathaus, 

-• Museum a. d. Fr an z I sk ane r pla I z. 

-• Schweizer Zeughaus. 

Mlhrlsch-1 rühao siehe Truhau. 

Magdeburg, Stadl. Museum für Kunst 
und Kunstgewerbe, gegr. 189.1. Dir Dr 
II. Volbehr s 9.1 S: Ferd. Alis. Etat 40000 M. 

Hilst K u. Kg«. Fachbibl. Sil 2 
Wt Sommers II 2 1 .'>, Winters tt A. 
Kat handschriftlich. 

.• PrivalSainmlung: Krau Rittmeister 
Atargarethe. Strauss. Orosse Klosterstr. 14. 

Fx libris, 

Malhingen, Dettingen- Wall er stein 
sehe Sammlung, gegr. 1823. Dir: Dr 
G. Grupp. s. 91 Handzeichnungen, Stiche. 
Drucke. Kgw. Tgl 8 12. 2 -7. nach 
Meldung lu'im Vorstand, 

Malm, Stadt. Gemälde-Galerie im 
kurHirstl. Schloss Dir- L. Lindensrhrnit 
Alte u. mod. GcmaTde, Kupferstichkablnetl 
Wt M -<i. Winters 10 4 

- - .Muse u ni des Vereins zur Er 
forschung rheinischer Geschichte im 
kurtlirstl Schloss Kons 1., l.indensiinnit. 
Altertilmer rheinischer Provenienz. Tgl. 9 0. 
Winters 10 4 Kat der Inschriften und 
Skulpturen. 

-- Romtsch-GermanisehcsZentral- 
Museum. Dir. Prot. Karl Schumacher und 
Ludwig Lindcnschmit. DA Dt. Paul 
Reineckr Hauptsächlich Nachbildungen 
aller römischen und IrOhitilttelalterlicheii 
Funde in Deutschland. Tgl. v. 10 ab 
Publik : Altertümer heidn. Vorzelt von 
L. Lin<lei>schmit 1858 Ii. bis jetzt 4 Bde. 

• . Sammlung von G ip s a h g II « s e u 
im KurfCirstl. Schloss Kons: Prof. K Kllbel 
P r i v a I • S a m m I u n g e n 

-- Fürth, Sally, Gutenhergplatz 4. 

-- Michel, Geli. Komm-R. Kaiserstr 21 

Mannhelm, Omssherzogl, A nl i q, uai i u in 
im Schloss Kusi Prot. K. Baumann. Damit 
vereinigt die 

- - Sammlungen des Altertums- 
veteins. Vorst Major r D Seubert und 

ÜMsshzgl Gipsabgu sss jnitn lung 
i Antikem. Dir Prof. K BaiiuiaiiM 

-- Grossherzogl Galerie im Srhh.sv 
Dir Wilh. Frey, M. 

.. SUdtische Kunst -Sammlung im 
Schloss, gegr. 1875. Dir Vorstand de' 
Kunstvereiiis. Etat in WH) Mk. Moderne 
Gemälde. Hjndzeitlimmgeri . Stiche. Druckt. 



Mi, S 11 I. 2 S. sonsl nach Meldung 
beim Diener. Kat So Pf. • 

Mannsberg, Schh»s in KJtrnlcn. Privat 
Sammlung Dr. Alois Spitzer Di i*. Do 

Marburg, Archäologische Samni 
lung der l'mver«. ItarltisserMr l.gegr 1874 
Dir Prof. v. Syhcl. Sil I Kat Abgüsse. 

- - C h r i s 1 1 i c Ii - A r c h a <> I <> g . Apparat 
der Universität. Dir: Dr. Friedrich Wiegand. 

St. Maurice, trai-zns. Schweiz. Kirchen 
schätz der Abtei. Vorst: Chorherr Franz 
Tonoli Goldschmiede-K von 'i Iii 

Jiluhuiidert. 

Mehrum, Schlots. Kr. Ruhto:!. Prh.H 
Sammlung F'rhr, v. Plettenberg Mehrum. 

Melnlngen, Samml. des Hcnneberg 
sehen allrrtumsforschendcu Vereins, 
gegr. I8.T2. Dir: Ot'Crliaurat F" Fritze, s. 9) 
Kons von Fromm. Major a D. Bild, k 
Kgw. Kutturgcscli , Fachbibl, Tgl 11-12. 

Meissen, Kömgl. Porzellan Manu 
laktur. Dir Kommcrr -R. Paul Gesell. • 

Meldorf, Holstein Museum Dilmar 
bischer Altertilmer gegr. 1*1". Dir 
I. Goos r.sgllch. 

Melk, Nied.-Osleir. Samml. im Bcne 
di k t in er st i f I. 

Mcmmingen, Stadt. Museum, gegr. 
1RKS. Vorst SUdtgemcinde. S Dr. Miedel. 

Bild. K.. Kgw.. Kuluirgesch., Lokales, 
S in- 12 Kat: handschriltllch. 

Meran, Tirol, Alte l.andcslürstlichc 
Burg. Verw: Kommission dei Stadl. 
Musieremrichtiing im Stil u aus Gegen- 
ständen d. lo. .Iridis S 12, 2 «. 
Iii» Heller. 

Mettlach, b. Trier. Keramisches Mu- 
seum von Vilk-rov und Roch. Vorst 
W. Weissmüller 

Metz, Museuni der St a d l . Hibhothekstr. 
gegr. 1822, Dir ,1 11. Keune. s. MM. Etat 
ca 17 00t) Mk. Lothringische Altertümer. 
Bildende Kunst. Kgw . Handbibliothek. - 
S U I. 2 4, Mi 1 4 III Kat: in Vor- 
bereitung - 

-- Stadtbihliothek. Vorst J H. Allfeld. 

Millendonk, Kr Gladbach Privat Samni 
hing Freitrau von Uoselager 

Mllitsch, Schlesien. Privat- Sammlung 
Andreas Graf von Maltzait. 

Millenberg, Burg Habelschc Samm- 
lung, heg. Ende 18. Jahrhunderts Besitz 
Kreistichter ,i. D Conrady. s. ö" Alte 
Geniälde. Skulpturen. Mandzcichn, Stiche. 
Drucke. Incunahcln. «Im. Altcrtr., Kg». 
Nach Meldung beim Diener l.igl. 9 I. 
t-ti. - 

Mlramar, Samnil i. Kaiserl. Schloss 

Mltau, Kurland. Provirizial Museum 
der Kurl. Gesch. fitr Litt, und K . gegr. 1810 
Pias: v. Horner S 11 Diederichs Alle 
und moderne Gern.llde, Kg«. Tgl iuch 
Meldung. Katalog 

Mondsee, Ohtrosterrrich Privat Summ 
hing Friedrich Lfhl 

Moyland, Schloss Kreis Kleve, Privat 
Sammlung : Baron von Stec ngr acht. 

Mosigkau, h Dessau .Ge in .1 Idc Galeric 
im Stlftsschloss 

MQlhansen, Elsas*. Kunst und Gr- 
milde Sammlung. S F /.uber. 

Mühlheim a. Ruhr. I'r i\ atsarnmlimg Sa- 
nitatsral Dr. E. Hölscher, 

-- hu Broich bell. Prlvatsainmlung 
Robert Rheinen Gemälde. Kupferstiche 
Möbel, Porzellan. 

Mönchen. K'»ni gl. ba y er i sch e S la.i ts- 
Sammlungen: 

-- Koni gl Alle Pinakothek, erbaut 
von Klcnze. eröffnet 1K.«'i. Dir Dr v. Reber 
I Kons Prol A. Ilolmberg. II. Kons Dr. K. 
Voll Sommer« Wt 9 4. S II 4: Winlers 
Wl M t. S 1 1 - 5. 

-- Vasen samml König I udsvigs |, 

11 d. alt. Pinakothek) gegr. I8.3U 40. Kon 
sersatoren Prof Dr A Furtss .lnyler. s 94 
und Dr von Rebei. Antike Thongefllsse 

Sommers S. Mo. Di, Do. Fr M I. Kai 
() Jahn Beschreibung der \ .iscnsamiiilun.' 

12 Mk.. Führer v. Fuituängler ki. 



• • KOnigl Neue Pinakothek eroifti. 
I8.SJ. Dir: Prof. August Holmberg I.Kons 
der kgl /entralgem.alde-Direktioii. M.. s. !'9. 
Adnilnlsiraloi Hof k. Willi v F.ssl, Referent 
im Oberslholmarschallstah. - Gemälde vom 
Anfang des 19. Jahrhunderts bis zur Gegen- 
wart. Bcs Rottmanit-Saal, PorzellanveniaMr 
Narnmliing im Frdgesclioss SMrtrais der 
Zeit König Ludwig I. Sommer» S 9 2 
Wl 9 4, Winter« n 10 1. Wl 10 1 ; Ato. 
Mi. Fr I Mk.: sonsl frei Kat Brinkmann 
"I. I Mk. illustriert 2 Mk. 

- - K ö n i g I. K u p 1 e r s t i c Ii uni! HanJ 
Zeichnungen -Sa mm lung. Dir Dr. Wilh 
Schmidt Kons : Dr H. Pallmann. Assistenten 
Dr. S. Graf Pückler- Limpurg, Dt. Weigmann 

-- Königl ülvptothck. erbaut von 
Klenze. eröHnet lft«V Dir Prof Dr A Furt 
wangler. Antike Skulpturen und Abteilung 
lür neuer« Bildhauerei, lies: Aegineten-Saal. 
Mo. Mi. Fr 8 12 2 4. Winters nur» 12 

-• KOnigl Antiquarium (Barcrstr.. 
Neue Plnakolhcki. gegr. ltilll), Dir: Prot W 
Christ Knns d ägyptisch. Abt K. Dvtott. 
F.l.il I VIO Mk Icrracoflen, Bronzen ' Di 
Do, So «i I.Wint. 10 12 Kat .1900, 1 Mk. 

• • Kgl Museum für Abgüsse klas 
sischer Bildwerke gegr. 1809. Dir: Prof 
Dr Adolf Furtwanglcr, s M4. Dr Johannes 
Sitveking. El.il 2000 Mk. Abgüsse, 
archäologische Fachbibliothek, Photographien- 
Samml. Soll) 12. Mo, Mi. Fr 2 5, Wim 
mir bis 4. Kat IM02. SO Pf 

- - Bayrisches N a I i o n a I - M u s e u m . 
gegr. 18S4. Dir: Dr. Hugo Gral Kons 
J, A, Mayer, Dr. ü. Hager, Prot. H. Haggen 
mlller, ("arl Dottl Jakob Angermair, Alois 
Muller. Bibliothekar: Dr. W. M Schrnid. 
S: Antun Müller, S Mi frei, sonst 1 Mk 
Mo geschlossen. Wt M 4. S 10 t, Berufs- 
interessenten erh Jahreskarten zum tgl. Be- 
such. Kai Ausfuhrt Kataloge m fi Binden 
reichhaltige Spezialkafaloge. Fuhre* durch 
das Museum Atl Pf 

Ausserhalb d e r \' e r w a 1 1 u n g der 
Kgl Bayerischen Sammlungen: 

-- Konlgl. Fr/giesserei Museum 
Vorst. F v. Mlller. 

• • Sammlung des Geor g i a n i sc he n 
Klerikal Seminars Vorst p t of Dr 
Andreas Schmid. 

• - Sammlung des Historischen Ver 
eins iilr Ostbayern i Herzog Maxbiirgstr. 
WiIhelmiiHitni Alle GeniJhle, Skulpluren. 
Stiche ir a. Wt. 'i 12 

-- KOnigl. Hof u. Staatsbibliothek 

-- Knnigl. Maximiii. in cum. Dir: Dr 
Siegmund Riezler fo gr. histor Gemälde. 
Skulpturen. Sommers S 10 12 

--Sammlung der Kgl. Kei eben Kapelle 
der Residenz Kirchliche Gegenstände der 
Goldschmiede und F.niaillierkunsr. Jum 
Sept: Mo. Do M*ll, 

-- Schack - Ga I e r i e. v 18li2 7» vom 
Grafen Adolf v. Schack errichlet, seit M4 
Besitz des Deutschen Kaisers. Verw: Ober 
hofmarschallamt des Kaisers. Dir: Dr. Seidel. 
Dirigent d. Sammlungen in d. kgl. Schlossern 
- Moderne Gemälde u Kopien alter Meisler. 
Bes : Feuerhach. Schw ind, Genclli Böcklui. 
Lenhach. - Tgl 2 ö. Winters 2 4, 
10- 12 Kaf eingel von Muther. illustriert. 
Hirth. München 9.V 

- - Königl. bay erisch. Schatzkammer. 

• • Schwanlhaler Museum <Schwan 
thaterstr. <i|. Täglich. 

-- Sammlung des Kunsthist Seminars 
der Universität. Dir: Prof Dr B Riehl 
Stiche. Drucke Fachbibliothek. Tgl. Iilr 
die leilnehrner des Seminars 

Historisches Stadl - Mu seum (St. 
lakobsplatz Ii. gegr, 1H7.1, enth.lll die I87K 
erworbene M a 1 11 1 nge r - Sa m m In ng und 
die 1897 gegründete M o del I sa m m I u n g. 
Dir Archiv R Ernst von Destoushes, Ft.it 
M4000 Mk. — Bildende K„ Kgw, c.i. 
JtlOOO Slichc und Drucke der Maillinger- 
Sammlung. Modelle von Bauten und Denk 
malern S. IV. Do 9 1 Kai Geschichte 
des historischen Museums und del Maillinger - 



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- 



I. Museen mid Oalerien. Münden Praj» 



Samml v. E. v. Destouches lllustr. 2 Mk. 
Kai. itcr Maillingrr-Samml, 4 Bände, 5 Mk. 
I' t i v .1 1 • S a Hl in I u Ii g e n : 
-- Ackermannsche Gem&ldesamml. 
Ilricnncrstr. 8. 

• • Au ml! Her sc he Gemäldesammlung. 
Maximlllanstr. 4-'. 

von Berlepsch. Hans F. Planegg 
hei München, Besonders V. Müller 

-- von Bilrkel, Ludwig. Ministen«! 
dlrektor «, D, Franz Joscfstr 10. Bes 
Hilrkel, Fcuethach. Thoma n a 

•- von Elsenhart. Augusl. Staatsrat. 
Hes: Exlibris, 

-- Flüggen. ProL. Josef, Rückertslr. b'. 

-- Gura. Husen. Kammersänger. 
Maller u. Sohne. Friedrich. 

• • Helhings 1 1 n ff o . Gemäldesamm- 
lung. - Maler des XIX Jahrhunderts 

-- Hirth. Oeorg, Schriftsteller u. Kunst 
Verleger. Bes: Thnma Bocklin. Icnbach; 
Porzellan Bllcher. Kat. d. Sammlung 1898. 

Thnma» Knorr. Verleger Brie» 
nerslr. Moderne Meister. 

- - Land singer . S: M. Georgenstr 14 
lies: Handzclchn. alter Meister, 

-- Freiherr v. Lotzbecksrhe Sarnm 
lung Kainlinenplatz 3 lies: Meister v. 1830 
l>is «<l. Kat. v. Bayersdorfer 

-• Pringslieim. Dr. Alfred. Bes Zinn. 
Teppiche, GcmJIde. 

• • Schmidt. Dr Wllh.. Sonnenstr. 18. 
-- Schuharl, Frau Dr. Alte Meister. 

Sepp. Dr. Joh. Nepornuk. 
Stein, Frani. Handelsbankdir. (Li 
-- von Volckammer auf Kirchcn- 
sittenbach, Guido. 

- - W e I g a n d . Wilhelm . Schriftsteller. He* : 
Kops, Oreiner ir a. 

Münden, Hannoverisch, Stadt. Museum 
(Fberlein- n. Altertümer Museum), gegr, 1898 
Kons: Dr. A. Milanl. s. 98. Original- 
modclle v. Pr. O. F.herlein. lokale Altertümer 
F.rieugn d, ehem. Fayencefahiik Münden 

Sommers S 11-1. Wt Kl 12. 2 5. 
Winters Sil I. Di, Fr 10 12. 2 5 . 

Münster, Westfalen. Sammlung der Kgl. 
Akademie. Vorst: Prof, Dr. J. Nnrdhofi. 

• - Bischöfl. Museum f. Christliche 
Kunst. Vorst: A. Schulte, Rektor 

--Museum des westl.ll Kunst - 
vereins. Domplatz, gegr. 1831. Vorst: 
Dr. Freih. v. Heeremann, RR a I). Alte u. 
miid. GemaTdc. 

Nachod, Böhmen. Samml im Schloss des 
Prinzen Wilh. v. Schaumhurg Lippe 
Vorst. Archivar O. F.Mcr. Freskogemafde. 
alle Bilder, hlslor. l'orträ1> , Gobelins u 
Kuplerstichc 

Naefels, Schwei», Samml. des Glarncr 
Histor, Vereins. 

Nelanden, b, Neumiinsler. Fm at-Satnm- 
lung von Plessen. 

Neu-Brandenburg, Städtische Kunst 
Sammlung. 

Neuburg a Donau, Samml. des Histo- 
rischen Vereins. Kons Reallchrer Kuhn. 

Neuchatel. Schweiz. Musee des 
He jux- Ans. 

Neodeck, Schloss b. Tairiowltz, Privat 
Sammlung Grat Guido v. Henket - 
Dunnersmarck. 

Neuhaus, Böhmen. Privat-Saninilimg Dr. 
Joh. Slavlk 

Neu-Pasing II bei München Villa Magd.i, 
Privat. Samml. K. F.. Giatzii Teilungen 
Westerburg, s. 18*1. Grosste Samml 
des Kontinents und Fachhibliothek von F.x 
librls. 255O0CNm. von 1470 |-Ju2. Nach 
Meldung beim Besitzer 
"' Neu Relsch, Mihren. Sammlung im 
pTflmonstratenserstift. 

Neu Ulm, Privats.iinmluiig von Haupt 
mann a. D.^Gelgcr." Gemälde und 'Aller 
bimer. 

Neuss, Privat Sammlung Frau Dr Sels 
Neuwied a. Rh, Privat Sammlung Fürst 
zu Wied. 

NIkolsburg, Mahren Sammlung der 
Fürstin v. Die ti Ichs te In im Schlos,, 

J.,hThi<rl< ,l<r MJ-l,.f t „ K„. M 



Nordllngen, Städtische Sammlungen. 
Vorst: Hof-K. Christian Mayer 

Nordbausen, Städtisches Museum. 
Predlgcrslr I. gegr. 1876. Vorst: Bürger 
meisler J Becker. Kons Stadtarchivar I lerm. 
Heineck. Vorgeschichtliches. K und Kgw,, 
Heimatkunde. Ethnographie* und Münzen. 
Do 3 5. sonst nach Meldung, frei Kat 
Führer 10 Pf. 

Nordkirchen, Westfalen. PrivatsainiHhnig 
Graf Paul Esterhaz>. 

Northeim, Kr. Hildesheim. Städtisches 
Museum. 

Nürnberg, Ger manisch es National 
muveum, gegr 1852 I. Dir Ou«tav von 
Beiold. s. 14. II. Dir Hans Bosch s. 94 
Kons: Dr. H Slcgniann Dr. Th llampc. 
S vacal Etat I90(KK> Mk r)enk 
maier der deutschen Kunst- und Kultur- 
geschichte, Bibliothek und Archiv, T.1gl. 
10 ), l 4 . Winters 4. I Mk., S. frei. 
Kai Wegweiser TA Pf : Sperinl Kat., Verl d. 
Mms: Spielkarten. 3Mk.; Gemälde. 1,50 Mk.: 
GlasgemaTde, 3 Mk.: Kupierst, d. 15 Jalirh 
t Mk; Vorgcschichtl. Denkmäler, l,5»Mk 
Bucheinbände 2 Mk,; Originalskulpturen. 
2 Mk.; Kunsldrechslcrarbeiten, hu IM.. Bronze 
Epitaphien. IMk.;Originalholzstöcke.2..'jüMk , 
dass. II. Ted, 2,5» Mk.; Atlas hierzu 10 Mk.; 
Helme (Essenwein) I M.Mk. Gewebe. I Teil 
I Mk, ; II Teil 2 Mk, . 

Bavr. Gewerbemuseum. gegr 1871. 
Dir: Oh-Bati-R Prof. Theodor von Krämer, 
s. 88. Etat 20000(1 Mk. Kgw.. Fach 
tsihliothek, Lesesaal, Vorblldersamtnlung, 
Vorlesungen und Unterrichtskursc - Wt I» 
bis 12, 2 4; Bibliothek und Vorliildersamm 
lung: Di Fr <> 12. 2 9. Mo 9 12. 2 I. 
So 9 12. 2 6. 

Kunstsammlungen der Stadt 
Nürnberg. Pfleger: Magistrats-P. Hugo 
Barbeck Vorst: Hans Bösch. (Die Samrn 
hingen sind zum grössten Teil im Germanisch. 
Museum aufgestellt; Kupferstiche und Holz 
schnitte Dürers im Dllrer-Hause.) - 

Prlvatsammlung Marcus Schiller. 

Bes: Anselm Fetierbach. 

Oberammereau, Sammlung der 
Zeichen-. Modellier - u. Schnilzschule, 
gegr. LW, Vorst : Ludwig Lang - Skulpturen. 
Abgüsse. Kgw. Fachhlldlolhek. Tilgt. 

Ohno bei Grzvmalow. i'isterr. Polen 
Piivalsammliing Ladislaus Pitter von 
Fedo r o w i cz. 

Okno hei Horodenka, rtsterr Polen. 
Prhatsammlung L. Ritter von Clenski. 

Oldenburg, Grossherzogliche Kunst 
Sammlung iiiiAugusteurri, gegr. 1804. Vorst 
Vize-Oberkammerherr Baron von Bothmer, 
Kust: K. turn Dierk, M. Alte u. moderne 
Gemälde, Abgüsse, u. Bronze-Nachbildungen. 

S 12 2. Wt I» 1. Kat- 75 u. 25 Pf, . 

- - L a it d e s • G e w e r b e m u s « ii m, gegr. 88, 
Dir: G H Narten. s. 88. Etat 13000 Mk. 
Kgw.. Fachbibllothek. T.lgl. II X • 

OlmOtz, Belruptschc Sammlung In 
der Domdechantei. 

StSdt. Kaiser Franz Josef-Oe- 
w er be- M ii seil m Mauritzplatz 5 Dir: K. 
Brandhuher, Brgrnstr Stv.: Helniirh Sachs. 
Vtzebrgmslr. Kust - F X. Parsch. Etat 2400 
Kronen Bild. K , Kgw . Fachbibliothek. 

S 9 12. Mi. So 10-12. 

Sammlung d F(lr stb i sch fi I liehen 
Residenz. 



-- SUdtische ücmllde Sammlung 
ingS). Kust: 
moderne GcmJIdc. Handzeichnungen. Stiche 



1889. GrOsste Samml. (Ol.erring 5). Kust: F. X. Parsch. Alte 



Drucke Nach Meld, im Gemeindehaus, 

- - V a t e r 1 1 n d I s c Ii e s Museum, gegr. 
188t Vorst PrJs. Ignaz Wurm Anilin 
logische* u. Kulturhistorisches. • 

OHen, Kant Sololhnrn, Disfeli -Samm- 
lung im Musi'umsgeh.lude. 

Opocno, Böhmen. Sammlung im Schlos- 
des Fürsten Co I lored u ■ Mann s lel d 

Oppurg. Sachs. W'eimar. Fllrsll. floh e n - 
lohe« che Bibliothek u.Kiiplerslichsamiiiliing 
Orlau, Osterr. Schlesien. Prlvatsammlung 
im Schloss d, Freiherrn v. Maltencloit. begrilfen. 



Osnabrück, Museum für den Rcg.-Bezlrk 

Ovn<itirilct, gegr. 1879. Dir Der Vors. d. 
Mms- Vereins, Reg. -Präs. a LI Dr. SliKe. s. 88. 
S Prof. Runge. Etat «flu Mk tiemalde. 
Abgüsse. Münzen. Altertümer. Kgw. Tiigl. 
11 — 1. Kat Führer durch die Sammlung. 
30 Pfg, - 

-- l'rivafsammlung Dr Stiive. Rcg.-PrJs 
.i. D 

Osseg. IJulimen, Sammlung im Cister 
clcnser stifl. 

Paludl bei Spalato. Dalnutlen. Sammlung 
im Franzlskaner Klosier 

Paperlano h Finmlcello, Istrlen, Privat 
Sammlung: Dr. K. Gregorulli 

Passau, D i o c e s a n - M ii s e u in 

St. Paul, Kärnten. Kunstkabinett im 
Bcnediklinerstlft. gegi I8UM. Kust: 
P. Anselm Achalz Stift>hoimeislcr. Alle 
Gemälde. Skulpturen, Abgüsse, Handzeichn 
Stiche, Drucke Kgw. Meldung beim 

Kustos 

Pernstein, MJlireu. Privat Sammlung 
Graf Wl.sdimfr Mittrowsky. 

Persenbeug, Kalserl. Sshloss in Nied ' 
Uslerr. Gemäldesammlung der well. 
Kaiserin k'arollna Augusta. 

Petzenkirchen, Nied Osterr. Privat 
sammluitg Baronin Hammersfein 

Pforzheim. Sammlung des Kunsi- 
gewerbevereins gegr. 1877. Vcrw ; I.Vors 
Direktor A Waag. II. Vors: W. SK.fffer. Fabrkt 
K.iss: W. Fuhner Fabrkt. Etat 11500 Mk. 
Kgw.. FachhlblioHiek, lies: Schmuck in Gold 
ii, Silber Sommers Sil .1. Wt I .1 Winters 
Sil 4, WH 3; Lesezimmer tgl I 3. ti 9. 
Kat: 1900. 30 Pi. 

Plörlen, Niederlausitz. pTiv.it-S.imiulung 
Ferd. Graf von Brühl. Major. 

Pleve de Teslno, Privatsammlung Teo 
u. Michele Bulla Caporale 

Pllgramshelm b. Slnegau, S« hlrsieii, v o n 
Srvdlilzsrhe Kuptersllc Ii Sammlung 
Besitzer: v Jeetze HtHtu Hl, bes Dürer, 
Peinbrandt, G- F Schmidt. 

Pilsen, Städtisches Kunstgewerbe- 
Museum Fianclsco-.loseplilnum. Dil: .loset 
Skorpil, A. Ktat 80795 Kronen. Kgw.. Fach- 
bibllothek. Neubau Im Entstehen; Sammltin 
gen solange geschlossen. » 

-- Sudtlsclies Historisches Museum, 

Plauen I.V., Bibliothek u. Tcxtll 
.Museum d Kgl. Industrieschule, gegr 1890 
Dir: Hof R Prof. Rieh llolmaiin. s. !Hi. Etat 
2ii0ü0 Mk. Kgw. Trstübranclic. F.ichtüblio- 
thek. Zwclgsanimlungen In Anrtaberg, Auer 
bach, Falkenslein Frankenberg. Meerine 
Elbenstock. Rel.hciib.ieli. S tl 2. Wl 
8 12. 2 t>, Mi u So 8 !8. Ii- 9. Kat: 99. 
t .50 Mk. 

Podhorce, Osterr Polen. I'ris at -Sarnm- 
lung Fürst En st. ich S.iiigu</ko 

lt. Pölten, Nied. Ostcir.. Dii.cesan 
Museum. Kust: Prot. Dr. Alois Silun'jger. 

Pola. Istrien. Alterlfimer -Sammlung 
im Augustustempcl. 

Posen, Pruvin/ial Museum Wilhelm. 
Strasse 9. neu erzürnt 1902. Dir. Di. Lud«. 
Kaemmerer. DA: Dr. üemg Minde-Ponct. 
Hllfsarh: Dr. Kar) Simon S vacat Neben 
natiirwissensch u. histor. Samminngen bil- 
dende K. u. Kgw Bibliothek. • 

-- Sammlung d. Freunde derWissen 
schalt. Kons: Dr. Bolisl.ms Frzepki 

Prag, Archlolog. Iiisiltut d.deiitsclien 
l'niversitat. 

Gemäldegalerie im Rudo I f i n u tu 
(Kronprinz RudoHquail gegr. 17* von der 
Gesellschaft patriotischer Kuiistlrriindc (ijt 
Inspekt Paul Bergner. Etai t. die Ver« 
7 WKKi Kronen: die Ank.1ule durch den KV 
Alte u. mod. Gemälde. Skulpturen. Hand 
zeichn. Stiche. Drucke Fachbibliothek Bes: 
Dei Kuiilerslecher Wenzel Holla.. Tiigl. 
II 1. Mogeschi. Kat 1889 l,t.0Kr«:i; llluslt. 
I Kronen. • 

-- I.andesgalerie iür in-. deine 
Kunst, auf Grund Handschreibens d. Kaisers 



Franz Josef I vom 13.4.1901 in Bildung 



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I. Museen und Galerien. Prjeworsk— Stralsund 



• • NMprstrks Böhm Gewerbe - Muse um 
(Bethlehemspl. 269), gegr. 1861. Vorst: Kura- 
torium der Stadtverwaltung. Präs: der jew. 
Bürgermeister. Kusl. J. I.. Koltner. Etat 
8000 Kronen. Kgw.. Kulturgeschichte. 
Ethnographie.!. Eachhihliothek Urs" Böhm 
slavlschc Stickereien. S 9 - 12. sonst n. M. 
beim Kusl. Kat HS». illustr. 40 Meiler. 

Kunstgewerbe Atuseuin ■!. Präger 
Handels- u. üewerhekammer. ah 1900 im 
eigenen Gebäude. Dir: Dr K. Chytil. Kust: 
F. A. Borowsky. Assist Dt. F. X. Jirik. 
Sammlungen lägl, ausser Mn Ifl 3. Bibliothek 
täglich ausser Mo I« 12. .1 S. Kai: 97, 
80 Heller. 

• - Fürstlich Lobkowilzst hr Ftilei 
kommiss Bibliothek. 

•- Musrum d Königreichs Böhmen 
S. des Htm: Fr. Knapll. 

I. Prähistorische Sa m m I u ng Knsi 
Pnil. Dr. J. I.. Pic. 

II. histor. archänl. Sammlung. Kust 
Ptol. .1. Kmila. 

III. Kupferstich - Sammlung Kust. 
Adj Dr B Matejka 

IV. Bibliothek in Ilm d »cht i iten ■ 
samml. Kust Prol Dr Zibet u. Georg 
Wagner. Ausserdem: Münzkabinett n. 
Archiv. 

Sl.ldt. .Museum, gegr. 1883. Dir: 
Bretislav Jclinek, k. k. Kons. s. 83. DA 
Dr. F. X. Harlass. Etat 14 not» Kronen Bild 
K., Kgw., Archäologisches. Prager Zunttsacheu, 
Urkunden, kirchliche Altertümer. S l<> 2. 
Wt 4mal. Kat: IWK». 20 Heller. 

--Still Strahnvrr Gemälde-Sam m- 
lung (Hradschinl begonnen ca. 1700 Verw: 
Pritmonslralensrr Abtei Strahns-. Alle 
bildende K . Kgw.. Bibliothek. Wt 10 12, 
nach Meld, beim If ortner Kai: unvollst. 

-- Lelitiniltelsaintnliing der k. k. deutschen 
Technischen Hochschule. 

Privat- Sammlungen: 
Hnschek von Mütilhelm. Gustav 
Rittet, Brcdauergasse !». - Niederländer. 
Sept. bis Mai 2 4 nach Meldung b. Portier 
- - von Lanna. Adalbert Kitter. 
-- Nostilz, Gral Krwein. 

Nnvik Jos. Viktor. Bes Alte Nieder- 
linder u. Italiener h'jt. v. Iii. v. Kriminel, 
Verl. d. Besitzers 

• - Thun Hohenstein. Graf, Oswald. 
-- von Zahn. Eduard Kittet. 
Przeworsk, <">slrir.-Polen. Privat-Samm- 
lung. Fürst Andreas l.nbomirski. 

Quedlinburg a. H.. Städtisches Mu- 
seum, u. Klopstock-ILius gegr. 1870. Vorst: 
Stadt R. a. I) Bessern. Prof, Kleemann. Vor- 
geschichtl. Samml.. mittelaltcrl. Waffen u. 
Geräte, kirchl. u. Innungs.iltcrltimer, Wallen. 
Klopstnckhaus: Klopslorkbilder u. Porträts. 

Tgl. nach Meldung beim Kastellan v. H Uhr 
ab. 50 Pf. Kat: erscheint demnächst. 

• • Privat Sammlung Friedrich Besser. 
Stadtrat. 

Ragusa, österr, Kfisteriland. Schall der 
Kathedralkirche SU. Maria Maggiore. 

Raigcrn, Mähren. Bencdiktinerstlft. 

Raitz, Sammlung ImSchloss desFUrsten 
zu Salm. - Gemälde. Bes FUhrich. 

Rappoltsweiler, i. F... Rathaus Samml. 

Raudnltz, Böhmen. Privat-Sammlung 
Fürst Moritz Lnhkovilz. 

Regensburg, Samml. des historischen 
Vereins im St. Erhardthau*. 

Reichenau, Böhmen. Sammlung im 
Schloss des Grafen Kolowrat. 

Reichenberg, Nordböhm. Geweihe- 
Museum, gegr. 1873. Dir: Dr. Gustav 
E. Pazaurck. s. 92. Elat ca. 4.KHKI Kronen. 

Kgw u. Fachhibllothek. Bes: Textilien. 
Glas, Keramik. Eisen. - So 1 12 Mo. Di. 
Do, So 10-12. 2 4. Kat: Führer. «9. Zahl- 
reiche Spezial-Puhllkationcn. - 
Privat-Samrnlungen: 

-• Franz, Edler vnn Slegnuind. 

-- Baron Heinrich von I .ich ich. 

-- Neumann, Dr, Rudolf. Ex libris. 

Relnharlshausen, Schloss. bei Elbach. 
Rheingau, Museum. 



Remscheid, Privat-Sammlung Amts- 
gerichts-Rat R. Strauven. 

Retz, Nicd.-Österrclch. Städt. Museum, 

Reval, Esthländ. Provinzial-Museum, 
gegr. 1864. Kust: A. von llowen s. Hl. 

Archäologische Sammlung, Gemälde. 
Kgw. Tgl. nach Meldung. 

Rhelntteln, Sammlung des Prinzen Genrg 
von Preussen, 

Riga, Livland. Städt Gemäldegalerie 

1 Todlebenboulevard 2), gegr. lKWi. Dir: 
Stadtliauptkollege Knill v. Bottlchcr. s. 98. 
S Frdr. v. Fnssard. Etat 2744 Rubel. 
Alte und moderne bildende K. Tgl. ausser 
So 12- 4. Kai: 'In. 2n Kopeken. 

Sammlung des Rigasrhen Kunst- 
Vereins (verh. in. d. städt. Gemäldegalerie), 
2Cgr, 1872 Vorst von 7 Mitgl Präs: Prof, 
W. von Stryk. S: Baron Mengden. Etat 
irioo Rubel.' Bild. K.. Fachbibliothek 
Igt. (auss Sol 12 4. Kat 99, 20 Kopeken. 

-- Dom-Museum für Geschichte u. 
Altertumskunde, Herdrrplalz S, Präs: 
II. von Brulningk. S. Dr. A. v. Iledenströtii. 

Mi. S 12 'I. 20 Kop Im Sommer nur 
nach Anlrage beim Kastellan. Kat: 31) Kop., 
neuer in Vorbereitung. 

- - ß r r il e 1 1 o s c Ii e Gemäldegalerie, 
Kl. Sunderstrasse 1. gegr. 1825. Alte Gemälde. 
Tägl. 10 4: S 12 4. K.it: illustr. v. Dr. W. 
Nrnitianii >>0 Kop. 

• - Samml. im Schw arzhäuptcrhaiise, 
Porträts. Gold- u. Silberarbellcn, Aller 

ttlmtr. Meldung beim Diener. 

Roppltz, Osten. Schlesien. Sammlung im 

Schloss d. Frelherrti v. Spen s - Booden. 

Keramik 

Rosenberg, Böhmen. Sammlung des 
Grafen Karl Hugnny in der Burg. 

Rosenhelm, Städt Museum. Verw : 
S. Fortürsen. Magistratsrat. 

Rostock, Städtische Kunstsammlung. 
Verw: Rostocker Kunstveieln. Vors: Medi- 
I zinal-R. Dr. Dornkülh. S: Ober l-andes- 
1 gerichts-R. Heydemann. Etat ca. 3000 Mk. 

Gemälde u. Kupferstiche. Sil- l. -« 6. 
, Mi II 1 2 l>. Winters nur II I. Kat: 

: .10 pf. . 

; •-Kunstsammlung il Institut der 
'. Universität. Vorst: Prof. Dr. Schirrmacher. 
Rothenburg a. d. Tauber, Gewerbe - 
halle und Museum, gegr. 1875. Verw: 
Gewerbevereiii u. Verein Altrothenhurg. S: 
Kleinschrot, B. - Bildende K.. Kgw.. Alter- 
tümer, l okales. Täglich nach Meld. b. 
I Diener. 

! Rothenhol, Böhmen, Sammlung im 
Schloss des Fürsten Schwarzenberg. 

Rottweil, Städt. Sammlung d. Lorenz- 
k a p e 1 1 e. 

Sammlung d. Allcrtumverein». 

Rudolstadt, Kunstsamini. Im Resi- 
denzschloss. 

Salzburg, Domschalz in der Metro- 
politankirche. 

-- Stadl. Mus.Carolino Auguste um, 
gegr. 1834. Vorst Eberhard Fuggei, k. k. 
Prot. I. R. Kust: Alphons Haupolter. — Bild 
K. u. Kgw . Fachblbliotltek. Sommers S 9 l, 

2 o. Wt 8 1. 2 6; Winters nur S I- 4. 
Kai 86. 40 Heller. - 

-- Sammlung im Stift St. Peter. 
Miniaturen. Gemälde, Gobelins. 

-- Privat-Sammlung von Hugo Jeg- 
I m ner. Kunstgewerbe. 

Schaag b. Breyell, Prival-Samml. Pfarrer 
V e t s t e y T 

Schaafhausen, Samml. im Imthurnrum 

- - Sammlung d, Kunst Vereins (Herren 
ackerl. gegr. 1848. Verw: Der Kunstvercin. 

1 - Bild. K. u. Fachbibliothek. Bes: Allere 
Scaphusian«. -- S vormittags. Kat: fehlt. > 
Schauen, Kr. Halberstadt. Prival-Samml 
Rrichsfreilterr von Grote. 

Schlan, Böhmen. Städtisch. Museum. 
) gegr. 1885. Kust Er Dura*. Altertümer. 
Elliiingraptiica u a. • 

Schlelssheim, Schloss, bei München, 
kgl. Gemäldegalerle, begonnen Anf. 
18. Jahrh. Kons: Hermann Bcver. s. 99. 



Alle Gemälde aller Schulen, haupts vom 
Ende 18. u. Beginn 19. Jahrh. Bes: 36 Werke 
von Hans v, Marces. - April— Ende Okiober 
tgl. ausser Mo ; sonst n. Meld, beim Diener. 
Kat: von Bayer*dorfer. 85. I Mk. . 

Schwechow b. Pritzier, Meckl-Schw.. 
Privat-Sammlung Graf von Pourtales. 

Schweinturt, Stadtmuseum. 

Schwerin I. M., Grossherzogl. Museum, 
gegr. 1882. Dir: vacat Bild. Kunst, Kg»-.. 
Vorgeschichte, Kthnographica. Fachbibliothek. 

S 12 2, Wt II 2. Kat: 82. 

.. Privatsairimlung W. von Ha eseler. 
Generalleutnant z. D. 

Seebam, N. Österr.. Privat Sammlung 
Gial Hans Wilczck. 

Secbenstcln, N österr . Privat Samml. 
Fürst Jobann von u. zu Liechtenstein. 

Seusslitz a. d. Elbe. Privat - Sammlung 
Dr, Frilz Harck. 

Seltenstetten, N. Österr , Samml. Im 
Benediktinerstif I. Verw.: Otto Fehringer. 
K. K. Kons. Alte Gemälde und Stiche. 
Meldung beim Verwalter. 

Sigmaringen, Fürrtl Hohenzolletn- 
sches Museum, gegr. 1867. Dir. Hof-R. 
Grobbels. s 'M Bildende K . Kgw., Fach 
hlbllotbek, Münzen. Waffen, Vorgeschichte 

Tgl. Kl 12 2 4. Kat- 10 Fachkotaloge. 
71 83, .V> 8. r . 11 

Sion, Schweiz. Archäolog. Museum. 

-- Atriirr Raphael Ritz. 

-- Kantonal - Muse um Im Schloss 
Tourbillon. 

Sammlung In der Kathedrale. 

Sledzlejowicc, Galizien, Privatsammlung 
Stanislaus 1.. irisch, Ritler v. Niedzielski. 

Solothurn, Museum der Stadt. Vorst: 
Präs, d, Kunstkonimission. F. A, Zelter- 
Collin. s. HR. S: Dr. Ziegler. s. 1900. Etat 
5000 Frcs. - Bes: 1500 llandzeichn. v. Martin 
Dislell. 4<KI0 Studien von Otto Frölicher. 
70 Gemälde von Frank Buchser. Holbein d. J . 
Ribera u, a S 10 12. 2 4. Wt 9 12. 
I 5. Wlnteis bis I. Kat. der Kunstabteilung 
r iH cents. . 

- - Z v u g Ii a u s . gegr 1548. Dir . B. Schlapp 
ncr. Hauptmann, s !>4 Rüstungen. Waffen, 
Schmuck. Kirehenornat, Glasgrmälcle u. a. 

Tgl. Kat vorbereitet. 

Spalalo, Dalmalien, Archäologisches 
Museum. Dir Franz Bulie. Gymnasial- 
dircklor. Altertumer von Saloma, 

Speler, Historisches Museum der 
Pfalz, gegr. IBM. Kons: Prof. Dr. Grünen 
wald, s. 96. S : RR. Berthold. Etat 2000 Mk. 

Bild. K. Kgw, rom. u. german. Altertümer, 
K. u. Kiilturgeschichtl. d. Pfalz S 2 4, 
sonst tgl.. n. Meld. b. Diener geg. 30 PL 
Kat: 88. 1,20 Mk. 

Stams, Tirol, Sammlung Im Osler- 
c I e n s e r - S 1 1 f t. 

Stein a. Rhein Sammlung im Kloster 
St. Georgen. 

-- Samml. im Schloss H oh enklingen. 

Stendal, Altmärkisches Museum, 
gegr. 1888 Dir Prof. Dr. Sauer s. HO. 
Sommers S II 12. D" 2 3 Irei. sonst 
.Meldung erforderlich. 

Sterzlng, Tirol. Sammlung im Rat- 
haus. Alte Gemälde u. Geräte. Tgl. 
H 5 n. Meldung heim Magistrats-Sckrelär. 

-- Samml. in der Pfarrkirche alter Grab- 
steine bis In rumische Zelt 

Stettin, Altertums Museum Kons 
A. Slubenrauch. 

-- Städt. Museum, gegr. 1869. Unter 
Leitung des Kuristvereins. Vors Oberbflrger- 
meisterORR. Haken. S Magistratsdezernent. 
Etat 1500 Mk. Alte n. mod. Gemälde. 
Skulpturen. Abgüsse, llandzeichn., Stiche. 
Drucke. Fachbibl. S. Mi 1 2. Kai : 20 PL 

Steyr, O.-Öslerrelch, Privat-Sammlung 
Graf Emerich Lamherg 

Stolzenfels i. Rh., Schloss Sammlung 
S. M. des Kaisets. 

Stralsund, Provinzial-Museum für 
Neu vor poiti mer n (Im Rathaus). gegT. 1858. 
Dr. Rud. Boier. Stadtbibliothekar. Etat 
1500 Mk, 15. Mai 1.1. Sept. Tgl. 1 1 - 1 frei. 



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I. Museen und Galerien. Srras*burR— Welffenstein 



Strasbourg i F„ Hohenlohe (Kunst- 
gewerbe) Museum (Alt« Plschmarkt 2.). 
gegr. 1887. Dir: Dr. Adolf Sevboth, s. 9B. 
Kor»: .lul. Diener. S Lud*', RuL Etat 
26000 Mk. Kgw.. Vorbilder (ca. 30000). 
Chromolithographien. S Ii) 1. Wi lü Vi, 
2 4. Mo geschl; DI. Do. Fr abends 7.-9'.. 
Kat: d. Bibl. 91. 30 Pf: Schmiede' und 
Schlosserarbeilen. 86. 1 Mk . Führer. H8..50 l'l. - 
Kunstarchäologisches Institut 
d- Unlvei*.. gegr. 1872. Dir: Prof Dr. Ad 
Michaelis, s. 72. Originalantikcn. Abgüsse. 
Fachbihl. S..2 4 K»t: FUhrer. 97. «0 Pf. 

• - Kunstmuseum, gegr. 1S77. Dir 
(der Gemälde-Galerie und des K.-Kabineltsi 
Dr Ad. Seyboth. s. «2 Kons: K. Binder. 
Dir : (der Galerie aller Meisler) Prof Dr Dehio 
Fiat 20000 Mk. für m.ul. K, u. Ksl; lür alle 
K. nach Bedarf. S 10- 1. Wt. 2-4. .Mo 
geschl. Kai: 9!». .54» HL. ill; 2 Mk. 

Städtische Gewerhehallc Dir 
Dr. A Seyboth 

Prlvat-Sammlungen 
-- Freund. Dr. W. A. 
-- Mflller ■ Simonis. Dr. Paul, Leo 
Strasse 5. 

Riess. Gh. 
Straubing, Bayern. Mistor. Sammlung 
im Stadtlurm. 

Stuttgart, Kftnlgl. Landes-Ge» erbe- 
Museum, mit Sammlung von Gipsabgüssen 

hlldersammlung. Lehrmittelsammlung und 
Joiirnalistikum, Institute der kgl. Zentral 
■.teile für Gewerbe und Handel, gegr. 18.V). 
Dir: Dr von Gaupp. Museumsverwaltung u. 
Biblintheksverwaltung. - Kl 4. Sommers 
bis 5, So II - I. Kat. der Sammlung veraltet, 
der Bibliothek neu. 

• • Koni gl. Museum der bildenden 
Künste, gegr. 1840. Dir (wechselnd 
»wischen den Sammlung* Inspektoren) 
für 1902: Prof. Kräutle. S: Hof - R. SchmitL 
Fiat ca. (»0000 Mk. A. Gemäldegalerie 
ica. 1200 Nummern). Stellvertr. Inspektor: 
Dr. K. Lange (Tübingen). H. Plastische 
Sammlung (ca. 1000 Nummern». Inspektor: 
Prof. von Donndorf. C Kupferstich- 
«am ml ung (ca. .100000 Nummern! Inspektor 
Prof. Kraulte. Sommers S 11—4. DI, MI. 
Fr 10 4; Winter» S II 3, Mi II) 3; ausser 
dem nacb Meldung beim Hausverwalter. 
Kat, der Gemäldesammlung und der Plasti- 
schen Sammlung >e So PL. de* Kabinetts MOIIer 
10 PI. 

• • Kunstsammlung im Kgl. Residenz- 
s c h I o s 5. V'erw : Prof. R. Stier, Hofgemälde 
inspektor, Gemälde .ms der Zeit von 
1820- «5. Königl. Famlliengalerie seit dem 
16. Jahrhundert Majolika Sammlung Aul 
Ansuchen. Kat Hegt aiil. 

-- Landes - Armee - Museum (Walfcn 
«ammlungi im alten Sehl«»», gegr IfW» 
Wt 10 1. S II 1. 

Gemäldegalerie im Schlots Rosen 
steln, begr. vom König Wilhelm I. Vetw: 
Prof. R. Stier, Hof - Oemalde - Inspektor, 
Moderne Gemälde und Skulpturen. Be- 
sichtigungskarten im alten Schloss zu Stuttgart 
erhältlich. Kat: beim Hausverwalter. • 

-- Gemälde - Sammlung Im Schloss 
Wilhelm». Verw Prol. R. Stier. Hof 
Gemälde-Inspektor. Oemälde, vorwiegend 
nach orientalischen Vorworten Karten 
Im alten Schloss zu Stuttgart erhältlich 
Kat: liegt auf 

-. Sammlung im Schlösselieu Weil. 
Verw: Prof. R. Stier Tierstflcke (Pferdei 
von der Malcrfamille Adam. ■ 

-•Staats-Sammlung vaterländisch. 
Kunst- u. Altertumsdenkmale, Neckar- 
Strasse 8. Vorst: Prof. Dr. F.. Gtadmann. 
Tgl. ausser Mo 1 1 1.2 4: Winters Sil I 
2 3, Wt ausser Mo II 12. 2 3. Kai: 
FOhrer 1902. 

Privat-Sammlungen: 
von Baldinger. Hofmarschall. 

-- von Griesinger, Freifrau, Miniaturen. 

-- Happel, Theodor. Silherburgstr. 179. 

Gemälde 



-- Pfeiffer. Ed., Hol ».. SeeHr, 10. 



-- von Pflaum. Geh Konimerzien R , 
Militlr>tr. 24. - Gemälde. 

-- Schleicher, O. Kroncnslr. 2.5 
Schwäbische Künstler, 

-- Schul?, F. G. Konimerzien R.. 
Paulincnstr, 5. 

• - Siegle. Dt. G . Geh Kommcrzicn-R . 
Reinsburgstr. 39 Niederländer u Skulpt. 

• - Sillcrn. Frau Mathilde. Nr. karstr. 40. 



• • Mnseumsbibliothek, gegr. 1814. 
Vorst: Prof. Karl Wauke. Mi u.So.i Ä. 

-- Privat-Sammlung Graf Camlllo 
R .1 z u m o v i k y. Vollständige Choduwiecki 
Sammlung, Gemälde und Bibliothek. 

Trflban-MIhrllCh, Museum d L Vereins 
tut Forderung des 



Spcniatin. W , Geh. Kommerziell R. 
Reinsburgstr. 27a. Kopien alter Meister 
von Steiner, Dr., Kilian, Geheimer 
Kommet/len R. Gemälde. 

-- Walchcr. Dr. Rechtsanwalt. L'rban 
Strasse vi, Alle Gemälde und Altertümer. 

Sucha, osterr Polen. Privai - Sammlung 
Graf Ladislaus Branicki. 

Tarnow, Oslirr Polen. Diocesan- 
museum für kirchliche Kunsl, gegr, 
Vorst: I>er Rektor des Klerlk.il-Semliurs. 
Talelbilder, klrchl Texlilien des 15. IX. Jahr 
hundert«. Nach Anmeldung. 

--Schatzkammer der Dnmkirche. 
TJgl. II -1. 

Tegel, Schloss bei Berlin. Wilhelm 
von Humholdschc Kunstsammlung 
Besitzerin Frau K»nstari»e v. Heinz, geh 
von Bulow. 

TelttCh, Mähren. Städt Museum, ge 
gründet 1885. Vorst Karl J. Maska. s. 97. 
Sommers Sonntags 10 12; sonst nach 
Meldung. 

Teschen, osterr. Schlesien. Scher 
nicksches Museum. 

Tetschen, Böhmen, Sammlung im Schloss 
lies ü r a I e n Franz T h u n 1 1 o h e n s l e i n . 

Thons, Sudtisches Museum. 

Thun, Schweiz. Kera m i *ch e s M u> tu m. 

Thurnau, Oberfranken. Privat Sammlung 
Gral Kar! Gottiried von Oiech 

Tomatzowlce, Gallzien. Privat - Samm- 
lung Tbaddeus von Konopka. 

Tralrberg, Tirol, Privat-Sammlung Gral 
Enzeiibeig. 

Trlent, Domschatz. 

• • Städt Museum (f'alazzo del Muni 
ciplo). Dir Dr L. Oherziner. Medaillen 
und Bronzen der Renaissance. Porzellan, 
Gemälde. Sommers Wt 9 12, 3 f.. Vom 
15. 7. bis 31 8 geschlossen 

i v a 1 - S a in m I u n g e n 
-- Oberzincr. Dr.. L. Niederländer. 
Von Okiober Iii* Juni 1 1 zugänglich. 
-- Paris». Gcrmano. 
Salvador 1, Valentino, 
v. Z.imbelll, Johann. 
Trier, Dnm Museum. 

• - Pruvin/ial Museum. Ostalle«. 
Dir DA. Aug Eberl*. Fiat 2u0<H> Mk 
Römische und fränkische Altertümer Agypt. 
koptische Sammlung, Archäolog. Fachblhlio- 
thek und Kgw. Kai Füllirr v. Hellner 
illuslr . 9,1 

Sammlung der Slad I bi b I i<> I he k . 
gegr. I.WI. Vorst. Stadthibliothek.ir Prol. 
Dr. Kcuffer. ülasgemälde, Kupfer und 
Stiche. Bes Dürer und Wiegendrucke. 

Trlest, A Ii 1 1 q Ii i t ä I e n - M u s e li tu (Musec- 
lapidarin e Museo d'Antichil.i). 

-- Städt. Museum der schonen Künsle 
.Revoltella". 

Privai Sa in mlu ugen : 

-- Brettauer. Dr. Joseph. Kupfer - 
slichr. Medaillen und Plaketten. 

-- Caprin. Jose!. Altes Kgw. 

-- Kaiister, Franz. Mod Gemälde 

• ■ Baron Josel Sarloriu. 

-- Springer. Hans. Kunsthandwerk 
Troppau, Kaiser Franz Josel Mu- 
seum (Schleslsches Landes m u sc um), 
gegr, I8SI. Dir Dr Kdinund Wilh flrann 
k. k. Kons , s. y7. F.tat 28000 K tonen. 
Moderne Gemälde, Skulpturen. Abgüsse. 
Kupferstiche, Kgw. und kunstgew. Fach 
bibliothek. Bes: schlesische Kunst. S 
10 1. 3 B, Wt 10 1. 3 8, Kat veralte!: 



slandes, gegr. 187«. Vorst: Josef Brisllnger. 
Kust: Emil Pleskot. Skulpturen. Ab- 
güsse Stiche. Drucke, Kgw.. Fachbibliotli. 
S 1 4. 

Tübingen. Kunsthistor. Institut der 
Universität, gegr. 1894. Dir Prof. Dr. K 
Ijnge. s 94. Etat 21X10 Mk. Kupferstiche 
Holzschnitte, Photographien Steindiuckc. 
Kaiidliibllottiek. - S lo- 12., Do 9 12. 
2 5. 

.. Archäolog. Sainiiiliing von Prol 
Dr Schwabe. 

- - K i'i 1 1 e »che U e rn ä I d e s a m m I ti n g dei 
Universität. Vorst: Prof. Dr. Lange. 

-- König!. Schloss Bebenhausen 
bei Tübingen. - Sammlung von Waffen 
und Majoliken. 

Ueberllngen a. Bndeus.ee Städt. Kultur 
hlstor. Ii. Naturalien-Kabinett, gegr. 
1871, Vorst Med, R, Th. Lachmann. «.71. Kust: 
Kiagler.il. Altertümer, Pfahlhaugegenslände 
u. a. - Nur Sommers Igl. 10 12. 2—5. - 

Ullersdorf (Gross), Mähren. Sammlung 
des Fürsten Karl Liechtenstein. 

Ulm, Gewerbe .Museum, Vorst Apo- 
theker Dr. Leube 

-- M iln s tera tc Iii v. Skulpturen und 
Dokumente <t. Münster betr 

Urmatt, Unterelsass. Im Schloss Merkenau- 
Miillertiol.PrivatMttnnlung [>r. Paul Müller 
Simonis. Italiener und Niederländer. 

Vevey, Schweiz. Neues Museum. 

Villingen, Baden, Alterlüniersanim- 
lung der Stadt (im allen K.ilhaus). Kust: 
Fr Stoiker. Stadtrat 

Walpersdorf. N. Österreich, Biblio- 
thek de.« Grafen Falkenil. i) n, 

Warmbrunn, Schlesien . G r i 1 1 1 c h 
Seh a 1 f g o t « i Ii e Priva tsjmmlung. 

Wartburg. Schloss. b. Eisenach, Kunsl- 
uud Kunstgew. Sammlungen. Vorst: 
Schlossltanplmaiin von Oanarh, Wand 
gemälde iSchwindi. Rüstungen. Walfcn. 
Kiillurhislorisches. Tgl , amll. Führer 

Wellhelm, Oberbaycm, Slädt. Museum. 
Vorst Bovler. 

Weimar, Gmsslieizogl. Bibliolliek. 
Vorst Gcli. Hof-R. von Bujanowski. 

-- Flirensaminlung (Marienslrasse). 
Stiftung zum 80 Geburtstag d Grossherzogs 
Karl Alexander, vom 24, Juni 9H, Besitzer 
S. K. IL der Grosshei/ojj Wilhelm Ernst. 
Moderne K von Meislern, aus der Grossh. 
Kunstschule hervorgegangen, oder an Ihr 
tntig gewesen. Kat in Vorbereitung. 

( i o e t h e National M u s e n m , gegr. 
188b. Dir: Geh. Hof R. Dr Karl Ruland, s. Sri. 
- Alle von Goethe hinterlassenen Samm 
lungert, künstlerischer und naturwissenschaft- 
licher Arl Auf den Goethe-Kreis bez Künst- 
lerisches Sommers S, Wl II i, Winters 
S. Mi II 4, 

GrosshcTzogl. Muse um, gegr. 18b9. 
Dir: Geh. Hol R. Karl Rulaud s. 70. Bild. 
K. Ii. Kgw, Bes: Fr. Prellers Odvssee 
Wandgemälde. Sommers S 11 4. Wt 
10 4. Winters S 11 3. Mi. Do 10 3 
K.il 5 Aull . 91. ÜO Pf. 

-- Sammlungen im Grossh. Residenz 
schloss Durch den Schlosskastellan. 

- - Sammlung im W i 1 1 u in s p a 1 a i s . 
Grossh, Besitz Porträts von Fürstlich 
keilen u. Personen d. Goethe Zeit. Kastcllanln. 

Sund Ausstellung 1 Kunst und 
Kunstgewerbe. Neben der Ausstellung ein 
Fonds erworbener Kunstwerke. - 10 4. 
Winters In .(, 

Weinberg, b. FieisLidt Ob.-Oslerr. 
Privatsaminl Graf Andreas v. Thür heim 

Welz, Steiermark. PrivaUammlung Dr. 
Theodor Hausottcr. 

Welffenstein b Slerzing. Privatsammlung 
l ; .dgar Mayer 

!!• 



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1. Museen und Galerien. Wels— Wien 



M ■ 

Wel», Oh Osten . Slädl Museum. 
Ohm. d. Kominlss. Stadtrat Dr. Franz Edler 
von Ucnak, K K. Konservator Römische 
Altertümer u. Wüllen. Gegen Anm. frei. 

Wernigerode, Sammlung im Fürstlich 
Slolhergschen Gymnasium. Gips- 
abgüsse. Kations v. Spangenherg u. a. 

We»el, Nicdctrhcinischcs .Mit «cum 
iflr Orts- und 1 lelrnatskunde. Verw: Kail 
Mummenthey. 

Wellingen, Schwei', Sammlung von 
Glasmalereien Im Lehrer Seminar. 

Wien, Kun Stil ist Sammlungen des 
Allerhöchsten Kaiserhauses Im Hof- 
inuseum, eröffnet 1889; die kunsthislorisclie 
Abteil. 91. Oberste Behörde. Der Oberst 
kammerer Hugo Oral von Ahenspcrg und 
traun, I' xcelletiz : 

I. a| Antikcnsnmmlung. Dil Prof. 
Dr. Robert Hilter von Schneider. DA: Dr. 
Otto Egger. 

b) Sammlung Ägyptischer Alter 
tarnet. Kust: Dt. Alex. Dedeklnd. 

II. Münzen u Medaillen-Sammlung. 
Leiter: Dr. Karl Domanig. Kust I, Kl; Prot. 
Dr. Wilhelm Kubitscheck. Kust I. Kl. Dr. 
Rudolf Münsterbcrg, Kust AilJ Kammer 
rnedallleure : Pro1. Jos. Tautenhain. Anton 
Schart, EMdA. Kammergraveur: Heinr. Jauncr. 

III. Sammlungen von Wallen und 
k u nst I ndustricllen Gegen stän den Dir: 
Prof. l>r. Jtil. Ritter von Scbloiser. 

al Sammlungen kunstindiistricllcr 
Gegenstände Dil: |)r Jul. Ritter von 
Schlosser, s. 97. Kust Adj: Dr. Herrn. Jul. 
Hermann. 

Im W a I f e n s a in m I u n g. Kust: Dr. 
Kamillo Lisi. 

IV. Gemälde Galerle. Dir: August 
Schaffet, Mtgd. d. Zentralkommission f. Kunst 
Ii. historisdiv Denkimiler Kust. I Kl. Willlelm 
v. Wartcnegg. Kust. Adj.: Ferdinand Probst. 
Assist l)r Gustav Gliick. 

Res tau rl er an stall. Leitet: August 
Schäflcr Restauratoren: Kran» Wn»ka i Ed. 
Rilsrhel. Viktor Jasper. Heituann Hitschcl. 

V. Bibliothek. Kust Di. Heinrich 
/-iiitmi-rm.iriti. AsiUt Arthur Burda. 

Ad in inistr. -Kanzlei: Adoll Ulrcicli. 
llolsekrelJr. 

Genltiiel S Ii. f eiertage Di. Fr frei. Ml u. So 

1 Krone, Sommers 10 4: Winter» 10- 3, . 

-- Sammlungen der K. K. Akademie 
der bildenden Künste: 

I. Gemälde-Galerie der Akademie. 
Kust Kaiserl. H. Eduard Gcrisch. M. - 
1250 Niimmcin alle u. tnod. Gemilde. Preis- 
werke u. Aufnahmcslßckc au« dem 18. Jahrh.. 
Vermächtnis des Grafen Ilmberg WZ2, 
Schenkung des Kaisers Ferdinand t. 1838. 
Vermächtnis Enger* 1878. Schenkungen des 
leg. Fürsten Johann von u. zu Liechtenstein, 
sowie andere Vermächtnisse u. Schenkungen, 
dann Slaatsankilnlr, fast durchgehend* mod. 
Gemälde, se.l I8Ö9. - S.. So.. Feiertags 
10- I; sonst in gleichen Stunden nach 
Meldung beim Kust. Kat: v. Lülzow. II. Auf- 
lage 1900 von Dernj.ic u. Geriscli. Die Gem. 
d, Ak. v. I.Q1/..W. mit Radierungen. M- 
Angcrer, HO l'hot. n. hervorragenden Werken 
d, Gal. 

II. Museum der Gipsabgüsse der 
Ak. ( gegr. unter Kaiser Leopold L Votst: 
Simon Laschilzer. Bibliothekar ~ Meisterwerke 
aller Perioden u Länder in bist, Entwicklung. 
Skulpturen, voruchitil. antike u. Renaissance 
Skulpturen. Mo. Di, Mi. Do. Fr 9-1: Kat 
Lüttow, Führer, 80; neue Aull. \ oilirreiter. 

III. Bibliothek ii. K u p le t s 1 3 c h s a m in - 
lung der Akademie, ijegt. ca. 181«), Dir; 
Simon Lasch itrer. Bibliothekar. S:K.R. 
Josel l)ern[ac, S Moritz Warniuth. 
Blichet u. Kupletwctke 19000 H.irulzekhn u. 
Aquarelle 21. VW Kuplersliclie e.2Hwi. Photo- 
graphien «500. Be>: Itandzeulin a. d I ll.llltc 
d. 19. Jahrh. — Mo. Di, Mi. Do, Fr Sommer* 

2 ti.Winter-3 7. Eintrittskarten vom bihlio 
thekar erfotderlich. Kat : d. Bibliothek. 7fi. . 

IV. K os tünt « a mml ii ng d Ak.id. Vor«l 
l'rof. Sigmund 1. Allerhand. l'JI K .\i:rnmer;i. 



Alberlina. Sammlung von Kunlern 
u. Zelchn. s. 1822 öffentlich. Besitzer 
Erzherzog Friedrich. Dir: Jos. Sehönbninncr 
Kust Dr. Jose! Meder. - Kupier. Zelchn.. III 
Drucke, meist Incitnabeln. — Mo. Do 9- 2: 
sonst n. Anmeld. - 

• - Apparat, K u n slhi stor i sch er . der 
Universil,1t. Vorst; Prot, Dr. Franz Wiek 
holt, llol-R Meldung beim Vorstand. 

-- Archäologische Samml. d. L'niv. 
Vorst Dr. Emil Heisch. Meldungen beim 
Vorstand. 

• • Grill. Czemi usche Bil dergaler i»-. 

— Niederländer. Renaissance. Spanier. 
Mo. Do 10 2. 

• • K. K. Familien ■ Fideikommiss - Biblio- 
thek, gegr. 18«. Kust: Dr. Alois Karpl 
Stiche und Porträts. Bes: Lavatet-Sammlung. 

Nur auf Ansuchen zugänglich. 

HabsburgLotliriiwischer Haus 
i c Ii a 1 z (Schatzkammer ) Schatzmeister Hof 
R.Karl Patsch. - Kroninsignien u. Kleinodien 
<!is rhemal. Deutschen Reichs u. aus dem , 
Orden des gold Vliesses Femer die oslcrt, 
Ktoninsignien u. a. Di, Do. So 10 I. 

• - Samml. d. K. K. Hatidclsmuseums. 
gegr 1874. Verw Kuratorium. Dir: des 
Handelsinuseums : Dr. Moritz. Ritler v. Rosslcr. 

— Kgw. Asiens, Fachbibl , Vorbilder. 
TkI ausser Mo 9 4, S 9 1. 

-- Grill. Harrachsche Gemälde 
galerie verbunden mit KuplerstUiisauimluus 
cröttnet 1853. Dir: Dr. llcrnjaf. Bes: In 
u. 17. Jahrb.. Schabkiinstblälter de« 18. Jahrh. 
Frantöv Karikaturen des 18. Jahih. Mai 
bis Oktober an drei Wt 10 4; im Wt 
Anmeld. nötig. - 

— Kunstschatz der Hictzinger Plarr- 
kirche. 

Historisches Museum d. Stadl 
Wien. gegr. 1887. Verw: Kommission des 
Gemelndcrats. Dir RR. Dr. Karl Ginssv 
Kustoden: Dr. Karl Schalk; A. Trost. 
Kulturhistorisches der Stadl, Modelle. DI 
u. Do S 9-1, Do 9- 2. Kat; 2 Teile, 88. . 

Kunstgewerbliche Sammlung d. 
Technologischen Gewcrbcmuscnms, 
gegr. u. erhalt, vom Niederöslerr. Gewerbe- 
verein. Dir. Dt. Willi. Exnet. Etat. Staats- 
zuschuss 80000 Krön — Bes; Samml. 
v. Schlossern und Schlüsseln. 

-- Kunstsammlung d. K. K. Tech- 
nischen Hochschule. 

• -Kupferstich-Kabinett der Hot- 
bibliothek Leiter Assist. Dt, Fiiedr 
Dorntioffcr. Wissens. Ii. Ilillsarb Dr. Arpad 
Wcixlgärtnrr, Dr Heimann Egger. Die 
Miniaturen der Holblbllotlitk Vorst 
Kust. Meucik. - Wt 9 -2. - 

Fürsll. Llechtenstelnsche Bihllo 
thek. — Miniaturen. Wiegendrucke. Besuch 
nur nach eingeholte! Erlaubnis. 

-- Fflistl. L i e ch tens tel n sc he Ge 
milldcgalcric, ge>;r. um 1720. Fidei 
kornmiss. Leiter : RR. Aug. Schiffet, -lubcnei 
il. Niederlander; an 1000 Gern, »es; Rubens, 
vau Dyck. Rembrandt. - Sommers tgl. 9- 4. 
Wlnt 'nach Anmeldung > 

-- K K. österr, Museum lüt Kunst 
und Industrie, gegr 1864. Oberste Be- 
hörde Das Kultusministerium. Dir: Hot-H 
Arthur von Scala, s. 97. Vlzcdlr: RR. Dr. 
Eduard Leisching. Kustoden Jos. Eolnesirs. 
Franz Ritter, Dr Mor. Dreget. RH. Skulp- 
turen, Abgflssc. Ilandzeichn.. kgw Samml. 
Fachbibl . Ornamentstlrhe Sommers S 
U r >. Wt 9 4. Winters S 9 1. Wt 9 <i 
Kat: .Führer-. 

• • Museum der G e s 1 1 1 s c h a 1 1 der 
Musikfreunde, Ke«r. 1827. Vorst: Dr. 
Eusebius Maudve/ewski. s. 87. Porträts 
Blislcu. .Medaillen, Eachhibliothek. Dl. Do. 
So Ii 1. 15. Juli bis l.i.Sept. geschl. Kat.72. 

Museum für jüdische Kunst 
denkmliler, gri;r. 1898, Vorst; W. Ktässer. 
S. Max Fleischer. Graphlca, Plastik. Ge 
fäte, Münzen, Blichet u Musikalien. So 
11 1 frei. - 

-- Ofdcnsschat/ des Deutschen Ritter 
■ irdens, 



.16 

-- Pottiät Sammlung d. K. K. Hol- 
theatet. — Verw: die K. K. Hofnibliothek. - 
Vollständigsle aul Theatetgeschichte bezngl 
Sammlung. — Kat: 92. 

• • Rcliquienschatz des Hauses 
Btaunschweig-Lllnebiirg im Museum 
für Kunst und Industrie. 

• • Gräfl. Schonbornsche Galerie 
gegr. 1750. -- Alte Gemälde. - Sommers 
Wt 10-3, n, Meld, beim Port. Kat; Wien 
98. 40 Heller. 

PrivalSammlungcn: 

• - Bacholen v, Echt. Adolf. 

Bauernieind, Marie. geb. v. Schwind 
HaiipWr. 67, 

-- Renda. Gustav. — Kgw. u. Waffen 
Benedikt, Prot Dt. Moritz, 

• - Benedikt. Norbert. 
-- Berl, David. 

.. H er oldi ngen, Ftanz, Gral. 
Bondy. Otto. 

Roschan. Wilhelm. Aquarelle. 
.. Boscow ltz. Julius. Kgw. und Ge 
nijlde. 

.. von Bourifoing. Otto, Freiherr. 
-- Bratmann. Josef. 

Brosche, Friedrich. Gemälde. 
Plastik, Kgw. 

-- Cohn, Salin. 

.. Czartoryskl. Fütst Oeorg. 

• • Czjzek, Hans. 

-- Dalmata, Edler von Hildegeth, 
F.rnil, K. K. Truchsess, K. K. Kommcr/ialrat. 
Dobner von Dobenau, Friedrich 
Dumba. Marie. 

von E.isner - Flisenhof, Angelo. 
Strohgasse. Keramik. 

• - Eissler, Rosa und Gottlried. 
-• von F.phtussi, Viktor Ritter, 

Faber. Moritz. Schwindtfasse 5. 
-• Feldmann. Alpltons, 

von Ferstel. Charlotte. Freifrau. 
-- Eigdor. Dr. Albert it. Karl. Ocgcnst. 
d. Mittelalters u. d. Renaissance. 

Fischer. Ludwig Hans. Antiken. 

• -Franz Ferdinand von Österr. 
I sie. Erzherzog. — Antiken. Wallen. Ge 
inalde. Kupferstiche. Miniaturen u, Kgw. 

Fteybetg. Wilhelm. 

• - Fricdmann. Eduard. Filhrichgasse 8 

Friedrich. Erzherzog. Pra.hl 
mobel u. Gerät. 

-- Goldschmidl, Dr. Philipp. 

.. Graetz, S. 

-- von Outmann. Max, 

Hausei, Felix. 
-• Herrn an, Christian. 
-- von llerz Hertenricd. Jul. Riller 
-- Heymann. Dr.. August. Gemälde, 
Aquarelle. Handzeichn , St : che. Miniaturen. 
Ca 18I8M» Nummern. 

Iii Ib. Hermann. — Kgw. 
von Hof m an n s I ha I , Guido. 
-. Horn. Wilhelm. Alte Gemälde. 
Hoyos Amcrting, Gräfin Marie. 
(Amerlingsammlung). Rennwcg 3. 

Jäger, Emma, - Niederländer, 
von Juri*. Dr.. Gustav. Antiken. 
-- Kehlmann, Ludwig. Alte Gem. 
.- Kinsky. Grälin Marie Farbige 
Knpierstlche. 

• - Kohn. Joseph M. 

-- v Konigswarter Hetmanit, Freiherr. 
Alte u mod Gem. Kat: verausgabt. 
Kraemer. Johann. 
-- Kuranda. Regine. Alte Gemälde. 

voriKuilner, Moritz Kupferstiche. 
-- Lanckoroiiskl-Brzezle. Dr. Karl 
Graf, Alte Gemälde, 

L Ichtm arm, Johann Jakob. Untere 
Donaustr, 27. Niederländer u. Alt-Wiener 
Schule v. 18 Vi 75 ca., Aquarelle, Hand- 
/clchuungen. 

von Lieben, Leopold. 
-- von l.lnpmann-LissIngen. Lucv. 
— Gemälde, Keramik, Kgw . Drucke. 
-• I obmevr. Ludwig. 
Loew. Dt. Anton. 

• • von Manner. Wolf gang, Reichsritter. 
— v.in Maisnzeller Dr.. Adolf, Edler. 



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• - Mautner von Markhol, Kditha 
um) Magda. Hauptstr. 163. 

-- Maulner Markhof, Viktor Ritlcr. 

-- Mayer. Moritz. Besitzer gestorben. 

-- von Metternich. Fürst Paul. 

-- Meyer. Dr. Gottheit. Alt* Gemälde 
ii. Handieiehnungen. 

-- Miller von Aichholz. Fuge». 
K. ti. Kgw. 

-- Modern, Dr. Heinrich. 

• • Nircnstein. Alexand. — Mod. Aqtiar. 

Oser, Ur, t.eopnld. Alte Gemälde. 
-- Pallavicini. Markgral Alexander, 
K ii. Kgw. 

Pallavicini, Markgraf Alphon?, 
Moderne OemHldc und Handzeichnungen. 

• - Pessl, Karl. 

-- von Pfeiffer. F.mille. 

-- Pallak, Kmil. 

-- Pollitzer, Dt. Adam. 

Pottickh v. Pcttencgg. Dr. Gaston. 
Alte OcnUtde. Japan u. Antiquitäten. 

• • von Prevcr. Gottfried 
-- Reicher!, Mathilde. 

-- Hcithofcr, Ludwig, Weslhalimtr. V i 
von Rothschild. Albert, Freiherr. 
Niederländer, Franzosen, KiijjMiuUt. 

• • von Rothschild. Nafhaniel. Freiherr. 
Gemälde und Kleinkunst, 

• - Saldier. Qemcntinc. 

Schau In. Dt. Friedrich. 

von Scheue heu st ii el, Karl. Gr , 
in .Ilde, Plastik. Miniaturen. 
- - Schroefl, Jakob. 
-- Schwanenberg, Fürst Ado». 
-- Simon, Josct 

-- Spitzer. Dr. Alois. Gem., Kupier 
stiche. Antiken. 

-• von Springer, Gustav, Freiherr. 
-- Stern Dr,. Alfred. 
-- Stiassny, Wilhelm. K. K. Haurai. 
22000 Kupferstiche. Radierungen. Schahkiiiisl- 
hlältvr. Lithographien u. a 
Slrasser. Alfred. 
-- Stra u* s , Dr.. Max 
-- Sturanv, Josci, GumpendoHcrstr. Iii. 
Aquarelle u. H.indzeichn Alt Wiener u. 
mod Meister. 

-- Stummer von T j va rn o k. Baronin. 

Suchauek, Dr., Kdiiard, 
-- von Thaler. Dr.. Karl. Waffen. 
Thorich. hrnestine. 
Tritsch. Alexander 

• • Vonwiller, Heinrich. Kgw. 

Wcrthelmer, Julie, Kupferstiche 
und Kunstblätter; 2000 Blatt aus d. 17. Jhdt. 
-- Wittgenstein, P. 



Museen und Galerien. Wiesbaden Zw< 

:t>. 

W änt cli, Josef. Anton Frankgasse 16. 1 
Holzschnitte. 

-- von Wurzbach-Tanncnbcrg. Dr. 
Allred Ritter. Kupferstiche, Handzeicli 
nullten. Kiinstbibliothek. 
Zifferer. Donat. 
Zweig, Adolf. — Alte Gemälde. 

Wiesbaden, Konigl , O c m J I d c - O a I c r i c. 

■ - Textll-Museum (im Rathaus). j»e-jfr- 
IWK). Besitzer: Friedr. Fischbach. KgwS- 
Dir. a. [), -Textilien aller Fpocheii, Facli- 
hibhoth. - 

Wyl, Schwei*, Sammlung in der Pfarr- 
kirche. 

Wllherlng, Oh Osten, Sammlung im 
C i » I e r c I e n * e r s t H t. 

Willen bei Innsbruck. Sammlung im 
Pr,lmoni1ralensctstift. 

Wlnlerthur, Gcwcrbemuscum. gegr. 
1874. Dir; A, Piister. A. Zeichner u Hiblioili, 
A. Messer. Kgw. u. Fachblbliolhek . 
mechan. - technische Abteilung, S 8 12. 
2 ti. Wl 8 12, 2- 5. • 

-- Kunsthalle des Kunstvrfcins. gegr. 
1848, Prä*.- F.. Jung. S: Dr. A. Ifahlüt/el, 
Bild. Kunst. S 10 12. Stich- u. Zclchn.- 
Samml. n. Meld. b. Konservator. 

• - Städt. Museum. 

-- Privat-Sammliingcn: Pfau. 
Volkart, lmhoof. 

Wisowltz, Mlhren. Privatsammlung 
Philipp Freiherr von Stilllried. 

Wittenberg, Lulhcr-Sammlung. Kons: 
Prof. Dr. Heinicke, Gemilde. Medaillen. 
Stiche, Drucke aus der Rcformationszelt. Tgl. 
v. 8 ab. Meldung b. Kastellan. • 

Wittingen, Böhmen. Privatsammlung 
Fürst Adolf Schwarzenberg. 

Wollegg, Württemberg. PtivaSarmnluiig 
Fürst Franz Truchscss von Wald btirg- 
W o 1 1 c g g. 

WollenbBttel, Kunstsammlung der Hz). 
Bil>Mothek.\'orst ; IHnt.Dr.O v. Heinemann. 

Wolfsberg, Kärnten. Gemäldesammlung 
Herbert Kerchnave in d. Villa Kirchbichl. 

Worms, Piinlus-Museuin, gegr. 1881. 
Vorst: Major v. Ileyl.S: Prof. Dr. Weckerling, 
Dr. Köhl - Altertümer. 

-• Prlvatsammlung Baron Hcyl von 
Herrnsheim. • 

Wflrzbnrg, Gemäldesammlung der 
Kgl. alten Residenz. 

• • Sammlung d. Historisch. Vereins 
in der Residenz. Residcnzplatz '2. 

-- Kreis-Munter u. Modell-Samm- 
lung, vom Polytechn. Zcntralvcrcin, Max- 
strasse. 



-• Kunstgeschichtlich. Museum der 
Uuiversltät, (M. v. Wagner-Stiftung), gegr. 
1859. Kons: Dr. Paul Wolters. Assisi: G. 
Hock. Wt 1(1 12. Das Kupferstichkabinetl 
Mo u. Do. 2—4. • 

-• Polytechn. Zentralverein für 
Unterfranken u. Aschaffenburg. Vorbilder- u. 
Kupferstichsammlung. Dir: Hof-R Dr. Mann. 
Schriftführer . August Stoelir. A. Bureau. 
Maxschulc 

-• Stadt. Kunst- und Altertums. 
Sammlungen, verbunden mit denen des 
Fränkischen Allerlumsvereins (Max- 
stiassej. Kons: Magistrats k Herold und 
Architekt Stfthr, Bild. K„ Kgw.. Altertümer. 
Fränkisches. S 10 1. 

Zara, Dalmaticn, Dom schätz. 
Zator, osterr. Polen, Privatsammliing 
Giaf Potocki. 

Zieh b. dslau, Böhmen. Pmnlsamrnluitg 
Fürst Fianz Josef v. Aucrsperg. 

Znalm, Maiiren Stadli »dies Museum. 
Zollngen, Schweiz. Sammlung d. Markt- 
halle. 

Zürich, G e w er he in useum der Stadt , 
gegr. 1875. Dir nd int. A. Ltlthi. Glasmaler, s. 
1902. Bibliothek: A. Kern. F.üH52S0lr. 
Kgw.. Graph. Samml.. Fachbibliothek. -- 
Die Samml.: S 10 12, Wl, ausser Di, 9 1-'. 
2 rt. Winters - 4. der Blbl.: Sommers Wt 
10-12. 4 8. Winters S 10 12. Wochen- 
tags 1(1 12, t 8. Kat der Bibliothek 98, 

r»o cts. 

Kltnstlergut (Künsllerg. 8>. Kons; 
F.. Kusch. Gemälde. Skulpt.. Stiche, 
Drucke. Fachbihliothek. S 10 !2, So 2 4. 
Kat. 99. 50 cts. < 

*- Schweizerisch. Landcsmuseum, 
eröffnet 18*». Dir: Dr. Hcinr. Angst, s. 92. 
Vlze-Dir: Dr. Hans Lehmann Ktat 200000 ir. 

Alterümer schweizerischer Provenienz. 
Sommers tgl. 10 5. Winters 10 4. Mo und 
an Indien Feiertagen gesrhl, Kat; 1902, 
dlustr., I fr. • 

-- Kupferstich-Sammlung d, Poly- 
technikums. Dir: Prof. Dr. J. F. Rahn. 
Knst: Prof. Dr. Karl Bninn, 

.. Sammlung der Sladiblbllothck. 
-- Züricher Zeughaus. 
Zug, Schweiz, Museum für Zuger 
Altertümer. 

Zwettl, Nieder Östeir.. Kunstsammlung 
m der Cisterclenscr Abtei-Kirche. 
Vorst; Abt Stefan Rrtssler, >, 78. K, 
. Kunsthandwerk v. 12. Jahrh. ab. — Mel- 
dungen beim Stilts-Archivar P, Benedikt 
Hainmetl. 



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■ 



II. Akademien, Kunst- und Kunstgewerbeschulen 



Aachen, Rheinisch - Westfälische 
Hochschule. Abteilung I Architektur, 

.. Gewerbliche Zeichen- u. K u n s t ■ 
gewerbcschule. 

Altona, Handwerker- und Kunst 
Gewerbeschule, ncuorganis. 1901. Dir.: 
Jakob Mittelsdort. A. Lehrwerkstätten für 
Maler, Bildhauer, Kunstschmiede u. a. Für 
Vollschüler 50 Mk. jlhrl.; für einzelne Kurse 
2» Mk. - 

Arco, Fachschule f. Holzbearbei- 
tung. Leiter: Cfileslin F.mmeft. 

Asch, Böhmen. K. K. Fachschule fllr 
Weberei- Dir.: W. Hamann. 

Altenburg, S-A, Kunstschule, mit dem 
llil. Museum verbunden, gegr. 1848. Dir: 
Geh. StaalsR. von Bnrries. S: Bald. Richter. 
Kostenlos. Stipendien. Ausst; Ostern. - 

Aussee. Fachschule für Holz-In 
dustrie. Leiter: V. Konschegg. 

Barmen, Preussische höhere Fach 
schule für Textilindustrie, (Gewerbe- 
svhulstr. 24). gegr. 1900. Dir: Alberl Oellel, 
s. 1900, S: Walter Hanke. Fachatellcrs für 
Musterzeichnen, Kunststickerei. Besatzkon- 
fektion: Ausbildung von Fabrikdirektoren in 
4 Semestern, von Musterzeichnern in 8 Se- 
mestern, Kunststickerinnen in 4 Semestern, 
Allgemeine Vorbildung und gute Begabung. 
Stipendien. Ausst: Ostern. - 

Basel, Allgemeine Gewerbeschule 
mit kunstgewerblicher Abteilung für Tages- 
und Abendkurse (Petersgraben 52), gegr, 
l"9li. Dir: F.. Spless. s. 92. S: G. Meyer. 

Unentgeltlich: Slip. Ausst 2 jähr. Ostern, ■ 

Bechyn, Böhmen. K. K. Fachschule 
für Thonlndustric, gegr. 1884. Dir: Prot, 
Alois Porges, ». 99. Höhere ßürgerschul- 
hildung; Slip Ausst. 2- 3jahrlg. - 

Bcnnlsch, N. Österr, Wehtchule. 
Leiter: Franz Schreier. 

Berchtesgaden. Distrikts Zeichen 
und Schnitzschule. 

Bergrelchensleln, Österreich. Fach 
schule f Holzbearbeitung. Dir: Franz 
Tratnlk. 

Berlin, Königl. Akademie d. Künste, 
gegr. 1696. Unter den Linden 38. Bureau 
L'nlvcrsitJtsstr. 6. Die Unterrichtsinstitule 
im neuen Akademiegehiudc teröfln L 1 l.02i. 
Ilardenbergstr. 3.V3& In Chailottenburg. Pro- 
tektor: S, M, d, König Kurator: Der Minister 
der geistlichen. Unterrichts- und Medizinal 
angclcgcnhcitcn, Dr.Studt. K«c. PrJ«: OHR 
Prot. II. P.nde. Stellv. Präs: Proi. Dr. Jose! 
Joachim. S- Prof. Dr, W. v. Oellingen. 
Archiv, Kasse und Bureau: Rechnungs-R 
Schuppli. Blhlloth. : Grohmaiin. Kst. 

Die Ak, d, K hat eine Abteilung für 
Bildende Künste und eine solche für Musik, 
und gliedert sich in ihrer Gesamtheit in den 
Senat, die Genossenschaft der Mit- 
glieder und die akademischen Unter 
rirhts, in stalten. 

I. Der Senat: Vors Pro! Ende- Stellv 
Vnrs: Prot, Joachim. EM WGR. Prot. Dr 
Adoll von Menzel. 

Abteilung i ü t Bildende Künste 
Vor»: Prof. Ende. Stellv. Vors: ORR: Julius 
Raschdorfl. Dem Senat gehören in der Ab- 
teilung I. !>. K. an: Prof. Reinhold Begas. B; 
GRR. Dr. Wilhelm Bode. Dir. d. Gemilde (V 
d, Kgi, Museen; Prot. Alexander Calandrelll, 
B; GRR. Prot. F.nde; Prof Ernst Ewald. M 
Ii. Dir d. L'nterrichtsanslalt d. Kgw Miw: 
Prof. Woldemar Friedrich. M. WGR Prof. 



Graf llarrach. M, Prof. Alberl Hertel. M; 
Bau-R Adolf Heyden: Prof. Ernst Hildebrand. 
Ml Prof. Arthur Kampf. M; Baur.it A. Kayser, 
Prof. Karl Köpping, Kst; Prol. Ludwig 
Manzel, B; Prof, Paul Meyerheim. M; Prof. 
Dr. v. Oeningen ; GRR. Prof. Johannes Otzen. 
A: GRR. Prof. Julius Raschdorff, A; Prof. 
Fritz Schaper, B; Prol. Josel Scheurenberg. 
M: Bau-R. Franz Schwechtcn. A: Prof. Dr. 
Seidel. Direktor des Hnhenzollern-Mm ; Prot 
Dr, Rudolf Slcmering. B; Prof. Dr. Hugo 
v Tsrhudi. Dir. d. Ndtional-üal,: Prol Anton 
v. Werner. Maler: GObRR. Steinhausen, 
Justitiar. 

II Die Genossenschaft der Mit- 
glieder. Vors: Der Präs. u. sein Vertreter. 

A. Ehrenmitglieder: General Dir Dr 
R. Schone. 

B Ordentliche Mitglieder. 

Sektion iUr die Bildenden Künste 
Vors: Prof A. v. Werner. Stellv: Ban-R, 
K. v. Grosshelm. Die Genossenschaft um 
fasst z. Z. In der Abteilung f. b. K. 65 in 
Berlin lebende und 71) auswärtige Mitglieder. 

III. Die U n ler r I c hlsa ns t.i 1 1 e n der 
K u I. Akademie der Künste. 

A. Akademische Hochschule für 
bildende K linste, Charlottenburg, Har- 
denbeigstr. M *. Dir: Prol. A v. Werner. 
DA Dr. H. Seeger. Bureau- Vorst : Inspektor 
Croner. 

B. Akademische Mcistcratelicrs. 
ebenda, Bureau: Berlin. UniversiUlsslr. (i. 

1. Malerei: Prof. A. v. Werner. Gc- 
schichtsmalerei: Prof, Alb. Hertel. Land- 
schaftsmalerei; Prol. A. KJntpl. Geschieht« 
malcrci. 

2. Bildhauerei: Prof. Relnhold Begas 

3. Architektur GRR. Prol. J. Otzen 
(Mittelalterlich Christi. Stilrichlurig): Baurat 
Fr. Schwechtcn (Klassische Stilrichtung). 

4. Kupierstich und Radierung: Prol 
K. Kopping. 

Die der Ak. d. K. gehörenden Stillungen 
zu Stipendien liir Studium u Reisen und die 
zur Verfügung stehenden Preise werden 
vom Senat verwaltet. 

Vertreter iL Ak. In Rom und Verwalter 
der dortigen von der Ak, unterhaltenen 
Aleliers: Poll. Heinrich Gerhardt. B. 

Sammlungen d. Ak. vergl. Abt, I. 

Ausstellungen <l. Ak. vergl. Abt. V. 
Kgl. Kunstschule. Dir: (kommis- 
sarisch» Prol E. Ewald. A. K uns Ige wer Ii I. 
Abtei lung. Schlnkelpl.fi). Bureau: Schncpcl. 
B. Seminar-Abteil ungl. Zeichenlehrer 
und Zeichenlehrer innen, Klosterstr. 75. 
Leiter: Prol. P. Mohn. Bureau: C. Schreib. 
Rrchn.-R. Aufnahme in beiden Abteilungen 
Im Herbst. Keine Slipcndlen. 

• • Unterrichtsanstall de» Königl 
Kunstgewerbe M n seil ms (Prinz Albrccht- 
strassc /I, gegr 18** Dir: Prol. E Ewald, 
«.. 74. DA: Kendler. S Schitnank. 

Fachklasscn I. architektonisch Zeichnen (Ji. 
Modellieren t-'l. Dekorative Malerei (;!>, Muster - 
zcichnen (2) Ziselieren. Holzschnitzcri. Kmail- 
m.ilen, Kupferstich. Kunststickerei Abend 
schule, zugl. F.ru;lnzuri)(sunterrlcht; Zeichnen, 
Modellieren. Kopf . Akt- und PHanzenstiulien. 
I'rojektlonslelue, Anatomie. Stllgeschlchtc 
Schuljahr heg. Oktober. Prüfung der Reife 
für die betr. Klasse VolltcliQler im ersten Jahr 
1<». Im 2. 60, Im 3. 30 Mk. — Hospitanten 
besondere Berechnung. Staats und Stillung* 
Stipendien Ausst im Herbst. - 



(Charlottenburg). Berlinerstr. 151. 
Technische Hochschule, d. Vereinigung 
der früheren Bauakademie und der Gewerbe- 
akademie 1879 entstanden. Rektor (1902 l) 
Prot. Kämmerer. Prorektor: Gebeimer Bau R. 
Prof. Rubendcy. VorsL der Abteil. I. Archi- 
tektur; Geheimer Ban-R. Prof. Koch. Vorst, 
der Abteil f. allgem. Wissenschaften: GRR. 
Prol. Dr Hauck. — Rciiczeugnis einer Voll- 
ansfall: ausnahmsweise Relle lür die Prima. 
Stipendien und Honorartreistellcn. ♦ 

.. (Charlottenburg) Staatl. Städti- 
sche Kunstgewerbe und Handwer- 
kersrhule, gegT. 1H91, erweitert PKW. 
Wilmcrsdorferstr. ltiti »>7. Dir: R. Schwarz- 
lose. Tagesklasscn für a| Bauhandwerk. 
In Innendekoration, c) kunstgew. Zeichen u. 
Malen. 24 M. halb;. Fachklassen tur Ge- 
werbe, abends u. S vormittags. 4 i> Mk. 
halb). Bedarftigen Nachlass. Stipendien. 
Eintritt: jederzeil. Ausst; Ostern. 

Königl. Institut für Glasmalerei 
(Chailottenburg. Berlinerstr. 9). Dil: vacat. 

-. Kunstschule I. Juweliere Gold- 
und Silbcrschmicdc. vom Staat, der Stadt und 
der Goldschmiede-Innung linterhallen 

— Städtische Höhere Webschule. 
mit Ableitungen f. Weberei. Musterzeichnen. 
Wirkerei. Posamenliererei, Stickerei u Färberei, 
(Markussti. 49). gegr. 1870, vom Staat u. d. 
Stadt erweitert 90. Dir G, Weber. Keine 
Stipendien. Ausst: März 1903. Gewebe- u. 
Patentschriften -Sammlung der Öffentlichkeit 
zugänglich. - 

Berliner Privatschulen 

• • Akademie Nnrrnann. Kurlllrsten- 
Mrasse 126. 

-• Albert*. Jacob Maischule I. Damen, 
I Utzowslr. rVOa. 

Beckmann. Wilhelm:" Malschule 
für Damen. I ultpoldstr. 47. 

• • Corinth, Louis: Malschulc lür Akt 
dimI Porträt, Klopstockstr. 52. 

-- Damcn-Kunst-Akademic. gegr. 
1900, Malerlnnenahleil. Potsdamerstr. 121g, 
ßildhaucrabtcil. Plalzburgerstr. 3. Leitung: 
Otto H. F.ngel. 

-- Dressler, Willy O Unterrlchls- 
atclicr für Kunstgewerbe. Charlottenburg. 
Knesebeckstr 36. 

-- Fchr. Konrad. Akademische Schule 
lür bildende Künste. Nollendorlplatz ti, ge- 
gründet 1890. 

Fischer. Clara Elisabeth; Damen- 
Atelier. Potsdamerstr. 121 a. 

• -Hamacher. Will v: Malschulc.Wintcr- 
kurse a. d. Rlvlera di Levante in Rapallo, 
Villa Miramare. 

• • Hanke , Erich : .Malschule. Kanlstr 27, 
-- Herrmann, Curt Zeichen- und 

Malsrhulr liir Damen. Kaiserin Augnsla- 
str.isse l>9. 

Hilz. Dura' Malschulc für Damen. 
I. iltzowpl.it/ 12. 

-- Hübner. Heinrich Atelier lür Akt 
und Portr.s.1, Kurli1iMint.tr 128, 

-- v. König. Leo. Freiherr. Malschule, 
Schlcswigcr Uhr 1 1, 

l.epslus. Sabine, Malsdiule lür 
Porträt Lülzowstr, 71. 

-• Lcwin-Futicke. Aithur, Schüler- 
Atelier für Plnstische Studien. Kantstr. 15(1. 

-• Reimann, Alherl: Schillerwerk- 
statten für Klelnplastlk. Rittcrstr. 59. 

-- Schnitze Naumburg. Prof. Paul: 
.Malschule fllr Damen, Potsdamerstr. 52. 



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II. Akademien, Kunst- und Kunstßewerbesdiulen. Reuron Jä((erndorf 

ii 



■ 



• • Zeichen- und M a I s c h u 1 c Je» 
Verein* der Künstlerinnen (Potsdamer 
Strasse 39), gegr. 1867. Dir: Frl. M. Hfiner 
Lach, s. 92. - 

-- Schule (.Buchgewerbe in Steglitz 
hei Berlin, gegr. 1902 Vorst: Die Steglitzer 
Werkstatt Flchtestr. 59. Pllanzenzeichnen. 
Buchschmuck. Plakat, Lithographie, Buch- 
druck. Stickerei. Mndellieren. 

Zuchors. Walter: Akatl. Schule tür 
Malerei, Potsdamcrstr. 13. 

Beuron.Erzabtei (I lohen/ullern) K I n s I e r 
kunstschule. gegr. 1870. 

Bern, Handwerker und Kunst- 
Gewerbeschule, gegr. 1830. Dir. I'rol. 
Hans Auer, s. !». S: üutknecht. Lehr- 
werkstätten der Stadt Bern, «.Ahl. IX, 
Lehrwerkstätten • 

Bleistatt, Fachschule Hlr Keramik. 

Bozen. Fachschule für Holzbe- 
arbeitung. Dir: Franz Paukert. 

Brandenburg a. d.M., Wredow sehe 
Zeichenschule, gegründet 1870 Dir: A. 
Köpke. s. 70. Stipendien. Ausstellung 
September. . 

Braunschwelg, Städtische Oewerbe- 
scltule. Dir: Leitzen. Bmr. 

• - Technische Hochschule Carolo- 
Wilhelm*. Abt. I u. VI. Architektur und 
bildende Künste. ■ 

Bremen, Fachunterricht lür Kunst 
gewerhe als Atelierunterricht am Gewerbe- 
museum. Leiter : Prof. August Töpler Tage *- 



Breslau, Kßnigl Kunst- u. Kunst 
Gewerbeschule mit Tages- und Abend- 
klassen. Seminar für Zeichenlehrer und 
-Ichrerinnen, gegr. 1791. Dir: stellvertr. Prot. 
C E. Morgenstern. S: Inspektor Flcbiger. 
Begabungsnachwei«. Stipendien. Ausstell 
Ostern. - 

-- Kunsthistnrisches Seminar der 
Universität. Dir: Prof. Dr. Muther. 

Brock a. d. Muhr, Fachschule lür 
Holz- u. Eisenbearbeitung. Dir: Mich. 
Janlschura. 

Brünn. Deutsehe Slaa t* ■ Ge weihe- 
schule. Dir: RR. Eduard Wilda. 

.. Böhmische Staats - Gewerbe 
schule. Dir Adalbert Dvorak. 

Chemnitz, Höhere Wcbschule der 
Konigl. Sachs. Gewerbeschule. Dir 
Prof. Berndt 

Chrudlm, Böhmen, Fachschule für 
Holzbearbeitung. Dir: Karl Svoboda. 
Vorbereilungskursus 2 Jahre. Haiiplkur-sus 
(Jahre. Gcwerbl. Fortbildungsschule. 3 Jahr- 
gange. 

Corilna d'Ampezio, Österreich, K. K 
Fachschule für Holzindustrie, gegr. 
1871. Vorst: Jakob Constanlini. Seil 99 
auch Abteil, für weibl. Handarbeiten. Leitet 
Arthur March!. > 

Staatliche Fachschule lür;Ffll- 
granarbeit. 

Czernowltz, K. K. Staats-Gewerbe- 
schule, gegr. 1873 mitkunstgew. u. kommer- 
zieller Abteilung. Fortbildungsschule, Dir: 
RR. K. A. Romstorlcr. A. *. 95. 21 Lehr- 
kräfte. Stipendien. 

Dan zig. Städtische Gewerbe und 
Handelsschule. Dir Fischer. 36 Fach- 
klasscn u. Tagesklasse i. kgw. Unterricht. 

Darmsfadt, Grossh. Hessische 
Technische Hochschule. Rekt Prot. 
Pfarr. S: Rechnungs-R. Petry. - 

-- Kunstschule von Adolf Beyer, 
Saalbaustr. 73. Blldhauerabtell. unter Prof. J. 
Hahisch. 

-- Meisterkurse u. Kurse für Akt 
zeichen v. Maler Badet im Gewerbe- 
museutn. 

Dessau, H.indwerkersrhule (auch f 
Kunst u. Kunstgewerbe). 

Dresden, Konigl. Akademie der 
bildenden Künste, gegr. I7«U. Kurator: 
S. K. 11. Prinz Johann Cieoig. 

Verv: Der akademische Rat. Konigl. 
Kommissar: Slaatsminister v. Melzsrh. S: 
ÜRR Dr. Rumpelt. 9 Mitglieder. 



.Mcisterateliers: a) Gcschichtsmalerei. 
b) Landschaft; c) Genremalerei; d) Bild- 
hauerei (2): cl Baukunst; fl Ornamentschule. 

Aufnahme von Studierenden v 16 311. 
Lebensjahr; absolv. Tertia, od. entspr. Real 
od. Volksschulbildung Vorlagen für künst- 
lerische Begabung. Probejahr. Gesuche a. d. 
akademischen Rat. Eintrittsgeld 20 Mk. Se- 
mester .«I Mk.. Ausländer 60 Mk. Stip. u. 
Preise. Ausst: Im Winterhalbjahr. 

-- K <"i n i g 1 Ku n slge wer beschule. 
(Antonplatz t), gegr. 1875. Dir: Geh. Hot- 
R. Prof. Karl Thend, Oratf. A, s. 75 DA: 
l>wi. Dr. Kail Beding. Vorst, d. Biblioth: 
Prot. F. Kumsch S Ernst Trotz. Besuch der 
Vorsrhule Reife derselben oder 3j.*hr. prakl. 
Tätigkeit in gewähltem Fach nachzuweisen. 
Semester 30 Mk.. Ausl. 45 Mk. Hospitanten 
zulässig. Abendkurse. Ausst: Jedes 2. Jahr, 
Ostern, 

-- Konigl. Sächsische Technische 
Hochschule Rektor Geh. Hof-R. Mempel. 
Hochbau Abteilung Vorst; Geb. Hof R, 
l'rof. Karl Weissbach Allgemeine Ab 
t eilung. Moderne Kunstgeschichte: Dr. 
Herrn. Lücke. Antike Kunstgeschichte Geh. 
Hof R. Dr. Treu. 

• - Akademie iür Zeichnen und 
Malen von Prof K, O. Simnnsnn-Castclll, 
Oslhahiutf. 3. 

— Kunstscliule, vorm. Kopp. Llltti- 
chaustr, 2ti), gegr. 1875. Infi- Guido Richter, 
s. 9f>. Radierung, Lithographie. Stilisierung. 
Modellieren Ausst: Ostern. 

-- Mal schule IUI Damen. Scheffel- 
Strasse 27. Inh : ü. Lflhrig, M. 

• •Schülerinnen-Ateliers Inr Kunst- 
gewerbe, v. Geschwister Klcinhempel, 
Striesen, Kisenacheistr. 24. 

-- Willing W: Atelier für fntetr im 
Zeichnen und Malen. FürstenMrasse 24 

Düsseldorf, Konigl. Kunstakademie, 
gegr. 1767. Kurator; Der Reg. Präsident. 
Dir Prof. Peter Janssen, s. 95. Bibliothek 
und Sammlungen: vacat S Prof. Fritz Röber. 
Insn: O. Hauer. Malklasse: Ed. v. Gebhardt 
u. Prof. W. Spatz. Antiken-. Natur- u. Mal- 
klasse: Peter Janssen. Biidhauerklasse : Karl 
Janssen. Zeichenklasse : Prof. A. Minnchen. 

-- Kunstgewerbeschulc. Dir: Prof. 
Peter Behrens, s. 1903. 

- - Kunststickerei schule. ( Friedrich J- 
platz 1), gegr. 1891. Vorst; Frau Tina Frau- 
brrger. Ausst; alle 2 Jahre. - 

• - Malschule von Eugen Kampf und 
Schneider-Dldam. 

Ebensee, Osten. Staatliche Holz- 
schnitzereischule. Dir.: Job. Greil 

Elberfeld, Handwerker u. Kunst- 
gewcrbcschule.gegt. 18y7. Dir: R. Meyer. 
Fachabteilungen (Tagesschule! für Lithogr.. 
kgw. Zeichner, Tischler, Holzbildhauer. 
Kunstschlosser Modelleure. Aufnahme 
Oktoher u. Apnl. halb). 24 Mk. Bedürftigen 
Nachlass. Stip. 1902 beteiligt auf d. Industrie- 
ll. Gewerbe-Ausstellung Düsseldorf. - 

Empfertshausen, Eiscnachcr Oberland, 
Kunslschnitzerelschule, gegr. 1882. 
Dir: R. Giesse. B. s. 82 Obligatorisch f. d. 
Holzschnitzer des Bezirks his zum I«. Jahr, 
dann freiwillig. Kein Schulgeld. Ausst : 
Standig in der Verkaufshalle. ■» 

Erbach, Hessen, Grossherzogl. Fach- 
schule lür Elfenbeinschnitzerei und 
verwandte Gewerbe. 

Erfurt, Staatl. - Städtische Hand- 
werker- und Kunstgewerbe sc hole, 
(Thalstr. 20a). gegr. 1898. Dir: Ph. Schmidt. 
S: Thalstr. 20a Fachabteilungen f. a) De- 
korationsmaler, Lithographen. Photographen. 
Zeichner; b) Holz- u Steinbildhaucr. Mo- 
delleure. Ziseleure. Graveure; c) Bau u. 
Möbeltischler u. -Zeichner. Dekorateure. 
Drechsler; d) Kunstschlosser u. i. Jeder 
Kunstliandweikcr zulässig. Vollschtller 25 Mk. 
Stipendien. Ausst. Ostern. 

Flensburg, Staatl. unterstützte Fach- 
schule für Kunsttischler und Bild- 
schnitzer gegr. 1890. Dir: IL Sauermann, 
s. 90. ■ 



Frankfurt a. M., Kunstgewerbe- 
schule des Mitteldeutschen Kunst- 
gewerbevereins, gegr. 1879. Dir: Prol. 
Ferd. Luthmer. s. 79. S: H, F.rnst. - Fach 
ateliers: Luthmer, Prof. IL Wetzel, Haus- 
mann; Staniek: Mohr. DreijShr. Vorschul- 
kursus lür die Fachklassen. Stip. Ausst: 
Ostern 

-- Stadelschcs Kunslinstitiit. gegr. 
1817. Vorst: Administration. S: Anton 
Krauler. Fachateliers: j) Archileklur: Proi. 
W. Mauchot; b) Bildhauerei: Prof. Fr. Haus 
mann: c) Maler: Prof, W, A. Beet; d) Radie- 
rung u. a. Zunächst lür unbemittelte Frank- 
furter, die Fachatelicrvorstindc nehmen 
Crlvatschüler. Stipendien. Ausst: Ostern. - 

Friedeberg, Ostctr, Fachschule für 
Holzbearbeitung. Dir: Throd. Raab 

Furtwangen, Baden. Grossh. Bad. 
Schntlzereischule. 

Oablonz, Osterr. Staatliche K K 
kiinstgewerbl Fachschule lür Gürtler. 
Graveure. Sllbcrarbciler, Ziseleure, Bronze 
arbeiter, Erzgiesscr. Keramiker. Zeichner. 
Maler, gegr. 1880. Dir Arthur Koch. M. 
Ib Fachlehrer. 

St. Gallen, Zeichntingsschule für 
Industrie und Gewerbe, verbunden mit 
dem Industrie- und üewerbemuscum. Dir: 
1'.. Wild. . 

Genf, Kunstschule 

Gossengrün, Osterr Fachschule für 
Sticketei. 

Gottschee, Osten,, Fachschule für 
Holzbearbeitung. Leiter . Prol. Jos Knabl. 

Graz, Staatl. Wcrkmcisterschulc 
(tilr Bau- u. Kunstgewerbe), gegr 1876 Dir; 
vacat. DA ; Karl FUrnschuss. 

• • Subventioniertes Meistcratc- 
Her für Landschaftsmalerei. I.: Prof. 
Alfr. v Schrötter. 

Steiermark. Landes - Zeichen- 
akademie. Leitet und L: Ludw. Kainz- 
bauet, M. 

GremsmOhlen, Holstein. Malschule 
von H. Wrage, gegr. 18KI, Auf Verlangen 
Prospekt. • 

Orullch, Österreich, Fachschule für 
Holzbearbeitung. Dir: Franz Bortschellcr. 

Haida, Osterr.. Fachschule f. Glas- 
Industrie. Dir: Daniel Härtel 

Halleln, Fachschulet. Holz- it. Stein - 
bearbeitung. Dir; Franz Oppelt. Fach- 
abL; Bildhauerei, Tischlerei, Drechslerei, 
Zimmerei, Steinmetzerei. 

Hallstadt, Fachschule für Holz 
bearbeitung. Dir: Prol. L. Polleritzer. 

Hamburg, Staatl. Ktinstgewerbc- 
schule. Dir.: Weckwerth. 

Atelier für Zeichnen und Malen. 
Glockenglesserwall 23, gegr. 181*1. Inh: 
Valesca Rover. M. - 

• • Gewerbeschule lür Mädchen, 
gegr. 1867. Vors. d. Vorst: Schul-R. Dr. 
Stuhlmann, Insp: Frau Kamprath. Kgw. 
Zeichnen und Kunstsllcken. Stip Ausst. 
Ostern. • 

Hanau, Konigl. Zeichen Akademie 
(Fachschule für Edclmctalllndustriei. 
gegr. 1772 Dir Piol. M. Wiese, s. 87. S: 
Dr. Qullllng. Fachabteilungen: Ziselicrwerk 
statt Prof. Olfterdinger: Bijouterie: L. Be- 
schor. Ematlmalerei ■ IL Hahn: Gravietwerk- 
statt: Wölfl. Kunststickerei: Frau Ihm. Sti- 
pendien. Ausst Pfingsten 1903. • 

Hannover, Städt. Handwerker- und 
Kunstgewerbes!* Ii ule 



-- Konigl. Technische Hochschule. 
Höhr 
Keraml 

Dir : Meister. S: Löw. ZwcijJhr. Kursus, 



önlgl. 

, Kr Unterweslerwald , Kötftigl. 
ilsche Fachschule, gegr, 18/9. 



jilhrl. 30 Mk.. Ausländer 100 Mk 

Hohenelbe, Mihren, Webschule. Leiter 
lul, Schmalz, 

Horlz, Böhmen. Fachschule lür Bifd 
hauerci. Dir RR. Wilh. Dokoupil. 

Humpoletz, rwibnicii . Wcbschule. 
Leiter: Prof. M. Vosl*r. 

Jagerndorf, osterr, Schlesien Wcb- 
schule. Leiter: Heim. Kinzer. 



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II. Akademien, Kunst- und Kunstgcwerbeschulcn. Idria— München 



Idrla (Österreich). Fachschule 1 Weberei. 
Innsbruck. K. K, Staats-Gcwcrbc- 
schule (Bau- und kgw. Werkmeisterschule . 

1 Fortbildungsschule und Filialfachschule für 
Holzindustrie in Hall. Tirol). Dir Joh. Dei 
mnger. A. 

Iserlohn, Königl, Fachschule für 
Metallindustrie. Staalslehranstalt mit 
Lehrwerkstätten lilr Modelleure. Ziseleure. 
Kunstschmiede. Galvaniseure. Furnier. Metall- 
Resser u. a.. gegr. I8"<8. Dir: Prof. Harald 
Richter. - 

Kaiserslautern, KimstKcwerhl. Fach- 
schule, gegr. Kgl. Rektor: Kerd. 
Moser, s. 97. S: Chr. Jung. H Lehrer u. 
ii Lehrmeister. Nimmt Schüler vom 15 Jahre 
.ib. mit Volksschulblldung und gewerblicher 
Praxis. Stip. Ausst. Juli. 

Karlsruhe, Giossher/ogl. Akademie 
der bildenden Künste, gegr. 185o. Dir 
Prot- Hans Thnma. S: Korber. Meister- 
atcliers: Prof. Dill. Prof. Keller. Prof. Schon - 
leber, Prof. Weishaupt I.Malerei): Prof. Volz 
(Bildhauerei); ferner die Prolessoren Conz 
(Radierung); Fehr, Ritter. Schmid-Reulle 
Schütth (Mal- und Zeichrnkl.nsen); Pro(. 
Oechelhauser (Kunstgeschichte); llol-R. Dr. 
Dressler (Anatomie): Billing (Architektur). 
Assistenten: Llsasser. ß; Langbein. Litho- 
graph. Schrittlicher Bcwcrb vor 16. Oktober. 
I'iobearbeltcn. Probebalbjahr. Jahrl. RH Mk. 
Stipendien. Ausst jährlich. 

Grossherzogl. Hadisrhc Kunst- 
Gewerbeschule, gegr. 1870. Dir: Prol. 
Karl Hollackcr, s. 1901. DA: L. Hölzer. 

Fachschule für Architektur. Bildhauerei. 
Ziselieren. Dekorationsmalerei. Keramik li.f. 
Zeichenlehrer. Winterkur» f. Dekorations- 
maler. Abteilung I Schülerinnen in 

2 Jahreskurseii. Abendschule I. Gewerbe- 
gchilfcn u. Lehrlinge. Stip. Ausst. alle 3 
bis 5 Jahre. Schulgeld: 5uMk. Ausländer 
70 Mk. 

- - Kunstslickcreischulc des 
B a d I s c h c n F r a u e n v e r e i n s 

— Malcrinnenschule ( Westcndstr. U5). 
gegr. IHfsT» unler dem P.otcklorat 1, K. H. 
der Grossherzogin. Dir : Prof. Otto Kemnier 
u. Prof. Max Roman, s. 1 1. Vorbildung im 
elementaren Zeichnen tjelurdc-rt. Studienjahr : 
Okt Juni, Stipendien d. Protektorin. Aus- 
stellung: F.nde Juni. 

-- Orossh. Badische Technische 
Hochschule 

Kassel, Königl. Akademie der Ii IUI. 
Künslc, gegr. 1777, Dir- Prof. Kolitz S 
Meksner. Meislerateliers : Die Prolensoren 
Kolitz; Witnncbcrg. Knackfuss; Neumann; 
Hösel. Für die Elemeniarklassen gesetz- 
lichc Schulbildung; für die höheren Ab- 
teilungen Befähigungsnachweis Ausst alle 
2 Jahre. 

-- Königl. Kunstgewcrbeschulc. 
Dir: Prof. C. Schick. S: J. Liesenteid. Fach 
klassen i Dekorationsmaler, Lithographen. 
Holzbildhauer u. Modelleure, Ziseleure, kgw. 
Zeichner. Zeichen-Lehrer u. Lehrerinnen. 
Schulgeld 30 Mk. hj.; für Zeichen-Lehrer u, 
Lehrerinnen in Mk. hj. 

Kiel, Kunsthistor, Institut d. Uni 
vcrsitilt. Regr. ISM. Dir: Dr. Adelbert. 
Mjtthari. s. !M. als o. Prof. für mittlere und 
neuere Kunstgeschichte. 

Klmpolung, Öslerr. Fachschule für 
Holzbearbeitung, Leiter: F:iins Wcslowski. 

Köln, Kunstgewerbe- und 11 and 
werk er »chule. (Salierring 12). gegr. 1879. 
Dir Fr. Romber»», s. 79. S: Fr. Schmidt. 
Ausreichende praktische Vorbildung nach 
zuweisen. Aussi teilweise 

Königsberg I. Pr., Königl Kunst- 
Akademie, gegr. 1845. Dir Prof, L, Dell 
mann. S; Ak-Inspeklor R. Mauer. K*L. Kons 
il Kciplerslirhsaniml. d. Ak LK: Prof. O. 
Ji-mberg (Landschalll. Prol. Dr. Keusch (Blhl- 
hauerklasse), Otto llclchert (Akt- u Nafur- 
/richnein. Heinr, Wölfl, Naluiieichnen u. 
üraphik HillsL: Prof. Dr. Ilevdeek. l'cr- 
speklive; Pro! |)r Hamlckc Ii. Prot Di 
R(.s,|..uh. Kunstgeschichte: Prot. Dr. Zander, 



Anatomie. Auch Schillerinnenklassen. At>- 
geschloss. Elementarbildung zur Aufnahme 
verlangt Stipendien. Ausst: Ostern. Mil 
der Akademie verbunden auch Kursus zur 
Vorbereitung zum Zei chen - Lehrer 
u. Lehrerinnen-Examen. 1.: Karl Storch 
u Hermann Wirth. 

• - Kgl.Kunst- undGewerkeschulc. 
ijegr. als Kunst- und Zelchenschule I71H». 
Dir: Pro) A. Wrill. A. Fachausbildung für 
Dekoralionsmalcr; Zcicliciiuntcrrlchl für Ge- 
werkler. 

Königl. konzess. Seminar zur 
Ausbild, v Handarbeitslehrerinnen. 

KOnlglnhol, Mihren. W e b » c h u I e. 
Leiter: w". Podhradskv. 

Kolomea, Galizicn. Landes Fach 
schule für Thonindustrie, gegi. I88C. 
Dir: Ales Klimaszcwski, s. 90, 7 Fachlehrer. 

Stipendien. Ausst.: Juli. - 
-- Fachschule für Holzbearbeitung 
Dir: Fr. v Kallay. 

Kottbus, Königl. Höhere Fachschule 
lür Textlt-tndusfrle. 

Krakau, K. K. Akademie der bild. 
Künste, gegr, 1680- Dir: Julian Falal. s, 
95. S: Marian Gorzkowskl. Absolv 
Unlergymnas. od. Realschule. Stip. Ausst ; 
16. Juli. < 

-- Staad. Höhere Gewerbeschule. 
Dir: RR. Johann Loder. 

Krefeld, Gewerbliche Tagesschule, 
gegr. IMW. Dir: Wolhrandl, A. seit'»" Neu- 
bau: Petcrstr. 12-i. I. Vorberettungsanstalt 
f. Bau- u. Kunstgewerbe. 2. Kunslhandwerkcr- 
Tagesklassen. Ausstellungen: Ostern. 

-- Prelis* hühere Fachschule für 
Textilindustrie (Wehschule). Dir Km« 
Lcmbcke. • 

Krosno, Oslerr., Wehschule. Leiter 
Heinrich Gruszeck I. 

Laibach, Staatliche Kunststickerei 
schule. 

K K, Kunstgewerbliche Fach- 
schule. Dir: Jolt. Guhic. Abteil. I. Kunst- 
tischlcrcl, Drechslerei. Schnitzerei, Bildhauerei. 
Kunststickerei u. Spitzenarbeiter Zeichensaal. 

Landskron, Ostcrr.. Webschule. Leiter: 
Prof. Georg Nahma, 

Leipzig, Konigl. Akademie für 
graphische Künste und Buchgewerbe, 
gegr. 1764. Dir l'rol. Max Seliger, ab 1*11. 
Fachunterricht f. Xylographie, Kupferstechen. 
Radieren, Lithographie. Buchornamentik, 
phnlomechan. Verfahren. Malen, Modellieren. 
Buchbinderei und alle Art Zeichnen, beson- 
ders auch typographisches Zeichnen. • 

Deutsche Fachschule t (I r 
Drechsler ti. Bildschnitzer (Wlrhter- 
strassc 13), gen. 1884. Dir: Prof. Ch. Herrn. 
Walde, s. 84. 2j.Htr. praktische Lehrzeit vor 
bedingt. Ausst: Ostern. 

Lemberg, Staatliche Werkmeister- 
schule. Dir: RR. Slegmund Gorgolewski. 

Lomnitz, Mähren. Weh schule. Leiter 
Franz Jakubetz. 

Lübeck, Kunstschule, gegr. 188!». Dir 
von Ldlgendorf, ». 8?". Zeichenklasse. Mal 
klasse. Klassen f. Komposition u. Model- 
lieren. Kurse in Kunstgeschichte. Perspek- 
tive. Anatomie u. a. — Prohcarbelt er- 
fordert. LJnbrmitteltcn Srhulgeldnachlass. 
Ausst: Ostern. . 

Mlh ri sc h - Schönberg , W c b s c Ii u I e. 
Dir: Adoll Walther. 

Mariane österr , Fachschule f. Holz- 
bearbeitung. Dir Karl Ribi, 

Magdeburg, Kunstgewerbe- und 
llandwcrkerschulc. gegr 17'"), rcorijnnis 
1887. Dir: R. Thorrnahleii. seit >I7. Stip 
Ausst Ostern. 

Mainz, K uns ti;ew er he seh u le , Dir: 
Ptol. C. B F. Kübel • 

Meyrlngen, Schweiz Lehr werk« eitle 
lür Holzschnitzerei. Präs: II. Stcudlcr 
Reg-St. Lehrer; Kasper Fuchs. 

• - Gewerhl. Ze Ich n Uli g ssc hu Ic. i. 
Hans Aplanalp. H.iumstr. u Adolf Fahmi. H 

Muhlhelm a. Rh.. Könixl Höhere 
Wehschule. Dir O Khrhardl l'»7). 



Mütichen, Königl. Akademie der 
bildenden Künste, gegr. 1808. Dir: Fer- 
dinand von Miller. B.. Reiclisral der Krone 
Bayerns, s. I'ioü. S: Prof. Fugen Ritter von 
Sli'eler 

L Naturzelchn. - Klassen: Professoren 
Gabriel Hnckl. Johann Herterich ; Karl Raupp, 
Peter Halm. 

II. Malklassen: Professoren: Wilhelm 
von Diez: Ludwig Herterich: Ludwig von 
Lölftz. Karl Marr; Karl Raupp. Odo Seit/; 
Franz Stuck. 

III. Komponierklassen (Meisleraleliers) 
Prolessoren' Franz von Defreggct: Wllh. 



tu Dietz; Ludwl 



tllz; Karl Man: 



Karl Raupp; Otto Seitz. Franz Stuck. A. 
v. Wagner. 

IV. Kirchl. Kunst Prof. Martin Feuer 
slein, Malerei; Prof.Syrius Kberle. Bildhauerei. 

V. Dekorative Kunst: Prot. Rud. v. Seilt. 

VI. Tirrmalcrci: Prof, Ffeinrich Zflgcl 
(Mal- und Komponierklasse). 

VII Bildhauerei: Prol. Syrius Eberle: 
Prol. Wilh. von Rümann (Natur und Korn 
ponierklasse) 

VIII. Architektur: Prot Friedr. v. Thiersch 

IX. Radierkunst Prof Peter Halm. 

X. Anatom Zeichnen; Prol, Gabr. Hackl 
Aufnahme vom 18. bis .30. Lebensjahr 

Probearbeit. Probejahr Semester 32. Aus- 
lander 62 Mk. Bedürftigen Nachlas*. Slip 
Preise. Keine Hospitanten. Ausst: Juli. - 

-• Königl. Kunstgewerbeschule 
iMlnnl. Abteil ). (Luisenstr. 37). gegr. 18G8. 
Dir: F,mil Ritler v. Lange, s. 75. S: 
Philipp Ruess. Aufnahme vom 15. l.ebensj 
ab, \ orbild im Zeichnen od. Modellieren 
verlangt. Stip. Ausst: jährlich 

-- Königl. Kunstgewerbcschulc (. 
Midchen (Luisenstr. 37). «eizr. 1872. Dir 
Fmil Riter v. Lange. S: Ph. Ruess. — Vom 
I.V Lebens) ah Vorbildung im Freihand- 
zeichnen. Stipendien. Ausst: jährlich. 

-- Königl. b a y r. Technische Hoch- 
schule. Dir: Prof. Dr. Walter Dvck. All 
gem. Abteilung; Vorst: Prof. Dr. Max Haus- 
holer. Architektur Abteilung- Prof Heinr, 
Frhr. v. Schmidt. 

-• Malsch nie der Städtischen Ge- 
werbeschule (irühcr Fachabteilung der gew. 
Fortbildungsschule), gegr, I8S0. Dir: K. Diell 
i/ugl. Dir. d. SUdt. UewerbeM-hule) Tages , 
Abend- und Sonntagskur<c. Dekoration, 
M.ilen. kgw. Zeichnen. Modellieren Zisc 
lieren. - Schuljahr: ab I. Oktober. Stipendien. 
Ausst : unrevclmissig 

Privatschulen: 

-- Azbe, Anton. Mal u, Zeichenschulc 
) Herren u. Damen. Genrgenstr. Ih. iDamen- 
ahteilung Amaliensir 57 i 

-• vrui De hsvhil/- , W. u. Herrmann 
Obrisl Lehr- u Vcr^uchswerksUtte lür 
Ireie u. angewandte Kunst, I copoldstr. 87 

Fbersberger, Max, Malschule für 
Damen, Neureulberstr. Ifi 

• •Gröber und Welnhold, Malschulen. 
Blülenslr 15 u. Theresienslr. I.U. 

.. Heymann, M. u. J Brockhof. 
Schule Klr zeichnende Künste 

• - Knirr. Heinrich. Mal- u, Zeichen- 
ichule. Amalicnstr. 20. 

-- Krüger, Margarethe. Malschule 
lür Damen. Schellingstr. 23. 

-- Leonhard Johannes, Mal- und 
Zeichenschule. Thercsieristr. 7.S. 

-- Max-Fhrler. l-iise. Schule für 
Porzellanmalerei, PeHenkolerstr, 22, 

Meyer. Fugen. Bildhaucrschule. 
Franz Josephslr 28 

-- Ncunianu. Frnsl. Graphische Mal 
ii Zcichenschule. Schellingstr. 24. 

-- Petraseh, Allred, Schule lilr rriod. 
Architektur. Innendekoration n. t" 
Blülenstr, 17. 

Roth. Prof. A., Ze 
lieischule Theresienstt. 7. r > 

• - Schirlllz, Olga. Atelier für mod. 
Kunstgewerbe Adalbertsir, 88. 

-- v. Selm » Ingen. Fredierr, M.ilschnh . 
Liebigstr. 41 



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II. Akademien, Kunst- und Kunstgewerbeschulen. Münster i. W.— Zwittau 



• • Sien slof t, Gertrud u Else Brack 
mann. Atelier fUr modernes kunttgcwcrbl. 
Zeichnen u Musterentwerlen, Blutcnstr. 10. 

• - Stölzl. Otto. Zeichen- u. Malschule, 
Augustensir. 75, 

.. v. Slrechlne. S.. Malschule f. Damen. 
Kartstr. 26. 

-- Thor. Waller. Privatschule. Blüten- 
Strasse 21. 

Zicgler, Waller u. Stefan Stein 
lein. Privallchranslalt für Lithographie u. 
Tleldrurktechnlken, Hohenzollernslr IkI 

Münster I. W., Zeichen - u. Modellier 
schule 1. K u. Gew. gegr 1876 Dir B. 
Rincklake, s. 90. Ausst Ostern. . 

Nachod, Böhmen. Webschule. Dir 
Jul. Philipp. 

Neublstrltz, Osterreich. Wehschule. 
Leiter: Johann Möhwald. 

Nürnberg, Königl. Kunstgewerbe 
schule, geer. 1662. Dir: Prol Fun/ 
Brochler. s. 97! S: Georg Bayer. — Aulnahme 
vom 15. Jahre ab, Schuljahr Oktober bi\ 
Mitte Juli Stipendien. • 

• • Meisterkurse d. Kunstgewerbe Mm 
Oberammerg ju, Zeichen-, Model 

Her- u. Schult/schule, gegr IR34. Du 
Liidw. Lang, s 74. — Stip. Aussl : unregclm. - 

Oberleutensdorl, Rehmen, K K. lach- 
liehe Modeliierschule f. Keramik u. 
verwandte Gewerbe. Dir Wilh. Reimann. 
a) Tagesschule, b) Allgemeine Portbildungs- 
schule. 14. Lebensjahr erfordert • 

Ottenbach, Techn. Lehranstalten. 
Abt I. Kunstgewerbe, Architektur u. Ma- 
schinenbau. Dir. Prol. H, Schurig, B. (97). 

Oldenburg I.' G., Kunstgewerbliche 
Zeichenschule, gegr. im Dir G. IL 
Narten, s. 88. • 

Oliva b. Dan/ig, Damenmalschule 
von Ella Deckniann, M. s. 1900. Dir. u L 
Willy Werner. M. « 

Pardubitz, Werkmeistertchule. Dir: 
Bau R. Ilclnr. Flalka. 

Partenkirchen, Distrikts-, Schnitz- 
u. Zeichenschule. Vorst: A. Kiendl (97). 

Plorzhelm, Gross h. Kunstgewerbe 
schule, gegr. 1877. Dir A. Waag, A s 77. 
S: J. Mussler Vorbildung im Zeichn. n. 
Modellen Stip. Ausst: 2 jahrig (1903). • 

Pilsen, Deutsche Slaalsücwcrbe 
Schule. Dir: RR. Siegmund Gottlob. 

Böhmische Slaals-Gewerbe- 
Schule. Dir. RR Viurenz Simetka. 

Planen I. V., Königl. Industrie 
schule, gegr. 1890. Dir Hol-R Prot Rieh 
Holmann, «. 90. - Autn Wulung Stiperid. 
Ausst.: Michaelis, alle 2 Jahre. ■ 

Prag, K. K. Kunst - Akademie, gegr 
1799. Kurator: Gral Karl Bugnoy Longnev.il. 
Esc Rektor: Prot Rudolf Kitter v. Otten- 
feld. S Joseph Kauhle. Ord, Ptolessoren 
Adalh. Hynais. Joseph Myslbek. Franz Zern 
sek.M. Pirner. K.v.Ottenleld. Hans Schwaiger 
Dozenten Prol A Hellmessen. Prol. Dr 
Schrutz. Dr G. Matejka, Rud Krizeneckv. 
Hilfslehrer: E. Halman. Q Raubalik. Meister 
atellers llynals. Myslbek, Zenisek. Pirner 
von Ottenleld. - L'ntergymnasium-Bildung 
u. Prüfung. Jährliche Ausstellung. • 

-»> K.K. K u nst gew er beschu le, gegr 
1885. Dir: Prol. 0 Stibral. A., s 97 S. 
Ladislaus Chmelensky - Stipendien 

-- Deutsche Kunst-Ü bungsstattr 
lilr Frauen. Ziegenplatz ;!.'» Gcgi 1869 
Leiterin- II. Laukota. s. 89 I Figur jles 
Studium. II Keramik. 

ProssnIU, Osten , Webschule I eiler 
Ignaz Streck. 

Reichenau, a d Knezna. Webschulc. 
Leiter: Anton Kalendovsky 

Reichenberg, Böhmen, Zeichensaal 
des Gewerbemuseums Vergl. dieses 1 
Karl Lederle . 

-- Höhere Gewerbeschule Dir- RR 
Franz Richtet 



• - Web schule. Dir Pranz Stübchen- 
Kirchner 

Reutlingen, Webschulc. 

Rochlltz. Oslerr. Weh schule, Leiter 
Cölcstin Endler. 

ROmerstadt. Österreich. Webschulc 
Leiter Josef Grumts 

Rumburg, Osterr., Webschulc Leiter 
Prot Alois Scrda 

Salzburg. K K. Staats Gewerbe 
schule, gegr. 1876. Dir RR Vitus Bergrr. 
A , s 9.V Kanzlei Heim Hodf 

Scherrebeck, Nord -Schleswig. Schule 
t Kunst weberer. Vergl Abteilung IX 

Schluckenau, Osterreich, Webschulc 
Dir Fun/ Hansel 

Sorau, Konrgl. Höhere Webschulc 

Starkenbach, Österreich. Wehschuir 
Leiter Ru.l Syka 

Starkstadt. Österreich. Webschulc 
Leitei Adoll liet/ 

Staubsdori, Ostcrr Landes Fachschule 
I Marrmirindiistrir Dir Ed Zrlcnka 

Steglitz b Berlin. Steglitzer Schule 
lur Buchgewerbe. Ftchtcnstr. .59. L Georg 
lielwc F H F.hmckc. Hans Lehmann, Frl. 
Clara Möller Coburg F W. Klenken» • 

Slrinschönau, K K. Osterr, Fachschule 
liir Glasindustrie Leiter Prol Heim Zoll 
Inländer Irei, Ausländer 100 Krön. Hospi- 
tanten 50 Krön. • 

Slernberg, Osterr. Webschule. Dir 
Heinr Härder. 

Strakonlll, Oster?., Wir kere isc Ii u Je 
Leiter: Franz Buzek, Josel Wurm 

Strassburg I. E., Städtische Kunst- 
gewerbrschulr Dir Prof Seder (97| S 
l.eop. Schulz. Fachahteilungen und Werk 
statten f. Dekorationsmalerei. Keramik. Kunst- 
schlossern. Kunstschreinerei u.ünldschmiede- 
arbeiL Schulgeld 100 Mk. jährlich. 

Stuttgart, Königl. Akademie der 
bildenden Künste, gegr. 1829, Dir Prol 
Robert Haug, s. 1902. S. Hol-R Schmitt. 
Meisterateliers: Plastik: Prof. von Donndorf. 
Landschaft. Prof. Käppis. Malerei Prot, Keller. 
Prol. Haug. Graf von Kalckreuth Malklassen 
Prol. Igler, Prol. Grelhe, Zeichen klasse: Prol 
Poelzelbergcr. Stipendien • 

-- Königl. Kunstgew erbeschule, 
gegr ISfiy. Dir Prol. H. Kolb. s. 92 S 
Verw. Schmitt. Fachkurse I Möbelindustrie, 
Modellieren u Holzschnitzen. Dckorations- u. 
Glasmalerei, Keramik Musterzeichnen, Graph. 
Künste, Ziselieren u. tut Zeichenlehrer Semest. 
20 Mk. Stipendien. Ausst: permanent. • 

.. Lehr- und Vers uch swer k st a"tte n 
lur das .Möbellach und die einschl. 
Techniken Vorst: Prol. Kriigcr. L Prol. 
Pankok, Prof Chrislallet. (An die Kgl. Kunst 
gewerbeschule angegliedert) 

• • Königliche Technische Hoch 
schule, gegr. 1829. 

Tepllli. K.K Fachschule f Keramik 
u Kunstgewerbe, gegr 1874. reorganisiert 
1901 Dir Rob Stübchen Kirchner s. 99. • 

Trlenl, Fachschule lur Stein- und 
Holzbearbeitung Dir Vincenz Rallseta. 

Trlest, Slaall Höh. Gewerbeschule. 
Dir RR Karl Hesky 

Tübingen, Kunstgeschi--htllches Institut 
der Universität Proi Dr K. Lange 

Tunau, Osten Staatliche Fach- 
schule lur Edelsteinschl eilen und 
-gravieren. Bijouterie und Juwelier- 
kunst, errichtet 1887 Dir Jos. Masek. 
4 jähriger Kursus Standige Ausstellung - 

Vlllach. Fachschule für Hol/, 
bearbcilung Dir Gust. Goebl 

Wallern. Oslerr . Fachschule f Holz- 
bearbeitung. Dir Jos. Ilolmann 

Warmbrunn. Holzschtnlzscltule, 
slaatl unterstützte Stillung des RR v. Bruce, 
gcgi 1902. Dir Prol Walde 

Warnsdorl, Osterr., Webschule Dir 
Thomas W eigner. 



Weimar, Grosshzgl. Kunstschule, 
gegr 1860. Dir Prof.llansOlde S Prof Bcrth. 
Paul Förster. Meisterateliers der Professoren 
Hagen. Olde. Thedy und Smith (*. 19(12 
auch für Schülerinnen) Ptobcarbcit Jährlich 
120MK Slip , Preise Ii Diplome. Ausst Juni - 

-- Kunstgewerbliches Seminar, 
gegr. 1902 Dir: Prof H. van de Velde 3 Ab- 
teilungen a) für Meisterschiiler, bj dir Kunst 
grwerbler, c) lür Fabrikanten u Handwerker. 
Schulbeginn: Oktober- 
Wien, K K Akademie der bildend 
Künste, gegr. 1692. Oberste Behörde Das 
Lfntctrichtsministcrium. Rektor (,iul i Jahre 
a d. LK. gewühlt) Prol. Edmund Hrllmer. B. 
Prorektor Georg Niemann. S: RR. Th Lotl. 
Adjunkt Heinr Thoinke 

I Allgemeine Malerschule. Leiter 
Prof Griepenkerl. Professoren A. Eisen- 
menger. Sigm. I Allcmand. Jul. Uerger. 
V Delug Vierjähriger Kursus. 

II. Allgemeine Bi I d ha uc r sch ul c. 
Leiter Prot Hans Bitterlich 

III Spezialschulen (Meister- 
Ateliers). aj Historienmalerei Prof. 
Grirpcnkcrl, Prof. Heinr. von Angeli, Prol 
K.isinur Pochwalski, Prof. Franz Rumpler 
und Alois Deluj; b) Höhere Bildhauerei 
Prol K Kundmann Fd Hellmcr c) Kupfer 
stich Prof William Unger. d) Graveur- u. 
Medailleurkunst Prof. Josel Taulenhayn 
e) Architektur Prol. Viktor Lunte, Ober- 
Bau • R, Prof. Otto Wagner. HillsUcher : 
Prot. G Niemann (Perspektive). RR Prol. 
Dr A R v Frisch I Anatomie). Dr. M. Dreger 
(Kunstgeschichte!. Prof. Dt F. Linke (Farben- 
chemie) — Untergymnasialbildung verlangt 
und Vorlage von Proben. Probejahr. Slip, 
v Staat, v. Kaiset, v. Landern und Körper- 
schaften. Im letzten Rechenschaftsbericht 
an IIX) Stipendien. Zahlreiche Preise. • 

K K Graphische Lehr- und Ver- 
suchsanstalt. Dir Dr. Josel Maria Edler. 
Hol-R. Sektionen 1 Phologtaphie u. Repro- 
duktionsverfahren 2. Buch- u. Illustrations- 
gewerbe A Pholochemie u. gr.iph. Druck 
verfahren 4. Sammlungen. 

-- Kunstgewerbeschule des K. K, 
Osterr Museums 10t Kunst und 
Industrie, eröffnet 1868. Mit Fachschulen 
für ArchilekUir, Malerei, Plastik u. Spezial- 
Ateliers lur Kunstgewerbe. Dlt Fellclan Frhr. 
v Myrbach Rheinfeld Stipendien. 

-- Lehranstalten d. Technologisch. 
Gewerbemuseums. Dlt: Dr. W. F.Exner. 

-- Staatl. Lehranstalt lür Textil- 
industrie. Dir Kaiserl. R. Fetd. Ueb 

• - Vereins Kunstschule lurFrauen 
und Madchen (Tegethoffstr I u. Bücker- 
slrasse 11. gegrUndcl 1897. Obmann Prof. 
Dr. Fnedr. Jodl. Stv. : Frau Bertha Hartmann. 
Ganze u halbe Freiplatze. Ausst. : Jährlich. 

• • K K. Allgemeine Zeichenschulc 
für Madchen u. Frauen, gegr 1874 Dir: 
F. Piinninger. » 74 - 

Staatlich konzess. Privat-Zeichen- 
ii. Malschule v. Franz Omann. gegr. 1896. ■ 

Wildenschwerl, Osterr. Webschule. 
Leiter: August Braulik 

Winterthur, Technikum Abteilung 
lür Kunstgewerbe, gegr. 1874. Dlt: Prot 
Leon Petua: Prof. Louis Calamc. Prof. 
W Ziegler. Prof R. Rittmeyer. 

Würpenlhal. Oslerr, Fachschule lur 
Holzbearbeitung Dir Karl Schellhotn. 

Würzburg, Höhere Zeichen- und 
Modclltcrschulc 

Zakopane, Osten. Fachschule fflt 
Holzindustrie. 

Znaim, Fachschule! Thonindustrie, 
Dir l eo r.hilla, A. S Vincenz Laufer. 

Zürich, K u ns tg e werbe sch uled Stadl, 
gegr Ihr» Dir A. Luthi. S Heinricli Scheu — 
Ahsi.lv. Sek Sihule. Sttp.Ausstcllg : Fruhj. . 

Zwittau, Osterr. Webschulc. Leiter; 
Franz Thonus. 



III. Künstler-, Kunst- und Kunstgewerbe-Verbände 



A. Künstler-Vereinigungen und Genossenschaften — B. Kunst- Vereine — C. Kunstgewerbe-Vereine 

• Übersichrlich- 
in die naher 



Die Anordnung der in diese Abteilung gehörigen Vereine, Verbände und Genossenschaften erforderte wegen der Übersichtlich- 
keit und der Möglichkeit, bestimmte Korporationen aufzufinden, die in dem Titel ausgesprochene Teilut 



drei Gruppen. 



A. Künstler- Vereinigunget 

Unter dieser Bezeichnung stellt das Jahrbuch die Gruppe 
jener Kunst- und Künstlervcrbände zusammen, welche die 
Pflege und Förderung beruflicher Angelegen- 
heiten als vorwiegende Aufgabe sich gestellt 
haben. Auch die kleine Anzahl der Künstlervereinc, die 
hauptsächlich die Pflege der Geselligkeit und die Förderung 
der Standcsimeressen in zweiter Linie verfolgen, hat in dieser 
Unterabteilung Aufnahme gefunden. 

Der erste Künstlerverband, der in gedachtem Sinne die 
künstlerische und wirtschaftliche Selbsthilfe organisierte, war 
der 1844 gegründete Verein der Düsseldorfer Künstler 
z u geg e n s ei t i g er Unterstützung und Hilfe. Mit 
der Berliner Akademie gemeinsam erwarb er sich um mannig- 
fache Neuordnungen des Kunstweseus im staatlichen Betrieb 
und um eine sachgemäße Beteiligung der Künstlerschaft an 
den öffentlichen Kunstaufgaben wesentliche Verdienste. In 
noch weiterem Mafse erstrebte das die 1856 gegründete „All- 
gemeine deutsche Ku n s t gen ossen sc h a f t", welche 
die Kün stierschaft deutscher Abstammung, unabhängig von 
politischer Zugehörigkeit, in einen Verband zusammenschloß 
— zusammenschließen wollte. Den beabsichtigten politisch- 
internationalen Charakter hat sie freilich nur bedingt erreicht. 
Von aufserdeutschen Städten ist nur Wien formal in den I 
Verband eingeschlossen. Im Reiche selbst umfafst sie gegen I 
dreifsig Lokalverbändc und zählt, einschliefslich der Wiener 
Kunstgenossenschaft, heute an 5000 Mitglieder. 

Eine Reihe von Verbänden, der selbständig organisierten 
sowohl als der in der Deutschen Kunstgenossenschaft ein- 
geschlossenen, ist mit der Gründung von Pcnsioni-Witwen- 
und Unterstützungskassen vorangegangen. 

Hier ist zu erwähnen die zunächst von Weimarischen 
Künstlern ins Leben gerufene „Renten- und Pension*- 
anstatt für deutsche bildende Künstler". 

Diesen beiden deutschen Anstalten, der Allgemeinen 
deutschen Kunstgenossenschaft und der Pension*- und der 
Rentenanstalt entspricht bei den anderen hier in Betracht 
kommenden Nationen eigentlich nur die „Gesellschaft 
SchweizerMaler und Bildhauer", die wie die deutsche 
Genossenschaft organisiert ist, und deren Zweigvereine in 
einem engeren Kartell stehen. In Österreich ziehen die 
beiden Wiener Verbände: „Die Genossenschaft der 
bildenden Künstler Wiens", als Hauptvorstand der 
allgemeinen deutschen Kunstgenossenschaft, und die Ver- 
einigung der bildenden K ü ns t ler Ös t e rre i c h s", 
als „wiener Sezession" aus allen Ländern der Monarchie 
ihre Mitglieder an sich, während andererseits, wie dies die 
politischen Verhältnisse Österreichs fast notwendig machen, 
die einzelnen Landesverbände möglichste Selbständigkeit 
bewahren. 

Dem Verzeichnis der Künstlcrgcnossenschaftcn voran 
mögen also die Verbinde von allgemeinem Charakter auf- 
geführt werden: 

1. Die allgemeine deutsche Kunstgenoasenschaft. 

Sie wurde 1856 gegründet. Der Hauptpunkt der 1807 revi- 
dierten Satzungen, der mafsgebende für die Lokalverbände, 
denen im übrigen eine weitgehende Autonomie eingeräumt 
ist, lautet: 

5 1- „Mitglied der ADK kann jeder werden, der eine 
der bildenden Künste berufsmäßig und selbständig in Deutsch- 
land oder Deutsch-Österreich ausübt, bürgerlich unbescholten 
ist und sich einer Lokalgenossenschaft anschliefst. Jeder 
I.okalgenossemchaft steht es frei, auch Künstlerinnen als 1 
Mitglieder aufzunehmen. Alle Aufnahmesuchenden müssen, ! 
wenn ihre Künitlerschaft nicht unzweifelhaft feststeht, den 
Nachweis führen, dafs sie innerhalb der letzten drei Jahre i 



1 und Genossenschaften 

mindestens durch ein Werk ihrer Hand in solchen Aus- 
stellungen vertreten waren, deren Zulassungsbedingungen vom 
Hauptvorstand als genügende künstlerische Gewähr anerkannt 
werden." 

Der Hauptvorstand wird repräsentiert durch den im drei- 
jährigen Turnu* zum Vorort erwählten I.okalverband. Für 
190) bis 1906 ist dieser Vorort Dresden. (Vergl. 
daselbst.) 

II. Die Renten- und Pensionsanstalt fflr deutsche 
bildende Künstler ist iKo; gegründet und hat ihren Sitz 
in W c i m a r. Aus ihren Satzungen : 

5 2. „Mitglied kann vom vollendeten 20. Lebensjahre ab 
ohne Unterschied des Geschlechts jeder werden, der a) der 
allgemeinen deutschen Kunstgenossenschaft oder einer anderen 
Vereinigung deutscher bildender Künstler im Deutschen Reich, 
in Deutsch-Österreich oder dem Auslände als Mitglied an- 
gehört oder sich sonst in genügender Weise als bildender 
Künstler deutscher Zunge (Maler, Bildhauer, Architekt, Kupfer- 
stecher, Radierer, Zeichenlehrer, künstlerischer Musterzeichner 
usw.), ohne Rücksicht auf Staatsangehörigkeit und Wohnsitz, 
ausweist, b) sich im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte be- 
findet und c) das 50. Lebensjahr noch nicht überschritten 
hat. Ausnahmen von der Altersgrenze sind mit Bewilligung 
des Aufsichtsrats zulässig." 

Dieser Anstalt angegliedert ist die Witwen- nnd 
Walsenkasse, deren Satzungen am 1. Januar 1900 in Kraft 
traten und deren Sit/ und Verwaltung ebenfalls in Weimar 
ist. (Vergl. daselbst.) 

III. Die Gesellschaft Schweiler Maler und Bild- 
hauer. Art. V; „Um als Aktivmitglicd aufgenommen zu 
werden, mufs der Kandidat Schweizer Bürger sein und einen 
Zweig der bildenden Kunst oder des Kunstgewerbes berufs- 
mäfsig ausüben. Er hat den Nachweis zu leisten, daß er 
im Verlauf der fünf seiner Kandidatur vorangegangenen 
Jahre sich beteiligt habe, sei es an einer eidgenössischen 
Nationalausstcllung, einer schweizerischen Turnus- oder inter- 
nationalen ausländischen Ausstellung." 

Die Gcscllschaftsmitglicder an den einzelnen Orten (ev. 
auch im Ausland) bilden Sektionen, die sich selbständig 
verwalten. Zur Bildung einer Sektion gehören mindestens 
fünf Mitglieder. Die Zentrale wird durch die auf ein Jahr 
als Vorort gewählte Sektion repräsentiert; Wiederwahl zum 
Vorort ist zulässig. Zurzeit ist die Zentrale in Bern. (Vergl. 
daselbst.) 

Dieser Abteilung A bringt das Jahrbuch ferner als An- 
hang ein Verzeichnis der wichtigsten Architektenvereine 
in Deutschland und in Österreich. Für die deutschen 
Vereine mußte auf Angabe der leitenden Personen 
verzichtet werden , da hierfür das Kunsthandbuch für 
Deutschland vom Jahre 1897 nicht mehr maßgebend erschien. 
Die Vorstände der österreichischen Vereine sind, wie über- 
haupt sämtliche Angaben über österreichisches Vereinswesen, 
nach der neuesten Ausgabe des Handbuchs der Kunstpflege 
für Österreich von 1902 verzeichnet. 

Auch hier ist als Verband von allgemeiner Bedeutung 
zunächst zu nennen; Der Verband deutscher Archi- 
tekten- und Ingenieur - Vereine, der 1811 gegründet 
wurde und (1897) j; Vereine mit 7000 Mitgliedern umschließt. 
Die Leitung gliedert sich in den a) Vorstand, b)dic Ab- 
geordnet e n -Vctsara m 1 u n g. Vcrkündigungshtatt des 
Verbandes ist die Deu t sc h c Ba uze i t u ng. Vergl. Abt. VI. 

(Den einzelnen Artikeln der Künstlergenossenschaften 
ist am Schluß in Klammern die Abkürzungsmarke beigefügt, 
durch welche sie vorkommenden Falls in der Abteilung III 
der Verzeichnisse gekennzeichnet sind.) 



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B. Kunst-Vereine 



Diese Unterabteilung umfafst die Vereine zur Pflege der 
Kunst und des künstlerischen Verständnisses, für kunst- 
geschichtlichc Forschung, Erhaltung der Kunst- und Baudenk- 
mäler, der Altertümer und die rar Vermehrung von Kunst- 
sammlungen begründeten Gesellschaften. 

Die eigentlichen Kurtstvereine ergänzen die angeführten 
Ziele besonders noch durch Veranstaltung von Aufstellungen, 
Ankauf von Originalwerken zur Verlosung unter ihre Mit- 
glieder und Herstellung von Kunstblättern nach neuen oder 
alten Originalwerken zur Verteilung als Vereinsgaben unter 
die Mitgliedschaft. Die Ausstellungen der Kunstvereine sind 
entweder ständige oder periodische. Die ständigen Aus- 
stellungen erfolgen in der Kegel im Anschtufs und zur Er- 
gänzung der von den Kunstvereinen gebildeten Stammsamm- 
lungen in eigenen Sammlungsgebäudcn oder in Filialen der 
Öffentlichen Galerien. (Vergl. Abteil. 1.1 Die periodischen 
Ausstellungen sind in der Regel Wanderausstellungen, die 
von Verbänden einzelner Kunstvcreinc im Turnus durch 
verschiedene Städte geschielt werden. (Vergl Abteil. V.) 
In Deutschland sind die wesentlichen dieser Verbinde: 
1. Verband der Kunstfreunde in den Ländern am 
Rhein. Sitz : Düsseldorf. Protektor: Grofsherzog von Hessen, 
Vorsitzender: Reg. -Präs. a. D. zur Ncdden in Coblcnz, Schrift- 
führer: Wilhelm Schäfer in Düsseldorf. 

9. Der Kunst verein für da» Grofsherzogtum Hessen. 
Umfafst die Vereine Darmstadt, Mainz, Gicfscn, Worms, 
Offen bach und Hanau. Zentrale: Darm Stadt. 

3. Der norddeutsche Kunstverein. Umfafst die Vcr- 
r Rostock, Lübeck, Stralsund, Stettin (KV. f. Pommern). 
4 Ostdeutseher Kunstverein. Die Städte Allcnstcin, 
Memel und Tilsit. 

5. Vereinigung der östlich der Elbe verbundenen 
Kunstvereine mit der Zentrale Danzig. 

6. Vereinigung der westlich der Elbe verbun- 
denen Kuostvereine. Umfafst Hannover, Magdeburg, Halle, 
Gotha, Kassel, Dessau, Erfurt, Halberstadt, Nordnausen. 
Zentralleitung: Halle. 

7. MOnchener Turnus. Die Städte Augsburg, Bamberg, 
Fürth, Heilbronn, Nürnberg, Stuttgart, Würzburg. 



bürg, I 



Verband süddeutscher Kunstvereine. Umfafst die 
Vereine Baireuth, Fürth, Passau, Heilbronn, Nürnberg, Augs- 
5, Regensburg, Stuttgart, Würzburg, Ulm, Bamberg, Wies- 

Zentrale: Stuttgart. 
Entsprechend diesen Verbänden in Deutschland sind die 
Kunstvereine der Schweiz zusammengeschlossen zum 

Schweizer Kunstverein, der die Städte Zürich, Bern, 
Lttzern, Basel, St. Gallen, Winterthur, Solothurn, Schaffhausen, 
Aarau, Biel, Chur (Graubündener KV), Lausanne. Glarus, 
Lode, Lugano umfafst. (Auch Konstanz nimmt an dem 
Turnus des Schweizer KV teil.) Zentralleitung z. Z. Winter- 
thur. V'ergl. daselbst, sowie unter den angeführten Städten. 

In Österreich sind von den Kunstvereinen folgende zu 
nennen, die für die einzelnen Länder die Ziele der Vereins- 
verbände verfolgen. 

1- österreichischer Kunstverein mit dem Sitz in Wien. 
9. Ober/Österreichischer Kunstverein in Linz. 

3. Salzburger Kunstverein. 

4. Kunstverein für Tirol und Vorarlberg, Sitz in 
Innsbruck. 

5. Steiertn&rklscher Kunstverein, Sitz in Graz. 

6. Kunstverein für Böhmen, von der Gesellschaft 
patriotischer Kunstfreunde gebildet. Sitz Prag. 

7. Mährischer Kunstverein in Brünn. 

8. Kunstverein Krakau, der die Städte Krakau, Lem- 
berg und Posen beschickt. 

Alle drei Länder umfassend und aus den Kunst vereinen 
derselben sich zusammensetzend, verfolgt die 

Verbindung far historische Kunst 
den Zweck, bedeutende Kunstwerke, vorzugsweise geschicht- 
lichen Inhalts, zu erwerben oder durch Preisausschreiben an- 
zuregen. Auf der alle zwei Jahre stattfindenden Haupt- 
Versammlung gelangen die zur Konkurrenz ausersehenen 
Werke zur (nicht öffentlichen) Ausstellung. Die Erwerbungen 
werden zunächst im Tumus des Verbands ausgestellt und 
dann unter die Mitglieder verlost. Sitz der Hauptverwaltung 
Berlin. (Vergl. daselbst.) Die Zugehörigkeit der einzelnen 
Kunstvereine zur Verbindung für historische Kunst ist durch 
(V. f. HK.) 



C. Kunstgewerbe -Vereine 



Diese dritte Unterabteilung des Vereinswesens umfafst die 
Gruppe der Kunstgewerbe-Vereine und solcher Fachvereine, 
die Interessen des Kunstgewerbes und des Kunsthandwerks 
pflegen. In gröfserem Mafse als bei den Kunstvercincn sind 
die Kunstgewerbetreibenden selbst an ihnen beteiligt. Ihr 
Charakter ist demzufolge ein gemischter, indem sie sowohl 
die Interessen der öffentlichen Wohlfahrt auf diesem Gebiete, 
als auch die des beruflichen Gedeihens sich zur Aufgabe stellen. 

Die Begründung von Zeichen-, Gewerbe- und Handwerker- 
schulen, die Errichtung von kunstgewerblichen und Vorlagen- 
Sammlungen, die Veranstaltung von Preisausschreiben, Ausstel- 
lungen, die Unterrichtung und Förderung ihrer Mitglieder durch 
Vorträge über ästhetische, technische und allgcmeinwissenschaft- 
lichc 'I hemata gehören zu ihren regclmäfsigen Hauptaufgaben, 
in denen sie, seit dem Wiederaufleben des Kunstgewerbes, 
staatlicherscits reichliche Unterstützung gefunden haben. 

Das Kunstgewerbemuseum in Berlin, das Museum für 
Kunst und Industrie in Wien, das Landesgewerbemuseum in 
Stuttgart, die entsprechenden Institute in Dresden, München, 
Nürnberg, Leipzig, Zürich u. a. wirken Hand in Hand mit 
den Kunstgewerbevereinen jenen Zielen entgegen. Der Zu- 
samrncnschlufs dieser Vereine zu gröl'scren verbänden liegt 
hier, mehr noch als bei den Vereinen der Maler und Bildhauer, 
im Sinne der Sache, da die kunstgewerbliche Arbeit mehr oder 
minder immer eine gemeinschaftliche sein wird, während das 
reine Kunstwerk gewöhnlich individuelles Produkt ist. Nach 
diesen Zielen hin wirkt in Deutschland der iSS; begründete 
Verband deutscher Kunstgewerbevereine. der poli- 
tisch nicht auf die Reichsgrenzen beschränkt gedacht ist, 
sondern satzungsgemäfs alle Vereine dieser Art deutscher 
Zunge aufnehmen kann: 

„1. Der Zweck des Verbands deutscher Kunstgewerbe- 
vereine besteht darin, das Bewufstsein der Zusammen- 
gehörigkeit aller Angehörigen des Kunstgewerbe* in 
Deutschland zu pflegen, einen möglichst lebhaften Aus- 
tausch der Fortschritte, Ideen und Erfahrung auf allen 
Gebieten des Kunstgewerbes ru vermitteln und die gemein- 
samen Interessen der Mitglieder aller Vereine zu wahren. 



2. Die Mittel zur Erreichung dieses Zweckes sind: 

a) Bearbeitung und Beratung von Fragen, welche das 
Kgw. betreffen, insbesondere Vereinbarungen Uber gemein- 
same Normen für die Behandlung von öffentlichen Konkur- 
renzen, für die Beschickung von Ausstellungen, Zusammen- 
setzung der Preisgerichte und Hebung des kgw. Unterrichts; 

b) periodische Wandervcrsammfungcn, die der Reihe 
nach — womöglich im Anschlufs an einschlägige Ausstel- 
lungen — an den Sit/cn gröfserer Vereine abzuhalten sind; 

c) würdige und energische Vertretung d;s Kgw. gegen- 
über der Öffentlichkeit und dem Ausland." 

Auf dem alle zwei Jahre stattfindenden Delegiertentage 
wird unter den Verbandsvereinen einer zum Vorort gewählt, 



dessen Vorstand dann zugleich (mit der Dclegiertenversamm- 
lung) den Hauptvorstand des Verbandes repräsentiert. Der 
Verband zählt gegenwärtig 24 Vereine; Vorort zurzeit ist der 
Württembergische Kunstgewerbeverein zu Stuttgart. Folgende 
Städte sind im Verband: Aachen, Altcnburg, Berlin, Braun- 
schweig, Breslau, Dresden, Flensburg, Frankfurt a. M., Halle, 
1 Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Königsberg i. Pr., Leipzig, 
I Magdeburg, München, Oldenburg, Pforzheim, Quedlinburg, 
Schwäb. G münd, Stuttgart und wird auf diese verwiesen. 
(V. d. KgwV.) 

In Österreich bieten die Kunstgewerbevereine, 
Gewerbevercine und I nd u st r i e verei ne der einzelnen 
Kronländer die entsprechc.iden Zentralen der kunstgewerb- 
lichen Bestrebungen und Sammlungen. In der Schweiz be- 
stehen eigentliche Kunstgewerbevereine zurzeit nicht Kunst- 
gewerbliche Interessen werden von den Gewerbevereinen 
wahrgenommen. Diese Gewerbevercine sind zusammen- 
geschlossen zu einem Verband. 

Der schweizerische Gewerbeverein, gegr. 1877. Das 
Sekretariat desselben befindet sich in Bern und führt die 
Geschäfte nach Mafsgabe der Beschlüsse eines Zentralvorstandcs 
von 15, die hauptsächlichsten schweizer Städte vertretenden 
Mitgliedern. (Vergl. Bern.) Im Verzeichnis der Kunstgewerbe- 
vereine sind diejenigen Gewerbevereine der Schweiz auf- 
geführt, die kunstgewerbliche Bestrebungen vertreten. 



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III. Künstler-, Kunst- and Ki 



A. Künstler-Vereinigungen und Genossenschaften 



s, Kunsthalle in Altona, Ver. 
v. Km u. K-Freunden, gegr. 65. Vmt: 
Herrn. Mut/ und Heinr. Harter. VLok: 
Altonaer Gesellschaftsbaus. • 
Barmen, Vereinigung Barmer 
Künstler, gegr. 1897. Angeschi, an den 
KV für Rheinland und Westfalen. Vorst : 
Fahrenkrog, M. S: O.Kodym, M., Kohlen- 
»tr. $5. VLok : Ratskeller, Coneordiastr. • 
Basel, Basler Künstlcrgcsellschaft, 
gegr. 1880. Vorst: Burkh. Mangold, M. S: 
Kuosihalle. Basel. - Auch Pflege der Ge- 
selligkeit. — VLok: Steinenberg, „Kunst- 
halle". 



sitzender: Prof. Ludwig Manzel. Vors: I S: Siegfried Laboschin, M., Tauenzien- 
I. Bahr, Friedenau. S: Jul. Schlatimann, platz ib. — Neben beruflichen u. Wohl- 
Berlin, Nettclbeckstr. 24. — Hauptsich- 1 tätigkeitsintcressen, die Bildung eines 
lieh den Rechtsschutz für Urheberrechte an , Fonds zur Erbauung eines Künstlerhauses. 
Illustrationen betreibend. VLok: Berlin, 1 — VLuk: Grofsc Groschcngasse 38/59. • 
ßeltevuestr. 3. (VD1) • I Lokalvercin der Allgemeinen 

• ■ Verein Berliner Künstler und deutschen Kunstgenossenschaf t. 
Lokal verein der AI Ige m, deutschen Vorst : Prof. C. E.Morgenstern, M., Heilige- 
Kunstgenossenschaft. Bis 1002 geiststr. 14a. S: Erich Suckow, M„ Kloster- 
Hauptvorstand und Vorort der ADK. strafsc 19. • 

1. Vors: Baurat Heinrich Kavier, Berlin, •• Verein schlesischer Kämt- 
Hildebrandstr. 25. 2. Vors: Karl Wend- ler innen, gegr. 1002. Vors : Frl. Gertrud 
ling, M., Westend, Spreethal -Allee 1. Staats, M. S: Frau Anna Gritschker- 



t.S: Hans Kobcrstein, M., Berlin, Altonaer- 



Berlin, Ausstellung* verbandBer- strafse 7. 2. S : Max Schlichting, M., Char- 
lincr Künstler, gegr. 1898. Vors: Prof. lottcnhurg, Kncsebeckstr. 99. 1. Kassierer: 
C. Saltzmann. 2. Vors: Prof. K. Henseler. : Prof. F. Schwenke, Bmstr, Königgrätzer- 
S: G. H. Engelhardt. Ausst : jährlich in ! strafsc 98. 2. Kassierer: Prof. Dr. Hartzer, 
Berlin. (AVBK) Motzstr. 88. Archivar: Prof. L. Jacoby, 

• • (Charlottenburg), Berliner I Grunewald, Caspar Theyfsstr. 12. — Dcrn 
Sezession, gegr. 2. Mai 1898. t.Vors: I VBK liegt gemeinsam mit der Genossen- 



Prof. Max Liehermann. 2. Vors: L. 
Hofmann. t.S: Walter I.eisiikow. 2. S: 
Louis Corinth. Leiter des Sekretariats: 
Paul Cassirer, Berlin W., Viktoriastr, 3$, 
uart. Ausstellungshaus in Charlottenburg, 
Kantstr. 12. — Jahresausstcllungen von 
Anfang Mai bis Mitte September. Vergl. 
Abt. V. fBScz). • 

• • Bi Id ha u er- Ver c i n ig u n g d es 
Vereins Berliner Künstler, gegr. 1888. 



Angeschlossen an den Verein Berliner ' Mitglieder des ADK gehört dem VBK 
Künstler und die allgem. deutsche Kunst- nicht an. VLok: Berlin, Bellevuestr. 3. 
genossen schaft. t.Vors: Pr. Kuno v. Uech- Künstlcrhaus. (VBK) • 
tritz, B., Berlin-Wilmersdorf, Pfalxburger- •• Vereinigung „Künstlerheim", 
str. 13. 2. Vors. u.S:Fricdr. Pfannschmidt, Präs: Hugo Schulz, Berlin, Kastjnicn- 
Bcrlin NW., Alt-Moabit 90. VLok: Belle- , allee 10:. 

vuestr. } (Künstlerhaus) (BBV) • •• Verein der Künstlerinnen und 

-■ „Freie Kunst" Künstler-Klub für Kunstfreundinnen zu Berlin. Vors: 
Gruppenausstcllungcn, gegr. 1896. Ge- Frau Alma I.essing, geb. Marschall von 

Bieberstein, Berlin, viktoriastr. 14. S: Frl. 
Helene Lobedan, Berlin, Hafenplatz 5. — 
Hilfskassc f. Unterstützungen. (VBKnn) • 
-• Verein f. Original-Radierung, 
Berlin, gegr. tXH6. Vors: Prof. Gustav 
Eilers, Kst. Stcllv. Vors: Prof. Franz 
Skarbina, M. Gcsch-Leiter: Paul Bette, 
Berlin, Charlottenstr. 96. — Ausgabe von 
i Radierungen i.lahrcsheftcn. (Vgl. Abt. VI.) 
(VORB) . 

• • Zunft „Sankt Lukas", gegr. 1894. 
Vors: Albert Kiessling, A., Berlin, Wal- 
demarstr. 59. S: Fritz Geyer, LM., Berlin, 
Moustr. 64. • 



Kunzendorf, Breslau, Kreuzstr. 44 a. 
Budapest, Landesverein für bil- 
dende Kunst, (Orszägos Magvar Kepzö- 
müveszeti Tarsulat). Jährl. 2 Ausstellungen. 
Adr: Budapest, Varoslizct, Müczarnok. « 
Dntizig, Verein Danziger Künstler 
in der Peinkammer, gegr. 1894. 
Vorst: Prof. W. Stryowsky, 5. u. stcllv. 
Vors: Bauinspektor Kleefeld, Rathaus. — 
Ausstellungen, Vortrage, Geselligkeics- 
'einkammer. • 

V c r e i n i g u n g 



schaft der Akademie und der Düsseldorfer 
Kanzlerschaft unter dem Kommissariat 
der Staatsregierung die Veranstaltung der pflege. — VLok 
grofsen Berliner jahresausstcllungen ob. DnrmsUdt, Freie 
(Vergl. Abt. V.) Ständige Ausstellungen 
und periodische Sonderausstellungen im 
Künstlerluus; Darlchns- und Sterbekasse. 
Verwaltung der Wilhelm- und Augusta- 
stiftung zur Unterstützung hilfsbedürft. Kr. 
— NB. Eine Anzahl in Berlin lebender 



Darmstädter Künstler, gegr. 1898 
Vorst: Wilhelm Bader, M. S: Adolf Beyer, 



Schäftsleiter: Carl Langhammer, * 

• - Freie Vereinigung dcrGra- 
rst: Prof. Hans 
Wilhclinshagen 



phiker, gegr. 1898. V 
Mever. S: Johannes Plate 
b. Berlin, Wilhelmstr, 12. • 

• • Gesellschaft Deutscher Aqua- 
rellisten, gegr. 1891. Vors: Prof. rran* 
Skarbina. S: Max Fntz, M., Lübben, Bahn- 
hofchaussee, Villa Kofahl. • 

• - Künstlerunterstützungs-Ver- 
ein Berlin. Vorst: Prof. Hans Meyer. 
S: Prof. Otto Günther-Naumburg. Schatz- 
meister: G. Gutknecht, M. • 

• • Künstler Vereinigung für Ori- 
ginal-Lithographie, gegr. 02. Vors: 1 Bern, Gesellschaft schweizcrMaler 



Prof. Skarbina, O. H. Engel, M., L. 
Hofmann, M. • 

-• Märkischer Künstlerbund- 
Berlin, gegr. 1899. Vors: (f. 1932—1903) 
Fritz Gevcr, KT, Friedenau, Friedrich 
Wilhelmstr. 8. Stellv. Vors: Karl Kayser- 
Kichberg. Gesch -Leitung: Hauptmann 
Kayser, Sieglitz. Düntherstr. 7. Wander- 
ausstellungen. (MärkKB) • 

■ • „Pallas", Verein für künstler- 
ische Bestrebungen, gegr. 1880. An- 
geschlossen an den Verein für deutsches 
Kgw, Berlin. Vorst: Julius Linckctmann, 
M. u. Zeichen-L-, Bärwaldtstr. 61. S: M. 
Spieker, Bülowstr. 64. - Fortbildung der 
Mtgr. durch Akt-, Porträt- und Kostüm- 
malen. VLok: Eisenacherstr. 103. • 

• - Verband deutscher Illustra- 
toren, gegr. 1896. Vorst: Ehren-Vor- 



und Bildhauer. Zurzeit Zentrale der 
Gesellschaft. Vors: Max Girardet, Bern. 
S: Ritter, Bern. (VSchK) 
Braunsen weig, Lokalvercin der 
Allgemeinen deutschen Kunst- 
genossenschaft. Vorst: Hans Pahl- 
mann, M., zugl. Schriftf. • 

• • K ü n s 1 1 e r - V e r e i n Braun- 
schweig, gegr. 1899. Vors: Bruno 
Lübbecke, M., Kaiser Wilhelmstr. 65. 
Breslau, Ausstellungsverband 
schlesischerKünstler, gegr. 1 877. 
Vorst : Siegfried Härtel, M. — Schlesischc 
Kunst durch jährliche Ausstellungen zu 
konzentrieren. — VLok und Sekretariat: 
Breslau. Lessingttr. 7. 

• • Breslauer Künstlerverein, 



1827. 1. Vor»: Prof. 
arxburg, B. a. Vors: Prof. 1 



M. u. Gr., Saatbausrr. 73. H: Mappe, 02, 
mit 16 Blättern, Bcrgsträsser, Darmstadt. 
(FVDarmK) . 

-. Künstler - Kolonie auf der 
Mathildcnhöhe, gegr. 1899 unter dem 
Protektorat des Grotshenrogs von Hessen. 
(DKK) 

-. Lokalverein der Allgemeinen 
deutschen Ku n st gen os sen sc h aft. 
Vorst : Hof-M. H. R. Kröh. S: RR. A. Noack. 
Kass: Wilhelm Bader, M. • 
Dresden, Dresdner Kunst genossen- 
schaft. Vors: Friedrich Offcraunn, B. 
S: Walter Willing. M. VLok: Schösser- 
gassc 4. (DrKG) • 

• • L o k a 1 v er e i n Dresden, der 
ADK und Vorort der Allgemeinen 
deutschen Kunst Genossenschaft 
1903 — 1906. Vors: Friedrich Offermann. 
S: v. Mavcnburg, A. • 

.- Die Elbier, Kr.-V. Vorst: Arthur 
Dresden. 

• •Sächsischer Künstler-Unter- 
stützungsverein. Vorst: Prof. A.Diethe. 

• - Kompositions verein „Mappe". 
Vors: Karl Ojaarck, Ostbahnstr. 18. 

• • Ortsverband der Re tuen- und 
Pensionsanstalt f. d. b. K. (Weimar). 
Vors: W. Witting, Teuloburgstr. t. • 
Düsseldorf, Freie Vereinig. Düssel- 
dorfer Künstler. Im Kartell mit der 
Allgem. deutschen Kunstgenossenschaft. 
Vorst: Prof Gregor v. Bochmann, M. 
S : W. Schleicher. RegBmr, Jigerhofstr. 26. 
(FVDK) 

• • Künstlerklub „Sankt Lukas". 
Vorst: H. Hermanns, LM., Obercassel bei 
Düsseldorf, Karolingerstr. 86. • 

■ • Künstlcrvereinigung 1899. 
Vorst: Prof. Klaus Meyer. S: G. Marx, 
Jägerhofstr. — Verbandsausstcltungen. 

• • Lokal verein der Allgemeinen 
deutschen Kunstgenossenschaft. 
Vorst: Ernst Marx. S: H. Zieger, HM., 
Sternsir. 59. 

• • Künstlerveretn „Malkasten", 
gegr. 1848. Vorst: C Becker; Geyer; 



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»1 



III. Künstler-, Kunst- und Kunstgewerbe-Verbinde. 

«t 



Altom— Düsseldorf 



Prof. Kröner; Lins-, Massau; Prof. Klaus 
Meyer; Otto; Volkhart; Wöhlcr. S: E. 
Massau (Adr. Vorst des KrV's Malkasten). 

— Hauptsächl. Gcsclligkeitsbestrebungen. 
Vergl. Abt. I Bibliothek u. Sammlung. • 

• • Verein akademischer Bild- 
hauer, gegr. 1901. Vorst: Karl Heinz 
Müller. S: Josef Körschgen. Kass: Josef 
Hammerschmidt. — Ausstellungen und 
künstl. Propaganda. • 

• - Verein Düsseldorfer Künstler 
zu gegen seiliger Unterstützung 
und Hilfe, gegr. 1&44. Vors: E.Bosch, 
GM., S: Ed. Daelen, M., Ehrenstr. 11. 
Kassierer: C. Daubenspeck. Gesch-F: H. 
Modersohn. — Vergleiche Einleitung tu 
Abt. IV. A. Wanderausstellungen in Ver- 
bindung mit den Kunstvereinen. Sündige 
Ausstellung in Düsseldorf (vergl. Abt. V). 
Zur Beschickung der Gr. Berliner Aus- 
stellung bildet der VDK mit den anderen 

■ Vereinen jährlich eine Kom- 
— VLok: Düssclthalerstr. 50. 
(VDK) . 

Frankfurt a. M., Künstler-Gesell- 
schaft, Zugl eic h Lo k a I v er e i n der 
Allgemeinen deutschen Kunst- 

fenossenschaft. 1. Vors: Robert 
orell, M. 2. Vors: Jac. Happ, M. 1. S: 
A, Frhr. v. Lcrsner, A. 2. S: Prof. F. 
Hausmann, ß. (zugl. f. d. ADK). (FKG) • 

• •Bildhauerverein Frankfurter 
Künstler, gegr. 1901. Vors: Karl Rumpf. 
S: Jos. Kowarzik. Kass: Franz Krüger. • 

• - Frankfurt-Cronberger Künst- 
lerbund (mit beschr. Mitgliedenahl). 
Vors: Prof. F. Brün. S: Rob. Hoffmann. 
(FCB) . 

Freiburg i. Baden. Verein bilden- 
derKünstler, gegr. 1899. S: H.Dischler. 

— Förderung der Interessen dortiger un- 
abhängiger Künstler. • 

Graz, Steiermark. Genossenschaft 
bildender Künstler Steiermarks. 
|egr. ^899. Vors : Baurat A. Gunolt. S : 

VUkf 'Weuwg^tse ^^("teierm.' 'kG*) 

-•Grater Künstlerbund. 
Hamburg, Hamburger Künstler- 
verein, gegr. i8$2. I. Vors: Martin 
Schmidt, B. II. Vors : Franz Gruber, M. 
S: Karl Rotte, M. Kass: B. O. Koosen, 
A: Vt.ok: Patriotisches Gebäude, Zimmer 
No. 10 (VKH). • 

• • Lokalverein der Allgemeinen 
deutschen Kunstgenossenschaft. 
Vors: JuL Rehder. M. S: Karl Rotte, M, 
Birkenau 14. VLok: Patriotisches Gebäude. * 

• • Bildhauer - Künstlervercin 
zu Hamburg, gegr. 1902. Vorst: Otto 
Dobbertm, Birkenau 14, Künstlerheim. • 
Hanau, Lokal verein der AI lg cm. 
deutschen Kunstgenossensch. Vors: 
Paul Andorff. S: E. Zimmermann, A. • 
Hannover, Lokalvercin der All- 
gem. deutschen Kunstgcnasscn- 
schaft. Vors: Banle, A. S: Hermann 
Müller-Wachenfels: M., Frcvtagstralse 1 ja. 

•• Künstler-Verein. Gcsch- 
Leitung : GRR. Prof. H. Köhler. 
Innsbruck, Sankt Lukas Gilde 
für katholische Künstler und 
Kunsthandwerker, gegr. 1881. Gilde- 
meister: Alois Winkler, B. • 
Karlsruhe. Künstlerbund Karls- 
ruhe und Lokal verein II derAll- 
gemeinen deutschen Kunst- 
genossenschaft; gegr. 1897. I. Vors: 



Franz Hein, M. II. Vors: Gust. Kampmann. 
LS: Hans v. Volkmann. Mit d. V. ver- 
bunden die Kunstdruckerei Künsücrbund 
Karlsruhe, G. m. b. H. Leiter: Carl 
Langhein, M, Erbprinzenstrafsc 10. Als 
Korporation empfangen: A Paris 1900, 
Ehren-Dp Turin 02. (KBK) • 

••Karlsruher Künstlergenossen- 
schaft. Lokalvercin I di 
deutschen Kunstgenossenschaft 

--M alerinnen v er. Vors: Hildurlless. 
••Verein bilden der Künstlcr.gcgr. 
1874. Vorst: vakat. VLok: Waldstrasse 6j. 

-• Verein für Original-Radicr., 
gegr. 1894. I.Vors: Dir. Prof. Hans Thoma. 
IL Vors: Prof. W. Conz. Adr: Atclicr- 
haus, Westendstr. — Herausgabe v, Jahres- 
mappen. —Vergl. Abt. IV. (RV-Karlsruhe) • 
Kiel, Sch lesw.-Holsteinsche Kunst- 
genossenschaft u. Lokalverein der 
Allgera. deutschen Kunstgenossen- 
schaft. Vorst: Georg Burmestcr, M., Kiel, 
Dänischestr. 54. S: Julius Fürst, M., Kiel, 
Burgstr. 2 — Die SHKG ist selbständiger 
Verein; ein Teil ihrer Mitglieder gehört 
anderen Lokalvereinen d. ADK an.(SllKG) 
Königsberg, Preufscn, Lokalvcrein 
I der Allgemeinen deutschen Kunst- 
I genossenschaft, gegr. 1861. Vors: Prof. 

Dr. Johann Heydeck, M. S. u. Kass: Ak- 
I Inspekt. R. Mauer, Kst., Königstrafse 57. • 
. •• K 0 n s 1 1 e r u n t e r s t ü t z u n g s- 
! verein, gegr. 1846. Vorst: Prof. Dr. 
Hey deck, M S: Fritz Dägling, LM., 
Passage 1. - Auch Versorgung unbe- 
mittelter Witwen und Waisen. 

• • K ü n s 1 1 er v ere i n, gegr. 1845. 
Vors: Prof. Dr. Heydek. S: Rodemeier, 
M., Paulstrafse 4. 

Krakau, »Sztuka«, (Krakauer Se- 
zession) gegr. 1 896. Vors : Jan Tharai- 
lowski. Ehrcn-Prases: Josef Chelmonski. 
S: Prof. Jos. Mehoffer, M., Kunstakademie. 

• • Allgemeiner Bund polnischer 
Künstler. Vorst: ? Bezweckt Aus- 
stellungsturnus Krakau. Warschau, Lodz, 
Ilmberg. 

• • Künstlerinnen verein. Vors : 
Olga v. Koznanska und L. v. Bierkowska. 

• • Polnischer Salon, Ver.f. Wander- 
ausstellungen. Prls: J. Malcewtki, M. 

• -Verein pol n. Künstler, gegr. 
1897. Vorst: J. Stanislawski, M. 
Leipzig, Leipziger Künstlervcrein 
und Lokalvercin der Allgemeinen 
deutschen Kunstgenossenschaft, 
gegr. t8}8. Vorst: Fritz Drechsler, A. 
5; Götz C. Döhler, M. — Ausstellung im 
Herbst, Künstlcrhaus. VLok: Künstler- 
haus, Bosestrafsc. Vergl. Abt. V. 
Lemberg, Verband poln. Künstler, 
gegr. 1898. Vorst: Stanislaus Rejchan M. 
Magdeburg, K ü n st ler v erc i n Sankt 
Lukas, gegr. 189;. Vorst: Stadtbau- 
inspekt. Stolz. S: Buchdnickereibcsitzer 
Zacharias. Ausstell ing alle 2 Jahre (1904). 
Metz, Künstlerbund Lothringen, 
gegr. 1902. Ehren- Vors: Graf v. Zeppelin- 
Aschhausen, kaiserl. Bezirkspräs. Vors: 
Heinr. Beecke, M. S. Alfr. Pcllon, M. 
Ausstellungen. • 

Mönchen, Albrecht Dürer-Verein, 
gegr. 1 884. Vorst : Waldemar Kolmsperger 
tun. S: Franz Reiter. — Pflege der chnst- 
iichen Kunst unter den Studierenden 
der Akademie. — VLok: Barerstra/se 7. 

• • «Allotria« Künstlergescllschaft 
gegr. 1875. Präs.: Franz von Lenbach. 



S: Benno Becker, M. — Geselligkeits- 
verein. — VLok: Barerstrafse 16. 

• - Aussteller-Verb. Münchener 
Künstler, gegründet 189). Vorst.: 
Wilhelm Räuber, M. S: Hermann Linden- 
schmit, M, Schillcrstrafse 29. — Be- 
zweckt Gruppenausstellungcn, (AVMK) • 

• • Deutsche Gesellschaft 
zur Beförderung rationeller Mal- 
verfahren, gegr. 1884. Techn. Versuchs- 
anstalt f. Malerei und Gemäldeerhaltung. 
Neue Akademie No. 5. Mi und Fr 11 — 1. 
Vorst: Franz v. Lenbach; Prof. Dr. G. 
Schultz ; Prof. Dr. Büttner Pfänner z. Thal ; 
Prof. H. Petersen; Frh. v. Locn. S: Prof. 
Dr. Büttner Pfänner z. Thal. 

• • Deutsche Gesellschaft für 
christliche Kunst, gegr. 189). I.Präs: 
Prof. Dr. Georg Frhr. v. Hcnling. II. Präs: 
Prof. Georg Busch, B, München. S: Dr. 
Josef Weif», Geh. Sekretär. Künstlerische 
Vorstandsmitglieder: Louis Feldmann, M, 
Düsseldorf; Prof. Martin Feuerstein, M, 
München; Gebhard Fugel, M, München; 

| Prof. Heinr. Frhr. v. Schmidt, A, München ; 
1 Prof.Balthasar Schmitt, B, München.— Aus- 
, Stellungen — Vcrkaufslolui — Herausgabe 

v. Jahresmappen. Vergl. Abteil. VI. VLok u. 

Gcsch-Stelle : München, Karlstr. 6.(GCK) . 

• •FreicrKünstlerbundMünchen, 
• früher »Gruppe der Kollegen«, gegr. 1901- 
< Angeschlossen an die MKG. Vorst : Prof. 

Math. Schmid, Nvmphenburgcrstrafse 59. 
S: C. Thoma-Höfele. . 

-• Freie Vereinigung Kunst- 
Studierender. Vorst: Fritz Umbehr, 
A, Zehntnerstrafse 4. 

• - Gesellige Vereinigung der 
Münch euer KG. 

-- Graphische Vereinigung. S: 
Lindwurmstrafse 67. 

• • Künstler-Sängerver^gegr. 1879. 
Vorst: Franz Maecker, M, Theresienstr. 75. 
S:Rich.Gutschmidt,VLok:Türkenstr.8s.» 

• • Künstler-L'nterstützungs- 
verein, gegr. 1844. Vorst: Eugen von 
Stieler. S: K. Nebinger, M, Augustenstr. 22. 

-• Künstler-Ver. Luitp.-Gruppe. 
Vorst: Prof. Karl Marr, Arcisstr. 12. S: 
P. F. Messerschmitt u. Kunz Meyer. (LG) • 

• • K ü n s 1 1 e r • V e r e i ni g u n g der 
taubstummen und blinden Künstler. 
Vorst: Eichhorn, B, Rottmatinstrafsc 18. 

• • Künstlerinnen-Verein. Adr: 
Türkenstrafse 89. (VMKnn) Vgl. Abt. V. 

-•Münchener Künstler-Ge- 
nossenschaft und Lokalverein der 
Allgem. deutschen Kunst genossen- 
schaft, gegr. 1868. I. Präs. Prof. Hans 
Petersen, II. Präs. Prof. Josef v. Kramer, B. 
S: Richard Gross, M, Maximiliansplatz 24. 
— Neben den Zwecken der ADK die Jahrcs- 
ausstcllungcn im KgL Glaspalast. VLok: 
Künstlerhaus, Masünnliansplatz 24 (MKG) * 

•-Münchener Kunst lergenosse li- 
sch aft »Pallas«, Bildhauervereinigung, 
angeschl. an die MKG. Vorst: Friedrich 
Kühn, B. S: K. L. Sand, Rottmannstr. 16. 

• • Münchener Künstlervcrein 
»Phalanx«, Finkenstr.2. Mtl. wechseLAusst. 

• -Münchener Künstlergruppe 
»Bund«, gegründet 1900. Vorst : Albert 
Franken- Weber, Schraudolphstr. 2J. S: 
Ludwig Stiller, Gabelsbergerstr. 77a. 

• • Münchener Künstlerhaus- 
verein, gegr. 1 900. 

• • Münchener Künstlerver- 
cinigung »Scholle«, gegr. 1899. Vorst: 



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III. KünMler-, Kunst- und Ku 



Max Feldbauer, M, Kaulbachstr. 9*. Jähr). 
Gruppenaussteilung. — 190;: Ausstell, in 
Dresden, Graz, Bremen, München. (Sch) • 

• • Münchener Künstlcrvercini- 
gung für Graphische Kunst, ge- 
gründet 1902. — S: H. Meyer - Cassel, 
Leopoldstr. 87. — Buchschmuck, lilu- 
stration, Plakat. Gesch-I.ok: Karlstr. 21. • 

• • Verein bildender Künstler 
Münchens (Sexcssion), gegr. 1892. 
I. Präs.: Prof. Fritz von Uhde, M. II. Präs.: 
Prof. Hugo Frhr. v. Habermann, M. LS: 
Benno Becker, M. ll.S: Otto Hierl-Dcr- 
noco, M. 1902: Frühjahrsausst.: 20. 2. bis 
Ende April; lntcrnation. K- Ausst.: t.6. bis 
Ende Oktober. Gesch-F: MaxEchter. Vergl. 
Abteil. V. Vl.ok: Königsplatz. (MSe/.) 

.. Verein der Bildhauer in 
München. ? 

.. Verein deutscher Kunst- 
studierender. Vl.ok: Kaffee Minerva, 
Akademiestrafse 9. 

.. Verein für Originallitho- 
graphie- München. 

-• Verein für Original-Ra- 
dierungen. S: H. E. von Berlepsch, 
Planegg b. München. — Herausgabe von 
Jahresmappen. — ( VORM) Vgl. Abteil VI. 

• -Vereinigung graphischer 
Künstler-München, gegr. 1902. Vors: 
Ernst Neumann. Kass: Georg Braumüllcr. 
Gesch-Führ: Hans Neumann jr, Ainmiller- 
strafse 22. Literar. Vertreter : Herrn. Ess- 
wein. — Ausgabe von Originalblättern in 
Holzschnitt, Lilhogr. u. Radierung.— Ausst. 
Münster, Westfalen, Münstersche 
Kunstgenossenschaft alsLokal- 
vercin der ADK. Vorst : B. Freydag, B. 
Nürnberg', I.okalvercin d. Allgem. 
deutschen Kunstgenossenseti afl. 
Vorst: Prof. H. Schwabe, B. S: Prof. H. 
Pylipp, A., Nunnenbeckstrafse 2t. • 

• - Künstler - Verein Nürnberg. 
Vorst: B. Scheck, A. S: Oskar Beringer, 
B u. A., Buchcrstr. 9 b. Pflegt K . , Kgw. u. Ge- 
selligkeit. — V'Lok: Restaurant Krokodil. • 
Praf, Genossenschaft d. bildenden 
Künstler, gegr. 1897. Vorst: Ludw. 
Wurzel. S: Oskar Fiala, M., Graben 12. 
- Veranstaltet Ausstellungen. — Adr: 
Prag," Graben 1 2. • 

• • Künstler-Verein » Mancs», gegr. 
1887. Vorst : Stanislav Sucharda, B. S: l.a- 
dislavSalonn, B.— Adr: Prag.Nikolanskä. • 

•• Gesellige Künstler Vereini- 
gung (Umclecka Beseda) Präs: Fr. Herites, 
Schriftsteller.Viccpräs : Prof. Ha n s Trnececk 
u. Jos. Martin, A. Sekt, für bildende 
Kunst. Präs: Josef Martin. Vic«pr.ts: 
Karl Liebscher. Adr: Prag.ZemskA Banka. 4 

• • Verein deutscher bildender 
Künstler. Obmann: Karl Krattner, HM. 
Prag-Smichow, Villa Malmovka. 
füg», Rufsland, Kunstecke, gegr. 1896, 
angcschl. an den KV-Riga. Vors: Baron 
Gerhard von Rosen. S: Stud. H. Hörschel- 
mann, Kalkstr. 6. VLok: Nikolaistr. 27. • 
Rom, Deutscher Künstler-Verein, 
gegr. 184s, unter dem Protekt. d. Deutsch. 
Kaisers. 1. Vors: F. Gerth, B., 11. Vors: 
Prof. W. Friedensburg. S: Dr. M. Claar. 
Schwerin, Mecklenburg, Verein der 
Künstler u. Kunstfreunde. Vorst: 
Prof. K. Malchin. 



Strasburg. Künstlervcrcinigung 
bei St. Nicolaus. Vorst : Koben 
Frhr. von Fichard gen. Baur. v. Kysseneck, 
Regicrungs- Assessor. 

Stuttgart, St u 1 1 ga rt er Künstler- 
genossenschaft, als Lokalverein d. 
Allgem. deutschen Kunstgenossen- 
schaft. Vors: Prof. Rcinhold Schmidt. 
S: Karl Schickhard, LM, Schlofsstrafse , ). 
Kass: Friedr. Zundcl. • 

-■ Freie Vereinigung württem- 
bergischer Künstler, gegründet 1902. 
l.Vors: Prof. Otto Reiniger, M. IL Vors: 
Alex v. Otterstedt, M. S: u. Kass: Karl 
Schickhard!, M. • 

• • Ortsverband der Renten- und 
Pensionsanstalt (Weimar), gegr. 1896. 
Vorst : Prof. R. Stier, Hofgemäldcinspektor. 
Kass: Peter Schnorr, M., Hermanns«-. 10. 
S: E. L. Ostermavcr, Türkheim a. T. 

-• Stuttgarter Künstlerbund, ge- 
gründet 1902. (StKB). 

• - Württemberger Künstler- 
Verein. Vors : Prof. G. Conz, Uhlandst r.2 1 . 

-- Künstlerverein. »Künstler- 
stuhc 11. Vors: RegBmr.Rich.Wolff. VLok: 
Konigsbau, Passage, Treppenhaus B. • 
Weimar, Künstler-Vereinigung 
«Apclles«, gegr. 1896. Vorst: Rosner, 
M. S: Paul Drcwing, M., Prelierhaus. — 
Veranstaltet Wanderkollektionen in den 
gröfscren deutschen Städten. - VLok: 
Künstlerheini, Zeughof. • 

.. Lokalvercin der Allgemeinen 
deutschen Kun st genossen Schaft. 
Vorst: Prof. Th. Hagen. S: Hugo Flinuer, 
Junkerstr.2o.VLok:Künstlerhcim, Zeughof. 

• - Die Renten- und Pension*- 
anstatt für deutsche bildende 
Künstler, gegr. 1895. Silz der Ver- 
waltung und des Direktoriums. Vor*, de* 
Direktoriums: RR. Dr. Hevdetireich, Wei- 
mar. Vergl. Einleitung zu dieser Abteilung. 

--Weimarischer Künstler- 
Verein. Geselliger Ver. Vl.ok: i. Zeughof. 

• -Radier -Verein itu Weimar, 
gegr. 1800 (aus der 1890 aufgelösten Ge- 
sellschaft fürRadierkunst her vorgegangen). 
Vorst: Erlaucht Graf v. Gort*. S.u Gesell- F: 
Max Asperger, Gotha, Ohrdrulferstr. t.|. 

' — Herausgabe von Jahresmappen (je 14 
; Blatt).— Vergl. Abt. VI. (RV- Weimar). 

--Thüringer Ausstellungs- 
( Verein bildender Künstler (Zentrale 

Weimar), gegr 1898. Vorst: Prof. Th. 
■ Hagen — Errichtet (»unlchst in Thüringen) 
' regelmäfsig und fortlaufend beschickte 
.Ausstellungen mit 14 tagigem Wechsel 
' der Werke (ThAVbK). 

Wien, Albrecht Durer -Verein 
I (Verein bild. Künstler in Wien). Vorst: 
. Emanuel Pendl, B., Vchlisstr. 226. S: 

Eduard Mader, M., Johannag. 42. • 

..Alte Welt, Klub bildender 

Künstler, Schleifmühlg. ). 

• • Aquarellisten - Klub der Ge- 
nossenschaft der bild. Künstler Wiens, gegr. 
1885. Obmann: HugoDarruut. Ohmann- 
Stellverlr.: Hugo Ourlemont. S: Ed. 
Zet»che.M.,Karlspl.5. XKIL Ausst: Jan. b. 
Febr. 1903. Vl.ok: Künstlerh , Karlspl, 5. • 

• ■ Bildhauer-Vereinigung (früher 
Klub der Plastikcr) der Genossenschaft 
bildender Künstler. Obmann: Hans 

| Scherp«, Karlspl. 5. 



• • Wiener Künstlerbund.Zedlitzg. 6. 

Genossenschaft der bildenden 
Künstler Wiens und Lokalvercin 
der Allgemeinen Deutschen 
Kunstgenossenschaft. Leitender 
Ausschuis: Vors: Andr. Streit, KK. Bau- 
Rat. Stcllv. Vors: Viktor Stauffer, M 
S: Hanus Pesch I, A„ Stadt. Bau-Inspektor. 
Kassierer: Rechnungs-Rat Carl Baumann 
und 6 Mitglieder. S: Kaiserl Rat Edwin 
Klobasser. Vizesekretär: Anton Lukasch. 
— Neben den genosscnschaftl. Zwecken 
hauptsächlich die Veranstaltung der Jahres- 
ausstellungcn im Künstlerhausc; in der 
Regel März bis Ende Mai - VLok. 
und Geschäftsleitung: Künstlerhaus, Karls- 
platz 5. (WKG) . 

• •Gesellschaft f. vervielfäl- 
tigende Kunst, gegr. 1871. Administr.: 
Wien II, Luftbadg. 17. Vergl. Abt. VHL • 

• - Künstlerbund n Hagen«. Aus 
der Wiener Künstlcrgenassenschaft 1901 
ausgeschiedener Verein. Vorst: Gustav 
Bamberger, M.; Heinrich l.crler, M.; Franz 
Thiele, M. Adr: Favoritenstr. 1. 

• • Künstlergruppe »Jungbund«, 
gegr, 1002. Obm: Otto Barth, M. Stell- 
vertr: Hans Schlechter, A. S: Adolf Grofs, 
M., Wien, Fasanengasse }i. Ver-L: Wien, 
Albrechtsplatz, Restaur. Guschelbauer. ♦ 

• • Pensionsgcsellschaft bilden- 
der Künstler Wiens. Direktion'. L. 
Wächtlcr, F. Axmann, R.Jordan, E. Mader; 
S: Prof. Fr. Hasslwander, M. VLok: 
Wicn IV, Favoritenstr. 1. 

- Vereinig, bildender Künstler 
Österreichs (Sez c s s io n), gegr. 1897. 
Arbeitsausschufs (zugleich f.d. Ausstellung). 
Präs: Wilh. Bcrnatzik, M. Vize-Pras: 
Friedr. König, M S: Leopold Bauer. 
Mitglieder: Anton Nowak, Josef Plecnik, 
Othmar Schimkowitz, Hans Tichy. Gc- 
sch-F: Franz Hancke. Ausstellungen im 
eigenen Ausstellungsgebäude. Gesch- 
Lcitung: Friedrichstr. la. (WSez) • 

.. »Wiener Bauhütte«, Archi- 
tektenvercin, gegr. 62. Vors : Alfr. Castel- 
liW, A. S: Otto Kuntschik, A. VLok: 
Schillcrplatz }. • 

• •Vereinigung österr. bildender 
K ünstl er u. Künstlerinnen, gegr. 1899. 
V orst : R.Schroer.B. S: Viktor Beranek.M., 
Ncubaug.21. — Ausstellungen für Mitgl-edcr 
und eingeladene Fremde (VöstKuKnn) • 

-- »Vereinigung Wiener Kunst 
im Hause«, Ver. f. angewandte Kunst, 
gegr. 1902. Präs: Karl Sumetsberger, A. 
Wien, Schlachthausgasse 15. Ständ. Aus- 
stellung: Jakobergassc J, Jakobcrliof. • 

-- Wiener Künstlerklub Wien 
VHL, Wickenburggassc iR. 
Zeven, Hannover, »Die Heidjer«. Ver. 
niedersächs. Künstler, gegr. 1902. S: H. 
Müller-Brauel in Zeven. ♦ 
Zfirich, Verein Schweizerischer 
Maler und Bildhauer, Sektion Zürich. 
S: Richard Kissling, B.. Kl.iusslr. 10. • 

• - Zürcher Kunstgesellschalt, 
gegr. t8g$. Vorst: Dr. Karl v. Muralt. S: 
E. Kusch, M. VLok. und Gesch-Lt.: 
Künstlerhaus, Tlialgasse %. 

•• Zürcher Künstler-Vereini- 
ung. Vorst: Prof. Alb. Freitag, Wein- 
toj. • Geselliger Verein. • 



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III. 



Ku 



Alchen Halle 



Anhing zu III A: 

Architekten -Vereine 



Architekten- und In- 
genieur-Verein, gegr. 1877. (VAI). 
Basel, Architekten verein 
Berlin, Architekten - Verein, gegr. 

1814. (VAI). 

• - Vereinigung Berliner Archi- 
tekten gegr. 1819 (VAI). 
Braunachweie, Architekten- und 
Ingenieur-Verein für das Her- 
zogtum Braunschweig, gegr. 1 874. (V AI) . 
Bremen, Architekten- u. Ingenieur- 
Verein, gegr. 1877. (VAI). 
Breslau, Architekten- u. Ingenieur- 
Verein, gegr. 1869. (VAI). 
Bromberg, Architekten- und In- 
genieur-Verein, gegr. 1893. (VAI). 
Danzig, Westpreufs. Architekten- u. 
Ingenieur- Verein, gegr. 1860. (VAI). 
Darmstadt, Mi ttel rheinischer Archi- 
tekten- und Ingenieur-Verein, 
gegr. 1874. (VAI). 

Dresden. Sächsischer Ingenieur- u. 
Architekten-Verein, gegr. 1K75 (VAI). 

•- Architekten - Verein, gegT. 
1874. (VAI). 

Düsseldorf, Architekten- und In- 
genieur-Verein, gegr. 189J. (VAI). 
Frankfurt a. H., Architekten- und 
Ingenieu r- Ve rei n, gegr. 1867. (VAI). 
Halle a. S., Architekten- und In- 
genieur-Verein für Halle und 
den Rcg.-Bcz. Merseburg. 
Hsm barg, Architekten- und In- 
genieur-Verein, gegr. 1859. (VAI). 
Hannover, Architekten- und In- 
genieur-Verein, gegr. 1851. (VAI). 

BauhüttezumweifsenBlatt, 
gegr. 1880. 

Karlsruhe, Badischer Architekten- 
u.Ingenieur-Verein,gcgr. 1869. (VAI). 
Kassel, Architekten- und In- 
genieur-Verein, gegr. 1860. (VAI). 



Kiel, Schleswig - Holsteinscher 
Architekten- und Ingenieur- 
Verein, gegr. 1866. (VAI). 
KAln, Architekten - u. Ingenieur- 
Verein für Niederrhein u. West- 
falen, gegr. 1875. (VAI). 

--Vereinigung Kölner Archi- 
tekten, gegr. 1889. S: Paul Gerlach. 
Königsberg i. Pr., Ostprcul'sischer 
Architekten- und Ingenieur- 
Verein, Begr. 1871. (VAI). 
Leipzig, verein Leipziger Archi- 
tekten, gegr. 1874. (VAI). 
Lins, Verein der Techniker in 
Oberösterreich, gegr. 1880. Vorst: 
Hans Bcrger. S: Heinr. Grün. 
Magdeburg, Architekten- und In- 
genieur-Verein, gegr. 1876. (VAI). 
Mannheim , Architektenverein, 
gegr. r884- (VAI). 

München, Bayrischer Architekten- 
und Ingenieur-Verein, gegr. 1867. 
(VAI). Teilt sich in 
t. Oberbayrische Kreisgesellschaft. — Vor- 
Mf 



2. Niederbayrischc Kreisgesellschaft. — 
Vorsund: Landshut. 

j. Pfälzische Kreisgesellschaft. — Vor- 
stand : Ludwigshafen a. Rh. 

4. Obcrpfälzischc Kreisgesellschaft. — 
Vorstand: Regensburg. 

5. Oberfrankische Kreisgesellschaft. — 
Vorstand : Bayreuth. 

6. Mittclfränkische Kreisgesellschaft. — 
Vorstand : Nürnberg. 

7. L'ntcrfränkische Kreisgesellschaft. — 
Vorsund: Würzburg. 

8. Schwäbische Kreisgesellschaft. Vor- 
sund : Augsburg. 

MOnster i. Westfalen, Architekten 
und Ingenieur-Verein, gegr. 
1893. (VAI). 



Oldenburg, Architekten- und In- 
genieur-Verein, gegr. 1869. (VAI). 
Oanabrflck, Architekten- und In- 
genieur-Verein, gegr. 1855. (VAI). 
Plauen 1. V., Architekten- und 
I ng e n i e u r - Ver e i n , gegr. 1875. 
Posen, Architekten- und In- 
genieur-Verein, gegr. 1 876. 
Prag, Verein der Architekten u. 
IngenieurefürBöhmen, gegr. 1865. 
Präs: Rieh. Jahn. Kaiserl. Rat. §: Gott- 
lieb Kavka. 

-- Deutscher polytechnischer 
Verein, gegründet 1809. Präs: Prof. 
Franz Stark. 

Schwerin LH., Vereinigung Meck- 
lenburgischer Architekten und 
Ingenieure, gegr. (890. (VAI). 
Strafabarg i. E., Architekten- und 
Ingenieur-Verein für Elsafs-Loth- 
ringen, gegr. 181 r. (VAI). 
Stuttgart, Württembergischer Ver- 
ein für Baukunde, gegr. 184J. (VAI). 
Trieat, Ingenieur- u. Architekten- 
Verein, gegr. 1878. Präs: Dr. Eugen 
Gaisingcr. S: Prof. L. Braidotti. 
Weimar, Ostthüringischer In- 
genieur- und Architekten-Verein, 
gegründet 1878. 

Wien, A rc hi t e k t c n - K 1 u b dcrGe- 
nossenschaft der bildenden Kunst- 
ler Wiens, gegr. 1894. Obmann: 
Franz Ritter v. Neumann, Bau-R. S: 
Hans Pe.chl, A. 

• •Österreichischer Ingenieur- 
und Architekten-Verein, gegr. 1848. 
Vorst: Gustav Gerstel, Generalinspektor 
der Eisenbahnen. S: Frhr. KonsUntin 
von Popp-Bömstettcn, Ing. 

-- Verein »Wiener Bauhütte«, 
gegr. 1862. Vorst: Alfred Castelliz, A. 
5: Moritz Kuntschik. 



Aachen, Karlsverein zur Restau- 
ration des Aachener Münsters. 
Vors : (07) Dubusc, Staatsprokurator a. D. 

• - Museumsverein, Vors: (97) 
Bürgermeister Veltman. S: Muscumsdir. 
Dr.fcsa. Ausstellung im Museum. Vergl. 
Abt, V. . 

Aarau, Aargau, Kunstverein, angeschi. 
an den schweizer KV. 
Allen stein, Kunst verein AI lenstein, 
gegr. 1887, angeschi. an den Ostdeutschen 
KV . Vors : Grass, Rechtsanwalt, Warten- 
burgersrr. 4. Wanderausstellung im Tur- 
nus Mcmel (Voran) Tilsit, AUcnstcin 
i. J. 1904. . 

Altenburg, S-A, Kunstverein, gegr. 
1867. Vors: O. Vorctzsch, Oberbau -R. 
a. D. S: Harnisch, Geh. Rechn.-R. a.D., 
Schützens«. 15. Nächste Ausstellung: 
1904. Adr: Frauengasse 29. • 
Arnstadt , Thüringen , Museums- 
verein. 

Augsburg, Kunstvercin. Im Mün- 
chener und im süddeutschen Verband. 
S: (97) H. Gwinner, Landgerichts-R. a. D. 
Baden Baden, Kunstvercin. Vors: 
GRR. Haape. S: Jung, Stadt-R. Stand. 



B. Kunst-Vereine 

Ausstellung i. d. K- Halle am Theater. 
Vergl. Abt. V. 

Baden bei Wien, Museumsvercin. 
Barmen, (Karlsplatz), Kunst verein 
in Barmen, gegr. r866. (VfHK) Vors: 
Robert Banhels. S: Prof. Dr. Neumann, 
Grünstr. 11. Vergl. Abt. V. 
Basel, Kunstverein, im schweizer KV. 
Vergl. Abteil. I. 

Bayreuth (Neues Kgl. Schlofs), Kunst- 
vcrein-Bayreuth, gegr. t8~o. Im 
Verband der süddeutschen KV. Vors: 
| Frhr. von Roman, Reg.-Präsidcnt, Exc. 
S : Schamberg, RR. Dauernde Ausstellung 
im Neuen Schlofs. Vergl. Abt. V. • 
Berlin, Ex Libris-Verein gegr. 1891. 
S: Dr. H. Brendicke, Schwerins«, t. (Aus- ■ 
uusch v. Exlibris erwünscht.) • 

-• Deutscher Kunst - Ve rei n. ' 
Vors: Prof. Dr. Hugo von Tschudi, Dir. 
der Kgl. Nat-G. S : Prof. Dr. Wolf- 
gang v. Oeningen, Kurfürstendamm 2j$. • 1 

• • Deutscher Kupferstich -Ver- 
ein. Vorsitzender: A. Chevalier, LM., 
Berlin, Karls«. 1; (11 — } geöffnet). • 

• • Kaiser Friedric h - Museum s- 
Verein. Zur Förderung des erstehen- 



den Kaiser Friedrich -Museums auf der 
Museumsinsel und zur Bereicherung der 
Sammlungen in den Kgl. Museen. 

• • Kunstgeschichtliche Gesell- 
schaft, gegr. 87. Vors: Müller, Geh. 
Ober-Reg.-R. S : Prof. Dr. Kammerer. DA. 
im Kupferstich -Kab. der Kgl, Museen. 
Förderung kunstgeschichtlicher Interessen 
unter Forschern und Kunstfreunden, 
wescntl. auf d.n Geb. d. Renaissance u. d. 
Mittelalters. Die Ges. bestellt 4 Schrift- 
führer, welche die als Publikationen 
veröffentlichten Protokolle führen. — 
Gesch.-L: Wilhelms«. 92 — 9J. • 

• > Preufsischer Kunstvercin. 
Vors: A. Chevalier, LM., Berlin, Karl- 
s«afse 1$ (11 — 5 geöffnet). . 

-- Verbindung für historische 
Kunst, gegr. 1854- Vors: Dr. H.H. Meyer, 
Bremen, Gcsch-F: Dr. M. Jordan, Geh. 
OberRR. a. D., Berlin. Kass : Kommerz.- 
R. A. Molineus, Barmen. S: Klee, 
Sekretär an der Nat - G - Berlin. (Vergl. 
Einleitung zu Abt. IV) • 

-• u. Halle, Verein zur För- 
derung der Kunst, gegr. 1897. 
Vors: Heinz Wolfradi. 2. Vors: Dr. 



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III. Künstler-, Kunst- und Kunstgewerbe-Verbände. 



-Görlitz 



Rud. Prcsber. Stellvertreter; H, Lissaucr, 
Kommen. -R. Jeweilige Ausstellungen, 
Vorträge u. a. — Mitteilungen im Bei- 
blatt zum Kunstwart. 

••Verein zur Förderung des 
Zeichen-Unterrichts. Vors ; Dir. 
Wesslau. 

• • Verein der Kunstfreunde im 
Preufsischen Staat. Vors: P. Hesse, 
Landgerichts - Dir. S : Felix Lehmann, 
Buchhändler. Geschäfts-Stelle: Bellevuc- 
strafse 3 (Künstlerhaus). — Anliaul von 
Werken zur Verloosung an die Mitglieder. 

• -Vereinigung der Kunst- 
freunde für farbige Nachbildungen 
von Gemälden der Kg). National- 
GaL u a. Sammlungen. S: Ad. 

0. Troitzsch, Kommerz-R. Gesch-Stelle: 
Markgrafemtr. 57. Vergl. Abt. V, VII u.VIII. 

-- Verein .' ür religiöse Kunst 
in der evangelischen Kirche. S: 
Dr. Reicke, RR, Berlin, Schapcrstr. >j. • 

-- Vereinigung zur Erhaltung 
deutscher Burgen. Protektor: Ernst 
Günther, Herzug zu Schleswig-Holstein 

1. Vors : Geh. Oberregierungsrat v. Bremen. 
I. S: Bodo Ebhardt, A., Berlin, Grune- 
wald, Jagowsrr. 28 a. — Ausbau deut- 
scher Burgen ; Vorträge u. Ausstellungen. 
— Verbandsorgan: Der Burgwart; vergl. 
Abt. VI, . 

• • Vorderasiatische Gesell- 
schaft. S: C. Krug, Schriftsteller. 

• • Wissenschaftlicher Kunst- 
verein. Geschäftsfülirender Vors : Geh. 
Ober - Justiz - R. Johow , Friedrichs- 
gracht 57. • 

Bern, Eidgenössische Kunst-Kom- 
mission, vom Bundesrat erwählt (jedes 
Mitglied auf je 3 Jahre). Beratende Be- 
hörde für Staatsanleihe und andere 
künstlerische Aufgaben. Organisation 
der alle zwei Jahre stattf. Nationalkunst- 
ausstcllungcn. Präs; noch nicht gewählt. 
190; : Keine Ausstellung. • 

• • Bernische Kunstgcscllschaft, 
gegr. t8t{. Im schweizer KV. I. Präs; 
Ed. Davinct, A. II. Präs : Theodor V Ot- 
mar, M. S: Karl Ludwig Born, M. • 
Biel. Schweiz, Kunstvercin von 
Biel und Umgebung, gegr. 1890. 
Im schweizer. KV. Vors : August Weber. 
S: Dr. C. Levy. • 

Bielefeld, Kunstverein für Biele- 
feld und Umgebung, gegr. 1881. Im 
westfälisch. Ausst- Verband. Vors: Emil 
Wessel. S: Th. Jordan, Pfarrer. Ausst. 
im Turnus 1904. • 

Bonn, St. Remigius-Verein. Präs: 
Pfarrer Ludwigs. 

Braunscbweig , Verein zur Er- 
haltung der Kunstdenkmäler. S.- 
Bau -R. PfeifTcr. 

•• Verein zur Förderung und 
Vermehrung des Städtischen 
Museums. Schatzm: A. I.öbbecke, 
Bankier. 

-- Braunschweiger Kunstver- 
ein. Im Verband der KV westlich der 
Elbe. Vors: Staatsminister Dr. jur. A. 
von Otto, Exc. S: Dr. F. Fuhse, Mm-Dir. 
Vergl. Abt. V. 

Bregen z, Verein f. christliche Kunst 
u. Wissenschaft. Obmann: Pfarrer 
Josef Grabherr, Satteins. . 

- • M u sc u m s vere in , gegr. 1857. 
Obmann: C. v. Schwerzcnbach. S: 
Viktor Kleiner, Landesarcruvar. . 



Bremen, (am Wall), Kunst verein. 
Vors: Dr. H. H.Meier. Dir. d. K-Halle: 
Dr. G. Pauli. Gesch-Adr: Kunsthalle. 
Vergl. Abt. V. . 

Breslau. Schlcsischer Kunst ver- 
e i n. Vors : Rieh. Pluddemann, Stadtbau- 
R. S: Lichtenberg, Kunsthändler. Vergl. 
Abt. V. . 

-- Verein für Geschichte der 
bildenden Künste, gegr. 1862. 
Vors: GRR. Prof. Dr. Förster. S: Mu- 
seumsbibliothckar Becker — Vorträgt-, 
Publikationen und Abhandlungen. • 

• -Verein für das Museum 
schlcsischer Altertümer (jetzt 
Kgw-Mm). 

Brünn, Mährischer Kunstvercin. 
gegr. 1882. Präs: Graf Heinrich Bclrupt- 
Tissac. — Jahresausstelluiigen u. Sonder- 
ausstellungen. • 

-• Verband österreichischer 
Kunstgewerbemuseen, gegr. 1 900. 
Vorort 190 j— 4: Brünn. Umfalst die 
Museen in Bozen , Brünn , Budweis, 
Chrudit), Czemowitz, Graz. Königgrätz, 
Krakau, Lemberg, Linz, Pilsen, Prag, 
Reichenberg u. l'roppau. Verbandsorg: 
Mitt. d M.ihr. Gewerbcmuseums; vergl. 
Abt. VI. S : Dr. Jul. Leisching, Dir. d. 
Mähr. Gewerbemuseums, Brünn. • 
Buxtehude, Verein zur Sammlung 
kunstgewerblicher u. kunsthisto- 
rischer Gegenstände. Vors: Pastor 
Primarius Hopfner. 

Chemnitz, »Kunsthütten, (Kunst- 
vercin). (Verb. f. HK) S: Rechts- 
anwalt Hösel. (Vergl. Abteilung V.) 
Chor. Schweiz, Bündnerischer Kunst- 
verein, gegr. 1900. Im schweizer KV. 
Vors: Prof. Dr. C. Jecklin. S: Prof. 
Hans Jenny. • 

St. Christin« • Ravensburg , ü i ö - 

zcsan-Vercin f. christliche Kunst, 
gegr. 1883. Vors: Pfarrer Dct/el, S; Ders. 
Czernowitz, Bukowina, Archäologi- 
scher Verein (Societatca archeologica 
romäna in Bucovma). 
Dnnzig, F r i e d en sgc s c 1 1 s c haft für 
West preufsen, gegr. 1816. S; Damus, 
Stadtschulrat. — Unterstützt Talente zu 
künstlerischer u. wissenschaitl. Ausbildung. 

-- Kunstverein, gegr. 1S36. (V. f. 
HK) Vors: Stadtrat Oskar Bischoff. 
Ausstellungen im Stadtmuseum, • 

•-Verein zur Erhaltung der 
Baudenkmäler. Vorsitzender : Stadt- 
bauinspektor Kleefeld. 
Darmstadt (Rheinstr. 55). Kunst- 
verein für das Grofs herzog tum 
Hessen, gegr. 1889. Vors: v. Hessen, 
Grofsh hammerherr u. Landger -R. S: 
Willi. Schwab, Rentner, Wendelstr. 7, — 
Jahresausstellungen in allen Orten des 
Grofshcrzogtuim, die too Mitglieder des 
KV's aufweisen. Vergl. Abt. V. 

-- Historischer Verein für das 
Grofsherzogtum Hessen. — Samm- 
lung im Grofshcrzogl. Museum. — Vergl. 
| Abt. I. 

I -- Verein »Kunstfreund«. Vors: 
Th. Heyer, Postsekretär. 
Dessau. An haitischer Kunstver- 
cin. Im Verband der KV. westlich der 
Elbe. Ehren-Vors: Prinz Eduard von 
Anhalt. Vors : v. Losch , Oberst a. D. 
S; Derselbe. Kunstwart: Dr. Ostcr- 
mayer. — Für jährliche Verlosungen 

| 4SOO M. — VergL Abt. V. . 



Dresden . Königlich Sächsischer 
Altert ums verein, gegr. 1825. Vorst: 
Prof. Dr. Berling, S: RR. Dr. Ermisch. 

-- Dürerbund, gegr. 1902. Vors: 
Ferd. Avenariu», Herausgeb. d. Kunst- 
wan. S. u. Ge*ch -L: Georg W. Call- 
way, Verleger, München. • 

• • Hermatinstiftung. Vors: Bau-R. 
Chr. Schramm, Loscllwitz, Viktoriastr. 9. 

.. Sächsischer Kunst verein, 
gegr. 1818. (V. f. HK.) Vors: Graf 
Vitzthum von Eckstädt. S; Hermann 
Holst, Hofkunsthdlr. — Dauernde Aus- 
stellung. — Gesamtverkäufe tgoä : 4(000 
M. (Vergl. Abt. V.) • 

--Verein fürkirchlicheKuns«. 
Vors: Oberhofprediger D. Ackermann. 
Gesch-F: Oberkonsistorial-K. Lolichius. • 
Düsseldorf, G a I c r i e - V e r e i n. Vors : 
Prof Oeder. 

- - Kunst verein für die Rhein- 
lande und Westfalen, gegr. 1829. 
Gesch-Stelle : Bahnsir. 6. • 

-- Verein zur Verbreitung re- 
ligiöser Bilder. Vors : Eitel, Kst. 
Elberfeld, Museums- Verein, gegr. 
1892. Vors: Julius Schmits. • 
Elbing. Kunstvercin. Vors: Bürger- 
meister Sausse. Stellv : Stadtrat Krieger. 
— Gröfsere Ausstellung: 1903. • 
Erfurt, Verein für K unstu. Kunst- 
gewerbe, gegr. 1887. Vors: Ober- 
hurgermstr. Dr. Schmidt. S: Stadtbaurat 
Peters. Geschäl'ts-L : Ed. v. Hagen, M. 
(Vergl. Abt. V.) . 

Frankfurt a. Bf., Dombau verein, 
Präs: O. Conti«, Dir. des Städtischen Mu- 
seums. Vors. u. S : Stadtrat Dr. Math. • 

• - Freies deutsches Hoc hstift. 
Vorst: Dir. Dr. Reinhardt. 

-- Kunst verein, gegründet 185$. 
Aufsichtsrat: Vors: Wilh. v. Mettler. S: 
Karl Marcus. • 

• • St äd cl° sc h er Museumsver- 
c i n. Vors : Leopold Sonnemann. • 
Frai kfurt a- O.. Kunst verein, gegr. 
100t. Vorst : (provis) : Eugen Trowilzsch. 
Freiburg. Baden, Kirchengeschicht- 
licher Verein für Geschichte, 
Altertum u. Christliche Kunst, • 

-• Kunst vcrcinFreiburg, gegr. 
182$. Vors: Prof. Dr. A. Gruber. S: C. 
Spitz, M. — Dauernde Ausstellung. — 
Vergl. Abt. I u. V. Gesch-L: Karlstr. . 

-- M ü n s t erba u- V e r ei n. Vors: 
Oberbürgermstr. Dr. Winterer. S: Frie- 
drich Kempf, A. • 

Freiburg, Schweiz, Societe des Amis 
des Beaux-Arts. 

Fürth. Kunst verein. Im Verband 
süddeutscher KVe. Vors: Ph. Engel- 
hardt. Fabrikbesitzer. 

St Gallen, Schweiz, Kunstvercin, 
gegr. 1827. Im schweizer. KV. u. VlHK. 
Präs: Oberstleutn. H. Hartmann, Vircpris: 
E. Kessler, A S : Dr. Ulr. Diem. • 
Gera, Kunstvercin, gegT. 1878. 
Vors : Prol.Schmager. — Ständige Ausst. • 
Glarus. Schweiz, Kunst verein Gtarus, 
gegr. 1870. Im schweizer. KV. Vors: 
Dr. F.rnst Buss. S: Dr. F. Dieracr. — 
Errichtet eine Kunstsammlung. 
Görlitz, Kunstvercin für dieLau- 
sitz, gegr. iH$ t ■ Vors : Landeshaupt- 
mann v. Widcbach-Nostiz. Ausstellungs- 
kommis: Oberst v. Lichtenstein, Schul- 
strafse 1. S: Georg Starke, Hoflieferant, 
39. Hauptausstell. 1903. • 



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III. 



Göttinren, Vereinigung Göttinger 
Kunstfreunde. Vors: GKR. Pr. Ehlers, 
Rosdorferwcg 4. S: Derselbe. 
Gotha, Kunstverein, gegr. 1846. Im 
Verband der westl. der Elbe verb. KVe. 
Gesch-F: Verlagsbuchhdlr. Thienemann. • 
Graz, Christlicher Kunstvercin 
der Diözese Seckau. S: Joh. Ranftl, 
Grabcnstr. 25. 

Landesmuseums - Verein 
»Johanneum«, gegr. 188}. Vorst: 15 
Mitglied, u. ein Vcnr. d. Landesausschuss. 

•-SteiermärkischcrKunstver- 
ein, gegr. 1865. Präs: Dr. Moritz Ritter 
von Schreiner. Adr: Verwaltung des 
Steierm. K'Vs. Ausstellung. 
Güstrow, Mecklenburg, Kunst- und 
Altertumsverein. S: Dr. H.Marquardt 
Halberstadt, Kunstverein, gegr. 
1828. Im Verband der westl. d. Elbe 
verb. KVe. S: Rektor K. Hey. • 
Halle, Saale, Kunst verein, "gegr. 1840. 
Im Verb. d. KVe westl. d. Elbe. Vors: 
Sudtrat Fubel. S: Derselbe. Vgl. Abt. V. 

-• Verein zur Förderung der 
Kunst, siehe Berlin. 
Hallatadt, Ober-Österreich, Museal - 
verein. 

Hambarg, Gesellschaft Hamburg. 
Kunstfreunde. Vors: Ed. Lor Mayer. 
S: Landrichter Schiefler, Oberstrafse'jJ. 
Vergl. Abt. VI. . 

Hamburger Gesellschaft 
zur Beförderung der Künste und 
nützlichen Gewerbe. Vors: Dr. 
Jons. Wentzel. 

• • Kunst verein in Ha in bürg, 
gegr. 1822. Vors: Baudirektor Zimmer- 
mann. Gesch-F : Eduard Sack, M. Bei 
d. ; Staatswassermuhle 5. 1903, 1. j. • 50. 
4: Grofse Frühjahrs-Ausst : in d. K-Halle. 
VLok: Neuerwall 14. Vergl. Abteil. V. . 

• •Lehrervereinigung zur Pflege 
der künstlerischen Bildung, gegr. 
1896. Vors: C. Götrc. Adr: Methfessel- 
strafse 53. — Publikationen, Vorträge, 
Ausstellungen ; Verbreitung von Repro- 
duktionen deutsch. Meisterwerke ; Heraus- 
gabe von Wandschmuck; Reform des 
Zeichenunterrichts, l.it: Versuche u. Er- 
gebnisse, 2. Aufl. 1902, Janssen, Hmbg. • 

-- Verein von Kunstfreunden 
von 1870. Vors: Freiherr Henry von 
Westenholz, Glockengicfserwall 9. • 
Hanau, Kunstverein, gegr. 1879. 
Angeschi, an den Grofsherzl. hessischen 
KVT Vors : Oberbürgermeister Dr. Gebe- 
schus. Stellv: Prof. Wiese, Dir. d. Kgl. 
Ak. S:Thyriot. Gesch-Adr: KV, Hanau. 
Jährlich ca. J Ausstellungen. • 
Hannover, Kunst verein , gegr. 1832. 
(Gegenwärtig 10600 Mitgl.) Vors: Ober- 
präsidcnt Graf zu Stolberg-Wernigerode. 
S: Theodor Schulze, Buchhändler. « 
Heidelberg. Heidelberger Schlofs- 
verein, unter dem Protektorat d. Grofs- 
herzogs Friedrich von Baden, gegr. 1866. 
Vors: Prof. Dr. H. Buhl. . 

.. Kunstverein, gegr. 1869. 1. 
Vors: Geh. Hof-R. Prof. Dr. H. Thode. 
II. Vors: Prof. Dr. K. PfafT. Vgl. Abt. V. 
Heilbronn, Kunstverein, gegr. 1879. 
Im Verband der süddeutsch. KVe. Vors : 
P. Bruckmann, Fabrikant. • 
Hildeaheim, Verein fürKunst und 
Wissenschaft, gegr. 1870. Vors. 
(wechselnd) 1901: Prof. Dr. Roever. S : 
Prof. Dr. Vogler. • 



--Verein zur Erhaltung der 
I Kunstdenkmäler Hildesheims, 
gegründ. 1887. Vors: Oberbürgermeister 
Struckmann. 

Hörle. Böhmen, Archäologischer 
und Museums-Verein. 
Innsbruck, Kunstverein fürTvrol 
und Vorarlberg, gegr. 1863, Vorst: 
RR. Johann Deininger. S : Eduard Spiel- 
mann, Magistrats-Rai. 
Ischl, Ober-flstcrr., Museums verein. 
Karlsruhe, Altcrtumsvercin. Vors : 
GR. Dr. E.Wagner. 



Badtschcr Kunst verein, 
Dr. E. Wagner, 



(St 



gründet 1818. Vors 
Vergleiche Abt. V. 
Kassel, Kunstverein, gegr. t8)> (bis 
1867 Kurhessischer KV). Im Verb. d. KVe, 
westl. d Elbe. Vors : Landesrat Dr. R. ( )sius. 
Kons: Th. Matttuci, M. Vergl. Abt. V. • 
Kiel, Schleswig Holsteinschcr 
Kunstvercin, gegr. 1843. Vors: Geh. 
Just.-R. Prof. Dr. Hänel. S: Burmcster, M., 
Dänisches«-. 34. Erw. 1901 : die 4. Serie v. 
8 Bildern zu einer Sammlung von Aquarell- 
Pastellen Schlesw. Holst. Künstler f. 2u0oM. 
VLok: Dänischcstrafse. Vergl. Abt. V. 
Klagenfurt, KirntnerGeschichts- 
verein. Vors: Prof. Dr. Franz G Hann. 
Knin, Dalmatien, Altcrtumsvercin. 
Vors. : Fra Luigi Marun. 
Koblenz, Kunst-, Kunstgewerbe- 
und A 1 1 e r t u m s verei n, gegr. 1883. 
Vors: Archiv-R. Dr. Becker. 
Koburg, Kunstverein, gegr. 1901. 

I. Vors: Oberhofmarschall von Rüxleben. 

II. Vors (geschäftsführender) : RR. a.D. 
de Cuvry . S : Dir. Wustand. • 

Köln, Rh., Altcnberger Dom- 
verein, gegr. 1894. — Betreibt d. künstler. 
Ausschmückung d. Doms zu Altenberg. — 
Vors : Richard Zanders, Bcrgivch-Gladbach, 

- - Christlicher Kunst verein 
der Erzdiözese Köln, gegr. 1853. 
Vors: Domkapitular A. Schnütgen. 

-- Kölnischer Kunstverein, gegr. 
1 8 39. Gesch-F : Heinr. Winkel, Richartzstr. 3 . 

— Ständige Ausstellung. - Vergl, Abt.V. • 
--Kölnischer Museum sver., 

gegr. 1857. Gesch-F: Heinrich Winkel, 
Richartzstr 3. — Bezweckt dem Wallraf- 
Richartz-Mm durch Ankäufe Zuwachs zu 
schaffen. — Von 1857- 1899 erw. der Verein 
an Kunstwerken für gesamt 158258 M. • 
Königsberg i Pr.. K u n s t v e r e i 11 , ge- 
gründet 1832. Vors: Kanzler von Hol- 
leben. Ausstellung alle 2 Jahre. 

• -Verein der Kunstfreunde, 
gegr. 1858. Vors: Dr. Adolf Friedländer. 

— Unterstützt die Königsbergcr Ak. durch 
Ankaufe der Werke jüngerer Künstler. 
Kolmar, Schongauer Gesellschaft, 
gegr. 1847.- Erhaltung des dortigen Mm'i, 
Konstanz, M ü n s t erba u- V er e i n. 

-- Kunst verein. Im schweizer. KV. 
Vors : H. Schmidt-Pecht. - - Erhaltung der 
Wessenl>erg-G. u. Ausstellungen. - 1902: 
Schweizer Turnus. • 
Krakau, K u n s t v e r e i n , gegr. 1854. 
Vorst: Graf Eduard Raczynski. S: Severin 
Böhm. - Vergl. Abt V. 

• - Artistisch l.ittcrarischcr Ver. 
Krefeld, Krefeldcr Museums verein, 
gegr. 1882. Vors: Kommcrz.-R. A. Oetker. 
Adr: Westwall 142. — Förderung des Kaiser 
Wilhelm-Museums. — Vergl. Abt. V. • 
Lausanne, Schweiz, Societe Vau- 
doise des Beaux-Arts, gegr. 166). 



Im schweizer. KV. Vors: Dr. ju 
Lauset. 1902: Ausst. 1. Mai bis 24. Mai. • 
Laibach, Krain, Musealverein, gegr. 
1839. Vors: Andr. Scnekovif , Gymnasial- 
direktor. Förderung d. Landes-Geschichtc- 

• - Sloven. Kunstverein, gegr. 

1899. Vorst: J. Franke, Realschulprofcssor. 

• • Verein f. christt. Kunst, gegr. 
1894. Vorst: Joh. Smrekar, Ehrcndomnerr. 
Leipzig, Leipziger Kunst-Verein 
(im Stadt. Mm. d. bild. K.) gegr. 1837. 
Vors : Geh. Kommemen-Rai Thieme. 
Vcreins-Kusi : Prof. Dr. Schreiber, Mms- 
Dir. — Bereicherung des Städt. Mms. — 
Ausstellungen, Kunstgewerbliche Bib- 
liothek, Vorbildersamnuung, Vorträge. • 

-. Verein der Kunstfreunde, 
gcgT. 1848. Vors: Geh. Bergrat Prof. Dr. 
Hermann Credner. — Erwirbt und ver- 
lost Gemälde an seine Mitglieder. • 

• • Vereinigung für Künstler- 
Steinzeichnungen, gegr. 1902. Gcsch- 
Stelle: Lpzg.. Hospitalstr. 10. 
Leltotnischl, Böhmen, Museums- 
vcjrein. Vors.Bürgermstr. Vinc. Tobolar. 
Lemberg. Verein von Freunden 
der bildenden Kunst, gegT. :8©7. 
Vorst : Ladislaus v. Lozinski. 
Liegnitz, Kunst verein, gegr. 1902. 
Lindau am Bodensee, Museums- 
verein, gegr. 1889. Vors: Pfarrer Dr. 
Wolfart, Fischergasse A 47. — Erhaltung 
der kunsthistor. Denkmäler der Stadt • 
Linz an der Donau, Diözesan- 
K u n s t - V e r e i n. Vorst : Balthasar 
Scherndl, Domkapitular. Vgl. Abt. VI. • 

-- Obcr-ÖsterreichischerKunst- 
Verein, gegr. 1851. Vorst: Graf K 00- 
rad Ungnad- Weissen wolf: S: Dr. Alex. 
Nicoladoni. • 

Locle, Schwei/, Sociale des Amis 
dcsBc au Y-Art*. Im schweizerischen KV. 
Lübeck, Kunstverein, gegr. 1834. 
Vors: Senator Dr. Eschenburg. Gesch-F: 
v. Lütgendorff. Nächste Ausst. 1904. • 

• -Verein von Kunstfreunden, 
gegr. 1872. Vors: Oberlehrer Dr. Krüger. 
Adr: Königstrafse $. • 

Lugano. Schweiz, Societi per le 
belle arti. Im schweizerischen KV. 
Luzern. (Kornmarki), Kunstgescll- 
schaft Luzern, gegr. 1819. Im 
schweizer. KV. Vors: Roman Abt. S: 
derselbe. • 

Magdeburg, K u n s t - V crei n , gegr. 
1835. Vors: Oberbürgcrmstr. Schneider, 
S: Dr. Th. Volbchr, Mms-Dir., Dompl. 5. 
Ständ. Ausstellung 1, 10. — t.J. • 
Mainz, Verein für plastische 
Kunst, gegr. 1871. — Bezweckt Be- 
gründung einer Sammlung von Abgüssen. 
Vors: Landgerichts-Präs, Lippold. 
Mannheim, Kunst - Verein, gegr. 
1834, Vors : Dr. Stehberger. Ständige 
Ausst. Erw. 1901 für den Verein, Werke 
im Betr. von 9000 M ; verkaufte an Private 
für 14000 M. Vergl. Abt. V. • 
Marienburg, Verein für die Her- 
stellung u. Ausschmückung der 
Marienburg. Vors: vacat. S: RR. 
Uusenitz. • 

Menzel, Kunst -Verein, gegr. 1862. 
Im Verb. d. KVe östl. d. Elbe. Vors: 
Kaufmann Ed. Gerlach. 
Meran, M useu ras - Verei n , gegr. 

1900. Vorst: Dr. Franz Innerhofer. h. K. 
Konservator. S: Alois 
schul-Dircktor. • 



uiginzea Dy VjI 



III. Künstler-, Kunst- and Ki 



Metz, Kunst - Verein, gegr. 1889. 
Vors: Bürgermstr. Justiz -Rat Stroever, 
Geseh-F: 1. V. Mtm-Dir. Keune. Adr: 
KV-Metz. Verst. Ab». V. . 
Mülhauaen, hlsass, Kunsi-Verein, 
gegr. 1873. Vors: Em« Zuber. 
Manchen, Akadem. Verein f. bild. 
Kunst. Vors: Rudolf Oppenheim. S: 
Jul. L. Baum. — Veranstalt. Vorlesung, u. 
Besichtig, v. Ateliers u. K- Werkstätten • 
-•Deutsche Gesellschaft für 
christl. Kunst siehe Abi. IVA. u. Abt. V. 

• - K un st-Vc rein München , gegr. 
182,. (V. f. HK) Zentrale des bayr. 
Vereinsverbands. Protektor: S. K. H. 
Priniregent Luitpold v. Bayern. Vors: 
Max Fischer, Landrat. Gesch-F: M. 
Wülfert, Königl. R. j4ooMitgl; verwend. 
jährl. für Verlosung 80000 M, für die 
Sammlung $000 M. Dauernde Ausstellg. 
VLok. im eig. Gebäude: Galeriestrafse 10. 
Vcrgl. Abt. V. . 

• • Histor. Verein „Oberbayern". 
Vors : Dr. Aug. 1 lartmann. 

• •Hochstift für Kunst und 
Wissenschaft. Vors: Rudolf Meyer 
v. Schauensee. 

••Verein für Christi. Kunst, 
gegr. 1860. Vors: Julius Frank, HM. Adr. 
Barerstr. 7. Vcrgl. Abt. V. 

••Verein für volkstümliche 
Kunstpflege, gegr. 1901. Vors: Geh. 
R. v. Wolfflin. S:Schul-R. Dr.Kcrschen- 



•• Zentral-Kirchenbau-Verein, 
gegr. 1862. Vors: Graf Konrad von 
Preysing-Liehtenegg-Moos. 
MAnster, Westf., St. Florentius- 
Verein zur Pflege der christlichen 
Kunst. Vors. Rektor A. Schulte. 

• •Provinzial-Vcreinfür Wissen- 
schaft und Kunst. Vors: Landesrat 
Schmedding. 

• ■ Vereinigung derWestfälischcn 
Kunstfreunde, gegr. 1896. Vors: 
Karl Heilborn, Clemcnsstrafse j) 

• ■ WcstfälischerKunst-Verein, 
gegr. t8)i. Vors: Clemens Frhr. v. Heere- 
man-Zuydtwyck, RR. a. D S : Rittmeister 
B. von zur Mühlen. 1905 keine Ausst. • 
Neuengamme, b. Hamburg, Verein für 
Vicrlander Kunst und Heimat- 
kunde, gegr. 1001. Vors: Pastor Holt/, 
Altcngamme. • 

Nordhauaen. Kunst ■ Verein, gegr. 
185 1. Im Verb, d KVc westlich der Elbe. 
Vors: Dr. Contag. 1. Bürgermeister. . 
Nürnberg, Albrecht Dürer-Haus- 
Stiftung, gegr. 1871. Vors: Prof. F. 
Wanderer. 

• • AlbrcchtDürcr-Verein(KV. 
Nürnbergs), gegr. 1791. Im süddeutschen 
Verband. Vors: Gen. Hof-Rat Dr Georg 
von Schuh, 1. Bürgermeister. Stellv: Prof. 
F. Brochier, Dir. d. KgwS; Jul. Schiller, 
Pfarrer. S: Frhr. von Kress, Rittmeister 
a. D. Standige Ausstellung. • 

• - Verein für Christliche Kunst 
in der evangelischen Kirche 
Bayerns, gegr. 1884. Vors; Pfarrer 
Wilhelm Herold. 

Verein f ü r R es taurat io n d er 
St. Sebalduskirchc, gegr. 1885, 
Vors. Pfarrer Michahellcs. 
Oldenburg i. Gr., Kunst - Verein, 
gegr. 1845. Vors: Frhr. von Rössing. 
Ausstellungen im Augustcum zunächst 
190$: 15. 2.-15. }. • 



Olmatz, Bau -Verein für die St. 
Mauritzkirche. Vorst : Bürgermeister 
Karl Brandhuber. 

• - Gesellschaft der Kunst- 
freunde, gegr. 1900. Vorst: Gymn.-Dir. 
Emil Seyss; Viktor Hamburger; Dr. 
Albrecht Blumenzweig. Gesch. - Adresse : 
Viktor Hamburger. 190): Frühjahrs- und 
Herbst-Ausstellung. • 

Parenso, österr. Küstenland, Gesell- 
schaft für Archäologie u. vater- 
ländische Geschichte Istriens. 
Vorst: Dr. Andreas Amoroso. 
Partenkirchen. Oberbayern, Werden- 
felscr Verein für Kunst und 
Kunstgewerbe, gegr. 1901. 
Plauen i- V., Kunst- Verein. Vors: 
Hauptmann a. D. Georg Schmidt. Schau- 
meister: Oberlehrer H. Rudolf. • 
Posen, Kunst-Verein (Sektion der 
Deutsch. Gesellsch. f. K. u. Wissensch.), 
gegr. 1884. Vors: Reg.-Pris. Krahmer. 
S: Dr. Georg Minde Pouet. • 
Prag, Christliche Akademie, mit 
einer Sektion für bildende Künste. 
Gesch.-L: Kaplan Karl Vondruska. 

• - Gesellschaft patriotischer 
Kunstfreunde, gegr. 1796. Präs; 
Karl Graf Buquoy. Gesch.-L: Adalbert 
Ritter von Lanna S: Alois Czermack. 
Begründete und erhält die Gemäldegalerie 
im Rudolfinum, dtm KV für Böhmen u. 
die G. lebender Meister. Vergl. Abt. I. 
Adr. Rudolfinum. • 

• • Kunst-Verein für Böhmen, 
18)9 s'on der Gesellschaft patriotischer 
Kunstfreunde gegr. (V. f. H.K.) L: Die 
der Ges. patriot. Kunstfreunde. 1901 : 
4279 Mitglieder. Jahresausstellungen im 
Rudolfinum 1. 4.— jt. 5. und Sonder- 
ausstellungen. • 

• •Kaiser Franz Josef- Aka- 
demie f. Wissenschaft. Kunst u. 
Literatur. Präs: Dr. Josef Hlavka. 

• - Dom- Ve rein, gegr. 1 844 . — Für 
den Ausbau der Domkirche St. Veit. Präs: 
Franz Graf Thun-Hohenstein. 

• - Gesellschaft zur Förderung 
deutscher Wissenschaft, Kunst 
und Literatur in Böhmen. Präs: Dr. 
Frhr. v. Wicser, Uuiv.-Prof. 

• • Verein deutscher Schrift- 
steller u. Künstler uConcordia«. 
Obmann Stellv: O. M. Mentzel, B. 
Regeosburg, Kunst -Verein, gegr. 
i8j8. Im süddeutschen KV - Verband. 
Protektor: S.D. Fürst Albert von Thum 
und Taxiv Vors: Landgcrichts-Dir Emst 
Frank. S: Bauamtmann Friedr. Niedcr- 
maver. Gesch.-F : Späthling, M. u. Kons., 
Hatdplatz Doj— 94. Jährl. 12 Ausstellg. 
im eigenen Lokal. • 

Riga, Russland, R igascher Kunst- 
Verein, gegr. 187J. Vors: Prof. W. 
vonStryk, Andreassirafse 5. S: Baron von 
Mengdcn, Elisa_bcthstrafse 10. Periodische 
Ausstellungen."» 

-- Genossenschaft Baltischer 
Wanderausstellungen. S: Baron 
v. Rutzen, Riga, Pauluccistr. 10. • 
Rostock, K irch c nb a u - V cre i n. S: 
Diakonus Pries. 

- • K u n s t - V e r e i n , gegr. 1 88 1 . Aus 
dem alten KV (gegr. 41) und dem Ver- 
ein zur Gründung einer Gem.ilde-Sanim- 
lung. Vors; Senator Dr. Becker. — Aus- 
stellungen im Sommer. 



Salzburg. Kunst-Verein, gegr. 1844 
Präs : Ludwig Schmederer. Jahres • Aus- 
stellungen im Künstlerhause, Mitte Juni 
bis ünde September, • 
Schaffbausen, Kunst- Verein, gegr. 
1848. Im Verb d. schweizer. KV. Präs: 
Dr. Vogler. S: Dr. Heuking. 
Solothurn. Kunst - Verein der 
Stadt Solothurn, gegr. 1851 Im 
Verband der schweizer. KV. Pris: Fr. A. 
Zetter, Hauptg. S: Pfarrer Ziegler. — 
Eigentümer der städt. Kunstsammlung. • 

• - L uk asbrud ers c h a ft , gegr. laut 
Freibrief 1 559. Künstlergilde. Br.-Meister: 
F. A. Zettcr-Collin, Kanzler: P. Dieter. 
Zweck: Unterstützung der Kunst. • 

S t argard. Pommern, Maricnkirchbau- 
Vcrein. Vors: Superintendent Brück. • 
Stettin, Kunst-Verein für Pommern, 
gegr. |8}4. Vors : Obcrbürgermstr. Haken. 
S: Stadtrat a. D. Kedding. — Versorgung 
u. Leitung des Städt. Mm. — Nächste 
Ausstellung im Turnus 1902. 
Stralsund, Kunst- Verein für Neu- 
Vorpommern u. R ügen , gegr. 184 1. 
Im Turnus mit Stettin, Lübeck, Rostock. 
Vors. Buchdruckereibcs. F.Struck. Nächste 
Ausstellung 1902. 

Strassburg 1. E. t Gesellschaft zur 
Erhaltung der historischen Denk- 
male des Elsass Präs: Kanonikus 
Dacheux. 

• - Verein zur Förderung des 
Zeichenunterrichts inderVolks- 
sch ule. 

Stuttgart, Verein für christliche 
Kunst in der evangelischen 
Landeskirche, gegr. 1 8s 7 . Vors: 
Dr. Johannes Merz, Öberkonsistorial-R. 
Adr: Evang. Konsistorium, Stuttgart. • 

••Verein zur Förderung der 
Kunst Vorst: S: Geheimer Kommer- 
«ienrat Spemann. • 

Württemberg. Kunst verein, 
egr. 1827. Protektor: S. M. der König, 
'orort des süddeutschen Ver- 
bandes. (V. f. H. K.) Vors: F. G. 
Schulz, Kommerzien-R. Kons: Prof. R. 
Stier, Hofgemälde-Inspektor. Ständige Aus- 
stellung im eigenen Gebäude (Schelling- 
strafie 6). Jährl. für VVreinsgabe und 
Lotterie ca. 14000 M. Privat verkauf ca. 
40000 M. Vcrgl. Abt. V. 
Tilsit, K uns t - V erei n. Im Verb. d. 
KVe . östl. d. Klbe. 

Trier, Kunst -Verein. S: Dr. Lchncr. 
Triest. Kunst Verein (Circolo arti- 
stiko), gegr. 1 88 ) . Präs : ( iiovanni Mayer.B. 
Ulm, Verein für Kunst u. Alter- 
tum in Ulm u. Oberschwaben. 
Kons: Prof. Dr. v. Beyer. 

.. K unst verein. Vorst: Oberst- 
leutnant Jäckle. 

Varel, Oldenburg. Verein f. Kunst 
u. Wissenschaft. Vors: Otto Seyfert, 
Rektor der höheren Töchtcr-S. 
Weimar, Gocthcgcsell sc hafi. Vors: 
Geh. Ilof-Rat Dr. Karl Ruland. 
Wien, Altertums verein, gegr. 
185?. Vorst : Hof-R, Dr. Friedr. Kenner, 
Krugerstrafsc 15. — Pflege der Altertums- 
kunde. Vcrgl. Abt. VI. « 

• • Verein »Carnuntum«, gegr. 
1K84. — Zur Förderung der Ausgrabung 
des Römcrlagcrs und der Stadt Carnun- 
tum bei Deutsch-Altenburg. Präs: Anton 
Freiherr v. Ludwigstorff, Geh.-R. VergL 
Abt. I. Deutsch-Altenburg. 



V* 



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III. 



• • Dombau-Vercin, gegr. :88o. 
Pris: Dr. Moritz Lcdcrer, Hof- und Gc- 
richtsadvokal. — Zur Restaurierung des 
Stephandomes. 

• • Gesellschaft der Kunst- 
freunde, Sekt. d. ö. T. C, gegr. 1887; 
im Verband d. Österr. Touristenklubs. 
Vors: Franz Gandcr. S: Oskar Hanak, 
Wien, Stubenbastei 3. • 

• •Gesellschaft für verviel- 
fältigende Kunst, 1871 aus dem 
18)2 pegr. Verein zur Förderung der 
bildenden Künste entstanden. vors : 
vacat. S: Dr. Gust. Glück und Dr A. 
Weixlgärtner. Adr: Wien VI., Luftbad- 
gasse 17. Vergl: Abt. VI u. VII. 

• •ÖsterreichischerKunst verein, 
gegr. 18JO. Dir. (93) RR. Moritz Tcrke. 



Aachen Burtscheid, Gewerbeverein 
f. Aachen, Burtscheid u. Umgegend, 
gegründet 1888. Mit kgw. Abteilung. 
Im VdKgwV. 

Aarau, Schwei/, Handwerker- und 
Gewerbeverein, gegr. 184$. Vorst: 
E. Wehrli, A. S: A Siebenmann, Tape- 
zierer. 

Altenburg. S-A, Kunstgewerbe- 
verein, gegr. 1887. Im VdKgwV. S: 
Hofpbotograph Langendorf. 
Ancbuffenburg, Polytechnischer 
Zcntralverein für Unterfranken und 
AscharTcnburg. Vorst: Hof-R. Rektor 
Dr. Mann. S: Max Schule. 
Barmen, Verein für Kunst und 
Gewerbe, gegr. 1827. Vors: Joh. 
Bergmann, Kaufmann. 
Baad, Handwerker- u. Gewerbe- 
verein, gegr. 1867. Vorst: E. Göttis- 
heim. S: J. J.I.üssi, Kaufmann. 

•• Verein Schweizer Buch- 
druck erci - Besi t »er , gegr. 1869. 
Vorst: F. Wittiucr. S: Jean Grell«. 
Berlin, Verein für deutsches Kunst- 
gewerbe, gegr. 1877. S: C. Flcmming, 
Bellevucstr., Künstlcrhaus. Im VdKgwV, 
-• Deutscher Graveur verein, 
gegr. 1875. Im VdKgwV. Vorst: G. 
Schuppan, Hofgraveur, Waiscnstr. 16. S: 
I. Mühlmann, Graveur, Waiserthorstr. r>$. 
VLok. Xicdcrwallstr. 11. • 

-- Deutscher K u n st v e r leger- 
Nr e rein, gegr. 1889. Vorst: Rudolf 
Schuster, Adresse: Jerusalcmerstr. i>. 
Sein Zweck ist Schutz des Publikums vor 
Täuschungen auf dem Gebiet der graph. 
Künste. « 

Fachverband für die wirt- 
schaftlichen Interessen d. Kunst- 
gewerbes, gegr. 1902. Vors: Otto Schulz, 
BronzcwareniaDrikam. S : Herrn. Hirsch- 
wald, Hohenzollcrn-Kgw-Haus, Leipzigcr- 
strafse 13. 

•- »Ornament», Verein von 
Kunst-Handwerkern. Vors: R. 
Gerschel, Berlin - Wilmersdorf. Prinz- 
rai sc 61. 



f, 



•• Vereinigung für Kunst- 
ewerbe der Berliner Kunst- 
crinnen. S. u. Adr: Hoh.-nzollern- 
Kunstgewerbehäus, Berlin, I.cipzigerstrat'se. 
Bern. Schweizerischer Gewerbe- 
verein, gegr. 1879, umfal'st 140 ge- 
werbliche Vereine d. Schweiz mit jonoo 
Mitgliedern. Zemralvorstand : tj.Mitgld., 



! Zahlte 1893 an 6000 Mitgldr. u. brachie 

: seit seiner Begründung an 50 000 Werke 

| zur Ausstellung. 
Wiener-Neustadt. Verein zur Er- 

| haltung d. K u n s t de n kmale. Vorst: 
Bürgermeister Franz Kamerun. 
Wiesbaden. Nassauischcr Kunst- 
Verein, gegr. 1847. Dir: Rechtsanwalt 
Romeiss. 

• • Gesellschaft für bildende 
Kunst, gegr. 1901. 

• • Verein zur Förderung des 
Zeichenunterrichts. S: Lehrer 
Hürdler, "Biebrich. 

Winterthur, Schweiz, Kunst-Verein, 
gegr. 1848. Im Verband der schweizer. 
KV. Vors: Ernst Jung, A. S: A. Pfistcr, 
A. Dir. d. Gewerbe-Museums. 

C Kunstgewerbe- Vereine 

je auf 3 Jahre gewählt Sekretariat: 
Werner Krebs ; Ed. Boos-Jegher, Adr : 
Hirschengrabcn 10. 

•• Bernischer kantonaler Ge- 
werb everband, gegr. 1865. Vorst: 
Herrn. Jacobi, Pianofortefabrikant. S: H. 
Schneider, Buchdruckereibesitzer. 

• - Kantonal Bernische Kunst- 
gewerbe-Genossenschaft, gegr. 
iqüi. Vors: G. Michel, Buchdrucker. S: 
Werner Krebs. Ge>ch.-F: Martin. Adr: 
Zeughausgasse 5. • 

Braunscbwelg . Kunstgewerbe- 
Verein. Im VdKgwV. Vorst: Geh. 
Hof.-Rat Prof. G. Uhde. 
Bremen, Gewerbekammer, gegr. 
1849. — Staatliche Behörde. — Vors: Dr. 
Feldmann. • 

B r ealau. Kunstgewerbeverein, 
gegr. 1883. Im VdKgwV. Vors: Hans | 
Rums.h. S. und Adr: Dr. Buchwald, 
Kgw Mm. 

•• Schlesischer-Zentral • Ge- 
werbeverein. Vors : Dr E. Websky, 
Präs. der Handelskammer in Schweidnitz. 
Brienz. Schweiz, Schnitzler verein 
und Oberland. Ho Iz w a ren - 1 n- 
dustrie verein. • 

Brünn, Mährischer Gewerbe- 
verein. Präsident: Max Hönig, Prof. 
an der Tcchn. Hoch-S. • 

• • Brünner Graphische Ge- 
sellschaft, gegr. 1900. Obmann: 
J.ilob Bauer. S: Franz Porsche. Vl.ok: 
riialgasse;. Brief-Adr: Neustiftgasse.42. • 
Chaux de Fonda, Schweiz, Ge werbe- 
verein fSoc. des ans et des metiers), 
gegr. 1886- S: E. Sauser, Buchdruckerei- 
besitzer. 

Chemnitz. K uns t ge w er be v ercin, 
gegr. 1884. Vors; P. Neuben. Biblio- 
thekar: M. Kunze. Sund. Textilausstell. 
Sonderausstellungen (Vergl. Abt. I). 
Darmstadt, Gewerbeverein für d. 
Gro fsherzogtum Hessen, gegr. 
i8j6. Vorst: Die Grol'sherzogl. Zentral- 
stelle für die Gewerbe: RR. A. Noack. 
S : Gewerberat Reuter. Publikation : Gc- 
wcrbeblatt f. d. Grofsherzogtura Hessen, 
vergl. Abt. VI. • 

Dresden, Dresdner Kunstgewerbc- 
vercin, gegr. 1876. Im VdKgwV. 
Vorst: William Lossow, A. S: Prof. 
Gross. VLok: Antonsplatz 1. • 
Düsseldorf, Zentral - Gewerbe- j 
Verein für Rheinland, Westfalen . 



-• Verbands-Sekretariat des 
Schweizerischen Kunstvereins: 
Dr. A. Hablützel. 

Warzburg, Frankischer Kunst- u. 
Altertumsverein. Vors: Oberlandes- 
gerichtspräsident Kirchgessner. 

• • Kunitverein z. Würzburg, gegr. 
1 842 . Vors : Hienrich Wehrte, Bauamtmann. 
S: Karl Schröder, Universitlts-Registrator. 
Jährl. Eut 2500 Mk. . 
Zaricb, Zürcher Kunst-Gesellsch., 
gegr. 189;. Vors: Dr. Karl Muralt. S: 
; Elimar Kusch, Künstlcrhaus. — Förderung 
der Kunstsammlungen u. Ausstellungen. 

Zürcher Künstlcrgesellschaft. 
Im Verband d. schweizer. KV. 
Zwickau. Kunstverein, Vors: G.Falk. 
Vergl. Abt. V. 



und benachb. Bezirke, gegr. 1882. 
Dir : Heinrich Frauberger. VLok : Friedrichs- 
platz 5—5. • 

Flensburg, Kunstgewerbeveretn , 
gegr. 1894. Im VdKgwV. Vorst: Dir. 
Heinrich Sauermann. S: Lehrer Voigt, 
Schleswigerstr. 

• ■ Kunst- und Amateur-Photo- 
graphen verein. 

Frankfurt a. M. Mitteldeutscher 
Kunstgewerbeverein, gegr. 1877. Im 
VdKgwV. Vors: P. Hermann v.Mumm. • 
Freiburg (Schweiz), Handwerks- und 
Gewerbe verein , gegr. 1878. Vorst: 
Dir. Leon Genoud. S: Prof. C. Schlipfer. • 
St. Gallen, Gewerbeverein, gegr. 
183$. Vorst: T. Tobler. S: M. Kuratleu. 
A. Sutter. • 

Gera, Gewerbeverein, gegr. 1 870. 
Vorst: Stadt-R. A. Hanig. 
Gmund, Schwäbisch, Kunstgewerb 



licher Verein »Vorwärt 
1890. Vorst: Paul Erhard. S: 
Stütz. • 

Graz, Steiermärkischer Kunstge- 
werbeverein, gegr. 1865. Pris: Dr. Graf 
Johann v. Meran. Vorst : Dir. Karl Lacher. 
5 : Anton Rath. — Ständige Ausstellung und 
Verkaufshalle i. Kunstgewerbe-Museum. • 
Halle a. S, Kunstgewerbe verein, 
gegr. 1882. Im VdKgwV. Vors: Baumstr. 
wolff. S: Kunstmaler Kopp, Gr. Berlin t. • 
Hamburg. K u n s t g ewe r b e verein, 
gegr. 1886. Vors: 1903 — 190$ Prof. Dr. 
Just. Briticktnaiin, Museumsdircktor. • 
Hanau, Kunstgewerbeverein, gegr. 
1872. Vors: Prof. M. Wiese. Dir. d\Ak. 

• - Kunst-lndustricvercin, gegr. 
1872. Vors: Prof. M. Wiese. S: Zimmer- 
mann, Lehrer an der Akademie. • 
Hannover, K u n s t ge w e rb c v er c i n, 
gegr. 1886. Im VdKgwV. 

• • Ge werbeverein für Han- 
no ver, gegr. 1834. Im VdKgwV. Pris: 
Prof. Köhler, Geh. RR. u. Bau-R. Vicepräs: 
Dr. Bicdenwcg, Ober- u. Geh. RR. Schrift- 
führer: Prof. Dolczalck, Geh. RR. u. BauR. 
S: Wagner. — Bibliothek, Ausstellungen. 
Publ: Gcwcrbeblatt, zweiwöchentlich. • 
Heimberg, Schweiz, lndustrievercin 
(Keramik und Majolika). Vorst: Rolli. 
Jena, Kunstgewerbe verein, gegr. 
1874. Vors : C. Timler, A. 
Innsbruck, Tiroler Gcwerbcverei n, 
gegr. 1880. Vorst: Dr. Anton Kofier, 
Kais. Rat. S: Franz Thumer, Gemeinderat. 



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III. Künstler-, Knmt- und Kunttgewerbe-Verblnde 



•* 



Karlkrabe, Badisch. Kunstgewcrbe- 
verein, gcßr. 1885. Im VdKgwV. Dir: 
Kgw-Schuldircktor IlofackcT, Karlsruhe. 

• - Kunstgewerbler-Zunft. Vorst: 
Franz Weih, M. 

Klagenfurt, Kärntner Industrie- u. 
Gewerbeverein, gegr. 1850. Vorst: H. 
Hinterhuber, Dergrat. 5 : R . Ritter v. Hauer. 
Koburg, Kunst- u. Gewerbeverein: 
gegr. 1824. S: Lehrer Schnever. 
Köln a.Rb.. Kunstgewerbeverein. 
Vors: Geh. Komm.-R. Otto Andreae. 
S: Dr. v. Falke. • 

Königsberg i. Pr., Kunstgewerbe- 
verein, gegr. 1896. Im VdKgwV. Vors: 
Prof.Dr.Ehrenberg. S : Oberlehrer Dipl-lng. 
Osterroht, Königst:afse 81. VLok: Alt- 
stadt. Bergstrahe 29. • 
Krefeld, Verein für Bucharbeit. 
Vorst: H.Ono. 

Laibach, Verein KrainischcKunst- 
w e b e a n * 1 a 1 1 , gegr. iH#8. 
Leipzig, Börsenverein d.deutschen 
Buchhändler. Syndikus : Rechtsanwalt 
Dr. ()nh. . 

• - Deutscher Buchgewerbe- 
vercin. Vorst: Dr. L Volkmann. S: 
Dr. R, Kauusch. Dir. d. BuchgcwcTbc-Mms. 
Gcsch-F: Arthur Wörnlcin. Ständige u. 
wechselnde Ausstellungen, Fachvorträge. 
Publikat: Archiv f. Buchgewerbe. Vgl. 
Abt. VI. VLok: Buchgewerbchaus. . 

••Typographische Gesell- 
schaft, gegr. 1 877. Vorst: H.Schwan. 
S. u. Adr: Stiftstrafsc 6. Deutsches Buch- 
gewerbchaus. • 

• - Verband de utsch er Muster- 
zeich ner, gegr. 1862. Vors: Georg Hirt. 

Verein »Kunstgew -Museum«. 
Vors: Justiz-R. Dr. Gcnsel. Verwaltet das 
Kunstgewerbe-Museum. • 
Lemberg, Polytechnischer Verein, 
gegr. 1877. Präs: Hof-Rat Johann Franke. 
Linz a.D., Oberösterr. Gewerbe- 
verein, gegr. 1842. 
Lnzern.Gewerbeverein.gegr 1878. 
Vorst: Joh. Mever. S:M. Hügi.Strafhausdir. 
Magdeburg, K unstge Werbeverein, 
gegr. 1869. Im VdKgwV. Vorst: Dr. 
Volbehr, Mm's-Dir. S: Stadtbaumstr. 
Weiss, Königstrafse 64. 
Mainz, Ge werbeverein , gegr. 1840. 
Unterhält eine Handwerker- u.eine Kgw- 
Sehule. 



Meiringen, Schweiz, Industrie- 
verein. Präs: U.Steudler.Reg.-Statthalt. • 
Heran. Kunst- u.Gewerbcvcrcin, 
gegr. 1889. Vorst: M. H. Fischer. 
Mülhausen i. E., Industrielle Ge- 
sellschalt, gegr. 1826. — Unterhält 
die Museen und Kunstgewerbe- Schulen. 
Mttncben, Bayrischer Kunst- 
gewerbeverein, gegr. 18s 1 . VdKgwV. 
Vors : Prof. Friedrich Ritter v.Thiersch. S: 
A.J.Diessl. Adr. u. VLok: Pfandhausstr. 7. 
Org. : »Kunst im Handwerk« ; vergl. Abt. VI. 

• •Bund der K u p f er d ru c k e r 
Deutschlands. 

• - Kunstgewerbliche Export- 
Gesellschaft. Vorst : Anton Distel 
sen., Pfarrsir. 2. 

• • Verein der Kupferdrucker 
Münchens. Adr: Fürstemtr. 17. 
München-Gladbach, Ve rein zur För- 
derung des Kunsthandwerks, 
gegr. i8g4. Im Kartell mit dem Zentral -Ge- 
werbe-Mm Düsseldorf. Vorst: Max Arendt. 
Stadtbaumstr., Barbarossastr. 59. S : Ober- 
lehrer Dr. Schürt, Stepgesstr. 10. VLok: 
Bcttrathcrsir. 7. • 

Oldenburg i Gr., Kunstgewerbe- 
Verein, gcgr.1887. Im VdKgwV. Vors; 
vakat. Stellv: Baurat L. Klingenbcrg, 
S: Adolf Willers. Dir: G. 1 1. Narten. • 
Pforzheim, Kunstgewerbe -Verein, 
gegründet 1877. Im VdKgwV. I. Vorst: 
A. Waag, Direktor d. Kunstgewerbe-Schule. 
II. Vorst : Fabrikant Stöffler. 
Planen i V., Vogtländisch-Krz- 
gebirgischer Industrie-Verein 
(Kunstgewerbes- crein), gegr. t8K8.Gesch-F: 
Prof. Hol'-R. 1 lofnian n . — Untcrh ält d ic Vor- 
bildersammlungcn zu Annaberg, Auer- 
bach, Eibenstock, Falkenstein usw. • 
Quedlinburg, Kunstgewerbe-Verein, 
gegründet 1884. Im VdKgwV. Vors; 
Stadt-Rat Gaul. 

Salzburg. Ständige Kommission 
für modernes Kunstgewerbe. 
Obmann: Ludw. Zcller, Präsident der 
Handels- und Gewerbe-Kammer. S: Franz 
Drobnv, Oberingenieur. Periodische Aus- 
stellungen, Vorträge. • 
Schaphausen, Schweiz Ge werbe- 
st er ein. Vorst: W. Wischer, Maler- 
meister. S: Prof. C, Jezler- Keller. 
Stuttgart, Württemberg, Kunst- 
gewerbe-VereitiStutlgart, gegr. 1876. 



Protektor S. M. d. König. Im VdKgwV. 
Vors: Geh. Hof-R. Dr. v. Jobst. S: Prof. 
R. Stier, ilofgemäldeinspektor. — Dauernde 
Ausstell, im Landesgcwerbe-Mm . — Erw. 
1896 aus der Kgw-Ausst. Werke im Betr. 
von 30000 M. für das Landes-Mm. • 
Trier, Kunst- u. Gewerbe-Verein 
für Trier u. Umgegend, gegr. 1882. 
Vors : T. Binsfeld. GIM. 
Trieat, Verein für Kunst und In- 
dustrie, gegr. 186$. Präs : Direktor der 
Staatsgew.-S. Karl Heskv. 

-• Verein für weibliche Kunst- 
industrie, gegr. 1875. Siehe Abt. IX. 
Wien, Kunstgewerbe- Verein, gegr. 
1883. Vors: Franz Iwingcr, Kaiserl. Rat. 
S: Emil M. Steiniger. Dauernde und 
periodische Ausstellungen Verttnsorgan: 
Blatter f. Kgw. Vl.ok.u.Adr.Schauflerg.a. • 

-- Gesellschaft zur Förderung 
der K unstge werbeschulc desösterr. 
Museums für Kunst und Industrie, 
aegr. 1 869, Stubenring 3. Obmann: Ludw. 
F.obnieyr, Mtel. d. Herrenhauses. Beirat: 
Frhr. F"clician_v. Myrbach, Dir. d. Kgw-S. 

.. Intcncur-Klub, gegr. 1899. 
Obm-Stellv. : Hcinr. Rauchinger, M. 

-■ Miederösterreich. Gewerbe- 
Verein, gegr. 1810, mit einer Abt. f. 
Kgw. Obmann: Kommerzial - R. von 
Harpke. I.. Kschenbachg. 1 1. 

• •Verein »Kunstschule für 
Frauen und Mädchen«, gegT. 1897. 
Vorst : Prof. Dr. Fricdr. Jod!. 
Wiesbaden, Verein deutscher 
Zeichen-Lehrer, gegr. 1874. Vors: 
Adolf Gut, Oberrcal-S-Zcichen-L. Publikat: 
Zeitschrift d. Vs. vergl. Abt. VI. 
Würzburg', Po ly t ec h n i sc h er Z en- 
tral- Verein für Unter fr ankenu. 
Aschaffenburg. Siehe: Aschaffenburg. 
Zürich, Gewcrbcverhand, gegr. 1897. 
Vorst : Ed. Boos- Jegher. S : Dr.Franz I lauck. 

-- Gcwcrbcschul-Verein, ge- 
gründet 1873. Vorst: Prof. Dr. Pcrnet. 
S: E. Böschcnstcin. 

• - Verein schweizer Litho- 
graphie-Besitzer. Vorst A.Frey. S: 
Hans Hofer i. F: Hofer u. Komp., Zürich. 

•• Verband zur Förderung 
des Zeichen - u. gfwerbl. Berufs - 
Unterrichts. Vorst : Ed. Boos- Jeghcr- 
Zürich. Aktuar: Heinr. Volkart, Real- 
lehrer, Hcri sau. • 



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IV. Ausstellungen und Kunstsalons 

A. Periodische Ausstellungen. 



Amsterdam, Künstlervereinigung 
„Arti et Amicitiac'*, Frühjahrs-Ausst: 
April— Mai, Ilcrbst-Ausst : Okt.— Nov.— 
Kein Kirw. Jury. — Ankäufe für Ver- 
losungen. — Adr: John 1 ; . Fulk. S. Arti 
et Amicitiac, Amsterdam. 
Athen, Internationale Ausstellung 
für Kunst und Gewerbe 1905. Er- 
öffnung: JJ. März. Adr: Sekretariat. 
Baden-Baden, Städtische Kunst- 
ausstellung i. Konversationshause 
„Badischer Salon". Jährl. April b.Ende 
Novbr. Jury. 10*/« Vcrkaufsprov. Adr: 
Dir. J. Th. Schall, Grol'sherzgl, Kons. 
Barcelona, Allgemeine Ausstellung 
schöner Künste u Kunstgewerbe. 
Berchtesgaden, Kunst- und Kunst- 
gewerbeverein. Ausst: 15. Juni bis 
15. Okt. Kein Kgw. Jurv. Adresse: H. 
Schnabel, München, Gabclsbergerstr. 77 III. 
Berlin, Grofse Berliner Kunstaus- 
stellung 1903 i. Landcsausstcllungs- 
gebäude am Lehrter Bahnhof. Hude 
April bis Ende Sept. Kunstwerke u. kgw. 
Gegenstände. Anmeld. bis Anfang März 
d. Formular, fury. Vorst: L Vors: Prof. 
A.Kampf. II. Vors: Prof. F. Kallmorgen. 
I S: H. Koberstein, M. II. S: H. Clement/. 
M. I. Kass: Prof. F. Harzer. II. Kass: W. 
Wandschneider B. Von der Düsseldorfer 
Künstlerschaft: Prof. P. Janssen, Prof. G. 
v. Bochmann 11. Prof. H. F. Pohle. Gesch- 
F: Fr. v. Bayer. Adr: Grofse Berliner 
Kunstausstelf 190t. Berlin NW, Landcs- 
ausstellungsgcbäude am Lehrter Bahnhof. 
— Tgl. 10 — 8, $0 Pf., Mo. ] M. Saison- 
karten 6 M. Kat. 1 M.. i. W. 2 M. 

• • Intern. Kunstausstellung der 
Berliner Sezession. April b, Ende Sept. 
Kur Kunstwerke. Jury: der Vorst, der Se- 
iession; vgl. Abt. IV, a, Adr: Berliner 
Sezess.. Uiarlottcnburg, Kantsir. u, Tgl. 
9—7, 1 M., S 50 Pf. Dauerkarten 3 M. 
Abonn.-Hefte, to Stück, 8 M. Kat. ill. 1 
M. Verl: B. Cassircr, Berlin. 

• • Kgl. Akademie der Künste. 
Gelegenilich Ausstellung ihrer verstorb. 
und lebenden Kunstler. Leitung: Senat 
der Akad. Adr: Berlin, Univcrsitatstr. 4. 
Bremen, Intern. Kunstausstellung 
in der Kunsthallc. 15. Febr. bis 15. 
April K. u. Kgw. Verlos.-Ank. Jury. Adr: 
Kunsthalle, Bremen ; S: Karl Schuhmacher. 
Budapest. Landesvcrein f. bildende 
Künste in LIngarn. Jährl. im Frühjahr 
u. im Herbst eine Ausst. Nur Kunstwerke. 
Adr: Budapest, Varoslizet, Mücsarnok 
Coblenz, Kunst, Kunstgewerbe und 
Altertumsverein. Mai bis Juli. Aus- 
stellung von Werken moderner Kunst. 
Verlosungsankäufe. Adr: F. Laciss, Vors., 
Coblenz, Bismarckstr. 24. 

Danzlg. Kunstverein. Ausstellung 
Mir* 1905. Vergl. Abt. IV. 
Dresden. Ausstellung der deutschen 
Städte. Adr: Amschufs der deutschen 
Städte 190$, Dresden. 
Düsseldorf, Grofse Kunst- Aus- 
stellung 1904, mit Hinzuziehung des 
Auslands, im neuen Ausstellungsgeb. vom 
Verein zur Veranstalte von Kunstaussiell., 
cingetr. Vci., veranstaltet I. Vors: Prof. 



Fr. Roeber. Gesch-Adr: Grofse Kunst- 
aussiellung 1904, Dusseldorf. 
Ed 1 n bu rg b , R o v a I S c o 1 1 i s h A c a d e m y 
lahresausstellung Febr. b. Mai. Kein 
Kgw. Keine Frachtfreih. Jury. Adr:Sekr. 
Scottish Ac.tdcmy Kdinb. S: Georg Ilay. 
Glasgow, Royal Glasgow. Inst, of 
Fine Arts. Jahrcsausstell. Frachtfreih. 
für Werke cingclad. Künstler. Anmeldung 
durch Formular. S: F. Percv Bete 175 
Sauchihall Street. 

Graz, Steiermärkischer Kunstvcr- 
cin. K. und kgw. Gegenstände. An- 
meldung durch Formular. Verlosuugs. 
ankaufe. Adr: Vgl. Abt. IV, B. 
Hamburg, Grofse Kunstausstellung Früh- 
jahr 190). Nur Eingeladene. Adr: An 
die Geschäftsstelle des Kunstvercins in 
Hamburg, Neuer Wall 14. 
Hannover, 71^ Jahresausstellung 
u. Turnus der Kunst- Vereine west- 
lich der Elbe. 24, Febr. bis Dezember. 
Nur Kunstwerke. Jury. D. Turnus durch- 
läuft: Hannover, Magdeburg, Halberstadt, 
Erfurt, Nordhausen, Braunschweig und 
Dessau. Für den ganzen Cyklus Fracht- 
freiheit hin und zurück. Adr: Vorstand 
des KVs. Vgl. Abt. IV, B. 
Leipzig. Kunstgewerbe ■ Museum: 
Die Pflanze in ihrer dekorativen 
Verwendung. I. Februar bis 3 I.März. 
Arbeiten, welche die künsilerische Ver- 
wendung der Pflanze als Hauptmotiv der 
Dekoration in den gewerblichen Künsten 
ziehen soll. Adr: Sekretariat. 
Liege, (Belgien), Association pour 
l'encouragement des Beaux-Arts. 
Ausst.: Mai. K. u. Kgw. Adr: Associat. 
1'encouragem. Präs: Erwin Nagelmakcrs. 
London, Royal Acadcmy of arts. 
JahresausMellung, gewöhnlich März bis 
Oktober. Adr: Sekretariat, Burlington 
House, Picadillv. 

..ArtsandCraftsExhibitionSo- ! 
eiety. Secr: UppcrWall 1 5, Hammersmith. 

- • Royal Institut of Painters in 
Watcr-Colours. Secrctanat: Picadilly 
19t. lahresausstellung im April. 

• • Royal Society ofPaintcr-Et- 
chers, Secrctanat: fall Mall $a. Früh- 
jahrsausstellungcn. 

- - Society of Oil-Paintcrs. Secrc- 
tanat: Picadillv iql. Ausst. ab Dezbr. 
Luzern. Kuristgesellschafi Mitte 
Mai bis Mitte Okt. Nur Kunstwerke. Ver- 
kaufsprov. )*'•. Adr: Präs. Abt, Luzern. 
Metnel, Turnus der Ostdeutschen ' 
Kunstvereine, Mitte April bis M. Juni. 
Durchläuft: Memel, Tilsit, Allenstcin. Kein 
Kgw. Adr: KV-Memel, F. Hanselcr. 
Moskau. I. Moskauer Sczcssions- 
Ausslellung für Architektur und 
Kunstgewerbe 1903. Vertreter für 
Deutschland: Prof. Olbrich, Darmstadt. 
MOnchen, J ah res aus s t c llung i. Kgl. j 
Gtaspalast, v. der Münchener Künstler- \ 
genossenschaft veranst. Hauptkorporation I 

. u. Gruppen um. eigener Jury. Juni— Okt. j 
; Staatsankaufc. Adr.: Bureau der Jahres- ! 
I ausst. 1903, München, Glaspalast. Tgl. 
! 9— <>, 1 Sl. Saisonkarten 5 M. Abon. mit 
, 20 Karten to.M. Kit.illustr. u.nicht-illustr. i 



• • Frühjahrsausst. des Vereins 
bild. Künstl. Münchens, Sezession 
im Königlichen Kunstaussteltungsgcbäude 
am Königspl. 1. März bis Ende April. — 
Tgl. 9-6 1 M. Kat: 50 Pfg. 

• - Internat. Kunstausst 1903 
d. Vereins bild. Künstler Münchens, 
Sezession i. Kgl. Kunstausstcllungsgeb. 
am Königsplatz 1 . Juni bis Oktober. — 
Tgl. 9— 6, 1 M. Saisonkarten 5 M. Kat: iM., 
illustr. 2 M. (Verl. F. Bruckmann, A.-G.) 
Paria, Salon au mai de la Sociale 
desArtistes francais au Grand Palais 
des Beaux-Arts. 

Societe nationale des Beaux- 
Arts, Entree Avenue d' Antin, April bis 
Juni Jury. K u. Kgw. Adr: Societe 
nationale des Beaux-Arts au Grand Palais 
Avenue d'Antin, Paris. 
Saint Loula, Wellausstellung 1904. K., 
Kgw., Industrie. Kommissar des deutsch. 
Reiches: Geh.Obcr-Reg.-Rat Lcwald.Saim 
Louis. Anmeldung bis März 1903. 
Sheffield, Society of Artists, Jahres- 
ausstcllung. Nur Kunstwerke. Jury. Adr: 
John Masttn, R.B. ». Sheffield, High Street. 
Stuttgart, Kunst verein; Ausstellungs- 
turnus, f. Kunst u. Kleinkunst. Jury. Dauer 
der Gcsamtausst. 12 Monate. Der Cyclus 
durchlauft: Stuttgart, Heilbronn, Würz- 
burg, Fürth, Nürnberg, Bamberg, Baircuth, 
Hof, Regensburg, Ulm. Konkurrenz für 
Stiche zu Vereinst wecken. Einsendung, nur 
nach Anmeldung, an den Eingangsverein 
Stuttgart. Adr: Prof. R.Stier, Nur Originale, 
Kopien nur ausnahmsweise. Vergleiche 
Abt. IVB. 

Venedig, 5. grosse internat. Kunst- 
ausst. 1903. Adr: Sekretär Antonio 
Fratcllcti. 

Weimar, Ausstellung der Thürin- 
gischen Ausstetlungsvereins bild. 
Künstler. Ausstellungsturnus. Jury. Ver- 
losungsankaufe. Frachtfreihcit für Ein- 
geladene u, für Werke, welche d. ganzen 
Turnus: Weimar, Jena, Gera, Greiz, 
Glaugau, Naumburg, Merseburg, Eisenach, 
Koburg durchlaufen, Adr: Gust. Roh- 
leder, Lisztstr. 6, Weimar. 



Wien, 30. lahresausstellung der 
Genossenschaft der bild. Künstler 
Wiens. 1903 im Künstlerhaus. Anf.März 
bis Ende Mai, K. u. Kgw. Adr: Sekretariat 
des Künstlerhauses Wien 1. Karlsplatz 5. 

-- Herbstausstellung der Vongcn, 
Nov. u. Dez. 

-- Aquarcllausstellungd. Vorigen, 
Jan. u. Febr. 1901. 

• • Jahresausstellung d. Vereins 
bildender Künstler Österreichs. 
Sezession im AusStellungsgcb.,Friedrichstr. 
12, zwischen 1. 10.03.u_ 31. 5.04. Vorstand 
d. Sezession: Geschäftsführer Frz. Hancke. 
Wlnterthur, Turnusausstellung des 
schweizerischen Kunstvereins 1903, 
durchläuft: Zürich, Turin, Aarau (Juli), 
Luzern (August), Basel (Septbr.). Jury. 
Für unverkaufte Werke Zollfreiheit. Adr: 
Turnussekretär f. Ausstellungsangelegenh: 
für dcnKunstvercin: Dr. A.Hablützcl, Red. 
K»rl lmhof, Wintenhur. 



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IV. 



Aachen, Otto Müller, gegenüber 
dem Stadttheater. 

Amsterdam, Fred. Muller & Ko., 
Doelenstraat 10. K. u. Kgw. 
Basel, J. H. Lang, Kunsthandlung. 
Berlin. Amelangsehe Kunst- 
handlung, Kantstr. 164. 

.. Amsler u. Ruthardt, Behren- 
srrassc Wt. 8—8. So. 8—7. Vergleiche 
Abteilung VI. S. Inserat. 

• • B. Burchardt, Tauenzienstr. 12b. 
Möbel, Bilder, Bronten. 8—8. Frei. 

• • Caspers Kunstsalon, Bchren- 
str. 17. Jahrlich 3 — 4 Ausstellung. Ge- 
mälde, Plastik, Graphik. Vcrgl. Abt. VI. 
S. Inserat. 

• • Paul Cassirer, Viktoriastr. 35. 
— Moderne u. alte K. Monatlich wech- 
selnd. Einzelne Künstler und Künstler- 
Kruppen. - 9—6, S 9—3. 1 Mark. 
Abonnement 5 Mk. S. Inserat. 

• - Arthur Dahlheim, Withelni- 
strasse 44. 

• • Albrecht Dürerhaus. Sütterlin 
u. Scholl. Kronenstr. 18. Graphische K. 
Eintritt frei. S. Inserat. 

-- Fritz Gurlitt (Kunstverl.). Pot*- 
damerstr. 41, II. 10—4; S 10— 1. Frei. . 
Eduard Guttmann, Unier den 



B. Ständige Ausstellungen 

Budapest, „Modern Lakis", Ferenczick 
tese. Kirily-bazar. A. Kgw. und Graphik. 

Kemzcti-Salon. 
Darmstadt, Darmstadt. Möbel- 
fabrik u. Kunstsalon, G. m. b. H., 
Hcidelbergerstr. 139. Filiale: Rheinstr. 89. 
Inn: Georg Schwab. — 8 — 7. Filiale: 
Frankfurt, Kaiser WiuVPassage. 
Dortmund. Ruhfussche Kunst- 
handlung, Markt 18. Inh: Heinrich 
Ruhras. Gesch.-L.: Hans Rothe. K. u. 
Kgw. — Tgl. frei. 

Dresden, Ernst Arnold, Hofkunst- 
tiandlung, Wilsdruffer str. t, I. 

• - A.Ernst, Christianstrafse 33. Ge- 
mälde u. Kleinkunst. 8 — 7, frei. 

. • P o 1 1 a k s Kunstsalon, Pragerstr. 3 9. 
Gemälde. 

.. Emil Richter, Pragerstr. Inh: 
Herrn. Holst, kgl. Hofkunsthdlr. Mod. 
K.u. Kgw 1905: Sotiderausst. d. „Klbier", 
d. „Scholle", d. „Hagenbund** u. einzeln. 
Kr. - 9—7, S 11 -2; $0 Pf.; Ab: 3 M. 
• . Max Sinz, Lichtenberg Nach f. 



-. Alois Baldorf, Hohestr. 164. 
— Gemilde. 

• • Kduard Sc hulte, Richamstr. 16. 
Vergl. Düsseldorf. Gesch-F: Otto Bier- 
hoff. — Mod. Meister. — 9- 7, 50 Pf., 
Ab: 3 Mk. 

Königsberg^ Hübner&Matz, Junker- 



u. Kgw. 

• - R. Lachmanski, „Neue Kunst", 
Parade-Plan 3. K. u. Kgw. 

-• Bernhard Teichen, Grofse 
Sclilofstcichstr. 8. K. u. Kgw. 
Krefeld, I. Greven. 
Landsberg a. W„ Friedr. Schiffer 
Sc Ko.. Infi: W. Ogoleit und H. Scharf. 
K. u. Kgw. — Tgl. frei. 
Leipzig. P. II. Beyer & Sohn, 
Kunsthalle, Schulstr. 8. K. u. Kgw. 

-. Pietro Del Vecchio, Marfc- 
grafenstr. K. u. Kjw. 



Grimmasche Strafte 



f. K. u. Kgw. 
Düsseldorf, Bsn 



ever & Kraus, 



• - Georg Hartwig u. Co., Salz- 
ufer 23. Theaterdekoration o. Bühnen- 
technik. 10 — 5. 

• • Hohenzollern-Kunstgewcrbe- 
baus, H. Hirschwald, Leiprigerstrasse 13. 

- - Keller u. Reiner, Potsdamer- 
jtr. IM. Inh: M. Keller, C R. Reiner. 
Mod. Malerei, Skulptur, Möbel u. Kgw. — 
Gruppenausstrllungcn. 10— 7, So 11-2, 
So 12—2, 50 Pl'g. Jahreskanen, jederzeit 
beginnend, 3 M. S. Inserat. 

.. Leins Kunstgewerbe-Salon, 
Potsdaraerstr. 125, I. 11—7, frei. 

• • Mathilde Rabl, Bellevuestr. 3, 
Künstlerhaus. Inh: Mathilde Rabl. 10-6, 
So Ii— 3. 

• - Mas von Rüdiger, G. m. b. H. 
Potsdamerstr. 9. Gcsch-r: M. v. Rüdiger. 

• • Photographische Gesell- 
schaft, An der Stechbahn t. 

-• Eduard Schulte, Pcrman. Kunst- 
ausstellung, l" d. Lindem. 10— 7,SlO— 2. 

• • Vereinigung der Kunst- 
freunde, Vorst: Ad. O. Troitzsch, 
Markgrafenstr. 57 (Bureau) u. Potsdamer- 
str. 23. S. Inserat. 

Kunstausstellung Wert- 
heim, Vossstr. 31. 1. Künstl. Beirat: 
O. Fremel, M. und H. Looschen, M. — 
Moderne Gemälde. — Wt 9—8; 25 Pf., 
Abonnement i.jo Mk. 
Brauntchweig, August Dörbandt, 
gegenüber dem Rcsidemschlofs. Mon.it- 
Ken wechselnd. Gemälde und Plastik. 
— 9-7, S ti— a, $0 Pf-, Abonn. t M. 
Biemen, Franz Leiiwcr, vormals 
v. Halem'sche Kunsilundlg. Kgw. Klein- 
kunst u. Graphik. Permanente Gemilde- A. 
Breslau, Arthur Lichtenberg, 
im Mm. d. bild. K. Gemälde, 

.- Bruno Richter, Schweidnitzer- 
Str. 8. K. u. Kgw. 

Brüssel. I. et A. Le Roy Frercs, 
rue du Grand-Cerf. Mod. K. 



Bazarstr.7/8. Gem. u.Graphik. 8— 7. S 1 1-2. 

• • Eduard Schulte, Perman. 
Kunstausstellung, Alleestr. 43. Inh : 
Hermann Schulte, Max Schulte. tWsscl- 
dorf u. Hof-R. Paulus, Berlin. Moderne 
Meister. - 9—7, 50 Pf., Ab: 3 Mk. 
Erfurt, Friedrich Martin, Neu- 
werktrstrafse. K. u. Kgw. 

Essen a. R.. Viktor Wernaer, 
Permanente Ausstellung, Burgstr. 4, in 
der Deiterschen Kunsthandlung. 
Frankfurt a. M .. Rudolf Hangel, 
gegr. 69, Kaiserstr. 66. — 50 Pf., Fatn.- 
Ab: 6 M; Ein*cl-Ab: 4 M. S. Inserat. 

-. Goldschmitt u. Ko., Kaiser- 
str. I. Mod. Meister. 

• • Hermes u. Ko., Goethestr. 37. 
GemiKle u. Plastik. 

Posen & S Channel, Opern- 
platz. 10. Pcrman. Gemälde-Ausstellung. 

- - Georg Regel, Seilerstr. 39. 

.. I. P. Schneider jun., Rofs- 
markt 23. S. Inserat. 
Halle a. S-, Tausch & Grosse, 
Stein-Strafse 79. Kein Kgw. 
Hamburg, Louis Bock & Sohu, 
Gr. Bleichen 34. — K. u. Kgw. 

-• Paul Cassirer, Nr. Jungfernstieg 
16. A u. mod. Meister. — o~S, S9-4, t M. 

• - Salon (Klematis, Neuer Wall 5. 
Inh: Marie Herz. Kgw. u. Klcinplastik. 

-- CommctcrsKunstsalon ( W. 
Suhr), Hermanns«-. 46/48. Mod. Kunst 
10-;, S 1 1 — 2. 50 Pf Ab: 3 M. 

-- Anton Stockei, Kunsthändler. 
Ausst: Mitte Okt. b. Mine Dez. Gemälde. 
Hannover, Hannoverscher Kunst- 
salon, G. m. b. H.. Georgstr. 8. Mod. K. 

.- Sachse 8c He i nzelm a n n 's 
Kunstsalon. Ausstellung v. Werken 
der graphischen Künste. 
Karlsbad, Anton Stöckel, Gr. 
Hotel Bupp. — Gemälde. 
Karlsruhe. J. Velten. Inlub: Karl 
Kellner. - Graph. Kunst. — Tagl. frei. 
Köln a. Rhein, Wilhelm Abels 
Kunsthandlung, Schildcrgasse 3/7. 
K. u. Kgw. S. Inserat. 



F. W. Mittentzwey -Wtndseh, 
K u. Kgw. 
Lflberk, Bernhard Nöhring, Breite- 
strafse 65. K. u. Kgw. 
Mainz. Viktor von Zabcrn. 
Mannheim, A. Do 11 eck er. Li, 2. 
K. u. Kgw. 

• • K. Ferd. Heckel, Kunststrafse. 
Inh: Karl Heckel und F.mil Heckel jun. 
Marburg;, Hessen, Oskar Erhardt's 
Universitäts-Buchhandlung. K, u. Kgw. 
München, A. Demeter, Karlstr. 4 
K. u. Kgw. 

-- E A. Flcischmann, Masimilian- 
strafse 1. Inh: Mav Sontheimer. 

-• Galerie Heine mann, Maxi- 
■mliansplatz 3. 

• • GalcrieHetbing, Wagemüller- 
str. ir u. I.iebigsrr. 21. K. u. Kgw. 

• • K. L. Krause. Magazin für bild. 
Kunst. Barcrstr. 40. 

• • M. Jörres, Kaufingersu*. 23. — 
Kunststickerei. 

-• J. Li t tauer, Odeonsplatz 3. 

-. G Maurer, Schwanthalcrstr. 3$. 

.. A. Pütterich, Rcsidcnzstr. 12. 

• - Albert Riegner, Rcsidcnzstr. 25. 
— 9 — 6, frei. 

Wimm er tk Co., Bricnnerstr. 3. 
Jos. Windhager, Maximilians- 
platz 19. K. u. Kgw. 
HQochen Gladbach. W. Willemsen, 
KrefclJcrstr. 117. — 9—7. S ti— 6, $oPf. 
Münster I. W., Karl Heitbronn, 
Clemcassrr. 23. hintr: 50 Tf. Ab: 3 M. 
Nizza, D. Heinemann, Palais des 
lleaux-Arts, Promenade 13. Gemälde. 
Nürnberg, Georg Lcvkauf. K. u. K. 
Hoflieferant. Nur angewandte K. 

-- A. Schreiber, Joscfspl. 22, gegr. 
1862. K. u K S w, — Wt 8—6. 
Paria, l'Art nouveau Bing, rue 
de Provence 22. K. u. Kgw. 

• • l'Art centrale, Taitbout, 28. 
Statuetten. 

-• Barbedienne (Le ßois-Barbc- 
dienne) Boulevard Poisoniere 30. 
Fil: Berlin, V. d. Linden 70. 

• • La Maison moderne, (Inh. Jul. 
Mcier-Gritc) rue des Petits-Champs 82 u. 
rue de la Paix 2. Kgw. 

.. Maison d'arts decoratif», A. 
Lesbros, rue de Par.iJis 35. 



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IV. 



peiiitr« - art, quai 
de Seie. 



-• Maison 

d'Anjc/ü 1 1. 

• - Georges Pctti, 
Gemälde. 

• • ("ercle de» Artistcs, nie Valev. 
Stuttgart, F. Flei <c h Ii auersche 
Kunsilund) , Konigsttr. I). K. u. Kgw. 
Ulm a. D, Kunstsjlon Haimstedt. 
Warschau, Alex. K r y w u 1 1 , Nowy 
Swiatstr. 6$. Pcrman. Kunstausstellung. 
Weimar, HcrmannGrossc, Schiller- 
strafse 9. — 8—7. 

Wien, Artaria u. Ko., Kohlmarkt 9. 
Gelegeml. Ausstellungen. 



und Kunstsalons. 

91 



Paris-Zürich 



• - Fügen Artiii, Stefausplat* 4. K. 

u. Kgw. 

.. Karl Gehbc, FIcischmantiRaMc 5. 

. • E. Hi r s c h 1 c r u. Ko., Planken- 
g.issc 7. K. u. Kgw. \Vt 10 — 7. 

- • S. K e n J e . Wollieile 24. Gemälde 
u. Graphik. 

-- A ii 1». Knobldch, Breitegass« 7. 

• • S. Lebel, Kolowtaioring 6. 

-. Galerie Miethke, Dorothcer- 
gassc 11. Inh: H. O. Miethke. Lager 
von hervorragenden alten u. modernen 
Gemälden. Wechselnde Ausstellungen von 
mod. Gemälden. Plastik, Kunstgewerbe. 



.. G. Pisko, Parkring 1, K. u. Kgw. 
.. Anton Stockei, Klagbaum- 
gasse 8. Nur Kunst. 

• ■ Karl Ziebö, Fleischttuntigasse $. 
Gemälde. 

• • Gemäldesalon „Veoeiia", Karnt- 
nerstr, 26. Inh: Gust. Steiner. 9—7, frei. 
Wiesbaden, Kunst-Salon Banger. 
Taunusstr. 6. Inh: Rieh. Hanger. — K. 
u. Kgw. 

Zürich. Vereinigte Kunstanstalten 
Kaufbeuren -München, A.-G. Graphik. 

-- Photoglob Co., Bämigasse }. 
8—12, 2—6; So 1 fr. 



•i 



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V. Kunstzeitschriften 



und amtliche oder von künstlerischen Vereinigungen herausgegebene 
fortlaufende Veröffentlichungen 



(Mit Berücksichtigung auch der 



auslandischen Zeitschriften) 



Allgemeine Bauleitung, Österreich. 
Viencljahrsschrift, gegr. 55. H;d Minis), 
d. Innern. Red: Oberbaurat Alfr. Ritter 
v. Ebenhof. JH. m. Beil. Jährt. 10 M. 
Verl: R. v. Waldheini, Wien. • 
Antiquitäten-Zeitung, gegründ. 189a. 
H: E. jaeckh. Wöehcml. Pr. j. 10 M. 
Verl: Pfisterer, Stuttgart. 
Anzeiger de« German. Naüonal-Mu- 
neun», Germ. Nat.-Mus. Preis j. 10 M. • 
Anzeiger für Schweizerische Alter- 
tumskunde. I. 5 Fr is cts. Verl. d. 
Schw. Landes-M., Zürich. • 
Der Architekt, Wiener Monats- 
hefte für Bauwesen u. dekorative 
Kunst, gegr. 1895. Red: Prof. Ritter 
von Feldegg. Jihrl. ca. 48 Seiten Text 
u. 96 Tafeln. Folio. Pr: i. 20 M. Verl: 
Anton Schroll u. Komp., Wien. • 
Architektonische Charakterbilder 
Pr: 30 M. j. Verl: K. Ebner, Stuttgart. 
Architekten- u. Baumeister-Zeitung. 
Verl: Wien, Nibelungengasse 15. 
Architektonische Monatshefte, Wien. 
Jll. J.20M. Verl : Wol/rum Sc Co., Leipzig. 
Architektonische Rundschau. Pr: j. 
jo M. Verl: Engelhorn, Stuttgart. • 
Architektur de« XX. jahrhun- 
derts, herausgegeben von Hugo Licht, j 
Stadtbaudircktor in Leipzig. Jährl. too 
Tafeln in 4 Lieferungen von je 2; Tafeln 
mit illustriertem Text in } Sprachen. Pro 
Jahrgang für Deutschland, Östcrr.- Ungarn 
Mk. 40, für alle übrigen Linder Mk. 48. 
Verl. von Ernst Wasmuth, Berlin. 
Archiv für Buchbinderei. Monatl. 
ill. Verl : Düsseldorf, Schadowstr. 64. • 
Archiv für Buchgewerbe (Vereins- 
organ des deutschen Buchgewcrb.-Ver. in 
Leipzig). Red: Arthur W'oernlein. — 
Monatl. ill. m. Beil. Verl: Der Verein. • 
Archiv für christliche Kunst. Verl: 
Dornsche Buchhandl ., Ravensburg. • 
L'Art, Verl: B. Moreau et Ge, Paris, 
41 nie de la Victoire. • 
L'Artc. (Früher Archivio storico delP 
arte.) H : A. Venturi-Rom, Dancsi. j. ): M. 
Lea Art s, Revue mensueile des Mu- 
sces, Collcctions, Exposition*, 1902 ff. 
H: Manzi, Joyant et Cie (Goupil et Cie) 
Paris-Berlin. — Reich illustr. m. Beilagen. 
Jährlich 2240 M. Adr. in Berlin: Fran- 
zösische Strafse 28. S. Inserat. 
The Art Journal. Adr: 294 City Road, 
London K. C, 

Art et Decoration, Vertag: tj nie 
Lafayette, Pans. 

Das Atelier des Photographen. 

Zeitschrift lür Photographie und Repro- 
duktionstechnik. Gegr: 1894. Red: Prof. 
Dr. A. Miethe, Charlottenburg, und F. 
Matthies-Masuren, Halle a. S., Jllustr., 
monatl., mit Beiblatt „Phot. Chronik" 
zweimal wAchentl., Mk. j vienclj. Verl: 
Wilhelm Knapp, Halle a. S. 



Die Baukunst. Verl: Spetiunn, Berlin 
und Stungart. 

Der Baumeister, Monatshefte für Archi- 
tektur und Baupraxis, ccgrünJ. 1902. 
Red: F. v. Biedermann. Jll. m. Beilagen. 
24 M. j. Verl: Bruno Hessling, Berlin, 
Anhaltstr. it»^ — 17. • 

Beitrage, neue, z. Gesch. d.deut. Alter- 
tum«. V: Brückner-Renner, Mei-iinpen. • 

Beitrage zur Kunst- Geschichte 
Schleswig-Holsteins. V: E. A. See- 
mann, Leipzig. • 

Berliner Architekturweit, ürgründ. 
ifi.ti. II: Adolf Härtung ; E. Spindlcr; 
B. Mehring und unter Mitwirkung der 
Vereinigung Berliner Architekten, Red: 
Dr. Adolf Brilning, Berlin. Jll. m- Beil. 
Monatlich. Pr: j. 20 M. Verl: E. Was- 
muth, Berlin, • 

Berliner Kunstherold, Organ des 
VBK u. VD1 der Bildhauer-Vereinieung 
des VBK und der ADK sowie der freien 
Vereinigung der Graphiker. H. u Red: 
Herrn. Weifs. Steglitz, Humboldt Str. 20. 
Erscheint halbmonatlich. ) M. j. Verl: 
Künstlerhaus Berlin. • 
Bibliographie d. Kunstwissenschaft, 
Internationale. Verl: B. Behr, Berlin. • 
Blatter für Architektur und Kunst- 
hundwerk. Red : Paul Gracf, Steglitz, 
Ersch. monatl. m. 10 Tafeln. 2.1 M. j. 
Verl: Max Spiclmcyer, Berlin. . 
Blfttter für den Zeichen- und ge- 
werbt. Berufxunterricht. gegT: 187;. 
Red: Prof. (). Pupikofcr, St. Gallen, 
Ersch. halbmonatl. 5 M. jihrl. Verl: 
Fehrsche Buchhandl., St. Gallen. 
Das Buchgewerbe. Red. und Verl: 
A. Förster, Leipzig, Lindenstr. to— 12. 
Der Burgwart. Zeitschrift für Rtrrqen- 
kunde. Verl: Ebhardt & Co, Berlin. . 
Centraiblatt siehe Zentralblatt. 
Charakteristische Details von aus- 
geführten Bauwerken mit besonderer Be- 
rücksichtigung der von Hugo Licht publi- 
zierten Architektur des XX. Jahrhunderts. 
Jihrl. 100 Tafeln in s Lieferungen von 
je 20 Tafeln. Pro Jahrgang für Deutsch- 
land. Österreich-Ungarn )o M., für alle 
übrigen Länder 36 M. Verl. von Emst 
Wasmuth, Berlin. 

Christliches Kunstblatt für Kirche, 

Schule und Haus. peirx. $8 Red: 

Pfarrer David Koch, Unterbalzheini a. liier, 

Würrt- Monatl. illustr. 6 M. j. Verl: J. 

F. Steinkopf, Srutifart. • 

Christi Kunstblätter. Red: B.Scherndl, 

Linz .1. T>. Erscheint monatl. 5 M. j. • 

Chronik der König!. Akademie der 

Künste. Berlin, Selbstverlag. 

The Connoisseur. Verl: 57 King Street, 

Covent Garden, London. 

Dekorative Kunst. Verlagsanstalt F. 

Bruckmann A.-G. München. • 



H. und Red 
noiutlich a:> 
Verl : Julius 



Verlag : 



w. 



Dekorative Vorbilder. 

Julius Holtmann, Ersch, 
Mappenwerk. 12 M. j. 
1 lotfmaiin, Stuttgart. • 
Die Denkmalpflege. 
Emst Sohn, Berlin W. 66. 
Deutsche Bauhütte, Verl: Hannover. 
Bar.npstr. 4. . 

Deutsche Bauzeitung, gegründ. 67. 
Organ des Verbandes deutscher Arcln 
tckrur- und Ingenieurs ereine. Red: Alb. 
Itofmann und Fritz Eiselen. Erscheint 
wachem], zweimal illustr. 5,75 M. vj 
Verl: Berlin, Königgrätzcrstr. tos. Red: 

j Königgrätzerstr. 104. • 

' Deutsche Blatter Tür Zeichen- und 
Kunstunterricht. Verl: Rhcin.-Westf. 
Verlagsanstalt, Bochum. • 
Deutsche Buchhsndclsblatter. V: 
Ohiciirothschc Buchdruckerei, Erfurt. • 
Deutseber Bach- nnd Steindrucker, 



rKoch. 



Graphische Monatsschrift. Gegr. 94. H. 
u. Red: Ernst Morgenstern, Berlin, Dcnne- 
wit^str. 19. Mit Kunstbeilagcn in Helio- 
graphie", Dreifarbendruck, Lithographie etc. 
8 M. i. Selbstverlag . 
Deutsche Konkurrenzen. Verlag : 
Seemann & Co., Leipzig. • 
Deutsche Kunst nnd Dekoration. 
egT. 97. Illustr. Monatshefte für nioj, 
Plastik, Architektur, Wohnungs- 
und künstlerische Frauenarbeit. H: 
Hofrat Alexander Koch, Darmstadt, Er- 
scheint monatl illustr. mit farbig. K 
beilagen. Verlagsaustalt Alexander l 
Darmstadt. 20 M. j. • 
Deutsche Mflbelzeitung, gegründet ou. 
Red: Paul Hisse, Lübeck. Ersch. halb- 
monatl. 2 M. j.lhrl. Verl : Lübeck, Hüx- 
strat'sc 113. • 

Deutsche Photographen • 

Verl: Weimar. • 
Deutsche Teppich- 
zeitung, gegr. 1899. Verl. u. Red: Karl 
Koch-Krauss, Berlin, Markgrafenstr. 91. 
Ersch. halbmonatl. 10 M. \. 
Deutsche Typographische Zeit • 
schrift, gegr. 98. Red : P. M. Weber, 
Hannover. 

DiSzesan - Archiv von Schwaben. 

gegr. :Ä82. H. u. Red: Amtsrichter a. 
D. Beck in Ravensburg. Ersch. monatl. 
2,to M. halbj. Geschäftsstelle: Sruttgart, 
Urbans». 94. . 

Düsseldorfer Monatshefte f deutsche 
Art und Kunst. H. Wilhelm 
Schftfer. Düsseldorf. Jährt, ia reich 
ill. KL-Fol.-Hefte mit 34 farbigen 
, Originallithographien und ia Noten- 
beilagen, Beitrage erster deutscher 
| Dichter, bildender Künstler und 
I Musiker. Aufsätze hervorragender 
I Fachschriftsteller über Kunst, 
I Kunstgewerbe, Musik und Literatur. 

ler Kunst- 



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V. Kunstzeitschriften. Ernstes Tollen -Mitteilungen des Gewerbemuseums zu Bremen 

»1 M »9 



frennde in den Ländern am Rhein. 
Preis za M. jfthrl. Verl: Fischer ft 
Franke t Düsseldorf- 
Ernstes Wollen, Halbmonatsschrift für 
die Vereinigung : „Die Kunst im Leben 
des Kindes". Verl: Gose & TctzlarT, 
Berlin, Karlsbad i;. 

Exlibris Zeitschrift für Büc her- 
zlichen, Bibliothekenkunde und 
Gelehrtcngcschichte, gegr. tJS^o. 
H: Der deutsche Exlibrisserc-in, Berlin. 
Red: Dr. II. Brendicke, Berlin, Schwcrin- 
strafse i. Ersch. Viertel jährl. illustr. mit 
Kunstbeilagen. 15 M. j. (Mitgl. 12 M). 
Verl: C. A. Starke. Garlitz • 
Die Flache (Entw. f. 1'l.tchcndckoration). 
Verl: Anton Schroll Sc Co., Wien. . 
Formenschatz. Verlag: Georg Hirth, 



Freiburger Diözesao-Archlv. Komm.- 
Verl: Hcrdcrscbc Buchli.. Freiburg i. B. 
Freie Künste. Fachblau für Litho- 
graphie, Stein- u. Buchdruck, geyr. 7g. 
Mit Beilage „Graphische Mustcrblä:tc-r'- 
Red. und Verl: Josef Heim, Wien VT 1, 
Gumpendorferstr. Ä9. Ersch. halbmouatl. 
9,84 M. j. 

Le Galleric Nazionali Italiane, Notiz je 
e Documcmi. Fol. lll. 38 M. j. Rom. 
Gazette des Beaux-Arts. Verlag: 
8, nie Favart, Paris. • 
Gewerbeblatt f. d. Grofsherzogtum 
Hessen. Verl: G. Otto, Darmsradt • 
Giornalc d'Arte, gegründet 190t. J. 5 
lire. Verl: Turin, Sacerdoto. 
Graphischer Beobachter. Verlag: 
Leipzig, Sencfcldcrstr. 4. • 
Die Graphischen Künste, gegründet 
1879. H; Gesellsch. I. vervielfältigende 
Kunst, Wien. Red: Dr Gustav Gluck 
u. Dr. A. Weislgarmer. Erich, vierteil, 
illustr. mit Kunstbeilagen. \o M. jährl. 
Vomigs-Ausgabe 100 Mk, Selbstverlag. 
S. Inserat. • 

Graphische Nachrichten. H. u. Verl: 
Wien, XVII, Waslingergassc 23. 
Graphische Revue Österreich-Un- 
garns, gegr. 99. H: Wiener Graph. 
Gesellschaft. Erscheint monatl. 5 M. j. 
Verl: Wien, Kirchengasse 48. . 
Graphische Rundschau, gegründet 99. 
Red 11. Verl: Fritz Hansen, Herhn. 
Graveur Zeitung, gegründet 1876. II; 
Der deutsche Graveurvcrcia, Red: Albert 
AnVUm, Uerlin, Kolomestr. 13 a. Ersch, 
vicrteljährt. illustr. mit 30 — 40 Kunstbei- 
lagen im Jahre, 12 M j. Selbstverlag. . 
Grazer Kunst, H: Grazer Kütistler- 
bund. Verl : H. Wagner, Grat. 
Das Handelsmuseum, Wochenschrift 
des K. K. Handtlsmuseums in Wien. 
Vgl. Abt I. 

Historische Stadtebilder, herausge- 
geben von Cornelius Gurlitt. Serie I; 
Band 1, Erfurt: Bind 2. Wurzburg; Band 
3, Tangermünde - Stendal - Brandenburg; 
Band 4, Bern-Zürich; Band $, Lyon. Jeder 
Band ?o— js Tafeln und } — j Bogen 
reich illustr. Text. Dreimonatlich l Band. 
Preis pro Serie 12( M. Einzelpreis der 
Bände 50— 3s; M. l-'ur Serie II sind in 
Vorbereitung ; ehester, Danzig, Salzburg, 
Ulm- Eislingen. Lüttich. Verl. von Emst 
Wasmuth, Berlin. 

Jahrbuch der bildenden Kunst, 

gegr. als Alman.ich für bildende K. und 
Kgw. 1901 von Max Martersteig, Berlin, 
H. Wilhelm SchSfer, Düsseldorf Reich 



illustr. mit Kunstbcilagcn. ft M. j. Verlag 
der „Rheinlande" von Fischer & Franke, 
Düsseldorf. 

Jahrbuch der Ges. f. bild. Kunst 
u. vaterl. Altertümer zu Emden. 
Jahrbuch der Gesellschaft Ham- 
burger Kunstfreunde, gegründet 1895. 
Nicht im Handel. 

Jahrbuch der Ges. für Lothringische 
Geschichte u. Altertumskunde. 
Jahrbuch für Photographie und 
Reproduktionstechnik, genr. Ä7. H: 
Prof. Dr. I. M. Kder, Wien. Ä M. Verl: 
Willi. Knapp, Halle a. S. • 
Jahrbuch der Kgl. Preufsiscbcn 
Kunstsammlungen, gegr. H: W. 

Bode; H. v. Tschad!, H. Wollflin, 
Ked: F. Laban. Viertelt, illus-.r. mit Tafeln. 
FT: j. 30 M. Verl: (..Grote, Berlin. . 
Jnhrbach der kunsthist. Sammlungen 
des Allerhöchsten Kaiserhauses Wien. 
Jahrbuch des Landesmuseurus in 
Czernowitz. «egr. I&9J. 
Jahrbuch de« Schlesischen Mu- 
seums für Kunstgewerbe u. Alter- 
tümer, gegr. jooo. Red: Karl Masne-r 
u. Hans Seger. Illustr. I'r: 12 M. Kotn- 
misMons-Verl : Trcwendt, Breslau. • 
Jahresbericht d Bernischen Kunst- 
gesellschnft. Ked: Karl Lvtdsvig Born 
Jahresberichte des Kunstgewerbe- 
Museum» in Leipzig. 
Jahresberichte der Kunstgewerbe- 
u. Handwerkerschule zu Magdeburg. 
H: Dir. E. Thorni.u'.len. 
Jahresbericht d Stadtisch. Museunis 
CarolinO'Augustcum zu Salzburg. • 
Jahresbericht des Museums Fran- 
cisco Cnroliuum in Linz a D.. gegr. 
1S33 H; Die Muscuinsvcrwalnmg. 
Selbstverlag. . 

Jahresberichte des Vorarlbcrger 
Landesmuscunui in Bregcnz. RcJ: 
Victor Kleiner, L.nidesarchivar. 
Jahreshefte d.Vcr. f.Original-Radier- 
ung. Berlin. V: P. Ikitc. BcrlinSW. :a. • 
Jahreshefte des Radiervereins zu 
Weimar, gegr. 1X90. Vgl. Abt. III A. 
Red: M. Aspc-rger. Gotha. Jährlich 14 
Blatt. Pr: 20 Mk. . 

Jahresmnppe der deutschen Gesell- 
schaft für christliche Kunst, gegr. 
189). H: die Gesellschaft. Vergl. Abt. 
III A. — Illustriert mit to— 12 Tafeln. 
Pr: 15 M , Mitglieder 10 M. Verl: Mün- 
chen, Karl str. 6. • 

Jahresmappen des Vereins für Ori- 
ginal • Rndierung, Karlsruhe, gesrr. 

1K94. H: Der Verein. Vgl. Abt. III A. 
Red: Prof. W. Com, Karlsruhe, Westend- 
stralse. Künstlerhaus. Pr: 20 u. $0 Mk. 
Verlag : Kunstdruckcrei Künstlerbund, 
Karlsruhe. • 

Innen -Dekoration. Die Ausschinük- 
kung und Einrichtung mod. Wohnräume 
in Wort und Bild. Gegr. 1890. Monats- 
schrift. H: Hofrat Alexander Koch. 
Illustriert; mit Beilagen Pr: vj. $ Mk. 
— Verlag: VcrlaRsanstalt Alex Koch, 
Darmstadl. • 

Das Interieur, Wiener Monats- 
hefte für angewandte Kunst, Vor- 
lagewerk f. d. Möbelindustrie. Red: J. 
W. Lux. — Monatl. ti.it Illustr. u. Bei- 
lagen. Pr; j. 20 M. Verl: A. Schroll u. 
Komp., Wien. • 

Internat. Revue für Kunst. Red; 
Prof. Dr. Joseph, Berlin, Rankestr. 14. 



lugend. Wochenschrift für Kunst und 
Leben. Verl. <L „Jugend", München. • 
Keramische Rundschan. Ked: F. 
C. Höna Vcrlagsgcsellschaft Corania m. 
b. II., Berlin SW. r8. 
Die kirchliche Kunst- Verlag: Joh. 
Heindl, Wien, Stefansplatz 7. 
Korrespond.f.Kunst U.Wissenschaft, 
Charlottenburg, Kncscbeckstr. 70/71. • 
Die Kunst. Preis; vj. 6 M. Verlags 
anstalt F. Bruckmann, A.-G, VOndien. 
S. Inserat. • 

Die Kunstchronik, siehe Zeitschrift für 
bild. Kunst. 

Der Kunstfreund, gegr. 1884. Organ 
für kirchliche u. profane K. u. Gewerbe 
in Tirol u. Voraillscrg. H: Verein für 
Kirchenkunst. Red: Heinr. v. Wörndle. 
— Ersch. monatl. ill. m. Kunstbeilagen. 
Pr: 4 Mk. Verl: Vcreinsbuchhandlung. 
Innsbruck. • 

Der Kunstfreund. Verl: Hubert Hecker, 
Saarbrücken. 

Die Kunst für Alle. Halbmonatlich. 
Pr: vj. 3,60 Mk. Verlagsanstalt F. Bruck- 
luann, A.-G , München. 
Das Kunstgewerbe in Elaais-Loth- 

ringen, gegr. tu.x>. H: Prof. A. Seder 

11. Prot". Dr. F. I.eitschuh. Ersch. monatl. 
illustr. Pr: 12 M. Verl: L. Heust, Straf* 
burg i. E. 

Kunstgewerbe fürs Haus, illustr. 
Monatsschrift für Dilettanten. H: C. v. 
Sivers. Mit je 2 Müsleringen j. 18 Mk, 
Verl: Berlin, l.ützowstr. 9. 
Kunsteewcrbcblatt, gegründet 1890. 
Ked: Prof. Karl HolT.icker, Karlsruhe. 
Monatsschrift m. Abbildung.. Kunst- 
beilagen. Berichtsorgan (ür die Kgw. 
Vereine. 9 M. j. Verl: E A. Seemann, 
Leipzig. • 

Kunstgewerbl. Altertümer aus der 

Schweiz V; Hofer u. Komp , Zürich. • 
Kunst- u. Gewerbefreund, Monats- 
schrift. V: München, Sendlingvrthorplatz I. 
Die Kunst-Halle. Pr: vj. 2 Mk. Verl: 
J. S. Prcut's, Berlin • 
Kunst, Die, in der Photographie, 
gegr. 97. H: Franz Gocrke. Ersch. 4 
malj. Pr: 24 M. Verl: Wilhelm Knapp, 
Halle a. S. 

Kunsthistorischc Gcs für Photogr. 

Publikationen. Jahrespublikation im 

Selbstverlag, Leipzig. • 

Kunstmarkt, Der. Verl. d deutsch. 

Kunst, Berlin, Steinmetzstr. 26. 

Der Kunstschlosser. 10 Mk. j. 

Verl: Ch. Coleman, Lübeck. . 

Kunst und Handwerk. Verl: R. 

Oldcnbourg, München. S, Inserat. • : 

Kunst und Kunsthandwerk. Verl 

Artaria u. Komp., Wien. • 

Kunst und Künstler, Monatsschrift für 

bild. K. u. Kgw. V; Bruno Ca ssircr, Berlin. 

Die Knnst unserer Zelt. Verl: Franz 

1 lanfstacngl, München. 

Der Kunstwart. Halbmonatsschrift mit 

Kunstbeilagen. H: F. Aveturius. 

Pr: vj. j M Verl: G. D. W. Callwcy, 

München. • 

The Magazine of Art. Verl: Cassel 
u, Co., London. 

Mitteilungen d. Architekt. Vereinig. 
„Wiener Bauhütte". — Selbstverlag. 
Mitteilungen des Gewerbemuseums 
zu Bremen, gepr, t8*r>, H : das Ge 
WL-rhc-Museum. Ked: Dr. Karl Schäfer. 



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V. Kunstieittchriftcn. Mitteilungen 

101 



10J 



Monatl mit Illustrationen. Pr: j. } Mk. 
Selbstverlag. • 

Mitteilungen de« Kmistgewerbever 
eina zu Magdeburg. 
Hittellungen des Kaiser Franz Josef 
Museum» zu Troppau. 
Mitteilung, d. Museal verein» f. Krain. 
Verl: KkimiuyiT u. Ranibcrg, l.aibach. 
Mitteilungen de« Nordbohiulschen 
Gewerbemoscums tu Reichen berg. 
Ucr Modelleur. V: Kanter u. Mohr, 
Rerlin. . 

Moderne Bauformen. Monatshefte mit 
8 farbigen Tafeln und illustriertem Text. 
Fl: im Verein m. K. ReaiKiair von M. 
I. Gradl. J. 24 M. Verl: Jul. Hoffmaun, 
S:\itigirt. • 

Moderne Kunat- Verl: Rieh. Bong, 
Berlin KW. 57. 

Der moderne Stil. H. u. Red. u. Verl: 
Jul. Iloffmann, Stuttgart. Revue in Bil- 
dern aller Zweige gewerblicher Kunst 
mit besonderer Berücksichtigung des Aus- 
landes. Monatshefte mit 8 I afein Pr: 
j. 12 Mk. 

Mdbel u. Dekoration. Verlag : Schmauk 
8t Co., Dresden. 

Monataberichte Ober Kunstwissen- 
aebaft. Verl : Ver. Druckereien u. Kunst- 
anstalten, München, Schönfeldstr. t). • 
Mooatabefte für graphische» Kunst- 
gewerbe, gegr. 1902. H: Frhr. v. Bieder- 
mann u. A. Knab. JH. m. Beilagen. 14 
M. jährl. Verl: Bruno Hessling, Berlin, 
Anhalts». 16/17. • 

Monatsblntt für den Zel henunter- 
rieht, gegr. 86. Red: Adolf Gut, Ober- 
rcallehrer. 3 M. j. Verl: A. Pockwitz, 
Stade. 

„Müveazet", Ungar. Kunst-Revue mit 
deutsch-französischem Textauszug, gegr. 
1902. H : Karl Lyka. Jll. mit Beilagen. 
I. 18 Kronen. Red. und Verl : Singer & 
Wolfner, Budapest, Andrassvstr. 10. • 
Da» Museum. Fl. u. Verl: W. Spemann, 
Berlin und Stuttgart 

Neubauten, gegr. 94. H: Prof. A. Neu- 
meister, Karlsruhe. Krsch. ill. 12 mal 
jahrl. Pr: IS M. für 12 Hefte. Verl: 
Seemann 8t Co., Leipzig. 
Neujahrablatt. H.: Kunst- u. Iiistor. anti- 
quar. Verein Schaffhausen. Pr: j. 2 Fr. • 
„Ornament", Zeitschr. für angewandte | 
Kunst, gegr. 1896. Verl. u. Ued: Karl 
Koch-K rauss, Berlin, Markgrafenstr. 91, I 
ench. monatl. M. to j. 
österreichische Monntsscbrift f- d. 
Orient. H: Das Handcls-Mm, Wien, 
österr. ungarisches Graphisches 
Zentralblatt. Verl: Wien. ParkRasse8. • 
österreichische Rundschau für bil- 
dende u. darstellende Kunst, Wien, i 
Rembrandtstr. 57. 

Onz Holland. Pr: j. 18 M. Amsterdan 



Onze Kunst, Hollann. II: J. E. 

Verl : L. J. Veen, 
laml: B. Beers 



Buschmann, Antwerpen 
Antwerpen ; in Deutschi; 
Verlag, Berlin W 35. . 
Die photograpnische Kunst im | 
lehre 1903. Hin Jahrb. d. künstl. 1 
Photogr. llerausg. von F. Matthics- 
Masuren. Halle a. d. S., 2. Jahrg. M. 8. 
Verl: Wilhelm Knapp, Halle a. d. S. 
Photograpb, Rundschau. Zeitschrift . 
för Freunde der Photographie; gegr. 1887. i 



Ii: Dr. K. Nieuhauss und F. Matthies- 
Masurcn. lialbmonatl. ill. Pr: j. 12 M. 
Verl: W. Knapp, Halle a. d. S. 
Pbotographiaches Zentralblatt, für 
künstl. u. wissenschaftl. Ph., gegr. 9s. 
Red: F. Maithies-Masuren, Halle a. d S., 
Dr. R. Neuhäusl, Gr.-LichtcrfelJe und 
Prof. Schiffner, Wien. Halbmon.ill. 12 M. j. 
Verl: Wilh. Knapp. Halle a. d. S . 
Rasaegna d'Arte Verl: G. Martineiii 
c C. Milano, Vicolo Facchini 2. 
Recueil d'Histoire et d'Archeologic. 
H: Neuchiuler Mus.um. 
Revue de l'Art ancien et moderne 
Dir: Jules Comtc, Paris. III. Pr: j. 6u M. 
Repertorium für Kunstwissenschaft. 
Verl: Georg Reimer, Berlin. • 
Die Rheinlande. Düsseldorfer Mo~ 
nntxhefte für deutsche Art und 
Kunst. H.: Wilh. Schäfer, Dussel 
dorf. Jahrl. 1a reich illustr. Kl Fol.- 
Hefte mit 34 farbigen Originallitho- 
graphie', und 13 Notenbcilagen. Bei- 
tragen erster deutscher Dichter, 
bildender Künstler u. Musiker, Auf- 
satze hervorragender Fachschrift- 
steiler Aber Kunst, Kunstgewerbe. 
Musik und Literatur. Organ de« 
Verbandes der Kunstfreuade In den 
Landern am Rhein. Pr: ta M. j. 
V: Fischer * Franke, Düsseldorf. 
Schlesiens Vorzeit 1 Bild u. Schrift 
(Jahrb. d. Schlcv Mus. f. K. u. Altertümer). 
Der Schmuck. Red : W. Fleincr.Komm.- 
Verl: E. Ilaug, Pforzheim, 
Schweizerische Blatter für Exlibris- 
Sammler, gegr. ot. Ued: Km. Stickel- 
herger, Basel. Zweim^iiat!. 8 M. Verl: 
Ambergcr, Zürich. • 

Simplicisslmua. Satiri vche Wochenschr. 
Red. u Verl: München, Schackstr. 4. 
Der Städtebau. Monatsschrift lur die 
künstlerische Ausgestaltung der Städte 
nach ihren wirtschaftlichen, gesundheit- 
lichen 11. so/.ialen Grundsätzen begründet 
von Theodor Goeckc und Camillo Siite 
unter ständiger Mitwirkung erster Autori- 
täten. Jährlich 12 Hefte von je 2 Bogen 
illustriertem Text und 8 Extrabeilagen. 
Für Deutschland und Österreich-Ungarn 
20 M., für alle übrigen Länder 24 M. 
Verl: Ernst Wasmuth, Berlin. 
Steinindustrie, Fachz. für Steinwesen, 
Kunst u. Techn., gegr 87, Red: J M.il- 
kolines. Monatlich 2,40 M. j. Verl : 
Malkolmes tc Co., Frankfurt a. M. Mehr- 
fach ausgezeichnet. 

Steinzeichnungen deutscher Maler. 
Jahrl i« Hefte, Fol., mit je 4 mehr- 
farbigen Originalsteinzeichnungen 
je eine« Künstlers und einleitendem 
Text von Wilh. Schafer. Preis im 
Abonnement »,50 M-, Im Einzelver- 
kauf 3 M. pro Heft. Verlas von 
Fischer u. Franke, Düsaeldorf. 
The Studio. Adr: 5. Hennrietta Street, 
Covent Garden, London W. C. 
Süddeutsche Bauzeitung. Verl: Mün- 
chen, Hcustr. 18. • 

Tapetenzeitung, gegr. 88 Red: Carl 
Schnell. Halbmonatl. 8 M. j. Verl: 
AI. Koch, Darmstadt. 
Technische Mittellungen für Mu 
lerel. Verl: A. Foerster, Leipzig. • 



Thüringer Kalender, hcrausg. -roni 
Thüringer Museum. Red: Prof. Dr. Georg 
Voss, Kons d.Kunstdcnkniäler Thüringens. 
Gc>ch.-St: Fischer & Franke, Düsseldorf. . 
Velhagen u. Kissings Minatsbefte. 
V : Velhagen u. Klasing, Bielefeld u. Leipzig 
Ver Sacrum. Verw: Wien, Wienzeile 2 • 
Vorbilderhefte aus dem Königl 
Kunstgewerbemuseum. Berlin. Von 
der Muscumsverwahung herausgegeben 
Red : Prof. Lessing. Mappenwerk zu 10 - 21 
Tafeln Folio in periodischen Lieferungen 

: Pr: 10 so M, Verl: Ernst Wasmuth. 

1 Berlin. . 

Die Werkstatt d. Kunst V: Werkst 
: d. K. G.m.b.H. München, Fürstenstr. 10. • 
Westdeutsche Bauzeitung. Red: Carl 
Dietz; Verl: Fr. Dictz, Dusseldorf. 
Westdeutsches Gewerbeblatt. H. 
Der Zentralgewerbes-ercin. Düsseldorf. 
Weatermanna ill. deutsche Monats- 
hefte, gegr. 56. Red: Dr. Friedneb 
Dusel, Friedenau, Berlin. 16 M. j. Verl: 
Westermann, liraunschweig. 
Wiener Bauindustrie-Zeitung. Verl : 
Ale*. Dom. Wien. 

Der Zeichner, Organ des Breslauet 
Zeichenlehrers ercins. Zwulfmal j. 3 M. 
Zeitschr. f. Architektur- u. Ingenieur 
westn. Verl; Kreide!, Wiesbaden. 
Zeitschrift für Bauwesen. VtI: 
Willielm Ernst Sohn, Berlin. . 
Zeitschrift für bildende Kunst, nt 
Beiblättern „Kunstchronik" u. „Kunst- 
markt", gegr. 1H66. Red: E. A. See- 
mann. Leipzig. Monatl. m. Jilustrationen, 
Radierungen u. KunslbeilaRen ; Die Kunst- 
chronik erscheint 3 3 mal, „Kunstmarkr" 
40 mal jährlich. Pr: zusammen halbjährl. 
13 M; m. d. Kunstgcwerbeblatt halbjährl. 
16 M. Verl: E. A. Seemann, Leipzig. • 
Zeitschrift f. Bücherfreunde. Verl: 
Velhagen u. Klasing, Bielefeld u. Leipzig. • 
Zeitschrift für christliche Kunst. 
Verl: L. Schwann. Düsseldorf. • 
Zeitschrift d. Ferdinandeoms Selbst- 
verlag in Innsbruck • 
Zeitschrift für den gewerbl. Unter- 
richt. Verl: Seemann & Co, Leipzig 
Zdtschr.d Mitteldeut Kunstgewerbe 
Vereins V: E. A. .Seemann, Leipzig • 
Zeitschrift f. Musterzeichner, früher 
„Der Zeichner", Organ des Verbands 

j deutscher Musterzeichner. H: der Verband. 

I Monatl. mit Kunstbeilage u. Jilustrationen 
Verl: Adorf i. V. • 

I Zeitschrift f Reproduktionstechnik. 
Verl: W. Knapp, Halle a. S. . 
Zeltschrift für Zeichen- u. Kunst 
Unterricht. Verl: Grofsschedl, Wien. 
Zeitschrift d. Vereins fhistor. Waffen 
künde. V : H. Burdach, Dresden. • 
Zeitschrift des Vereins deutscher 
Zeichenlehrer. H: Der Verein der 
Zeichenlehrer in Wiesbaden. Red: Groth- 

; mann, Zeichenlehrer, Gr. - Lichtcrfelde. 

I Monatlich 3 mal. Pr: j. 8 M. Kommiss.- 
Verl: A. Pockwitz, Stade. • 
Zentralblatt der Bauverwaltung. 
Verl: W Emst u. Sohn, Berlin. • 
Zentralblatt für Glasindustrie und 
Keramik. Wien, Porzellangassc 49a. 
Zentralblatt für das gewerbliche 
Unterrichtswesen in Österreich. — 
Verl: Alfred Hdlder, Wien. • 



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VI. Kunstverlage 



Abel-Klinger, C-. Kunstverlag, Nürn- 
berg, gegr. 17X5. lnh. Theod. Körner. 
Abeles u. Komp., M. F.. Gcnsalde- 
handl. u. Kunstv, \\ i en VI, Miller«. 42/44. 
Abels, Wilhelm, Köln a. Rh., Scbilder- 
gasse ; — 7. S. Inserat. 
Ackermann, Fr. A., Kunstverlag, 
München. Maxiniilianstr. 6. Geschäfts- 
führer Rud. Bevit. . 
Ackermann'« Nachfolger, A.. Mün- 
chen, Kunstverlag, gegr. 1806. Inh: 
Karl Schüler. 

Albert, Jos,, Hof- Kunstanstalt und 
Verlag, München, Kaulhachstr. 51a. 
gegr. 1850. Vereinigt mit den Vereinigten 
Kunvtarisulleu München - K.iuf teuren. 
Siehe Kuuitaastaltcti, Vereinigle, München- 
Kauf beuren. 

Albert a. Komp , Dr. E . Kunst- 
verlag, München, Siehe: Münchener 
Kunst- und Vcrlagsanstah. S. Inserat. 
Alphonaus - Buchhandlung, Münster 
i. W. Inhaber: Alb. Ostendorff. 
Amelangsche Kunsthdlg., Berlin- 
Ch arl 0 1 1 en bu rg. Knntsrr. 164. 
Amsler u. Röthardt. Hof-Kunsthandlg., 
Berlin, Bchrenstr. 29 a, gegr. 1860. 
lnh: Louis Gerhard Mcdcr. S. Inserat. 
Angerer. h , Chalkograph. Kunstanstalt, 
Berlin, Wassenhorstr. 59. 
Angerer, Viktor, Kunstverlag, Wien V. 
Inh: Mar. Joh. Winter. 
Appenzeller, H , Kunsthand!«,. Z ür ic h, 
Kainausplau 26. 

Arnold Ernst, Kgl. Hof-Kumthaudlmig, 
Dresden, gegr. 1818. lnh: A. Gutbier. 
Arnoldische Bn.hhanrilg, Dresden, 
gegr. 1790. Inh: II. S. < olJitz. 
Artaria u. Komp , Kunstverlag, Wien, 
Kohhnarkt 7. Inh: C. A. u. Dom. Artaria. 
Artistisches Institut Orell-Fflssli, 
A-G, Verlag: Zürich, Bärengasse 6. 
Bar, Alfred, Nchf-, Kunsthandlung, 
Zwickau, Inh: Karl Gronlund. 
Bagel, A., Düsseldorf. 
Bnngel. Rudolf, Kunsthandlung, gegr. 
1869. Frankfurt a. M, Kaiscrstr. 66. 
— S. Inserat. 

Bayer, Paul, Kunstverlag, Dresden, 
Fürstenstr. 36, gegründet 1874. lnh: 
P. Bayer. 

Behr's Verlag, B„ Berlin, Stcg- 
litzerstr. 4. 

Bergsträsser, Arnold. Stuttgart. 
Bette, Paul, Kunstverlag, Berlin, 
Charlortensir. 96. 

Bette. Laura, Kunstverlag, Berlin. 
Vertreten durch Paul Bette, Berlin. 
Bismeyer u- Kraus, Hof-Kumthand- 
hing, D ü s s c I d o r I. lnh : I-ritr. Bismever. 
Böhmische Graphische Gesellschaft 
„Unte", Prag, Wyschrad. 
Boerner, C G., Leipzig, Nürn- 
bergerstr. 44. 

Bondi, Georg, Verlag, Berlin, Kleis: 
strafse 8. Inh: Dr. Georg ßoiidi. 
Bong, Rieh., Verlag, Berlin, Pots- 
damers«-. 88, Gesch-F: Fei. Rupprccht. 
Boysen u. Mansch. Verlag, Ham- 
burg, Heuberg 9, gegr. 18*9. 
Braunschc, G., Hof bochhnrdlung 11. 
Verlag, Karlsruhe. 



Braun, Clement u. Komp., Kunst- 
verlag, Dornach, Elsafs. 
Braun u. Schneider, Verlag, Mün- 
chen, gegr. 1X45. lnh: Kasper Braun 
| und Jul. Schneider. 

i Breitkopf u. Härtel, Verlag, Leipzig. 
Brend'amour, Simhard u, Komp., 

Graphische Ki,t:sl.msialt u. Kunstverlag, 
München und Düsseldorf. Siehe 
Inserat. 

Brendlcke. Dr. H., Berlin, Schwcrin- 
strafse 1. Verlag. 

Breslauer u. Heyer, Berlin, Leip- 
zigers«-, i ;6. 

Brockhaus, F. A., Verlag, Leipzig, 
gegr. 1805. Inh: Alb. u, Rud. Brockhaus. 

.. Filialen in London, Paris. 
Brockraann. F. u. O , Nachfolger, 
R. Tamnie, Dresden, Albrrchtstr. 27. 
Bruns, J. G. G-, Minden i. W., 
Herzog!. Sachs. Verlagsbuchhandlung. 
Buscb-du Fallois Sohne, C, K r c I e 1 d , 
Breitendvk 65. 

Callwey. Georg D. W., Verlag, 

München. 

Casper, Jacques, Verlag v. Radierungen, 
Berlin, Behrens«-. 17. Inh: Jacques 
Casper. Siehe Inserat. 

-- Filiale Friedrichs«-. 61. 
Cassirer, Bruno, Kunstverlag, Berlin, 
Derttlingerstr. 16. Inh: Bruno Cassirer. 
Commetcrsche Kunst - Handlung, 
Hamburg, gegr. 1821. Inh: Willi. Suhr. 
Dahlheim, Arthur, Kunstsalon ui:d 
Kunsthandlung, Berlin, Wilhchmir. 44. 
Del Vecchio, Pietro, Kunstverlag, 
Leipzig, Markgrafcnstr., gegr. 17'». 
Deutsches Verlagshaus Bong u. 
Komp., Berlin, Potsdamer.tr. 88. 
Deutsche Verlags • Anstalt, vormals 
Hallbergcr, Stutt gart , Lei p/ig. Herlin. 
Diedcrichs, Eugen, Verlag, Jena. gegr. 
1X96. Inh: Eugen Diedcrichs. 
Duncker, Alexander. Verlag. Berlin, 
Lutrowstr. 45, gegr. 1 8?7- Inh: A. Glaue. 
Eichberger, Max, Hofbuchhandlung, 
Ansbach Inh: M. Eichberger. 
Ernst, A., Kunsthdlg,, Dresden, Sido- 
tiienslr., gegr. 1874. lnh: G. A. Emst. 
Ernst u Sohn, Wilhelm, Verlag, 
Berlin, Wilhchiistr. 90, Inh : G. A. Ernst. 
Fischer, Bruno, Kunstanst., Berlin, 
Trcbhincrstr. 1 1 . 
Fischer, S., Verlag, Berlin. 
Fischer u. Franke, Verlag, Düssel- 
dorf, gegr, 1896. Inh: Albert Fischer 
Edler von ZicUvoltT u. Willibald Franke. 
Siehe am Ii Verlag der Rheiulande. 
Fontane u. Co-, F., Verlag, Grune- 
wald-Berlin W } S , gegründet 1888. 
Kommanditgesellschaft. 
Gaillaid. Edmund, Kunstvcrl., Berlin, 
Krcuzb<-rgstr. 50. 

Geriet h, Maitin u. Komp., Buch- u. 
Kunstverlag, Wien, W.ihringersrr. 50. 
Gesellschaft f graphische Industrie, 
Wien, Gimipendorferstr. 87. 
Gesellschaft für vervielfältigende 
Kunst, Verlag, Wien VI, l.uftbadgassc 1 7, 
gegr, 1852. Siehe Inserat. 
Gieaccke u. Devrlent. Verlag, B c r 1 i n 
u. Leipzig, gegr. 185J. 



Gilbers'schc Verlags-Bu 

Leipzig, Nurnbergerstr. to. 
Goens u. Nau, Photogr Verlag, Berlin. 
Lindenstr. 2. 

Goupü u. Komp., siehe Manzi, Joyant 
u. Komp. 

Grandt, Fritz, Kunsth. u. Verl., Ber- 
lin, Jerus.ileulerstr. 5/4, Inh: F. Grandt. 
Graphische Gcsellsch., A G, Berlin, 
Lindenstr. 16 17. Dir: Dr. Eduard Mertens, 
Stadtrat IL Wallach u. L. HaulL 
Graphischer Kunstverlag, G. ni. b. H, 
Berlin, Charlottenstr. 1 . 
J. Greven, Krefeld. 
Grote'sche, G., Verlagsbuchhandlg., 
Berlin, Dessauerstr. 18, gegr. 1659. 
Inh: Karl Müller-Grote und Dr. Gustav 
Müller-Grote. 

Gurlitt. Fritz, Kunstverlag, Berlin, 
l'otsdamerstr. 41. Gegr. 1880. 
Gutekunst, H. G , Stuttgart. 
Haofstaengl, Franz, llofkunstanstalt 
München. » 
Hanfstaengls Nachf., Kunstverlag. 
Berlin, Friedrichstr.7oa. Inh; R. Geissler. 
Hauskunstverlag, j. Köstler, Da ritt- 
st ad t, Rofsdörferstr. 
Heck, V. A., Kunstverlag, Wien, 
Kärnthnvrring 12. Inh: Valentin A. Heck. 
Heckel, K. Ferd., Hofkunsthandlung. 
M a nn h e i in. 

Heilbronn, Karl, Kunsthandlung und 
Verlag, Münster 1 W. lnh: K. Hcilhroim. 
Hclbing, Hugo. Kunsthandlung und 
Antiquariat München, l.icbigstr. 21. 
Hessling, B, Kunstverlag, Berlin, 
Anhahstr. 16/17, Inhaber: B. Hessling. 
Heuer u. Kitrnse, G., Halen sc e- 
Berlin, Lüt/cnstr 9, Graphische Kunst 
und Verlagsanstalt, gegr, 1881. Inhaber: 
Otto Kirnise, Grof-.li. Sich*. Hof.unst 
Verleger. 

Hiersemann, K- W.. Kunst-Verlag, 
Leipzig, Konigstrafsc }, gegr. 18S4. 
Hildebrandt, A., Kunstverlag, Berlin, 
Kronenstratsc 54. 

Hirschler, E-. u. Komp., Kunsth. u. 
Kunstverlag , Wien 1, Plankengassc 7. 
Hirth'a Kunstverl, G., München. 
Färbergraben 24. 

Hochdana;. E, Artist. Anstalt, Stutt 

gart, Rothebuhlstr. 6$/67. 

Hofer u. Komp., Kunstverl., Zürich, 

Augustinerhofs, lnh: Hanns Hofer. 

Hoffmann Julius, Verlag für Kunst 

und Kunstgew., Stuttgart, gegr. 1862. 

Inh.: J HorTmann jun. 

Hoffmann o. Ko.. Friedrich, Wien, 

Rathausstr. 2t. 

Hoffmann. W.. A G, K11r.stanst.1l:, 
Dresden. 

Hofmann U.Komp . A.. Verlag. Berlin , 
Zimmerstr.8, c-k'r. 1845. Inh: Rud.Ilofmann. 
Hoster, A., Kunstverlag, Winterthur. 
Insel vt rlag, G. m. b. H., Leipzig 

(b. Hassel). 

Internation. Ansichtakarten-Gt Seil- 
schaft n>. b. II., Berlin, Friedrich- 
strafse 2:9. Gcsch-F: Dr. Schüler. 
Internation. Kunstverlag von Bauer 
u. Komp., Leipzig, gegründet 1895. 
lnh : Herrn. Zieger. 



Juiighans* u. Korttzer, Leipzig, 
Breitkopfstr. s. 

Kanter u. Mohr, Verlag, Berlin, 

Fricdrichstr. 12, gegr. 1888. Paul Kanter. 
Karafiat. G. n. R, Kunsthandlung, 
Brünn. 

Keller, Heinrich. Verlag, Frank- 
fu rt a. M. 

Keller u. Reiner, Kunstverlag, Berlin, 
Potsdamerstrafse 122. Siehe: Inserat. 
Koch, Alexander, Kunstgewerbliche 
Verlagsanstalt, D a r m s 1 a J t , San Jstr. 24, 
gegr. 1888. lnh: Hol'rat Ale« Koch. 
Koci, B., Prag. — Mappen« er kc. 
Kluge u. Morgenstern, Kunstverlag, 
Berlin, Gitschinerstr. io8. 
KUbtmann, G, Verlag, Dresden, 
Albrechlstr, 13, gegr. 1887. 
Kunstanstalt Grimme u. Hempel, 
A-G, Leipzig, gegr. 18-5. Dir: Hans 
Carl und P. Hüttig. 

Kunstanstalt, vorm. Gnst. Seit2, 
A-G, Wandsbeck - Hamburg, Dir: 
W. Klenk. 

Kunstanstalten, Vereinigte, A-G., 
München u. Kaufbeuren. Vorst: 
H. Mielke. 

Kunst • Druckerei „Kunstlerbund", 

Karlsruhe, G. m. b. H, Karlsruhe. 
Kunstdruck- und Verlagsanstalt, 

vorm. Müller u. Lohse, A-G, Dresden, 
Neue Gasse. 

Langen, Alb., München, Schack- 

strafse 4. 

Lattmann, F. A^ Buch- und Kunst- 
verlag, Goslar. 

Lechncr, R.. KK. Hof- Manufaktur, 
Wien, Graben 31. lnh: W. Müller. 
Lepkc's Knnstauktionshaua und 
Antiquariat, Berlin, Kochstr., gegr. 1869. 
Le Roux u. Komp.. F. X-, Kumt- 
handtung, Religiöse K, Strafsburg. 
Leuwer , Franz, vorm. v. Halem'schc 
Buch- und Kunsthandlung, Bremen. 
Lichtenberg n. Behling, Magde- 
burg, gegr. 1892. Inli: S. Bühling. 
Licrsch u. Komp.. Gustav. Pnoto- 
graph. Kunstv,, Berlin, Friedriehsir. 16. 
Linde u. Komp., £., Kunstverlag, 
Berlin, Zimraerstr. 43— 44. 
Lipperheide. Frans, Berlin W 35, 
Potsdamerstr. 38, gegr. 1865. 
Littauer, J., Kunst händig., München, 
Odeonsplatz 2. 

Löbc's Buch- u. Kaneth-, Nürnberg, 
Theresienstr. 5. lnh: Fr. Bankwitz. 
Löwy, J„ Kunstverlag, Wien III, 
l'arkgasse ij. 

Munzl. Joyant u. Komp.. vorm. 
Goupil u. Komp., Kunstverlag, gegr. 1827. 
Berlin, Franz usischcstr. 28. Inhaber: 
Michel Mauzi u. Maurice Joyant. Siehe: 
Inserat. 

Maurer, Karl, Kunsthdlg., München, 
SchwanthaU.-stral'se 35, gegründet 1840. 
May, Adolf, Kunstverlag, Dresden, 
Glasluittcrsti. 98, ^e^r. iSiäi. 
May. Sohne E. G . Frankfurt a. M, 
Escherslicimer Landstr. 28 — 50. 
May u. Widmayer, Kunstverlag, 
München, Anialienstr. 7, gegr. 1785. 
Meidinger, Herrn. J., Verlag, Berlin, 
Fricdrichstr. 16, gegr. 1869. 
Meissner u Buch, Kunstanstalt und 
Verlag, Leipzig. 

Mlethke. H. Ö.. Kunstverlag, Wien, 
Dorothccngasse 1 1 . gegr. 1 M 1 Inhaber : 
H. O. Miethke. 



VI. Kunstverlage. Junghanss -Strumper 

— — i«; — 

v. Milkowskl. Dr. L., Kunstverlag, 
K rakau. 

Mttller, C F. Otto, Kunsthandlung, 
Karlsruhe, gegr. 1900. 
Münchener Kunst- and Verlags- 
anstalt. Dr. E. Albert u. Co., Mün- 
chen, Schwabinrzcrlandstralse 55; Berlin 
SW. 48, Fricdrichstr. 16. S. Inserat. 
Neff. Paul, Verlag, Kommandit Gesell- 
schaft, Stuttgart, gegr. it>2*>. Ver- 
leg: speziell Kunstgeschichte und Kunst- 
technik. Geschirts-F: Karl Bächle. Siehe: 
Inserat. 

Neue Photographische Gesellschaft, 

Aktiengesellschaft. Steglitz hei Berlin, 
Kunstverl: Ausstellunj'.ssaal in Berlin W., 
Lcipzigerstr. 13t 1 Vorstand : General- 
direktor Arthur Schwarz, Direktoren: 
Hermann Stein und Hermann Brünger. 
Oe streich u. Hartmann, Kunst', erlag, 
Berlin, Reinickendorfcrstrafse tij. 
Oldenbourg, Martin, Verlag, Berlin, 
Friedrich»«-. 259, gegr iXSy. 
Oldenbourg, R., Kunstverlag, Mün- 
chen, Glückstr. 11, gegr. i8(\>. Siehe: 
Inserat. 

Paetel, Hermann. Verlag, Berlin, 
Elssliolzstr. 12, gegr. 1884. 
Petrl Th.. Kunsthandlung, Solo- 
thurn. 

PfeilstOcker, Friedrich. Knmnt.-Ge- 
Seilschaft. Leipzig, Breiikcs-fstriNe 5, 
gegr. 1887. Vorst: Herrn. Ziemer. 
Pbotoglob Co, Akt. -Ges., Zürich, 
Blrcngasse 6, gegr. 1889. 
Photograph. Gesellschaft, Berlin, 
An der Stechbahn 1, 1862. Inhaber: 
F.mil WerciüJicister. 

Photogrn phlsche Union, M ün c hen, 
Nymphtnburgerstrafse 86. lnh : Verlairs- 
anstalt F. Bruekmann, A-G. und Fritz: 
Schwanz. 

Photo -Illustration. Hans Franke und 
Komp., Berlin, Bjrwaldstr. 53. 
Piloty u. Löhle, Kunst- u. Verlags- 
anstalt, München, Jungfcrnturmstr. 2. 
Polygraph. Institut, A-G, Zürich, 
Geschafts-F: J. Brunncr u, H. I. Burger. 
Posen u- Scheune», Frankfurt a. M. 
Prestel, F. A.C., Kunsthdlg., Frank- 
furt-M., gegr. 1774. lnh: Ferd. Günther. 
Putze, Ulrich. München, Brienner- 
strafse 8. 

Quaassche Kunsthandlung, Berlin, 
Stcchbalm 2, gegründet 1867. Inhaber: 
W. Schutz. 

Recknagel, S., Nach f., München. 
Reval, Gebrüder, Literar. Anstalt und 
Kunstverlag. Budapest 
Richter, Bruno, Kflnigl. Hof-Kunst- 
hatullung, Breslau, Schwcidnitzerstr. 8, 

Richter^ ''Emil, Königlich Sachs. Hot- 
Kunsthändler, Dresden, Pragcmr.il c. 
lnh : Herrn. Holst. 

Rotten u. Loening, Liter. Anstalt, 
Fra n k f u rt a M. 

Sagert u. Komp., H. , Kunstverlag, 
Herl in, Muierslr, 65 —65, gegr. 
Rohrex. R. M-, Kunsthandlung, Brunn, ! 
Rozsavötggi u- Komp., Kunsthandlung, , 
Budapest. 

Sa.1« und Komp., F., Kunstverlag, 
Berlin, Miltclstr. 5:, ge?r 
Schacffrr u. Komp., Frledr., Kunst- j 
handlung, Landsberg a. W. 
Schafstein n. Co., Verl., Köln a. Rh., 
Badstr. 1, gegr. 1894. 



MW 

Schaller, Ludwig, Kunsthdlg., Stutt- 
gart, Marienstr. 14, gegr. 1860. 
Schauer, Gust. Kunstverlag, Berlin, 
Tempclhofertifer 19, gegr. 1851. 
Schenk, Ferd., Verlag für Kunst und 
Gewerbe, Wien, Schiucl/hofgassc 5. 
Schmidt u. Komp., Heinr-, Ku 
vcrlag. Leipzig, gegr. 1872. 
Schnitzler, Theodor, Kunsthandlung, 
Dusseldorf, Bismarckstrafse 90. 
Schreiber, J. F.. Verlag. München 
u..4 Esslinge n. lnh : Komin.-Ka: Ferd. 
Schreiber. 

Schrobsdorff, Buch- und Kunsth and Ig., 
Dusseldorf, Königsalleena. Inhaber: 
\V. l'cters. 

Schröter, Theod., Verlag und Druckerei, 
Zürich I, Scidengasse 7, gegr. 1878. 
Schroll, Anton u. Komp.. Kunst- 
verlag, Wien, Ma\i:ii;!ianstiaf*e 9, ge- 
gründet 1884 Inhaber: Anton Schroll. 
Schultz. Engelhard, W. , Kunst- 
verlag, Berlin, l'otsdamerstrafsc 1?, 
gegründet 1X8(1. 

Schulze. Th.. B-chhdlg., Hannover, 
g' -;r. 184S. Inh: Th. und H. Schulze. 
Schuster. Rad.. Kunstverlag, Berlin, 
Jcrusalemcrstr. 1 J Inli : Hildulf Schuster. 
Schuster und Buflcb. Kunstverlag und 
Antiquariat, Berlin, Markgrafenstr. 46. 
Schuster o. Loeffler, Verlag, Berlin, 
Lucke:iwalderstr. t, gegr. 189$. 
Schwier. K-. Kunstverlag, Weimar, 
gegr. :87s. Inh: K. Schwier. 
Seeger, Max, Lithograph. Kunstanstalt 
und Verlag, Stuttgart. 
Seemann u. Co., Verlagsb., Leipzig, 
gegründet 1892. Inh: Eugen Twiettneyer. 
Seemann, E. A., Verlag, Leipzig, 
Inh: Anur Seemann und G. Kirstein. 
Seemann Nachf., Hermann, Verlag, 
Leipzig, Goschensrr. 1. 
Scitz, Gustav W., Nachfolger, Gebr. 
liest hörn, Kunstverlag, Hamburg, 
Alterwall tu, gegr. 187;. Inhaber: Max 
Ncminar und Paul Pattluch. 
Sieglomund, K., Kunstverlag, Berlin, 
Dessauerstr. 13, gegr. 1886. Inhaber: 
K. H. Siegismutvd. 

Soldan'sche Hof-Buch- nnd Kunst- 
handlung, Nürnberg, Königstr. t. 
Sonntag. P.. Kunstverlag und Anti- 
quariat, Berli n, Mauerstrafsc 6} — 65, 
gegr. 1S80. 

Speruann, W., Verlag, Stuttgart 

und Berlin, gegr. 1873. 
Spielmeyer. Max, Kunstgewerblicher 
Verlag, Berlin, Wilhelmstrafsc 98, ge- 
gründet 1871. 

Stftdtebilder -Verlag K. P. Gcuter, 
Darmstadt, gegr. 1886. 
Stargardt. J- A , Kunstverlag, Berlin. 
Konigin Augustastr. 2Z, gegr. 1S54. 
Starke C. A.. Kunstverlag, (iörlitz, 
Salonionstr. 39, gegr. 1817. lnh: Georg 
Starke. 

Stengel u. Komp., Verlag, Dresden, 
A„ und Berlin, Flisabethufer $, ge- 
gründet 188.1. Inh: Fvnil Stengel. 
Stief bold u. Komp.. Kupferstich-Grofs- 
Sortmient, Berlin, Markgrafenstr. 2J. 
Straurs, Enitl. Kjtiitvcrl.i-, Bonn, 
l'oppclsdorfcr Allee (O. 
Streit, Wilhelm, Verlag, Dresden, 
Uhlandstr. 8. gegr. 1S78. 
Ströfer, Theo, Kunstverlag, N ürnberg. 
Strumper und Komp., Kunstverlag, 
Hamburg. 



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VI. Kunstverlage. 



Tausch und Grosse— Zieger 

110 



Tausch uud Grosse, Halle a. S., 
Gr. Steinstr. 79. 

Teubner, B- G., 'Verlag, Leipzig. 
Thomas, Karl O., Lithograph. Kunst- 
Anstalt, Berlin, Ritu-rstr. 1 
Troitzach , Otto . Hof - Kunstimtitut, 
Berlin. 

Trowltzscb und Sohn, Kunstansult, 
Frankfurt a. O. 

Twietmeyer, A.. Kunstverlag und 
-Hdlg., Leipzig, Inh: Alex Twietmever. 
Unger u. Fengler, Berlin, Dessauer- 
strasse 59— 40. 

„Union", Deutsche Verlagsgcscllschaft, 
A-G, Stuttgart und Berlin. 
Velhagen u. Klaaing. Verlag, Biele- 
feld und Leipzig, gegr. 18)5. 
Velten, Kunsthandlung, Karlsruhe, 
gegr. 1820, Verlag von Velten'« Künstler- 
Posikartcn, lnlt : C. Kellner. 
Vereinigte Druckereien und Kunst - 
an stalten, G. ni. b. H., München. 
Vereinigung der Kunstfreunde für 
farbige Nachbildungen der Königlichen 
Nat-G. und andere Kunstsammlungen, 
Berlin, Markgrafcnstrafse 57, gegr. 1884. 
Vorst: Kommerzicnrat Ad. O. Troitzsch. 
Siehe: Inserat. 



Verlagsanstalt Benziger u. Komp. 

A.G., Ein siedeln, Schweiz, gegr. 
1 792. Siehe: Inserat. 

-- Filialen in Waldshut i. B. und 
Köln 1. Rh. 

Vcrlagsanstalt F. Bruckmann, A-G., 

M ü n c 1) en , Nvtnphcnburgerstrasse 8f>. 
Verlag der Rheinlande von Fischer 
und Franke, Düsseldorf. 
Verlag für Kunst und Wissen- 
schaft, Leipzig. Inh: A. Otto Faul. 
Verlag d. Litternturwerke,.Minerva" 
Leipz ig, pecr. i8>m. 
Verlagah. Salis, München, Mars- 
strafse ;8. 

Verlag von Veltens Künstler Post- 
karten. Nürnberg, gegründet 1900. 
Itiha'vr: J. Wiens Kunstverlag. Karls- 
ruhe, Carl Kellner. 
Vogel, Herrn., Kunstverlag. Leipzig, 
Goethestr. J, gegr. tS s 2. 
Voigtlander. R. Leipzig. Farbige 
KünstlertTeinrcichnungen. 
Wagner R., Kunstverlag und Anti- 
quariat, Berlin, De »säuerst rafs« 2, ge- 
gründet 1857. 

Waldheim, R. v., Verlagsbuchhandlung. 
Krste Wiener Zcuungs -Gesellschaft, 
Wien VII ti, Andreasgasse 17. 



Waamutb, Ernst, Architektur -Verlag. 
Architektur- Buchhandlung \.nd Kumt- 
anstalten, G. m. b. H., Berlin W, 
Markgrafeiistr. }«. Dir: Otto Dorn. 
Weber. J. J.. Verlag, Leipzig, gegr. 
1834. Inhaber: Dr. Felix Johann und 
Horst Weber. 

Werner, L-, Buchhandlung uud Anti- 
quariat für Architektur u. Kunstgewerbe, 
München, Masimilianplatz ij. 
Werner -Verlag, G. m. b. IL, Berlin, 
Lindensir.il'se 16—17, Geseh-F: Koebner. 
Wigand, Georg. Verlag, Leipzig, 
Seeburgstrafse l<v>, Inh: Ferd. Lomnitz. 
Willimsky, Hugo, Kunsthdlg., Oppe In. 
Wirnmer und Komp., Kunsthandlunir. 
München, Briennerstr. ?, gegr. i8j; 
Wiskott, C. F., Kunsthandlung und 
Verlag, Breslau, gegr. 1806. 
Wittwer. Konr., Verlag. Stuttgari, 
Schlofsstral'se 14, Inhaber: K. Wittwer. 
Wolfruni. Friedrich, Düsseldorf, 
Verlag für Architektur u. Kunstgewerbe. 
WOthrich, E A., Kunstverlag, Zürich, 
gegr. 1894. Inh: B. A. Wütlirich. 
Zahn und Jaensch. Kunstaruiquariat. 
Dresden. 

Zieger. Hermann, KunstvcrL, Lei pa 1 p , 
Brcitkopfstr. 5, gegr. 1*91. Inh: H.Zieger 



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VII. Kunstanstalten 

für Kunst- und Kupferdruck, Lithographie, Holzschnitt, Photomechanische 
Reproduktionsweisen und dergleichen 



Albert und Co., Dr. E.. Graphisch« 
Kunst -Anstalten und Kunst - Verlag, 
München u. Berlin. Siehe Munchencr 
Kunst- und Vcrlagsansult. 
Angerer, L., Chalkogruphischc Kunst- 
anst.ilt. Berlin, Wasserthorstr. 5a. 
Angerer und Gösch I, C, KK. Hof- 
Kimstansialt, W i e n , Ottakringerstr. 49. ♦ 
Aristophot Photograph. Maschinen- 
und Druckanstalt, Leipzig, Perthesstr. 
Artistisches Institut von Orcll 
Füssli, Zürich. 

Backraann. J., Grofshcrzogl. Bad. Hof- 
Lichtdruckanstalt, Karlsruhe, B.iJt:n, • 
Bagel. A., Düsseldorf. — Litho- 
graphie. — Buch und Steindruck. 
Behrens, George, Lichtdruck-Anstalt, 
Br a un sch we i g , \Vilhelni>tr. 77 
Berger, Albert, KunstanMalt, Wien. 
Berger u. Lenk, Kunstanstalt, Dresden, 
A, Am Schicsshaus t, gegiuiidct 1899. 
Inhaber: R. Bcrger und K. Lenk. — 
Photograph. Vcrgröfscrung , Malereien, 
Ketouchen, Entwürfe für Kunstgewerbe, 
Landschaften. • 

Bergmann n. Körber, Lithographische 
Kunstanstalt, Leipzig, Blumengassc 1. 
Beyer, Theodor, Kunstanstalt f, Litho- 
graphie. Dresden, Winkelttiannstr. 23, 
gegr. 1890. Inh: Th. Bcvcr, . 
Blede, W., Lichidruckaiist., Nürnberg. 
Birckner u. v. d- Becke, Zinkograph. 
Kunstinstitut , Leipzig, Leplaystr. 5. 
Blecbinger u. Leykauf, Heliograv. u. 
Kupferdr., W i et) , Waisenhausgasse 16. • 
Bonner Graphische Kunstanstalt, 
Rudolph Schade, Lichtdruck, Buchdruck, 
Bonn. 

Bossert. Gebrüder, Lithograph. K. tist- 
anstalt, Basel. 

Brandstett er, Franz u. Oskar Fors ter , 

Lichtdruck., Wien, Lerchcnlelderstr. 67. 
Braun. Clement und Komp , Kunst- 
anstalt, Dörnach. 

Brcnd'araour und Komp., Graphische 
Kuiistanst., Düsseldorf, Hohetizolkru- 
strafseta gegr. i8;6. Klichees in Holz- 
schnitt und Zinkätzung. 

-- Filialen: Berlin, Leipzig, Braun- 
schweig. • 

Brend anonr, Slmhart und Komp., 
Graph. Kunstanstalten, München und 
Düsseldorf - Obercassel. Siehe 
Inserat. . 

Brunner, Georg, Ohromnlithograph. 
Kunstanstalt, Nürnberg, Sandstrafse. 
Brunner u. Häuser. Lichtdruckanstalt, 
Zürich. 

Büxenstein u. Comp., Georg, Chemi- 
graph. Kunstanstalt, Berlin, Fricdrich- 
strafse J40 und J41, gegr. 189J. Inh: 
Georg Büxenstein, Kommer*.-R , Licht- 
druck, Autotypie, Kupferdruck. Bes: 
Drei- u. Mehrfarbendruck; Klichees aller 
Art. Siehe Inserat. • 
Buschdu Fallols Söhne. C, Krefeld. 
Lithographie, Buch- u. Steindruck. Sper: 
Moderne Büchervorsatrpapiere. S. ' 



Cons6e, Oskar, Graphische Kunst- 
anstalt, Manchen. 

Czeiger, S.. Kunst ans:, f. Heiiogras-üreu 
u, Aquarcllfaksimile. W ien, Alleegasse f !• 
Deyhle u. Wagner, Gebr., Berlin, 
I riedrkhstr. 16 (Passage). 
Dienstbach. Martin, Lichtdruckanstalt, 
Berlin, Mathicusrr. 6. 
Dolland, Jakob, Lichtdruckanst., Karls- 
r u h tr. 

Dondorf, B., Chromolithographische 
Anstalt, Frankfurt a. M. 
Drugulin, W., Buchdruckerei und 
Schriftgicfscrci, Leipzig, Königstr. 16. 
Eckstein u. Stahle. Kgl. Hof kunst- 
anstalt, Stuttgart. Remsbjr;>er>tr. 16. 
Eh r hardt . Alfred. X v lographische Ku nst- 
anstalt, Halle a. d. 'S. 
Elsassischc Druckerei u. Verlags- 
anstalt, vorm. ki-.-hb.ich, Strafiburg. — 
Feising, O., Hof-Kupfcrdruekerci, Photo- 
gravurenanst, Berlin SW. 11, gegr. 1797. 
Fischer, Bruno, Kunstanst., Berlin, 
Trebbincrstr. 11. • 

Fischer, Gustav, Kupferdruckanstalt, 
Berlin, Wilhelmstr. ;i. gs'gr. 1897. 
Fischer n. Pfenninger, München, 
Schellingstr, 40. Lichtdruck u. Künstler- 
Photographie. 

Förster u. Borries, Graph. Kunst- 
anstalt, Zwickau i. S, gegründet 1881. 
Inh: Hermann Förster u. Adolf Forster. 
— Autotypie, Drei- u. Vierfarbendruck. • 
Francke, Ringier u. Cic., A.-G., Graph. 
Anstalt, Zofingen, Kanton Aargau. 
Französisch. Kunstdruck Toulouse- 
Paris, Filiale Berlin, Fricdrichstr. 16. 
Friedberg, Franz, Chromoliiliogr.iph. 
Kunstdmckanst., Berlin. F.ttsabethufcr44. 
Frisch, Albert. Hof-Kutistanstalt, Ber- 
lin, Lützowstr. 66. Lichtdruck, Zinkätzung. 
Gaillard, Edm., Photo - autotvpisciie 
Kunstanstalt, Berlin SW. 47. S. Inserat. 
Germany.Chromolithograph.Kunstdruck- 
Anstalt, Dresden, Augsburgerstr. 5$. 
Gerstner, Louis, Kunstanstalt f Photo- 
Zinkographie, Leipzig 2}. S. Inserat 
Gesellschaft f. vervielfältigende K, 
Wien, Luftludgasse 17, gegr. 1 878. («^ch- 
L: Dir. Rieh. Paulussen. • Siehe Imnat. 
Giesecke u. Dcvrient, Kupferdruck- 
anstalt, Leipzig u. Berlin. 
Glaser. Louis, Lithogr. Anstalt und 
Druckerei, Leipzig. 
Goens u. Kau. Photogravürc, Kupfer- 
druckerei, Berlin, Lindenstr 2. 
Graphische Gesellschaft, G. m. b. H., 
Berlin, Lindenstr. 16, 17. 
Grefe, Konra<\ Kunstanstalt f. Chromo- 
graphie, Wien, Castclligasse 15. 
Greve, Wilhelm, Hol - Uuchdruckerei 
u. Lithographie, Berlin SW. 
Grimme u. Hempel. A G., Kunst- 
anstalt, Leipzig. — Plakate. 
Hanse u. Boes, Lithogr. Anstalt, Zittau. 
Hadorff, H. Lichtdrucken st., Berlin, 
Brandenburgs! r. 44. 



Hahn. Henriette, Hamburg. — 
Herstellung farbiger Holzschnitte 
Hanfstaengl. Franz, Hol-Kimuatistalt, 
M ü n c h e 11. Alle techn. Herstellungs- 
anen. • 

Haufler u. Co., Stuttgart, Graph. 
Kunstanstalt z. Herstellung v. Klischees. • 
Haufler u. Lebmann, Chromolitho- 
craphisclie Kimstatistalt, Wien, Mien, 
Marnergasse 29, gegr. 1860. 
Hauser, F., Kunstanstalten, Nafels, 
Kanton Glarus. • 

Hein, Anny. Chromo-Atelier, Berlin, 
Tempclhofer Ufer 22. Anfertigung von 
Malereien und Zeichnungen jeder Art. 
Heimholte, A.. Kuptcrdruck- Anstalt, 
Berlin, Köpenickerstr. tio. 
Herrmann sen., Emil, Kunstdmckerei, 
Leipzig, Guttenbenjstr. 
Heuer u. Kirmse, Hai ensee Berlin, 
Lützeiisn. 9. Ciriph. Kunst- u. Vcrlags- 
anstalt, gegr. 1881. Inh: Otto Kirmse. 
Grofsh. Sachs. Hof kunstverlcger. < 
Hirsch, Ernst, Koloriranstalt für Re- 
produktionen, Berlin, Riticrstr. 51, 
Hochdanz, Emil, Artist. Anstalt, St u tj • 
gart. Drucke von Aquarellen und Öl- 
gemälden. 

Högelein n. Schwabe, Lichtdruck- 
a:istalt. Berlin, Ritterstt. 45. 
Hof- und Staatsdruckerei, Wien, 
Kennweg 16. 

Hofer ti Komp.. Zürich. • 
Hoffmann, Wilhelm, A.-G., Kunst- 
anstalt, Dresden, Blasewitzerstr. 2 5 . 
Hollerbaum u. Schmidt, Kunsianstalt 
für Buntdruck tu Diaphanien, G. m. b. H., 
Berlin, Kvinickindorferstr. <6, gegr. 
1890. Inh: Krieh <:. Arnoi.l Gumprccm. 
Gesch-I. : F.rich Gumprecht. • 
Hove. GusUv.Lichtdruck anstalt, Braun- 
schweig. 

Huch. j. G u. Komp., Xylograph. 
Ansult, Braunschweig. 
Huanik u. Hausier, Photo-chemigraph.- 
Hof-Kitnstanstalt, Prag, Ztskow. 
Jacobsen. C. Kunstamtalt, Alten- 
bürg, S.-A. Inh: Paul Hoffmann. • 
Jaffe, Max. I.ichldruckanstalt, Wien 
XVI11, Leopold F.rnstgassc 36. S. Inserat. 
Jander, Karl, Kunstdruckerei, Ber- 
lin, II.11mogte.pl. uz 5. • 
Jellnek, A., Anist Anstalt für Licht- 
druck u. dergl., Wien, Lerchetigasse 2. 
Institut f. wissensch. Projektions- 
kunst, Berlin, Brcnimtr. $6. 
Junghansa u. Koritzer. G. m. b. H., 
Meiningen, gegr. 1880. Gcsch-L: 
F. Leudcrs und G. Reinhardt. — Licht- 
druck, Lithographie, Steindruck. • 
Kirst, C. Kunstanstalt für Lithographie 
u. Steindruck, Leipzig, Litienstr. 2t. • 
Kle i n 'sehe. J- B . D ruckerei, K r e f e l d , 
l'liotolithogtaphie. 

Klinkhardt. Julius, Leipzig, I.iebig- 
strafsc 6, gegr. 1814. — Lithogr. und 
Zmkogr. Kunstanstalt, Buchdruckerei u. 



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Vll. Kunstanstalten. Knackstadt— Wüthrich 



. m — 

Knackatadt u. NAther, Licht- und 
Steindruckerci, Haniburg. 
Körner u Diel rieb, Kunstansult, Leipzig. 
•- Vierfarbendruck. 

Kqptoxylfabrik v. B. Harrass, Böhlen 

i. Thür. 

Krämer, Angust. Graph. Kunstansult 
u. Klischce-Vcrlup, Stuttgart. 
Kunstdruck „Kun»tterbund", Karls 
ruhe. G. m. b. H., Karlsruhe. • 
Lassally, M. W.. Graph. Kunstanst., 
Berlin, Ritterstr. 104. • 
Lattniann. F. A-, vorm. J. Jäger u. 
Sohn, Graphisch« Kunstansalt, Goslar, 
gegr. 1604. Inh: H. Lattniann u. Fr. Ad. 
Laitmann. S. Instrat. 
Llebmann, Heinrich, Kupferdruck- 
anstalt, Berlin, Jigc/str. 38 59 
Lindaer, Hermann, Lichtdruck-Anstalt, 
Berlin, Simeonstr. it. 
Lindner, W.. Kunstanstalt, Berlin, 
llullmannstr. 22. Inh.ibcr: \V, l.indner. 
Lithograph. Abteilung der Grafen. 
Kunstschule, Weimar, gegr. 18U9. 
Leiter: Prol, Otto Rasch. 
Lithographische Anstalt Solothurn. 
Löwy, J., Kunst- und Verlags.instalt, 
Wien fil, l'arkgassc tj, Lichtdruck, 
Farbenlichtdruck Kupferdruck, Heliograv., 
Autotvpie und Dreilarhen-Autotypie. • 
Lux,OkUvlan,Lichtdruckanstalt,Wien, 
Stuckgasse 11. 

Malcher, J. I.. XvlogT. Kunsunstalt, 

Wien IV. Ibuptstr. 11. . 

Mangold, Wilhelm, Lichtdruck-Anstalt, 

Berlin, Wasserthorstr. lu. 

Manzi, Joyant u. Komp., vorm. 

deupil u. Ko., Paris u. Berlin, \V. $6. 

— Kupfcrdruckcrci, Herstellung tief- und 
liochgeätztcr Kupferplatten. • S. Inserat. 
Matz, H.. Kupferdruckanstalt, Berlin, 
Tcnipelherrnstr. 9. 

May, F. A., Lithogr. Anstalt u. Stein- 
druckerei, Dresden. • 
May. E. G. Sohne, Lithographie u. 
Steindruckerei, Krankfurt 3. M 
Mayers, Carl. Kunstanstalt, Nürn- 
berg, Nebengasse 24. • 
Ma versehe Kunstanstalt, München, 
Stiglmayerplatz t. 

Mayer, Rudolf, Zinkographische Anstalt, 
Ka r I s ru h e. 

Mayerweck, O., Liclmlnickanst .Wien, 
Dreihnfeisengasse ti. 
Meisenbach, Riffarth u. Comp., Ber- 
ti n-Schöncberg, Hauptstr. 7a, 
Meissner n. Buch, Kunsunstalt für 
Lithographie und Lichtdruck, Leipzig, 
Sidonienstr. 18, gegr. 1861. Inh: Kom- 
mers-K- Meissner und JuL W. Meissner. 

— Chromolithographie. • 

Meister, Theophil, Xylograph. Atelier, 
Bern. 

Moser, Julius, Berliner lithographisches 
Institut, B c r 1 i n , Potsdanicrstr. 10. 
Mühlthalers, E., Buch- und Kunst- 
druckerei A.-G.. München. 
Nelnert .Gebrüder .B e r I i n . Ritterstr. 1 1 9. 
Neue Photographische Gesellschaft, 
Akt. -Ges., Steghti bei Berlin. Photo- 
graphische Kunitanstalt. Ausstell.-igssaal 
in ilerlin W., Leipzigerstr, 131 I. Vor- 
stand: Generaldirektor Arthur Schwär*; 
Direkt.: Herrn. Stein u. Herrn. Brünger. 
Neumann, W., u- Komp-. Lichtdruck- 
anstalt, Berlin, Ritterstr. 77. 
Niederbuhl, J.. Anstalt f. Kumtkupferdr. 
u. Galvanoplastik, Stuttgart, Wcrastr. 39. 



— , ii« 

Nüster, E-, Kuiistdruckerei, Nürnberg, 
Laufenhornuuer 8— 10, gegr. 1876. InK: 
Ernst Nister u, Th. Locrftz, — Chronio- 
ithographisch, Farbendruck; Kupferdruck, 
Holzschnitt und sämtliche photomechan, 
Reproduktionswe -.cn. S. Inserat. • 
St. Nobertus, Buch- u. Kunstdruckerei, 
Komm.-G., Wien, Seidigasse 8. 
Oehmigke n. Riemschneider, Chromo- 
lithograph. Kunstansult, Neu-Ruppin. 
Office Polygraphique. Akt.-Ges„ gegr. 
18S6. Lausanne, Cirand-Pont 12. Auto- 
typie, Zinkographie, Dreifarbendruck, He- 
liogravüre. . 

Osterrietb, August, Lithograph, und 
Typograph. Kunsunstalt, Frattkfurt-M. 
Otto, Wilhelm, Kunsunstalt, Düssel- 
dorf, Fürstcnwallstr. 228. 
Patocka, Job., F, Chcmigraph. und 
Xylograph. Kunstinsult, Prag 11. 
Paulussen, Richard, l'hotogravurcanst., 
gegr. 1886. Wien. 

Pelz. Karl, Kunstanstalt, Sigmaringen. 
Klischees in Autotypie u. Dreilarbcndmck. 
Photochrom, h'unstanstalt, Ai.:.-Ges., 
Zürich. 

Protoglob. Kunsunstalt, Zürich. Ver- 
gleiche Abt. VI. 

Photogrnphische Gesellschaft, Ber- 
lin. Siehe Abt. VI u. IV. 
Poeschel u. Trepte, Buch- und Kunst- 
druckerei, Leipzig, Seeburgstr. 57, gegr. 
1870. Inh: Heinrich Ernst Poeschel, 
Proi. Carl Emst Poeschel. 
Präger, Robert, Photon pisches Institut, 
Berlin, Konimaiidantenstr. 18. 
Rau. Gustav, Xylographische und Gal- 
vanopl.w, Anstalt, Zürich. 
Reichsdruckerei, Berlin, Oranien- 
straf sc 91, gegr. 1879, 
Reisser. Ch. u M. Werthner. Litho- 
graph. Kumtinst.. Wien, Wehrgasse 16. 
Roder, C G., Lichtdruckanstalt, Herl in, 
Kronensir. öS 69. 

Röder, C. G , Kunstdruckanst., Leipzig. 
Römmler u. Jonas, G.m.b.H., Dres- 
den. I.ichtdtuck, Autotypie, Dreifarben- 
druck, Klischees. 

Rohrer, Rudolf, M-, Kunjtdruckerci, 

Brünn. 

Rommel u. Komp., Martin, Hof-Kunst- 
anst. f. Lichtdr., Stuttgart, Urbanstr 33. 
Sabo, Karl, Kupferdruckanstalt, Berlin, 
Wilhclmstr. 10. 

Schahl. Paul, Kunstanst. f. Lichtdruck 
u. Klischees, Berlin, Neanderstr. 16. 
Schelter u. Giesecke, J. G., Kunstanst. 
für lialbton u Strichätzung, Leipzig. 
Scherer, Roman, Xylograph, Anstalt, 
Luzcrn. 

Schneider u. Komp., G. m. b. H., 

Lichtdruckanst., Berlin, Friedlicher. 
Schober, J., I.iclndnukans., Karlsruhe. 
Schreibet Eberhard, Lichtdruckcrci u. 
Chemigraphie, Stuttgart, Mittelstr. 2. 
Schreiber, J. F., Lithographie, Ess- 
lingen, gegr. i8ji. Inh: Komm -R. 
Fcid. Schreiher. 

Schotte, Karl, Lichtdruckanst., Berlin, 
Wall str. 13. 

Schuler, August, Cheinigraph. Kunst- 
anstalt, St uttgar:. 

Schul x, W., Kupferdruckanstalt, Berlin, 
Joachimstr. 5. 

Schupp u. Nterth, Lithograph. Kunst- 
anstalt, Dresden. S. Inserat. 
Schuster, Rudolf, Kunstverlag, Berlin. 
— Kupferatzung und Photogravürc. • 



in ' 

I Seeger, Max, Lithograph. Kunstansult u. 
Kunsuerlag, Stuttgart, Kasernenstr. }6, 
gegr. tä/i. Inh: Max Seeger. • 
Siecke, G, Kupferdruckanstalt, Berlin, 
Kruppstr. 12. 

Sieger, Eduard, Lichtdruckanst., Wien, 
III, Marxergasse 19. 

Sinacl u. Komp., Kunstanstalt f. Licht- 
druck, Leipzig-Plagwitz. 
Sfttenfcld, Julius, Buchdruckerei, Ber- 
lin, Mauerstr. 43/44. 
Societe des Art« graphlques, Seche- 
ron-Gcnf. 

Sperl, Friedrich, Lithographische Kunst- 
anstalt, Wien, Linke Bahngassc 0. 
Spottmeister, L. n Komp., Lichtdruck- 
atistalt, Braunschweig. Nordstr. 40. 
Stange u. Wagner, Berlin, Neauder- 
stralsc 4. Lichtdruck. 
Stark, Rudolf, Xylographische Anstalt, 
Stuttgart. 

Starke, C. A., Buch- u. Steindruckerci, 
Görlitz. Salomonstr. 39, gcRr. 1847. 
Vcrgl. Abt. VI. — Photoniccrunische 
Reprodukiionen. 

Steglitzer Werkstatt, KunttgcwerM. 
Institut, G.m.b.H., Steglitz, Fich:estr. 59. 
Stengel u. Komp,, Kunstanstalt, Dres- 
den u. Berlin, lüisabethufcr 5— 6, gegr. 
1884. Inh: Emil Stengel. 
Stiepel, Gebr., Druckerei, Reichen- 
berg, Herrengasse 

St rumper u. Komp , Kunstdruckerei u. 
Verlag. Hamburg, Bachstr. 27— 29. ♦ 
Symberg u.Rttttger, Artistische Anstalt, 
Luzem. 

Technische Lehr- u. Versuchsanstalt 
von Klinisch u. Komp-, Frankfurt-M. 
Tegetmeyer, A. H. F , Leipzig, Lange- 
straTsc 28, gegr. 1867. - Holzschnitt. 
Thieme, E., Kunstdruckanst., Kaisers- 
lautern. Alle Reproduktionsverfaltren. • 
Thomas, Karl O., Lithogr. Kunsunstalt, 
Berlin, Ritterstr. 15. 
Tintner, J. E„ Lichtdruckanstalt, Wien, 
Krongassc 6. 

Tippel, Georg, Kunstdruckerei, Berlin, 
Crbanstr. 1, gegr. 1896. 
Trowitzsch u. Sohn, Kunstansult, 
Frank furt-O. Farbenlichtdruck. 
„Union", Kunstdruckerei, Dresden, 
Zwickauerstr. 26. 

Vereinigte Kunstanstalten, A.-G., 
Kaufbeuren, München. 
Vereinigte Kunstinstitute, A.-G.. 
v orm. Otto Troitzsch, Berlin-Schöne- 
berg, Fcur.gstr. 65. 
Verlagsanstalt F. Brackmann, A.-G., 
M 0 n c h e 11. • 

Wagner T. T. u. Komp , Kunsunstalt, 
Zürich. 

Wasmnth, Ernst, Berlin, Markgrafen- 
sirafse 35. — Photogr. Lichtdruck, Litho- 
graphie. 

Weber, J. J., Xylographische Anstalt, 
Leipzig. Vcrgl. Abt. VI. 
Wefers u. Komp. , Lithographische 
Anstalt, Krefeld, Kronprinzenstr. 
Weingar tner, Adalbert, (vonn. F.itcl- 
huberu.Wetngartner),Wien, ALserstr. + j. • 
Wiener Zeitungs-Gesellschaft. Erste, 
(R. v. Waldheim) Kunsunstalt für Litho- 
graphie, Holzschnitt u. Buchdruck. Wien. 
Seidengasse 3—9. • 

Wolf, Dr. C. u- Sohn, Lithogr. Anstalt, 
München, Jungfernturmstr. 2. • 
Wuthrich, E. A., Artistisches Institut, 
Zürich. 



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VIII. Werkstätten für angewandte Kunst 



Abt, Xaver, Mindelheim. Kupfertreib- 
arbeiten. 

Aktiengesellschaft, vorm. Spinn u. 
Sohn. Berlin, Wasscnltorstr. 9. 
Aktiengesellschaft f- Metallv 
Industrie, Prag-Smichow. 
Albert, Alexander. Hof-Kunsttischtcrci, 
Wien, Scliützengasse 19. 
Alter, Ludwig, Hoflieferant, Darnistadt 
— KunstmobcL . 

Amphora, K. K. privil. keramische Werke 
v. Ricssner, Stellmacher und Kessel in 
Thum b. Tcplitz, gegr. 1892. 
Anhalter Tapetenfabrik, von Ernst 
Schult, Dessau. 

Anhäuscr u. Hanebeck, Eisen- und 
Brome- Kunstschmiede, Köln a. Rh. 
S. Inserat. 

Attenkofer, Panl, Kunstbuchbinderei, 
München, Kaufmgcrstr. jo, gegr. 177}. 
Inh: Friedr. Steinbcrger. 
Audiger u. Mayei 
Stoffe, Krefeld. 
Backhauses, Johann a- Söhne. Wien, 
Opernring. — Möbel- u. Teppiclisiotfc. 
Bakalowlts, Söhne, Wien, Kärntncr- 
strafse 16 — 18. Glaswaren. 
Ball, A.S., Berlin, Potsdamers«. 37a. 
Möbelfabrik u. Kunsttischlcrei. 
Barth u Komp., Konrad. München. 
Plafonds u. dcrgl. 

Baruch u. Komp.. Thcaterausstaitungs- 
Anstalt, Berlin, Alte Jacobstr. 14. 
Bauer, Hermann, SilberfabriM Pluntasie- 
artikel), Schwab. Gmünd. 
Bauer, Rosenthal u. Komp., Porzcllan- 
manufaktur, Kronach. 
Bauermeister, Harry, Hannover, 
Möbel 

BeUer, H., Glasmalerei, Heidelberg. 
Bembe, A., Hofmöbel- u. Parkettfabrik, 
Mainz, Köln, Mcrgcotheim. 
Bendixen, Kunsttischler, Süderbrerup, 
Holstein. 

Berger, A., Juwelier, Dresden. 
Berger u. Lenk. Entwürfe f. Kumt u. 
Gewerbe, Dresden, Am Schiefshaus 1. 
Beringer, Josef, Atel. f. Bildhauerei u. 
Inncnarchit., Nürnberg. Bucherstr. 9b. 
Berliner Buchbinderei WObben u Co., 
G. m. b. H„ Berlin, Wilhelmstr. 9. 
Siehe Inserat. 

Berliner Medaillen - Münze Otto 
Oertel, Berlin, Golinowstr. 15. Siehe 
Inserat. 

Bern er, Eugen, Künstanstalt. München, 
Lorisstr. 6 (VWKiH). 
Bernhelmer, L, KunsiinObcUtelier, 
München, Maximiliansplatz 1. 
Berthold, H., Messinglinicnfabrik und 
Schnl'tgicfserci, A.-G, Berlin, S.W, 29. 
Beumers, C. A., Gold- u. Silbersdmiicd 
und Emailkur, Düsseldorf, Königs- 
aller n. Inli: Paul Beumers. S. Inserat. 
Bidtcl, Dr. Julius, Keramisch-chemische 
l'abrik, Cö lln - M e i s s en, 
Bildglefserel. A.-G., vorm, Gladen- 
beck u. Sohn, Fricdrichshagen. 
Blachian u. Kronbcrger, Kunstgewcrbl. 
Anstalt, München, .Schwamhalerstr. 69. 



Bodenbeira, Max, Atelier für Kunst- 
gewerbe, Berlin, Unter den Linden 16. 
Böhme u Hennen, Dresden, Innen- 
dekor, u, Belcuchtungsgegcnst. 
Böakcn. Heinrich. Kunsunstalt für 
Malerei. Formerei u. Giefscrei, Geldern, 
Nicdcrrncin, 

de Bouche, Karl, Ki;l. Bayr. Hof-Gtas- 
malerei, München, Ainmullcrstr. 8. 
Brand u. Stauch, Nürnberg. Metall- 
arbeiten. 

Brlnckmann, Ida u. Carlotta. Bild- 

weberei, Hamburg, Grof-e Allee 59. 
Bringer, H„ Darnistadt, Möbel. 
Brueckner, Georg, G. 111. b. H., Berlin, 
Wilhelmstr. ijj. Kunstverglasmig. 
Bruckmnnn u- Söhne, P., Heilbronn. 
Goldschmiede. 

Brühl Sohn, Jul., Berlin, Leipziger- 

str.ifse in. Kunststickerei. 

Bühler. Karl u. Sohn, Kunstschmiede, 

Offenburg. 

Bühler, Alfred, Stuttgart. S. Inserat. 
Burchardt, B, Karl Miller» Nachf., 
Berlin, Nürnbergerstr. 9-10 <•«,. • 
Burchardt Söhne. A., Tapetenfabrik, 
Berlin,Jdgcrstr.2S. W.I.cistikow-TatKten. 
Burrun, Schörer u. Komp., Kutist- 
glasfabrik, Meisenthal, Lothringen. 
Buyten u. Comp., G. m. b. H., 
Kunstgewcrbl. Institut, Düsseldorf, — 
Wohnungseinrichtungen. S. lnscr.it. 
Christian u. Sohn, Kunstglasfabrik, 
Mciscnthal, Lothringen. 
Cohrs u Michaelis, Fabrik f. bestickte 
Stoffe u. Kunststickereien, Chemnitz. 
Collin, W., Hof-Buchbinderei, Berlin, 
Leipzigers tr. 19, gegr. 1845. Inh: Georg 
Collin, Kgl. Hofbuchbinder. 
Cosamann, Theod., Aachen. Möbel- 
fabrik, Dckoratiotisgescliaft. Erste deutsche 
Fabrik für Beleuchtungskörper aus Holl 
mit Metall- und Glasdekoration. 
Danner u Reuggli. Glasmalerei, I.u t e r n. 
Darmstadter Möbelfabrik u Kunst- 
salon, G. m. b. H., verg). Abt. IV. 
Darmstadter Tapetenfabrik van 
Frit/ Hochs:.itter, Darmstadt. 
Dekoration«- u Möbeltischlerei der 
Allg. Österreichischen Bauges. Wien. 
Deuss u. Octker, Krefeld! Median. 
Seiden stoff- Weberei. 
Deutsch. Sigmund, Brünn. Möbel. 
Deutsche Glasmosaik-Gesellachaft v. 
Puhl 11. Wagner, Berlin-Rixdorf. 
Deutsche Linoleumwerke ..Hnns»", 
Delmenhorst b, Bremen. . 
Dietler, Adolf, Hofmöbcllabn.-. Frei- 
b j r g i. B. 

Dresdener Medaillenmünzc v. Glaser 
u. Sohn, Dresden, Borngasse s. 
Dresdener Werkstatt, f. Handwerks- 
kunst. Dr.-Str i esen ,Birensteiners-r. 5. • 
Dresael. Kister u Komp., Meisscucr 
Ponellanf -srik, Passan. 
Drinneberg. Hans, Anstalt für Glas- 
malerei, Karlsruhe. • 
Dunn u. Ko-, Fred, Kunstanstalt, 
München, Landwchrstr. 65. 
Dziedzlnski u Hansch, K. K. Hof- 
Wien, Albertgasse }. 



Ebner u- Komp., Kunstwcb„ München. 
Eckert u Dan neben? ,B c r 1 1 11 - S c h ö n e- 
berg, Tcmpclhoferweg. Architektur. 

I Egger« u Komp., H C E, Hamsurg- 
Eiibeck. — Eisen, Bronze. Nickel. 
Ehrich u. Graetz. Herlin, Elsen- 

I strai'se 9», 9}. — Beleuchtungskörper. 

I Elchinger u- Söhne, Ph., Keram. Fabr., 
Suffenlicim, Elsas;, 
Elkan, Walter, Berlin, Dcssaucrstr. jo, 
gegr. 1897. Inh: W. Elkan, - Echt 
chemisch gefärbte Metallarbeitern ; Treib- 
arbeiten in Silber und Kupfer; Möbcl- 
beschläge. Bes : Blutbronze. • 
Emmel, H , Hofschlosser, Darnwtadt. 
Endner, Fr , Hof-Glasmalerei u. Kunst- 
glascrei, Darnistadt. 
Eng elbrecht, Kahnt tc Borcherding, 
Kunstanst. f, Glasmalerei, Bremen, Born- 
strai'sc 14—15. ' 

Engelb'echt, Karl, Kunstglaserei, Htm- 
bürg, Lindenstr. 50 — ja. 
Engelhard, H.,Tapctenfabr., Mannheim. 
Enneveux u.Bonnct. Glasmalerei, Genf. 
Ena u. Greiner, Porzellanfabr., Volk- 
stedt b. Rudolstadt. Inh: Rieh. Eckert. 
Epple u. Ege, Stuttgart. — Möbel 
u. Innenarchitektur. 

Faber, Karl, Stuttgart. — Wand- 
bespannstoffe. 

Fachschule, K K, in Cortina d'Ara- 
pezzo, Tirol. • 

Fahrner. Theod., Atelier u. Fabrik für 
künstlerischen Gold- und Silberschmuck, 
Pforzheim. 

Falk, Gebr., Goldschmiede, Pforzheim. 
Fehlinger, Wilhelm, Wien. — Möbel. 
Feller, Josef, Atelier für Keramik, 
Dresden, Gerokstr. 60. 
Felmer. Ludwig. Nachf., Kunstgläser, 
Mainz, Leichhofsir. lo, gegründet 1819. 
Inh : C Werner. • 

Fischer u. Sohn, Franz, Tapctenfabr., 
München, Karlsplatz 7. 
Flathow u. Priemer, Berlin. MöbeL 
Fleischhauers Söhne. I. Nürnberg. 

- Möbel. 

Föhr, Eduard, Hof-Juwelier. Stuttgart. 
Föhr, Oskar. Wien IV, Hechungasse 1 
Tapezierer. 

Frankel, L, Neustadt, Obcrschlcsicn. 

— Weberei. 

Franz, Karl, Wien. — MöbeL 
Frauberger, T-, Frau, Kunststickerei, 

Düsseldorf. Gr.eiscnaujtr. )6. 

Frey, Gustav, Nürnberg. -- Kunst- 

SL-hinsser, 

de Fries, Heinrich, Kunstbuchbinderei. 
Krefeld. Auch l.ederschnittarbeiten. • 
Fritzsche, Otto. K. lloi'möbclf.ihrik u. 
Atelier f. Wohnunsieinriclitg. in allen Stil- 
artc^i etc., München, Georgen str.2!t, gegr. 
1*79. Inh.: Otto Fri: zsc'ne. S. Inserat. • 
Fröhlich, B., Magar.-.n für gemalte 
Gobelins, Berlin, Sebastianstr. 1$. 
Frommhold, I. G , C Ii e m n i t z. — 
Metallarbeiten. Bes: TürbeschUgc. 
Gaebler, Theodor, Hoflieferant, Mün- 
chen. Tapeten u. Wandbespannstoff. 
Gall. Wllh. Wwe, Bieberich a. Rh. 
u. Wiesbaden. Parkettböden u. Türen. 



i^iyiuz-s 



VIII 



Werksritten für angewandte Kunst. Gassen u. Blaschke-Lelpiiger Buchbinderei.Akt.-Ges. 



in 

i u. Blaachke, Kunst-Glasmalerei. 
Düsseldorf 

Geck, C, Kunstgewerbl. Anstalt f. Glas- 
malerei. Offenburg i. B. 
Geige», Fritz, Glasmalerei, Freiburg 
i. B., Thalstr. 66- 68, ge K r. 1888. Inli : 
Prof. F. Gtigcs. Auch Mosaiken. Aus- 
Stellung im eigenen Lokal, Thalstr. 66. • 
Geraon und Wolff, Hof - Möbelfabrik, 
Stuttgart. 

Geylinga Erben, Karl, Glasmalerei, 
Wien. Wmdmühlgassc 22, gegr. 184:. 
— Auch Kunstverglas, u. Glasatzungen. • 
Giesbrecht, Rob., Glasmalerei, Bern. 
Ginskey. I, Malfersdorf i. Böhmen, 
Teppichfabr. Niederlage : Wien I, Lugeck. 
Gladenbeck und Sohn, A-G., Btld- 
giefserei, Friedrichshagen b. Berlin, 
Wilhelms». 52— 62. S Inserat. 
Gladenbeck» Bronze - Giefserei, 
Friedrichshagen bei Berlin, See- 
stiaise 126, gegr. i8ja Inh: Walter 
und Paul Gladenbeck. * 
Glaswerke Val St. Lambert. 
Glflckert, L, Hofmöbelfabrik., Darm- 
stadt. 

Gdbel, Bernhard, Freiburg i. S. — 
Möbel. S. Inserat. 

Gohre, Moritz, Buchbinderei, Leipzig. 
Griefsl, Joaef, München, Scndlittirer- 
strafse 84. 

Groaa, Karl, Kunstgewerbliches Atelier, 
Dresden. 

Gnttke, H., Nürnberg. — Kunstgufs. 
Rarer, H. Chr., Atelier f. Glasmalerei, 
Zürich. 

Halbach, August, Buchbinderei, Lau- 
sanne, Rue St. Pierre 12, gegr. 1881. • 
Hamann, Max, Dresden. — Keramik. 
Hanke, Reinhold, Höhr b. Koblcru. 
Rhein. Steinzeug. 

Harrach nnd Sohn, Hof -Ziseleure, 
München. 

Harrachache Fabrik, Gr*r, Neu weit. 
— Glas. 

Harras, B. ( Böhlau i. Thür. — Möbel. 
Hartwig u. Komp., Georg, Atelier für 
Theatermalerei u. Plastik. Charlotten- 
burg. 

Hauptmann, A. D., Wien. — Metall- 
waren. 

H« ualcitcr, J. T- P., Ofenfabrik, Nürn- 
berg, Jakobsplatz it. • 
Hausleiter u. Efsenbei», Keramische 
Anstalt, Frankfurt a. M. S. Inserat. 
Heckert, Fritz, Petersdorfi. Riesen- 
gebirge. — Glas. 

Hege, Fried r., Bromberg. — MöbeL 
Heiden, Th., Kunstgewerbliches Aulier 
für Goldschmiedekunst, München, 
Maximiliansplatz 2. 

Heider, Familie von, Kunsttöpferei, 
Sehongau. Vergl. Ab«. Hl. 
Heimerdinger. J. H, Hof - Juwelier, 
W iesbaden. 

Heinemann, Ca»., Hamburg. Intarsien. 
Henning und Andrea, Glasmalerei, 
Hannover, Fcldstrafse 2. 
Hermeling. Gabriel, Hof-Goldschmied 
und Emaillctir, Kunstgewerbl. Werkstärte. 



Köln, Laugegassc 
Josef Kleefisch. S. 
Hertmann, J. u. 
Hertel n. Lersch, 

dorf. 

ie,AteLf. 

Bonn a. 



gegr. 1829. Inh: 
iserat. 
Wien. — MöbeL 
Düsscl- 



Hettwlg, Emanuel, Kunsttischler, Ber- 
lin, Mittenwalderstr. 1 }. 
Heubach, Gebr., Porzellanfabr., Licht e 
bei Wallcndorf, S-Mciningen. 
Heymano, J D., Hof Mob. Ifabrik. - 
Hamburg, 

Himmelheber, Gebrüder, Möbelfabrik, 
Karlsruhe. 

Hirschler, Heinrich Wilh., Wien, 
Zicglcrgasse 75. — Ziselierte Bronzen. . 
Hoffmann. Gebr., Hof- Buchbinder, 
Leipzig, Taubchenweg 2t. S, Inserat. 
Hoffmann. Robert, Hof - Möbelfabrik, 
Dresden. 

Hoffttatter, J., Wien. — Juwelier. . 
Hofglasmalerei, Königl., München, 
Briennerstr. 23. 

Hofkunstanstalt f. kirchl. Arbeiten, 

München, Stiglmayerplatz 1. 
Hofmanninger, Franziska, Wien. 
Kunststickerei. 

Hohenzollern - Kunatgewerbehaus . 
H. Hirschwald, G. m. b. H., Berlin. 
Holbein u. Bindhardt, Schwäbisch 
Gmünd, Grabenstrafse. 
HoUer, F. W.. KunstRlascrci, Krefeld, 
Lohstr. 234. Inh: F. u. C Holler. 
Hrdllcka, Mathilde. Wien, Kunst- 
stickerei. 

Hugger, Josef, Goldschmied, Rott- 
w e 1 1. 

Hulbe, Georg, Kunstgewerbl. Anstalt, 
Hamburg. 

Hutschenrenter, C. M., Por/e!laiifabrik, 
Hohenberg a. Eger, Oberfranken. 
HuwaJd, Paul, Ziseleur, Kiel, Falk- 
Strafse IJ. 

Jakobi, I. I., Lettows Nachfolger, 

Anstalt f. Glasmalerei, Frankfurt a. M. 

Jansen, W. Heinr., Trier, Glasmalerei 

und Kunstglaserci, gegr. 1SH2, Trier. 

Jansen, Peter, Kirchliche Kunsunstalt, 

Kevelaer, Rheinland. 

Jaray, Sigmund, Möbelfabrik, Wien. 

Jensen, G-, Hamburg. — Bucheinband. 

Jerk u. Schuschitz, Kunsttapetenfabrik, 

Wien, Getreidemarkt 2. 

Industrie f. Holzverwertung, Ahcn- 

essen. S. Inserat. 

Institut für Glasmalerei. Königl., 

Charlottenburg, Bcrlincrstr. o, ge- 
gründet 184^. Inh : Der Fiskus. Komm.- 
Direktor: fcngel, Maler. Ausst: Wt 10 
bis 12, 2 bis 4; Sonnab. u. Sonnt, ge- 
schlossen. 



Jörres, 

rionilrt-i 



Kunststickerei, München, 
Inhaber: Paul Schubert. 
St. Josefsinstitut für kirchliche 
Kunst, Köln a. Rh. Inh: Th. Schulter. 
Jrdel, Rebling nnd Jahnig, Chem- 
nitz. — Hilbersdorf, Weberei 
Käser, Kunstschlosserei, Solothum, 
Nordringstr. Inh : derselbe. 
Kahn und Eckstein, Stuttgart, 
Weberei. 

Kainzinger, Franz, Nürnberg, 

Kupferschmied. 

Kaltmaicr, J., Nürnberg, Jakob- 
strafsc 15. Buchbinderei 
Kandern'sche Thon werke, K a n d e r n , 

Baden. 

Kautz, Josef, Theater -Maler -Atelier, 
Wien, BUndcngasse 12. Inh: J. Kautz. 
Kayser, Engelbert, Köln a. Rh., 
Zinnwaren (Kayserzinn). Filialen: Berlin, 
Lcipzigerstr. 124, Frankfurt, Rofsmarkt 10, 
Paris, 12 Avenue de l'Opera. 



Keller und Reiner, Berlin. Ver- 
gleiche Abteil. IV. — Herstellung von 
Möbeln, Metallarbeiten, Schmuck- u. kgw. 
Arbeiten aller Art. S. Inserat. . 
Keramische Fachschule in Teplitz. 
Kiefer u. Komp., KunstgewerbL Anstalt, 
München, Blutcnburgstr. 132. 
Kindler, Karl August, Kunststickerei, 
Karlsruhe und Baden-Baden. 
Kirsch, Reinhold, Hof-Kunstschlosserei, 
München, 

Kirsch u. Fleckner, Glasmalerei, Frei- 
hurg (Schweiz). 

Klein u. Ko. r Gebr., Meyringen, Schweiz. 

Holzschnitzereien. 

Klöpfcr, J., Wien. - Möbel. 

Knorr, H„ Nürnberg, Ziseleur. 

Koblinski u. Co , Julius, Breslau. — 

Maus für Kunstbau Jwcrk. 

Kölbl, Peter, Sohn, Werkst, für Kunst- 

schmiedarbeiten, München, Blutcnburg- 

straf«.- t?j. 

Köllmayr. L, Möbelfabrik München. 
Kömpel. Jos., Kunstgewerbl. Werkstatt, 
München, Enhubcrstr. 7. 
Königsberg. R. C., Kunstgewerbliche 
Werkst, f. Glasdekorationen, Schwerin 
(Mecklenburg). S. Inserat. 
Koblbecker u. Solra, B-, Möbelfabrik, 
München, Hessstr. 31 — 53. 
Kohn, Jakob u. Josef, W i e n. — Möbel. 
Koneger, C, Buchbinderei, Wien. 
Krninlsche Kunstwebeanstalt in 
l.aibach. 

Krefelder Möbelstoffweberei, A G, 

Krefeld. 

Krcfeldcr Teppich fabrik, A-G. 
Kreiten, Alois. < Ü.I.Nchmicd, Köln a.Rh. 
Kreuter, J. A., Glasnulerei, Solo- 
thurn, ()l>.ich. Inh: derselbe. • 
Kreuzer, Joseph, Kunstglaser, Mün- 
c hen-Neuhaus, Nymplienburgcrstr. 167. 
Kröger, Ferdinand Paul, Kunst- 
schmiede, Berlin, Vorkstr. »9. 
Kriebitzsch n. Voege, Mannheimer 
Glasmalerei, Mannheim, Kcimershof- 
strasse 15. 

Kühnscherf u. Söhne, A., Dresden. 
— Kunstschmiede. 
Kümmel, W., Berlin. - Möbel. 
Kala. Kgl. Kunsterzgicfscrei, Filiale 
der Berndorfcr Metallwarenfabrik 
Arthur Krupp. Wien, Gusshausstr. 2$, 
gegr. 1850. Inh: Arthur Krupp, Bern 
dorf. - Brmizedenkmaler und kleinere 
Kunstbronzeti. • 

Kuppenheiru. Louis, Kunstjuwclier, 
Pforzheim. 

Ladewig, Frans Wilhelm, Wien IV, 
Theresianumgasse }t. Dekoration. 
Lange, Th-, Hamburg. — Möbel. 
Laaser, Josef, Kunstwcrkstatt f. 1 ' 
waren, München, Mctststr. 2 ja. 
Lauchhammer Eisenwerke, Berlin, 
Lcipzigerstrafse 109. 

Lauer, L. Chr., MünzprJgeanst., Nürn- 
berg, Klein weidciimühle 121, gegr. 1790. 
Inh : Joh. Ludwig u. W. Lauer. Zweig- 
fabrik: Berlin SW., Ritterstr. 81. Siehe 
Inserat. 

Lehrwerkstätten der Stadt Bern, 

gegr. 1888. Dir: Haldimann. Fachschule 
für Mechaniker, Schreiner, Schlosser und 
Spengler. 

Leibold u. Sohn, Kunstgewerbl. Anstalt 
Nürnberg. 

Leipziger Buchbinderei- Akt.-Ges. 
vorm. Gustav Fritzsche (vereinigt mit 



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VIII. WerksUtten für «gewandte Kunst. Lette-Verein -Scbarvogel^ 



IM 



- 1*4- 



Baunibach und Co.) Berlin, Oranien- 
strafse 14t. 

Lette-Verein. Kun*thandarbeits- 
atcli er des. Berlin. . 
Leymanna und Keim, Glasatzerci, 
Aachen. 

Liebert, Gebr., Dresden, Bankstr. 2, 
Eier. 1840. Kumts-erglasungen. • 
Lobmeyr. I. u. L.. Wien. - Glas- 



Müller, Carl u. Comp.. Hofmöhelfabri- 

1 „„.1 Hofdekorateure, Berlin W., 

K egr. i83o. Inhaber: 



Lötz. Witwe, loh.. (Max Freiherr von 
WO KK privit Glasfabrik. Kloster- 
muhle, Pom L'mcrreichenstein, Böhmen. 
S. Inserat. 

Löwy, S. A, Berlin, Gartenstr. 158. 
— Bromegufs. 

Luce Floreo, Kunstanatalt Richard 
SandeT, Barmen, Cjiiupcrstr. 73. • 
Lüthi, A„ Glasmalerei, Frankfurt 
am Main, Ad.ilhcrtsir. ! 2. 
Lütz u. Elmpt. Glasmalerei, Konstant. 
Macco. Robert, Intarsien für Mobein, 
Hoflieferant, Heidelberg, 2 goldene 
Medaillen Paris 1900. Inh: R. Macco.— 
Mack, F., Faiences d'art, Vevcy K. 
Waadt. 

Manbach u. Komp., Philipp. Tapeten- 
fabrik. Berlin, Mauerstrafsc 13 — ■•)• 
Manklewicz, Henriette, Kunststickerei, 
Wien, Strohgasse 33. 
Manufacture de Poterle fine de Nyon 
(Kant. Waad). Dir : Jules Michaud. 
Marcus. Paul, Kunstschlosserei, Bcrlin- 
Schönebcrg. Moiu.mentensiralse 19, ge- 
gründet t&80. Inh: Konigl. Hol-Kunst- 

Bcr- 



schlosser Paul Marcus. — 
Martin u. Piltzing. 
lin, Chaussecstr. 24. 
Maus, W., Atelier für künstlerische He 
leuciituiissUörper, Frankfurt a. M 
S. Inserat. „, 
Mayer. B. H, Prägeanstalt, Pfor*- 
heim, F.n/slrasse $1 . 
Mayer u. Komp., F n Kunstgew. In- 
stitut, Karlsruhe. 

Mayer, Marin. Kunstgewctbl. Atelier, 
München, Louiseiistr. S7- 
Meder u. Matzdorf, Berlin, Grun- 
sirafse 16. • 

Menlem,FranzAnt,Kunsttöpfer.,Bonn. 
Meinhold, Gebr., Majolika - l abnk, 
Schweinsburg-Pleisse. 
Meldorfer Museum sweberei Direktor: 

Merfc S G.. Hof- Juwelier, München, 
Odeonsplati 13. 

Met&Uarbeiterschule de« Gewerbe- 
museum» in Wlnterthur. Direktor: 
A. Pfister. , 
Meyen u Ko , M., Hot lieferant. Berlin, 

Seba-stianstr. 2o. - Silbenvaren. 
Meyer, Wilhelm, Berlin. — Möbel. 
Meyer u. Leifrnann, Franz, Tapeten- 
fabrik, Köln a. Rh., Breitestr. I S9 
Michael, W-, Kunstschreiner, München, 
Schwind str. lt. . 
Möller u. Schafer, Theaterdekorations- 
ansiah, Berlin, Görlitzerstr. ja. 
Mory, L.. Kunst yjewcrbl. Anstalt, Mün- 
chen, PromenideiiplaU 3. 
Möller, Alexander, Berlin, Noiti/sir.6. 
— Metaiibildh. u. Treibarbeiten. 
Müller, Bruno, Kunststickerei, Berlin, 
Anhaltstr. 6. 

Müller, Fr., Kunstuewerbl. Werkstace, 
Nürnberg, Komstr. 32. 
Müller, Gebhard, Atelier für christliche 
Kunst, Sauig au, Württemberg. 



Friedtichstr. 77, 
M. tum Busch. • 

Müller, F. Otto. Karlsruhe, kaiser- 
straisc 144. — Metallarbciten, keramm. 
Müller Max, Atelier f. Kunst u. Kunst- 
gewerbe. M-iuatn, Thercsienstr. 34. 
Müller Hickler, Hans. Kunsunstalt lür 
Glasmalm i, A.i.licn, Hirschgraben 14. 
Mm chener Glasmalerei v. M. Auer- 
bach, Ücrli:'.. AlMt.*ers:r. u-tl 
Münchener Werkitatt f. Wolmungs 
F.inrichtu feil. M uuehen, .\:civ>:r. Jf. 
Mnüs A«Ru*t Wilhelm Algier fi.r 
ÜH-rl. u. ar.i.'V-'kton l'lasti.-, H erlin W., 
Schapcrstr. 33. . 
Mutz, Hermann , Kunsttöpferei, Altona, 
Grünestr. 19. 

Naager, Franz, Kunstgewcrbl. Anstalt, 
München, Liebigstr. 4'- 
Neuhauser, Dr. Jehle u. Komp- 
Glasmalerei, Wien, Barnabitengasse 6. 
Neuroder Kunstanstalten , vorm. 
Treutier u. Komp., Berlin, Moriustr. 7. 
Neuser, Josef, Kunstschmiede -Werk- 
st Jttc, Mannheim. 

Nicollier-Troller, Faiences d'art, Vevcy, 
Kanton Waadu 

Niedermoser u. Sohn, M., Wien. — 
Möbel. 

Nitsche, Franz. Kunst-, Glas- und 
Porzellanmalerei, Karlsruhe 1. B. 
Norder Eisenhütten, in Norden 
Nowotny. Ludwig. Wien. - Kunst- 
stickerei. . 
Occkler, V., Anstalt für chnstl Kunst u. 
Kunst K ew.,N u r n b c r g .Hirschelgassc 10. • 
v. Oecolowitz, A-, Hof-Dekorations- 
malcrei, Schwerin. >itgr. 1872. 
Olm, G., Kunsttischlerei, Berlin, Köpe- 

Orivl't a!-G,' Metallwarenfabrik, Kölo- 
Ebrenfeld. , 
Oiswald u. Komp., Karl, Hoflieferant, 
Wien, Geusengasse 15. Mctallwaren. 
Pallenberg, Köln a. Rh. - Möbel u. 
Innenarchitektur. 

Pecht, J. A., Konstanz. — Schwarz- 
wälder Fayencen. 

Peiler, W., Buchbinderei, Kreleld. 
Pelargus, Hugo. Hof-Eragiefser, Stutt- 
gart, Olgastr. 100, geer 184S . 
Peter, I. L-, Möbelfabrik. Mannheim. 
Petrasch, Alfred, Architekt, Kunst- 
gewcrbl. Atelier, München, Blüthenstr. 1 7. 
Peuseler n. Sohn, Nachf, Friedr. 
Mirow, Lüneburg. — Tapeten u. Friese. 
Peyf uss.Mar itta, W i e n . Kunststickerei. 
Pfalzer Gewerbemuseum, Kaisers- 
lautern. Dir: F. Moser. . 
Pfalf, J. C, Her Im. — Möbel. 
Pfaffe nmeier, Josef, 

Pf.iimst'iel M ' Kunst K v ss erbl. Werkstatt 
(„r h...,.:::.oJdl. Lederarbeitcn, W eimar. 
Pichler. Hermann, Stuttgart. - 
! .einen-Wcberei. 

Pösscnbacher, Anton, Kunsmewcrbl. 
Anstalt, München. Ausstell. : Bncnncr- 

straise SS- — » 1/ 

Pössenbacher, Heim, jun., Kunst- 
a,ewerb. Atelier, München, Baumstr. 3. 
v. Poachinger, Ferdinand, Glashütten- 
werke, Buchenau b. Zwioel, Hävern. 
Porzellanfabrik Marktredwitz (Jager 
& Comp.), Bayern. Porccllan. 



Porzellanfabr. Weiden iGebr.Bauseher) 
G. m. b. H., Weiden in Bayern. 
Porzellanmanufaktur, Kgl-, Berlin 
NW, Wegelystr. • , 
Porzcllanmanufuktur, Kgl., Meissen, 
gegr. 1710. Fil: Berlin. Leipaigerstr. jo. 
Porzellanmanufaktur. Kgl.Müncheo- 
N v 111 phen bürg. 

Porzellanmanuf aktnr, Böck, J.. e n . 

Wiedner Ha.iptstr. 25—27. ««■•«'• l8l 9- 
Inh: J. Buck. 

Pospischil, Anton. Kunst-Moocltabnk, 
Wien V, Mat/binsdorlerstr. 55. 
Pösscnbacher. Anton. Kgl. Hofmöbel- 
fabrik. München, Baumstr. }. Verkaufs- 
räume: Briennerstr. 5 s (Wittelsbacherpl.) 
Preetz, C. Hof-Gürtler, Berlin 
Puls. Eduard. Kunstschmiede, Berltn- 
Tempclhof. 

Rad*pielen» Nachfolger, A. Lippen, 

kunstgewerbl. Anst,, München, Hunds- 
kugel 7. 

Rappa o. Globbe, Kunstgewcrbl. Atelier, 
M ü ti c h e iL 

Rau, Eduard, Kunstgewerbliche Glas- 
industrie, München, Kaufüigersu. 9. 
Rauch, Wilhelm. Hamburg. Buch- 
einband. 

Reimann, Albert, Berlin W. 30, Laüds- 
huterstr 38. Entwürfe und Modelle für 
Kunstgewerbe; gegr. 1898. S. Inserat. 
Renggli. A., Kunstgcwerb'.iches Atelier. 
Biel, Schweiz. Spezialitaten: Leder- 
plasrik und Dekorationen auf Stahl. 
Reuter n. Reichhardt, Glasmalerei, 
Köln a. Rh., Steinstr. 2;. 
Richter, Kunsttöpfer, Schleswig. 
Richter, Adolf, Farbige HoUinursicn, 



Stuttgart, Dlgastr. 7. S. ... 

Riedinger, L. A„ Kunstgewerbl. Institut, 
Augsburg. ... . „. 1 

Riemer. Max, Hof-Buchbinderei, Kiel, 
HoUtenstr. 4J. R c R r - l88 5- _ , 
Riessner, Stellmacher u. Kessel, 
Keramische Fabrik, Wien, Zollergasse $. 
Rincklake. B., Kunsttischlcrei, Münster 
i W., Rothenburg 14, gegr. 1834. 
Roederu. Ko., Ansbach.— Teppiche. 
Rohmeyer, 1., Berlin Ritters^ 8$, 
gejjr. 1H83. Inh: derselbe. Metallarbciten 
u. Ziselierarbeiten. • 

Rosenthal u. Co., Ph., A.-G. Porzellan- 
fabrik, Selb u. Kronach. 
Roth, Max, Budapest, Kender utea 14. 

— Glasmalerei. 

Rothmüller, Karl. Goldschmied und 

Ziseleur, München. 

Rudhardiache Giefserei, Ollenbacn 

^ M. — Kunstsclirift u. Buchschmuck. 
Rupp u. Möller, Marmor-, Granit- und 
Svenit-Werke, Karlsruhe i. B. Spez: 
Künstlerische Grabdenkmäler. S. Inserat 
Sabadi, Gabai, KunstgewerbL Anstalt, 
München. 

SachsiacheBanbeschlftgeFabr.k.von 

thto Grieshammer, Dresden, Wartburg- 

Strafse 20 24. 

Sächsische Ofenfabrik, vorm. Mar- 
Uowskv, Cölln-Meissen, 
Schacffer u Walcker, Bildgiefserei, 
Schaffgotsch'ache, Graft., Joaefinen- 

hüttc. Schreiberhau, Schlesien. 
Schandrl. Ernst, Atelier lur kirchliche 
Kunst, München. Louisenstr. 75. 
Schaper, Hugo. Ilof-Gol.lschm., Berlio. 
Scharvogel, J. J-. Keramische Anstalt, 
München, ZieKtattstr. 58. 



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te Kunst. Scheidges u. 

- IM 



Komp.— Wülfel 



in 



Scbeidge* u. Komp., Riebard, Möbel- 
stoff- Fabrik, Krefeld. 
Schell. Adolf, tt. Otto Vittall, Glas- 
malerei u. Kunstverglasung, Oftenburg. 
Scbell, Wilb., Glasmalerei, Offen- 
burg i. B. 

Schenzel n. Sohn, Franz X. — K. K. 

Hoftapezierer, Wien. 

Scherer, J, Kunstglascrci, Berlin. 

Scberrebeck'ache Schale fBr Kunst- 

Weberei, G. m. b. FL, Scherrebeck, 

Nordschleswig. 

Scblelitz, Olga, Kunststickerei für Ta- 
peten u. Kostüme, München, Adalbert- 
strafsc 88. 

Schierholz und Sohn, Porzettanfabrilc, 
Plaue in Thüringen. 
Schilder, A., Wien. — Beleuchtungs- 
körper. 

Schirm, C. C, Atelier für Email (Wand- 
bckleidungen^ Berlin- Grunewald. Siehe 
Inserat. 

Schiein, Richard, Kunstwerkstitte für 
Glasmalerei u. Kunstglaserei, Zittau i. S. 
Schlemmer. W., Kunstbuchbinderei, 
Offenbach. 

Schmid u Komp, Robert, Kunst- 
gcwerbL Anstalt, München, Westend- 
strafse 135. 

Schmidt, Hermann, Selten. — Holz- 
bearbeitung. 

Schmidt, Fr. Otto, Wien. — Innen- 
dekoration. 

Schmidt-Daler. Anstalt f. Holzschnitzerei 
u. Kunstmöbel, Nürnberg. 
Schmidt, L., Wien. Möbel. 
Schmitz, Ferdinand Hubert, Kunst- 
gcwcrbl. Anstalt, Köln-Ehre nfeld. 
Schneider u. Hanau. A.-G, Hofmöbel- 
fabrik, Frankfurt a. M. u. Berlin W. 
Schneiders u. Schmolz, G. m b. H., 
KunstglasmaUrci-Anstalt, Köln - l.mden- 
thal, fhercsienstr. 85. 
Schönauer, Alexander, Hamburg. 
Gold- u. Silber- u. Treibarbeiten. 
Scbönthaler u. Sohne, Wien. Möbel. 
Schöpflich. Eduard, vorm.N.Thallmavr. 
Werkslltte f. modernen Künstlerschniuck. 
München, Perusastr. 2. 
Schöttle, Georg, Möbelfabrik, Stutt- 
gart. S. Inserat. 

Schreiber, Hans, Kunstglascrci, Berlin. 
Leipzigers«-. 122. 

Schröder u Co, Wilh., Krefeld. 

Seidenstoffe. 

Schürmann, E, o. Co., Paul Tübben, 
Hof-Juwclicre, Frankfurt .1. M. 
Schütz. F. A-, Hofmöbclfabrik, Leipzig. 
Schulz, Otto, Berlin, Naunyastr. 69. 

— Fabrik für Beleuchtungskörper. 
Schulz u. Holdefleif«, Kunstschmiede, 
Berlin. 

Schulze u.Jost, Kunstelaserei. Fassetten- 
schteiferei, Berlin, Friedrichstr. 16. 
Schumann. F. A, Berlin, l.cipziger- 
strafse 107. — Por/cllan. 
v. Schwarz. J., N ürnberg, Ostbahnhof. 

— Fayencen. 

Schwarz 11 Weigl, Lüster- u. Rronrc- 
vsareiifabrik. M ü n c h e u , Mülicrstr. ; 1 . • 
Seifert u. Ko., K. M., Dresden, 
Chemnitzerstr. 18. Bronzewaren u. Kron- 
leuchter-Fabrik. 

Seitz. H., Nachfolger. Kunstgewerbe 
Anstalt, München, Müllcrstr 45a 
Sesaeli, Alwin, Kunstgewerbe Institut, 
Oensingen, Kanton Solothjm. 
Sief I, Franz, Wien Treibarbeiten. 



I Siemens, Friedr., Dresden, Nossener- 
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Entwürfen und Badccinrichtungen. Siehe 

Inserat. 

Söllner, H., Pforzheim. Gold- und 
Silber.i rbeiten. 

Sommer u. Ko., J. Düsseldorf, 

Möbel. 

Sperling and Herzog, Buchbinderei, 
Leipzig. 

Spinn u. Sohn, J. C, Glasmalerei, 
Berlin S 42, Wasserthorsir. q. Be- 
leuchtungskörper für Gas- und elektr. 
Licht. 

Srpck, Theodor Thomas , Wien, 
Gudrunstr. 182. Monumente in Bronze. • 
Stltrk-Lengenfelder, Artistische Anstalt, 
Nürnberg. 

Staudinger, Alois, Münchencr Glas- 
malcreianstalt, Hohctuollernstr. 41. 
Steigerwalds Neffe, Franz, Kunst- 
gewerbe Anstalt, München, Brienner- 
strafse 3. 

Stcinicken o. Lohr, München, Karl- 
straf se 8t). — Beleuchtungskörper. 
Stephan!, Arnold, Kunstgewerbliche 
Anstalt, Bern. 

I Stöffler, Wilhelm, Pforzheim. — 

' Schmuck. 
Stotz, Paul, G. m. b. H., Kunstgewerb- 
liche WerltMitte, Erzgiefserei, Stutt- 
gart. Beteuchtungsgegenstande, Kamm- 
verzicrungen, Grabschmuck u. Denkmals- 
gufs in Bronze. S. Inserat. 
Stritt, Eduard, Atelier für Glasmalerei 
und Kunstvcrgbsung, Offenburg i. B. 
Strobl, Ludwig, Kunstglascrci, Mün- 
chen, Augustenstr. 38. 
Strobl, Max, Kunstgewerbliche Anstalt, 
München, Dienerstrafse. 
Stroucken, H., Kumtmöbelfabr., Kre- 
feld. 

Stübbe, Alfred, Berlin, Kopcnicker- 

strafsc 62. Emaillen. 

Stumpf, Gross u. Ko., Elberfeld. 

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Suroetsberger , Wien, Schlachthaus- 

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Tcppichfabrik. A.-G., vorm. J.Kneu- 

sefs, Krefc Id. 

Thailmnyr, Nlkolans, Goldschmied u. 
Ziseleur, München, Karlstr. 42, ge- 
gründet 1898. 

Thenn n Kaub», Atelier für Kunst- 
bronzen, Wien, Scidengasse 24. 
Thierae, Karl, Sachsische Por/ellan- 
fabrik, Pot sc ha pel - D r e sden. 
Thorontr: • Teppichfabrik, Nagy- 
Becskerck, Ungarn. 
Thum, Josef, Buchbinderei, Kevelaer, 
Rheinland. 

Till, Wenzel, Kunstschreiner, Mün- 
chen. 

Tippel, G., Kunstgewerbliche Anstalt, 
Berlin, Urbanstr. 1. 



Tochtermann, B., Kunstgewerbliche 
Anstalt. München. Maffeistr. a. 
Tode, Ernst, Glasmalerei, Riga, 

Alexanderstr. 7*. • 

van Trceck, Gustav, Kgl. bayr. Hof- 
glasmalerci.mstalt, München, Scliwindt- 
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Tümmler, Robert, Döbeln, Sachsen. 

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Tttrckc, C.L., Hofglasmalerei, Zittau, 
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Udluft and Hartmanu, Dresden. 
Keramik. 

Ule. Karl, Glasmalerei, München 
Schcllingstr.42, gegr. 1889. lnh: derselbe. 
Uliuer, J„ Nürnberg, Holzschniuerei. 
Ungethüm, August, Werkstatt f. Innen- 
architektur, Wien, Obere Amtshaus- 
gasse 27. • 

Veilich, Josef. Wien, Mobil. 
Verch u Flothow, Theatcrausstattungs- 
Institut, Charlottenburg, Lcibnitzstr .87. 
Verein f. weibliche Kunst-Industrie 
Weimar, Marienstr. 7. • 
Vereinigte Smyrnateppichfabriken. 
Berlin, Schinkelplatz 3. 
Vereinigte Werkstatten für Kunst 
im Handwerk, München, Residenz- 
strafse 19 20. 

Vereinigte Württemberger Werk- 
statten für Kunst im Handwerk, 
Stuttgart. 

Villeroy u. Boen, Keramische Kunst- 
inJusrrie, Mettlach in Baden. 
Vittali, Otto. Glasmalerei und Opal- 
Glasniosaik, Berlin, Regensburgerstr. 10. 
Vogel, Wilhelm. Chemnitz, — Möbel- 
stoffe. 

Vogel u. Alckens, Kunstgewerbliches 
Atelier, München, Ottostr. 8. 
Vogt a. Sohn. C. W., Hofbuchbinderei, 
Berlin S\V. 

Vogts u. Komp-, Ferd., Kunstmöbd- 

fabr., Berti n , Um. d. Lind. 56, gegr. 1865. 

VolkstBdter Porzellan -Fabrik, vorm. 

Triebner, Volkstidt bei Rudolstadt. 

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und MoqucTts-Wcbcrei. 

Wagmüller, M , München, Karlstr. 42 

lulclmctall und Bronzen. 

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Wanzewied, J., Keramische Fabrik, 
Thun, Schweiz. 

Wegencr u. Stecher, Theaterdeko- 
rationsatelicr, Charlottenburg, Span- 
dauerstr. 6. 

Wehrll, Ernst, Glasmalerei, Zürich. 
Weis«, W., Kunstschmiede, Karlsruhe. 
Wellmann u. Minie, Atelier für Deko- 
ration und Möbel, Krefeld. 
Welter Nachfolger, Emil. Kunstbuch- 
binderci, Handvergoldung, Krefeld. 
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Werner, J. H.. Hof- Juwelier, Berlin, 
Friedrichs«-. 173. 

Werner, Louis, Hof-Juwelier, Berlin, 
Friedrichstr. 190. 

Wessels Sandplattenfabr., Bonn-Rh. 
Weasely, A. H., Mamburg. Keramik. 
Wilhelm u. Co , Kunstgew. Werkstätten. 
München, Müllerstr. 3. 
Wilkens u. Sohne, M. H , Hamburg. 

— Goldschmiede. 

Wimmer, Hans. Glasmalerei, Bres- 
lau, Trebnitzerstr. 10. 
Winhart, J. u. Co., München. Mars- 
strafse 7, gegr. 1883. Getriebene Kupfer- 
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Karlsruhe. 

Winterhalter. Karl, Hof-Goldschmied, 
München. 

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berg, Kaiscrstr. 



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Mün- 



ZctUer, F. D., Hof-GL 
chen, Briennerstr. 2). 

Zieach and Komp.. W., Berlin, 
Beihaniemifer 8, Hof-Kuostweber. 
Zimmermann u. Komp., Josef, Be- 
leuchtungskörper, München, llerzog- 
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y/ in den besten Lagen der Champagne mehr Weinberge, 
als seine erstklassigen Concurrenten zusammengenommen, daher 
die stets gleiche Vorzüglichkeit seiner Hrzeugnisse! Das Haus 
Moüt iV Chandon versandte im Jahre 1903 über 4 Millionen 
(4013684) Haschen. Kein Haus, das nur echte Hochgcwächse 
der Champagne in den Handel bringt, erreichte jemals diesen 
Jahresumsatz. Hie Kellereien des Hauses Moet «S: Chandon 
erstrecken sich bei ungefähr 13' ,, Kilometer Länge über eine 
( it imdfläche von 56230 (Juadratmeter und sind damit die grosslen 
der Champagne. Sie enthielten Hude 1903 laut Aufnahme der 
Lranzösischcn Regie einen über 18 Millionen (18137000) Haschen 
betragenden Wein Vorrat! c&a ras* c^n e&a > c^n c^n t^n c^c^a c^a c^a 




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Literatur noch nie einen fo unmittelbaren, naturgetreuen, packenden, lebenfprübenden 
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in feinen „Problemen und Charakterköpfen*' über Llliencrons Kriegsnovellen. 

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Ausgabe II: in elegantem Kunftleinenband ,. „ ,. 7 cTiark 
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Monatshefte für freie und angewandte Kunst 

Monatlich erscheint ein Heft von etwa 100 Seilen mit 
ungefähr 140 Jllustrationen und mehreren farbigen Beilagen 

Bezugspreis vierteljährlich 6 Mark 

Der Jahrgang läuft von Oktober 'bis September 

„Die Kunst" hat sich in den 5 Jahren ihres Bestehens an die Spitze aller ähn- 
lichen Unternehmungen in deutscher Sprache zu setzen gewußt. Zu einem über- 
raschend billigen Preise bietet sie in unerreichter Reichhaltigkeit und Ausstattung 
ein getreues Spiegelbild der neuzeitlichen Bestrebungen auf allen Gebieten 
der bildenden Kunst: Malerei und Plastik, Innen- und Außenarchitektur, künst- 
lerische Wohnungseinrichtung, Kunstgewerbe jeder Art, Frauenarbeiten u. a. m. 
Neben illustrierten Berichten über die wichtigsten Ausstellungen des In- und 
Auslandes bringt sie zusammenfassende Darstellungen über einzelne Kunst* 
zweige, Monographien über hervorragende Künstler, sachgemäße Besprechungen 
von neuen Erscheinungen der Kunstlitteratur, sowie kleine Nachrichten über 
aktuelle Vorgänge im modernen Kunstleben und erfüllt so alle gerechten 

Ansprüche an eine 

KUNSTREVUE GROSSEN STILES 



Einige 



neuere Urteile Ober „Die Kunst": 

Frankfurter Nachrichten rem 5. Nvreuber 1901: „Bei der Rclchheltlftclt aad Klerbelt 0» Btlder«cbn>ocke» und 
nach 'den Peraffallcfekeiten der in Facbiuhanea benufeioccnea Schrlhetcller könnt« e« nicht »•bleiben, defl 
dlt Zeltechrih >ar Ihren Gebiete bald «a die eraie Stelle rilckie. Meierei, W.itlk und die eemehledeaen Zweige 
de« Kunattcwerhe« ladet nun nirgend« ea eingehend and «necheullch tnltelaeBder dargcitellt wie In dieeen 
, die Im Leuf« der Jebre bei gleichgebliebenem Abonnementaprclee an Umfang bedeutend lueeaommen heben" 
; >»■> 15. Oktober 1903: „Ei dürfte kennt eine iwelte deuuebe Kamt Zeitechrift cehen, die Uber eile 



Zweite der modern» Kumt, dl« freie wie die angewandte, u> *ori Qclicb und rieUeitlg unterrichtet." 
NaüonaUvltung, Banal, um 3. Descmbcr IBM: „Wer eic etcht, dem wird, wenn er'« noch nicht wiesen »Ute, 
ein Licht darüber eufgehn, d«B die Rnickmaao'achc „Kvaet" dl« relchhaltlgate und beetealgafene aller deutschen 
Kuaet-ZettacbrlRan i»L" 

Augiburger AbandxaHung von 3. Deienber 190] : „Die Zeittchrin; iet a«ch Inhalt und Autiunvnf eine der Tor- 



Wer für die künstlerischen Bestrebungen 
unserer Jage Interesse hat, verlange ein 

Probeheft mit etwa 150 Abbildungen und farbigen Beilagen 

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E. M. LILIEN, dllMn getarnte» Werk wir heute In 
einheitlicher Form darbieten, let einer der bedeutendeten 
Künstler der Moderne. „Sein Werk" erschien in Qrob- 
quartformat In einem von Lilien entworfenen Einband; 
neben den faat lOO Zeichnungen dea Kunatlers l«t 
dem atarken Band du Porträt Lilien« In Licht- 
druck beigegeben Die Ausstattung dea Werket lat 
eine eeinem inneren Werte entsprechend vornehme. 

Preia: lO MarK 
Auher dieser allgemeinen Auegabe wurden 20 Exem- 
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zu ALTENESSEN (Rheinland). 



Planoxyl — Gesperrtes Holz. 

Die Verwendung des Holzes, dts der Mensch als dasjenige Material schätzen gelernt hat, welches ihm die Möglichkeit bot, 
sein Haus, sein Heim wohnlich und traulich zu gestalten, zur Herstellung von Wandbckleidungcn, Decken etc. ist uralt, ebenso alt 
ist jedoch auch die Erfahrung, daß die unter Verwendung massiven Holzes erfolgte Ausführung solcher Arbeiten nur allzusehr 
beeinfluQt wird durch jeden Witterungswechsel, indem das Holz je nach Art der sich geltend machenden Einflüsse sich zieht, wirft, 

zerreißt, platzt etc., mit einem Wort anfingt zu „arbeiten", wie der 
Fachmann diese eintretenden Veränderungen bezeichnet. — 

Diesen Umstinden suchte man im handwerksmäßigen Ge- 
brauche schon lange durch Anwendung der sogenannten Sperrung des 
Holzes, einer fünf- und mehrfachen Aufeinanderlegung einzelner mehr 
oder weniger starker Furniere kreuzweis zur Richtung der Holzfaser 
nach vorhergegangener Verleimung zu begegnen, welche man unter 
Druck, so hoch er ohne maschinelle Einrichtungen zu erreichen war, 
zu einem Ganzen vereinigte. 

Die Planoxyl-Technik bedient sich eines ihnlichen Verfahrens, 
setzt aber die mit einem wasserfesten besonderen Bindemittel ver- 
sehenen einzelnen Furniere einem gewaltigen hydraulischen Drucke 
bis zu 400 Atmosphären aus und erzielt mittels erprobter Hilfsmittel 
eine es. 7 mm starke Normal-Planoxyl-Platte, welche jedoch in be- 
liebigen Starken bis 60 mm geliefert werden kann, in welcher die 
einzelnen Furniere unlöslich miteinander verbunden sind, während 
gleichzeitig dem Holze infolge dieser gewaltsamen Vereinigung die 
Möglichkeit des „Arbeitens" enteogen wird. 

Die Verwendung des Planoxyl ist eine ganz unbegrenzte; vor 
allem lassen sich auf Grund dieser Technik ganz ungeahnte und bei 
Verwendung massiver Hölzer absolut unmögliche Effekte erzielen, 
indem man durch Ausschneiden eines oder des anderen Furniers 
oder durch Einpressen eines Furniers in dss andere die prichrigsten 
Ornamente in Intarsia oder Relief herzustellen in der Lage ist. Die 
verschiedenartigen Verfahren zur Herstellung von Intarsien sind 
bereits durch eine ganze Anzahl Gebrauchsmuster geschützt, während 
anderseits vier deutsche Reichspatente zur Anmeldung gelangten. — 
Unvergleichlich schöne Wirkungen lassen sich durch Zu- 
sammenstellung in Struktur und Farbe verschiedener Hölzer erzielen, 
deren natürliche Schönheit dann in wunderbarer Weise hervortritt, 
wahrend außerdem ermöglicht wird, die kostbarsten und teuersten 
Edelhölzer, welche die Natur hervorbringt, mittels der Planoxyl-Technik 
zur Verwendung zu bringen zu einem Preise, welcher in auffälligem 
Verhältnis bezüglich der Vereidigung steht zu einer Ausführung in 
denselben Edelhölzern, massiv verwendet, welche zumeist der hohen 
Kosten wegen unausgeführt bleiben. Ganz besonders hervorzuheben 
ist, daß Planoxyl auch die kräftigsten, hochplastischen Architekturen 
zuläßt, daß es stlrksten Ausladungen und schwerstem Charakter zu 
folgen vermag. 

Planoxyl ist ein nur aus Holz bestehender, idealer, moderner Bau- 
stoff, der wohl simtliche Vorzüge, jedoch nicht einen einzigen Nach- 
teil des gewachsenen Holzes besitzt, dagegen aber in seiner Stabilität 
und Haltbarkeit vermöge seiner eigenartigen, in sorgfältigster Weise 
erfolgenden Herstellung allein einen so gewaltigen Vorteil bietet, daß 
seine Verwendung selbst da überall noch möglich gemacht wird, wo 
bisher eine Verwendung von Holz ausgeschlossen erscheinen mußte. 
Rechnet man hierzu seine ohne weiteres ins Auge fallenden ferneren 
großen Vorzüge der Elastizität und Isolierfähigkeit, der durch seine 
Leichtigkeit und geringe Ausdehnung bedingten Fracht- und Raum- 
ersparnis und die bequeme und leichte Aufstellung der in Planoxyl 
ausgeführten Arbeiten in Verbindung mit seinem verhältnismäßig 
billigen Preise, so wird man sich der Überzeugung nicht verschließen 
können, daß Planoxyl sich überall durch seine hervorragenden Eigenschaften Eingang verschaffen wird und durch kein anderes 
Material ersetzt oder verdringt werden kann. 

Planoxyl wird in unbegtenzt großen Fliehen in einer Lange bis 5 m bei einer Breite von vorerst 1.20 m ohne Kosten- 
aufschlag geliefert, welcher Erfolg nur durch hervorragende maschinelle Einrichtungen zu erreichen ist, und geht hieraus ohne 
weiteres hervor, daß dieses Material zur Bekleidung ganzer Wandfllchen in hervorragender Weise geeignet ist. Paneele 
werden ganz nach Wunsch mit oder ohne Gerüstwerk geliefert, in jeder Größe und Holzart, in jeder Geschmacksrichtung, in 
einfachster Ausführung schon von Mark IO,SO an fertig. 

Zimmerdecken können in jeder gewünschten Art in Planoxyl billiger als in Stuck ausgeführt werden, haben den großen 
Vorzug eines iußerst geringen Gewichtes bei denkbar leichtester Befestigung und sind lieferbar schon von Mark 7,50 pro qm an. 

Planoxyl findet ferner Verwendung für Nischen, Schranken, Hcizkörper-Ummantelungen; ganz besonders auch zu Türen für 
Krankenhäuser, wobei die glatte Fliehe entgegen den gewohnten Füllungen aus hygienischen Gründen schwer ins Gewicht fallt. 

Die Montage wird auf Wunsch übernommen, kann aber mit Leichtigkeit von jedem Tischler ausgeführt werden. 
Polituren und Matticrungen werden wasserfest und waschbar geliefert. Entwürfe, Aquarell-Skizzen, Kosten Anschläge werden 
kostenlos jederzeit angefertigt und stehen Muster stets gern zu Diensten. 




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